DE1904381A1 - Verfahren zum Herstellen von Kohlekoerpern - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von KohlekoerpernInfo
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Description
KUREHA KAGAKU KOGYO KABUSHIKI KAISHA, Tokyo-To, Japan
Verfahren zum Herstellen von Kohlekörpern
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Formkörpern
aus Kohle und insbesondere auf deren Herstellung durch Vergieß.en von Kohleschlamm (= magnetisches Gießen,
ähnlich dem Vergießen von geschlemmten Eonmassen bzw, Tonschlamm in der Keramikindustrie).
Im allgemeinen werden Kohlekörper .durch Pressen oder Spritzgießen
hergestellt, wobei Mischungen aus Koks (bildsamer Stoff) und Pech (Bindemittel) als Ausgangsmaterialien-verwendet
werden. Beispiele für derartige Formkörper aus Kohle sind Elektroden, feuerfeste Materialien, Schleifbürsten für
elektrische Zwecke und verschiedene Rohre oder Röhren.
Zum Formen der Kphlekörper werden unterschiedliche Verfahren
angewendet. Kohlekörper werden jedoch bisher noch nicht durch Vergießen von Kohleschlamm in lormen aus gebranntem
Gips hergestellt.. Dieses Gießverfahren, das im allgemeinen nur zum Herstellen von Keramikkörpern dient, wäre sehr vorteilhaft,
da es auch zum Herstellen dünner Gegenstände von komplizierter Gestalt geeignet is',.
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;,.*r Hauptgrimd uäfüi, daS dieses Gießverfahren noch .nicht
iram Herst eilen '/cn Kohlskörpern angewendet wird, ist wahrscheinlich
in Folgenden} zu sehen. Die meisten Kohlekörper W2rdsn aus Kckc sowie Pech als Bindemittel hergestellt, und
es ist sehr schwierig, aus Mischungen dieser Stoffe einen zum Gießen geeigneten Brei oder Schlamm zu bilden. Weiterhin
besteht die Auffassung, daß, selbst wenn die Formgebung auf
diese Weise durchgeführt werden könnte, das Sintern von so hergestellten^ dünnen Formkörpern äußerst schwierig ist, da
sie Peche mit geringen Erweichungspunkten bzw. -temperaturen
enthalten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit zum Herstellen von Kohlekörpern nach dem Gießverfahren zu
schaffen, das bisher zur Formgebung von Kohlekörpern nicht geeignet ist« Bei diesem Verfahren sollen außerdem die nach
dem Sintern vorhandenen Eigenschaften wie z.B. Porosität, Sichte und Härte steuerbar sein. Schließlich sollen sich
nach diesem Verfahren Formkörper mit einer Dicke von nur etwa 1,0 mm herstellen lassen.
Das erfindungsgemäße Verfahren besteht darin, daß zum Herstellen
eines Kohleschlamms oder -breis als Kohleausgangs-=
material hauptsächlich ein modifiziertes Pech sit einem Er-
f weichungspunkt von mehr als 170 0C verwendet wird, das aus
einem Kohleteerpech, Petroleumasphalt oder einem anderen als Nebenprodukt anfallenden Pech durch lösungsmittelextraktion,
Wärmebehandlung oder Behandlung mit einem Stoff wie Sauerstoff, Ozon, einem Halogen oder Schwefel gewonnen wird, daß
dieser Kohleschlamm durch Gießen in einen Formkörper umgewandelt
wird und daß der Formkörper getrocknet, ggf. unter einer oxidierenden Atmosphäre erwärmt, unter einem inerten
Gas verkohlt und dann im Bedarfsfall graphitiert wird.
Er findungs gemäß werden somit nicht Mischungen von "Koks mit
Pechen mit niedrigen Erweichungspunkten sondern mit
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sierten Pecaen sit holi-an ErwaiCiAUZ-.gopv^-.-töXi aj.3 Haν.^ ■';£.. :--
Cangsmaterial für die Herstellung von Kc/iXekörpsm ver·-;· ■
det, so daß das Gießverfahren reit iioli&w Wirkungen ..»d .ν ~-■
vendet werden kann.
Der allgemeine Ausdruck "modifizierte Peche" 'imfaßt hier
alle diejenigen Peche, deren Erweichungstemperaturen o>,£rr.ialb
von 170 0C, vorzugsweise oberhalb von 200 0O, lic-gjr.
und die dadurch hergestellt wer^eru daß Kohlet-s^psohe >
Petroleumasphalte und andere pechartige Stoffe, di<i als
industrielle Nebenprodukte anfallen, einer Wärmebehandlung
unterworfen, mit einem Lösungsmittel extrahiert und ^uverschisdenen
Stoffen v/ie" OsOn3 Sauerstoff, den luft oxid en
von Stickstoff, Halogenen, Schwefel und Schwefelverbindungen behandelt werden, oder daß von Pecharten ausgegangen
wird, die funktioneile Gruppen Kit hoher "Gherrischer Re?-~ttivität
wie z;B. Halogene und/cd sr in manchen Eällen sav. erst
offhalt ige Gruppen besitzen.
Unter Erweichungspunkt oder Erweichungstemperatur wird hier diejenige unter Verwendung eines Mikroschmslzpunktmeßgerätes
bestimmte Temperatur verstanden, bei welcher Pulverteilchen einer Korngröße von etwa 0,1 mm in einem verschlossenen Bohr
schmelzen und Kugelgestalt annehmen.
Bei Verwendung der oben erwähnten modifizierten Pechsorten
können in der Kugelmühle oder auf andere Weise leicht stabile Breie hergestellt werden. Ein Grund hierfür besteht darin,
daß die spezifischen Gewichte dieser Pechsorten kleiner als die von keramischen Ausgangsmaterialien sind. Die
modifizierten Pechsorten mit Erweichungspunkten unterhalb
von 300 0O können weiterhin bei dem auf die Formgebung folgenden
Sintern durch Erhitzen unter Luft auf eine Temperatur zwischen 260 und 300 C mit einer Temperaturanstiegsgeschwindigkeit
von etwa 0,2 bis 3 °C/min in einen Zustand überführt werden, in welchem sie einer Verkohlung oder
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if" η ist
unter einer inerten Gasatmosphäre bei höheren ' als a/an ο Ό en erwähnten Temperaturen vollständig widerstehen,**
su schmelzen oder sich zu verformen.
Schließlich ist eine derartige Behandlung in Luft nicht imlaer
notwendig und kann die Verkohlung und Graphitierung.bei
höheren !Temperaturen durch langsames Erwärmen unter einem inerten Saa direkt nach der Formgebung und dem Trocknen er-·
folgen, wenn modifizierte Peche mit Erweichungspunkten oberhalb von 300 0C als Ausgangsmaterial verwendet werden, insbesondere
wenn es sich um Peche mit thermisch reaktionsfähigen, funktioneilen Gruppen handelt.
Den oben erwähnten modifizierten Pechsorten kann mittels verschiedener Behandlungsmethoden leicht ein unterschiedlicher
Erweichungspunkt gegeben werden. Erfindungsgemäß werden
eine trockene·Destillation, eine Oxidation und eine Chlorbehandlung
bevorzugt. Durch trockene Destillation bei einer Temperatur von 350 bis 500 0C unter einer Stickstoff- oder
Luftströmung ist es beispielsweise möglich, modifizierte Peche mit Erweichungspunkten zwischen 150 0C und mehr als
360 0C herzustellen. Einige Pechsorten mit derart hohen Erweichungstemperaturen
zeigen trotz des Fehlens eines definierten Schmelzpunktes ausreichende Sintereigenschaften.
Bei einer Oxidation mit Ozon kann außerdem Sauerstoff in Mengen von etwa 25 Prozent in ein Pech eingeführt werden,
um dessen thermische Reaktionsfähigkeit zu verbessern. Durch langsames Erwärmen eines pulverförmigen Pechs in einer•Chloratmosphäre
und einer solchen Behandlung bei bis zu 250 0C
zum Einführen von Chlor wird ein modifiziertes Pech erhalten, dessen Erweichungspunkt oberhalb von 150 0O liegt und keinen
klar feststellbaren Schmelzpunkt aufweist.
Der Wert des Erweichungspunktes eines modifizierten, für die
Herstellung des Schlamms verwendeten Pechs hat großen Ein-
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-D-
fluß auf die Porosität und Härts asr !Formkörper nach dem
Sintern. Durch Eintauchen in Wasser kann für die Porosität ein Wert von mindestens 8 bis 65 Prozent erhalten werden,
doch es "besteht sogar die Möglichkeit, diesen Bereich nocn
zu vergrößern.
Obgleich ein zur Durchführung des erfindungsgeraäßen Verfahrens
geeigneter Schlamm nur aus Wasser und einem modifizierten Pech bestehen könnte, können noch geringe Zusätze wie
Alkohole zur Verbesserung der Feuchtigkeit des modifizierten
Pechs während der Behandlung in der Kugelmühle oder grenzflächenaktive Mittel zugegeben werden. Außerdem können Emulsionen
aus Phenolharzen oder anderen wärmehärtbaren Harzen, Wasserglas und Phosphorsäure oder deren Salze zugegeben werden,
um die Festigkeit der Formkörper nach dem Sintern zu erhöhen für den Fall, daß die modifizierten Peche keinen definierten
Erweichungspunkt aufweisen oder Kokspulver der Hauptbestandteil der fertigen Gegenstände ist.
Weiterhin können Mischungen verwendet werden. Beispielsweise
kommen Mischungen aus modifizierten Pechen ohne Erweichungspunkt und modifizierten Pechen mit geringem Erweichungspunkt
oder Mischungen aus modifizierten Pechen mit geringem Erweichungspunkt
und Kohle in feiner Pulverform wie beispielsweise Kolloidgraphit, Ruß oder Rohkokspulver in Betracht.
Die modifizierten Peche oder anderen Kohlematerialien können
im allgemeinen leicht durch Naßmahlen gemahlen werden. Bei Verwendung einer Kugelmühle kann in etwa drei Stunden ein
stabiler Brei oder Schlamm hergestellt werden. Durch Langzeit mahlen und Mischen über bis zu fünfzig Stunden werden
die Eigenschaften der Erzeugnisse jedoch in keiner Weise . schädlich beeinflußt.
Durch die Konzentration des Brei3 oder Schlamms ist zu einem
wesentlichen Seil die Gießgeschwindigkeit und die Dicke der
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J" ri'Bskörper festgelegt. Ein praktischer Konzentrationsbereich,
ist; der Bereich zwischen 5 und 50 Gewichtsprozent. Bevorzugt
wird für das erfinaungsgemäße Verfahren eine Konzentration
zwischen 15' und 3ö Prozent gewählt.
Die Formen der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren herstellbaren
Kohlekörper reichen von den einfachen Formen wie Platten,
Stäben, Röhren und Tiegeln bis zu komplizierten Figuren wie denen mehrteiligen Formen oder Gesenken oder asymmetrischen
Gefäßen-. Auch dürjae Körper mit einer Dicke von etwa
1,0 mm können leicht hergestellt werden.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand einiger Ausführungsbeispiele ausführlich beschrieben, auf welche die Erfindung
jedoch nicht beschränkt sein soll.
500 g Kohleteerpech mit einem Erweichungspunkt von 85 0C
werden 60 Minuten lang bei 400 °C trocken destilliert, während
luft dagegen geblasen wird. Der sich ergebende Rückstand wird in Pulverform unter Luft auf 200 0C erhitzt, um ein modifiziertes Pech mit einem Erweichungspunkt von 198 bis
210 0G herzustellen.
25 g des so hergestellten Pechs werden zusammen mit 100 g
Wasser und 20 g Äthylalkohol aoht Stunden lang in einer Kugelmühle
gemahlen, um einen Brei herzustellen
. Ein derart hergestellter Brei wird mit einer Gießzeit von
fünf Sekunden mittels einer vorbereiteten Form aus gebranntem Gips zu einem kleinen Tiegel reit einer Wandstärke von
3 rom gegossen. Nach kräftiger Trocknung zunächst bei Zimmertemperatur
und dann bei 100 0O wird der I'iegel unter Luft
mit einer Anstiegsgeschwindigkeit von 0,2 °C/min auf 300 0C
erhitzt. Anschließend wird der Siegel unter Stickstoff
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sit einer Anstiegsgesclr.vindigkeit von 5 "O/na in auf !4C- "" ".
erhitzt, um ihn zu verkohlen.
Sie daraus r es tilt i er ende Schwingung im !durchmesser nacii ά-r
Verkohlung beträgt 22 Prosent v,i"-i -an sriiält -1..-^r: xis^il
sit einer Porosität von 9?2 Prozent und eine® specifisahon
Schüttgewicht von 1,5.
Ein bei der industriellen thermischen Zersetzung von '.apLtiia
als Nebenprodukt anfallendes Pech wird unter StickstO+T D-".
400 0C trocken destilliert. Der sich ergebende 3estill_*~.i.:;:^·-
rückstand wird gemahlen und dann unter Chlor auf 2CO 0C erhitzt,
wobei man ein modifiziertes Pech ait einen: Chlc.rj /Ld-:
von etwa 10 Prozent und einem Erweichungspunkt von 250 VJ
erhält.
10 g des so hergestellten modifizierten Pechs, 100 g Wasser
und 5 g Äthylalkohol werden fünf Stunden lang in einer Kugelmühle zu einem Brei vermählen.
Der so hergestellte Brei wird bei einer Gießzeit von drei Sekunden mittels einer Form aus gebranntem Gips zu einer
kleinen Abdampfschale mit einer Stärke von etwa 1,2 mm gegossen.
Die Abdampfschale wird bei 1400 0C unter ähnlichen
Bedingungen wie in Beispiel 1 gesintert
Man erhält bei einer Durchmesserschwindung von 15 Prozent
eine Abdampfschale mit einer Stärke von etwa 1,0 mm, einer Porosität von 25 Prozent und einem spezifischen Schuttgewicht
von 1,29.
500 g eines Kohleteerpechs mit einem Erweichungspunkt von 85 0C werden mit einer Anstiegsgeschwindigkeit von 3 °C/min
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auf 460 0C erhitzt, während Stickstoff dagegen geblasen wird*
Der sich ergebende Rückstand wird gemahlen und dann bei Zimmertemperatur zehn Stunden lang einer Ozon-Oxidation unterworfen· Anschließend folgt eine Luftoxidation bis zu einer
Temperatur von 200 0C, worauf man ein. modifiziertes Pech mit
einem Gehalt von 20 Prozent Sauerstoff erhält, der bis 360 0G
keinen Erweichungspunkt zeigt. Dieses modifizierte Pech wird
zum Herstellen eines Breis gemäß Beispiel 1 verwendet.
Der fertige Brei wird mittels einer aus gebranntem Gips bestehenden
Itorm bei einer Gießzeit von fünf Sekunden zu einem
etwa 6 cm hohen Topf gegossen, dessen Wandstärke etwa 3 ram
beträgt. Kiach kräftigem Trocknen wird der Topf zunächst mit einer Geschwindigkeit von 2 °C/inin unter Stickstoff auf
220 0G und dann mit einer Anstiegs geschwindigkeit von 5 ° G/min
auf 1400 0O erhitzt, um ihn zu verkohlen, .
Man erhält bei einer Höhensehwindung von 10 Prozent einen
topf artigen Pormkörper mit einer Porosität von 55 Prozent,
20 g eines gemäß Beispiel 2 hergestellten Pechs., IO g Büß,
100 g Wasser und 3 g einer Emulsion aus Phenolharz werden
zur Herstellung eines Breis zwanzig Stunden lang in einer Kugelmühle ,gemahlen. Der Brei wird wie in Beispiel 2 mittels
einer Porm aus gebrannten Gips bei einer Gießzeil; von drei
Sekunden gegossen. Nach dem Trocknen bei Zimmertemperatur
wird der Eorinko'rper zwanzig Stunden lang bei 150, 0G behandelt
und dann bei Temperaturen bis zu 1400 °G unter den gleichen
Bedingungen wie in Beispiel 1 gesintert*
Bei einer Durchmesaersenwindung von 10 Prozent erhält man
einen Kohlßkörper mit einer Porosität von 35 Prozent und
einem spezifischen Schüttgewicht von 1,17*
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Claims (2)
1. Verfahren zum Herstellen von Kohlekörpern, dadurch gekennzeichnet, daß zum Herstellen
eines Kohleschlamms oder -breis als Kohleausgangsmaterial' hauptsächlich ein modifiziertes Pech mit einem Erweichungspunkt
von mehr als 170 0C verwendet wird, dao aus
einem Kohleteerpech, Petroleumasphalt oder einem anderen als Nebenprodukt anfallenden Pech durch lösungsmittelextraktion,
Wärmebehandlung oder Behandlung mit einem Stoff wie Sauerstoff, Ozon, einem Halogen oder Schwefel gewonnen wird, daß
dieser Kohleschlamm durch Gießen in einen Formkörper umgewandelt wird und daß der formkörper getrocknet, ggf. unter
einer oxidierenden Atmosphäre erwärmt, unter einem inerten Gas verkohlt und dann im Bedarfsfall graphitiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet
, daß das modifizierte Pech durch Trockendestillation, Oxidation oder eine Chlorbehandlung aus einem
Nebenprodukt~Pechi gewonnen wird.
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| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
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