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DE1169310B - Verzoegerungseinrichtung fuer Flugzeugschranken - Google Patents

Verzoegerungseinrichtung fuer Flugzeugschranken

Info

Publication number
DE1169310B
DE1169310B DEA29548A DEA0029548A DE1169310B DE 1169310 B DE1169310 B DE 1169310B DE A29548 A DEA29548 A DE A29548A DE A0029548 A DEA0029548 A DE A0029548A DE 1169310 B DE1169310 B DE 1169310B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cable
valve
drum
control
guide rollers
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA29548A
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Kendall Hoffman
Robert Jaxon Calvert
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Acme Precision Products Inc
Original Assignee
Acme Precision Products Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Acme Precision Products Inc filed Critical Acme Precision Products Inc
Publication of DE1169310B publication Critical patent/DE1169310B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64FGROUND OR AIRCRAFT-CARRIER-DECK INSTALLATIONS SPECIALLY ADAPTED FOR USE IN CONNECTION WITH AIRCRAFT; DESIGNING, MANUFACTURING, ASSEMBLING, CLEANING, MAINTAINING OR REPAIRING AIRCRAFT, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; HANDLING, TRANSPORTING, TESTING OR INSPECTING AIRCRAFT COMPONENTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B64F1/00Ground or aircraft-carrier-deck installations
    • B64F1/02Ground or aircraft-carrier-deck installations for arresting aircraft, e.g. nets or cables
    • B64F1/029Ground or aircraft-carrier-deck installations for arresting aircraft, e.g. nets or cables using a cable or tether

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

  • Verzögerungseinrichtung für Flugzeugschranken 1 Die Erfindung betrifft eine Verzögerungseinrichtung, die im Zusammenwirken mit einer Flugzeugschranke zum weichen Abfangen der beim Auftreffen eines Flugzeuges entstehenden hohen kinetische Energiemenge dienen soll.
  • Zum Vernichten der bei der Abbremsung von Flugzeugen auftretenden hohen kinetischen Energiemengen sind im allgemeinen die beiderseitigen Enden der Flugzeugschranke mit Bremsvorrichtungen verbunden, wodurch der nach dem Abfangen des Flugzeuges auftretende Ablauf des Kabels gebremst und gleichzeitig eine Verzögerung des Flugzeuges erreicht wird.
  • Als Bremsvorrichtungen sind sowohl mit Bremsen versehene Seiltrommeln als auch hydraulisch arbeitende Vorrichtungen verschiedenster Ausführungen bekannt. Diese bekannten Vorrichtungen sind jedoch im allgemeinen auf bestimmte Flugzeugtypen begrenzt, deren Gewichte sich innerhalb eines bestimmten und verhältnismäßig engen Bereiches bewegen; außerdem dürfen die Flugzeuggeschwindigkeiten beim Auftreffen auf die Schranke nur innerhalb eines bestimmten Bereiches liegen. Mit Seiltrommeln arbeitende Bremsvorrichtungen haben zwar den Vorteil einer praktisch beliebigen Auszugslänge und einer verhältnismäßig einfachen Steuerung der Bremskraft in Abhängigkeit von der Zeit oder vom Auszugsweg; sie haben jedoch den Nachteil, daß unmittelbar nach dem Erfassen des gelandeten Flugzeuges infolge der Trägheit der Trommel sehr hohe Beschleunigungskräfte an der Trommel und dementsprechend sehr hohe Verzögerungskräfte am Flugzeug auftreten, die ein Reißen des Kabels und auch eine überbeanspruchung des am Flugzeug vorgesehenen Landehakens oder Greifelementes sowie Beschädigung an der Flugzeugzelle zur Folge haben können. Bei den bekannten hydraulischen Bremsvorrichtungen tritt dem gegenüber der Nachteil auf, daß die mit ihnen erzielbaren Bremswege verhältnismäßig kurz und die auftretenden Verzögerungskräfte dementsprechend sehr groß sind.
  • Zur Behebung dieser Schwierigkeiten geht die Erfindung von einer Verzögerungseinrichtung für Flugzeugschranken aus, die eine mit einer Bremse versehene Seiltrommel aufweist und die sich erfindungsgemäß dadurch kennzeichnet, daß das Seilkabel zwischen der Fangvorrichtung und der Seiltrommel schleifenförmig über mehrere Führungsrollen geleitet ist, wobei die Führungsrollen in direkter Verbindung mit einer hydraulischen Bremsvorrichtung stehen.
  • Als Bremsvorrichtung wird ein hydraulischer Zylinder verwendet, mit dessen beweglichen Teilen mehrere Kabelführungsrollen verbunden sind. Beim Auftreffen des Flugzeuges auf die Schranke und der dadurch hervorgerufenen Beschleunigung des Kabels wird die um diese Führungsrollen verlaufende Schleife im Kabel zunehmend verkürzt, so daß die auf die Trommel zur Einwirkung kommende Anfangsbeschleunigung und damit die an dieser Stelle auftretenden Kräfte wesentlich herabgesetzt werden. Das Kabel läuft während der Verkürzung der Schleife in seinem zwischen dieser Bremsvorrichtung und der Seiltrommel liegenden Teil langsamer ab als in dem zwischen der Fangvorrichtung und der Bremsvorrichtung liegenden Teil.
  • Der in. dieser zwischengeschalteten Bremsvorrichtung erzeugte Anteil der Bremskraft ist veränderlich, da die aus dem Zylinder herausgedrückte Flüssigkeit in einen geschlossenen Aufnahmetank fließt, in dem ein veränderlicher Druck eingestellt wird.
  • Mit der Verzögerungseinrichtung werden überlastungen auf die Flugzeugschranke und auf das Flugzeug zu Beginn des Verzögerungsvorganges mit Sicherheit vermieden. Außerdem gestattet die Verzögerungsvorrichtung eine genauere Anpassung der Bremskräfte an das Flugzeuggewicht und die Landegesehwindigkeit, als es bei den bisher bekannten Vorrichtungen für diesen Zweck der Fall war.
  • In der Zeichnung sind einige Auführungsbeispiele der Verzögerungseinrichtung dargestellt. Es zeigt F i g. 1 eine schematische Darstellung der energieverzehrenden Einrichtung, F i g. 2 einen beschleunigungsabhängigen Mechanismus zur Steuerung eines Ventils in der Einrichtung gemäß Fig. 1, F i g. 3, 4 und 5 schematische Darstellungen der aufeinanderfolgenden Arbeitsgänge eines Haltesystems, F i g. 6 eine schematische Darstellung einer abgewandelten Steuerung für das Haltesystem gemäß Fig.l. F i g. 7 und 8 weitere abgewandelte Steuersysteme für die in F i g. 1 dargestellte Einrichtung, F i g. 9 eine Sicherheits-Steueranordnung, die in jedem der in den F i g. 1, 6, 7 und 8 gezeigten Systeme eingebaut werden kann, und F i g. 10 eine schematische Darstellung einer in den verschiedenen Haltesystemen zu verwendenden Bremsvorrichtung.
  • Die Flugzeugschranke 10 (F i g. 3 bis 5) verläuft quer über eine Rollbahn 12, auf der sich das Flugzeug 15 während der Landung bewegt. Die Schranke 10 ist an ihren beiden äußeren Enden 16 mit Kabeln 20 verbunden, wobei die Kabel über Umlenkrollen 22 verlaufen, die auf Halteanordnungen 23 fest verankert sind.
  • Auf beiden Seiten der Rollbahn ist je eine hydraulische Zylindervorrichtung 25 auf Lagerböcken 26 (F i g. 1) angeordnet, wobei die Vorrichtung 25 einen Zylinder 28 aufweist, der fest mit der Lagerung 26 verbunden ist, während der Kolben 30 des Zylinders verschiebbar ist und an seinem äußeren Ende eine Führungseinrichtung 32 aufweist. deren Führungsrollen 33 entlang Führungsschienen 34 laufen. Die Führungseinrichtung 32 sieht die Halterung von mehreren Seilrollen 35 vor (im Ausführungsbeispiel drei). Auf der anderen Seite des Zylinders 28 sind drei weitere Seilrollen 36 feststehend gelagert.
  • Das Kabel ist in der üblichen Weise abwechselnd über die Seilrollen 35 und 36 gelegt, während das andere Ende des Kabels 20 mit einer Trommel 40 derart verbunden ist, daß der größte Teil der Kabellänge normalerweise um die Trommel gelegt ist (F i g. 1 und 3). Die Trommel 40 ist auf einer sich drehenden Welle 42 befestigt, die von Lagerböcken 43 mit geeigneten Lagern (nicht dargestellt) gehalten wird.
  • Die Welle 42 trägt eine Anzahl von Bremsen 45. 45 a und 45 b, die der Verdrehung der Welle 42 und der Trommel 40 entgegenwirken sollen. Hierfür hat sich eine Scheibenbremse mit hydraulischer Betätigung besonders bewährt, wobei die Kühlkanäle für die Bremse, durch die die hydraulische Betätigungsflüssigkeit hindurchfließen kann, zusätzlich zu ihrer Wirkung der Übertragung der Betätigungskraft auch eine Kühlwirkung an der Bremse herbeiführen. Der Stator 46 der Bremse (F i g. 10), der in irgendeiner beliebigen Weise gegen Verdrehung gesichert ist, weist radiale Kühlmittelkanäle 47 und Kanäle 47a in Form von Kreisringsegmenten auf, die mit weiteren radialen Kühlmittelkanälen verbunden sind, so daß das Kühlmittel abwechselnd radial einwärts und radial auswärts im Stator fließt.
  • Die Bremse besitzt auch eine sich drehende Scheibe 44, die auf der Welle 42 befestigt ist, außerdem sind auf den gegenüberliegenden Seiten der Scheibe Segmente aus Reibwerkstoff 44b vorgesehen, die gegen die gegenüberliegenden Seiten der Scheibe 44 angedrückt werden können, um deren Verdrehung zu bremsen. Die Klemmkraft auf den Reibwerkstoff wird durch geeignete Kolben 49 erzeugt, die abhängig von dem Druck der Kühlflüssigkeit arbeiten.
  • Für die programmierte Einstellung der beiden energieverzehrenden Mechanismen sind Steuerungen vorgesehen, die zur Regelung der Größe der zu vernichteten Energie sowie des Anteils, der in jeder der beiden Vorrichtungen vernichtet werden soll, dient. Zur Steuerung der von der hydraulischen Einrichtung 25 vernichteten Energie ist die Zufuhrleitung 48 für die Hydraulikflüssigkeit, die in die Kolbenkammer 28 hineinführt, mit einem Rückschlagventil versehen, das eine Strömung aus dem Zylinder heraus ermöglicht; weiterhin ist eine Umgehungsleitung 52 mit einem handgesteuerten, normalerweise geschlossenen Ventil 53 vorgesehen, das eine Herumleitung der Flüssigkeit um das Rückschlagventil 50 bei der Rückverstellung des Systems in seine Ausgangslage ermöglicht. Die Leitung 48 führt zu einem vollkommen geschlossenen Flüssigkeitsvorratsbehälter 55, in dem der Druck durch eine Luftleitung 56 gesteuert wird, die zu einer geeigneten Druckluftquelle über eine Sammelleitung 57, einen Druckregler 58 und ein normalerweise geschlossenes, handbetätigtes Ventil 59 führt. Die Rückströmung aus der Sammelleitung 57 wird durch ein Rückschlagventil 59a verhindert.
  • Von der Sammelleitung 57 zweigen Steuerleitungen 60, 60a und 60b ab, von denen jede ein elektromagnetisch betätigtes Steuerventil 62, 62 a und 62b enthält, und von denen jede zu Sammeltanks 63, 63a und 63 b führt. Die Arbeit der Ventile 62, 62 a und 62b wird durch die jeweiligen Schalter 64, 64a und 64 b gesteuert, die auf einem Steuerpult 65 angeordnet sind. Der Druck im Behälter 55 wird durch öffnen oder Schließen eines oder mehrerer der Ventile 62, 62a und 62b durch Schließen der zugehörigen Schalter 64, 64a oder 64b gesteuert, und wenn hydraulische Flüssigkeit durch das Rückschlagventil 50 aus dem hydraulischen Zylinder in den Vorratsbehälter 55 strömt, wird der auf diese hydraulische Flüssigkeit ausgeübte Rückdruck bestimmt durch die Anzahl der Sammelräume 63, 63 a und 63 b, die mit der Sammelleitung 57 über ihre Steuerventile verbunden sind.
  • Soll beispielsweise der hydraulische Zylinder 25 den maximal möglichen Anteil an Energie aufnehmen, so werden sämtliche Ventile 62, 62 a und 62 b geschlossen, wobei der Druck im Tank 55 schneller steigt und auf einen größeren Wert anwächst, als wenn einer oder mehrere der Sammelräume mit dem Behälter 55 verbunden wären, wodurch eine größere wirksame, durch die hydraulische Flüssigkeit zu verdichtende Luftmenge geschaffen wird. Durch geeignetes Schließen eines oder mehrerer der Schalter 64, 64a und 64b kann ein am Steuerpult 65 stationierter Bedienungsmann die Menge der vom hydraulischen Zylinder 25 aufzunehmenden Energie vorwählen.
  • Der Druck in den einzelnen Sammlern 63, 63 a und 63 b kann gesteuert und am Ende jedes Haltevorganges wieder aufgefüllt werden, und zwar durch Zuführung von Druckluft aus dem Druckregler 58 durch eine Teilleitung 66, die mit den einzelnen Sammlern durch Leitungen 67, 67a und 67b verbunden ist, wobei für jede der Leitungen ein passendes Rückschlagventil 68, 68 a und 68 b zur Verhinderung eines Rückflusses aus den Sammlern in die Leitung 66 vorgesehen ist. Außerdem sind handbetätigte Abzapfventile 69, 69a und 69b vorgesehen, um jeden der Sammler m_t der Umgebungsluft verbinden zu können, falls es erforderlich sein sollte, den Druck in einem der Sammler aus irgendeinem Grunde zu verringern.
  • Zur Steuerung der primären Energievernichtungsvorrichtung, die aus der Trommel 40 und den Bremsen 45, 45 a und 45 b besteht, ist ein geschlossener Flüssigkeitsvorratsbehälter 70 vorgesehen, der aus einem Luftbehälter 72 über ein Reduzierventil 73 unter Druck gesetzt wird. Der Behälter 72 wird gleichmäßig durch einen Luftkompresser 74, der durch einen Motor 75 angetrieben wird, mit Druckluft gespeist. Die unter dem Druck im Behälter 72 stehende Hydraulikflüssigkeit im Behälter 70 kann durch eine Auslaßleitung 77 in eine Sammelleitung 78 und von da aus durch die Steuerleitungen 80, 81 und 82 strömen. Die Strömung durch die Leitung 80 führt zur Bremse 45 und wird durch ein mittels eines Servomotors betätigtes Ventil 85 mit einem Servomotor 86, der an eine Servodruckleitung 87 angeschlossen ist, gesteuert. Wenn das Ventil 85 offen ist, fließt die unter Druck stehende Hydraulikflüssigkeit zur Bremse 45, betätigt diese Bremse und kühlt sie gleichzeitig; sodann fließt diese Flüssigkeit durch eine Auslaßleitung 88 in einen Sumpf 90. In der Leitung 88 ist ein handbetätigtes Begrenzungsventil 92 vorgesehen, um in der Bremse 45 einen Rückdruck aufzubauen, der ausreicht, um den Betätigungskolben 49 der Bremse 45 zu betätigen.
  • In ählicher Weise ist in der Steuerleitung 81 ein Ventil 85 a mit einem an die Steuerleitung 87 a angeschlossenen Servomotor 86a eingeschaltet, wobei die Strömung durch die Leitung 81 über die Bremse A5 a zur Auslaßleitung 88 a und durch ein Begrenzungsventil 92 a zum Sumpf 90 gelangt. Die Steuerung für die dritte Bremse 45 b besitzt ebenfalls ein Steuerventil 85 b in der Leitung 82, einen Servomotor 86 b für das Ventil und eine Steuerleitung 87 b. Die vom Ventil 85 b durchgelassene Flüssigkeit betätigt und kühlt die Bremse 45 b, fließt dann durch die Auslaßleitung 88 b und durch das Begrenzungsventil 92 b in den Sumpf.
  • Der Steuerdruck für die Servomotoren der Ventile 85, 85 a und 85 b wird durch eine Pumpe 95 geliefert, die über ein Getriebe 96 von der Welle 42 angetrieben wird. Diese Pumpe saugt Flüssigkeit aus einem Tank 97 durch eine Einlaßleitung 98 an und fördert Druckflüssigkeit durch die Auslaßleitung 100 in eine übertragungsstopfbuchse 102, die von der Welle 42 getragen wird. Die Auslaßleitung 100 ist außerdem über ein überdruckventi1103 mit dem Tank 97 verbunden. Bei stillstehender Welle 42 fördert die Pumpe 95 nichts.
  • Die Druckflüssigkeit aus der Leitung 100 strömt durch die übertragungsstopfbuchse 102 zu einem Kanal 103 (F i g. 2) innerhalb der Welle 42, und dieser Kanal verläuft bis in ein geeignetes, trägheitsabhängiges Ventil, das insgesamt mit 105 (F i g. 2 ) bezeichnet ist. Ein weiterer Kanal 106 in der Welle 42 verbindet das Ventil 105 wieder zurück über die Übertragungsstopfbuchse 102 und eine Auslaßleitung 107, von wo aus die gesteuerte Flüssigkeit über ein Rückschlagventi1108 in eine Steuersammelleitung 109 strömt. Die Servomotor-Steuerleitungen 87, 87 a und 87 b sind mit der Sammelleitung 109 über elektromagnetisch betätigte Ventile 110, 110 a und 110 b verbunden, wobei diese Ventile durch Schalter 112, 112 a und 112 b am Steuerpult 65 (F i g. 1) gesteuert werden. Auf diese Weise kann die Zufuhr von Druckflüssigkeit zu den Bremssteuerventilen 85 durch den Bedienungsmann vom Steuerpult aus geregelt werden.
  • Das trägheitsabhängige Ventil 105 ist bei stillstehender Welle 42 normalerweise offen ünd da in diesem Falle die Pumpe 95 nicht arbeitet, baut sich in der Sammelleitung 109 auch kein Druck auf. Wenn jedoch die Welle 42 sich dreht und damit die Pumpe 95 antreibt sowie das Ventil 105 öffnet, fließt Druckflüssigkeit durch das Rückschlagventi1108 und durch diejenigen elektromagnetisch betätigten Ventile 110, 110 a und 110 b, die zur Betätigung der zugehörigen Hauptsteuerventile geöffnet worden sind. Diese Druckflüssigkeit verbleibt infolge des Rückschlagventils 108 in der Sammelleitung 109, und auf diese Weise werden die Bremssteuerventile, wenn sie einmal betätigt worden sind, wirksam in öffnungsstellung blockiert. Um die Bremssteuerventile wieder zu schließen, ist zwischen der Sammelleitung 109 und dem Tank 97 eine Auslaßleitung 114 mit einem normalerweise geschlossenen, handbetätigten Ventil 115 vorgesehen, und wenn das Rückstellungsventil 115 geöffnet wird, fließt die Druckflüssigkeit aus dem Steuerflüssigkeitssammler 109 heraus, wodurch die Bremssteuerventile 85, 85 a und 85 b geschlossen werden.
  • Das trägheitsabhängige Ventil (F i g. 2) besitzt ein Schwungrad 118, das frei verdrehbar über Axialdrucklager 119 und 119 a auf der Welle 42 gelagert ist. Das Lager 119 liegt gegen eine Scheibe 120 an, die auf der Welle 42 befestigt ist und sich mit dieser zusammen dreht, wobei die Scheibe 120 gegeneinander versetzte Zapfen 122 aufweist, die vom Umfang des Schwungrades 118 nach außen vorstehen. Zwischen diesen Anschlägen befindet sich am Schwungrad 118 ein Klotz 123, wobei zwischen Klotz 123 und Zapfen 122 einstellbare Federn 124 eingeschaltet sind. Das Schwungrad 118 besitzt auch einen hülsenförmigen Teil 125 mit einem Verbindungskanal 126, der die Kanäle 103 und 106 in der Welle 42 bei einer bestimmten Winkellage des Schwungrades gegenüber der Welle 42 miteinander verbindet. Eine geeignete Mutter 127 ist auf die Welle 42 geschraubt und liegt gegen das Lager 119 a an, um das Schwungrad auf der Welle in der richtigen axialen Lage zu halten: auf den einander gegenüberliegenden Seiten des Kanals 126 sind passende Dichtungen 128 vorgesehen.
  • Wenn nun die Trommel 40 beschleunigt wird, eilt das Schwungrad 118 gegenüber der Scheibe 120 nach, wobei der Kanal 126 aus derjenigen Stellung herausbewegt wird, in der er die Kanäle 103 und 106 miteinander verbindet. Wenn die Trommel 40 sich mit etwa gleichmäßiger Winkelgeschwindigkeit bewegt, so eilt das Schwungrad 118 gegenüber der Welle 42 unter der Wirkung der Federn 124 vor, bis es in die Stellung gelangt, in der die Kanäle 103 und 106 miteinander verbunden sind. Zu diesem Zeitpunkt strömt Steuerflüssigkeit in die Sammelleitung 109, um die Bremsen zu betätigen und um eine Verzögerungskraft auf die Trommel 40 auszuüben. Eine Einstellung des Öffnungszeitpunktes des trägheitsabhängigen Ventils 105 kann durch Veränderung der Rückführkraft der Federn 124 in jeder beliebigen Weise vorgenommen werden.
  • Es ist ein geeigneter Rückstellmechanismus vorgesehen, der eine von einem Motor 131 angetriebene und aus dem Sumpf 90 ansaugende Pumpe 130 besitzt. Die Förderung der Pumpe 130 fließt durch eine Leitung 132 zu einem Hydraulikmotor 133, der über ein Getriebe die Welle 42 derart antreibt, daß das Kabel 20 auf die Trommel 40 aufgewunden wird. Die Auslaßleitung 135 des Motors 133 verläuft durch ein handbetätigtes Begrenzungsventil 136 und ein Rückschlagventil 137 zu der Behälterausgangsleitung 77, wodurch bei Wiederaufwinden des Kabels auf die Trommel die Hydraulikflüssigkeit im Behälter 70 wieder aufgefüllt wird und in der Zwischenzeit sämtliche Steuerventile 85, 85 a und 85 b geschlossen worden sind. Zur gleichen Zeit kann das Ventil 53 geöffnet werden, um Druckflüssigkeit der hydraulischen Einrichtung 25 zuzuführen und diese in ihre Ausgangslage zurückzuführen. Die Flüssigkeit aus dem Hydraulikzylinder 25 fließt, nachdem sie entgegen der Wirkung des gesteuerten Druckes über das Rückschlagventil 50 in den Behälter 55 geströmt ist, unter der Wirkung dieses Druckes durch die Umgehungsleitung 52 zurück mit einer Kraftwirkung, die zum Ausziehen des Hydraulikzylinders ausreicht, denn im Kabel 20 tritt während der Rückstellung des Mechanismus außer dem Kabelgewicht selbst keine wesentliche Kraft auf.
  • Ein am Steuerpult 65 operierender Bedienungsmann kann somit den Gesamtbetrag sowie den Anteil der Energie vorwählen, die mit der Trommel und den Bremsen 45, 45 a und 45 b einerseits sowie dem Hydraulikzylinder 25 andererseits vernichtet werden soll. Ein geübter Bedienungsmann, der mit den Eigenarten der verschiedenen Flugzeugtypen vertraut ist, wird die Schalter 64, 64 a und 64 b und 112,112 a und 112b so steuern können, daß die Verzögerungskräfte den jeweiligen Erfordernissen entsprechen.
  • Die Auslaßleitung 48' der Sammelleitung 25 (F i g. 6) besitzt zusätzlich zum Rückschlagventil 50 eine Drosselstelle 145, wobei die Druckdifferenz vor und hinter dieser Drosselstelle über zwei Leitungen 146 und 147 auf die einander gegenüberliegenden Seiten einer Steuermembran 150 geführt wird, die durch eine Feder 152 in Richtung gegen den Druck in der Leitung 146 gedrückt wird. Die Druckdifferenz an der Drosselstelle 145 (zusammen mit dem vom Rückschlagventi150 in der Flüssigkeit hervorgerufenen Widerstand) wirkt während des Zusammenschiebens des hydraulischen Zylinders 25 und dementsprechend Einführung von Flüssigkeit durch die Leitung 48' entgegen der Kraft der Feder 152.
  • Die Membran 150 ist durch eine Steuerstange 154 mit einem offenen Hauptsteuerventil 155 verbunden. das die Strömung durch eine Steuerleitung 157 regelt, die die Steuerflüssigkeitssammelleitung 109 speist. Der Steuerleitung 157 wird durch die Pumpe 95 nur dann unter Druck stehende Hydraulikflüssigkeit zugeführt, wenn die Welle 42 sich dreht. Auf diese Weise wird bei Betätigung des Systems der Differenzdruck an der Drosselstelle 145 wirksam und schließt das Ventil 155, bis diese Druckdifferenz nicht mehr ausreicht, um die Rückführkraft der Feder 152 zu überwinden. Die Rückführkraft der Feder 152 kann derart eingestellt werden, daß die Druckdifferenz den Wert Null erst am Ende des Hubes des Hydraulikzylinders 25 erreicht, so daß dieser seinen Hub vollständig oder nahezu vollständig unter Aufzehrung von Energie durchführt, bevor der Sammelleitung 109 durch öffnen des Ventils 155 ein Steuerdruck zugeleitet wird. Bei öffnung des Ventils 155 würde dann die Steuerflüssigkeit durch jeweils diejenigen Steuerventile 110, 110 a und 110 b fließen, die vom Bedienungsmann geöffnet worden sind, wobei die entsprechenden Bremsen 45, 45 a oder 45 b betätigt werden.
  • F i g. 7 zeigt schematisch eine andere Steuersystemanordnung, die dazu dient, die Arbeit des hydraulischen Zylinders und der Bremstrommeln miteinander in Beziehung zu bringen. Beim Zusammenschieben des hydraulischen Zylinders fließt die daraus verdrängte Hydraulikflüssigkeit durch das Rückschlagventil 50 in den Behälter 55, und da dieser Behälter 55 geschlossen ist, wird die darin enthaltene Luft durch zusätzlich in den Behälter einfließende Hydraulikflüssigkeit komprimiert. Hierbei erhöht sich der Druck in der Leitung 48' als Funktion des Weges des hydraulischen Zylinders 25. Der Druck in der Leitung 48' wird durch die Leitung 160 einem Membrangerät zugeführt, das eine Membran 162 und eine Rückführfeder 163 aufweist. Die Membran 162 ist durch eine Betätigungsstange 164 mit einem normalerweise geschlossenen Ventil 165 verbunden, das an die Stelle des Ventils 155 der Ausführungsform von F i g. 6 tritt.
  • In F i g. 8 ist eine weitere Steueranordnung gezeigt, bei der das Ventil 155 von F i g. 6 durch ein normalerweise offenes Ventil 170 ersetzt ist, das die Strömung durch die Leitung 157 steuert. Bei diesem Ausführungsbeispiel wird das Schließen des Ventils 170 durch einen Steuerarm 172 bewirkt, der bei 173 schwenkbar gelagert ist und durch die Muffe 174 eines Fliehkraftreglers 175 betätigt wird. Dieser Regler 175 wird über ein Ritzel 176 angetrieben, das mit einer Zahnstange 178 im Eingriff steht, die zusammen mit dem Kolbenglied 30' der hydraulischen Einrichtung 25 verschiebbar ist. Bei dieser Steueranordnung bewirkt das Arbeiten des Reglers 175 und die dabei auftretende anfängliche Steuerbewegung der Muffe 174 ein Schließen des Ventils 170, so daß bei Verzögerung der hydraulischen Einrichtung auf einen bestimmten Wert das Steuerventil 170 ausgelöst wird und sich öffnet und die Zuführung von Steuerflüssigkeit zu dem Steuerflüssigkeitssammler 109 frei gibt. Hierdurch wird wiederum eine oder mehrere der Bremsen 45, 45 a und 45 b in der weiter oben beschriebenen Weise betätigt.
  • F i g. 9 zeigt eine Sicherheitsvorrichtung, die in jeder der in den F i g. 1, 6, 7 oder 8 dargestellten Steueranordnungen vorgesehen werden kann. Diese Sicherheitsvorrichtung sorgt dafür, daß die Steuerdruckflüssigkeit den Ventilbetätigungen für die Bremsbetätigung in einer vorbestimmten, ganz oder teilweise zusammengeschobenen Stellung der hydraulischen Einrichtung 25 zugeführt wird, ohne Rücksicht darauf, ob das Hauptsteuerventil betätigt worden ist. In F i g. 9 ist an Stelle jedes der Steuerventile 105, 155, 165 oder 170, das Ventil 180 vorgesehen. Dieses Ventil steuert die Strömung der Flüssigkeit durch die Leitung 182 zur Speisung der Steuerflüssigkeits-Sammelleitung 10. Ein normalerweise geschlossenes, elektromagnetisch betätigtes Ventil 185 ist in eine Leitung 186 eingeschaltet, die das Ventil 180 umgeht, wobei die Magnetspule 187 mit einem Endschalter 188 verbunden ist und durch einen vom Kolben der hydraulischen Einrichtung 25 getragenen Arm 189 betätigt wird. Durch diese Sicherheitsvorrichtung wird ein öffnen des Ventils 185 und eine Zufuhr von unter Druck stehender Steuerflüssigkeit zu den Ventilbetätigungseinrichtungen bewirkt, wenn das Ventil 180 aus irgendeinem Grunde nicht gearbeitet hat.

Claims (7)

  1. Patentansprüche: 1. Verzögerungseinrichtung für Flugzeugschranken zum Abfangen hoher kinetischer Energiemengen, mit einer abbremsbaren Seiltrommel, auf der das mit der Flugzeugschranke verbundene Seilkabel aufgerollt ist, d a d u r c h gekennzeichnet, daß das Seilkabel zwischen der Fangvorrichtung und der Seiltrommel schleifenförmig über mehrere Führungsrollen geleitet ist, wobei die Führungsrollen in direkter Verbindung mit einer hydraulischen Bremsvorrichtung stehen.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Einstellvorrichtungen, die eine Veränderung der auf die Seiltrommel ausgeübten Bremskraft bewirken.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch Einstellvorrichtungen, die eine Veränderung der von der über Führungsrollen laufenden hydraulischen Bremsvorrichtung auü das Seilkabel ausgeübten Kraft bewirken.
  4. 4. Einrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Einstellvorrichtungen zur gegenseitigen Abstimmung miteinander in Verbindung stehen.
  5. 5. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 4, gekennzeichnet durch eine von der Beschleunigung der abbremsbaren Seiltrommel abhängig arbeitenden Verzögerungseinrichtung, die die eine auf die Seiltrommel ausgeübte Bremskraft so lange verzögert, bis die Beschleunigung der Seiltrommel unter einem vorbestimmten Wert liegt.
  6. 6. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine Einstellvorrichtung, die eine von der über Führungsrollen laufenden hydraulischen Bremsvorrichtung ausgeübte Kraft zeitabhängig verändert, so daß eine allmähliche Beschleunigung der abbremsbaren Seiltrommel hervorgerufen' wird.
  7. 7. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, gekennzeichnet durch selbsttätig wirkende Steuervorrichtungen, die eine zeitliche Aufeinanderfolge der auf die Seiltrommel und auf die Führungsrollen einwirkenden Bremskräfte regeln. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 964 925; USA.-Patentschriften Nr. 2 712 912, 2 731219, 2 741445, 2 783 004, 2 783 957; britische Patentschrift Nr. 764 474. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsche Patente Nr. 1009 936, 1038 921, 1051132.
DEA29548A 1957-05-23 1958-05-21 Verzoegerungseinrichtung fuer Flugzeugschranken Pending DE1169310B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US1169310XA 1957-05-23 1957-05-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1169310B true DE1169310B (de) 1964-04-30

Family

ID=22370108

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEA29548A Pending DE1169310B (de) 1957-05-23 1958-05-21 Verzoegerungseinrichtung fuer Flugzeugschranken

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1169310B (de)

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