[go: up one dir, main page]

DE1183625B - Verfahren zur Herstellung von animalisierten, orientierten und acetalisierten Polyvinylalkoholfaeden hoher Bestaendigkeit gegen heisses Wasser - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von animalisierten, orientierten und acetalisierten Polyvinylalkoholfaeden hoher Bestaendigkeit gegen heisses Wasser

Info

Publication number
DE1183625B
DE1183625B DEK38022A DEK0038022A DE1183625B DE 1183625 B DE1183625 B DE 1183625B DE K38022 A DEK38022 A DE K38022A DE K0038022 A DEK0038022 A DE K0038022A DE 1183625 B DE1183625 B DE 1183625B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
threads
polyvinyl alcohol
water
weight
oriented
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK38022A
Other languages
English (en)
Inventor
Yutaka Hirano
Tetsuro Osugi
Kenichi Tanabe
Kanji Matsubayashi
Masakazu Matsumoto
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kurashiki Rayon Co Ltd
Original Assignee
Kurashiki Rayon Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kurashiki Rayon Co Ltd filed Critical Kurashiki Rayon Co Ltd
Priority to DEK38022A priority Critical patent/DE1183625B/de
Publication of DE1183625B publication Critical patent/DE1183625B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F6/00Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof
    • D01F6/02Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof from homopolymers obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
    • D01F6/14Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof from homopolymers obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds from polymers of unsaturated alcohols, e.g. polyvinyl alcohol, or of their acetals or ketals
    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F6/00Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof
    • D01F6/28Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof from copolymers obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
    • D01F6/34Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof from copolymers obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds comprising unsaturated alcohols, acetals or ketals as the major constituent

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Artificial Filaments (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von animalisierten, orientierten und acetalisierten Polyvinylalkoholfäden hoher Beständigkeit gegen heißes Wasser Bekanntlich kann man Fäden aus hydroxylierten Polymerisaten, wie z. B. Polyvinylalkohol, oder hydrolysierten Mischpolymerisaten von Vinylestern mit geringen Mengen von polymerisierbaren Vinyl-oder Vinylidenverbindungen durch Trocken- oder Naßspinnverfahren aus deren Lösungen gewinnen. Derartige Fäden sind aber unerwünscht empfindlich gegen Wasser, insbesondere gegenüber heißem Wasser; sie schrumpfen im allgemeinen um mehr als 10% ihrer Länge in Wasser bei Raumtemperatur und lösen sich in heißem Wasser bei 70 bis 90° C.
  • Um die Eigenschaften der Fäden zu verbessern, werden die gesponnenen Fäden gewöhnlich einer Wärmebehandlung bei Temperaturen im Bereich von 200 bis 250° C unterworfen, auf die eine Acetalisierung mit Formaldehyd folgt. Durch die Wärmebehandlung kann die Naßerweichungstemperatur der Fäden, d. h. derjenigen Temperatur, bei der diese längenmäßig um 10% schrumpfen, wenn man sie 30 Minuten in Wasser eintaucht, auf 60 bis 100° C erhöht werden, während sie sich noch in Wasser von 70 bis 110° C lösen. So behandelte Fäden weisen genügend Naßhitzebeständigkeit für praktische Gebrauchszwecke auf.
  • Ein Nachteil der so behandelten Polyvinylalkoholfäden liegt darin, daß sie sich nur schwach färben lassen und, da sie keinen basischen Stickstoff enthalten, lassen sie sich nicht leicht mit sauren Beizenfarbstoffen färben. Unbehandelte Polyvinylalkoholfäden können sich ähnlich wie Cellulosefäden als färbbar mit Substantiven Farbstoffen dank der Gegenwart von Hydroxylgruppen erweisen; eine Wärmebehandlung wirkt aber gegenteilig auf die Färbbarkeit mit Direktfarbstoffen ein, so daß nach einer Wärmebehandlung die Anfärbbarkeit fast die gleiche oder schwächer als diejenige der Baumwollfasern oder -fäden ist. Durch Acetalisierung nach der Wärmebehandlung nimmt die Fähigkeit zur Aufnahme von substantiven Farbstoffen gewöhnlich noch weiter ab, und zwar als Ergebnis der Reaktion von zugänglichen Hydroxylgruppen. Gewöhnlich beträgt die Farbstoffabsorption der wärmebehandelten und acetalisierten Polyvinylalkoholfäden gegenüber Substantiven Farbstoffen etwa 30 bis 80'% derjenigen von Baumwolle.
  • Polyvinylalkoholfäden, die in wäßriger Lösung unmittelbar nach dem Verspinnen ohne Wärmezwischenbehandlung acetalisiert sind, weisen eine gute Affinität für Substantive Farbstoffe auf. Dies führt man auf die Zunahme an zugänglichen Hydroxylgruppen zurück, was sich aus der Quellung der Fasern im Verlauf der Acetalisierung ergibt, die ein Blockieren von Hydroxylgruppen mehr erhöht als abbricht als Ergebnis von Acetalisierung. Die Naßerweichungstemperatur der Fäden liegt jedoch gewöhnlich unter etwa 60°'C, und die Fäden schrumpfen beträchtlich in kochendem Wasser und werden gelatinös und klebrig. Wird der Acetalisierungsgrad erhöht, dann nimmt die Affinität zu Direktfarbstoffen stark ab, während die Schrumpffestigkeit im kochenden Wässer noch gering ist.
  • Ein Ziel der Erfindung ist. die Gewinnung von Polyvinylalkoholfasern verbesserter und guter Färbbarkeit und hoher Naßwärmefestigkeit. Dieses wird dadurch erreicht, daß man eine wäßrige Spinnlösung, die mindestens 30 Gewichtsprozent Polyvinylalkohol, bezogen auf das Polymerisatgesamtgewicht, und ein wasserlösliches Polyvinylpyrrolldon oder ein wasserlösliches Mischpolymerisat eines Vinylpyrrolidons enthält, und in der der Stickstoffgehalt des Polymerisatgemisches im Bereich von 0,1 bis 5 Gewichtsprozent liegt, trocken oder naß verspinnt, die dabei entstandenen Fäden auf ein Reckverhältnis von 2: 1 bis 12:1 verstreckt, die orientierten Fäden so lange hitzebehandelt, bis sie in 30 Minuten in Wasser von 60° C nicht mehr als 10% schrumpfen, und dann, gegebenenfalls nach einem Färbevorgang, durch Umsetzung mit einem Aldehyd, der bis zu etwa 20 Kohlenstoffatome aufweist, auf einen Acetalisierungsgrad von 5 bis 6011/o acetalisiert. Die Spinnlösung wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren in ein Medium eingepreßt oder eingespritzt, das wirksam das Wasser aus ihr entfernt und Fäden bildet, wobei dieses Medium gewöhnlich Luft oder ein inertes Gas, wie z. B. Stickstoff, mit einer Temperatur von 50 bis 180° C bei Trockenspinntechniken oder eine wäßrige konzentrierte Koagulierungslösung eines Salzes, wie z. B. Natriumsulfat oder Ammoniumsulfat, mit einer Temperatur von 25 bis 60° C bei Naßspinnprozessen ist.
  • Die gewonnenen Fäden werden zu einem Reckverhältnis 2: 1 bis 12: 1 verstreckt. Für naßgesponnene Fäden kann die Verstreckung unmittelbar nach dem Verspinnen, solange die Fasern noch naß sind, bei Raumtemperatur bis zu 100° C bis zu einem Reckverhältnis von etwa 5 : 1 durchgeführt werden; für die Verstreckung zu höheren Reckverhältnissen bevorzugt man das Verstrecken in einem erhitzten Medium, wie z. B. in Luft von 100 bis 250° C.
  • Die nachfolgende Wärmebehandlung wird gewöhnlich 2 Sekunden bis 5 Minuten bei 210 bis 250° C z. B. in Luft durchgeführt.
  • Die Acetalisierung wird zweckdienlich in einer wäßrigen Lösung, die 0,2 bis 10% Aldehyd, 5 bis 201/o Schwefelsäure und 0 bis 2511/o Natriumsulfat oder Ammoniumsulfat enthält, bei einer Temperatur von 40 bis 80° C für eine Zeit im Bereich von einigen Minuten, z. B. 10 Minuten, bis zu mehreren Stunden, z. B. 5 Stunden, vorgenommen.
  • Die erfindungsgemäß hergestellten Polyvinylalkoholfasern weisen eine weitgehend verbesserte Anfärbbarkeit mit sauren Farbstoffen, sauren Beizenfarben, Substantiven Farbstoffen, Küpenfarbstoffen und Schwefelfarbstoffen und auch hohe Beständigkeit gegen heißes Wasser und gute mechanische Eigenschaften auf.
  • Der für das erfindungsgemäße Verfahren verwendete Polyvinylalkohol ist ein lineares, synthetisch hergestelltes Polymerisat, das zumindest aus 90% Vinylalkoholeinheiten besteht. Man benutzt einen Polyvinylalkohol mit einem Polymerisationsgrad über 800, vorzugsweise im Bereich von 1000 bis 3000.
  • Zwecks Erreichung guter Färbeigenschaften wird die Menge an Stickstoff in der Spinnlösung zwischen 0,1 und 5 Gewichtsprozent des Gesamtgewichts an Polymerisaten eingestellt. Unter 0,111/o Stickstoff ergibt sich eine unzulängliche Färbbarkeitsverbesserung, wohingegen 5 Gewichtsprozent Stickstoff eine praktische obere Grenze darstellen, oberhalb der sich keine bedeutende Zunahme an Färbbarkeit ergibt.
  • Für die Durchführung der Erfindung eignen sich ganz besonders Poly-N-vinylpyrrolidon, Poly-l-vinyl-5-methyl-2-pyrrolidon, Poly-l-vinyl-4-äthyl-2-pyrrolidon und Poly-l-vinyl-5-äthyl-2-pyrrolidon; sie verbessern die Färbbarkeit von Polyvinylalkoholfasern.
  • Man kann wasserlösliche Mischpolymerisate von Polyvinylpyrrolidonen benutzen. Wasserlösliche Mischpolymerisate mit Vinylacetat, Vinylpropionat oder mit anderen Vinylestern von organischen Säuren eignen sich erfindungsgemäß. Teilweise oder völlig verseifte Derivate von diesen Mischpolymerisaten können verwendet werden.
  • Zu den Aldehyden gehören als verwendbar für das Unlöslichmachen der erfindungsgemäßen Fäden z. B. Formaldehyd, Chloracetaldehyd, Butyraldehyd, Glyoxal, Terephthalsäurealdehyd u. dgl.
  • Beispiel 1 Es wurde eine Spinnlösung mit 15°1o eines Polymerisates zubereitet, das aus 150g Polyvinylalkohol und 4 g Amino-acetalisiertem Polyvinylalkohol bestand und 2,83 Gewichtsprozent Stickstoff enthielt, hergestellt durch Umsetzung von Cyclohexylaminobutylaldehyddimethylacetal mit Polyvinylalkohol in Gegenwart von Schwefelsäure als Katalysator. Zu der Spinnlösung wurden etwa 20 g von Poly-N-vinylpyrrolidon mit einem Molgewicht von etwa 9000 hinzugegeben.
  • Die Lösung wurde durch Einspritzen in eine praktisch gesättigte, wäßrige Lösung von Natriumsulfat versponnen. Nach dem Trocknen entstand eine Faser, die etwa 1,7 Gewichtsprozent Stickstoff enthielt; sie wurde bei 235° C in 5 Sekunden auf das 2,5fache ihrer Länge verstreckt und dann 10 Sekunden bei 240° C erhitzt. Hierbei erfuhr die Faser eine 1511/oige Schrumpfung.
  • Die Faser wurde auf einen Acetalisierungsgrad von 32% in einem wäßrigen Bad 1 Stunde bei 70° C acetalisiert, das 12111o Schwefelsäure, 15% Natriumsulfat und 511/o Formaldehyd enthielt. In kochendem Wasser unterlag die Faser fast keiner Schrumpfung.
  • Die Farbstoffabsorption der Faser wurde durch Färben in einem Bad geprüft, das einen Direktfarbstoff in einer Menge von 2 Gewichtsprozent von der Faser oder einen sauren Farbstoff (Handelsname Acid Brilliant Scarlet 3 R, C. I. Nr. 16255) in einer Menge von 4 Gewichtsprozent von der Faser enthielt. Bei 80° C wurde nach einer Stunde die Färbebaderschöpfung bestimmt. Sie betrug beinahe 1000/s. Der Direktfarbstoff war 100%ig und der saure Farbstoff 86%ig erschöpft.
  • Zum Vergleich betrug bei einer Faser, die wie oben hergestellt war, aber kein Polyvinylpyrrolidon enthielt, die Absorption an substantivem Farbstoff 73 % und an saurem Farbstoff 53 %.
  • Beispiel 2 Zu einer 15gewichtsprozentigen wäßrigen Spinnlösung von Polyvinylalkohol wurden 3% an wasserlöslichem Polyvinylpyrrolidon -hinzugefügt, dessen Molgewicht etwa 10 000 betrug.
  • Die Lösung wurde wie nach Beispiel 1 versponnen. Die orientierten Fäden wurden 10 Sekunden bei 240° C bei konstanter Länge wärmebehandelt und dann 1 Stunde bei 60° C in einem Bad gefärbt, das 2 Gewichtsprozent der Fäden an einem sauren Farbstoff (Handelsname »Tartrazin«, C. I. Nr. 19140) enthielt. Die Badausnutzung betrug 100%, und während des Färbevorganges zeigte die Faser keine Schrumpfung.
  • Anschließend wurden die Fäden 1 Stunde bei 70° C auf einen Acetalisierungsgrad von 210/s in einer wäßrigen Lösung acetalisiert, die 4% Schwefelsäure, 2% Benzaldehyd und 0,3% eines Emulgierungsmittels enthielt.
  • Aus der Acetalisierung ergab sich kein Farbschwund. In siedendem Wasser machten die Fäden fast keine Schrumpfung durch.
  • Zum Vergleich fand bei wie oben hergestellten Fäden, die nur Polyvinylalkohol enthielten, praktisch keine Farbabsorption statt. Beispiel 3 Poly-N-vinylpyrrolidon mit einem Molgewicht von etwa 40 000 wurde in einer Menge von 5 Gewichtsprozent von Polyvinylalkohol in einer 15gewichtsprozentigen Lösung von Polyvinylalkohol gelöst.
  • Die entstandene Lösung wurde unter denselben Bedingungen wie nach Beispiel 1 versponnen. Dann wurden die so gewonnenen Fäden 1 Minute bei 235° C auf das Doppelte ihrer ursprünglichen Länge verstreckt und 1 Minute bei 240° C hitzebehandelt; im Verlauf dieser Behandlung machten die Fäden eine Schrumpfung von 15% durch. Es ergaben sich rein weiße Fäden mit einem 0,6gewichtsprozentigen Gehalt an Stickstoff (2,0 Molprozent N-Vinylpyrrolidon-Einheiten).
  • Die Fäden wurden 1 Stunde bei 70° C in einem Bad aus 5% Formaldehyd, 15% Schwefelsäure und 14'% Natriumsulfat auf einen Acetalisierungsgrad von 38'% acetalisiert. Sie zeigten keine Schrumpfung in siedendem Wasser und hatten eine Trockenreißlänge von 6,8 g/den und eine Naßreißlänge von 5,5 g/den.
  • Sie wurden 1 Stunde bei 80° C unter Benutzung von 5 Gewichtsprozent von der Faser eines Schwefelfarbstoffes (Handelsname Sulpur Blue TFB, C. I. Nr. 53 440) und 5% Natriumsulfid gefärbt. Nach abgeschlossener Oxydation und Seifung war die Einfärbung der Fäden mit derjenigen von Baumwoll-und Viskosestapelfasern vergleichbar.
  • Zwecks Vergleich wurde ein Polyvinylalkoholderivat, das auf einen Grad von 30 Molprozent cyanäthyliert war, zum Polyvinylalkohol in einer Menge von 50 % vom Polyvinylalkohol gegeben. Das entstandene Gemisch wurde gesponnen, nachbehandelt und gefärbt, wie oben beschrieben. Die Färbbarkeit dieser Fäden lag weitgehend unter derjenigen von Baumwolle und Viskosestapelfasern.
  • Beispiel 4 75,3g Vinylacetat und 32,5g N-Vinylpyrrolidon wurden 1 Stunde bei 60° C unter einer Stickstoffatmosphäre unter Benutzung von 0,511/o Azobisbutyronitril als Initiator mischpolymerisiert. Etwa 6011/o des Monomerengemisches wurden polymerisiert.
  • Das Mischpolymerisat wurde in Wasser gelöst und dialysiert. Das Mischpolymerisat umfaßte 32,8 Molprozent Vinylpyrrolidoneinheiten und enthielt 4,86 Gewichtsprozent Stickstoff.
  • Das Mischpolymerisat wurde mit Polyvinylalkohol zwecks Gewinnung einer etwa 35 Polymerisat hattigen Lösung vermischt, wobei das Polymerisat durchschnittlich etwa 1,5 Molprozent N-Vinylpyrrolidoneinheiten enthielt.
  • Die Lösung wurde durch eine Spinndüse mit dreißig Löchern von je 0,5 mm Durchmesser in heiße Luft gespritzt. Die Fäden wurden bei 210° C auf das etwa 8fache ihrer ursprünglichen Länge gestreckt und anschließend bei konstanter Länge bei 220° C heißgereckt. Die Fäden wurden 1 Stunde auf einen Acetalisierungsgrad von 40% in einer 60° C wäßrigen Lösung acetalisiert, die 5% Formaldehyd, 15% Schwefelsäure und 10% Natriumsulfat enthielt. Die entstandenen Fäden schrumpften fast gar nicht in siedendem Wasser.
  • Bei 80° C wurden sie 1 Stunde in einem Bad gefärbt, das einen Küpenfarbstoff (Handelsname Indanthrene Blue RSN, C. I. 69800) in einer Menge von 2 Gewichtsprozent von der Faser, 6 cms je Liter 40° B6 Natriumhydroxyd und 6 g/1 Natriumhydrosulfit enthielt. Nach Oxydation und Seifung zeigte die Faser eine klare, dunkelblaue echte Farbe. Es wurde völlige Absorption erreicht.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Verfahren zur Herstellung von animalisierten, orientierten und acetalisierten Polyvinylalkoholfäden hoher Beständigkeit gegen heißes Wasser, dadurch gekennzeichnet, daß man eine wäßrige Lösung, die mindestens 30 Gewichtsprozent Polyvinylalkohol, bezogen auf das Polymerisatgesamtgewicht, und ein wasserlösliches Polyvinylpyrrolidon oder ein wasserlösliches Mischpolymerisat eines Vinylpyrrolidons enthält, und in der der Stickstoffgehalt des Polymerisatgemisches im Bereich von 0,1 bis 5 Gewichtsprozent liegt, trocken oder naß verspinnt, die dabei entstandenen Fäden auf ein Reckverhältnis von 2:1 bis 12:1 verstreckt, die orientierten Fäden so lange hitzebehandelt, bis sie in 30 Minuten in Wasser von 60° C nicht mehr als 10% schrumpfen, und dann, gegebenenfalls nach einem Färbevorgang, durch Umsetzung mit einem Aldehyd, der bis zu etwa 20 Kohlenstoffatome aufweist, auf einen Acetalisierungsgrad von 5 bis 60% acetahsiert. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschriften Nr. 1010 697, 1055749-
DEK38022A 1959-06-19 1959-06-19 Verfahren zur Herstellung von animalisierten, orientierten und acetalisierten Polyvinylalkoholfaeden hoher Bestaendigkeit gegen heisses Wasser Pending DE1183625B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK38022A DE1183625B (de) 1959-06-19 1959-06-19 Verfahren zur Herstellung von animalisierten, orientierten und acetalisierten Polyvinylalkoholfaeden hoher Bestaendigkeit gegen heisses Wasser

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK38022A DE1183625B (de) 1959-06-19 1959-06-19 Verfahren zur Herstellung von animalisierten, orientierten und acetalisierten Polyvinylalkoholfaeden hoher Bestaendigkeit gegen heisses Wasser

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1183625B true DE1183625B (de) 1964-12-17

Family

ID=7221229

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEK38022A Pending DE1183625B (de) 1959-06-19 1959-06-19 Verfahren zur Herstellung von animalisierten, orientierten und acetalisierten Polyvinylalkoholfaeden hoher Bestaendigkeit gegen heisses Wasser

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1183625B (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1010697B (de) * 1952-09-04 1957-06-19 Hoechst Ag Verfahren zur Herstellung von Fasern und Flaechengebilden aus waessrigen Loesungen von Polyvinylalkohol
DE1055749B (de) * 1958-05-14 1959-04-23 Hoechst Ag Verfahren zur Herstellung schlitzbarer Borsten aus Polyvinylchlorid

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1010697B (de) * 1952-09-04 1957-06-19 Hoechst Ag Verfahren zur Herstellung von Fasern und Flaechengebilden aus waessrigen Loesungen von Polyvinylalkohol
DE1055749B (de) * 1958-05-14 1959-04-23 Hoechst Ag Verfahren zur Herstellung schlitzbarer Borsten aus Polyvinylchlorid

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2607996C2 (de) Hydrophile Fasern und Fäden aus einem Acrylnitrilpolymerisat
DE2427393A1 (de) Fluorierte faeden, fasern und filme mit guter farbstoffaffinitaet, deren herstellungsverfahren und zusammensetzungen zu deren herstellung
DE2901778A1 (de) Wasserabsorbierende acrylfasern und verfahren zu deren herstellung
DE2749533C2 (de)
DE2624081C3 (de) Verfahren zur Herstellung flammfester Polymerisatfasern
DE1669462B2 (de) Acrylverbundfaser
DE1183625B (de) Verfahren zur Herstellung von animalisierten, orientierten und acetalisierten Polyvinylalkoholfaeden hoher Bestaendigkeit gegen heisses Wasser
DE963474C (de) Verfahren zur Herstellung von NH-Gruppen enthaltenden Acrylnitril-Polymeren
DE1469067A1 (de) Verfahren zur Herstellung von synthetischen Gewebefasern
DE1228800B (de) Verbesserung der Anfaerbbarkeit von Fasern aus Acrylnitrilpolymerisaten
DE2459212A1 (de) Verfahren zur herstellung von gefaerbten acrylfasern
DE3209796C2 (de)
DE2128004C3 (de) Filme, Fäden und Fasern aus Acrylnitril-Copolymerisaten mit verbesserter Glanzstabilität
DE2009708A1 (de) Naßspinnverfahren zur Herstellung von fadenartigem Material aus einer Spinnlösung von Acrylnitrilmischpolymerisaten
DE1234028C2 (de) Verfahren zur Herstellung von direkt verspinn-baren Polyacrylnitrilmischpolymerisatloesungen
DE1278066B (de) Verfahren zur Herstellung von Faeden, die ueberwiegend aus Polyvinylchlorid hochsyndiotaktischen Grades bestehen
DE1201003B (de) Verfahren zur Herstellung von gut anfaerbbaren Faeden oder Fasern aus Polyvinylalkohol
DE1301531B (de) Verfahren zur Herstellung von Acrylnitrilhomo- oder -mischpolymerisaten
DE2438211B2 (de) Verfahren zur herstellung von acrylfaeden
DE2165396A1 (de) Verfahren zur Herstellung von lactonisierten Acrylfasern
DE1180483B (de) Verfahren zur Herstellung von Fasern mit ver-besserter Faerbbarkeit aus Polymerisaten oder Mischpolymerisaten des Acrylsaeurenitrils
DE3781445T2 (de) Verfahren zur herstellung von waehrend des spinnverfahrens gefaerbten acrylfasern.
DE961702C (de) Verfahren zur Verbesserung der Faerbbarkeit von Polyvinylalkoholfasern
DE2454323A1 (de) Modacrylfaeden mit verbesserten coloristischen eigenschaften
AT238454B (de) Verfahren zum Färben von Produkten, insbesondere Fasern, aus einem Oxymethylenpolymer