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DE1172951B - Photographischer Apparat der Selbstentwicklerbauart - Google Patents

Photographischer Apparat der Selbstentwicklerbauart

Info

Publication number
DE1172951B
DE1172951B DEJ23063A DEJ0023063A DE1172951B DE 1172951 B DE1172951 B DE 1172951B DE J23063 A DEJ23063 A DE J23063A DE J0023063 A DEJ0023063 A DE J0023063A DE 1172951 B DE1172951 B DE 1172951B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
container
liquid
sheet
nozzle
pressure
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEJ23063A
Other languages
English (en)
Inventor
Edwin Herbert Land
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Polaroid Corp
Original Assignee
Polaroid Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Polaroid Corp filed Critical Polaroid Corp
Publication of DE1172951B publication Critical patent/DE1172951B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B17/00Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor
    • G03B17/48Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor adapted for combination with other photographic or optical apparatus
    • G03B17/50Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor adapted for combination with other photographic or optical apparatus with both developing and finishing apparatus
    • G03B17/52Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor adapted for combination with other photographic or optical apparatus with both developing and finishing apparatus of the Land type

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Containers And Packaging Bodies Having A Special Means To Remove Contents (AREA)

Description

  • Photographischer Apparat der Selbstentwicklerbauart Die Erfindung betrifft einen photographischen Apparat der Selbstentwicklerbauart mit einer Flüssigkeitsspenderdüse, die in der Nähe eines Paares druckausübender Organe angeordnet ist, die auf das belichtete lichtempfindliche Blatt und ein zweites Blatt einwirken, um die durch die Düse zwischen die Blätter zugeführte Behandlungsflüssigkeit zu verteilen, und mit einem Behälter, der die Flüssigkeit beherbergt und nach der Düse zu führt.
  • Bei mehreren photographischen Verfahren ist es erforderlich, eine Flüssigkeit, gewöhnlich eine Flüssigkeit von hoher Viskosität, in Form einer dünnen Schicht zwischen zwei aufeinanderliegenden Blättern zu verteilen. Bei einem dieser Verfahren trägt eines der beiden Blätter ein photographisch belichtetes Bildaufnahmematerial, und die Flüssigkeit enthält Stoffe, mittels deren eine positive photographische Kopie auf dem anderen Blatt erzeugt wird, z. B. mit Hilfe eines Silberhalo-enid-Diftusions-, -Übertragungs- und -Umkehrverfahrens. Verfahren dieser Art sind in idealer Weise geeignet, in und mit Hilfe einer photographischen Vorrichtung, z. B. einer Kamera, durchgeführt zu werden, bei welcher mehrere Flächenstücke des lichtempfindlichen Bildaufnahmeblattes nacheinander belichtet werden. Die zur Verwendung in Verbindung mit einer Vorrichtung dieser Art vorgesehenen photographischen Erzeugnisse umfassen vorzugsweise sowohl die blattförmigen Materialien als auch die für einmaligen Gebrauch vorgesehene Behandlungsflüssigkeit. Eine Möglichkeit, die Behandlungsflüssigkeit zu speichern und abzugeben, besteht in der Verwendung einer Vorrichtung mit einem einzigen Behälter zum Speichern der Flüssigkeit in einer Menge, die ausreicht, um die Behandlung einer bestimmten Zahl von Flächenstücken der Blätter durchzuführen, wobei außerdem eine Vorrichtung vorgesehen ist, mittels deren die Flüssigkeit abgegeben und in Berührung mit den zu behandelnden Blättern verteilt wird.
  • Zu den weiteren Zielen der Erfindung gehört es, bei einer photographischen Vorrichtung zum Behandeln eines photographischen Blattes mit einer auf dem Blatt in Form einer Schicht zu verteilenden Flüssigkeit neuartige und verbesserte Mittel zum Speichern, Abgeben und Verteilen der Behandlungsflüssigkeit in Berührung mit den photographischen Blättern vorzusehen.
  • Um die Behandlungstlüssigkeit zwischen den Blättern zu verteilen, werden die Blätter längs konvergierender Bahnen bewegt, um sie in Deckung miteinander zu bringen, wobei die Düse zwischen konvergierenden Teilen der Blätter in dem Bereich angeordnet ist, in welchem die Blätter zusammengeführt werden; hierbei wird die Flüssigkeit über die Düse im wesentlichen in Form einer Schicht abgegeben, während sich die Blätter an der Düse vorbeibewegen. Die Dicke der Flüssigkeitsschicht muß genau geregelt werden; sie kann eine Funktion des Drucks sein, unter dem die Flüssigkeit der Düse zugeführt wird.
  • Erfindungsgemäß ist der Behälter mit der Düse über ein steuerbares Ventil gekuppelt.
  • Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels an Hand der Zeichnungen.
  • F i g. 1 ist ein vereinfachter Schnitt durch eine photographische Vorrichtung in Form einer erfindungsgemäßen Kamera; F i g. 2 ist eine teilweise geschnitten gezeichnete perspektivische Darstellung eines Teils der Bestandteile eines erfindungsgemäßen Erzeugnisses; F i g. 3 zeigt das Erzeugnis nach F i g. 2 in einem verkürzten Längsschnitt; F i g. 4, 5 und 6 zeigen einen Bestandteil des erfindungsgemäßen Erzeugnisses in drei verschiedenen Betriebszuständen, um das Verfahren nach der Erfindung zu veranschaulichen; F i g. 7 zeigt Teile des erfindungsgemäßen Erzeugnisses in perspektivischer Darstellung; F i g. 8 ist ein Teil eines Querschnitts, aus dem ein Merkmal des Erzeugnisses nach F i g. 7 ersichtlich ist; F i g. 9 und 10 sind in größerem Maße gezeichnete Teilschnitte, die Bestandteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung erkennen lassen und ihre Arbeitsweise veranschaulichen; F i g. 11 zeigt Teile der Vorrichtung nach F i g. 1 in einer Seitenansicht.
  • In F i g. 1 erkennt man eine photographische Kamera in Form einer kleinen Handkamera 10 einer Bauart, bei welcher das erfindungsgemäße Erzeugnis verwendet werden kann, um das Verfahren nach der Erfindung durchzuführen.
  • Die Kamera 10 umfaßt ein Gehäuse mit einer Vorderwand 12, die einen ausgesparten bzw. nach hinten zurückspringenden Abschnitt 14 aufweist, welcher sich nach hinten zu einer inneren Vorderwand 16, Seitenwänden 18 und einer Rückwand 20 erstreckt. Die genannten Wände des Gehäuses begrenzen zusammen die mit 22 und 24 bezeichneten Kammern an den Enden des Gehäuses sowie eine zwischen der inneren Vorderwand 16 und der Rückwand 20 liegende Belichtungskammer. Ferner umfaßt die Kamera 10 eine insgesamt mit 26 bezeichnete Objektiv- und Verschlußanordnung von bekannter Konstruktion, die mit der Kamera durch einen Balg 28 verbunden ist, der eine Verbindung zwischen dem Objektiv 26 und der inneren Vorderwand 16 längs der Ränder einer Belichtungsöffnung 30 herstellt, die in der inneren Vorderwand 16 vorgesehen ist, damit das von dem Objektiv kommende Licht zu einem photographischen Bildaufnahmeblatt gelangen kann, das sich in der Belichtungskammer zwischen der inneren Vorderwand 16 und der Rückwand 20 befindet. Der Balg 28 und das Kameragehäuse sind so ausgebildet, daß man die Verschlußanordnung 26 aus seiner in F i g. 1 gezeigten Gebrauchsstellung in eine geschlossene Stellung bringen kann, bei welcher der Balg im gefalteten Zustand von der erwähnten Aussparung aufgenommen wird.
  • Während der Benutzung der Kamera 10 ist ein Vorrat an photographischem lichtempfindlichem blattförmigem Bildaufnahmematerial bekannter Art in der Kamera 22 angeordnet; dieses Material umfaßt z. B. eine auf einer flexiblen tragenden Unterlage angeordnete Gelatine-Silberhalogenid-Emulsion. Dieses in F i g. 1 mit 32 bezeichnete lichtempfindliche Bildaufnahmeblatt ist vorzugsweise auf einer Spule 36 aufgewickelt, die in der Kammer 22 drehbar gelagert ist. Das blattförmige Material erstreckt sich von der Kammer 22 aus zur Rückseite der inneren Vorderwand 16 zwischen dieser und der Rückwand 20 über die Belichtungsöffnung 30 und die Rückseite der Wand 16 hinweg zu der am anderen Ende des Kameragehäuses angeordneten Kammer 24. Die Rückseite oder Innenfläche des Wand 16 liegt vorzugsweise in der Brennebene des Objektivs, und nahe dem Eingang der Belichtungskammer ist eine Führungs- und Transportrolle 38 vorgesehen, die reibungsschlüssig an dem blattförmigen Material 32 angreift, um das Material in Anlage an der Rückseite der Wand 16 und damit in der Belichtungsstellung zu halten; die Rolle 38 erfüllt außerdem weitere Aufgaben, auf die weiter unten eingegangen wird.
  • Nach seiner Belichtung wird das lichtempfindliche Bildaufnahmeblatt mit einer Flüssigkeit behandelt, die zwischen dem Bildaufnahmeblatt und einem zweiten, zusammen damit belichteten Blatt verteilt wird. Ein in F i g. 1 mit 40 bezeichneter Vorrat dieses zweiten blattförmigen Materials befindet sich in der Kammer 24, und zwar zusammen mit Mitteln in Form von zwei einander benachbarten Organen, die dazu dienen, das lichtempfindliche Blatt und das zweite Blatt in Deckung miteinander zu bringen und zur Verteilung einer Behandlungsflüssigkeit in Form einer Schicht zwischen den beiden Blättern beizutragen. Bei der gezeigten Ausbildungsform werden die beiden einander benachbarten Organe durch zwei Druckwalzen 42 und 44 gebildet, die in der Kammer 24 nahe einem Ende der Wand 16 in der Nähe des Eingangs der Belichtungskammer zwischen der Wand 16 und der Rückwand 20 angeordnet sind. Das lichtempfindliche Blatt 32 wird von der in der Kammer 22 gelagerten Spule 36 aus zwischen der Transportrolle 38 und einem Endabschnitt der Rückwand 16 hindurchgeführt, passiert dann die Belichtungskammer und die Belichtungsöffnung 30, woraufhin das Blatt zwischen den Walzen 42 und 44 hindurch über die Walze 44 zu der Kammer 24 läuft. Das zweite Blatt 40 erstreckt sich so durch die Kammer 24, daß es an der Durchlaufstelle der Walzen 42 und 44 in Dekkung mit dem Bildaufnahmeblatt 32 kommt, wobei es in Deckung mit diesem Blatt zwischen den Druckwalzen hindurchläuft. In der Rückwand 20 ist in Fluchtung mit dem Spalt zwischen den Walzen 42 und 44 ein Kanal 46 ausgebildet, über den die Blätter 32 und 40 aus dem Gehäuse herausgezogen werden können. Gemäß F i g. 1 werden die Blätter längs konvergierender Bahnen so geführt, daß sie an der Durchlaufstelle der Druckwalzen in Deckung miteinander gebracht werden, und zwischen den konvergierenden Teilen der Blätter an der Durchlaufstelle zwischen den Walzen wird die Behandlungsflüssigkeit abgegeben.
  • Gemäß F i g. 1, 2, 3 und 7 umfaßt das erfindungsgemäße Erzeugnis neben dem Bildaufnahmeblatt 32, der Spule 36 und dem zweiten Blatt 40 Mittel in Form einer Düse 48 zum Abgeben der Behandlungsflüssigkeit in Form einer Schicht zwischen dem lichtempfindlichen Blatt und dem zweiten Blatt an der Durchlaufstelle der Druckwalzen sowie Mittel zum Bereithalten eines Vorrats der Behandlungsflüssigkeit, zum Abgeben der Behandlungsflüssigkeit unter Druck an die Düse und zum Unterstützen der Düse in der richtigen Lage derart, daß die Düse die Flüssigkeit in der gewünschten Weise abgeben kann. Die Düse 48 besteht aus einem für die Flüssigkeit sowie für Luft undurchlässigen Material und besitzt eine gewisse Flexibilität und Nachgiebigkeit. Man kann die Düse aus verschiedenen organischen Kunststoffen oder Gummi herstellen, und zu den hierfür geeigneten Materialien gehören z. B. Polyäthylen von hoher Dichte, Polypropylen, Polyvinylidenchlorid und Polyäthylenterephthalatharze. Die Düse umfaßt einen allgemein rechteckigen, verhältnismäßig starren Basisabschnitt 50, einen Körperabschnitt 52 mit Stirnwänden 54, die zusammen mit dem Basisabschnitt 50 eine langgestreckte Kammer 56 abgrenzen, zwei dünne flexible Lippen 58, die sich zu beiden Seiten der Kammer 56 von dem Basisabschnitt 50 aus erstrecken, sowie sich verjüngende Stirnwände 60, die gegenüber dem Basisabschnitt an den Enden der Kammer 56 vorspringen und mit den Lippen zusammenarbeiten, welche nach außen konvergieren und einen sich verjüngenden Kanal 62 bilden, der mit der Kammer 56 in Verbindung steht und in eine sehr schmale, langgestreckte Mündung 64 übergeht, durch welche die in die Kammer 56 eingeleitete Flüssigkeit abgegeben wird. Das Material für die Lippen 58 und die Stirnwände 60 ist so gewählt, und die Ausbildung der Lippen und der Stirnwände ist derart, daß die Mündung 64 dadurch verschlossen werden kann, daß man eine Druckkraft auf die Ränder der Lippen aufbringt.
  • Ein wichtiges Merkmal des erfindungsgemäßen Erzeugnisses besteht in seinem geringen Raumbedarf, denn die Abmessungen der Kamera werden weitgehend durch die Abmessungen des in der Kamera verwendeten Filmverbandes bestimmt. Da das zweite Blatt gewöhnlich in Form einer Rolle aufgewickelt sein muß, läßt sich eine raumsparende Anordnung am besten dadurch erzielen, daß man die Behandlungsflüssigkeit im Innern des zu einer Rolle aufgewickelten zweiten Blattes unterbringt, d. h. in einem anderenfalls unausgenutzt bleibenden Raum. Hierbei benötigt man einen Behälter, der eine ausreichende Menge der Behandlungsflüssigkeit aufnehmen kann, um die Behandlung des Bildaufnahmeblattes und des zweiten Blattes zu ermöglichen, wobei die Abmessungen und die Form des Behälters derart sein müssen, daß man den Behälter innerhalb der durch das zweite Blatt gebildeten Rolle anordnen kann, ohne daß eine bemerkbare Vergrößerung des Rollendurchmessers erforderlich ist. Eine weitere erhebliche Verringerung des Raumbedarfs und eine weitere Vereinfachung der Konstruktion und damit eine Herabsetzung der Kosten der Kamera lassen sich dann erzielen, wenn der Filmverband und insbesondere der eigentliche Flüssigkeitsbehälter auch die Mittel umfaßt, durch welche die Flüssigkeit der Düse aus dem Behälter unter Druck zugeführt wird. Diese Flüssigkeitszuführungsmittel müssen außerdem einfach und billig gestaltet sein, wenn das Erzeugnis nur für eine einmalige Benutzung vorgesehen ist, und die genannten Mittel müssen zuverlässig arbeiten, wenn die Betriebssicherheit des gesamten Erzeugnisses gewährleistet sein soll. Bei vielen Ausbildungsformen der Erfindung ist die über die Düse je Zeiteinheit abgegebene Flüssigkeitsmenge eine Funktion des Drucks, unter dem die Flüssigkeit der Düse zugeführt wird; daher ist es für ein einwandfreies Arbeiten der gesamten Vorrichtung erforderlich, daß die Flüssigkeit der Düse unter einem bestimmten, im . wesentlichen konstanten Druck zugeführt wird. Bei einer bevorzugten Ausbildungsform enthält die Flüssigkeit Stoffe, die durch das Hinzutreten von Luft nachteilig beeinflußt werden; da sogar chemisch träge Gase, die in die Flüssigkeit eingeschlossen sind, deren Viskosität ziemlich hoch sein kann, die Wirkung der Flüssigkeit während des Behandlungsvorgangs beeinträchtigen können, da Hohlräume in der zwischen den Blättern in Form einer Schicht verteilten Flüssigkeit entstehen können, ist es erforderlich, die Flüssigkeit so zu speichern und abzugeben, daß sie nicht in Berührung mit der Atmosphäre kommt und daß keine Gase von der Flüssigkeit eingeschlossen oder mitgeführt werden können.
  • Die vorstehend aufgeführten Probleme werden gemäß der Erfindung mit Hilfe der in F i g. 1, 3, 4, 5 und 6 gezeigten Konstruktion gelöst, bei der die Flüssigkeit unter Druck in einem Behälter 66 gespeichert ist. Der Behälter 66 umfaßt ein langgestreektes, allgemein zylindrisches Rohr, das an einem Ende offen und am anderen Ende geschlossen ist; in F i g. 3 und 4 ist dieser Behälter im entspannten Zustand dargestellt, wobei sein Innendurchmesser mit seiner Wandstärke vergleichbar und gleich einem Bruchteil seines Außendurchmessers ist. Der Behälter 66 besteht aus einem Elastomermaterial, z. B. aus Naturgummi (Polyisopren), und er ist unter Druck mit der Behandlungsflüssigkeit gefüllt, so daß die Flüssigkeit den Behälter in einem aufgeblähten Zustand hält, wie es in F i g. 3 mit strichpunktierten Linien angedeutet und auch in F i g. 6 gezeigt ist, wobei die Elastizität des Behältermaterials bewirkt, daß ein Druck auf die Flüssigkeit ausgeübt wird.
  • Die physikalischen Eigenschaften von Elastomeren, insbesondere von Naturgummi und künstlichem Gummi bzw. von natürlichem oder synthetischem Polyisopren, bezüglich des Elastizitätsmoduls, der Elastizität, der Nachgiebigkeit und ihr Verhalten bei der Entlastung machen diese Materialien zu Verwendung bei der Herstellung des Behälters 66 besonders geeignet. Zu den weiteren erwünschten Eigenschaften dieser Materialien gehört die Beständigkeit gegenüber Gasen, insbesondere gegen Sauerstoff, denn die Flüssigkeit kann Silberhalogenidentwiekler enthalten, sowie die Widerstandsfähigkeit gegen Alkalien, die normalerweise ebenfalls in Silberhalogenidentwicklern enthalten sind. Es kann sich als schwierig oder sogar als unmöglich erweisen, ein einziges bestimmtes Elastomermaterial zu finden, das alle erforderlichen physikalischen Eigenschaften und die notwendige Widerstandsfähigkeit in sich vereinigt. Beispielsweise gehören zu den Elastomeren, welche die erforderliche Widerstandsfähigkeit gegen Gase und chemische Einflüsse besitzen, Materialien wie Butyl (Isobutylenisopren) und Hypalon (clorsulfoniertes Polyäthylen). Da die zuletzt erwähnten Elastomere ebenso wie andere Materialien, die wegen ihrer Gasundurchlässigkeit und ihrer Widerstandsfähigkeit gegen Alkalien und andere Chemikalien gewählt werden, möglicherweise nicht die erforderlichen physikalischen Eigenschaften besitzen, ist im Rahmen der Erfindung auch daran gedacht, den Behälter 66 aus mehreren Schichten aufzubauen, so daß der Behälter eine innere Schicht umfaßt, welche die erforderliche chemische Widerstandsfähigkeit und Gasundurchlässigkeit besitzt, sowie eine äußere Schicht mit den notwendigen physikalischen Eigenschaften.
  • Es hat sich gezeigt, daß ein Behälter der hier beschriebenen Art an jedem längs seiner Achse betrachteten Element auf die Flüssigkeit einen Druck ausübt, der eine Funktion der Elastizität des Materials, der Wandstärke des Materials und des Behälterdurchmessers in dem betrachteten Teilabschnitt ist, wenn sich der Behälter im entspannten Zustand befindet. Wenn der Behälter aus einem homogenen Material besteht und im wesentlichen über seine ganze Länge eine gleichmäßige Wandstärke und den gleichen Durchmesser besitzt, ist der durch jeden Teil des Behälters auf die Flüssigkeit ausgeübte Druck im wesentlichen der gleiche wie der durch jeden anderen Abschnitt ausgeübte Druck; der Druck, unter dem die Flüssigkeit durch den Behälter abgegeben wird, bleibt während des gesamten Vorgangs des Abgebens des größten Teils des Behälterinhalts im wesentlichen konstant. Dieses Merkmal ist aus F i g. 3 bis 6 ersichtlich, wo man erkennt, daß der Behälter 66 mit seinem offenen Ende auf ein Ende eines Rohres 68 aufgeschoben ist, dessen Außendurchmesser größer ist als der Durchmesser des Behälters im entspannten Zustand. Der Behälter besteht aus einem homogenen Elastomermaterial, d. h. einem Material, das in allen Teilen den gleichen Modul besitzt; ferner ist der Behälter über seine ganze Länge im wesentlichen zylindrisch, und er hat eine im wesentlichen gleichmäßige Wandstärke. Die Behandlungsflüssigkeit wird in den Behälter 66 über das Rohr 68 eingeführt, und der Druck der Flüssigkeit wird erhöht, bis sich ein Teil des Behälters erweitert. Die Behälterwand hat natürlich in allen ihren Teilen im wesentlichen die gleiche Festigkeit, so daß sich derjenige Teil des Behälters zuerst erweitert, welcher etwas schwächer ist als alle anderen Teile des Behälters oder welcher vorher auf irgendeine Weise beansprucht wurde, wie es bei dem dem Rohr 68 benachbarten Teil des Behälters der Fall ist. Infolgedessen beginnt die Ausdehnung des Behälters im Bereich des Rohres 68, und bei der weiteren Zufuhr von Flüssigkeit dehnen sich nacheinander weitere Teile des Behälters in Richtung auf das geschlossene Behälterende ebenfalls aus, bis der Behälter im wesentlichen über seine ganze Länge in radialer und seitlicher Richtung erweitert ist und somit eine größere zylindrische Gestalt angenommen hat. Während des Einführens der Flüssigkeit und des Ausdehnens des Behälters bleibt der auf die Flüssigkeit ausgeübte Druck annähernd konstant, wenn der Behälter aus einem homogenen Material besteht, das einen gleichmäßigen Modul aufweist, und wenn das Verhältnis zwischen dem Durchmesser und der Wandstärke für jedes Längenelement des Behälters das gleiche ist. Der Behälter ist dann vollständig gefüllt, wenn es nicht mehr möglich ist, weitere Flüssigkeit in den Behälter einzuführen, ohne daß eine erhebliche Steigerung des auf die Flüssigkeit wirkenden Drucks gegenüber dem im wesentlichen konstanten Druck erfolgt, bei welchem die Ausdehnung des Behälters erfolgte. An diesem Punkt dürfte die Grenze der Zugfestigkeit des Behälters erreicht werden, so daß eine weitere Ausdehnung des Behälters nur durch eine erhebliche Steigerung des Flüssigkeitsdrucks erzielt werden könnte; diese Drucksteigerung würde den Behälter mit hoher Wahrscheinlichkeit über seine Zugfestigkeit hinaus beanspruchen, so daß die Behälterwand aufreißt.
  • Bei dem Vorgang des Abgebens des flüssigen Behälterinhalts handelt es sich im wesentlichen um die Umkehrung des Füllvorgangs, und dieser Vorgang spielt sich in der umgekehrten Weise derart ab, daß sich der dem geschlossenen Ende benachbarte Teil des Behälters zuerst verkleinert, woraufhin sich nacheinander in Richtung auf das Rohr 68 weitere Abschnitte verkleinern bzw. zusammenziehen, während die Flüssigkeit aus dem Behälter abgegeben wird. Hierbei wird aus dem Behälter der größte Teil der Flüssigkeitsfüllung abgegeben, d. h. es bleibt nur die relativ kleinere Menge zurück, mit welcher der zusammengefallene Behälter noch gefüllt ist. Der Druck der Flüssigkeit, welche aus einem Behälter abgegeben wird, der den vorstehend aufgeführten Forderungen entspricht, d. h. der einen gleichmäßigen Modul besitzt und bei dem das Verhältnis zwischen Wandstärke und Durchmesser beim entspannten Zustand des Behälters über die ganze Behälterlänge im wesentlichen konstant ist, bleibt im wesentlichen während des gesamten Flüssigkeitsabgabevorgangs i konstant. Nimmt man an, daß keine oder nur eine geringe Entspannung des Behältermaterials stattfindet, dürfte dieser Druck sehr nahe an den Druck herankommen, unter dem der Behälter gefüllt wurde; selbst wenn eine Entspannung eine Rolle spielen sollte, kann man den Druck mit ziemlich hoher Genauigkeit voraussagen.
  • Gemäß F i g. 3 ist der Behälter 66 im vollständig ausgedehnten Zustand in ein zylindrisches Rohr 70 eingeschlossen, dessen Innendurchmesser annähernd gleich dem Außendurchmesser des gefüllten Behälters ist. Das Rohr 70 dient dazu, den Behälter 66 gegen eine weitere Ausdehnung zu sichern, die z. B. auf eine Entspannung des elastischen Materials zurückzuführen sein könnte; gleichzeitig verhindert das Rohr 70 eine solche Entspannung und schützt den Behälter gegen Beschädigungen. Außerdem bildet das Rohr 70 eine Unterstützung, auf die das zweite Blatt 40 aufgewickelt werden kann, und um das zweite Blatt im aufgewickelten Zustand auf dem Rohr 70 festzuhalten, ist die Vorrichtung mit stirnseitigen Verschlußteilen 72 und 74 versehen, die in die Öffnungen an den Enden des Rohres eingreifen und jeweils einen Flansch 76 tragen, dessen Durchmesser größer ist als der Durchmesser des Rohres 70. Die Flansche 76 bilden zusammen mit dem Rohr eine Spule zum Aufwickeln des zweiten blattförmigen Materials. Der Verschluß 74 des Rohres 70 kann mit einer hier nicht gezeigten Entlüftungsöffnung versehen sein, damit sich der Behälter 66 in der durch das Rohr 70 und die Verschlüsse 72 und 74 abgegrenzten Kammer ausdehnen und zusammenziehen kann.
  • Das Verschlußstück 72 ist in Form eines Stopfens ausgebildet, der das Rohr 68 trägt und mit einem Ventil zum Regeln des Ausströmens der Flüssigkeit aus dem Behälter versehen ist. Die äußere Umfangsfläche des Rohres 68 kann mit in der Umfangsrichtung verlaufenden Rippen versehen sein, damit der Behälter 66 mit Hilfe eines Halteringes 78 besser auf dem Rohr 68 festgehalten werden kann. Das äußere Ende des Verschlusses 72 ist mit einer Aussparung 80 versehen, die von einer Aussparung 82 getrennt ist, welche letztere durch das Rohr 68 und eine Zwischenwand 84 abgegrenzt wird und über eine relativ enge Bohrung 86 in der Zwischenwand 84 mit der äußeren Aussparung 80 in Verbindung steht. Die Aussparungen 80 und 82 sowie die Bohrung 86 sind im wesentlichen zylindrisch und gleichachsig angeordnet; der Stopfen mit dem Flansch 76, der Aussparung 80, dem Rohr 68 und der Wand 84 kann als zusammenhängendes Bauteil aus einem organischen Kunststoff geformt werden, wie er auch für die Herstellung der Düse 48 verwendet wird.
  • Das erwähnte Ventil umfaßt ein Ventilorgan 88, das sich in der Aussparung 82 befindet und das einen Ventilschaft 90 trägt, welcher aus der Kammer 82 durch die Bohrung 86 in die Aussparung 80 hineinragt. Form und Abmessungen des Ventilschaftes und der Bohrung sind so gewählt, daß die Flüssigkeit längs der Umfangsfläche des Ventilschaftes durch die Bohrung strömen kann. Bei der gezeigten Ausbildungsform des Ventils ist ein Dichtungsring 92 als Abdichtung zwischen dem Ventilorgan 88 und einer Fläche der Wand 84 am Umfang der Bohrung 86 angeordnet. Um das Ventilorgan in der Aussparung 82 axial bewegbar zu führen, sind auf der Innenwand des Rohres 68 nach innen vorspringende, axial verlaufende Rippen 94 ausgebildet, von denen bei der Ausbildungsform nach F i g. 3 drei Stück vorgesehen sind. Das Ventilorgan 88 wird in Richtung auf seine in F i g. 3 gezeigte geschlossene Stellung durch eine Schraubenfeder 96 vorgespannt, die in der Aussparung 82 durch eine Scheibe 98 festgehalten wird, welche mit ihrem Rand in eine Ringnut auf der Innenseite des Rohres 68 nahe dessen offenem Ende eingreift.
  • Das Ventil umfaßt ferner Mittel, die eine Verlagerung des Ventilorgans in eine Öffnungsstellung zulassen, so daß die Flüssigkeit aus der Aussparung 82 in die Aussparung 80 übertreten kann, um von dort aus zu der Düse 48 geleitet zu werden. Bei der gezeigten Ausbildungsform umfassen diese Mittel eine Kappe 100 mit einem in die Aussparung 80 eingreifenden Mantelabschnitt 102 und einer Stirnwand 104 mit einem flexiblen ringförmigen Abschnitt und einem sich an die Aussparung 80 anschließenden Rohr 106. Das äußere Ende des Ventilschaftes 90 trägt eine Verdickung, die in eine Aussparung in der Mitte der Stirnwand 104 eingreift; da die Stirnwand flexibel ist, kann der Ventilschaft nach innen verlagert werden, um es der Flüssigkeit zu ermöglichen, aus der Aussparung 82 über die Bohrung 86 in die Aussparung 80 überzutreten.
  • Bei der gezeigten Ausbildungsform des erfindungsgemäßen Erzeugnisses ist ein einziges Organ vorgesehen, um die Behandlungsflüssigkeit aus der Aussparung 80 zu der Kammer 56 der Düse zu leiten und die Düse auf dem Rohr 70 so anzuordnen, daß der flüssige Inhalt des Behälters 66 an der Durchlaufstelle der Druckwalzen zwischen die beiden Blätter geleitet wird. Dieses Organ umfaßt ein allgemein U-förmiges Rohr 108 mit Schenkeln 110 und 112 und einem diese Schenkel verbindenden langgestreckten Mittelabschnitt 114. Der Schenkel 110 ist mit dem Rohr 106 verbunden, damit die Behandlungsflüssigkeit aus der Aussparung 80 zu dem Verbindungsabschnitt 114 des Rohres 108 geleitet werden kann. Dieser Verbindungsabschnitt greift in die Kammer 56 der Düse ein und ist mit einem Längsschlitz 116 oder mehreren Öffnungen versehen, durch welche die dem Verbindungsabschnitt 114 zugeführte Flüssigkeit zu der Düse und in den sich verjüngenden Kanal 62 gelangen kann. Der Schenkel 112 ist an dem Verschluß 74 befestigt und hat nur die Aufgabe, das zugehörige Ende der Düse zu tragen; aus diesem Grunde ist der Schenkel 112 mit Hilfe eines Stopfens oder auf andere Weise verschlossen, so daß die Flüssigkeit den Schenkel 112 nicht durchströmt. Da das U-förmige Rohr 108 nicht nur als Rohrleitung, sondern auch als tragendes Bauteil verwendet wird, besteht es vorzugsweise aus einem Material von großer Festigkeit und Starrheit; als geignete Materialien seien Metall und organische Kunststoffe, z. B. die Acrylharze, genannt. Bei einer anderen Ausbildungsform kann die Düse selbst mit den Schenkeln 110 und 112 entsprechenden Rohren versehen sein, die sich von den Enden der Düse aus erstrekken, und jedes der Verschlußteile 72 und 74 kann mit einem Rohr der in F i g. 2 mit 106 bezeichneten Art versehen sein, wobei diese Rohre die an der Düse angebrachten Rohre aufnehmen.
  • In der Gebrauchsstellung der Flüssigkeitsabgabevorrichtung ist die Düse 48 so angeordnet, daß ihre Lippen 58 der Durchlaufstelle der Druckwalzen zwischen den konvergierenden Teilen der Blätter 32 und i 40 zugewandt sind, wobei die Außenfläche mindestens der Randabschnitte der Lippen in Flächenberührung mit den ihnen zugewandten Flächen der Blätter stehen. Wenn sich die Druckwalzen 42 und 44 gemäß F i g. 9 in ihrer Betriebs- bzw. Verteilungsstellung befinden, ist die maximale Breite des Spaltes am engsten Teil des Spaltes zwischen den Walzen festgelegt und entspricht annähernd der Gesamtdicke der beiden Blätter und der Dicke der zwischen den Blättern zu verteilenden Flüssigkeitsschicht. Die Lippen 58 erstrecken sich zwischen den konvergierenden Teilen der Blätter bis zu einem Punkt, der kurz vor dem engsten Teil des Spaltes liegt, so daß die Breite der Mündung 64 im wesentlichen gleich der Dicke der zu erzeugenden Flüssigkeitsschicht ist. Die Länge der Mündung 64 ist vorzugsweise gleich der Breite des mit der Flüssigkeit zu behandelnden lichtempfindlichen Blattes.
  • Bei einer Ausbildungsform kann die Behandlungsflüssigkeit ziemlich zähflüssig sein. Der auf die Flüssigkeit wirkende Druck genügt mindestens, um zu bewirken, daß die Flüssigkeit in den sich verjüngenden Kanal 62 einströmt und aus der Mündung 64 der Düse austritt; durch diesen Druck sowie infolge der Bewegung der Flüssigkeit durch den Kanal 62 und die Mündung 64 wird bewirkt, daß die Flüssigkeit und die Lippen 64 nach außen gegen die beiden Blätter gedrückt werden, wodurch verhindert wird, daß Luft zwischen den Blättern eingeschlossen wird und daß die Flüssigkeit auf der Außenseite der Lippen zwischen diesen und den Blättern nach außen entweicht.
  • Der Behälter 66 wird bei der Herstellung des Erzeugnisses in der Weise gefüllt, daß man die Behandlungsflüssigkeit über die Bohrung 86 zuführt, woraufhin man zuläßt, daß sich das Ventil 88 schließt; dann wird die Kappe 100 in die Aussparung 80 des Verschlußteils 72 eingebaut. Die Behandlungsflüssigkeit wird in den Behälter vorzugsweise so eingeführt, daß keine Gase in den Behälter und die Aussparung 82 gelangen können. Zu diesem Zweck kann man den Behälter z. B. füllen, während sich die Bohrung 86 in senkrechter Lage befindet und nach oben gerichtet ist, so daß die noch vorhandene Luft aus dem Behälter in die Aussparung 82 gelangt und man beim Verschließen des Behälters das Ventil 88 genügend weit öffnen kann, um die Luft entweichen zu lassen. Das Erzeugnis wird somit gebrauchsfertig geliefert, wobei der Behälter 66 und die Aussparung 82 mit der Flüssigkeit gefüllt sind, die keine Gase enthält, während die Aussparung 80 und die Rohre 106 und 108 nicht mit der Flüssigkeit gefüllt sind. Durch diese Anordnung wird eine Oxydation der Flüssigkeit, eine Verdampfung oder eine Erhärtung der Flüssigkeit in den zum Fortleiten der Flüssigkeit dienenden Teilen der Vorrichtung zwischen dem Ventil 88 und den Lippen 58 der Düse vermieden.
  • Wenn die Kamera mit dem erfindungsgemäßen Erzeugnis nicht benutzt wird, um. eine belichtete Fläche des Bildaufnahmeblattes mit der Flüssigkeit zu behandeln, und wenn die Blätter daher nicht weiter zwischen den Druckwalzen hindurchgeführt werden, bringt man die Druckwalzen in eine Ruhe- oder Verschlußstellung, bei der die Walzen die Lippen des Behälters gegeneinanderdrücken, um die Mündung 64 zu verschließen. Diese Abdichtungswirkung der Druckwalzen ist in F i g. 10 dargestellt, wo die Druckwalzen gegenüber ihrer Betriebsstellung nach F i g. 9 entgegen der Bewegungsrichtung der Blätter zwischen den Walzen verlagert worden sind, so daß die Ränder der Lippen 58 in der Durchlaufstelle der Walzen am engsten Teil des Spaltes zwischen den Walzen liegen. Wenn die Walzen aus ihrer Stellung zum Ausbreiten der Flüssigkeit entgegen der Bewegungsrichtung der Blätter und in Richtung auf die Düse in die Verschlußstellung gebracht werden, behalten die Lippen ihre Lage im wesentlichen bei, und zu diesem Zweck erhält der Basisteil 50 der Düse eine erheblich größere Starrheit als die Lippen, denn dieser Basisteil dient während der Bewegung der Walzen in ihre Verschlußstellung als Abstützung für die Lippen.
  • Die Kamera ist mit einem Mechanismus ausgerüstet, der dazu dient, das Ventil 88 zu öffnen, damit die Behandlungsflüssigkeit aus dem Behälter 66 ausströmen kann, um zu der Düse zu gelangen, während die Blätter durch die Vorrichtung hindurchbewegt werden, und mittels dessen die Druckwalzen zwischen ihrer Betriebsstellung und der Verschlußstellung bewegt werden können, wie es erforderlich ist, um die Flüssigkeit während der Bewegung der Blätter auszubreiten bzw. um die Lippen zu verschließen, sobald die Bewegung der Blätter unterbrochen wird. Für die Durchführung dieser Aufgaben stehen mehrere verschiedene mechanische Einrichtungen zur Verfügung, d. h., man kann eine mit der Hand zu betätigende Einrichtung vorsehen oder aber eine Einrichtung, die im wesentlichen automatisch arbeitet und beim Herausziehen der Blätter aus der Kamera betätigt wird. Bei der in F i g. 1 und 11 gezeigten Ausbildungsform wird der Mechanismus zum Betätigen der Druckwalzen und des Ventils sowie zum Steuern der Vorwärtsbewegung der Blätter von der Rolle 38 aus betätigt, die, wie schon erwähnt, in reibungsschlüssiger Berührung mit dem Bildaufnahmeblatt gehalten wird.
  • Der die Druckwalzen tragende Mechanismus umfaßt zwei Arme 118, in denen die Druckwalze 42 an ihren Enden drehbar gelagert ist. Jeder Arm 118 ist an seinem von der Walze 42 abgewandten Ende auf einem in das Kameragehäuse fest eingebauten Zapfen 120 drehbar gelagert. Die Walze 44 ist mit ihren Enden in zwei Hebeln 122 gelagert, die jeweils zwischen ihren Enden auf ortsfesten Zapfen 124 drehbar gelagert sind. Das freie Ende jedes Arms 118 ist in der Nähe der Walze 42 bei 125 gelenkig mit dem freien Ende des zugehörigen Hebels 122 verbunden, wobei die Verbindungsstelle der Walze 44 benachbart ist. Bei der Gebrauchsstellung der Walzen zum Ausbreiten der Flüssigkeit liegen die Achsen der Lagerzapfen 125 in einer die Achsen der Druckwalzen und die Achsen der Lagerzapfen 120 und 124 enthaltenden Ebene und befinden sich im wesentlichen in der Mitte zwischen den Achsen der Druckwalzen. Diese Anordnung gewährleistet, daß jede der Walze 44 durch die Hebel 122 mitgeteilte Bewegung so auf die Walze 42 übertragen wird, daß sich die Walze 42 gleichzeitig mit der Walze 44 bewegt und im wesentlichen die gleiche Bewegung ausführt.
  • Ferner ist eine Feder 126 vorgesehen, die am Kameragehäuse verankert ist und bei jedem Hebel 122 an dessen von der Walze 44 abgewandtem Ende angreift, so daß jeder Hebel 122 gemäß F i g. 11 im Uhrzeigersinne geschwenkt wird, um die Walzen 42 und 44 so vorzuspannen, daß sie bestrebt sind, sich in die Verschlußstellung nach F i g. 10 zu bewegen. Weiterhin sind Mittel vorgesehen, die beirre Herausziehen der Blätter aus der Kamera betätigt werden. um die Walzen in ihre Betriebsstellung zum Ausbreiten der Flüssigkeit nach F i g. 9 und 11 zu bringen; diese Mittel umfassen zwei Nocken 128, an denen jeweils ein als Bewegungsabnahmeorgan wirkender freier Endabschnitt 130 eines der Hebel 122 angreift. Jeder Nocken 128 ist über zwei Zahnräder 132 und 134 mit einem mit der Rolle 38 verkeilten Ritzel 136 gekuppelt. Die die Zahnräder 132, 134 und 136 umfassenden Getriebe sind so ausgebildet, daß jeder Nocken 128 während jeder Vorwärtsbewegung der Blätter eine volle Umdrehung um 360° ausführt; die 'locken 128 haben die Aufgabe, die Walzen 42 und 44 während des größeren Teils jeder Umdrehung der Nocken in ihre Betriebsstellung zum Ausbreiten der Flüssigkeit zii bringen und es den Walzen dann zu ermöglichen, sich während eines relativ kleinen Teils der Umdrehung der Nocken in ihre Ruhestellung zu bewegen. bei der sie die Düse verschließen.
  • Der Mechanismus zum Betätigen des Ventils 88 ist von ziemlich einfacher Konstruktion und kann einen Hebel umfassen, der zwischen seinen Enden drehbar gelagert und so angeordnet ist, daß ein Ende des Hebels am mittleren Teil der Kappe 100 angreift, während das andere Ende des Hebels an einem Nocken angreift, der durch die gleiche Welle gedreht wird wie die Nocken 128 und das Zahnrad 132, so daß während jeder Bewegung der Blätter durch die Vorrichtung eine einzige volle Umdrehung ausgeführt wird. Der das Ventil betätigende Nocken kann so ausgebildet sein, daß das Ventil geöffnet wird, wenn die Bewegung der Blätter einsetzt, und daß das Ventil geöffnet gehalten wird, bis ein bestimmter Zeitpunkt kurz vor der Unterbrechung der Bewegung der Blätter erreicht ist, bevor die Druckwalzen in die Stellung gebracht werden, in der sie die Düse verschließen, so daß ein Teil der Flüssigkeit aus dem Inneren der Düse durch die Blätter abgezogen und nach dem Schließen des Ventils zwischen den Blättern verteilt wird. Auf diese Weise wird die Flüssigkeit in der Düse von dem Druck entlastet. bevor die Düse verschlossen wird, um so die Schwierigkeiten zu vermeiden, die sich ergeben würden, wenn die Düse verschlossen wird, während die Flüssigkeit dem Druck ausgesetzt ist.
  • Wie schon erwähnt, ist das zweite Blatt 40 um das Rohr 70 herumgewickelt, und da das Rohr 70 nicht gedreht wird, wenn das zweite Blatt abgewickelt wird, sind Mittel vorgesehen, um zu verhindern, daß sich die innerste Windung des zweiten Blattes während des Herausziehens des zweiten Blattes aus der Vorrichtung auf dem Rohr 70 festzieht. Diese Mittel umfassen eine oder mehrere Öffnungen 138 in der innersten Windung des aufgewickelten zweiten Blattes (F i g. 8), wobei ein Band 140, das mit einem druckempfindlichen Klebstoff überzogen ist, an der Innenfläche der innersten Windung so befestigt ist, daß es die Öffnungen überdeckt. so daß Teile der klebfähigen Fläche des Bandes, welche sich mit den Öffnungen decken, die nächstfolgende Windung des zweiten Blattes berühren und daher das zweite Blatt einen Zylinder von im wesentlichen festliegender Umfangslänge bildet, der es dem zweiten Blatt ermöglicht, sich ungehindert auf dem Rohr 70 zu drehen, ohne sich festzuziehen.
  • Es ist daran gedacht, die vorderen Enden des lichtempfindlichen Blattes und des zweiten Blattes in der Nähe der Lippen der Düse 48 miteinander zu verbinden, wobei ein Führungsabschnitt des Bildaufnahmeblattes auf einer Spule 36 aufgewickelt ist und auf ihr lösbar so festgehalten wird, daß der Führungsabschnitt des Bildaufnahmeblattes, der eine ausreichende Länge besitzt, um sich von der Kammer 22 zu der Düse zu erstrecken, leicht abgewickelt werden kann. Beim Gebrauch des Erzeugnisses wird die das lichtempfindliche Blatt tragende Spule in die Kammer 22 eingeführt, während das Aggregat mit dem Behälter, der Düse und dem zweiten Blatt in die Kammer 24 eingebracht wird. Die freien Enden des lichtempfindlichen Blattes und des zweiten Blattes, die vorzugsweise aneinander befestigt sind, werden zwischen den Druckwalzen hindurch aus der Kamera herausgeführt. Die vorderen Enden beider Blätter werden erfaßt und über den Kanal 46 aus der Kamera herausgezogen, bis die Bewegung zum Stillstand gebracht wird. Dieses erste Herausziehen der Blätter dient dazu, eine Fläche des Bildaufnahmeblattes zum Zwecke der Belichtung vor der Öffnung 30 anzuordnen; während die Blätter in dieser Weise bewegt werden, wird das Ventil geöffnet, so daß die Düse mit der Behandlungsflüssigkeit gefüllt werden kann und die Flüssigkeit an den Lippen der Düse zur Verfügung steht, um die Behandlung der ersten belichteten Fläche des Bildaufnahmeblattes durchzuführen. Zu diesem Zweck werden die beiden Blätter erfaßt und erneut aus der Kamera herausgezogen, bis die Bewegung unterbrochen wird. Während der anfänglichen Bewegung der Blätter wird das Ventil geöffnet, und die Druckwalzen werden in ihre Stellung zum Ausbreiten der Flüssigkeit gebracht. Während des letzten Teils der Bewegung der Blätter wird zuerst das Ventil geschlossen, und dann werden die Druckwalzen in ihre Stellung zurückgeführt, in der sie die Düse verschließen.

Claims (13)

  1. Patentansprüche: 1. Photographischer Apparat der Selbstentwicklerbauart mit einer Flüssigkeitsspenderdüse, die in der Nähe eines Paares druckausübender Organe angeordnet ist, die auf das belichtete lichtempfindliche Blatt und ein zweites Blatt einwirken, um die durch die Düse zwischen die Blätter zugeführte Behandlungsflüssigkeit zu verteilen, und mit einem Behälter, der die Flüssigkeit beherbergt und nach der Düse zuführt, d a -durch gekennzeichnet, daß dieser Behälter (66) elastisch deformierbar ist und auf die darin enthaltene Behandlungsflüssigkeit einen Druck ausübt und mit der Düse (48) über ein steuerbares Ventil (88) gekuppelt ist.
  2. 2. Apparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Abschnitt der Behälterwandung (66) im wesentlichen den gleichen permanenten Druck auf die Flüssigkeit ausübt, so daß fast die gesamte Flüssigkeit aus dem Behälter nach der Düse mit einem vorbestimmten konstanten Druck strömt.
  3. 3. Apparat nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (66) aus homogenem Werkstoff besteht und daß jeder Abschnitt des Behälters in ungestrecktem Zustand eine im wesentlichen gleiche Wandstärke aufweist.
  4. 4. Apparat nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlungsflüssigkeit im Behälter (66) frei von Stoffen ist, die bei normalen Temperaturen und unter normalem Druck gasförmig sind.
  5. 5. Apparat nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (66) im unausgedehnten Zustand die Form einer zylindrischen Röhre aufweist, die an einem Ende geschlossen ist.
  6. 6. Apparat nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß im ausgedehnten Zustand der Behälter (66) wenigstens zweimal so lang ist wie sein Durchmesser und daß der Behälter gegen zusätzliche seitliche Ausdehnung geschützt ist.
  7. 7. Apparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (66) von einem Trägerbauteil umgeben ist, um welchen ein Streifen des zweiten Blattes (40) aufgewickelt ist. B.
  8. Apparat nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (66) durch ein zylindrisches Rohr (70) in der seitlichen Ausdehnung begrenzt ist.
  9. 9. Apparat nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verhinderung des Festhaftens der innersten Windung der von dem zweiten Blatt (40) gebildeten Spule während der Wegzugsbewegung des zweiten Blattes an dem Rohr (70) eine Öffnung (138) in der innersten Windung der Spule vorgesehen ist und daß ein Band (140) mit einem druckempfindlichen Klebemittel an der inneren Oberfläche der innersten Windung überzogen ist und zu den Öffnungen derart angeordnet ist, daß Abschnitte der Klebeoberfläche des Bandes, die auf die Öffnungen ausgerichtet sind, die nächstfolgende Windung des zweiten Blattes berühren und dadurch einen geschlossenen Zylinder aus dem Blatt bilden (F i g. 8).
  10. 10. Apparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil (88) durch die Bewegung der Blätter (32, 40) zwischen den druckausübenden Organen (42, 44) betätigt wird.
  11. 11. Apparat nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil (88) durch eine deformierbare Kappe (100) an einem Ende des rohrförmigen Bauteils (70) betätigbar ist.
  12. 12. Apparat nach den Ansprüchen 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß ein Mechanismus innerhalb des photographischen Apparates vorgesehen ist, durch welchen das Ventil. (88) geöffnet werden kann, so daß die Behandlungsflüssigkeit aus dem Behälter nach der Düse strömt, während die Blätter durch den Apparat bewegt werden.
  13. 13. Apparat nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Mechanismus durch eine Walze (38) betätigt wird, die in Reibungsverbindung mit dem lichtempfindlichen Blatt (32) steht.
DEJ23063A 1962-01-29 1963-01-28 Photographischer Apparat der Selbstentwicklerbauart Pending DE1172951B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3785267A (en) * 1971-12-03 1974-01-15 Fuji Photo Film Co Ltd Photographic apparatus having built-in processor

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