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DE1169067B - Verfahren zur Stabilisierung von Diolefine und/oder Styrole enthaltenden Spaltbenzinen - Google Patents

Verfahren zur Stabilisierung von Diolefine und/oder Styrole enthaltenden Spaltbenzinen

Info

Publication number
DE1169067B
DE1169067B DEB50259A DEB0050259A DE1169067B DE 1169067 B DE1169067 B DE 1169067B DE B50259 A DEB50259 A DE B50259A DE B0050259 A DEB0050259 A DE B0050259A DE 1169067 B DE1169067 B DE 1169067B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hydrogen
gasoline
percent
catalyst
weight
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB50259A
Other languages
English (en)
Inventor
Alan Arthur Yeo
John Norman Haresnape
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BP PLC
Original Assignee
BP PLC
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BP PLC filed Critical BP PLC
Publication of DE1169067B publication Critical patent/DE1169067B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G45/00Refining of hydrocarbon oils using hydrogen or hydrogen-generating compounds
    • C10G45/32Selective hydrogenation of the diolefin or acetylene compounds
    • C10G45/34Selective hydrogenation of the diolefin or acetylene compounds characterised by the catalyst used
    • C10G45/36Selective hydrogenation of the diolefin or acetylene compounds characterised by the catalyst used containing nickel or cobalt metal, or compounds thereof
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G2400/00Products obtained by processes covered by groups C10G9/00 - C10G69/14
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Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.. ClOg
Deutsche Kl.: 23 b-1/05
Nummer: 1169 067
Aktenzeichen: B 50259IV d / 23b
Anmeldetag: 6. September 1958
Auslegetag: 30. April 1964
Die Erfindung bezieht sich auf ein verbessertes Verfahren zur Stabilisierung von Benzinen, die ungesättigte Verbindungen enthalten und durch Kracken in Gegenwart von Wasserdampf hergestellt worden sind.
Spaltbenzine, die beispielsweise durch Dampfspalten hergestellt werden, enthalten harzbildende Bestandteile, die den Wert dieses Materials als Mischkomponenten für Motorentreibstoffe verringern. Es ist dabei bekannt, daß insbesondere Diolefine und/oder Styrole für diese Harzbildung verantwortlich sind. Nach den Angaben aus dem Stand der Technik sind bereits verschiedene Vorschläge zur Behandlung solcher instabiler Benzine gemacht worden. Bekannt sind z. B. Behandlungen über feste Phosphorsäure und mit Bauxittonerde. Bei diesen Verfahren gehen bekanntermaßen nicht unbeträchtliche Mengen des zu behandelnden Ausgangsmaterials mit den Behandlungsmitteln verloren. Es ist auch schon der Versuch gemacht worden, durch Hydrierung in Gegenwart von Katalysatoren, d. h. durch Sättigung der störenden Verbindungen, die Instabilität zu beseitigen. Die besonderen Probleme sind hierbei folgende:
Nur ein kontinuierlich arbeitendes Verfahren mit einer ausreichend langen Katalysatorlebensdauer hat für die praktische Verwertung Bedeutung. In den Spaltbenzinen liegen dabei die verschiedenartigsten ungesättigten Kohlenwasserstoffe nebeneinander in Verfahren zur Stabilisierung von Diolefine
und/oder Styrole enthaltenden Spaltbenzinen
Anmelder:
The British Petroleum Company Limited,
London
Vertreter:
Dr.-Ing. A. v. Kreisler, Dr.-Ing. K. Schönwald
und Dr.-Ing. Th. Meyer, Patentanwälte,
Kohl 1, Deichmannhaus
Als Erfinder benannt:
Alan Arthur Yeo,
John Norman Haresnape,
Sunbury-on-Thames, Middlesex (Großbritannien)
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 6. September 1957 (28 210), vom 22. Januar 1958 (2161)
der Erfindung liegt dabei in der Auswahl des Katalysators in Verbindung mit dem eingesetzten Ausgangs-Mischung vor. Einige von ihnen, wie Diolefine und die 30 material. Das an sich für die Hydrierung bekannte Styrole, sind nachteilig, andere sind jedoch außer- metallische Nickel wird zur Behandlung eines schwefelordentlich wertvoll für diese Spaltbenzine. So sind die haltigen bestimmten Spaltbenzins in einem konti-Monoolefine und auch die grundsätzlich einer Hydrie- nuierlichen Verfahren eingesetzt, ohne daß hierbei rung zugänglichen Aromaten wesentliche Bestand- eine Vergiftung und damit Desaktivierung des Nickels teile, die z. B. für die Verbrennungseigenschaften des 35 eine Unterbrechung und den Ersatz des Katalysators Benzins von großer Bedeutung sind. Bei dem Versuch, fordert. Es wird im Gegenteil durch die erfindungs-
die störenden ungesättigten Verbindungen durch Hydrierung zu beseitigen, gilt es, den Anteil der für das Spaltbenzin wichtigen ungesättigten Verbingemäße Wahl von Nickelmetall und Ausgangsmaterial ein Katalysator geschaffen, der die Fähigkeit der selektiven Hydrierung mit einer sehr langen Lebens
dungen möglichst weitgehend zu erhalten. Der ver- 40 dauer vereinigt. In Verbindung mit diesem Katalysator wendete Katalysator muß also unter den Verfahrens- ergeben sich neuartige Verfahrensbedingungen,
bedingungen nicht nur langlebig sein, er muß darüber
hinaus eine hohe Wirksamkeit für derart spezielle
Hydrierungen besitzen und diese spezielle Wirksamkeit Gegenstand der Erfindung ist demgemäß ein Verfahren zur Stabilisierung von Diolefine und/oder Styrole enthaltenden Spaltbenzinen durch partielle
über einen langen Zeitraum behalten. Es wurde schon 45 Hydrierung von Diolefinen zu Monoolefinen und/oder vorgeschlagen, mit Nickelsulfid als Katalysator zu gegebenenfalls vorliegenden Styrolen zu Aromaten arbeiten. Das Verfahren hat sich wegen seiner Nachteile in der Praxis nicht durchgesetzt.
Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren, mit dem
gg g y
mit gesättigten Seitenketten in Gegenwart von Katalysatoren bei erhöhten Temperaturen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß schwefelhaltige und in Gegeni
die geschilderte Aufgabe gelöst wird. Das Verfahren 50 wart von Dampf gekrackte Spaltbenzine im Tempe
verläuft lange Zeit überraschend störungsfrei bei kontinuierlichem Betrieb. Ein wesentliches Merkmal raturbereich bis 2000C, vorzugsweise bei 80 bis 18O0C, zusammen mit Wasserstoff in kontinuierlicher Ver-
409 587/448
3 4
fahrensführung über einen metallisches Nickel auf gemäße Verfahren liegen zwischen 593 und 7600C, einem Träger enthaltenden Katalysator geleitet geeignete Krackdrücke bei 0 bis 4,5 kg/cm2, werden. Die erfindungsgemäß in das Verfahren einzu-Die Bedingungen für diese partielle Hydrierung setzenden Katalysatoren enthalten nach einer Redukwerden dabei so ausgewählt, daß man eine möglichst 5 tion Nickelmetall auf einem Träger, wie Aluminiumweitgehende Umwandlung der störenden ungesättigten oxyd, z. B. y-AIuminiumoxyd. Geeignete Nickel-auf-Verbindungen, aber nur eine möglichst geringe Um- Aluminiumoxyd-Katalysatoren werden dadurch herwandlung der acyclischen Monoolefine zu gesättigten gestellt, daß festes Aluminiumoxyd in Form eines Kohlenwasserstoffen erhält. Die Hydrierungsbedin- nassen oder trockenen Aluminiumoxydgels mit einer gungen können dadurch verschärft werden, daß man io Lösung eines leicht zersetzbaren Nickelsalzes, z. B. den Wasserstoffpartialdruck, die Reaktionstemperatur Nitrat, Acetat oder Formiat, imprägniert und die oder das Verhältnis von Wasserstoff zu Ausgangs- Mischung anschließend getrocknet und 2 Stunden bei material erhöht oder aber die Fließgeschwindigkeit 5000C geröstet wird. Zur Herstellung eines Katalyverringert. sators mit 10% Nickel, bezogen auf das Gewicht des Gemäß der Erfindung kann die je Gewichtseinheit 15 fertigen Katalysators, imprägniert man 400 g AIudes zugeführten Benzinausgangsmaterials gebundene miniumoxyd in Kügelchen (3,17 mm) mit einer Wasserstoffmenge geregelt werden. Der Abfall in der Lösung aus 120 g Nickelnitrathexahydrat in 75 ecm Oktanzahl wird dabei gering gehalten. Gemäß einem Wasser.
weiteren Merkmal der Erfindung wird dement- Die Mischung wird 8 bis 16 Stunden bei 1400C gesprechend die je Gewichtseinheit des zugeführten 20 trocknet und 2 Stunden bei 500°C geröstet. Benzinausgangsmaterials gebundene Wasserstoffmenge Vorzugsweise werden die Nickel-auf-AIuminiumauf einen vorbestimmten Wert eingestellt, und zwar oxyd-Katalysatoren jedoch dadurch hergestellt, daß derart, daß die Oktanzahl des Produktes nicht wesent- die feinteilige Nickelverbindung und feinteiliges Alulich unter die des Ausgangsbenzins gesenkt wird. miniumoxyd vermischt und zu Kügelchen verformt Die jeweils zu bindende Wasserstoffmenge pro 25 werden. Das Mischen kann in nassem und trockenem Gewichtseinheit Benzin kann durch einfache Versuche Zustand, vorzugsweise in einer Kugelmühle, erfolgen, ermittelt werden. Hierbei zeigt es sich, daß bei einer Vor der Verwendung müssen die Katalysatoren Steigerung der Wasserstoffmenge vom Nullwert an die durch Erwärmen des Katalysators (z. B. in situ in dem Beständigkeit des Produktes gegen Verharzung zu- Reaktor) auf 150 bis 600° C, vorzugsweise etwa 250°C, nimmt. Bis zu einem Wasserstoffgrenzbetrag je Ge- 30 in einem Strom von Wasserstoff oder einem Wasserwichtseinheit Benzin steigt diese Verbesserung ohne stoff enthaltenden Gas bei Drücken von 0 bis 15 kg/cm2 wesentlichen Abfall der Oktanzahl. Nach Über- während einer Zeit bis zu 3 Tagen aktiviert werden, schreiten dieses Wertes fällt die Oktanzahl bei Er- Die Temperatur wird vorzugsweise bei 200 bis 3000C höhung der Wasserstoffmenge zunehmend ab. Die und der Druck bei Normaldruck gehalten. Bei Kataly-Regelung der zu bindenden Wasserstoffmenge kann 35 satoren aus Nickelformiat kann die Aktivierung durch durch Veränderung der Reaktionstemperatur, des Erhitzen in einem inerten Gasstrom auf 150 bis 3000C Reaktionsdruckes oder des Verhältnisses von Wasser- erfolgen. Nach der Vorbehandlung ist der Katalysator stoff zu Benzinausgangsmaterial erzielt werden. Die meist luftentzündlich. Der frisch hergestellte Kataly-Menge Wasserstoff, die jeweils mit einer Gewichts- sator zeigt in den ersten Verfahrensstunden der Beeinheit des Benzins vereinigt wird, kann durch Messung 40 handlung des Spaltbenzins eine so hohe Aktivität, daß der Fließgeschwindigkeit des beim Verfahren nach der die hier absorbierten Wasserstoffmengen nicht typisch Hydrierung wiedergewonnenen freien Wasserstoffs be- für länger dauernde Betriebsbedingungen sind. Erfinstimmt werden (die Fließgeschwindigkeit des züge- dungsgemäß sinkt die Katalysatoraktivität aber durch gebenen Wasserstoffes und die Zufuhrgeschwindigkeit die Behandlung mit dem schwefelhaltigen Ausgangsdes Benzins sind dabei als bekannt vorausgesetzt). 45 material in den ersten Verfahrensstunden derart, daß Die Stabilität gegen Harzbildung kann nach jedem anschließend die selektive Hydrierung der störenden bekannten Verfahren gemessen werden. Sehr geeignet ungesättigten Verbindungen wirksam und ohnewesentist die Lauson-Methode. Diese wird in »The Petroleum liehe weitere Desaktivierung des Katalysators über Engineer, Bd. 27, S. C 19 bis C 30 (November 1955)«, einen langen Zeitraum hinweg durchgeführt werden beschrieben. Die Oktanzahlen können ebenfalls nach 50 kann.
jedem bekannten Verfahren festgestellt werden. Für Zur Verwendung in dem erfindungsgemäßen Verdie Beschreibung der Erfindung ist die bleifreie fahren werden kieselsäurefreie Katalysatoren bevor-Research-Oktanzahl gemäß der »ASTM Manual for zugt. Gegebenenfalls kann die Hydrierung auch mit Reating Motor Fuels by Motor and Research Me- Gasen erfolgen, die Wasserstoff und inerte Bestandthodes« (1956) gewählt. 55 teile enthalten. In diesem Fall enthält das Gas wenig-Im erfindungsgemäßen Verfahren kann ein Benzin- stens 25 Molprozent, insbesondere 25 bis 90 Molausgangsmaterial eingesetzt werden, das zwischen 15 prozent, Wasserstoff.
und 2000C siedet, z.B. butanfreie Benzine. Das Bevorzugte Gase sind Abgase aus dem Platformingschwefelhaltige Ausgangsmaterial zeigt dabei Vorzugs- verfahren. Das verwendete Gas enthält 70 Molprozent weise einen Gesamtschwefelgehalt von 0,005 bis 60 Wasserstoff. Ein typisches Gas besteht aus 70 MoI-0,04 Gewichtsprozent. Vorzugsweise enthalten die prozent Wasserstoff und 30 Molprozent Methan. Benzine jedoch keinen Schwefelwasserstoff. Das Aus- Andere geeignete Gase sind Abgase aus dem Dampfgangsmaterial ist z. B. durch Dampfkracken von Erd- krackverfahren, dem katalytischen Krackverfahren öldestillatfraktionen, beispielsweise Primary-Flash- sowie Abgase aus der Dehydrierung von Kohlen-Destillaten oder Benzinen des Siedebereiches von 15 65 Wasserstoffen.
bis 25O0C unter Olefinbildung hergestellt worden. Die Hydrierung kann bei Temperaturen bis 2000C
Besonders geeignete Spalttemperaturen bei der Her- und bei Drücken bis 71 kg/cm2 durchgeführt werden,
stellung des Ausgangsmaterials für das erfindungs- Eine geeignete Raumströmungsgeschwindigkeit liegt
bei 1 bis 5 V/V/Std. Üblicherweise wird mit einem senkrechten Reaktionsgefäß abwärts strömend gearbeitet.
Bevorzugte Verfahrensdrücke liegen im Bereich von 15 bis 22 kg/cm2. Bei Verwendung von Drücken innerhalb dieses Bereiches eignen sich Gasmischungen mit einem Wasserstoffgehalt von 50 bis 90 Molprozent besonders. Beispielsweise können Gase mit einem Gehalt von 70 Molprozent Wasserstoff mit Vorteil verwendet werden. Die Verfahrensbedingungen werden dabei so ausgesucht, daß der Wasserstoffteildruck wenigstens 8 kg/cm2 beträgt.
Besonders bevorzugte Verfahrenstemperaturen liegen zwischen 80 und 1800C.
Das Gas wird vorzugsweise aus dem flüssigen Produkt bei Temperaturen unter 4O0C abgetrennt.
Bei Verwendung von wasserstoffreichen Gasen wird ein Teil der Abgase zurückgeführt und der Rest abgezogen, um zu vermeiden, daß die inerten Stoffe sich anreichern. Bevorzugte Gasrückführgeschwindigkeiten (einschließlich des Frischgases) liegen zwischen 53,5 und 125 m3/m3, vorzugsweise bei 89,5 m3/m3.
Typische Wasserstoffverbrauchsmengen liegen bei
10.7 bis 25 m3/m3 und betragen vorzugsweise etwa
17.8 m3/m3.
Die Wasserstoffabsorption wird vorzugsweise so geregelt, daß ein Absinken der Oktanzahl (Research ohne Zusatz) um mehr als 0,8 Einheiten vermieden wird. Es wurde gefunden, daß unter diesen Bedingungen die Wasserstoffabsorption in einem Bereich von 8,9 bis 26,8 m3/m3 liegt. Die Hydrierungsbedingungen werden so eingestellt, daß der absorbierte Wasserstoffbetrag innerhalb dieses Bereiches liegt.
Im allgemeinen wird das mit Wasserstoff behandelte Produkt durch Destillation stabilisiert, damit es einen niedrigen C4-Gehalt, üblicherweise weniger als 1 Gewichtsprozent, aufweist. Das Produkt kann auch nochmals destilliert werden, um den gewünschten Endpunkt, beispielsweise einen ASTM-Endsiedepunkt von 2050C, zu geben.
Verbrauchte Katalysatoren können luftentzündlich sein und sollten vor der Entfernung mit Dampf geblasen werden.
Der technische Fortschritt des neuen Verfahrens liegt unter anderem darin, daß durch Einwirkung des S-haltigen Ausgangsmaterials auf das Ni-Metall ein selektiv wirkender, in seiner Aktivität unter Verfahrensbedingungen beständiger Katalysator gebildet wird, der schon bei sehr tiefen Temperaturen eine wirkungsvolle Hydrierung ermöglicht. Das erfindungsgemäße Verfahren kann in großtechnischem Maßstab störungsfrei über lange Verfahrenszeiträume, <iie viele Monate betragen, durchgeführt werden.
Es ist überraschend gewesen, daß Nickel-Metall-Katalysatoren für die Behandlung des schwefelhaltigen Ausgangsmaterials im kontinuierlichen Verfahren eingesetzt werden können. Man mußte erwarten, daß die Katalysatoren entweder nach kurzer Verfahrensdauer völlig unbrauchbar würden oder aber bestenfalls eine Aktivität annehmen, wie es bei dem bekannten Verfahren mit Nickelsulfid als Katalysator der Fall ist, so daß höchstens ein chargenweises Arbeiten mit immer wieder erneuertem Katalysator in Betracht zu ziehen gewesen wäre. Tatsächlich findet aber im erfmdungsgemäßen Verfahren nur eine teilweise Desaktivierung der Nickelmetallkatalysatoren in den ersten Stunden der Behandlung mit dem schwefelhaltigen Benzin statt, die die Aktivität der Katalysatoren gerade auf einen für eine selektive Hydrierung geeigneten Wert
ίο einstellt.
Die im folgenden beschriebenen Diengehalte wurden unter Verwendung des »Dien-Index« bestimmt, der im einzelnen in der britischen Patentschrift 660 155 beschrieben ist. Eine sorgfältige Analyse einer Probe von dampfgekracktem Benzin des Dien-Index von 4,2 zeigte, daß 8,0 Gewichtsprozent Diene vorlagen. Ein proportionales Verhältnis zwischen Diengehalt und Dien-Index kann angenommen werden. Vergleichsweise Werte sind:
Dien-Index 0,03 0,14 0,40 4,2
Diengehalt, Gewichtsprozent .. 0,06 0,27 0,76 8,0
Beispiel 1
Dampfgekracktes Benzin auf Erdölbasis wird zusammen mit Wasserstoff über einen Nickel-auf-Aluminiumoxyd-Katalysator mit einem Gehalt von 10 Gewichtsprozent Nickel geleitet.
Das Benzin zeigt vor der Behandlung die folgenden Eigenschaften:
Spezifisches Gewicht 0,7675
ASTM-Destillation, 0C
Anfangssiedepunkt 41,0
β 5O°/o 95,5
Endsiedepunkt 194,0
Schwefelgehalt, Gewichtsprozent 0,007
Thiophenschwefel (bezogen auf Gesamtschwefel) Gewichtsprozent 93
Bromzahl 63,1
In diesem zu Versuchszwecken durchgeführten Beispiel werden die Verfahrensbedingungen während des Verfahrens verändert, um Daten für das Verhältnis der die Hydrierschärfe bestimmenden Faktoren zur Umwandlung der Diene in Monoolefine, zur Umwandlung der Monoolefine in Paraffine und zur Veränderung der Oktanzahl (ohne Zusatz) zu erhalten.
Die Diengehalte werden durch den Dien-Index, wie er in der britischen Patentschrift 660 155 beschrieben ist, bestimmt.
Die Umwandlung der ungesättigten Gruppen in gesättigte wird durch die Veränderung der Bromzahl bestimmt und die Umwandlung von Monoolefinen zu Paraffinen aus der Annahme abgeleitet, daß alle Diene zu Monoolefinen umgewandelt worden sind.
Die Verfahrensbedingungen und die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle 1 zusammengefaßt. Berechnete Werte für die Umwandlung von Monoolefinen und Dienen sind in der Tabelle 2 gezeigt.
Tabelle
Ausgangsmaterial
0bis3 Verfahrensdauer (Stunden)
3 bis 48 I 50 bis 51 I 51 bis 52 52 bis 53
Temperatur, ° C
Druck, kg/cm2
Einsatzgeschwindigkeit, V/V/Std. ..
100
15
1,92
116
1,81
152
15
1,87
169
15
2,05
Tabelle 1 (Forsetzung)
Ausgangsmaterial 0bis3
Verfahrensdauer (Stunden)
3 bis 48 [ 50 bis 51 j 51 bis 52
52 bis 53
H2-Geschwindigkeit (annähernd), m3/ni3
Rückgewinnung, Gewichtsprozent. Wesentliche Produktdaten Spezifisches Gewicht
15,5°C/15,5°C
Gesamtschwefel, Gewichtsprozent Bestehendes Hartharz (ASTM),
mg/100 ml
Beschleunigt, mg/100 ml
120 Minuten
240 Minuten
Induktionsperiode, Minuten
ASTM
IP
Bromzahl
Aromaten, Volumprozent
Olefine, Volumprozent
Gesättigte, Volumprozent
Dien-Index
ROZ (ohne Zusatz)
ROZ + 1,5 cm3 TEL/4,55 I .... Lauson-Test, mg/3,25 USG
(nach Alterung von 20 Tagen bei 1100C)
116 116 [
116
116 116
98,9 j
),7675 0,7660 0,7705 0,7690 0,7655 0,7645
),007 0,0072 0,0062 0,0088 0,0081 0,0049
10 11 9 6 5 3
16 422 15 22 26
129 16 29 Q
345 90 720 720 720 720
345 90 390 590 650 720
63,1 17,9 46,1 44,2 58,2 36,7
44,0 38,5 48,0 44,0 39,0 41,0
12,0 6,5 12,0 12,5 14,5 10,0
44,0 55,0 40,0 43,5 46,5 49,0
4,2 0,14 0,40 0,43 0,03 0,03
93,0 86,0 90,9 90,8 89,4 88,2
93,7 ! 96,1
20 ~ j
Tabelle 2
Ausgangsmaterial
0bis3
Verfahrenszeit (Stunden)
3 bis 48 [ 50 bis 51
52 bis 53
Dien-Index
Diengehalt, Gewichtsprozent
Bromzahl
Monoolefingehalt, Gewichtsprozent
Umwandlung von Dienen (Gewichtsprozent, bezogen auf Gesamtdiene)
Umwandlung von Monoolefinen (Gewichtsprozent, bezogen auf ursprünglich vorliegende) 4,2
8,0
63,1
12,8
0,14
0,27
17,9
7,7
97
92
0,40
0,76
46,1
19,8
0,43
0,82
44,2
18,8
90
0,03
0,06
36,7
16,8
99
27
Das Verfahren liefert während der Verfahrensstunden 3 bis 48 ein Produkt, das einen Abfall in der ROZ (ohne Zusatz) von 2,1 zeigt (im Vergleich mit dem Ausgangsmaterial). Aus den Dien-Indexwerten wird die Dienumwandlung bei der Hydrierung zu 90% und aus der Bromzahl die Umwandlung der Monoolefine zu etwa 1 °/o geschätzt, jeweils bezogen auf das Gewicht des im Ausgangsmaterial vorliegenden entsprechenden Olefins. Diese Ergebnisse und Bedingungen sind also für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens befriedigend.
Um noch weitere Daten zu erhalten, wird die Hydrierschärfe nach 50 Stunden durch Steigerung der Temperatur und Verminderung des in der Zeiteinheit durchgesetzten Materials bewirkt. In der 52. und 53. Stunde zeigt das Produkt einen Abfall in der ROZ (ohne Zusatz) von 4,8 (bezogen auf das Ausgangsmaterial). Aus den Dien-Indexwerten und der Bromzahl wird eine Dienumwandlung von 99 Gewichtsprozent und eine Umwandlung der Monoolefine von 27 Gewichtsprozent errechnet. Diese Bedingungen sind für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens also zu scharf.
Die absorbierten Wasserstoffmengen sind während der Anfangszeit (0 bis 3 Stunden) infolge der Verwendung des frisch hergestellten Katalysators hoch, so daß diese Werte nicht typisch für langer dauernde Betriebsbedingungen sind.
Beispiel 2
Ein Nickelkatalysator auf einem Träger aus Aluminiumoxyd wird in der folgenden Weise hergestellt:
9 10
368 g Aluminiumoxyd (handelsüblich 1,41 bis Tabelle 3
3,36 mm) werden 30 Minuten bei 14O0C erwärmt. .
Das warme Aluminiumoxyd wird mit einer Lösung bpezinsches Gewicht 0,7755
von 200 g Nickelnitrat (Hexahydrat) in 70 cm3 Wasser ASTM-Destillation, 0C
imprägniert und bei 140;C getrocknet. Das imprä- 5 Anfangssiedepunkt 44,0
gnierte Aluminiumoxyd wird 2 Stunden bei 5000C 50% 105,0
geröstet. Der geröstete Katalysator wird 16 Stunden 90% 164,0
mit Wasserstoff bei 500° C aktiviert. Endsiedepunkt 205,0
Dampfgekracktes Benzin aus Erdöl wird mit - Schwefelgehalt, Gewichtsprozent .. 0,012
Wasserstoff über den aktivierten Katalysator unter io Bromzahl 62,5
Verwendung von Wasserstoffrückführung geleitet. Gesamtharz (ASTM) mg/100 cm3 Ί
Der Druck wird bei 10,45 kg/cm2 gehalten; die Gesamtharz beschleunigt
zurückgeführte Wasserstoffmenge beträgt 89,5 m3/m3, (120 Minuten) mg/100 cm3 18
die Zufuhrgeschwindigkeit der Flüssigkeit 2 V/V/Std. Induktionsdauer'
Das Benzin hat die in Tabelle 3 aufgeführten Eigen- xS induktionsdauer! Minuten
schäften; die Vertahrensbedingungen werden nach ASTM 310
Beispiel 1 ausgewählt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 4 p
Das innerhalb eines Zeitraumes von 710 bis 750 Stun- Research-Oktanzahl ohne Zusatz .. 91,0
den erhaltene Produkt wird destilliert, und 3 Gewichts- 20 Research-Oktanzahl + l,5cm3Tetra-
prozent werden als Bodenfraktion entfernt. Die an- äthylblei/4,55 1 94,9
geführten Ergebnisse beziehen sich auf das destillierte Lausontest (gealtert), mg/3,25 USG
Produkt. (3,78 1) 510
Tabelle
Behandlungszeit (Stunden)
10 bis
bis 209
210 bis
610 bis 710 I 710 bis 750*
Temperatur (in der Mitte des Katalysators), 0C
Mittlere Wasserstoffabsorption, m3/m3
Produktwerte
Spezifisches Gewicht
Gesamtschwefel, Gewichtsprozent
' Harz (ASTM), mg/100 cm3...
Harz beschleunigt (120 Minuten), mg/100 cm3 Induktionszeit, Minuten
ASTM
IP
Bromzahl
Research-Oktanzahl ohne Zusatz
+ 1,5 cm3 Tetraäthylblei/4,55 1
Lauson-Test (gealtert), mg/3,25 USG (3,78 1)
85 12,8
0,7765 0,014
4+
22
570
495 63,4 91,2 94,7
nicht bestimmt
95
11,6
0,7745
0,008
I+
45
335
240
59,5
91,3
96,0
71
107 13
0,7770 0,012 8+ 29
405
380 58,7 91,6 96,3 56
130 17,1
0,7785 0,014
535
315 57,9 90,3 95,1 75
130 19,6
0,7730 0,009
7+
9+
390
315 55,5 90,5 95,3
nicht bestimmt
+ Gesaratharz ++ Hartes Harz * Auf 3% Rückstand destilliert
Der Versuch wird anschließend während einer Zeit von 760 bis 1266 Stunden fortgesetzt, jedoch unter Verwendung eines dampfgekrackten Benzins aus Erdöl mit den in Tabelle 5 aufgeführten Eigenschaften.
Tabelle 5
Spezifisches Gewicht 15,5°C/15,5°C 0,7755
ASTM-Destillation, 0C
Anfangssiedepunkt 43,0
50% 95,0
90% 154,5
Endsiedepunkt 184,0
Schwefelgehalt, Gewichtsprozent 0,013
Bromzahl 65,1
Tabelle 5 (Fortsetzung)
Bestehendes Hartharz (ASTM), mg/100 cm3 Harz beschleunigt(120Minuten), mg/100cm3 Induktionsdauer, Minuten ASTM IP
g Research-Oktanzahl, ohne Zusatz 92,8
° Oktanzahl + 1,5 cm3 Tetraäthylblei/4,55 1. 96,0
Die Verfahrensbedingungen werden analog Beispiel 1 gewählt. Sie und die Ergebnisse sind in Tabelle 6 aufgeführt. Das innerhalb der 850. bis 950. Stunde erhaltene Produkt wird unter Entfernung von 3 Gewichtsprozent Bodenfraktion destilliert. Die aufgeführten Ergebnisse beziehen sich auf das destillierte Produkt.
409 587/448
Tabelle 6
12
Behandlungszeit (Stunden) bis 850 850 bis 950* 950 bis 1050 ί 1050 bis 1150 1150 bis 1266
Temperatur (in der Mitte des Katalysators),
Mittlere Wasserstoffabsorption, m3/m3
Produktwerte
Spezifisches Gewicht
Gesamtschwefel, Gewichtsprozent
Bestehendes Hartharz (ASTM), mg/100 cm3 Beschleunigt (120 Minuten), mg/100 cm3 ...
Induktionszeit, Minuten
ASTM
IP
Bromzahl
Research-Oktanzahl ohne Zusatz
+ 1,5 cm3 Tetraäthylblei/4,55 1
Lauson-Test (gealtert), mg/3,25 USG (3,78 1) * Auf 3 Gewichtsprozent Rückstand destilliert.
Beispiel 3
Ein Nickelkatalysator auf einem Träger aus Magnesiumoxyd wird in der folgenden Weise hergestellt:
400 g handelsübliches Magnesiumoxyd (durch ein Sieb mit einer Maschenweite von 0,149 mm hindurchgehend) werden mit 137 g pulverförmigem Nickelformiat so lange zusammen durch Sieben vermischt, bis eine homogene Masse erhalten wird. Die Mischung wird zu 3,2 · 3,2 mm großen Teilchen geformt und durch 4 stündige Behandlung mit Wasserstoff bei 2500C aktiviert.
Dampfgekracktes Benzin aus Erdöl wird mit Wasserstoff über den aktivierten Katalysator geleitet. Das Benzin hat die in Tabelle 7 aufgeführten Eigenschaften; die Verfahrensbedingungen und Ergebnisse sind Tabelle 8 aufgeführt.
Tabelle 7
Spezifisches Gewicht 0,7995
ASTM-Destillation, 0C
Anfangssiedepunkt 46,0
50% 111,5
90% 165,5
Endsiedepunkt 194,0
Schwefelgehalt 0,023
Bromzahl 53,8
130
97
0,7785
0,009
6
388
640
450
54,6
90,8
95,7
25
130
91
0,7725
0,007
335
225
54,3
90,9
95,5
37
130 93
0,7790 0,012
19
605
290 53,3 91,4 96,3 57
140 102
0,7780 0,012
10
24
720
390 54,1 91,0 96,1 51
150 115
0,7790 0,010 6
720
630 52,7 90,0 95,2 25
Tabelle 8
Behandlungsdauer
(Stunden)
0 bis 3 j 3 bis 6
Temperatur, c C !
77 100
Druck, kg/cm2 15 ι 15
Zufuhrgeschwindigkeit, V/V/Std. 2,02 j 2,04
Gasmenge, m3/m3 122,2 120,5
H2-Absorption, m3/m3 61,5 I 36,6
Beispiel 4
Ein Nickelkatalysator mit einem Gehalt von 7,7 g Nickel pro 100 g des bei 55O0C stabilen Materials wird bei Normaldruck für 4 Stunden bei einer Temperatur von 2500C mit Wasserstoff aktiviert. Ausgangs-40 material ist ein nach dem Sandkrackverfahren in Gegenwart von Dampf hergestelltes Spaltbenzin, das im Temperaturbereich von etwa 720 bis 8500C hergestellt worden ist. Folgende Verfahrensbedingungen werden eingesetzt:
45 Druck 17,5 kg/cm2
Frischgas Platformergas
Gaskreislauf geschwindigkeit 124 1/1
Raumgeschwindigkeit 2,0 V/V/Std.
Das Verfahren wird derart durchgeführt, daß zunächst während eines Zeitraumes von 1550 Stunden dampf gekracktes Benzin und anschließend das obengenannte Ausgangsmaterial behandelt werden. Die Verfahrensbedingungen und Verfahrensergebnisse sind in der folgenden Tabelle 9 zusammengefaßt.
Tabelle 9
Ausgangs- 1555 bis 1618 Verfahrensstunden 1670 bis 1772
material 160 1618 bis 1670 180
_ 77,5 170 74,4
24,9 77,5 33,8
1 29,7
2 4 1 2
14 14 2 3
29 390 11 580
25 94,1 720 94,4
95,6 94,0
Temperatur, °C
H2-Gehalt im Frischgas, Molprozent
H2-Absorption, 1/1
Produktdaten
Bestehendes Harz, mg/100 ml
Harz beschleunigt, mg/100 ml
120 Minuten ,
240 Minuten
Induktionsperiode ASTM, Minuten Research-Oktanzahl ohne Zusatz ..
Beispiel 5
Eine technische Anlage zur selektiven Hydrierung von dampfgekracktem Spaltbenzin wird während eines Verfahrenszeitraumes von 4934 Stunden ohne Auswechseln des Katalysators betrieben. Folgende Verfahrensbedingungen werden eingesetzt:
Druck 24,6 kg/cm2
Raumgeschwindigkeit 2,0 V/V/Std.
Gaskreislaufgeschwindigkeit 89 1/1
Frischgas Platf ormeraustrittsgas
mit einem Gehalt von
etwa 70 Molprozent
Wasserstoff
15
Nach 4934 Verfahrensstunden wird das kontinuierliche Verfahren unterbrochen und der Reaktionsraum überprüft. Es zeigt sich, daß der Katalysator noch voll aktiv ist und weiterverwendet werden kann.
ZO

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Stabilisierung von Diolefine und/oder Styrole enthaltenden Spaltbenzinen durch partielle Hydrierung von Diolefinen zu Monoolefinen und/oder gegebenenfalls vorliegenden Styrolen zu Aromaten mit gesättigten Seitenketten in Gegenwart von Katalysatoren bei erhöhten Temperaturen, dadurch gekennzeichnet, daß schwefelhaltige und in Gegenwart von Dampf gekrackte Spaltbenzine im Temperaturbereich bis 2000C, vorzugsweise bei 80 bis 18O0C, zusammen mit Wasserstoff in kontinuierlicher Verfahrensführung über einen metallisches Nickel auf einem Träger enthaltenden Katalysator geleitet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Dampfspaltbenzine eingesetzt werden, die durch Kracken bei Temperaturen im Bereich von 593 bis 76O0C und Drücken von vorzugsweise 0 bis 4,5 kg/cm2 hergestellt worden sind.
3. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Dampfspaltbenzine mit einem Schwefelgehalt von 0,005 bis 0,04 Gewichtsprozent eingesetzt werden, die jedoch frei von Schwefelwasserstoff sind.
4. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei Drücken bis 71 kg/cm2, vorzugsweise im Bereich von 15 bis 22 kg/cm2, und insbesondere bei Wasserstoffpartialdrücken von wenigstens 8 kg/cm2 gearbeitet wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Kalichevsky und Stagner, Chemical Refining of Petroleum, New York, 1942, S. 54, Abs. 4; S. 111, Abs. 3; S. 295, 376 und 377;
Ellis, The Chemistry of Petroleum Derivatives, New York, 1937, Vol. II, S. 1154;
USA.-Patentschriften Nr. 2717 861, 2707 700;
französische Patentschrift Nr. 1084 011.
409 587/448 4.64 © Bundesdruckerei Berlin
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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR1084011A (fr) * 1952-10-28 1955-01-14 Ruhrchemie Ag Procédé de préparation d'hydrocarbures paraffiniques de couleur stable
US2707700A (en) * 1952-02-19 1955-05-03 Hydrocarbon Research Inc Gasoline refining
US2717861A (en) * 1954-08-11 1955-09-13 Exxon Research Engineering Co Selective hydrogenation process

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