DE1180736B - Verfahren zur Herstellung von ungesaettigten Thiophosphorsaeureestern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von ungesaettigten ThiophosphorsaeureesternInfo
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- DE1180736B DE1180736B DEC20083A DEC0020083A DE1180736B DE 1180736 B DE1180736 B DE 1180736B DE C20083 A DEC20083 A DE C20083A DE C0020083 A DEC0020083 A DE C0020083A DE 1180736 B DE1180736 B DE 1180736B
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES W7WW>
PATENTAMT Internat. Kl.: C07f
AUSLEGESCHRIFT
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Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Deutsche Kl.: 12 ο-21
C 20083 IVb/12 ο
30. Oktober 1959
5. November 1964
30. Oktober 1959
5. November 1964
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von ungesättigten Thiophosphorsäureestern der
allgemeinen Formel
R-O R2
\ I
P-S-C = CH-R3 I
/Il
Ri-O Z
in der R und Ri niedrigmolekulare Alkylgruppen, R2 gleich Wasserstoff, eine niedrigmolekulare Alkylgruppe,
die gegebenenfalls durch ein Sauerstoffatom oder die Carboxylgruppe unterbrochen sein kann,
den Phenylrest oder den Carbalkoxyrest der Formel — COOR4, R3 eine durch ein Sauerstoffatom oder die
Carboxylgruppe unterbrochene niedrigmolekulare Alkylgruppe, die Aldehydgruppe oder den Carbalkoxyrest
der Formel — COOR4 und R4 einen gegebenenfalls durch ein oder mehrere Sauerstoffatome
unterbrochenen Alkylrest mit höchstens 10 Kohlenstoffatomen bedeuten und Z für Sauerstoff oder
Schwefel steht, dadurch gekennzeichnet, daß man an Acetylenverbindungen der allgemeinen Formel
R2-C^C-R3,
in der R2 und R3 die vorstehend angegebene Bedeutung
haben. Thiophosphorsäureester der allgemeinen Formel
R-O
Ri
P-SH
/Il
ο ζ
in der R, Ri und Z die vorstehend angegebene Bedeutung
haben, durch Erhitzen, besonders auf Temperaturen von 50 bis 1000C, gegebenenfalls in
Gegenwart eines Lösungsmittels, eines Polymerisationsverzögerers und einer geringen Menge eines
tertiären Amins als Katalysator, anlagert.
Aus der USA.-Patentschrift 2 578 652 sowie dem Journal of Economic Entomology, Bd. 49, 1956,
S. 185 bis 195 (referiert in Chemical Abstracts, Bd. 50, 1956, Spalte 13 360a bis g), ist es bekannt, daß sich
Dithiophosphorsäure-O,O-dialkylester an Maleinsäure,
Maleinsäureanhydrid, Maleinsäurediester und -haibester anlagern. Aus der genannten Patentschrift
ist es auch bekannt, daß die Umsetzung durch aliphatische tertiäre Amine beschleunigt wird und daß
man in Gegenwart eines Polymerisationsverzögerers arbeiten kann.
Verfahren zur Herstellung von ungesättigten
Thiophosphorsäureestern
Thiophosphorsäureestern
Anmelder:
CIBA Aktiengesellschaft, Basel (Schweiz)
Vertreter: /
Dr.-Ing. F. Wuesthoff, DipMng. G. Puls und
Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. E. Frhr. v. Pechmann,
Patentanwälte, München 9, Schweigerstr. 2
Als Erfinder benannt:
Dr. Ernst Beriger, Allschwil (Schweiz)
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 31. Oktober 1958 (65 658)
Ferner ist es bekannt, daß sich Dithiophosphorsäure-O,O-alkylester
an die Doppelbindung in den Trialkylallyl- bzw. -vinyl-silanen oder Triallylalkylsilanen
anlagern (vgl. Chemical Abstracts, Bd. 49, 1955, Spalte 1542h und i und 1543a und b.
Andererseits beschreiben die österreichische Patentschrift 195 938, die deutsche Auslegeschrift 1 035 392
sowie das Journal of Economic Entomology (siehe
a. a. Ο.) organische Phosphorverbindungen mit insektizider und akarizider Wirkung, die jedoch den
nach dem Verfahren der Erfindung hergestellten neuen Verbindungen in ihrer Wirkung unterlegen
sind, wie aus den nachstehend angeführten Vergleichsversuchen hervorgeht.
Die in der vorstehend angeführten allgemeinen Formell als R und Ribezeichneten Reste sind niedrigmolekulare
Alkylgruppen mit vorzugsweise 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, wie der Butyl-, Isopropyl-,
n-Propyl- und besonders der Äthyl- und Methylrest. Der Rest R2 ist eine niedrigmolekulare Alkylgruppe,
die gegebenenfalls durch ein Sauerstoffatom oder die Carboxylgruppe unterbrochen ist. Solche Gruppen
sind z.B. -CH2O-CH3 oder -CH2OOC-CH3.
Das gleiche gilt auch für den Rest R3.
In der Formel I steht Z vorzugsweise für Schwefel, die Verbindungen sind also vorzugsweise Derivate
der Dithiophosphorsäure.
Bei der Durchführung des Verfahrens der Erfindung werden die Reaktionsteilnehmer zusammen
erhitzt, z. B. auf 50 bis 100° C, vorzugsweise' auf etwa 8O0C. Bei der Verwendung von besonders reaktions-
409 710/425
fähigen Ausgangsstoffen, ζ. B. von Phenylpropargylaldehyd,
ist es zweckmäßig, die Reaktionsteilnehmer mit Lösungsmitteln, wie Aceton, Benzol, Methylenchlorid,
zu verdünnen. Vorteilhaft beim Verfahren der Erfindung ist auch ein Zusatz von Polymerisationsverzögerern,
wie Hydrochinon. Ferner wurde gefunden, daß geringe Mengen eines tertiären Amins,
wie Triäthylamin, Pyridin, Dimethylanilin, die Reaktion katalytisch beschleunigen.
Die nach dem Verfahren der Erfindung erhaltenen Verbindungen sind, wie eingangs erwähnt, wertvolle
Mittel zur Bekämpfung von Schädlingen, besonders von schädlichen Insekten und Spinnmilben. Sie
wirken auf deren verschiedene Entwicklungsstufen, wie Eier, Larven und ausgewachsene Insekten, wobei
eine Wirkung als Berührungs- und Fraßgift in Betracht kommt.
Mit den neuen Verbindungen können die verschiedensten Körper gegenüber Schädlingen geschützt
werden, wobei sowohl gasförmige als auch flüssige oder feste Stoffe als Träger der wirksamen Verbindungen
verwendet werden können.
Als derartig zu schützende bzw. als Träger zu verwendende Körper kommen in Frage z. B. Luft,
besonders in Räumlichkeiten, dann Flüssigkeiten, wie Wasser in Teichen, und schließlich jede tote und
lebende feste Unterlage, wie beliebige Gegenstände in bewohnten Zimmern, in Kellern, Estrichböden, in
Stallungen, ferner Pelze, Federn, Wolle, sowie Lebewesen des Pflanzen- und Tierreiches, wie Nutzpflanzen,
Forstbestände, Nutztiere in ihren verschiedensten Entwicklungsstufen, sofern sie gegenüber
den neuen Verbindungen unempfindlich sind.
Die Bekämofung der Schädlinge erfolgt nach den üblichen Verfahren, z. B. durch Behandlung der zu
schützenden Körper mit den Verbindungen in Dampfform, z. B. als Räuchermittel, oder in Form von
Stäube- oder Spritzmitteln, z. B. als Lösungen bzw. Aufschlämmungen, die mit Wasser oder geeigneten
organischen Lösungsmitteln, wie Alkohol, Petroleum, Teerdestillaten, zubereitet worden sind; auch können
wäßrige Lösungen bzw. wäßrige Emulsionen von organischen Lösungsmitteln, die die wirksamen
Stoffe enthalten, zum Bestreichen, Bespritzen oder Tauchen der zu schützenden Gegenstände dienen.
Die Spritz- und Stäubemittel können die üblichen inerten Füllstoffe oder Zeichnungsmittel, wie Kaolin,
Gips oder Bentonit, oder weitere Zusätze, wie Sulfitcelluloseablauge,
Cellulosederivate, ferner zur Verbesserung der Netzfähigkeit und Haftfestigkeit die
üblichen Netz- und Haftmittel beigemischt enthalten.
Die Verbindungen können als einzige Wirkstoffe in einem Schädlingsbekämpfungsmittel vorhanden
sein oder auch in Mischung mit anderen Insektiziden und bzw. oder fungizid wirksamen Mitteln. Die Verwendung
solcher Präparate im Pflanzenschutz erfolgt nach den üblichen Spritz-, Gieß-, Stäube- und
Räucherverfahren.
In den folgenden Beispielen bedeuten Teile Gewichtsteile.
9,8 Teile Tetrolsäuremethylester werden unter Rühren auf 8O0C erwärmt. Man läßt in 15 Minuten
15,8 Teile Dimethyldithiophosphorsäure zutropfen und hält die Temperatur noch 3 Stunden bei 80° C.
Das Reaktionsprodukt wird nach dem Erkalten mit wenig Chloroform verdünnt und die Lösung mit
wäßriger 2 n-Sodalösung gewaschen. Anschließend wird die Chloroformlösung über Calciumchlorid
getrocknet und im Vakuum eingedampft. Man erhält ein hellgelbes dünnflüssiges öl, welches im Hochvakuum
destillierbar ist, Kp. 0,02 = 128 bis 1300C; die Ausbeute beträgt 9 Teile. Der entstandene Thiophosphorsäureester
entspricht der Formel
CH3
(CH3O)2 — P — S — C = CH- COOCH3
(CH3O)2 — P — S — C = CH- COOCH3
Er ist nur wenig giftig gegenüber Warmblütern. Der Ester hat folgende Eigenschaften:
Man vermischt 2 Teile des Esters mit 1 Teil des Kondensationsproduktes aus 1 Mol tertiär-Octylphenol
und 8 Mol Äthylenoxyd und 7 Teilen Isopropanol. Man erhält eine klare Lösung, die als
konzentriertes Spritzmittel verwendet werden kann und sich durch Eingießen in Wasser emulgieren
läßt.
A. Zur Feststellung der Wirkung auf Blattläuse wurde folgender Versuch durchgeführt, wobei Spritzbrühen
mit 0,08, 0,04, 0,02 und 0,01% Wirkstoffgehalt verwendet wurden.
Puffbohnen, die stark mit Blattläusen befallen waren, wurden allseitig gespritzt und nach 48 Stunden
die Wirkung festgestellt. Wenn 100%ige Wirkung vorhanden war, wurden auf die Pflanzen frische
Läuse gebracht und die Wirkung nach weiteren 48 Stunden beobachtet. Die erhaltenen Ergebnisse
zeigt die folgende Tabelle.
Menge des Wirkstoffes
in der Spritzbrühe
in der Spritzbrühe
0,08%
0,04%
0,02%
0,01%
0,04%
0,02%
0,01%
Wirkung auf die Blattläuse
nach 48 Stunden
48 Stunden nach Neuinfektion
1 1
1 1
1 1
1 1
1 1
Für jede Pflanze wird ein Zeichen verwendet. »+« bedeutet, daß keine lebenden Läuse vorhanden
sind, »1« bedeutet gute Wirkung, nur vereinzelte lebende Läuse,»—« bedeutet ungenügende oder keine
Wirkung.
B. Zur Feststellung der Wirkung des Esters auf Blattläuse durch Diffusion durch die Blätter wurde
folgender Versuch durchgeführt, wobei eine Spritzbrühe mit 0,08, 0,04 und 0,02% Wirkstoffgehalt
verwendet wurde.
Bei Puffbohnen, die nur auf der unteren Seite der Blätter mit Blattläusen befallen waren, wurden nur
die oberen Blattseiten mit der oben angegebenen Spritzbrühe bespritzt und nach 48 Stunden die Wirkung
auf der Blattunterseite beobachtet. Die erhaltenen Ergebnisse zeigt die folgende Tabelle.
Menge des Wirkstoffes
in der Spritzbrühe
in der Spritzbrühe
0,08%
0,040/0
0,02%
0,040/0
0,02%
Wirkung
auf die Blattläuse
auf die Blattläuse
Zur Herstellung von konzentrierten Spritzmittellösungen können auch andere Netz- und Emulgiermittel
verwendet werden, z. B. Kondensationsprodukte aus aliphatischen Alkoholen, Aminen oder
Carbonsäuren mit einem langkettigen Kohlenwasser-Stoffrest von etwa 10 bis 30 Kohlenstoffatomen mit
Äthylenoxyd, wie das Kondensationsprodukt aus Octadecylalkohol" und 25 bis 30 Möl Äthylenoxyd
oder das aus Sojaölfettsäure und 30 Mol Äthylenoxyd oder das aus technischem Oleylamin und 15 Mol
Äthylenoxyd oder das aus Dodecylmercaptan und 12MoI Äthylenoxyd; ferner das Natriumsalz des
Dodecylalkoholsulfonsäureesters, das Natriumsalz der Dodecylbenzolsulfonsäure, das Kalium- oder
Triäthanolaminsalz der ölsäure oder der Abietinsäure oder von Mischungen dieser Säuren oder das Natriumsalz
einer Petroleumsulfonsäure.
An Stelle von Isopropanol können auch andere Lösungsmittel zur Herstellung von konzentrierten
Spritzmittellösungen verwendet werden, z. B. Äthylalkohol, Methanol, Butanol, Aceton, Methyläthylketon,
Methylcyclohexanol, Benzol, Toluol, Xylol, Kerosin, Peroleumfraktionen. Selbstverständlich sind
auch Mischungen aus verschiedenen Lösungsmitteln brauchbar.
C. Man mischt 2 Teile des Esters mit 9 Teilen Kreide und 1 Teil Netzmittel. Man erhält dadurch
ein Spritzpulver, aus welchem sich mit Wasser Spritzbrühen herstellen lassen. Behandelt man die
Wände von Ställen mit einer solchen Brühe, die 0,4% Wirkstoff enthält, so können gute Erfolge gegen
die Fliegen und Mücken erzielt werden.
Ein Gemisch aus 9,8 Teilen Tetrolsäuremethylester, CH3 — C E= C — COOCH3,
Kp. = 138 bis 1400C, und 18,6 Teilen O,O-Diäthyldithiophosphorsäure
wird 9 Stunden auf 8O0C erhitzt. Das Reaktionsprodukt wird in 100 Volumteilen
Chloroform aufgenommen und zweimal mit je 10 Volumteilen wäßriger 2 n-Natriumcarbonatlösung
gewaschen. Die Chloroformlösung wird über Natriumsulfat getrocknet und eingedampft. Es bleibt
ein hellgelbes öl als Rückstand, welches im Hochvakuum bei 0,08 Torr Quecksilbersäule bei 108 bis
115°C siedet; die Ausbeute beträgt 14,8 Teile. Der entstandene Ester entspricht der Formel
C2H5O
CH3
P-S-C = CH-COOCH3
/Il
C2H5O S
Der Ester zeigt, nach den im Beispiel 1 beschriebenen Methoden geprüft, sehr gute blattläusetötende
Wirkung; ferner wirkt er als Fraßgift gegen die Hausfliege (Musca domestica).
18,6 Teile Ο,Ο-Diäthyldithiophosphorsäure werden
mit 9,8 Teilen Propiolsäureäthylester,
= C-COOC2H5,
35 wäscht die Chloroformlösung mit 10 Volumteilen
wäßriger 2 n-Natriumcarbonatlösung. Die Chloroformlösung wird über Natriumsulfat getrocknet und
im Vakuum eingedampft. Der Rückstand ergibt nach der Hochvakuumdestillation 21,5 Teile des
Esters als gelbliches öl, Kp.0,03 = HO0C.
Der Ester entspricht der Formel
Der Ester entspricht der Formel
C2H5O
P — S — CH = CH — COOC2H5
/Il
C2H5O S
Die Verbindung ist ein gutes blattläusetötendes Mittel und ein Fraßgift gegen Fliegen.
Setzt man wie im Beispiel 3 15,8 Teile 0,0-Dimethyldithiophosphorsäure
mit 9,8 Teilen Propiolsäureäthylester um, so erhält man das Anlagerungsprodukt der Formel
CH3O
P — S — CH = CH — COOC2H5
/Il
CH3O S
mit dem Siedepunkt 1100C bei 0,015 Torr Quecksilbersäule;
die Ausbeute beträgt 10 Teile, das als Berührungsgift zur Bekämpfung von Fliegen (Musca
domestica) eingesetzt werden kann.
Eine Mischung aus 22,4 Teilen Ο,Ο-Triäthyldithiophosphorsäure,
0,2 Teilen Hydrochinon und 5 Tropfen Triäthylamin wird mit 17,4 Teilen Phenylpropiolsäureäthylester
der Formel
40
C = C — COOC2H5
Kp.o,o4 = 86 bis 90°C, 16 Stunden auf 60 bis 700C
erhitzt. Das Reaktionsprodukt wird in 100 Volumteilen Benzol aufgenommen und die Benzollösung
zweimal mit je 20 Volumteilen gesättigter wäßriger Natriumbicarbonatlösung gewaschen. Nach dem
Abdampfen des Benzols im Vakuum erhält man 28 Teile des Kondensationsproduktes der Formel
60 C2H5O
P-S-C = CH-COOC2H5
/Il
C2H5O S
Kp. = 115 bis 116°C, 24 Stunden auf 8O0C erhitzt.
Nach dem Abkühlen nimmt man das Reaktionsprodukt in 50 Volumteilen Chloroform auf und
als hellgelbes, nicht destillierbares öl, welches in Wasser weniger als 1% löslich ist und sich mit
Aceton und Isopropanol in jedem Verhältnis mischen läßt. Die Verbindung besitzt gute Fraßgiftwirkung
gegen die Hausfliege (Musca domestiea), Stabheu^
schrecke (Carausius morosus) und besonders gegen den Blackenkäfer (Gastroidea viridula).
Eine Mischung aus 19,0 Teilen O,O-Dimethyldithiophosphorsäure,
0,2 Teilen Hydrochinon und 5 Tropfen Triäthylamin wird zusammen mit 14,2 Teilen
Acetylendicarbonsäuremethylester der Formel
H3COOC — C ^ C — COOCH3,
Kp.ii = 100°C, 22 Stunden auf 60 bis 700C erhitzt.
Nach dem Abkühlen der Mischung nimmt man das öl in 100 Volumteilen Benzol auf und wäscht die
Benzollösung mit 10 Volumteilen wäßriger gesättigter Natriumbicarbonatlösung und verdampft anschließend
im Vakuum das Benzol. Der Rückstand ist das Anlagerungsprodukt von Dimethyldithiophosphorsäure
an Acetylendicarbonsäuremethylester; Kp.0,02 = 126 bis 129°C; der Ester entspricht der Formel
CH3O
COOCH3
P — S — C = CH- COOCH3
- /Il
CH3O S
Die Ausbeute beträgt 15,7 Teile.
C8H13O6S2P.
C8H13O6S2P.
Berechnet ... S 21,36%;
gefunden ... S 21,82%.
gefunden ... S 21,82%.
19,0
Beispiel 7
Teile O,O - Dimetl yldithiophosphorsäure,
Teile O,O - Dimetl yldithiophosphorsäure,
0,2 Teile Hydrochinon, 5 Tropfen Triäthylamin und 20 Teile Tetrolsäureäthoxy-äthoxy-äthylester der Formel
CH3-C = C-COOC2H4-O-C2H4-O-C2H5
Kp.0,01 = 89 bis 94°C, werden zusammen 24 Stunden
auf 60 bis 70° C erhitzt. Nach dieser Zeit nimmt man das Reaktionsprodukt in 50 Volumteilen Methylenchlorid
auf und wäscht die Methylenchloridlösung mit wäßriger gesättigter Natriumbicarbonatlösung.
Nach dem Trocknen der Lösung über Natriumsulfat destilliert man das Methylenchlorid im Vakuum ab,
und man erhält 31,6 Teile eines nicht unzersetzt destillierbaren, dunkelgelben Öls, welches in Wasser
schlecht, in Aceton und Isopropanol sehr gut löslich ist.
Ci2H23O6S2P.
Berechnet ... P 8,64%;
gefunden ... P 8,7%.
Berechnet ... P 8,64%;
gefunden ... P 8,7%.
Der Ester entspricht der Formel
CH3O
CH3
Der Ester zeigt, nach den im Beispiel 1 beschriebenen Methoden geprüft, sehr gute blattläusetötende
Wirkung.
Setzt man wie im Beispiel 7 22,6 Teile 0,0-Diäthyldithiophosphorsäure
mit 20 Teilen Tetrolsäureäthoxy-äthoxy-äthylester um, so erhält man 28,75 Teile
des Anlagerungsproduktes der Formel
C2H5O
CH3
C2H5O S
P-S-C = CH
/Il
P-S-C = CH
/Il
CH3O S
COOC2H4 — O — C2H4 — O — C2H5
das sich in Wasser weniger als 1%, in Aceton und Isopropanol sehr gut löst.
Ci4H27O6S2P.
Berechnet ... P 8,02%;
gefunden ... P 7,2%.
gefunden ... P 7,2%.
Nach der im Beispiel 1 unter A. beschriebenen Methode geprüft, zeigt der Ester sehr gute blattläusetötende
Wirkung.
Setzt man wie im Beispiel 7 19,0 Teile 0,0-Dimethyldithiophosphorsäure
mit 18,6 Teilen Propiolsäureäthoxy-äthoxy-äthylester der Formel
CH == C — COOCoH4 — OC2H4 — O — C2H5
Kp.0,01 — 74 bis 76°C, um, so erhält man 25,9 Teile
der Anlagerungsverbindung der Formel
CH3O
P —S
/Il
CH3O S
CH = CH
COOC2H4 — O — C2H4 O — C2H5
— COOC2H4 — 0 — C2H4 — 0 — C2H5
die sich in Wasser schlecht, in Aceton und Isopropanol sehr gut löst.
CnH2IO6S2P.
Berechnet ... P 9,00%;
gefunden ... P 9,7%.
gefunden ... P 9,7%.
Die Verbindung besitzt gute Fraßgiftwirkung gegen die Stabheuschrecke (Carausius morosus) und den
Blackenkäfer (Gastroidea viridula).
B e i s ρ i e 1 10
Setzt man wie im Beispiel 7 22,4 Teile O5O-Diäthyldithiophosphorsäure
mit 18,6 Teilen Propiol-
säureäthoxy-äthoxy-äthylester um, so erhält man 28,5 Teile der Anlagerungsverbindung der Formel
C2H5O
, ο
/Il
C2H5O S
— COOC2H4 — O — C2H4 — O — C2H5
die sich in Wasser kaum, in Aceton und Isopropanol sehr gut löst.
C13H25O6S2P.
Berechnet ... P 8,32%;
gefunden ... P 8,2%.
Berechnet ... P 8,32%;
gefunden ... P 8,2%.
Die Verbindung zeigt gute blattläusetötende Wirkung und Fraßgiftwirkung gegen die Hausfliege
(Musca domestica) und den Blackenkäfer (Gastroidea viridula).
Beispiel 11
Eine Mischung aus 19,0 Teilen 0,0-Dimethyldithiophosphorsäure,
0,2 Teilen Hydrochinon und 5 Tropfen Triäthylamin wird mit 17,0 Teilen Butin-l,4-dioldiacetat
der Formel
CH3 — COOCH2 -C = C- CH2OOC — CH3,
Kp.o,ol = 60 bis 62°C, 24 Stunden auf 60 bis 700C
erhitzt. Man verdünnt das Reaktionsprodukt mit 50 Volumteilen Methylenchlorid und wäscht die
Lösung mit wäßriger gesättigter Natriumbicarbonatlösung, trocknet sie über Natriumsulfat und dampft
anschließend das Methylenchlorid im Vakuum bei 900C Badtemperatur ab. Man erhält 23,6 Teile des
Anlagerungsproduktes der Formel
CH3O
P — S — C = CH
/Il
CH3O S
CH2OOC — CH3
CH2OOC — CH3
40
45
das sich in Wasser weniger als 1%, in Aceton und Isopropanol sehr gut löst.
C10Hi7O6S2P.
Berechnet ... P 9,44%;
gefunden ... P 9,2%.
gefunden ... P 9,2%.
Der Ester zeigt gute Fraßgiftwirkung gegen die Hausfliege (Musca domestica).
Beispiel 12
Setzt man wie im Beispiel 11 22,4 Teile O,O-Diäthyldithiophosphorsäure
mit 17,0 Teilen Butin-1,4-dioldiacetat um, so erhält man 21,2 Teile der
Anlagerungsverbindung der Formel
C2H5O
CH2OOC
P-S-C = CH
/Il
C2H5O S
-CH3
CH2OOC-CH3 die sich in Wasser kaum, in Aceton und Isopropanol sehr gut löst.
CH2OOC-CH3 die sich in Wasser kaum, in Aceton und Isopropanol sehr gut löst.
C12H21O6S2P.
Berechnet ... P 8,69%;
gefunden ... P 8,1%.
Berechnet ... P 8,69%;
gefunden ... P 8,1%.
Beispiel 13
Zu einer Mischung aus 19,0 Teilen 0,0-Dimethyldithiophosphorsäure,
0,2 Teilen Hydrochinon und 5 Tropfen Triäthylamin in 50 Volumteilen Aceton gibt man bei 30 bis 40° C in 20 Minuten unter Wasserkühlung
tropfenweise 13,0 Teile Phenylpropargylaldehyd der Formel
CHO
Kp.i4 = 108 bis 1120C. Nach dem beendigten Zutropfen
entfernt man die Kühlung. Die Temperatur der Mischung steigt noch bis 48° C, um dann zu sinken.
Man ruh η die Mischung noch 1 Stunde bei 60 bis 70°C. Nach dem Erkalten der Mischung verdünnt
man sie mit 300 Volumteilen Wasser, trennt das öl ab und extrahiert das Wasser mit Methylenchlorid.
Das öl wird mit dem Methylenchloridauszug vereinigt und die Lösung mit wäßriger gesättigter
Natriumbicarbonatlösung gewaschen und anschließend über Natriumsulfat getrocknet. Nach dem Eindampfen
der Lösung im Vakuum bei 9O0C erhält man als Rückstand das Anlagerungsprodukt der Formel
CH3O
S-C = CH-CHO
P-
/Il
CH3O S
Die Ausbeute beträgt 27,7 Teile. Das dickflüssige öl
ist in Wasser kaum, in Aceton und Isopropanol sehr gut löslich.
CnH13O3S2P.
Berechnet ... P 10,75%;
gefunden ... P 10,5%.
gefunden ... P 10,5%.
Die Verbindung wirkt gegen die Eier der Mehlmotte (Ephestia Kühniella).
Beispiel 14
Setzt man wie im Beispiel 13 22,4 Teile Ο,Ο-Diäthyldithiophosphorsäure
mit 13 Teilen Phenylpropargylaldehyd um, so erhält man 25,9 Teile des Anlagerungsprodukts
der Formel
C2H5O
P — S — C = CH- CHO /Il
C2H5O S
als dickflüssiges öl. Dieses ist in Wasser kaum, in
Aceton und Isopropanol sehr gut löslich.
C13H17O3S2P.
Berechnet ... P 9,79%;
gefunden ... P 9,7%.
gefunden ... P 9,7%.
Die Verbindung wirkt blattläusetötend.
409 710/425
15
Eine Mischung aus 19,0 Teilen O,O-DimethyI-dithiophosphorsäure,
0,2 Teilen Hydrochinon, 5 Tropfen Triäthylamin und 10 Teilen Propargylmethyläther
der Formel
CH = C — CH2 — C — CH3,
fernt. Als Rückstand erhält man 11 TeileAnlagerungsprodukt der Formel
H3CO
CH3
P — S — C = CH- COOCH3
/Il
H3CO O
Kp. = 600C, wird 24 Stunden bei 70 bis 800C Bad- das im Hochvakuum destillierbar ist; Kp.o,oi = 62
temperatur gehalten. Anschließend nimmt man die io bis 64° C. Die Ausbeute beträgt 11,2 Teile.
Mischung in 100 Volumteilen Methylenchlorid auf und wäscht die Lösung mit wäßriger gesättigter
Natriumbicarbonatlösung. Nach dem Trocknen der Lösung über Natriumsulfat und Abdampfen der
leichtflüchtigen Teile im Vakuum bei 600C erhält 15
man 17 Teile des Anlagerungsprodukts der Formel
CH3O
C7H13O5S2P.
Berechnet .
gefunden .
Berechnet .
gefunden .
P 12,90%;
P 12,7%.
P 12,7%.
P — S — CH = CH — CH2 — O — CH3
/Il
CH3O S
als helles, leichtbewegliches öl, das im Hochvakuum von 0,05 Torr Quecksilbersäule bei 89 bis 1200C
siedet.
C6Hi3O3S2P.
Berechnet ... P 13,57%;
gefunden ... P 13,3%.
gefunden ... P 13,3%.
Beispiel 18
Setzt man wie im Beispiel 17 20,4 Teile 0,0-Diäthylthiophosphorsäure
(C2HeO)gP(= O)SH
mit 9,8 Teilen Tetrolsäureäthylester um, so erhält man das Anlagerungsprodukt der Formel
C2H5O CH3
P — S — C = CH- COOC2H5
/Il
C2H5O O
das bei 0,06 Torr Quecksilbersäule bei 123 bis 1290C
das bei 0,06 Torr Quecksilbersäule bei 123 bis 1290C
Das Anlagerungsprodukt zeigt, nach den im Bei- 30 siedet. Die Ausbeute beträgt 15,1 Teile,
spiel 1 beschriebenen Methoden geprüft, sehr gute CioHi905S2P.
blattläusetötende Wirkung, ferner wirkt es als Fraßgift gegen die Hausfliege (Musca domestica).
Beispiel 16
Setzt man wie im Beispiel 15 22,4 Teile Ο,Ο-Diäthyldithiophosphorsäure
mit 10 Teilen Propargylmethyläther um, so erhält man das Anlagerungsprodukt der Formel
C2H5O
P-
/Il
C2H5O S
S — CH = CH — CH2 ~ O — CH3
vom Siedepunkt 104 bis 1100C bei 0,04 Torr Quecksilbersäule.
Die Ausbeute beträgt 12,7 Teile.
C8Hi7O3S2P.
Berechnet ... P 12,09%;
gefunden ... P 12,15%.
gefunden ... P 12,15%.
Beispiel 17
17,04 Teile 0,0-Dimethylthiophosphorsäure (CH3O)2Pi= O)SH
werden zusammen mit 0,2 Teilen Hydrochinon, 5 Tropfen Triäthylamin und 9,8 Teilen Tetrolsäure-
methylester 24 Stunden auf 60 bis 700C erhitzt. Man S
nimmt das Reaktionsprodukt in 100 Volumteilen |j
Methylenchlorid auf und wäscht die Lösung mit 65 Nr. 4 (CH3O)2P
wäßriger gesättigter Natriumcarbonatlösung. Nach dem Trocknen der Lösung über Natriumsulfat werden
die leichtflüchtigen Teile im Vakuum bei 900C ent-Berechnet
... P 11,55%;
gefunden ... P 10,9%.
gefunden ... P 10,9%.
Die überlegene Wirkung der nach der Erfindung hergestellten Thiophosphorsäureester zeigen die folgenden
Versuche.
A. Es wurden folgende Verbindungen bezüglich ihrer Giftigkeit gegenüber Warmblütern miteinander
verglichen:
Die bekannten Verbindungen
O CH3
Nr. 1 (CH3O)2P — O — C = CH — CON(CH3J2
(vgl. die österreichische Patentschrift 195 938),
O CH3 Cl
Nr. 2 (CH3O)2P — O — C = C — CONH — C2H5
(vgl. die österreichische Patentschrift 195 938). Die neuen Verbindungen
S CH3
Il I
Nr. 3 (CH3O)2P — S — C = CH — COOCH3,
hergestellt nach dem Beispiel 1 der Erfindung
CH3
-S-C=CH-COOC2H4-OCH3
-S-C=CH-COOC2H4-OCH3
hergestellt nach der im Beispiel 9 der Erfindung beschriebenen Methode.
13 14
Die neuen Verbindungen Nr. 3 und 4 zeigten noch Es wurden die folgenden Ergebnisse erhalten
si einer Lösung mit 0,01 % Wirkstoff hervorragende
bei einer Lösung mit 0,01% Wirkstoff hervorragende Wirkung gegen Blattläuse (90- bis 100°/qige Abtötung).
Die Prüfung der Giftigkeit der Verbindungen Nr. 1 bis 4 an der Maus nach peroraler Verabfolgung ergab
die folgenden Werte:
Verbindung
Nr.
| Verbindung Nr. | LD50 | LDioo |
| 1 | 25 | 30 |
| 2 | 15 | 20 |
| 3 | 150 | 300 |
| 4 | 220 | 300 |
Wirkung auf rote Spinnmilben
bei Verwendung 0,04%iger Lösungen
des Wirkstoffes
nach 48 Stunden
nach 7 Tagen
Die bekannten Verbindungen Nr. 1 und 2 sind demnach wesentlich giftiger gegenüber Warmblütern
als die Verbindungen der Erfindung Nr. 3 und 4. Ein geringerer LD-Wert bedeutet eine größere Giftigkeit.
Bekanntlich bedeuten LD50 bzw. LD100, daß die Menge eines bestimmten Stoffes bei der betreffenden
Verabreichungsform, z. B. peroral, 50 bzw. 100% der Versuchstiere tötet.
B. Es wurden folgende Verbindungen bezüglich ihrer Wirkung auf rote Spinnmilben (Tetranychus
urticae) miteinander verglichen:
Die bekannte Verbindung
15
20
25
30
35
40
45
Il
Nr. 5 (C2H5O)2P-O-C
CH — COOC2H5
(vgl. die deutsche Auslegeschrift 1 035 392,
Kp.o,ois = 151 bis 154° C;
Ci5H2IO6P.
Berechnet ... P 9,44%;
gefunden ... P9,24%.
gefunden ... P9,24%.
Die neue Verbindung
S
Nr. 6 (C2H5O)2P-S-C^ \
Nr. 6 (C2H5O)2P-S-C^ \
CH-COOC2H5
hergestellt nach dem Beispiel 5 der Erfindung.
Es wurden jeweils 2 Teile der Verbindungen Nr. 5 und 6 mit 1 Teil des Kondensationsproduktes aus
1 Mol tertiär-Octylphenol und 8 Mol Äthylenoxyd sowie mit 7 Teilen Isopropylalkohol vermischt. Man
erhielt eine klare Lösung, die als konzentriertes Spritzmittel verwendet wurde und sich durch Eingießen
in Wasser emulgieren ließ.
Bohnenpflanzen, die mäßig bis stark mit der roten Spinnmilbe (Tetranychus urticae) in allen Entwicklungsabschnitten
befallen waren, wurden sehr gründlich mit Spritzbrühen, enthaltend jeweils 0,04% der
Verbindungen Nr. 5 bzw. 6, allseitig bespritzt. Nach
2 Tagen wurde die Wirkung auf die voll entwickelten Spinnmilben beobachtet. 1 Woche nach der Behändlung
erfolgte eine zweite Wirkungsbeobachtung, um festzustellen, ob eine ovizide bzw. eine Dauerwirkung
vorliegt.
+ bedeutet, daß keine lebenden Milben vorhanden sind; 1 bedeutet gute Wirkung, nur vereinzelte
lebende Milben; — bedeutet ungenügende oder keine Wirkung.
Diese Ergebnisse zeigen, daß die bekannte Verbindung Nr. 5 (deutsche Auslegeschrift 1 035 392)
keine Wirkung gegen rote Spinnmilben, die Verbindung Nr. 6 der Erfindung dagegen eine ausgezeichnete
Wirkung gegen rote Spinnmilben hat.
C. Es wurden die folgenden Verbindungen bezüglich ihrer blattläusetötenden Wirkung miteinander
verglichen:
Die bekannte Verbindung
Nr. 7 (CH3O)2P — S — CH — COOC2H5
S CH-COOC2H5
Nr. 7 (CH3O)2P — S — CH — COOC2H5
S CH-COOC2H5
(vgl. Chemical Abstracts, Bd. 50, 1956,
Spalte 13 36Oa bis g).
Spalte 13 36Oa bis g).
Die neue Verbindung
Nr. 8 (CH3O)2P — S — C = CH — COOCH3
hergestellt nach dem Beispiel 1 der Erfindung.
Die Prüfung erfolgte nach der im Beispiel 1 unter A. beschriebenen Methode.
Die erhaltenen Ergebnisse zeigt die folgende Tabelle.
| nach 48 | Wirkung auf Blattläuse | 48 Stunden nach der Neuinfektion |
Ver | |
| Wirkstoffgehalt | Stunden | bindung | ||
| in der Spritzbrühe | Ver | Ver | Nr. 8 | |
| bindung | Ver | bindung | 1 1 | |
| Nr. 7 | bindung | Nr. 7 | 1 1 | |
| + + | Nr. 8 | 1 1 | ||
| 0,08% | + + | + + | ||
| 0,04% | + + | + + | ||
| 0,02% | + + | |||
Für jede Pflanze wird ein Zeichen verwendet: + bedeutet, daß keine lebenden Läuse vorhanden
sind; 1 bedeutet gute Wirkung, nur vereinzelte lebende Läuse; — bedeutet ungenügende oder keine
Wirkung.
Diese Ergebnisse zeigen, daß die Verbindung Nr. 8 der Erfindung eine ausgeprägte Dauerwirkung gegenüber
Blattläusen hat, während bei der bekannten Verbindung Nr. 7 schon nach höchstens 48 Stunden
ein erneuter starker Befall der behandelten Pflanzen mit Blattläusen möglich ist.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von ungesättigten Thiophosphorsäureestern der allgemeinen FormelR-O/IRi-O ZR2
S-C =CH-R3in der R und Ri niedrigmolekulare Alkylgruppen, R-2 gleich Wasserstoff, eine niedrigmolekulare Alkylgruppc. die gegebenenfalls durch ein Sauerstoffaiom oder die Carboxylgruppe unterbrochen sein kann, den Phenylrest oder den Carbalkoxyrest der Formel COOR4, R3 eine durch ein Sauerstoffatom oder die Carboxylgruppe unterbrochene niedrigmolekulare Alkylgruppe, die Aldehydgruppe oder den Carbalkoxyrest der Formel — COOR4 und R4 einen gegebenenfalls durch ein oder mehrere Sauerstoffatome unterbrochenen Alkylrest mit höchstens 10 Kohlenstoffatomen bedeuten und Z für Sauerstoff oder Schwefel steht, dadurch gekennzeich-IO1525net, daß man an Acetylenverbindungen der allgemeinen FormelR2 — C = C — R3,in der R2 und R3 die vorstehend angegebene Bedeutung haben, Thiophosphorsäureester der allgemeinen FormelP-SH/IlRi-O Zin der R, Ri und Z die vorstehend angegebene Bedeutung haben, durch Erhitzen, besonders auf Temperaturen von 50 bis 10O0C, gegebenenfalls in Gegenwart eines Lösungsmittels, eines PoIymerisationsverzögerers und einer geringen Menge eines tertiären Amins als Katalysator, anlagert.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 035 392;
österreichische Patentschrift Nr. 195 938;
USA.-Patentschrift Nr. 2 578 652;
Chemical Abstracts, Bd. 49, 1955, Spalte 1542h und i; 1543a und b; Bd. 50, 1956, Spalte 13 360a bis g.409 710/425 10.64 © Bundesdruckerei Berlin
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|---|---|---|---|
| CH892326X | 1958-10-31 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1180736B true DE1180736B (de) | 1964-11-05 |
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|---|---|---|---|
| DEC20083A Pending DE1180736B (de) | 1958-10-31 | 1959-10-30 | Verfahren zur Herstellung von ungesaettigten Thiophosphorsaeureestern |
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|---|---|
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| DE (1) | DE1180736B (de) |
| FR (1) | FR1239173A (de) |
| GB (1) | GB892326A (de) |
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-
1959
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- 1959-10-29 GB GB36776/59A patent/GB892326A/en not_active Expired
- 1959-10-30 DE DEC20083A patent/DE1180736B/de active Pending
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB892326A (en) | 1962-03-28 |
| FR1239173A (fr) | 1960-08-19 |
| US3136686A (en) | 1964-06-09 |
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