DE1170350B - Kohlenhobel - Google Patents
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21C—MINING OR QUARRYING
- E21C27/00—Machines which completely free the mineral from the seam
- E21C27/20—Mineral freed by means not involving slitting
- E21C27/32—Mineral freed by means not involving slitting by adjustable or non-adjustable planing means with or without loading arrangements
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Description
- Kohlenhobel Die Erfindung bezieht sich auf einen Kohlenhobel, dessen Hobelschlitten nebeneinander zwei gleichsinnig schwenkbare Hobelkörper trägt, die an ihren voneinander abgekehrten Enden Hobelschneiden aufweisen und von denen je nach der Bewegungsrichtung jeweils der eine oder andere im schälenden Eingriff steht, und welcher verschwenkbare, über dem eigentlichen Hobelkörper angebrachte Virschneidmesser zum Hereingewinnen der Oberkohle besitzt. Hobel dieser bekannten Gattung dienen zum Hereingewinnen der Kohle bei Flözen großer Mächtigkeit, wobei zur Unterstützung des Schälens und zum Anritzen und Auflockern der Kohle die Vorschneidmesser dienen. Es hat sich jedoch gezeigt, daß bei der Hereingewinnung von harter Kohle bei Flözen großer Mächtigkeit die durch die Vorschneidmesser bewirkte Lockerung der Kohle und das Festklemmen des Kohlenhobels nicht immer vermieden werden können.
- Die Erfindung sieht eine Verbesserung dadurch vor, daß die beiden Hobelschlitten mit einem beweglich gekuppelten Mittelteil verbunden sind, auf welchem zwei in die jeweilige Arbeitsstellung verschwenkbare obere Messerträger angebracht sind, zwischen denen sich ein auf einer schräg zum Stoß zeigenden Achse in Arbeitsstellung verschwenkbarer, in senkrechter Richtung federnd gelagerter Messerträger befindet. Hierdurch wird von den Sohlenmessem bis zu dem zwischen den beiden oberen verschwenkbaren Messerträgem angeordneten, federnd gelagerten Messerträger stufenartig ein Vorschneiden übereinanderliegender Flözpartien erreicht, wodurch auch bei harter Kohle eine sehr weitgehende Entspannung des Kohleverbandes eintritt, so daß auch die Kohle im Bereich des Hangenden leichter hereingewonnen werden kann. Dabei wird diese Wirkung dadurch unterstützt, daß durch die schräg zum Stoß zeigende Achse des oberen und mittleren Messerträgers die bei jeder Bewegungsrichtung nach vom gekehrte Schneide nicht nur gegen den Kohlenstoß, sondem zugleich auch gegen das Hangende vorgezogen wird und dabei das Hangende mehr oder minder stark anritzt, wobei die federnde Lagerung dieses Messerträgers eine Anpassung an den Verlauf der Hangendkohle ermöglicht und einer Verklemmung des Hobels entgegenwirkt. Gleichzeitig erhält der Hobel durch das Anritzen des Hangenden auch im oberen Bereich eine die Arbeitsbewegung des Hobels stabilisierende Führung.
- In diesem Sinne stellt ein weiteres Merkmal der F-rfindung eine weitere Verbesserung dar, wonach Jer Messerträger mit nach entgegengesetzten Seiten gerichteten, in der Höhe gegeneinander versetzten Schneiden und einem Firstinesser versehen ist.
- Zur Erleichterung des Transportes des Kohlenhobels und seiner Wartung empfiehlt es sich gemäß einem anderen Merkmal der Erfindung, daß der höhenverstellbare Messerträger und die nicht höhenverstellbaren Messerträger als lösbare Einheit gelenkig mit den Enden der Hobelschlitten über horizontale Achsen verbunden sind. Hierdurch wird gleichzeitig eine leichtere Wartung und Auswechselbarkeit der einzelnen Bestandteile des Hobels gewährleistet.
- In Weiterbildung der Erfindung ist ferner vorgesehen, daß innerhalb von zwei teleskopartig ineinandergreifenden Rohren eine Druckfeder angeordnet ist, die aus einem Kegelfedersatz besteht, der durch einen Stab geführt ist, wobei die Federspannung durch eine oberhalb der Feder angreifende Schraubenspindel einstellbar ist, die über eine von außerhalb der teleskopartigen Röhre zu betätigende Schnecke gedreht werden kann. Die Ausfahrhöhe der teleskopartig ineinandergreifenden Rohre kann erfindungsgemäß durch einen Anschlag begrenzt werden, während am Außenrohr angeordnete, längsverlaufende, in Nuten eines umgebenden Rohres eingreifende Leisten eine Verdrehung des Rohres verhindern.
- Es ist ein Kohlenhobel bekannt, der neben den übrigen Hobelschneiden noch einen in der Höhe durch Druckfedem selbsttätig verstellbaren Messerträger für die Oberkohle aufweist. Dieser Kohlenhobel ist jedoch als Steilhobel für den Abbau der Kohle in steilen Flözen ausgebildet und in der Höhe nicht begrenzt verstellbar, so daß die Gefahr eines Nachgebens des Hangendmessers in das Hangende besteht.
- Ferner ist ein in Arbeitsstellung verschwenkbarer Kohlenhobel bekannt, dessen Meißelträger auf einer schräg zum Stoß zeigenden Achse gelagert ist. Hierdurch soll ein gutes Ablösen der Kohle vom Liegenden durch eine das Liegende anritzende Schneide erreicht werden.
- Eine Anregung, einen Kohlenhobel zur Hereingewinnung harter Kohle bei Flözen großer Mächtigkeit mit der Kombination der Merkmale nach der Erfindung auszustatten, geht von keinem dieser bekannten Geräte aus.
- In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 einen Kohlenhobel in Seitenansicht vom Kohlenstoß her gesehen, F i g. 2 den Hobel nach F i g. 1 in Draufsicht, F i g. 3 einen senkrechten Schnitt nach der Linie 111-III in F i g. 1, F i g. 4 einen horizontalen Schnitt durch das Aufnahmegehäuse des höhenverstellbaren Messerträgers nach der Linie IV-IV in F i g. 3 und F i g. 5 einen horizontalen Schnitt nach der Linie V-V in F i g. 3.
- In den Zeichnungen ist ein Kohlenhobel dargestellt, dessen Hobelschlitten la, 1 b nebeneinander zwei gleichsinnig schwenkbare Hobelkörper 7 trägt, die an ihren voneinander abgekehrten Enden Hobelschneiden 6, 20 aufweisen, wobei an den voneinander abgekehrten Enden der beiden Hobelkörper die Hobelschneiden 6 als Vorreißmesser und die Hobelschneiden 20 an den einander zugekehrten Enden als Hobelmesser ausgebildet sind. Die Hobelschneiden stehen je nach der Bewegungsrichtung des Kohlenhobels abwechselnd im schälenden Eingriff. Ferner besitzt der Kohlenhobel verschwenkbare, über dem eigentlichen Hobelkörper angebrachte Vorschneidmesser zum Hereingewinnen der Oberkohle, die als ein paar in die jeweilige Arbeitsstellung verschwenkbare obere Messerträger 5 ausgebildet sind. Diese Messerträger 5 sind auf einem mit den beiden Hobelschlitten la, 1 b beweglich gekuppelten Mittelteil 21 angebracht. Zwischen den beiden Messerträgern 5 befindet sich ein weiterer Messerträger 8, der um eine schräg zum Stoß zeigende Achse 32 in Arbeitsstellung verschwenkbar sowie außerdem in senkrechter Richtung federnd gelagert ist.
- Im einzelnen ist der Hobel 1 zweckmäßig an einem Förderer geführt und kann gegebenenfalls mit schwertartigen Fortsätzen den nicht dargestellten Förderer unterschneiden.
- Jeder der Hobelschlitten 1 a und 1 b ist mit Sohlenmessern 17 versehen, die an einem Messerträger 16 angeordnet und um Bolzen 18 schwenkbar sind.
- Das Mittelteil 21 als Träger für die beiden Messerträger 5 und den höhenverstellbaren Messerträger 8 besteht aus einer Bodenplatte 22, die zweckmäßig mit einer Frontplatte 23 verschweißt ist. Längsverlaufende Anschlußflanschen 24 dienen zum Anschluß an Flansche 25 der beiden Hobelschlitten 1 a und 1 b. Die bewegliche Verbindung zwischen Mittelteil und den Hobelschlitten wird durch horizontale Bolzen 3 hergestellt.
- Die beiden Messerträger 5 sind um vertikale Bolzen 4 verschwenkbar und lösen die Kohle oberhalb der Schäl- und Vorreißmesser 6 und 20 der Messerträger 7. Der Hobel kann somit auch bei geringer Mächtigkeit des Flözes ohne das Mittelteil verwendet werden.
- Die Höhenverstellbarkeit des Messerträgers 8 ist dadurch gewährleistet, daß innerhalb von zwei teleskopartig ineinandergreifenden Rohren 28, 29 eine Druckfeder 12 angeordnet ist, die aus einem Kegelfedersatz besteht. Dieser Kegelfedersatz ist durch einen Stab 45 geführt, wobei die Federspannung durch eine oberhalb der Feder 12 angreifende Schraubspindel 13 einstellbar ist, die über eine von außerhalb der teleskopartigen Rohre 28, 29 zu betätigende Schnecke 14 gedreht werden kann. Die Oberseite eines Führungsteils 31 ist so geformt, daß der Messerträger bei seiner Bewegung hin und zurück frei gleiten kann. Der Messerträger ist mit zwei Reihen von Schneiden 33 versehen, die einen Winkel einschließen und radial von der Achse 32 in Richtung des Kohlenstoßes vorstehen. Die schräge Achse 32 bewirkt, daß die in der Bewegungsrichtung vorwärts gekehrten Schneiden 33 nach oben geschwenkt werden. Der Messerträger 8 weist ferner oben ein Firstmesser 11 auf, das in einem hinterschnittenen Schlitz 34 befestigt und durch eine Schraube 35 gehalten wird. Das Firstmesser 11 trägt zwei Schneiden, wobei die eine oder die andere dieser Schneiden abhängig von der Bewegungsrichtung des Messerträgers 8 in Schneidstellung gebracht wird. Der Messerträger wird durch die als Kegelfedersatz ausgebildete Druckfeder 12 über das Rohr 29 dauernd gegen das Hangende gedrückt.
- Die Schraubspindel 13 ist mit einer Kopfplatte 40 versehen, die am oberen Ende der Feder 12 anliegt und die Feder bei einer entsprechenden Umdrehung der Einstellspindel 42 über die Schnecke 14 zusammendrückt. Die Schnecke 14 liegt zwischen zwei Platten 41 und 42 innerhalb des Rohres 29.
- Eine im Innern des Rohres 29 angeordnete Längsleiste Ü, die in eine Kerbe einer Kopfplatte 43 eingreift, verhindert eine Verdrehung der Schraubspindel 13. Wenn die Schnecke 14 über eine Einstellspindel 47 gedreht wird, bewegt sich die Schraubspindel 13 abhängig von der Umdrehungsrichtung auf und ab und bewirkt somit ein Anspannen oder Entlasten der Feder 12.
- Der Stab 45 ist mit der Bodenplatte 22 durch eine Mutter 46 verschraubt und greift in eine axiale Bohrung der Schraubspindel 13 ein. Der den Hub des Rohres 29 nach oben begrenzende Anschlag setzt sich aus einer Anschlagschraube 48 zusammen, die am unteren Ende des Rohres befestigt ist und an der Unterseite einer Schulter 49 an der Innenseite eines Rohres 50 zur Anlage kommt. Eine Verdrehung des Rohres 29 wird durch Leisten 51 verhindert, die längsverlaufend an der Außenseite desselben befestigt sind und in Nuten eines Außenrohres 10 eingreifen.
Claims (2)
- Patentansprüche: 1. Kohlenhobel, dessen Hobelschlitten nebeneinander zwei gleichsinnig schwenkbare Hobelkörper trägt, die an ihren voneinander abgekehrten Enden Hobelschneiden aufweisen und von denen je nach der Bewegungsrichtung jeweils der eine oder andere im schälenden Eingriff steht, und welcher verschwenkbare, über dem eigentlichen Hobelkörper angebrachte Vorschneidmesser zum Hereingewinnen der Oberkohle besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Hobelschlitten (la, 1 b) mit einem beweglich gekuppelten Mittelteil (21) verbunden sind, auf welchem zwei in die jeweilige Arbeitsstellung verschwenkbare obere Messerträger (5) angebracht sind, zwischen denen sich ein auf einer schräg zum Stoß zeigenden Achse (32) in Arbeitsstellung verschwenkbarer, in senkrechter Richtung federnd gelagerter Messerträger (8) befindet.
- 2. Kohlenhobel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der höhenverstellbare Messerträger (8) mit nach entgegengesetzten Seiten gerichteten, in der Höhe gegeneinander versetzten Schneiden (33) und einem Firstmesser (11) versehen ist. 3. Kohlenhobel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittelteil (21) gelenkig mit den Enden der Hobelschlitten (1 a, 1 b) -über horizontale Achsen (3) verbunden sind. 4. Kohlenhobel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb von zwei teleskopartig ineinandergreifenden Rohren (28, 29) eine Druckfeder (12) angeordnet ist, die aus einem Kegelfedersatz besteht, der durch einen Stab (45) geführt ist, wobei die Federspannung durch eine oberhalb der Feder (12) angreifende Schraubspindel (13) einstellbar ist, die über eine von außerhalb der teleskopartigen Rohre (28, 29) zu betätigende Schnecke (14) gedeht werden kann. 5. Kohlenhobel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausfahrhöhe der teleskopartig ineinandergreifenden Rohre (28, 29) durch einen Anschlag (48, 49) begrenzt ist und am Außenrohr angeordnete, längsverlaufende, in Nuten eines umgebenden Rohres (10) eingreifende Leisten (51) eine Verdrehung des Rohres (29) verhindern. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 831832, 862 433, 912 801; deutsche Auslegeschrift Nr. 1032 703.
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