-
Wassermangelsicherung für Durchlauferhitzer Die Erfindung bezieht
sich auf eine Wassermangelsicherung für Durchlauferhitzer mit einem die Energiezufuhr
zum Gerät steuernden Hubglied und einer zur Erzeugung eines Druckunterschiedes am
Hubglied im Wasserweg angeordneten Staustelle, sowie mit einer die Staustelle umgehenden,
durch ein einstellbares Drosselorgan beherrschten Leitung, die durch ein vom Hubglied
gesteuertes Ventil absperrbar ist.
-
Die bekannten Wassermangelsicherungen dieser Art sind meist mit einem
selbsttätigen Wasserdurchflußregler gekoppelt, der durch Federdruck gegen das Hubglied
geführt ist, so daß er zwangläufig jede Bewegung des Hubgliedes mitmacht. Das Drosselorgan
in der die Staustelle umgehenden Leitung ist meist als Temperaturwähler ausgebildet.
Wird die Umgehungsleitung geöffnet, so wird damit das Druckgefälle an der Staustelle
dem Öffnungsgrad des Drosselorgans entsprechend herabgesetzt und dadurch der Wasserdurchflußregler
infolge Lageänderung des Hubglieds veranlaßt, eine größere Wassermenge je Zeiteinheit
durchfließen zu lassen. Die Staustelle ist jedoch nicht nur maßgebend für den Regler,
sondern auch für die Energiezufuhr. An der Staustelle muß ein ganz bestimmter Druckunterschied
herrschen, damit dem Durchlauferhitzer die vorgeschriebene Energiemenge zugeführt
wird. Diesem bestimmten Druckunterschied ist ein bestimmter Membranhub und eine
bestimmte Wasserdurchflußmenge, die sogenannte Mindestwasserdurchflußmenge, bei
der Staustelle zugeordnet. Da die zugeführte Energie, vorausgesetzt, daß an der
Staustelle mindestens dieser bestimmte Druckunterschied herrscht, nicht verändert
wird und somit etwa konstant bleibt, läßt sich eine gewünschte Temperatur des zu
erwärmenden Wassers nur durch entsprechende Bemessung der Wasserdurchflußmenge erreichen.
Dies erfolgt durch mehr oder weniger weites öffnen der die Staustelle umgehenden
Leitung mittels des Drosselorgans.
-
Ist nun das für einen Durchlauferhitzer zur Verfügung stehende Druckgasgefälle
nicht hoch genug, weil der Wasserdruck im Leitungssystem unter einen bestimmten
Wert sinkt, so wird dem Durchlauferhitzer nur ein Teil oder gar keine Energie zugeführt,
wenn sein Drosselorgan auf größten Durchfluß (geringste Temperaturerhöhung) eingestellt
ist.
-
In gewissen Fällen (bezüglich des Wasserdrucks und/oder der Installation)
kann also die Stellung des Drosselorgans dafür entscheidend sein, ob dem Durchlauferhitzer
die volle, ein Teil oder gar keine Energie zugeführt wird. Je weiter das Drosselorgan
die Umgehungsleitung der Staustelle öffnet, d. h. je weiter seine Lage von der Stellung
»heiß« in die Stellung »warm« verändert wird, desto größer muß das für den Durchlauferhitzer
zur Verfügung stehende Druckgefälle sein. Ferner ist der Durchlaufwiderstand hinter
dem Durchlauferhitzer bei ungünstigen Druckverhältnissen im Leitungssystem oft entscheidend.
Dabei kann der Fall eintreten, daß bei großen QuerschnittenderBadearmaturen (imVergleichzuden
Zuleitungen z. B. eines Waschtisches) der Durchlauferhitzer, selbst bei geöffnetem
Drosselorgan in der Umgehungsleitung, ausreichend warmes Wasser liefert. Beim öffnen
des Warmwasserzapfventils am ebenfalls angeschlossenen Waschtisch fließt aber bei
gleicher Stellung des Drosselorgans nur kaltes Wasser aus, weil die Zuleitung und
das Absperrventil unter dem Waschtisch oder das Wasserzapfventil einen zu hohen
Druckverlust verursachen, so daß die Mindestwasserdurchflußmenge bei der Staustelle
nicht erreicht wird, wodurch die Energiezufuhr gesperrt bleibt bzw. wird.
-
Es ist auch eine Wassermangelsicherung bekannt, in der ein teilweise
vom Membranhub abhängiges Ventil den Zugang zu dem die Staustelle umgehenden Kanal
beherrscht. Durch diese bekannte Wassermangelsicherung kann erreicht werden, daß
beim öffnen einer Warmwasserzapfstelle die Umgehungsleitung bis zum Erreichen eines
bestimmten Druckes vor und hinter dem der Umgehungsleitung vorgeschalteten Ventil
versperrt bleibt. Ist der Druckunterschied erreicht, so öffnet durch Federkraft
das Ventil so weit, bis es an dem Hubglied zur Anlage kommt. Da gleichzeitig auch
die Leitung zur Staustelle freigegeben wird, kann die auf die Membrane wirkende
Druckdifferenz so weit absinken, daß die Gaszufuhr gedrosselt wird, da die beiden
Leitungen nur durch völliges Schließen des Zapfventils (tiefste Lage des Hubgliedes)
wieder versperrt werden können. Somit kann bei dieser bekannten Wassermangelsicherung
auch die Energiezufuhr zum Durchlauferhitzer beeinflußt werden.
Der
Erfindung hegt die Aufgabe zugrunde, daß bei einer Wassermangelsicherung der eingangs
angegebenen Gattung die Einstellung des Drosselorgans der Umgehungsleitung keinen
Einfluß auf den notwendigen Mindestwasserdurchfluß hat. Die Erfindung besteht darin,
daßdas dieUmgehungsleitung beherrschende Ventil so gesteuert wird, daß es erst beim
überschreiten des der vollen Energiezufuhr entsprechenden Hubes des Hubgliedes die
Umgehungsleitung freigibt, diese andererseits schließt, wenn der der vollen Energiezufuhr
entsprechende Hub des Hubgliedes unterschritten wird. Dabei kann in weiterer Ausbildung
der Erfindung das Ventil einen konischen Ansatz aufweisen, der bei geschlossenem
Ventil in den Ventilsitz hineinragt, und das Drosselorgan gleichzeitig Träger des
Ventils sein. Dadurch ergibt sich ein guter Ventilsitz ohne großen Aufwand.
-
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und im folgenden beschrieben. Es zeigt A b b. 1 schematisch eine Wassermangelsicherung
nach der Erfindung in einem Durchlauferhitzer, wenn kein Warmwasser gezapft wird,
A b b. 2 schematisch die Wassermangelsicherung, wenn das Druckgefälle an der Staustelle
gerade groß genug ist, daß dem Durchlauferhitzer die vorgeschriebene Energiemenge
zugeführt wird, A b b. 3 schematisch die Wassermangelsicherung bei voll geöffnetem
Drosselorgan.
-
Dem Wassereingang 1 ist ein Durchflußregler 2 nachgeschaltet, der
durch die Feder 3 mit dem Hubglied 4 kraftschlüssig verbunden ist. Im Niederdruckraum
5 ist der Ventilteller 6 durch einen Stift 7 mit dem durch die Feder 8 belasteteten
Gasventilteller 9 verbunden. Der in dem Drosselorgan 10 lose geführte Stift
11 mit dem Ansatz 12 ist durch die Feder 13 mit dem Hubglied 4 kraftschlüssig verbunden.
Das Ventil 14 sitzt gleitend auf dem Stift 11 und ist durch eine Feder
15 belastet. Durch die Leitung 18 wird das Wasser dem Wärmetauscher 19 zugeführt
und über das Zapfventil 20 entnommen.
-
Wird das Zapfventil 20 geöffnet, so entsteht an der Staustelle
17 ein Druckunterschied, der auf das Hubglied 4 wirkt. Das Hubglied 4 bewegt
sich gegen die Kraft der Feder 8 und hebt den Gasventilteller 9 an. Gleichzeitig
folgt der Durchflußregler 2 und der Stift 11 der Bewegung des Hubgliedes 4. Der
Benutzer wählt durch Drehen des Drosselorgans 10 nach einer hier nicht dargestellten
Skala eine Auslauftemperatur. Die Größe des Wasserdurchflusses in der Umgehungsleitung
16 bestimmt also der Öffnungsgrad des Drosselorgangs 10 und der Hub des Hubgliedes
4. Der Ventilteller des Ventils 14 wird durch den von der Feder 13 belasteten
Ansatz 12 des Stiftes 11 nur dann angehoben, wenn das Hubglied 4 und
damit der Gasventilteller 9 einen der Mindestdurchflußmenge an der Staustelle 17
zugeordneten Mindesthub überschreitet.
-
Auf diese Weise beeinflußt das Drosselorgan 10
nicht die Energiezufuhr
des Durchlauferhitzers.