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DE1188821B - Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern aus Eisenpulver - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern aus Eisenpulver

Info

Publication number
DE1188821B
DE1188821B DEM45727A DEM0045727A DE1188821B DE 1188821 B DE1188821 B DE 1188821B DE M45727 A DEM45727 A DE M45727A DE M0045727 A DEM0045727 A DE M0045727A DE 1188821 B DE1188821 B DE 1188821B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
iron powder
moldings
production
carried out
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM45727A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Rudolf Brill
Inge Melczynski
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Max Planck Gesellschaft zur Foerderung der Wissenschaften eV
Original Assignee
Max Planck Gesellschaft zur Foerderung der Wissenschaften eV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Max Planck Gesellschaft zur Foerderung der Wissenschaften eV filed Critical Max Planck Gesellschaft zur Foerderung der Wissenschaften eV
Priority to DEM45727A priority Critical patent/DE1188821B/de
Publication of DE1188821B publication Critical patent/DE1188821B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22FWORKING METALLIC POWDER; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM METALLIC POWDER; MAKING METALLIC POWDER; APPARATUS OR DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR METALLIC POWDER
    • B22F3/00Manufacture of workpieces or articles from metallic powder characterised by the manner of compacting or sintering; Apparatus specially adapted therefor ; Presses and furnaces
    • B22F3/10Sintering only
    • B22F3/1035Liquid phase sintering

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Powder Metallurgy (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus Eisenpulver Es ist bekannt, Metallpulver durch Sintern oder Pressen in feste Form zu bringen (Pulvermetallurgie). Dabei findet das Sintern bei erhöhten Temperaturen statt, die - nach einer Faustregel von T a m m a n n -etwa zwei Drittel der Schmelztemperatur betragen. Überraschenderweise wurde nun gefunden, daß Eisenpulver sogar bei Temperaturen unter 100° C ohne Verwendung von erhärtenden Bindemitteln in feste Form gebracht werden kann, wenn man es mit Wasser anteigt und in Gegenwart von Wasser für einige Zeit auf erhöhte Temperaturen, zweckmäßig zwischen 70 und 100° C, erhitzt. Das Verfahren, das als hydrothermales Sintern bezeichnet werden soll, kann beispielsweise so ausgeführt werden, daß das mit Wasser bei Zimmertemperatur angeteigte Eisenpulver in ein poröses Material eingebettet und in Wasser für längere Zeit auf erhöhte Temperatur gebracht wird. Nach dem Abkühlen und Trocknen ist das Eisenpulver zu einer festen Masse zusammengebacken, die beim Ankratzen metallischen Glanz annimmt und z. B. auf der Drehbank bearbeitbar ist. Der Oberfläche kann auch durch Polieren ein metallisches Aussehen verliehen werden.
  • Das Zusammenbacken des Eisens bei dieser Behandlung ist auf eine chemische Reaktion zwischen dem Wasser und der Oberfläche der Teilchen des Eisenpulvers zurückzuführen. Dabei findet auch eine Gasentwicklung statt, die verursacht, daß die nach diesem Verfahren hergestellten Körper eine gewisse Porosität aufweisen, wenn die Behandlung mit Wasser bei gewöhnlichem Druck vorgenommen wurde. Der Porositätsgrad kann durch äußeren Druck auf die Probe beeinflußt werden. Auch durch Druckerhöhung beim hydrothermalen Sintern läßt sich die Porosität vermindern oder ganz zum Verschwinden bringen.
  • Die Erhitzung kann in verschiedener Weise durchgeführt werden, z. B. durch Einlegen in ein Wasserbad bei gewöhnlichem oder erhöhtem Druck, durch Behandeln mit gesättigtem Wasserdampf od. dgl. Die zur Erhärtung benötigte Zeit hängt wesentlich von der Temperatur ab, bei der sie durchgeführt wird. Bei Temperaturen unter 100° C kann eine gute Erhärtung eine Erhiizungsdauer von bis zu 24 Stunden benötigen, während bei Temperaturen über 100° C eine wesentliche Verkürzung eintritt.
  • Beispiel 1 Eisenpulver (Carbonyleisen) wird mit Wasser im Gewichtsverhältnis 7:1 zu einer Paste angerührt und ein flaches Prisma daraus geformt. Dieses wird mit Filtrierpapier umwickelt, das mit dünnem Gummiband (Packring) zusammengehalten wird. In dieser Form wird die Probe unter Wasser 10 Stunden auf 95°C erhitzt. Danach wird die Probe aus dem Wasser genommen, vom Filtrierpapier befreit, getrocknet und die außen anhaftende dünne pulvrige Schicht entfernt. Die Substanz stellt ein kompaktes Stück dar, das sich äußerlich von Eisen nicht unterscheiden läßt und mechanisch bearbeitbar ist. Beispiel 2 Durch einen auf einen Gummischlauch von 1 cm Durchmesser und 5 cm Länge passenden durchbohrten Korken wird ein Glasrohr von 3 mm lichter Weite so weit eingeführt, daß es am verjüngten Ende des Korkens gerade mit dessen Oberfläche abschließt. Darauf wird dieses Ende mit einem Filtrierpapier bedeckt und der Korken in den Schlauch gesteckt. Eisenpulver wird mit Wasser zu einem dünnen Brei angerührt und von der oberen Seite in den Schlauch eingegossen. Am unteren Ende wird das überschüssige Wasser mit einer Wasserstrahlpumpe abgesaugt. Danach wird das obere Ende des Schlauches mit einem Korken fest verschlossen und die Vorrichtung in einem mit Wasser halb gefüllten Rundkolben gebracht, derart, daß das freie Ende des Glasrohres in das Wasser eintaucht. Nach Erhitzen für 12 Stunden am Rückflußkühler ist die im Schlauch befindliche Masse völlig erhärtet. Aus ihr wird durch Abdrehen an der Drehbank ein exakter Zylinder von metallischem Aussehen und großer Festigkeit erhalten. Man gewinnt die gleiche Substanz, wenn eine wie oben beschrieben vorbereitete Probe für etwa die gleiche Zeit durch darübergeleiteten Wasserdampf auf 100° C erhitzt wird.
  • Beispiel 3 Eine wie unter Beispiel 1 hergestellte Probe wird im Autoklav für 6 Stunden,auf 135° C erhitzt. Die so erhaltene Substanz besitzt die gleichen Eigenschaften wie die des Beispiels 1, jedoch ist deren Porosität geringer.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus Eisenpulver, dadurch gekennzeichn e t, daß das Eisenpulver mit Wasser angeteigt, in die gewünschte Form gebracht und in Gegenwart von Wasser längere Zeit erhitzt wird, vorzugsweise bei Temperaturen zwischen 70 und 100° C.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das hydrothermale Sintern in Formen vorgenommen wird, die aus wasserdurchlässigem Material bestehen und sich während des Sinterns in einem Wasserbad befinden.
  3. 3. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das hydrothermale Sintern mit gesättigtem Wasserdampf vorgenommen wird.
  4. 4. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verringerung der Behandlungsdauer und/oder der Porosität das hydrothermale Sintern unter Druck bei Temperaturen über 100° C vorgenommen wird.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0045706A1 (de) * 1980-07-25 1982-02-10 Alliages Frittés METAFRAM Sinterkörper auf Eisenbasis und Verfahren zu seiner Herstellung
WO1991004118A1 (en) * 1989-09-15 1991-04-04 Mclaughlin Timothy M Mold element construction and related method

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0045706A1 (de) * 1980-07-25 1982-02-10 Alliages Frittés METAFRAM Sinterkörper auf Eisenbasis und Verfahren zu seiner Herstellung
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