DE1115048B - Tonarmsteuerung fuer Plattenwechsler - Google Patents
Tonarmsteuerung fuer PlattenwechslerInfo
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- G11B3/00—Recording by mechanical cutting, deforming or pressing, e.g. of grooves or pits; Reproducing by mechanical sensing; Record carriers therefor
- G11B3/02—Arrangements of heads
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Description
- Tonarmsteuerung für Plattenwechsler Die Erfindung bezieht sich auf eine Tonarmsteuerung für Plattenwechsler, bei denen der Tonarin durch Kurvenscheiben gesteuert wird.
- Bei derartigen Plattenwechslem müssen die für den Abspielvorgang erforderlichen Bewegungen des Tonarmes, das Auflegen des Tonarmes, seine radiale Einschwenkbewegung zu der Schallplatte, das Abheben des Tonarmes nach erfolgtem Abspielen der Schallplatte und die Rückführung in die Ausgangsstellung selbsttätig, d. h. unter Verwendung geeigneter Steuerelemente, durchgeführt werden. Bei den bekannten Musikboxen sind verschiedene Ausführungsformen zur Steuerung des Tonannes bekanntgeworden. Zum Beispiel erfolgt die Steuerung des Tonarmes in Ab- hängigkeit von dem den Abspielvorgang bewirkenden Motor über mehrere Kurvenscheiben, von denen eine die senkrecht zur Platte verlaufende Bewegung des Tonarmes, die andere die in Richtung der Platte erforderliche Bewegung des Tonarmes steuert. Es sind aber auch Tonarmsteuerungen mit einer Kurvenscheibe bekannt.
- Die Erfindung will eine Tonarinsteuerung schaffen, die sich durch eine besonders einfache und sichere Wirkungsweise auszeichnet.
- Erfindungsgemäß wird die horizontale und vertikale Schwenkbewegung des Tonarmes durch eine Nockenscheibe gesteuert, indem ein an dieser mit einem Arm federnd anliegender, um die Achse schwenkbarer zweiarmiger Hebel an seinem freien Ende einen abgewinkelten Arm mit einer schrägen Führungskante besitzt, die mit einem am Tonarrn befestigten Stift zusammen die Horizontalschwenkung des Tonarmes bewirkt, und der Arm am freien Ende weiterhin durch eine Nase verlängert ist, welche einen Hebel betätigt, der gegen den Druck der Feder die Schenkel des Rahmens vom Tonarm abhebt und damit den Tonarin durch eine Feder auf die Schallplatte absetzen läßt.
- Die Erfindung ist an Hand der Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel erläutert; es bedeutet Abb. 1 eine Vorderansicht der Tonannsteuerung, Abb. 2 eine Seitenansicht gemäß Abb. 1, Abb. 3 eine Aufsicht gemäß Abb. 1.
- Die Steuerung des Tonarmes 1 erfolgt durch die Nockenscheibe 2. Sie muß in zwei senkrecht zueinander liegenden Richtungen erfolgen, nämlich einmal in einer radialen Richtung zur Schallplatte 3, um das Abspielen der Platte zu ermöglichen, und zum anderen in einer Richtung senkrecht dazu, um das Auflegen und Abnehmen des Tonarmes 1 zu gewährleisten. Die Steuerung dieser beiden Bewegungsrichtungen erfolgt durch die Nockenscheibe 2, die zu diesein Zweck mit einer Ausnehmung 4 versehen ist. An der Nockenscheibe 2 liegt ein doppelarmiger Hebel 5 auf, der in der Mitte um die Achse 6 drehbar ist und unter Einwirkung einer Feder 7 in ständiger Anlage an die Nockenscheibe 2 gehalten wird. In den 7p-ichnungen ist, wie sich insbesondere aus Abb. 2 ergibt, der Tonarm 1 in der Betriebslage, d, h. in Auflage auf der Schallplate 3, gezeigt; in dieser Lage befindet sich der Hebelarin 5 in der Ausnehmung 4 der Nokkenscheibe 2. Die Führung des Hebels 5 an dem Rand der Nockenscheibe 2 erfolgt durch die Führungsrolle 8. Wie insbesondere Abb. 3 zeigt, besitzt der Hebel 5 an seinem freien vorderen Ende einen abwärts gerichteten Arm 9, der eine schräg verlaufende Steuerkante 10 aufweist und an seinem Vorderende eine annähernd waagerecht vorspringende Nase 11 besitzt. Die Steuerung der radial zur Schallplatte gerichteten Bewegung des Tonarmes 1 erfolgt durch die schräge Steuerkante 10, während die Steuerung der senkrecht zur Schallplattenoberfläche gerichteten Bewegung des Tonannes 1 durch die Nase 11 bewirkt wird.
- Der Tonarm 1 ist in einem Tragorgan 12 um die Achse 13 schwenkbar aufgehängt, so daß er senkrecht zur Schallplatte 3 beweglich ist. Das Tragorgan 12 des Tonarmes 1 ist frei drehbar auf einer Welle 14 angeordnet, so daß der Tonarm, 1 in der gezeichneten Abspielstellung radial zur Schallplatte 3 beweglich ist. Auf der Welle 14 ist ein U-förmiger Halter 15 angeordnet, der das Tragorgan 12 in sich aufnimmt und gegenüber der Welle 14 durch geeignete Mittel, beispielsweise durch vorgelegte Federscheiben, gegen axiale Verschiebung gesichert ist. An dem Halter 15 ist am Drehpunkt 16 ein Hebel 17 angeordnet, der die Nase 11 des Armes 9 untergreift und durch eine am Halter 15 aufgehängte Feder 18 gegen die Unterseite der Nase 11 gedrückt wird. Im Getrieberahmen 19 ist gemäß Abb. 3 ein waagerechter Schlitz 20 angeordnet, der eine waagerechte Verschiebung des Halters 15 gestattet. An dem Ende des Hebels 17 ist ein um die Achse 21 schwenkbarer Rahmen 22 aufgehängt, der sich in der Ruhestellung mit seinem oberen Schenkel 23 und seinem unteren Schenkel 24 seitlich an den Tonarm 1 oberhalb und unterhalb der Achse 13 anlegt, in der in Abb. 1 gezeichneten Betriebsstellung jedoch von ihm abgehoben ist, wodurch die Schwenkung des Tonannes 1 senkrecht zur Schallplatte 3 ermöglicht wird. Auf der Welle 14 ist schwenkbar ein oben offener U-förmiger Rahmen 25 angeordnet; an den Enden seiner senkrechten Schenkel sind Zugfedern 26, 27 befestigt, deren andere Enden an dem Tonarm 1 angreifen. Das Tragorgan 12 des Tonarmes 1 besitzt an seinem oberen Ende einen waagerechten Stift 28, der den einen Schenkel des Rahmens 25 durchdringt und mit der Steuerkante 10 in Eingriff treten kann. Die Welle 14 ist in zwei Stellungen 29, 30 axial verschiebbar.
- Die Wirkungsweise der Tonarmsteuerung ist folgende: Die Abb. 1 bis 3 der Zeichnung zeigen den Tonarm am Beginn des Abspielens einer Schallplatte 3. Gemäß Abb. 2 liegt die Führungsrolle 8 des Hebels 5 in der Ausnehmung 4 der Nockenscheibe 2. In dieser Stellung befindet sich der am Vorderende des Hebels 5 befestigte Arm 9 in seiner tiefsten Stellung, in der die schräge Steuerkante 10 außer Eingriff mit dem Stift 28 steht und in der durch die Nase 11 der Hebel 17 gegen den Druck der Feder 18 die Schenkel 23, 24 des Rahmens 22 von der Seitenfläche des Tonannes 1. abhebt. Zufolge des Zuges der gespannten Zugfeder 26 wird der Tonarm 1 auf den Anfang der Vorderseite der Schallplatte 3 aufgelegt; da der Tonann 1 frei in radialer Richtung zur Schallplatte 3 sich bewegen kann, wird er während des Abspielens zum Inneren der Schallplatte 3 geführt. Ist das Ab- spielen der Schallplatte beendet, wird die Nockenscheibe 2 durch die Welle 2a wieder in Drehung versetzt, wobei der Arm 9 des Hebels 5 nach oben geschwenkt wird. Hierbei hebt sich die Nase 11, und der Hebel 17 wird durch den Zug der Feder 18 nach oben geschwenkt, wobei sich die Schenkel 23, 24 des Rahmens 22 an die Seite des Tonannes 1 anlegen und hierdurch diesen entgegen dem Zug der Zugfeder 26 von der Schallplatte 3 abheben. Bei der Aufwärtsbewegung des Armes 9 tritt die schräge Steuerkante 10 mit dem Stift 28 in Eingriff, und dieser legt sich in die Ausnehmung 31, wodurch der Tonann 1 nach außen geschwenkt und in dieser Stellung festgehalten wird. Wälzt sich bei weiterer Drehung der Nockenscheibe 2 die Führungsrolle 8 wieder auf der Ausnehmung 4 ab, so wird der Arm 9 des -Hebels 5 nach unten bewegt, wodurch zunächst der Stift 28 aus der Ausnehmung 31 der schrägen Steuerkante 10 austritt und die Schwenkbarkeit des Tonarmes 1 in radialer Richtung erreicht wird; die Nase 11 des Armes 9 drückt den Hebel 17 nach unten, so daß sich der Rahmen 22 mit seinen Schenkeln 23, 24 von der Seite des Tonannes 1 abliebt und sich dieser unter Druck der Zugfeder 26 auf den äußeren Rand der Schallplatte 3 auflegt. Wenn entsprechend den Zeichnungen das Getriebe nach links in seine Umkehrstellung gefahren wird, trifft ein am Gehäuse angeordneter, nicht dargestellter Anschlag auf das linke Ende der Welle 14 und schiebt diese aus der Stellung 29 in die Stellung 30. Hierdurch wird die Zugfeder 26 entspannt und die Zugfeder 27 gespannt, so daß der mit der Welle 14 nach rechts verschobene Tonarm 1 sich unter dem Zug der Zugfeder 27 auf die hintere Seite der Schallplatte 3 auflegt. Erreicht der Schlitten die rechte Umkehrstellung, wird die Welle 14 wieder in die in den Abbildungen gezeigte Stellung bewegt.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Tonannsteuerung fÜr Plattenwechsler, bei denen der Tonarm durch Kurvenscheiben gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die horizontale und - vertikale Schwenkbewegung des Tonarmes (1) durch eine Nockenscheibe (2) gesteuert wird, indem ein an dieser mit einem Arm federnd anliegender, um die Achse (6) schwenkbarer zweiarmiger Hebel (5) an seinem freien Ende einen abgewinkelten Arm (9) mit einer schrägen Steuerkante (10) besitzt, die mit einem am Tonarm befestigten Stift (28) zusammen die Horizontalschwenkung des Tonarnies bewirkt, und der Arm (9) am freien Ende weiterhin durch eine Nase (11) verlängert ist, welche einen Hebel (17) betätigt, der gegen den Druck der Feder (18) die Schenkel (23, 24) des Rahmens (22) vom Tonarm abhebt und damit den Tonarm durch eine Feder (26) auf die Schallplatte (3) absetzen läßt.
- 2. Tonarmsteuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der das Arretierungsglied tragende Hebel (17) an dem Tragorgan (12) des Tonarmes (1) aufgehängt ist und daß das Arretierungsglied aus einem an dem Hebel (17) beweglich angelenkten Rahmen (22) besteht, dessen Schenkel (23, 24) sich in der Ruhestellung des Tonarmes, oberhalb und unterhalb der im Tragorgan (12) angeordneten Welle (14) des Tonarmes, seitlich an diesen anlegen, dagegen in seiner Abspielstellung von ihm abgehoben sind, so daß sich der Tonarm auf die Schallplatte (3) auflegen kann. 3. Tonarmsteuerung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die den Tonarm (1) gegen die Plattenoberfläche drückende Zugfeder (26) an dem den Tonarm aufnehmenden Rahmen (25) befestigt ist. 4. Tonarmsteuerung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Tragorgan (12) des Tonarmes (1) ein senkrecht zur Plattenoberfläche verlaufender Stift (28) befestigt ist, der mit der schrägen Steuerkante (10) des Armes (9) des auf der Kurvenscheibe aufliegenden Hebels (5) in Eingriff tritt. 5. Tonarmsteuerung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Stift (28) den einen Steg des U-förmigen Rahmens (25) durchdringt und als Mitnehmer für den Rahmen dient. 6. Tonarmsteuerung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Abspielung beider Schallplattenseiten die Welle (14) des den Tonarm (1) tragenden Rahmens (25) in zwei Stellungen längsverschieblich ausgebildet ist und daß an jeder Seite des Tonarmes eine mit dem entsprechenden Rahmenschenkel verbundene Zugfeder (26, 27) aufgehängt ist, wobei in der einen Stellung die eine Zugfeder (26) das Auflegen auf die eine Schallplattenseite und in der anderen Stellung die andere Zugfeder (27) das Auflegen auf die andere Schallplattenseite bewirkt. 7. Tonarmsteuerung nach Ansprach 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Gehäuse an den beiden Umkehrstellen des Getriebes Anschläge vorgesehen sind, die bei Erreichen einer Umkehrstellung die den Tonarm (1) tragende Welle (14) in die jeweils entgegengesetzte Stellung verschieben.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW28476A DE1115048B (de) | 1960-02-26 | 1960-02-26 | Tonarmsteuerung fuer Plattenwechsler |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW28476A DE1115048B (de) | 1960-02-26 | 1960-02-26 | Tonarmsteuerung fuer Plattenwechsler |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1115048B true DE1115048B (de) | 1961-10-12 |
| DE1115048C2 DE1115048C2 (de) | 1962-04-19 |
Family
ID=7598951
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW28476A Granted DE1115048B (de) | 1960-02-26 | 1960-02-26 | Tonarmsteuerung fuer Plattenwechsler |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1115048B (de) |
-
1960
- 1960-02-26 DE DEW28476A patent/DE1115048B/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1115048C2 (de) | 1962-04-19 |
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