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DE1178885B - Druckluftsteuereinrichtung fuer vielfach gesteuerte Diesellokomotiven - Google Patents

Druckluftsteuereinrichtung fuer vielfach gesteuerte Diesellokomotiven

Info

Publication number
DE1178885B
DE1178885B DEK31332A DEK0031332A DE1178885B DE 1178885 B DE1178885 B DE 1178885B DE K31332 A DEK31332 A DE K31332A DE K0031332 A DEK0031332 A DE K0031332A DE 1178885 B DE1178885 B DE 1178885B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
line
valve
compressed air
locking
control device
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK31332A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Reinhart Schuller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Mannesmann Demag Krauss Maffei GmbH
Original Assignee
Krauss Maffei AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Krauss Maffei AG filed Critical Krauss Maffei AG
Priority to DEK31332A priority Critical patent/DE1178885B/de
Publication of DE1178885B publication Critical patent/DE1178885B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F15FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
    • F15BSYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F15B11/00Servomotor systems without provision for follow-up action; Circuits therefor
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61CLOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
    • B61C17/00Arrangement or disposition of parts; Details or accessories not otherwise provided for; Use of control gear and control systems
    • B61C17/12Control gear; Arrangements for controlling locomotives from remote points in the train or when operating in multiple units

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Valves And Accessory Devices For Braking Systems (AREA)

Description

  • Druckluftsteuereinrichtung für vielfach gesteuerte Diesellokomotiven Zusatz zum Patent: 1158 091 Die Erfindung bezieht sich auf eine Druckluftsteuereinrichtung für vielfach gesteuerte Diesellokomotiven mit Wende- und/oder Schaltgetrieben sowie einer Verriegelung des Fahrschalters durch einen an die Hauptlüftleitung und eine Arretierleitung angeschlossenen Steuersatz in Abhängigkeit von der Stellung der Getriebeschaltglieder, wobei zum Steuern beliebig miteinander gekuppelter Lokomotiven von einem beliebigen Führerstand aus der Steuersatz aus Relaisventilen besteht, die an einen die Endstellung der Schaltglieder anzeigenden Ventilsatz, an die Hauptluftleitung, an die Arretierleitung und an ein in einer Vorspannleitung vorgesehenes Doppelrückschlagventil angeschlossen sind, und zum Abschalten der Druckluftsteuereinrichtung bei gesteuerter Lokomotive ein Mehrfachabsperrventil vorgesehen ist, nach Patent 1158 091.
  • Bei dieser Druckluftsteuereinrichtung nach dem Hauptpatent ist ein Steuersatz mit drei Relaisventilen und vor allem eine durchgehende Hauptluftleitung notwendig, die an jedem Ende infolge der notwendigen außermittigen Anordnung mit zwei Absperrventilen und zwei Kupplungsschläuchen versehen ist. Beim Kuppeln von zwei Lokomotiven müssen daher mindestens zwei Schläuche gekuppelt und zwei Hähne geöffnet werden. Außerdem ist der bauliche Aufwand, da es sich um verhältnismäßig schwere Armaturen handelt, verhältnismäßig groß.
  • Die Erfindung bildet die Druckluftsteuereinrichtung nach dem Hauptpatent insofern weiter aus, als sowohl der bauliche Aufwand als auch der Bedienungsaufwand noch weiter vermindert wird.
  • Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß als Steuersatz zwei Relaisventile vorgesehen sind, in deren Verbindungsleitung zum Ventilsatz eine über das Mehrfachabsperrventil führende, die Arretierleitung steuernde Überbrückungsleitung angeschlossen ist.
  • Durch diese Maßnahme fällt der zwei Lokomotiven verbindende durchgehende Hauptluftleitungsteil fort. Außerdem erübrigt sich im Steuersatz ein Relaisventil, nämlich das sogenannte Hauptventil, wodurch auch die zu diesem führenden Rohrleitungen eingespart werden.
  • In den Zeichnungen sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigt A b b. 1 die Anordnung einer Druckluftsteuerung für Diesellokomotiven, A b b. 2 einen Längsmittelschnitt durch ein Zweiwege-Relaisventil des Steuersatzes, A b b. 3 einen Längsmittelschnitt durch ein Druckknopfventil des Steuersatzes, A b b. 4 einen Längsmittelschnitt durch ein Doppelrückschlagventil, A b b. 5 die Stirnansicht eines Vierfachkupplungskopfes, A b b. 6 die Stirnansicht eines Fünffachkupplungskopfes, A b b. 7 einen Längsnüttelschnitt durch ein einfaches Relaisventil, A b b. 8 einen Längsmittelschnitt durch ein Doppelrelaisventil, das bei Druckluftbeaufschlagung seiner beiden Steuerorgane geöffnet ist, A b b. 9 einen Längsmittelschnitt durch ein Doppelrelaisventil; das bei Druckluftbeaufschlagung seiner beiden Steuerorgane geschlossen ist, A b b. 10 einen Längsmittelschnitt durch ein Durchflußventil, das jeweils dem zweiten von zwei Steuerdrücken den Durchfluß freigibt, A b b. 11 die Anordnung einer weiteren Druck-Luftsteuerung für Diesellokomotiven, A b b . 12 die Anordnung einer Druckluftsteuerung für in beliebiger Anzahl zu kuppelnde Diesellokomotiven und deren Steuerung von einem beliebig gelegenen Führerstand aus und A b b. 13 eine weitere Druckluftsteuerung für beliebig viele zu ,kuppelnde Lokomotiven und deren Steuerung von einem beliebigen Führerstand aus.
  • Die zum mittelbaren Schalten eines Wendegetriebes und Verriegeln eines Fahrschalters 1 von Diesellokomotiven dienende Einrichtung gemäß dem Ausführungsbeispiel nach A b b. 1 bis 5 besteht im wesentlichen aus einer Druckluft führenden Hauptluftleitung 2, an die neben den anderen in der Zeichnung nicht dargestellten Druckiuftverbrauchern, wie Bremse, Sandstreuer, Scheibenwischer od. dgl., der Fahrschalter 1, ein mit dem Wendegetriebe verbundener Wendeschalter 3 zum Schallten der Fahrtrichtungen »Vorwärts« und »Rückwärts« mit einem Ventilsatz sowie ein aus Zweiwege-Relaisventilen nach A b b. 2 bestehender Steuersatz 4 angeschlossen sind. Die Hauptluftleitung 2 ist an den Hauptluftbehälter 5 angeschlossen, der von einem nicht dargestellten Drucklufterzeuger gespeist wird. Die Hauptluftleitung 2 ist im Gegensatz zu dem Hauptluftleitungsteil nach dem Hauptpatent an den Stirnseiten der Lokomotive nicht herausgeführt, da sie nur zum Versorgen der Luftverbraucher der Lokomotive vorgesehen ist.
  • In Fahrzeuglängsrichtung sind auf jeder Lokomotive eine Vorspannleitung 10, eine Arretierleitung 12, eine Motorregulierungsleitung 13 und je eine Fahrtwendeleitung 14 und 15 für Vorwärts- und Rückwärtsfahrt vorgesehen. Die Arretierleitung 12, die Motorregulierungsleitung 13 sowie die beiden Fahrtwendeleitungen 14 und 15 weisen an jedem Fahrzeugende einen Anschlußschlauch 16 auf, die in einen für alle vier Leitungen gemeinsamen Vierfachkupplungskopf 17 münden (A b b. 5). An den Enden der vier Leitungen 12, 13, 14 und 15, und zwar am Übergang in die jeweils zugehörigen Anschlußschläuche 16 ist je ein Vierfachabsperrhahn 18 angeordnet, durch welche die Leitungen 12 bis 15 an jeder Lokomotivstirnseite gleichzeitig abgesperrt werden können.
  • Die Vorspannleitung 10 ist an jedem Lokomotivende mit einem bekannten Doppelrückschlagventil 100 (Ab b. 4) versehen, dessen eine Zuflußöffnung über eine Stichleitung 101 mit der einen Fahrtwendeleitung 14 zwischen dem Vierfachabsperrhahn 18 und dem zugehörigen Anschlußschlauch 16 und dessen andere Zuflußöffnung über eine zweite Stichleitung 102 in gleicher Weise mit der anderen Fahrtwendeleitung 15 verbunden ist. Weiterhin ist in der Vorspannleitung 10 ein diese unterteilendes Doppelrückschlagventil 11 (A b b. 4) angeordnet, so daß ein Überströmen von Druckluft aus einem Teil der Vorspannleitung 10 in deren anderen Teil nicht möglich ist.
  • Beim Kuppeln zweier Lokomotiven genügt es also, wenn die beiden gegenüberliegenden Vierfachkupplungsköpfe 17 unter öffnen der beiden zugehörigen Vierfachabsperrhähne 18 miteinander verbunden werden, während jeder an den freien Stirnenden der Lokomotiven vorgesehene Vierfachabsperrhahn 18 geschlossen zu halten ist.
  • Von der Hauptluftleitung 2 führt eine Abzweigleitung 20 über den Fahrschalter 1 zur Motorregulierungsleitung 13. Durch eine weitere Abzweigleitung 21 ist die HauptIuftleitung 2 über den Wendeschalter 3 mit der entsprechenden Fahrtwendeleitung 14 und 15 verbunden, die je nach der Stellung V und R des Wendeschalters 3 auf Vorwärts- oder Rückwärtsfahrt mit Druckluft beaufschlagt wird. Jede Fahrtwendeleitung 14 und 15 ist außerdem über je eine Steuerleitung 22 bzw. 23 an einen Schaltzylinder 24 mit Schaltkolben zum Schalten des Wendegetriebes angeschlossen, und zwar so, daß jede Fahrtwendeleitung 14 bzw. 15 eine Kolbenseite mit Druckluft beaufschlagt. Von diesen Steuerleitungen 22 und 23 führt je eine Relaisleitung 25 bzw. 26 über jeweils ein bekanntes Druckknopfventil 27 bzw. 28 (A b b. 3) zu einem gemeinsamen Doppelrückschlagventil29, wobei die beiden Druckknopfventile 27 und 28 und das Doppelrückschlagventil 29 den Ventilsatz 30 des Wendegetriebes bilden. Der mit Druckluft beaufschlagte Schaltkolben löst den Schaltvorgang des Wendegetriebes aus, der so lange andauert, bis die Schaltendstellung des Wendegetriebes erreicht ist, d. h. bis die einander zugeordneten Getriebeteile, z. B. bei Zahnkupplungen Zahn in Lücke, vollständig im Eingriff sind. In jeder Endstellung wird durch einen mit dem Schaltkolben des Schaltzylinders 24 verbundenen Hebelarm 31 das dieser Stellung entsprechende Druckknopfventil 27 bzw. 28 geöffnet und damit der Durchfluß zum Doppelrückschlagventi129 freigegeben.
  • Vom Doppelröckschlagventil 29 führt eine Verbindungsleitung32 zu dem aus zwei gleichartigen Relaisventilen (A b b. 2) bestehenden Steuersatz 4, wobei jedes Relaisventil ein Steuerorgan 34 bzw. 35 mit einem Steuerkolben mit Ventilkörper und Ventilfeder aufweist. Jedes dieser Relaisventile hat einen im folgenden als Sammelöffnung 37 bzw. 38 bezeichneten Anschluß für die Druckluftzuleitung und ist mit zwei in Abhängigkeit vom Steuerkolben des Steuerorgans 34 bzw. 35 wahlweise freigegebenen Anschlußöfffnungen versehen, die im folgenden nach der Beaufschlagung des Steuerkolbens des Steuerorgans 34 bzw. 35 mit oder ohne Druckluft mit Einschaftverteileröffnung 40 bzw. 41 und Ausschaltverteileröffnung 43 bzw. 44 bezeichnet sind. Die beiden Relaisventile sind gemäß dem Hauptpatent als Sperrventil 46 und Vorspannventil 47 benannt.
  • Der Steuerkolben des Steuerorgans 34 des Sperrventils 46 ist über eine Steuerleitung 49 mit der Sammelöffnung 38 des Vorspannventils 47 und der Steuerkolben des Steuerorgans 35 des Vorspannventils 47 über eine Anschlußleitung 50 mit dem Doppelrückschagventil 11 der Vorspannleitung 10 verbunden. Die vom Doppelrückschlagventil 29 des Ventilsatzes 30 zum Steuersatz 4 führende Verbindungsleitung 32 ist unmittelbar an die Einschaltverteileröffnung 40 des Sperrventils 46 angeschlossen, dessen Sammelöffnung 37 mittels einer Sperrleitung 54 mit einem am Fahrschalter 1 angeordneten Verriegelungszylinder 55 verbunden ist, wobei die Sperrleitung54 über ein Ventil eines vorteilhaft im Führerstand der Lokomotive vorgesehenen Mehrfachventils, im Beispielsfalle eines Vierfachabsperrventils 59, geführt ist. Die Ausschaltverteileröffnung 43 des Sperrventils 46 führt ins Freie. Die Einschaltverteileröffnung 41 des Vorspannventils 47 ist mittels einer Hilfsleitung 52 an die Arretierleitung 12 und die Ausschaltverteileröffnung 44 mittels einer Druckleitung 58 unmittelbar an die Hauptluftleitung 2 angeschlossen.
  • Der Verriegelungszylinder 55 weist einen über die Sperrleitung 54 mit Druckluft beaufschlagbaren Steuerkolben auf, wobei die Anordnung so getroffen ist, daß bei fehlendem Druck ein federbelasteter Sperriegel 56 in einer Rastenscheibe 57 des Fahrschalters 1 einrastet, so daß dann ein Schalten des Fahrschalter 1 unmöglich ist. Der Sperriegel 56 wird jedoch freigegeben, wenn der Steuerkolben des Verriegelungszylinders 55 mit Druckluft beaufschlagt ist. Ein Drehen des Fahrschalters 1 und damit ein Ingangsetzen der Lokomotive bzw. der gekuppelten Lokomotiven kann nur dann erfolgen, wenn die Sperrleitung 54 unter Druck steht.
  • Um einen nicht besetzten Führerstand einer ferngesteuerten Lokomotive außer Betrieb setzen zu können, ist das Vierfachabsperrventil 59 vorgesehen. Es besteht im wesentlichen aus vier Ventilen, die durch einen gemeinsamen Handgriff gleichzeitig verstellt werden. Von den vier Ventilen sind drei gleichgeschaltet, d. h., sie öffnen oder schließen jeweils gemeinsam, während das vierte versetzt ist, d. h. dann geschlossen oder offen ist. Das eine der drei gleichgeschalteten Ventile ist, wie bereits erwähnt, in der Sperrleitung 54 vorgesehen. Die beiden anderen sind in den Leitungen 60 und 61 zwischen Wendeschalter 3 und Fahrtwendeleitung 14 bzw.15 angeordnet. Das vierte und versetzte Ventil ist in einer Überbrückungsleitung 103 zwischen der zwischen dem Ventilsatz 30 und dem Sperrventil 46 liegenden Verbindungsleitung 32 und der Arretierleitung 12 eingebaut.
  • Bei besetztem Führerstand und unter der Voraussetzung, daß der Zug nur eine Lokomotive aufweist oder daß die Lokomotive allein fährt, muß der den Fahrschalter 1 verriegende Sperriegel 56 sofort nach dem ordnungsgemäßen Umschalten des Wendegetriebes gelöst werden. Die Wirkungsweise der Steuerungseinrichtung ist in diesem Falle folgende: Die beiden Vierfachabsperrhähne 18 an den Lokomotivstirnenden sind geschlossen, so daß auch die Vorspannleitung 10 ohne Druck ist. Das Vierfachabsperrventil 59 steht in der Stellung b (bemannt), wobei die drei gleichgeschalteten Ventile offen sind und das vierte Ventil in der Überbrückungsleitung 103 geschlossen ist. Die Druckluft gelangt aus dem Hauptluftbehälter5 in die Hauptluftleitung2 und von dort über die Druckleitung 58 zur Ausschaltverteileröffnung44 des Vorspannventils47. Da die Vorspannleitung 10 drucklos ist und der Steuerkolben des Steuerorgans 35 des Vorspannventils 47 nicht beaufschlagt wird, kann die aus der Druckleitung 58 kommende Druckluft das Vorspannventi147 durchströmen und gelangt aus der Sammelöffnung 38 über die Steuerleitung 49 zum Steuerorgan 34 des Sperrventils 46, so daß dessen Sammelöffnung 37 mit der Einschaltverteileröffnung 40 verbunden wird. Gleichzeitig strömt jedoch aus der Hauptluftleitung 2 über die Abzweigleitung 21 auch Druckluft zum Wendeschalter 3 und von diesem je nach seiner Stellung über eine der Leitungen 60 oder 61 zu einer Fahrtwendeleitung 14 oder 15. Aus dieser gelangt die Druckluft über eine Steuerleitung 22 oder 23 zum Schaltzylinder 24 des Wendegetriebes und stellt mittels des Schaltkolbens dessen Hebelarm 31 in die durch den Wendeschalter festgelegte Stellung. Hat der Hebelarm 31 die Endstellung erreicht, d. h. wenn das Wendegetriebe ordnungsgemäß geschaltet hat, so öffnet er das entsprechende Druckknopfventil 27 oder 28, und die Druckluft strömt durch die zugehörige Relaisleitung 25 oder 26, das Doppelrückschaltventil 29 und die Verbindungsleitung 32 zur Einschaltverteileröffnung 40 des Sperrventils 46. Da, wie oben angegeben, der Durchfluß durch das Sperrventil 46 für die aus der Verbindungsleitung 32 kommende Druckluft frei ist, gelangt sie über die Sammelöffnung 37 in die Sperrleitung 54 und löst den Sperriegel 56 aus der Rastenscheibe 57, so daß nunmehr der Fahrsehalter 1 gedreht werden und Druckluft in die Motorregulierungsleitung 13 strömen kann. Die Lokomotive fährt dann an.
  • Sind zwei Lokomotiven miteinander gekuppelt und nur ein Führerstand besetzt, d. h., beide Lokomotiven werden von einem Führerstand aus gesteuert, so ist auf der unbemannten Lokomotive das Vierfachabsperrventil59 in der gestrichelt gezeichneten Stellung u (unbemannt), d. h., die drei gleichgeschalteten Ventile sind geschlossen, während das vierte in der Überbrückungsleitung 103 geöffnet ist. Die Steuereinrichtungen, wie Wendeschalter 3 und Fahrschalter 1, sind auf der unbemannten Lokomotive dann außer Kraft gesetzt. Die Druckluft strömt zunächst bei der bemannten Lokomotive in analoger Weise wie bei Einzelfahrt aus dem Hauptluftbehälter 5, die Hauptluftleitung 2 und die Abzweigleitung 21 zum Wendeschalter 3 und von dort je nach dessen Stellung durch die Leitung 60 oder 61 in die entsprechende Fahrtwendeleitung 14 oder 15. Von dieser gelangt die Druckluft dann durch die angeschlossene Steuerleitung 22 oder 23 zum Schaltzylinder 24, schaltet das Wendegetriebe in die gewünschte Stellung und strömt über die Relaisleitung 25 oder 26, das darin vorgesehene Druckknopfventil 27 oder 28, das Doppelrückschlagventi129 und die Verbindungsleitung 32 zur Einschaltverteileröffnung 40 des Sperrventils 46. Da jedoch beide Lokomotiven gekuppelt und die einander zugewandten Vierfachabsperrhähne 18 geöffnet sind, steht jeweils ein Teil der Vorspannleitung 10 unter Druck, so daß die mit ihren Steuerorganen 35 angeschlossenen Vorspanventile 47 jeweils die Sammelöffnung 38 mit der Einschaltverteileröffnung 41 verbinden, d. h., daß das Steuerorgan 34 des Sperrventils 46 über die Steuerleitung 49 und die Hilfsleitung 52 mit der Arretierleitung 12 verbunden ist. Weil nun auf der bemannten Lokomotive keine Druckluft in die Arretierleitung 12 gelangen kann, ist es notwendig, daß dies auf der unbemannten Lokomotive erfolgt.
  • Der Steuerimpuls kommt über die entsprechende Fahrtwendeleitung 14 oder 15 von der bemannten Lokomotive auf die unbemannte Lokomotive und schaltet bei dieser in analoger Weise wie auf der bemannten Lokomotive das Wendegetriebe. Nach ordnungsgemäß erfolgter Schaltung gelangt dann die Druckluft in der Verbindungsleitung 32 vor die zunächst geschlossene Einschaltverteileröffnung 40 des Sperrventils 46. Von der Verbindungsleitung 32 strömt daher die Druckluft durch die überbrückungsleitung 103 über das auf der unbemannten Lokomotive geöffnete vierte Ventil des Vierfachabsperrventils 59 in die Arretierleitung 12 und gelangt dann über das Vorspannventil47 der bemannten Lokomotive zum Steuerorgan 34 des Sperrventils 46, so daß die in der Verbindungsleitung 32 der bemannten Lokomotive gestaute Druckluft nunmehr, nachdem Gewißheit gegeben ist, daß die Wendegetriebe beider Lokomotiven ordnungsgemäß geschaltet haben, in die Sperrleitung 54 strömt und den Sperriegel 56 aus der Rastenscheibe 57 des Fahrschalters 1 der bemannten Lokomotive lösen kann. Damit kann jetzt das Ingangsetzen beider Lokomotiven vom Fahrschalter 1 zier bemannten Lokomotive aus erfolgen.
  • Während es bei dem Ausführungsbeispiel nach A b b. 1 bis 5 unbeachtlich ist, ob die Druckluftanlage der unbemannten Lokomotive in Betrieb ist oder nicht, ist eine im Betrieb befindliche Druckluftanlage bei dem Ausführungsbeispiel nach A b b. 6 und 7 unumgängliche Bedingung. Dafür vereinfacht sich jedoch die Druckluftsteueranlage noch weiter, so daß sie insbesondere für kleinere Diesellokomotiven Bedeutung erlangt.
  • Der Aufbau der Druckluftsteueranlage nach dem Ausführungsbeispiel gemäß A b b. 6, 7 und 11 stimmt im grundsätzlichen Aufbau mit der des Ausführungsbeispiels nach A b b. 1 bis 5 überein. Im Gegensatz dazu ist jedoch die Vorspannleitung 10 ohne die Doppelrückschlagventile 11 und 100 ausgebildet und daher unmittelbar mit dem Steuerorgan 35 des Vorspannventils 47 durch die Druckleitung 58 verbunden. Die Vorspannleitung 10 ist dabei parallel zu den beiden Fahrtwendeleitungen 14 und 15, der Arretierleitung 12 und der Motorregulierungsleitung 13 angeordnet und in gleicher Weise an beiden Stirnenden aus der Lokomotive herausgeführt. An Stelle der Vierfachabsperrhähne 18 und der Vierfachkupplungsköpfe 17 sind nunmehr Fünffachabsperrhähne 104 und Fünffachkupplungsköpfe 105 (Ab b . 6) vorgesehen, deren mittlere Anschlußöffnungen 106 für die Vorspannleitungen 10 vorgesehen sind. Weiterhin ist die Sperrleitung 54 zwischen der Sammelöffnung 37 des Sperrventils 46 und dem Verriegelungszylinder 55 durchgehend ausgebildet und nicht mehr über das Vierfachabsperrventil 59 geführt. Das Vierfachabsperrventil 59 weist jeweils zwei gleichgeschaltete Ventilpaare auf, von denen das eine Paar den beiden Leitungen 60 und 61 zwischen dem Wendeschalter 3 und den Fahrtwendeleitungen 14 und 15 zugeordnet ist und das andere, in der Offenstellung des ersten Ventilpaares geschlossene zweite Ventilpaar aus einem in der überbrückungsleitung 103 liegenden Ventil und aus einem in einer Zufuhrleitung 107 zwsichen der Hauptluftleitung 2 und der Vorspannleitung 10 eingeschalteten Ventil besteht.
  • Bei Einzelfahrt wirkt die Druckluftsteuereinrichtung nach A b b. 6 und 7 wie folgt: Das Vierfachabsperrventil 59 ist in der Stellung b, d. h., die Ventile in den Leitungen 60 und 61 zwischen Wendeschalter 3 und Fahrtwendeleitungen 14 und 15 sind offen, während die beiden anderen Ventile geschlossen sind. Die beiden Fünffachabsperrhähne 104 sind geschlossen. Die Druckluft gelangt vom Hauptluftbehälter 5 über die Hauptluftleitung 2 und die Abzweigleitung 21 zum Wendeschalter 3 und von diesem wiederum je nach dessen Stellung über die Leitung 60 oder 61 zu der entsprechenden Fahrtwendeleitung 14 oder 15 und von dort aus dann durch die daran angeschlossene Steuerleitung22 oder 23 zur entsprechenden Stirnseite des Schaltkolbens im Schaltzylinder 24 des Wendegetriebes. Nach ordnungsgemäß erfolgter Umschaltung des Wendegetriebes strömt die Druckluft durch die Relaisleitung 25 oder 26 in das in dieser vorgesehene Druckknopfventi127 oder 28 und die Verbindungsleitung 32 zur Einschaltverteileröffnung 40 des Sperrventils 46. Da das Steuerorgan 35 des Vorspannventils 47 wegen Drucklosigkeit der Vorspannleitung 10 nicht beaufschlagt ist, kann die Druckluft aus der Hauptluftleitung 2 über die Druckleitung 58 zur Ausschaltverteileröffnung 44 des Vorspannventils 47 und durch dieses über dessen Sammelöffnung 38 und die Steuerleitung 49 zum Steuerorgan 34 des Sperrventils 46 gelangen. Dieses wird umgestellt und die in der Verbindungsleitung 32 gestaute Druckluft der Sperrleitung 54 zugeführt. Dadurch wird der Sperriegel 56 des Verriegelungszylinders 55 aus der Rastenscheibe 57 des Fahrschalters 1 zurückgezogen, so daß die Lokomotive in Gang gesetzt werden kann.
  • Sollen jedoch zwei Lokomotiven miteinander gekuppelt und von einem Führerstand aus gesteuert werden, so sind die einander benachbarten Fünffachabsperrhähne 104 geöffnet, während die an den freien Stirnenden der beiden Lokomotiven befindlichen geschlossen sind. Das Vierfachabsperrventil 59 auf der bemannten Lokomotive steht in der Stellung b und das auf der unbemannten in der Stellung u. Die Hauptluftbehälter 5 auf beiden Lokomotiven sind gefüllt, so daß, von der unbemannten Lokomotive ausgehend, über die an deren Haupt-Luftleitung 2 angeschlossene Zufuhrleitung 107 die Vorspannleitung 10 jeder Lokomotive unter Druck steht und das mit dieser Leitung verbundene Vorspannventil 47 in die die Sammelöffnung 38 mit der Einschaltverteileröffnung 41 verbindende Stellung gebracht wird. Die Druckluft gelangt auf der bemannten Lokomotive aus dem Hauptluftbehälter 5 über die Hauptluftleitung 2 und die Abzweigleitung 21 zum Wendeschalter 3. Von diesem aus wird je nach dessen Stellung die Druckluft über die Leitung 60 oder 61 der entsprechendend Fahrtwendeleitung 14 oder 15 zugeführt, wodurch auf beiden Lokomotiven wie beim vorhergehenden Beispiel das Wendegetriebe in der beabsichtigten Weise geschaltet und nach ordnungsgemäßem Schalten die Druckluft der jeweiligen Verbindungsleitung32 zugeführt wird. Das Steuerorgan 34 jedes Sperrventils 46 ist in diesem Augenblick noch ohne Druckluftbeaufschlagung, so daß noch keine Verbindung zwischen der Sperrleitung 54 und der Verbindungsleitung 32 hergestellt ist. Da jedoch auf der unbemannten Lokomotive das in der überbrückungsleitung 103 zwischen der Verbindungsleitung 32 und der Arretierleitung 12 vorgesehene Ventil des Vierfachabsperrventils 59 geöffnet ist, gelangt die Druckluft aus der Verbindungsleitung 32 der unbemannten Lokomotive in deren Arretierleitung 12 und damit auch in die angekuppelte Arretierleitung 12 der bemannten Lokomotive. Aus der Arretierleitung 12 strömt die Druckluft über die Hilfsleitung 52, das Vorspannventil 47 und die Steuerleitung 49 zum Steuerorgan 34 des Sperrventils 46, wodurch die Verbindung zwischen der Verbindungsleitung 32 und der Sperrleitung 54 hergestellt und der Sperriegel 56 des Verriegelungszylinders 55 zurückgezogen wird, so daß der Fahrschalter 1 gedreht und beide Lokomotiven in Gang gesetzt werden können. Dieser Vorgang geschieht gleichzeitig auf beiden Lokomotiven. Soll indessen der Fahrschalter 1 auf der unbemannten Lokomotive wie im vorhergehenden Ausführungsbeispiel aus Sicherheitsgründen nicht entriegelt werden, so ist an Stelle des Vierfachabsperrventils 59 ein Fünffachabsperrventil vorzusehen, dessen fünftes Ventil in der Sperrleitung 54 angeordnet sein und jeweils die gleiche Stellung wie die in den Leitungen 60 und 61 vorgesehenen Ventile aufweisen muß. Im übrigen ist es für die Wirkung des Fahrschalters 1 auf der bemannten Lokomotive ohne Bedeutung, ob der Fahrschalter 1 auf der unbemannten Lokomotive verriegelt ist oder nicht, da sämtliche Dieselmotoren beider Lokomotiven nur durch den Druck in der Motorregulierungsleitung 13 beeinfiußt werden, wofür der Fahrschalter 1 auf der bemannten Lokomotive genügt.
  • Selbsverständlich kann die erfindungsgemäß ausgebildete Druckluftsteuerung mit den im Hauptpatent angegebenen Mitteln auch für Lokomotiven mit mehr als einem schaltbaren Getriebe angewandt werden. Das gleiche gilt hinsichtlich der Kupplung von mehr als zwei Lokomotiven. Dabei sind wie beim Hauptpatent wiederum zwei Fälle zu unterscheiden, und zwar einmal die Steuerung beliebig vieler Lokomotiven von einer Endlokomotive und zum anderen die Steuerung beliebig vieler Lokomotiven von einem beliebigen Führerstand aus.
  • Im ersten Fall sind analog zur entsprechenden Anordnung im Hauptpatent, wie in A b b. 1 gestrichelt eingezeichnet ist, bei dem Ausführungsbeispiel nach A b b. 1. bis 5 zwei einfache, bei Druckbeaufschlagung öffnende Relaisventile 76 und 77 (A b b. 7) notwendig, die zu beiden Seiten der Anschlußstelle der zur Einschaltverteileröffnung 41 des Vorspannventils 47 führenden Hilfsleitung 52 in der Arretierleitung 12 vorgesehen und mit ihren Steuerorganen über eine Leitung 80 mit der vom Ventilsatz 30 kommenden Verbindungsleitung32 verbunden sind. Zwischen der Einmündung der Leitung 80 der beiden in die Arretierleitung 12 eingeschalteten Relaisventile 76 und 77 in die Verbindungsleitung 32 und dem Sperrventil 46 ist in der Verbindungsleitung 32 ein bekanntes Doppelrelaisventil 81 (Ab b. 9) vorgesehen. Das Doppelrelaisventi181 weist zwei Steuerorgane 108 und 109 auf, von denen eines mit dem einen und das andere mit dem anderen, durch das Doppelrückschlagventil11. abgetrennten Leitungsteil der Vorspannleitung 10 verbunden ist. Ein Schließen des Doppelrelaisventil 81 findet erst dann statt, wenn beide Steuerorgane 108 und 109 durch Druckluft beaufschlagt sind (Ab b. 9).
  • Das Doppelrelaisventil81 kann ohne weiteres durch zwei einfache parallel geschaltete, bei Druckluftbeaufschlagung schließende Relaisventile ersetzt werden.
  • Durch diese Anordnung wird erreicht, daß bei jeder zwischen den Endlokomotiven gekuppelten Lokomotive die von der unbemannten Endlokomotive nach ordnungsgemäß erfolgter Schaltung durch die Arretierleitung 12 strömende Druckluft erst dann zur nächsten Lokomotive gelangt, wenn auch diese Lokomotive ordnungsgemäß geschaltet ist. Damit ist ein Anfahren erst möglich, wenn sämtliche Wende- und/oder Schaltgetriebe auf allen Lokomotiven geschaltet haben, da ein Übergehen der Druckluft bei den zwischengekuppelten Lokomotiven von der Verbindungsleitung 32 in die Arretierleitung 12 durch das die Stellung der Lokomotive überwachende Doppelrelais 81 verhindert wird.
  • Im zweiten Falle, also zum Steuern beliebig vieler gekuppelter Lokomotiven von einem beliebigen Führerstand aus, sind ebenfalls, analog zur entsprechenden Anordnung im Hauptpatent, vier einfache Relaisventile 76, 77, 82 und 83, zwei Doppelrelaisventile 81 und 84 und ein Rückschlagventil, in diesem Falle ein Doppelrückschlagventi1110, notwendig.
  • Bei dem dieser Steuerungsmöglichkeit entsprechenden Ausführungsbeispiel nach A b b. 12 sind wiederum zwei einfache, bei Druckbeaufschlagung öffnende Relaisventile 76 und 77 in der Arretierleitung 12 zu beiden Seiten des Anschlußpunktes der zum Vorspannventil 47 führenden Hilfsleitung 52 vorgesehen und an ihren Steuerorganen mit einer gemeinsamen Leitung 80 verbunden, die an ein Doppelrelaisventil 84 angeschlossen ist, das seinerseits mit der Verbindungsleitung 32 verbunden ist. Das Doppelrelaisventil 84 ist mit einem Steuerorgan 111 an einen Teil der Arretierleitung 12 und mit seinem zweiten Steuerorgan 112 an den durch die beiden Relaisventile 76 und 77 abgetrennten anderen Teil der Arretierleitung 12 angeschlossen und ist nur bei doppelseitiger Druckbeaufschlagung geöffnet (A b b. 8). Damit wird bei bemannter und im gekuppelten Verband nicht als Endlokomotive fahrender Lokomotive erreicht, daß ein Anfahren der Lokomotiven nur dann möglich ist, wenn die Rückmeldung über die vollständig durchgeführte Schaltung jeder Endlokomotive in den zugehörigen Teil der Arretierleitung 12 gelangt. Um jedoch die Lokomotive auch an anderer Stelle im Lokomotivverband zum Steuern benutzen zu können, ist für das Doppelrelaisventil 84 eine Umgehungsleitung 89 vorgesehen, in der ein einfaches, bei Druck geöffnetes Relaisventil 82 angeordnet ist; das Steuerorgan dieses Relaisventils 82 ist an ein Doppelrückschlagventil 110 angeschlossen, dessen eine Zuströmöffnung an die Überbrückungsleitung 103 hinter dem Vierfachabsperrventil 59 und vor einem darin vorgesehenen einfachen, bei Druck öffnenden Relaisventil 83 und dessen andere Zuströmöffnung an eine Anzeigeleitung 91 hinter einem zweiten Doppelrelaisventil 81 angeschlossen ist, das nur bei doppelseitiger Druckbeaufschlagung geschlossen ist. Die Anzeigeleitung 91 mit dem zweiten Doppelrelaisventil 81 ist andererseits mit der Hauptluftleitung 2 verbunden, während die beiden Steuerogane 108 und 109 jeweils an einen der beiden durch das Doppelrückschlagventil 11 getrennten Teile der Vorspannleitung 10 angeschlossen sind. Das Steuerorgan des in der Überbrückungsleitung 103 vorgesehenen Relaisventils 83 ist mit der Anzeigeleitung 91 zwischen dem Doppelrückschlagventil110 und dem die Vorspannleitung 10 kontrollierenden Doppelrelaisventil 81 verbunden.
  • Das Relaisventil 83 in der Überbrückungsleitung 103 verhindert bei unbemannten, zwischen den Endlokomotiven gekuppelten Lokomotiven ein Übertreten von Druckluft in die Arretierleitung 12, da dies nur auf den Endlokomotiven stattfinden darf. Das öffnen der Relaisventile 76 und 77 in der Arretierleitung 12, mit Ausnahme des Falles der bemannten Zwischenlokomotive", wird durch das Relaisventil 82 in der Umgehungsleitung 89 bewirkt, das einerseits durch das Vierfachabsperrventil59 und andererseits durch das an die Vorspannleitung 10 angeschlossene Doppelrelaisventil 81 gesteuert wird.
  • Selbstverständlich lassen sich auch noch andere Ventilanordnungen finden, die die gleiche Wirkung hervorrufen, wie dies auch A b b. 13 zeigt. Notwendig ist für jede Lokomotive dabei ein Ventilsatz, der einmal ihre Rangordnung, d. h: steuernd oder gesteuert, und zum anderen ihre Stellung im Verband, d. h. am Ende oder in der Mitte, anzeigt. Die Ventilsätze müssen so aufeinander abgestimmt sein, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme weiterer Ventile, daß der Durchfluß durch die Arretierleitung 12 nach ordnungsgemäßer Schaltung der' Lokomotive je nach Rangordnung und Stellung möglich ist bzw. bei Endstellung der Lokomotive ein Rückmeldeimpuls in die Arretierleitung 12 gelangen kann. Jede Lokomotive muß daher vier Kombinationen aus den genannten Unterscheidungsmerkmalen auswählen und danach steuern können.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel nach A b b. 13, das im grundsätzlichen Aufbau wiederum dem Ausführungsbeispiel nach A b b. 1 entspricht, ist'eine weitere Vereinfachung dadurch eingetreten, daß die Arretierleitung 12 in zwei 'Teile 12 a und 12 b aufgeteilt ist, die einmal durch ein bei Druck geöffnetes einfaches Relaisventil 113 verbunden und zum anderen an ein ebenfalls bekanntes Durchflußventil 114 (Ab b. 10) angeschlossen sind, das jeweils. dem zweiten von zwei Druckimpulsen den Durchfiuß freigibt. Schließ- ]ich ist der eine Teil 12a der Arretierleitung 12 noch an die Ausschaltverteileröffnung 115 und der andere Teil 12b der Arretierleitung 12 an die Einschaltverteileröffnung 116 eines im Aufbau dem Sperr- bzw. Vorspannventil46 bzw. 47 entsprechenden Relaisventils 117 angeschlossen, dessen Sammelöffnung 118 mit einem einfachen, bei Druckbeaufschlagung schließenden Relaisventil 119 und dessen Steuerorgan 120 mit einem Teil der Vorspannleitung 10 verbunden ist. An das Relaisventil 119 ist die nicht mehr in die Arretierleitung 12 mündende Überbrückungsleitung 103 angeschlossen, die gleichzeitig über eine Stichleitung 121 in das Steuerorgan des die beiden Teile 12 a und 12 b der Arretierleitung 12 verbindenden einfachen Relaisventils 113 mündet. Das Steuerorgan des bei Druck schließenden Relaisventils 119 ist über eine Zweigleitung 122, in der ein bei doppelseitigem Druck öffnendes Doppelrelaisventil 84 vorgesehen ist, mit der Hauptluftleitung 2 verbunden. Die beiden Steuerorgane 111 und 112 des Doppelrelaisventils 84 sind dabei wiederum jeweils mit einem Teil der durch das Doppe]rückschlagventil 11 getrennten Vorspannleitung 10 verbunden.
  • Das Doppelrelaisventil 84 überwacht zusammen mit dem bei Druckbeaufschlagung schließenden einfachen Relaisventil 119 die Stellung der Lokomotive innerhalb des Lokomotivverbandes, während das Vierfachabsperrventi159 im wesentlichen die Rangordnung der Lokomotive bestimmt und über das Relaisventil 117 und das bei Druckbeaufschlagung geöffnete Relaisventil 113 zur Wirkung bringt. Das Durchflußventil 114 dient dagegen zur Überwachung der Steuer- bzw. Rückmeldeimpulse der End- und Zwischenlokomotiven bei Steuerung des Lokomotivverbandes von einer zwischengekuppelten Lokomotive aus.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Druckluftsteuereinrichtung für vielfach gesteuerte Diesellokomotiven mit Wende- und/oder Schaltgetrieben sowie einer Verriegelung des Fahrschalters durch einen an der Hauptluftleitung und einer Arretierleitung angeschlossenen Steuersatz in Abhängigkeit von der Stellung der Getriebeschaltglieder, wobei zum Steuern beliebig miteinander gekuppelter Lokomotiven von einem beliebigen Führerstand aus der Steuersatz aus Relaisventilen besteht, die an einen die Endstellung der Schaltglieder anzeigenden Ventilsatz, an die Hauptluftleitung, an die Arretierleitung und an ein in einer Vorspannleitung vorgesehenes Doppelrückschlagventil angeschlossen sind, und zum Abschalten der Druckluftsteuereinrichtung bei gesteuerter Lokomotive ein Mehrfachabsperrventil vorgesehen ist, nach Patent 1158 091, d a -durch gekennzeichnet, daßals Steuersatz (4) zwei Relaisventile (46 und 47) vorgesehen sind, in deren Verbindungsleitung (32) zum Ventilsatz (30) eine über das Mehrfachabsperrventil (59) führende, die Arretierleitung (12) steuernde Überbrückungsleitung (103) angeschlossen ist. 2. Druckluftsteuereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Relaisventile des Steuersatzes (4) als Sperrventil (46) und Vorspannventil (47) ausgebildet sind, von denen das Vorspannventil über eine Hilfsleitung (52) mit der Arretierleitung (12) verbunden ist. 3. Druckluftsteuereinrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsleitung (32) zwischen dem Steuersatz (4) und dem die Endstellung der Schaltglieder anzeigenden Ventilsatz (30) an das Sperrventil (46) angeschlossen ist. 4. Druckluftsteuereinrichtung nach den Ansprüchen I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Mehrfachabsperrventil (59) mindestens ein Ventil aufweist, das in der Schließstellung der anderen Ventile geöffnet ist. 5. Druckluftsteuereinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die an das Vorspannventil (47) angeschlossene Vorspannleitung (10) an jedem Lokomotivende ein Doppelrückschlagventil (100) aufweist, dessen eine Zuflußöffnung über eine Stichleitung (101) mit der einen Fahrtwendeleitung (14) und dessen andere Zuflußöffnung mit der anderen Fahrtwendeleitung (15) über eine weitere Stichleitung (102) verbunden ist, wobei diese Stichleitungen zwischen einem Vierfachabsperrhahn (18) und einem Vierfachkupplungskopf (17) an die Fahrtwendeleitungen angeschlossen sind. 6. Druckluftsteuereinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptluftleitung (2) über das Mehrfachabsperrventil (59) mit der Vorspannleitung (10) verbunden ist. 7. Druckluftsteuereinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß an jedem Lokomotivende die Vorspannleitung (10) zusammen mit der Arretierleitung (12), den Fahrtwendeleitungen (14 und 15) und der Motorregulierungsleitung (13) über einen Fünffächabsperrhahn (104) zu einem Fünffachkupplungskopf (105) geführt ist. B. Druckluftsteuereinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß in der Verbindungsleitung (32) in Strömungsrichtung hinter der Anschlußstelle von in der Arretierleitung (12) liegenden Relaisventilen (76 und 77) ein Doppelrelaisventil (81) vorgesehen ist, dessen eines Steuerorgan (108) mit dem einen Teil und dessen anderes Steuerorgan (109) mit dem anderen, durch das Doppelrückschlagventil (11) abgetrennten Teil der Vorspannleitung (10) verbunden ist. 9. Druekluftsteuereinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerorgan eines Relaisventils (82) an ein Doppelrückschlagventil (110) angeschlossen ist, das einerseits mit der Überbrückungsleitung (103) und andererseits über eine Anzeigeleitung (91), in der ein von der Vorspannleitung (10) gesteuertes Doppelrelaisventil (81) liegt, mit der Hauptluftleitung (2) verbunden ist. 10. Druckluftsteuereinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß in der Überbrückungsleitung (103) zwischen der Anschlußstelle der Arretierleitung (12) und der zum Doppelrückschlagventil (110) führenden Leitung ein einfaches Relaisventil (83) vorgesehen ist, dessen Steuerorgan an die Anzeigeleitung (91) zwischen dem von der Vorspannleitung (10) gesteuerten Doppelrelaisventil (81) und dem Doppelrückschlagventil angeschlossen ist. 11. Druckluftsteuereinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Arretierleitung (12) unterteilt ist und ihre Teile (12a und 12b) durch ein einfaches, mit seinem Steuerorgan an die Überbrückungsleitung (103) angeschlossenes Relaisventil (113) sowie durch ein Durchflußventil (114) verbunden sind, dessen dritte Anschlußöffnung über die Hilfsleitung (52) an die Einschaltverteileröffnung (41) des Vorspannventils (47) angeschlossen ist. 1.
  2. 2. Druckluftsteuereinrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Teil (12a) der Arretierleitung (12) an die Ausschaltverteileröffnung (115) und der andere Teil (12b) an die Einschaltverteileröffnung (116) eines weiteren Relaisventils (117) angeschlossen ist, dessen Steuerorgan (120) mit einem Teil der Vorspannleitung (10) und dessen Sammelöffnung (118) über ein einfaches Relaisventil (119) mit der Überbrückungsleitung (103) verbunden ist. 13. Druckluftsteuereinrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerorgan des in der Überbrückungsleitung (103) vorgesehenen Relaisventils (119) über eine Zweigleitung (122) und ein in dieser liegendes, von der Vorspannleitung (10) gesteuertes Doppelrelaisventil (84) mit der Hauptluftleitung (2) verbunden ist.
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