DE1187011B - Rolle zum Anrollen der Umschlaege von Cordeinlagen um den Wulstkern bei einem Reifenrohling - Google Patents
Rolle zum Anrollen der Umschlaege von Cordeinlagen um den Wulstkern bei einem ReifenrohlingInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
Int. Cl.:
B 29h
Deutsche Kl.: 39 a6-17/12
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
1187 011
P 28212 X/39 a6
11. November 1961
11. Februar 1965
P 28212 X/39 a6
11. November 1961
11. Februar 1965
Die Erfindung befaßt sich mit einer Rolle zum Anrollen der Umschläge von Reifencordeinlagen um
den Wulstkern bei einem auf einer Aufbautrommel in Umdrehung befindlichen Reifenrohling, die neben
einer ringförmigen Aussparung von kleinerem Krümmungsradius einen annähernd zylindrischen Mantel
von größerem Krümmungsradius aufweist, der aus nebeneinander angeordneten Ringscheiben aus
Gummi oder elastischem Kunststoff besteht.
Beim Herstellen von Reifenrohlingen ist es üblich, die Cordeinlagen nacheinander auf eine Aufbautrommel
zu wickeln, auf die Ränder die Wulstkernringe zu setzen und anschließend den Laufstreifen
•auf die Gewebelagen zu legen und anzurollen. An den Rändern werden die Gewebelagen um den Kern
herum mittels metallischer Rollen angerollt, um die Kerne ordnungsgemäß an dem vorgesehenen Platz
einzurollen. Die Rollen sitzen dabei auf einem Tragarm, der drehbar gelagert ist, so daß die Stirnseite
des Reifenrohlings sowohl von innen nach außen, wie von außen nach innen kontinuierlich mit der
Rolle behandelt werden kann. Üblicherweise haben diese Rollen einen Durchmesser von etwa 5 cm, um
den gewünschten örtlichen Anpreßdruck erzielen zu können. Da die Cordlagen beim Auflegen auf die
Aufbautrommel bei der verhältnismäßig schnellen Arbeitsweise manchmal nicht mit völliger Sicherheit
exakt aufgelegt werden, läßt es sich nicht immer vermeiden, daß beim Anrollen der Ränder Lufteinschlüsse
mit in den Reifenrohling eingerollt werden. Außerdem neigen die Stoßkanten der Ränder mitunter
zu Faltenbildung. Diese Erscheinung wird noch dadurch vermehrt, daß beim längeren Gebrauch die
Aufbautrommel nicht mehr einwandfrei auf einer Kreisbahn rotiert, sondern wenigstens in kleinen Bereichen
davon abweicht. Dieses genügt aber bereits, um beim Anrollen mit einer üblichen Metallrolle,
die an einem federnd gelagerten Arm befestigt ist, diese infolge ihrer tragen Masse von dem Rand des
Reifenrohlings abzuschleudern, so daß zwangläufig in solchen Bereichen ein verminderter Anpreßdruck
der Rolle die Folge ist. Für den vorgesehenen Zweck sind auch Rollen bekanntgeworden, die einen annähernd
zylindrisch geformten Mantel aus nebeneinander angeordneten elastischen Ringscheiben aufweisen.
Die Elastizität wird entweder dadurch erreicht, daß diese Ringscheiben aus einer Metalldrahtspirale
gebildet werden oder daß nebeneinander angeordnete Ringe elastisch auf einer Art Gummispeichen
gelagert sind. Da diese Ringscheiben dicht nebeneinanderliegen, können sie nicht in axialer Richtung
zur Rolle ausweichen. Die Rollen können sich Rolle zum Anrollen der Umschläge von
Cordeinlagen um den Wulstkern bei einem
Reifenrohling
Cordeinlagen um den Wulstkern bei einem
Reifenrohling
Anmelder:
Phoenix Gummiwerke Aktiengesellschaft,
Hamburg-Harburg, Hannoversche Str. 88
Als Erfinder benannt:
Erich Kneisl, Hamburg-Marmsdorf
daher nur Unebenheiten anpassen, bei denen einzelne Ringe exzentrisch zur Rollenachse verschoben
werden; quer dazu ist eine Anpassung nicht möglich. Infolgedessen können Überlappungen nicht in jedem
Flächenelement angedrückt werden, da die Rollenoberfläche so kleinen Krümmungsradien nicht folgen
kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Rolle, wie sie eingangs beschrieben worden ist,
diese Schwierigkeiten zu beseitigen. Dabei kommt es besonders darauf an, daß die Ränder der Cordlagen
im Reifenrohling ohne Bildung von Lufteinschlüssen und Falten um den Wulstkern herum angerollt werden.
Dies wird erfindungsgemäß auf verhältnismäßig einfache Weise dadurch möglich, daß die Ringscheiben
untereinander einen zum Ausweichen ausreichenden seitlichen Abstand aufweisen. Diese Maßnahme
bewirkt, daß die Ringscheiben seitlich ausknicken und beim rollenden Herumführen der Rolle um den
Reifenrohlingsrand die Cordlagen ständig nach außen glatt wischen. Auch querverlaufende Falten werden
glatt gewischt, da die Rolle sich durch Einknicken auch einer solchen Falte anpassen kann, ohne darüber
hinweg zu springen. Der Wischvorgang wird hier sogar noch wegen vergrößerter Ausknickung
der Ringscheibe verstärkt, so daß Lufteinschlüsse mit Sicherheit vermieden werden können. Selbst in
die Überlappungsfugen der Cordlagen preßt sich die Rolle gut hinein. Die erhöhte Elastizität der Rolle
in zwei Richtungen kann auch die Abweichungen der Wickeltrommel von der Kreisbahn leicht ausgleichen,
wie es bei länger in Betrieb befindlichen Aufbautrommeln häufiger vorkommt. Die Rolle paßt sich
nämlich ohne weiteres den dadurch entstehenden Druckschwankungen an, so daß ein fast gleichblei-
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bender Anpreßdruck erhalten bleibt. Als elastisches Material für diese Ringscheiben können alle gebräuchlichen
elastischen Kautschuk- und Kunststofftypen Verwendung finden. Beispielsweise sind abriebfeste
Gummiringe geeignet. In der gleichen Weise können auch Ringe aus Polyesterurethan oder Polyamid
zur Anwendung kommen.
Die Ringscheiben gehen vorteilhafterweise am Innenbereich des Mantels in einen einstückigen zylindrischen
Teil über, um ein gleichmäßiges Anpreßvermögen über den ganzen Mantelbereich zu erzielen.
Weiterhin ist der einstückige zylinderförmige Teil zweckmäßig auf einer paßgerechten Metallhülse festhaftend
angeordnet. Diese kann auf eine entsprechende Ausnehmung aus dem metallischen Rollengrundkörper
aufgezogen werden.
Die Spalttiefe zwischen den Ringscheiben ist vorteilhaft auf die Shorehärte abgestimmt. Bei großer
Weichheit sind die Spalttiefen gering. Außerdem ist in diesem Zusammenhang auch der Durchmesser der
Rolle noch entscheidend, da bei kleinem Durchmesser der Anpreßdruck am Rohling pro Flächeneinheit
zwangläufig größer wird. Im allgemeinen kann die Rolle den gleichen Durchmesser aufweisen
wie die metallische Rolle, da die anzurollenden Bereiche am Reifenrohling nicht ein so hohes Maß an
Anpreßdruck erfordern, wie dies beispielsweise bei den Metallrollen der Fall ist, da sie die Oberfläche
des elastischen Mantels dem Reifenrohling besser anpreßt.
Der äußere Durchmesser der Ringscheiben ist in zweckmäßiger Weise von der Stirnseite zur Mitte hin
zunehmend oder abnehmend gestaltet, d. h., die Rolle ist tonnenförmig gestaltet oder weist im mittleren
Bereich eine Einschnürung auf. Diese Gestaltung trägt der Tatsache Rechnung, daß infolge der Abrundung
der Kanten des Reifenrohlings auf diese Weise ein größerer Bereich angerollt werden kann,
ohne dabei Lufteinschlüsse zuzulassen oder für einzelne Bereiche den Anpreßdruck zu weit herabzusetzen.
Eine erhöhte Federspannkraft in dem Haltearm ist für diese Maßnahme nicht erforderlich.
Die Breite der Ringscheiben ist vorteilhaft auf die Spaltbreite zwischen den Ringscheiben abgestimmt.
Im allgemeinen ist der Spalt etwas schmaler als die Breite der Ringscheibe, um eine Anpressung über den
ganzen Rollenbereich sicherzustellen. Die Abmessung bezüglich Breite des Spaltes und der Ringscheiben
steht auch mit der Spaltentiefe und der Härte der Ringscheiben in Beziehung. Sie kann auf
den einzelnen Anwendungsfall abgestimmt werden.
Ferner kann bei ein und demselben Mantel Breite und Härte der Ringscheiben ebenso wechselnd sein
wie die Ringspalte zwischen den einzelnen Ringscheiben.
Die Rolle wird in einer Zeichnung beispielsweise dargestellt.
Diese zeigt die Rolle 1, die auf einem nicht dargestellten Haltearm sitzt. Der zylindrische Mantel
aus elastomerem Material weist radiale Einschnitte unter Bildung von Ringscheiben 2 auf und sitzt auf
einer Metallhülse 3, die zur Befestigung des Mantels auf den Grundkörper der Rolle 1 dient.
Claims (6)
1. Rolle zum Anrollen der Umschläge von Reifencordeinlagen um den Wulstkern bei einem
auf einer Aufbautrommel in Umdrehung befindlichen Reifenrohling, die neben einer ringförmigen
Aussparung von kleinerem Krümmungsradius einen annähernd zylindrischen Mantel von
größerem Krümmungsradius aufweist, der aus nebeneinander angeordneten Ringscheiben aus
Gummi oder elastischem Kunststoff besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringscheiben
(2) untereinander einen zum Ausweichen ausreichenden seitlichen Abstand aufweisen.
2. Rolle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringscheiben (2) am Innenbereich
des Mantels in einen einstückigen zylin-* drischen Teil übergehen.
3. Rolle nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß^der einstückige zylindrische
Teil auf einer paßgerechten Metallhülse (3) festhaftend angeordnet ist.
4. Rolle nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Spalttiefe zwischen
den Ringscheiben (2) auf die Shorehärte "abgestimmt ist.
5. Rolle nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Durchmesser
der Ringscheiben (2) von den Stirnseiten zur Mitte hin zunehmend oder abnehmend gestaltet
ist.
6. Rolle nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite der Ringscheiben
(2) auf die Spaltbreite zwischen den Ringscheiben abgestimmt ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschriften Nr. 1762 850, 2490445.
USA.-Patentschriften Nr. 1762 850, 2490445.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
509 508/275 2.65 © Bundesdruckerei Berlin
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| DE1961P0028212 DE1187011B (de) | 1961-11-11 | 1961-11-11 | Rolle zum Anrollen der Umschlaege von Cordeinlagen um den Wulstkern bei einem Reifenrohling |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE1187011B true DE1187011B (de) | 1965-02-11 |
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ID=47833656
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1961P0028212 Pending DE1187011B (de) | 1961-11-11 | 1961-11-11 | Rolle zum Anrollen der Umschlaege von Cordeinlagen um den Wulstkern bei einem Reifenrohling |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1187011B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2025016511A1 (de) * | 2023-07-14 | 2025-01-23 | Continental Reifen Deutschland Gmbh | Reifenaufbaumaschine |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1762850A (en) * | 1927-04-04 | 1930-06-10 | Fisk Rubber Co | Tire-building machine |
| US2490445A (en) * | 1947-08-09 | 1949-12-06 | Gen Tire & Rubber Co | Mechanism for compacting tire carcasses on tire building machines |
-
1961
- 1961-11-11 DE DE1961P0028212 patent/DE1187011B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1762850A (en) * | 1927-04-04 | 1930-06-10 | Fisk Rubber Co | Tire-building machine |
| US2490445A (en) * | 1947-08-09 | 1949-12-06 | Gen Tire & Rubber Co | Mechanism for compacting tire carcasses on tire building machines |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2025016511A1 (de) * | 2023-07-14 | 2025-01-23 | Continental Reifen Deutschland Gmbh | Reifenaufbaumaschine |
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