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DE1193627B - Verfahren zum Aufbringen von selbstklebenden Schichten auf poroese Unterlagen - Google Patents

Verfahren zum Aufbringen von selbstklebenden Schichten auf poroese Unterlagen

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Publication number
DE1193627B
DE1193627B DEL30113A DEL0030113A DE1193627B DE 1193627 B DE1193627 B DE 1193627B DE L30113 A DEL30113 A DE L30113A DE L0030113 A DEL0030113 A DE L0030113A DE 1193627 B DE1193627 B DE 1193627B
Authority
DE
Germany
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adhesive
adhesive film
porous
film
paper
Prior art date
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Pending
Application number
DEL30113A
Other languages
English (en)
Inventor
Friedrich Krebs
Richard Lohmann
Dr-Ing Ferdinand Salditt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Lohmann GmbH and Co KG
Original Assignee
Lohmann GmbH and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority to NL237772D priority Critical patent/NL237772A/xx
Priority to BE577335D priority patent/BE577335A/xx
Application filed by Lohmann GmbH and Co KG filed Critical Lohmann GmbH and Co KG
Priority to DEL30113A priority patent/DE1193627B/de
Priority to CH7143159A priority patent/CH372775A/de
Priority to FR791148A priority patent/FR1221477A/fr
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Pending legal-status Critical Current

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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C 09 j
Deutsche Kl.: 22i-2
Nummer: 1193 627
Aktenzeichen: L30113IVc/22i
Anmeldetag: 3. April 1958
Auslegetag: 26. Mai 1965
Selbstklebende Schichten werden auf Trägerstoffe aus Papier, Gewebe oder Kunststoffolie mit einer Streichapparatur nach bekannten Methoden aufgetragen. Die Klebmasse besteht aus in Benzin gelöstem Kautschuk mit Zuschlägen von Harzen und Weichmachern, wie Wollfett, Paraffinöl bzw. aus gelösten Mischungen von entsprechenden Kunststoffen. Wird als Lösungsmittel z. B. Benzin angewendet, so muß dieses zur Erzielung einer selbstklebenden Schicht anschließend aus der Masse ausgetrieben werden. Außer diesen Auftrageverfahren ist es ferner bekannt, zusammenhängende klebende Schichten auf Trägerstoffe unter hohem Druck aufzuwalzen.
Die Anwendung dieser Verfahren ist weitgehend von den Eigenschaften des Trägerstoffes und von dessen Empfindlichkeit abhängig. Um empfindliche Trägerstoffe mit einer Klebschicht zu versehen, hat man deshalb bereits Leimfolien bzw. Folien aus
Verfahren zum Aufbringen von selbstklebenden Schichten auf poröse Unterlagen
Anmelder:
Lohmann K. G., Fahr/Rhein
Als Erfinder benannt:
Friedrich Krebs, Neuwied;
Richard Lohmann, Hüllenberg; Dr.-Ing. Ferdinand Salditt, Neuwied
Die Oberfläche weist deshalb eine ungleichmäßige Klebkraft auf, und die Poren sind durch die Klebmasse verstopft. Der Trägerstoff wird dadurch un-Kunststoffklebern angewendet und diese auf dem 20 durchlässig.
Trägerstoff z.B. durch Schmelzen ausgebreitet, Um die Eindringtief e von Klebmassen auf porösen
welche Verfahren bei porösen Trägerstoffen zum Trägerstoffen zu begrenzen, hat man deshalb die Verschließen der Poren führen. Es sind ferner Trä- Klebmasse auf Textilgewebe, Papier oder Folien aufgerfolien aus quellbaren Cellulosederivaten bekannt, getragen und diese auf die porösen Trägerstoffe aufdie, mit einer Klebstoffschicht versehen, beispiels- 25 geklebt. Verwendet man hierbei doppelseitig kieweise auf Druckformen aufgelegt werden und die bende Schichten, so wird damit zwar eine klebende nach dem Anquellen mit Wasser unter Zurücklassung des Klebstoffilmes von den Druckformen abgezogen werden können. Die Trägerfolien sind dann
nur einmal verwendbar. Die Trennung der Träger- 30
folie von der Klebstoffschicht erfordert zusätzliche
Arbeitsgänge.
Man hat auch bereits hochempfindliche flächige
Gegenstände, wie z. B. Bilder, die auf eine Unterlage aufgeklebt werden sollen, mit den Abmessungen 35 behandeltem Papier eine selbstklebende mit Benzin des Bildes entsprechenden, eine Klebmittellösung verdünnte Klebmasse aufbringt, dieselbe in Filmform tra-genden Schutzblättern versehen. Das Schutzblatt
haftet dann auf der klebenden Schicht weniger fest
als die Klebstoffschicht auf dem mit Klebstoffilm zu
versehenden Bild. Letzteres kann deshalb nach dem 4°
Abziehen des Schutzblattes auf einer Grundlage beispielsweise Glasscheiben, mittels des Klebstoffilmes
befestigt werden. Auch bei diesem Verfahren muß
für jedes Bild ein gesondertes Schutzblatt vorgesehen
werden, dessen einmalige Verwendungsmöglichkeit 45 fihn versehenen wie auch an den klebstoffilmfreien eine fabrikatorische Ausnutzung zur fortlaufenden Stellen.
Herstellung klebender Bahnen ausschließt. Der zur Ausbildung des Klebstoffilmes dienende
Die Anwendung dieser bekannten Methoden zum Träger besteht beispielsweise aus Silikonen, PoIy-Aufbringen von selbstklebenden Schichten bereitet tetrafluoräthylen oder aus einer Beschichtung eines bei porösen Unterlagen, z. B. Schaumkunststoffen, 50 anderen Materials mit diesen Stoffen. Bei einer bedeshalb Schwierigkeiten, weil die gelöste verdünnte vorzugten Ausführungsform wird der Klebstoffilm Klebmasse in die Poren des Trägerstoffes eindringt. auf einer Streichapparatur, durch die beispielsweise
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Oberfläche poröser Stoffe erzielt, jedoch geht durch den Träger der Klebstoffschicht die Elastizität in der Längs- und Querrichtung verloren.
Die Erfindung löst demgegenüber das Problem, selbstklebende Schichten auf poröse Unterlagen, vorzugsweise auf Schaumkunststoffe, aufzubringen, in der Weise, daß man, und darin besteht die Erfindung, zunächst auf einen Träger aus mit Silikonen
überführt und den so erzeugten Film auf die poröse Unterlage unter Aufrechterhaltung von deren Porosität überträgt.
Die Klebstoffschicht kann in ganzer Fläche oder auch örtlich begrenzt übertragen werden, im letzteren Fall ist beispielsweise die Übertragung von selbstklebenden, musterartigen Flächen möglich. Die Porosität besteht dann sowohl an den mit Klebstoff-
ein mit Silikon beschichtetes Band hindurchgeführt wird, als zusammenhängender Klebstoffilm ausgebildet, doch kann der Klebstoffihn auch durch entsprechende Einrichtungen mit fertigen Mustern, porösen Durchbrechungen hergestellt sein. Der fertige Klebstoffihn wird dann auf den Trägerstoff beliebiger Form und Struktur sowie beliebiger Porosität durch Andrücken des eigentlichen Trägerstoffes übertragen, wobei der Trägerstoff keine Veränderung erfährt. Dieses beruht auf der überraschenden Erkenntnis, daß ein Klebstoffilm von einer geringen Stärke in Form einer Kautschuk-Benzin-Lösung, die auch einen Zusatz von künstlichen oder natürlichen Harzen enthalten kann, auf Grund des kohäsiven Verhaltens z. B. auf Silikonpapier ausgebreitet werden kann. Gegenüber der porösen Oberfläche wird der Klebstoffihn jedoch nur auf die Ränder der Porenstruktur des Klebstoffes übertragen. Die Zellen des porösen Trägerstoffes bleiben klebstofffrei.
Der Erfindungsgedanke wird an folgenden Ausfuhrungsbeispielen erläutert, wobei auf die Zeichnung Bezug genommen wird. Die F i g. 1, 2 und 3 geben schematische Ausführungsbeispiele der Durchführung des Verfahrens und der mit einem Klebstofffilm versehenen Trägerstoffe wieder.
In allen Figuren sind die mit einem Klebstoffilm zu versehenden Trägerstoffe mit 10, der zunächst auf einer Schicht 11 ausgebreitete Klebstoffilm mit 12 und der bereits auf den Trägerstoff unmittelbar ganz oder teilweise übertragene Klebstoffilm mit 12' bezeichnet.
Beispiel 1
Eine Kautschuk-Benzin-Lösung mit Zuschlagen von Harzen, Wollfett und Zinkoxyd, enthaltend 1 kg Benzin auf etwa 1 kg Trockensubstanz, wird in eine Streichmaschine eingebracht und auf einem unter dem Streichmundstück vorbeigeführten Transportband- ausgebreitet, das aus mit Silikonharz beschichtetem Pergaminpapier besteht. Der Klebstoffauftrag erfolgt in einer Stärke von etwa 100 μ. Das mit der Klebmasse versehene Transportband wird anschließend in einem Trockenkanal vom Lösungsmittel befreit und hinter dem Auslauf des Trockenkanals mit der Oberfläche einer Schaumkunststofflage, bestehend aus mit Diisocyanaten behandelten Hydroxylpolyestern, unter leichtem Druck vorbeigeführt. Hierbei löst sich der zusammenhängende Klebstofffilm vom Transportband ab und geht auf den hochporösen Trägerstoff vom spezifischen Gewicht von 0,08 auf Grund von dessen erheblich größerem Haftvermögen über. Das von dem Klebstoffilm befreite endlose Transportband läuft erneut durch die Streichapparatur, worauf der unmittelbare Ubertragungsvorgang sich wiederholt.
Die auf der glatten Schicht des Transportbandes ausgebildete Oberfläche des Klebstoffilmes bildet jetzt die Oberfläche der klebenden Schicht des klebend ausgerüsteten porösen Kunststoffes, ohne daß dessen Dehnbarkeit durch eine Zwischenschicht beeinträchtigt wäre. Der Klebstoffihn weist wegen der geringen Eindringtiefe in den hochporösen Trägerstoff seine volle Klebkraft auf. Durch die Entfernung des Lösungsmittels vor dem Aufbringen des Klebstoffilmes auf den hochporösen Stoff ist der Klebstoffilm fertig verfestigt und bleibt deshalb auf der Oberfläche des hochpolymeren Trägerstoffes haften, ohne in diesen einzudringen.
Beispiel 2
Eine Klebmasse gemäß Beispiel 1 wird auf einer Streichapparatur auf ein mit Polytetrafluoräthylen behandeltes Papier von 50 g/m2 aufgetragen, so daß der Klebstoffilm nach dem Abdunsten des Lösungsmittels eine Stärke von 40 μ aufweist. Das mit dem Klebstoffilm versehene Papier wird dann auf eine Schaumgummi- bzw. Moosgummilage von 5 mm Stärke und einem spezifischen Gewicht von 0,1 aufgeklebt und der Schaumgummistreifen mit dem daraufliegenden Papier je nach Bedarf geschnitten, gestanzt oder in sonstiger Weise bearbeitet. Von den fertigen Formstücken wird dann das Papier abgezogen, wobei der Klebstoffilm auf der Oberfläche des Schaumgummis infolge seiner größeren Adhäsion verbleibt. Die Formstücke aus Schaumgummi können dann mittels des Klebmittels z. B. auf zu isolierende Flächen unmittelbar durch Andrücken aufgeklebt werden.
Die Stärke der Schaumgummischicht kann je nach der zu erzielenden Isolationswirkung gegen Stoß, Schall oder Kälte beliebig bemessen werden.
Beispiel 3
Ein hochporöser elastischer Schaumkunststoff 10 mit beidseitig gewellter Oberfläche (F i g. 3) wird auf beiden Seiten mit einem Klebstoffilm versehen, der gemäß Beispiel 2 aufgetragen wird. Von der einen gewellten Seite wird dann das ursprünglich zum Ausbreiten des Klebstoffilms 12 verwendete Polytetrafluoräthylenpapier 11 abgezogen, wobei der Klebstoffilm 12' auf der gewellten Seite des Schaumkunststoffes verbleibt. Die Kunststoffbahn wird nunmehr so aufgerollt, daß die klebstoffilmfreie Seite der jetzt als Schutzpapier dienenden Lage 11 beim Aufrollen mit dem auf dem Schaumkunststoff 10 festhaftenden Klebstoffilm der gewellten Seite in Berührung kommt und als Zwischenlage dient.
Für die Verwendung wird dann nach dem Aufrollen der Schaumkunststoffbahn auch der zweite Papierstreifen 11 abgezogen und die mit dem Klebstoffilm beiderseits versehene Bahn etwa gemäß Beispiel 2 für Isolationszwecke verwendet. Die Schaumkunststoffbahn 10 weist beiderseits einen Klebstofffilm 12' auf, der die gewellte Oberfläche gleichmäßig bedeckt.
Beispiel 4
Eine Benzin-Kautschuk-Harz-Lösung nach Beispiel 1 wird auf ein silikonisiertes Papier aufgetragen und dieses nach dem Abdunsten des Lösungsmittels mit dem Klebstoffilm nach oben unter einer Musterwalze vorbeigeführt, deren das Muster bildende örtliche Erhöhungen den Klebstoffilm mustergerecht auf Grund der größeren Adhäsionskraft der musterbildenden Berührungspunkte abheben. Der so mit Musteraussparungen versehene, noch auf dem silikonisierten Papier befindliche Film wird dann an einem Pflastergewebe unter Druck vorbeigeführt, wobei der mit Aussparungen und Mustern versehene Klebstoffilm mustergerecht auf Grund der Adhäsionskraft des Pflastergewebes auf dieses übergeht. Der Klebstoffilm behält auf dem jetzt als Trägerstoff wirkenden Gewebe seine volle Klebwirkung. Die im Klebstoffilm ausgesparten klebmittelfreien Stellen sind im Gewebe luft- und feuchtigkeitsdurchlässig. Die an den Adhäsionspunkten der Musterwalze haf-
tenden Klebstoffilmteile werden anschließend ζ. Β. mit Hilfe eines Lösungsmittels entfernt.
Die Anordnung kann auch so getroffen sein, daß das mit einem geschlossenen Klebstoffilm versehene silikonisierte Papier auf einem Pflastergewebe liegend unter einer Musterwalze so vorbeigeführt wird, daß nur die musterbildenden Vorsprünge oder Spitzen von der Rückseite des silikonisierten Papiers aus eine Druckwirkung erzeugen. Der Klebstoffilm wird dann nur an diesen örtlichen Druckstellen auf das angedrückte Pflastergewebe übertragen, während die örtlich nicht angedrückten Stellen des Klebstoffilms auf dem silikonisierten Papier verbleiben. Ein derartig hergestelltes Pflastergewebe weist je nach dem Walzenmuster, das auch ein Streifen- oder Karomuster sein kann, mit Klebstoffilm bedeckte und klebmittelfreie Stellen auf.
Beispiel 5
Eine Klebmasse gemäß Beispiel 1, die einen Zusatz von 10% Capsicin enthält, wird auf ein Transportband, dessen Oberflächenschicht aus Polytetrafluoräthylen in der Stärke von 0,1 mm besteht, in einer Stärke von 120 μ aufgestrichen. Der Klebstofffilm wird dann gemäß Beispiel 1 nach dem Abdunsten des Lösungsmittels auf eine Lage Schaumkunststoff von 7 mm Stärke übertragen. Der so hergestellte selbstklebende Streifen wird auf die Größe von Rheumakompressen zugeschnitten, bei denen neben der medizinischen Wirkung des in der Klebmasse enthaltenden Capsicins gleichzeitig das große Wärmehaltevermögen des Schaumkunststoffs zur Wirkung kommt.
Beispiel 6
Eine aus einem kautschukähnlich zähelastischen Kunststoff, wie beispielsweise Polyvinylisobutyläther, in Mischung mit Kunstharzen, Wollfett, Zinkoxyd mittels Benzin hergestellte Lösung wird gemäß Beispiel 1 auf einem Transportband ausgebreitet. Der nach dem Abdunsten des Lösungsmittels eine Stärke von 140 μ aufweisende verfestigte Klebstofffilm wird auf ein gummiartig elastisches Schaumgummiband von 2 mm Stärke durch leichtes Andrücken unmittelbar übertragen. Das Schaumgummiklebeband stellt dann ein allseitig dehnbares, zähelastisches Klebeband dar, das als Kompressionsverband, z. B. für Beinkompressionsverbände, neben der guten Anschmiegsamkeit auch die Bewegung eines verbundenen Gelenks ermöglicht. Der Klebstoffilm kann für langer liegende Kompressionsverbände auch gemäß Beispiel 4 porös ausgebildet sein.
Erfindungsgemäß ist die Möglichkeit geschaffen, z. B. Schaumgummikörper beliebiger Stärke, Formkörper aus verfestigten Schaumkunststoffen, wie insbesondere schaumartig poröse Kunststoffe aus mit Diisocyanaten behandelten Hydroxylpolyestern, unabhängig von der Oberflächengestaltung der Schaumstoffe mit einer Klebschicht zu versehen ohne daß das erwünschte Dehnungsvermögen, die schalldämmende Wirkung, die Dämpfung von Stoßen, der Wärmeschutz dieser Schaumstoffe beeinträchtigt wird. Für die Herstellung von Verbandstoffen können Textilgewebe oder Folien mit einem geschlossenen oder durchbrochenen Klebstoffilm versehen werden. Verbleibt die Schicht, die zur Herstellung des Klebstoffilms verwendet wird, nach dem Aufbringen des Klebstoffilms auf dem eigentlichen Trägerstoff, so dient diese Schicht gleichzeitig zum Schutz des Klebstoffilms. Diese Schutzfolie wird dann vor der Verwendung des erfindungsgemäß hergestellten Materials von dem Klebstoffilm abgezogen.
Erfindungsgemäß können ferner Schaumstofflagen von beliebiger und allseitiger Dehnbarkeit mit einem Klebstoffilm versehen werden, die für Verbandzwecke, insbesondere für Kompressionsverbände, erwünscht ist. Mit derartigen eingestrichenen Pflasterbinden ist eine bessere und dauerhaftere Kompressionswirkung erzielbar als beispielsweise mit Trägerstoffen aus Textilgeweben, die eine geringere Dauerelastizität aufweisen.
Hochporöse Trägerstoffe kamen bisher für das unmittelbare Auftragen von verstreichbaren gelösten Klebmassen deshalb nicht in Betracht, weil die gelöste Masse in die Poren eindrang und deshalb zu wenig Klebmasse auf der Oberfläche verblieb, während der eingedrungene Klebstoff die Poren verstopfte, was unerwünscht ist.
Durch die erfindungsgemäße Übertragung eines bereits verfestigten Klebstoffihns werden diese Nachteile behoben. Die beim Fertigerzeugnis vorliegende klebende Oberfläche ist infolge des beim Auftragen angewendeten Umkehrprozesses völlig glatt und gleichmäßig ausgebildet, wodurch die Haftfestigkeit beim Aufkleben gesteigert wird.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Aufbringen von selbstklebenden Schichten auf poröse Unterlagen, vorzugsweise aus Schaumkunststoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man zunächst auf einen Träger aus mit Silikonen behandeltem Papier eine selbstklebende, mit Benzin verdünnte Klebmasse aufbringt, dieselbe in Filmform überführt und den so erzeugten FUm auf die poröse Unterlage unter Aufrechterhaltung von deren Porosität überträgt.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zu übertragende Klebstofffilm in Form von örtlich begrenzten Mustern übertragen wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 843 278, 855 746, 941 090;
deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1747 888;
USA.-Patentschriften Nr. 2442876, 2510120;
britische Patentschriften Nr. 513 253, 680 657,
760 645;
Lüttgen, »Die Technologie der Klebstoffe«,
1953 S 392'
Hay, Handbuch der Photographic, 1930, Bd. IV, S. 261 bis 263.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
509 577/402 5.65 © Bundesdruckerei Berlin
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