DE1173260B - Vorrichtung zur schmelzelektrolytischen Raffination oder Extraktion von Metallen - Google Patents
Vorrichtung zur schmelzelektrolytischen Raffination oder Extraktion von MetallenInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25C—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
- C25C7/00—Constructional parts, or assemblies thereof, of cells; Servicing or operating of cells
- C25C7/005—Constructional parts, or assemblies thereof, of cells; Servicing or operating of cells of cells for the electrolysis of melts
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: C 22 d
Deutsche Kl.: 40 c-3/02
Nummer: 1173 260
Aktenzeichen: S 79184 VI a/40 c
Anmeldetag: 26. April 1962
Auslegetag: 2. Juli 1964
Es ist bekannt, zur schmelzelektrolytischen Raffination oder Extraktion von Metallen, insbesondere
von Metallen der IV. bis VII. Gruppe des Periodischen Systems, in einer verschließbaren Muffel,
die eine Salzschmelze enthält, einen kleineren, gegen die Muffel isolierten Elektrodenkorb anzuordnen.
Dieser Korb enthält das unreine Metall, das als lösliche Anode dienen soll, und bewirkt die Stromzufuhr
zu diesem Metall. Außerdem taucht in die Schmelze eine Kathode ein, an der sich das reine
Metall abscheiden soll. Mit dem Korb können die verbleibenden Verunreinigungen aus der Schmelze
entnommen werden, und die lösliche Anode kann wieder durch unreines Metall ergänzt werden. Bei
kleineren Einheiten sind Kathode· und Anode isoliert durch den Deckel der Muffel geführt worden. Bei
größeren Einheiten ist der Korb gewöhnlich oben mit mehreren durchbohrten Laschen versehen, durch
die Bolzen geführt und in Muttern geschraubt werden, die an die Muffel geschweißt sind. Diese Bolzen
tragen gleichzeitig den Korb und stellen den elektischen
Kontakt zwischen der Muffel und dem Korb her. Diese Anordnung hat zahlreiche Nachteile. Der
elektrische Kontakt zwischen der Muffel und dem Korb verschlechtert sich schnell durch die Einwirkung
der Hitze auf diese Teile und Spritzer aus dem Schmelzbad. Die Muttern komplizieren die Konstruktion
der Muffel und erhöhen die Gefahr des Entstehens von Undichtigkeiten, so daß es schwierig
wird, die Muffel unter Vakuum zu halten oder in ihr eine geregelte Atmosphäre aufrechtzuerhalten. Das
Einsetzen und vor allem das Herausnehmen des Korbes dauert lange und ist schwierig. Schließlich ist
die Muffel elektrisch leitend mit dem Korb verbunden. Wenn dieser die Anode bildet, kann sie an
der Elektrolyse teilnehmen. Bei den kleineren Einheiten kann der Korb nur mit dem Deckel gehoben
und dadurch aus der Salzschmelze entnommen werden.
Gegenstand der Erfindung ist eine Weiterentwicklung der Vorrichtung, bei der der Elektrodenkorb
gegen die Muffel isoliert ist, die nicht mehr die Nachteile der bekannten größeren Einheiten besitzt und
das Einsetzen und Herausnehmen des Elektrodenkorbes erleichtert.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur schmelzelektrolytischen Raffination oder Extraktion von Metallen, insbesondere Metallen der IV. bis VII. Gruppe
des Periodischen Systems, besteht aus einer verschließbarenMuffel (2) mit kleinerem, gegen die Muffel
isolierten Elektrodenkorb (4) und einer weiteren, in die Schmelze eintauchenden Elektrode und ist da-Vorrichtung
zur schmelzelektrolytischen
Raffination oder Extraktion von Metallen
Raffination oder Extraktion von Metallen
Anmelder:
Societe d'Electro-Chimie, d'Electro-Metallurgie
et des Acieries Electriques d'Ugine, Paris
Vertreter:
Dr.-Ing. A. v. Kreisler, Dr.-Ing. K. Schönwald,
Dr.-Ing. Th. Meyer,
Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. J. F. Fues
und Dipl.-Chem. Dr. H.-G. Eggert,
Patentanwälte, Köm 1, Deichmannhaus
Als Erfinder benannt:
Claude Pascaud, Annecy, Haute Savoie
(Frankreich)
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 28. April 1961 (860 296)
durch gekennzeichnet, daß am oberen Teil des Elektrodenkorbes (4) ein mit Stromzuführung versehener
Flansch (9) angeordnet ist, der mit der Muffel einerseits und dem Deckel oder einer anderen aufgesetzten
Vorrichtung andererseits durch elektrisch isolierende Dichtungen (12, 13) und Bolzen (16) verbunden ist.
Die Erfindung wird ausführlicher an Hand der Zeichnung beschrieben. Hierbei ist 1 der Heizofen,
in dem sich die Elektrolysezelle befindet. Die Muffel 2 enthält das Schmelzbad 3. Der Korb 4, der eine der
Elektroden bzw. eine der Stromzuführungen bildet, enthält bei 5 das zu behandelnde oder das gebildete
Metall. Die zweite Elektrode ist bei 6 angedeutet. Der Flansch 7 gehört zum Deckel oder einer beliebigen
anderen Vorrichtung, die während der Elektrolyse auf der Muffel angebracht ist. Die Muffel 2
ist oben mit einem Flansch 8 versehen. Der Korb 4 ist gemäß der Erfindung mit einem mit Stromzuführung
19 versehenen Flansch 9 verbunden, und zwar entweder unmittelbar durch Schweißen, wie bei 10
links in der Zeichnung dargestellt, oder über Laschen 11, die einerseits an den Flansch 9 und andererseits
an den Korb 4 geschweißt oder geschraubt sind, wie im rechten Teil der Zeichnung dargestellt. Bei Anwendung
der letzteren Lösung hängt die Zahl der
»"'-'■" 409 628/241
Laschen von der Stromstärke ab, die dem Korb zugeführt
werden soll.
Zwischen den Flanschen 8, 9 und 9, 7 befinden sich zwei elektrisch isolierende Dichtungen 13 und
12. Vorteilhaft verwendet man als Dichtungen zwei konzentrische Platten aus Isoliermaterial, zwischen
denen ein Dichtungsring aus Gummi oder geschmeidigem Kunststoff angeordnet ist. Um diese Werkstoffe
gegen die in der Vorrichtung herrschenden hohen Temperaturen zu schützen, sind die Flansche 7 und 8
gekühlt, beispielsweise bei 14 und 15 durch umlaufendes Wasser. Die durch die verschiedenen Flansche
geführten Bolzen 16 sind mit Scheiben 17 und Isolierhülsen 18 versehen.
Bei einer Variante der Erfindung ist an der Muffel 2 eine Stromzuführung 20 angebracht, die es
durch eine (nicht dargestellte) Hilfsstromquelle ermöglicht, an die Muffel eine andere Spannung als an
den Elektrodenkorb 4 zu legen.
Die Vorrichtung gemäß der Erfindung kann auch bei Verfahren eingesetzt werden, bei denen gewisse
Metalle durch Reduktion einer ihrer sauerstoffhaltigen Verbindungen innerhalb einer Salzschmelze hergestellt
werden, die der Einwirkung eines elektrischen Stromes ausgesetzt wird. Der Elektrodenkorb ist
hierbei als Kathode geschaltet. Das Metall scheidet sich in ihm gewöhnlich in Form von unregelmäßigen
Körnern ab, die als »Schwamm« bezeichnet werden.
Die Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung bedeutet auch eine Verbesserung für die Verfahren
zur Raffination zahlreicher Metalle, insbesondere von Metallen der Gruppen IV, V, VI und VII
des Periodischen Systems, durch Elektrolyse innerhalb eines Bades von geschmolzenen Salzen zwischen
einer Anode, die durch das unreine Metall gebildet wird, und einer Kathode, an der sich das gereinigte
Metall abscheidet. Es gelang in einer Vorrichtung, die zwei unten miteinander verbundene erfindungsgemäße
Muffeln enthielt, dank der gleichbleibenden Güte der elektrischen Verbindung zwischen der Eintrittsklemme
19 des Stromes und dem Korb 4 die Gesamtspannung um 10 bis 60% zu senken, obwohl
diese Verbindung durch vier Laschen 11 an Stelle von acht an die Wand der Muffel 2 geschraubten
Laschen hergestellt war. Da ferner die Muffel 2 nicht mehr das gleiche Potential hat wie der Korb, konnte
eine Muffel aus gewöhnlichem Stahl verwendet werden. Trotzdem wurde die Anwesenheit von Eisen in
dem an der Kathode abgeschiedenen Metall völlig vermieden. Schließlich wird beim Abnehmen des über
ίο der Muffel 2 angebrachten Apparateteils durch einfaches
Entfernen der Bolzen 16 gleichzeitig der Korb 4 frei, der ohne jede Schwierigkeit herausgenommen
werden kann, um die zurückgebliebenen Verunreinigungen auszuleeren und eine neue Füllung
aus dem zu behandelnden Metall einzusetzen.
Claims (2)
1. Vorrichtung zur schmelzelektrolytischen Raffination oder Extraktion von Metallen, insbesondere
Metallen der IV. bis VII. Gruppe des Periodischen Systems, bestehend aus einer verschließbaren Muffel (2) mit kleinerem, gegen
die Muffel isolierten Elektrodenkorb (4) und einer weiteren, in die Schmelze eintauchenden Elektrode,
dadurch gekennzeichnet, daß am oberen Teil des Elektrodenkorbes (4) ein mit Stromzuführung versehener Flansch (9) angeordnet
ist, der mit der Muffel einerseits und dem Deckel oder einer anderen aufgesetzten Vorrichtung
andererseits durch elektrisch isolierende Dichtungen (12, 13) und Bolzen (16) verbunden
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Flansch (9) des Elektrodenkorbes
den gleichen Durchmesser wie der obere Flansch (8) der Muffel besitzt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 100 975;
Zeitschrift »Metal Industry«, 90 (1957) S. 165 und 193.
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 100 975;
Zeitschrift »Metal Industry«, 90 (1957) S. 165 und 193.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
4M 622/241 6.64 ® Bundeedruckeiei Berlin
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|---|---|
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|---|---|---|---|---|
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Patent Citations (1)
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