DE1168811B - Fahrbetrieb zur Volksbelustigung - Google Patents
Fahrbetrieb zur VolksbelustigungInfo
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- DE1168811B DE1168811B DEW32376A DEW0032376A DE1168811B DE 1168811 B DE1168811 B DE 1168811B DE W32376 A DEW32376 A DE W32376A DE W0032376 A DEW0032376 A DE W0032376A DE 1168811 B DE1168811 B DE 1168811B
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A63—SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
- A63G—MERRY-GO-ROUNDS; SWINGS; ROCKING-HORSES; CHUTES; SWITCHBACKS; SIMILAR DEVICES FOR PUBLIC AMUSEMENT
- A63G1/00—Roundabouts
- A63G1/44—Roundabouts with turntables moved up and down
Landscapes
- Motorcycle And Bicycle Frame (AREA)
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES 4mWWl· PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: A 63 g
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
1168 811
W32376Ic/77e
6. Juni 1962
23. April 1964
W32376Ic/77e
6. Juni 1962
23. April 1964
Die Erfindung bezieht sich auf einen Fahrbetrieb zur Volksbelustigung. Die Entwicklung der Technik
auf diesem Gebiet zeigt, daß die Fahrgäste nicht mehr zufrieden sind, wenn sie, sei es auch in immer
schnellerer Fahrt, im Kreise gefahren werden. Selbst ein Aufundabwippen während der Kreisfahrt oder
gar ein Fahren auf senkrechter Kreisbahn bietet zu wenig Abwechslung.
In vorliegender Erfindung soll nun dem Fahrgast ein neuartiges Fahrvergnügen geboten werden, nämlich
das Schunkeln, eine für Fahrgeschäfte neue Bewegungsart, welche zusätzlich mit einer Anzahl an
sich bekannter Fahrweisen kombiniert werden soll. Bei dem erfindungsgemäßen Fahrgeschäft sollen die
Fahrgäste wechselweise geschunkelt, gedreht, auf einer schrägen Ebene auf und ab gefahren und auf und
ab gewippt werden.
Es sind Fahrbetriebe bekannt, mit denen einzelne der geschilderten Bewegungen möglich sind. So kann
bei einer bekannten Einrichtung ein Drehen und gleichzeitig eine waagerechte Verschiebung der Fahrgastsitze
erreicht werden. Mit einer anderen Einrichtung kann eine Änderung der Neigung einer gedrehten
Scheibe durchgeführt werden. Die Vergrößerung der Neigung dient hier nur zur Vergrößerung der Antriebskraft
für die antriebslosen Fahrzeuge. Das Fahrzeug muß durch Abbremsung auf der Drehscheibe
in die Höhe mitgenommen werden, so daß sich eine wiederholte, vor allem eine rasche Änderung
der Neigung verbietet.
Bei einem weiteren bekannten Fahrgeschäft geht der Besucher zunächst auf der oberen Bahn nach
rechts und später auf der unteren Bahn nach links. Die Bodenplatten, welche die Bahn darstellen, werden
hin und her gezogen und dabei durch einen Exzenter auf und ab bewegt, in stets unveränderlicher
Art und Folge. Dort wird also nicht geschunkelt.
Auch mit einer anderen bekannten Volksbelustigungseinrichtung können bestenfalls zwei von den
vier Bewegungen erreicht werden, welche mit der vorliegenden Erfindung möglich sind.
Es ist ferner ein Fahrgeschäft bekannt, das auf einem Kraftwagenanhänger montiert ist. Für den
Transport können Ausleger demontiert werden, wobei die Hauptplattform, die auf einem Drehwerk
montiert ist, abgebaut werden muß. Sogar die Nebenausleger, die wieder drehbar auf der Hauptplattform
angebracht sind, müssen gegebenenfalls entfernt werden. Dagegen brauchen bei dem erfindungsgemäßen
Fahrgeschäft bewegliche Teile nicht abgebaut zu werden, weil die beiden Sitzreihen am Ende jeder Fahrt
ohnehin in Längsrichtung des Fahrzeuges stehen und Fahrbetrieb zur Volksbelustigung
Anmelder:
Martin Wöhrle, München, Alramstr. 26
Martin Wöhrle, München, Alramstr. 26
Als Erfinder benannt:
Martin Wöhrle, München
Martin Wöhrle, München
damit die normalen Lastwagenmaße nicht überschritten werden.
Auch bei einem anderen bekannten auf einen Kraftwagenanhänger gebauten Fahrgeschäft muß die
zum Betrieb wesentliche, mit den Fahrgästen gedrehte Trommel mindestens teilweise zum Transport
abgebaut werden, weil eine Trommel, welche die
ao Breite eines Lastwagens nicht wesentlich überschreitet, für den vorgesehenen Zweck völlig unbrauchbar
wäre.
Der Vorteil des erfindungsgemäßen Fahrbetriebes ist, daß durch die Kombination von technisch größtenteils
an sich bekannten Mitteln die überraschende Wirkung einer neuartigen Fahrweise hervorgebracht
werden kann, wobei eine große Anzahl verschiedener Variationen immer wieder neuartige Wirkungen ergibt.
In dem erfindungsgemäßen Fahrbetrieb sind nicht einfach zwei oder drei Bewegungen kombiniert
und laufen in bestimmter Reihenfolge ab, wie das bei den bekannten Fahrbetrieben der Fall ist.
Die Erfindung besteht darin, daß auf parallelen Rollbahnen einander zugekehrte Sitze angebracht
sind und mit einem Antrieb einander entgegengesetzt seitlich hin und her verschoben werden, wobei die
Rollbahnen auf einer Drehscheibe durch einen Antrieb um die Mittelachse des Antriebsmotors für die
Rollbahnen gedreht und auf einer schrägen Bahn, deren Neigung durch einen Antrieb veränderlich ist,
mittels eines weiteren Antriebs auf und ab gefahren werden. Mit an sich bekannten technischen Mitteln,
nämlich einer Hand- oder Automatensteuerung, sind beliebige Bewegungsfolgen in großer Verschiedenheit
möglich. Dadurch wird insbesondere erreicht, daß die Fahrten nicht jedesmal gleich verlaufen, sondern beispielsweise,
daß einmal rasch geschunkelt und dazu langsam gedreht wird, während bei der nächsten
Fahrt rasch gedreht und dabei langsam geschunkelt wird. Dazu kommt dann eine hin und her gehende
Bewegung des Wagens auf der schrägen Bahn, die rasch oder langsam erfolgen kann und weiterhin eine
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Änderung der Neigung dieser Bahn, also ein Wippen, das ebenfalls rasch oder langsam erfolgen kann.
Es lassen sich also Beginn und Ende sowie Geschwindigkeit der einzelnen vorgesehenen Bewegungsarten immer neu verändern. Dadurch wird erreicht,
daß sich viele verschiedene Kombinationen von Bewegungen ergeben, die sich in gleicher Weise gewöhnlich
nicht wiederholen.
Durch die Hin- und Herbewegung der beiden parallelen Rollbahnen wird eine Bewegung erzeugt, die
dem bei lustigen Gelegenheiten gern geübten Schunkeln gleicht. Der Eindruck des Schunkeins wird für
die Mitfahrenden noch verstärkt, weil die jeweils ihnen gegenüber Sitzenden im gleichen Zeitpunkt in
entgegengesetzter Richtung bewegt werden.
Um einen schnellen Wechsel des Standortes zu ermöglichen wird der Fahrbetrieb erfindungsgemäß so
gebaut, daß alle Fahr- und Rollbahnen auf einem einzigen, als Kraftwagenanhänger ausgebildeten Rahmen
angeordnet sind. Nach Entfernen von zwei Rädern oder einer Fahrgestellachse wird dieser in
eine zum Betrieb günstige Schräglage gebracht und kann somit durch Anbringen der Abstützung in sehr
kurzer Zeit betriebsbereit gemacht werden.
Im folgenden soll ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes an Hand einer Zeichnung
näher beschrieben werden. Die Zeichnung zeigt in
F i g. 1 den Fahrbetrieb in Betriebsstellung, von der
Seite gesehen, in
F i g. 2 von oben gesehen.
Dabei sind 1 und 2 zwei Reihen von Sitzen, welche auf den parallelen Rollbahnen 3 und 4 mittels des
Motors und Getriebes 5 jeweils einander entgegengesetzt verschoben, also geschunkelt werden. In vorliegender
beispielsweiser Ausführung geschieht dies mittels der Seiltrommel 6. Die Sitze mit den Rollbahnen
sind auf einer Drehscheibe 7 angebracht, die durch den Antrieb 8 in Drehung versetzt werden
kann. Die Drehscheibe befindet sich auf einem Wagen 9, welcher auf den schrägen Schienen 10
mittels des Antriebes 11 auf und ab gezogen werden kann. Die Neigung der Schienen 10 wird mittels des
Antriebes 12, hier beispielsweise durch Pleuel 13, verändert. Der Antrieb 12 und das Gelenk 14 zum
Ändern der Neigung der Schienen 10 sind an einem Rahmen 15 befestigt. Dieser Rahmen ist bei 16
und 17 auf dem Boden abgestützt. Der Rahmen 15 bildet gleichzeitig den Rahmen eines Kraftwagenanhängers.
Nach dem Entfernen der Stütze 16 kann der Rahmen bei 17 angehoben werden, so daß man
bei 18 die hier nicht gezeichnete andere Achse des Kraftwagenanhängers bzw. die beiden abgenommenen
Räder zum Zweck des Transportes anbringen kann. Dadurch ist der Fahrbetrieb sehr schnell zum
Transport fertig zu machen und kann am neuen Standort durch einfaches Entfernen zweier Räder
oder der Achse 18 wieder in eine zum Betrieb günstige Neigung gebracht werden.
Claims (2)
1. Fahrbetrieb zur Volksbelustigung, dadurch
gekennzeichnet, daß auf parallelen
so Rollbahnen (3, 4) einander zugekehrte Sitze (1, 2)
angebracht sind und mit einem Antrieb (5, 6) einander entgegengesetzt seitlich hin und her verschoben
werden, wobei die Rollbahnen auf einer Drehscheibe ((7) durch einen Antrieb (8) um die
Mittelachse des Antriebsmotors (5) gedreht und auf einer schrägen Bahn ClO), deren Neigung
durch einen Antrieb (12) veränderlich ist, mittels eines weiteren Antriebes (11) auf und ab gefahren
werden.
2. Auf einem Kraftwagenanhänger angebrachter Fahrbetrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Betriebsbereitschaft nur der Fahrgestellrahmen nach Entfernung von einer
Fahrgestellachse oder zwei Rädern durch Stützen (16, 17) in eine zum Betrieb günstige Schräglage
gebracht wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 220 923;
deutsche Auslegeschrift Nr. 1 054 891;
deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 780 962;
österreichische Patentschrift Nr. 112 781;
belgische Patentschrift Nr. 538 447.
Deutsche Patentschrift Nr. 220 923;
deutsche Auslegeschrift Nr. 1 054 891;
deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 780 962;
österreichische Patentschrift Nr. 112 781;
belgische Patentschrift Nr. 538 447.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
40» 560/34 4.64 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW32376A DE1168811B (de) | 1962-06-06 | 1962-06-06 | Fahrbetrieb zur Volksbelustigung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW32376A DE1168811B (de) | 1962-06-06 | 1962-06-06 | Fahrbetrieb zur Volksbelustigung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1168811B true DE1168811B (de) | 1964-04-23 |
Family
ID=7600018
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW32376A Pending DE1168811B (de) | 1962-06-06 | 1962-06-06 | Fahrbetrieb zur Volksbelustigung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1168811B (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE220923C (de) * | ||||
| BE538447A (de) * | 1954-11-12 | |||
| AT112781B (de) * | 1927-07-06 | 1929-04-10 | Karl Schaaf | Karussell. |
| DE1780962U (de) * | 1958-11-12 | 1959-01-08 | Kaspar Klaus | Karussell. |
| DE1054891B (de) * | 1952-10-07 | 1959-04-09 | Robert Huhn | Rotierende Fahrbahn fuer Volksbelustigungszwecke |
-
1962
- 1962-06-06 DE DEW32376A patent/DE1168811B/de active Pending
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE220923C (de) * | ||||
| AT112781B (de) * | 1927-07-06 | 1929-04-10 | Karl Schaaf | Karussell. |
| DE1054891B (de) * | 1952-10-07 | 1959-04-09 | Robert Huhn | Rotierende Fahrbahn fuer Volksbelustigungszwecke |
| BE538447A (de) * | 1954-11-12 | |||
| DE1780962U (de) * | 1958-11-12 | 1959-01-08 | Kaspar Klaus | Karussell. |
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