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Kohlenhobel Die Erfindung betrifft einen Kohlenhobel, welcher einen
im wesentlichen parallel zur Zugrichtung angeordneten Führungsbalken besitzt, an
welchem zwei für entgegengesetzt gerichtete Arbeitsrichtung bestimmte Werkzeuggruppen
mittels Werkzeugträger zwischen verstellbaren Anschlagelementen längsverschieblich
und auch schräg zueinander geführt und dabei mit den Werkzeugen in eine zum Kohlenstoß
vorgezogene Arbeitsstellung oder in eine zurückgezogene Ruhestellung bewegbar sind.
Der Kohlenhobel wird mittels Zugmittel in Längsrichtung des Kohlenstoßes bzw. eines
Strebförderers zunächst zu dem einen Strebende und anschließend nach dem anderen
Strebende bewegt, wobei erst die eine und anschließend die andere Werkzeuggruppe
die Hereingewinnung der Kohle bewirkt. In manchen Fällen wird der Führungsbalken
einteilig ausgebildet. Bei dieser Bauart kann ein einteiliger Werkzeugträger vorgesehen
werden, der beide Werkzeuggruppen besitzt. Es ist aber auch möglich, auf einem ungeteilten
Führungsbalken zwei Werkzeugträger mit je einer Werkzeuggruppe vorzusehen
und jeden Werkzeugträger auf einem Längenabschnitt des Führungsbalkens zu führen.
Bei Kohlenhobeln mit zwei Werkzeugträgern wird aber ein quergeteilter Führungsbalken
bevorzugt, dessen beide Hälften zwischen den für jeden Werkzeugträger bestimmten
Führungsabschnitten durch ein Quergelenk verbunden sind.
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Es sind Kohlenhobel bekannt, bei denen der mit zwei Werkzeuggruppen
versehene ungeteilte Werkzeugträger auf dem Führungsbalken um einen geneigt aufwärts
gerichteten Zapfen schwenkbar ist. Zur Veränderung der Schneidtiefe der Werkzeuge
wird in der Lageröffnung des Werkzeugträgers ein den Bolzen umschließender Exzenterring
verdrehbar und festklemmbar gelagert. An Stelle des Exzenterringes sollen auch Futterstücke
treten können, die auswechselbar sind. In diesem Falle müssen unterschiedliche Futterstücke
bereitgehalten werden. Diese Ausbildung der Verstellung ist deswegen kompliziert
und ungünstig, weil sie denbesonders stark beanspruchten Drehzapfen des Werkzeugträgers
umschließt. Es ist bei dieser Bauart noch eine weitere Führung vorgesehen, die aus
einem in einem Langloch geführten Zapfen besteht. Die Länge des Langloches ist unveränderbar
(vgl. deutsche Patentschrift 912 801).
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Bei einer anderen bekannten Bauart eines Kohlenhobels ist der Hobelkörper
an einem auf dem Förderer gestellartig geführten Gleitkörper in einei Schwalbenschwanzführung
längsverschieblich gelagert. Es sind auch in diesem Fall einerseits am Gleitkörper
und andererseits am Zugmittel feste Anschläge vorgesehen, welche die Relativbewegung
dieser verschiedenen Vorrichtungsteile begrenzen, jedoch wird die Schneidtiefe dieses
nur mit Bodenmessem versehenen Kohlenhobels weder durch die Längsverschieblichkeit
des Kohlenhobels noch durch dessen Anschläge beeinflußt.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei solchen Kohlenhobeln
eine weitestgehend einfache Verstellvorrichtung zu schaffen, durch welche der Bewegungsbereich
jedes Werkzeugträgers in bezug auf die Schnittiefe den zweckmäßigsten Verhältnissen
entsprechend eingestellt werden kann. Dabei soll die Ausbildung derart sein,
daß die Verstellung der Anschlagelemente an allen Betriebspunkten des Bergbaus leicht
durchführbar ist. Die Erfindung ist demgemäß dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren
Anschlagelemente jeweils aus mehrkantigen, auf einer Drehachse exzentrisch gelagerten
Einstellscheiben gebildet sind, die mit Ver.riegelungselementen ausgerüstet sind.
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Bei einer solchen mehrkantigen Einstellscheibe erhalten die äußeren
Anschlagflächen einen unterschiedlichen Abstand von der Gegenfläche des Werkzeugträgers,
so daß lediglich durch Umstellung dieser Einstellscheibe der Bewegungsbereich des
Werkzeugträgers verändert wird. Hierbei wird aber gleichzeitig die Lage der Werkzeuge
an ihrem Werkzeugträger hinsichtlich der horizontalen und vertikalen Eindringtiefe
auf ein anderes Maß gebracht. Diese außerhalb der eigentlichen Lagerung des Werkzeugträgers
befindlichen Einstellscheiben sind leicht zugänglich und auch bei zurückgedrücktem
Werkzeugträger leicht verstellbar. In der belasteten Stellung liegen die großen
Flächenabschnitte der Einstellscheiben gewissermaßen selbstsperrend an den Gegenflächen
des Werkzeugträgers an.
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Bei Anwendung des Gegenstandes der Erfindung auf eine Bauart, bei
welcher zwei Werkzeugträger mit genuteten Führungsansätzen auf seitlichen Führungsleisten
der
Führungsbalkenhälften längsverschieblich befestigt sind, wobei die beiden Führungsleisten
zur Balkenmitte hin abwärts und zum Abbaustoß hin geneigt sind und die Werkzeugträger
gegeneinander durch einen Abdrückansatz distanziert sind, wird eine Verbesserung
dadurch erzielt, daß die genuteten Führungsansätze sich mit ihren äußeren Stirnseiten
gegen die Einstellscheiben abstützen.
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Diese vorstehend gekennzeichnete Bauart ist besonders geeignet für
solche Kohlenhobel, bei welchen die Führungsbalkenhälften im Bereich zwischen den
Werkzeugträgern durch ein Quergelenk miteinander verbunden sind. Der zwischen den
Werkzeugträgern vorgesehene Abdrückansatz wird zweckmäßig in etwa gleichem Abstand
von der Strebsohle wie das Führungsbalkengelenk vorgesehen.
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Als Einstellscheibe wird gemäß der Erfindung zweckmäßig eine Sechskantscheibe
verwendet, die umfangsseitig mit Ausschnitten versehen ist, in welche von Einstellbolzen
getragene Sperriegel einsteckbar sind. Solche Sechskantscheiben werden beiden Werkzeugträgern
zugeordnet, und es bildet jeweils die am hinteren Ende des Kohlenhobels befindliche
Scheibe das Anschlagelement bzw. Stützlager für beide Werkzeugträger, so daß der
eine sich in die gewählte Arbeitsstellung schiebt, während der andere Werkzeugträger
in die Ruhestellung wandert.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Kohlenhobels nach
der Erfindung veranschaulicht.
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F i g. 1 zeigt den Kohlenhobel in Vorderansicht; F i
g. 2 zeigt den Kohlenhobel in Draufsicht mit einem Teil des Strebförderers;
F i g. 3 zeigt eine Stimansicht des Kohlenhobels, wobei der Strebförderer
geschnitten ist; F i g. 4 ist ein Querschnitt durch eine Hälfte des Kohlenhobels
entsprechend Linie IV-IV der F i g. 1.
Der Kohlenhobel besitzt die beiden
Führungsbalkenhälften 1, l', die an den gegeneinander gerichteten Enden mit
kammartig ineinandergreifenden Gelenkscheiben 2 versehen und durch den waagerechten
Querbolzen 3 verbunden sind. Die Führungsbalkenhälften 1, l' sind
von der Mitte ausgehend nach den Enden hin keilförrnig verjüngt. Auch an der Unterseite
sind die Führungsbalken derart ausgebildet, daß sie nicht unmittelbar an der Strebsohle
aufliegen. An der dem Abbaustoß abgewendeten Seite sind die Führungsbalkenhälften
rnit Bodenplatten 4, 4' versehen, welche den Strebförderer 5 auf ganzer Breite
oder einem wesentlichen Teil der Breite untergreifen. In der Mitte des Kohlenhobels
ist zwischen den Bodenplatten 4, 4' ein größerer Abstand vor-,gesehen.
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Jede Führungsbalkenhälfte besitzt an dem inneren Endbereich einen
Werkzeugträger 6 bzw. 6', welcher an den Kohlenstoß angreifende Schälmeißel
bzw. -messer 7 und im untersten Teil ein Bodenmesser 8
besitzt, welches
eine horizontale und eine vertikale Schneide hat. Diese Werkzeuge 7 und
8 sind in den Werkzeugträgern 6, 6' auswechselbar und gegebenen-falls
einstellbar befestigt.
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An den dem Abbaustoß zugekehrten Seiten der Führungsbalkenhälften
sind Führungsleisten 10 vorgesehen, auf welchen die Werkzeugträger
6, 6' mit entsprechenden genuteten Führungskörpern 11 gelagert sind.
Die Führungsleisten sind in vertikaler Richtung und auch in horizontaler Richtung
zum Balkengelenk 3 hin einerseits abwärts und andererseits zum Abbaustoß
hin geneigt. Die Werkzeugträger verschieben sich daher auf den Führungsleisten einerseits
senkrecht zum Abbaustoß, andererseits senkrecht zur Strebsohle. Hierdurch gelangen
die Werkzeuge 7, 8 entweder in die Ruhestellung oder in die Arbeitsstellung.
In F i g. 2 befindet sich der Werkzeugträger 6
in der Arbeitsstellung,
während der Werkzeugträger 6'
in die Ruhestellung zurückbewegt ist.
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Der Verschiebeweg der Werkzeugträger 6, 6' ist in beiden Richtungen
hin begrenzt. In der Mitte des Kohlenhobels stützen sich die beiden Werkzeugträger
mit einem Abdrückansatz 12 gegeneinander ab. Dieser besitzt eine ballige Druckfläche
und ist etwa in Höhe des Gelenkbolzens 3 an dem einen Werkzeugträger befestigt.
Der genutete Führungsansatz 11 der Werkzeugträger besitzt eine schräge Stützfläche
13, welche mit einer verstellbaren sechskantigen Einstellscheibe 14 zusammenarbeitet.
Diese Einstellscheibe 14 ist auf dem Zapfen 15 exzentrisch, und zwar drehbar,
gelagert, so daß die sechs Außenflächen der Scheibe in verschiedenem Abstand von
der Mitte des Zapfens 15
liegen. Die Außenflächen der sechskantigen Einstellscheibe
14 bilden die Stützflächen für die Gegenfläche 13 des Führungsansatzes
11 des Werkzeugträgers. Die sechskantige Einstellscheibe 14 besitzt umfangsseitige
Ausschnitte 16, in welche ein Sperriegel 17
einrastet, der mittels
des quergerichteten Bolzens 18
schwenkbar ist. Dieser Bolzen 18 ist
schwer drehbar gelagert, so daß eine selbsttätige Entriegelung nicht möglich ist.
Mit Hilfe dieser sechskantigen Einstellscheibe 14 ist die Dicke des zu schälenden
Kohlenstreifens bzw. die horizontale und vertikale Eindringtiefe des Bodenmessers
8 schnell einstellbar bzw. zu verändern.