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Fahrbarer überkopflader Die Erfindung bezieht sich auf einen fahrbaren
überkopflader mit einer die Ladeschaufel tragenden Ladeschwinge, an deren Armen
die Kolbenstangen von hydraulischen Zylindern, gelenkig angreifen, die ihrerseits
derart am Fahrgestell gelagert sind, daß die hinteren Enden der Zylinder frei beweglich
sind.
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Bei überkopfladem der in Frage stehenden Art soll einerseits der nutzbare
Weg der Schwingenanne mit der zugehörigen Ladeschaufel so groß wie möglich sein
und zweckmäßigerweise mindestens etwa 180' ausmachen, und andererseits sollen
bei Verwendung von nur einem Hubzylinderpaar die Hubzylinder so angeordnet sein,
daß die Schwingenarme im gesamten Wirkbereich der Hubzylinder dem Einfluß einer
möglichst gleichbleibenden wirksamen Kraftkomponente ausgesetzt sind. Die Erfindung
beschreitet zur Lösung der vorgenannten Aufgabe einen von bekannten Vorbildern,
bei denen die Hubzylinder etwa im Bereich der Mitte ihrer Länge angelenkt sind,
abweichenden Weg, der einen vergleichsweise größeren Schwenkbereich der Ladeschwinge
gestattet.
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Gemäß der Efindung weisen die vorderen Enden der Zylinder für die
gelenkige Lagerung am Fahrgestellrahmen je zwei gegenüberliegende, über die
Gelenkstelle zwischen dem Schwingenarm und der vollständig eingezogenen Kolbenstange
überstehende Verlängerungen auf, von denen die eine mit einem Fortsatz zur zwangsweisen
Führung des Zylinders von der Stellung an versehen ist, in der die Gelenkstellen
beim Ausfahren der Kolbenstange fluchten.
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Durch die erfindungsgemäße Lagerung des Zylinderschwenkpunktes wird
ein Schwenkbereich von 180' oder mehr ohne ins Gewicht fallenden Verlust
an Hebelkraft geschaffen.
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Erfindungsgemäß trägt ferner der der zwangsweisen Führung dienende
Fortsatz des Zylinders eine Rolle, die mit einer kurvenförmigen Führungsnut am Schwingenarm
zusammenwirkt. Auf diese Weise halten die Führungsmittel den hydraulischen Zylinder
derart, daß einmal die Stabilität des Zylinders beim Durchgang der Gelenke durch
den Fluchtungspunkt gewährleistet ist und zum anderen die Kolbenstange von vom Zylindergewicht
herührenden unerwünschten Biegebeanspruchungen frei gehalten wird.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der
Erfindung dargestellt. Es zeigt F i g. 1 einen überkopflader in Seitenansicht
mit in der Füllstellung befindlicher Ladeschaufel, F i g. 2 bis
7 die Anordnung nach F i g. 1 in jeweils verschiedenen Schaufelstellungen,
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Fig. 8 eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht der
Ladeschwinge mit dem Hubantrieb, F i g. 9 eine Draufsicht auf die Ladeschwinge
gemäß Fig. 8,
Fig. 10 eine Ansicht des Hubzylinders, F i
g. 11 einen Schnitt nach der Linie 11-11 von F ig. 10,
F i
g. 12 eine Einzelansicht, welche die gegenseitige Lage der Gelenkstellen
von Ladeschwinge und Hubzylinder zeigt.
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In Fig. 1 ist ein Raupenkettentraktor allgemein mit
10 bezeichnet. Er enthält den üblichen Motors Raupenketten, Sitz und Steuereinrichtungen,
die nicht im einzelnen gezeigt sind, und ist mit einem Fahrgestellrahmen 12 ausgestattet,
welcher die Ladeeinrichtung trägt. Die Ladeeinrichtung weist ein Paar von Hubarmen
14 auf, die eine Ladeschwinge bilden, die an dem Rahmen 12 an Drehgelenken
16 schwenkbar angebracht ist. Ein Verbindungsträger 18 (F i
g. 8 und 9) erstreckt sich zwischen den Armen 14, um sie am vorderen
Ende zu einem eine Ladeschaufel 15 tragenden Joch zusammenzufassen. Die Ladeschaufel
15 oder ein anderes Last tragendes Gerät ist schwenkbar an den äußeren Enden
der Hubarme 14 angebracht. Die Drehgelenke 16 für die Hubarine sind mit Bezug
auf den Traktor allgemein in dessen Mitte angeordnet, um eine Entladungsreichweite
zu erreichen, die sowohl nach vom als auch nach rückwärts im wesentlichen gleich
ist. Jeder Arm 14 wird durch einen doppeltwirkenden hydraulischen Zylinder 20 angetrieben,
der durch die übliche gemeinsame, nicht dargestellte Steuerungseinrichtung beaufschlagt
wird.
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Der allgemein mit 20 in den F i g. 1 bis 7 bezeichnete
Zylinder ist im einzelnen in den F i g. 10
und
11 gezeigt. Er besitzt einen Zylindermantel 22, eine Kolbenstange
32, und ein Joch in der Form eines Paares von gegenüberliegenden Zylinderverlängerungen
24 und 26, die mit Gelenkstellen 28
bzw. 30 versehen sind, durch
welche die getrennten Zylinderverlängerungen an besonderen Stegen des Rahmens 12
schwenkbar aufgehängt sind.
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Die Kolbenstange 32 ist einerseits mit einem Kolben 34 versehen
und andererseits durch ein Gelenk 38 mit dem Hubarin 14 verbunden. In den
Hubausgangsstellungen der F i g. 10 und 11 befindet sich das Drehgelenk
38 der Kolbenstange unterhalb der Zylindergelenke 28 und
30. Wenn die Kolbenstange 32 ausgefahren wird, durchläuft die Achse
des Drehgelenks 38 eine Stellung, in der sie mit den Achsen der Drehgelenke
28 und 30 unmittelbar fluchtet.
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Um die Möglichkeit auszuschalten, daß der Zylinder im Moment der Fluchtung
sich um die gemeinsame Achse der Drehgelenke von Kolbenstange und Zylinder dreht,
ist die Zylinderverlängerung 26 mit einem Fortsatz 40 versehen, welcher als
Leitarrn wirkt und mit einer Rolle 42 versehen ist. Die Leitrolle 42 läuft in einer
Kurvenführung 44 (F i g. 8), die am Hubarm 14 vorgesehen ist. Die Kurve der
Führung 44 folgt dem von der Rolle 42 beschriebenen Bogen, wenn der Zylinder 20
derart schwingt, daß er allgemein tangential dem Bogen folgt, der vom Hubarrn 14
beschrieben wird.
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Bei der so dargestellten Ausführungsform der Erfindung wird die Ladeschaufel
15 durch eine Stangenführung parallel zu sich selbst gehalten. Jede von diesen
Führungen enthält eine Stange 50, von der ein Ende schwenkbar an der Schaufel
15 angebracht und das andere Ende schwenkbar mit einem zweiarmigen Hebel
52 verbunden ist.
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Der Hebel 52 ist zwischen seinen Enden schwenkbar am Hubarm
14 angebracht. Ein hydraulischer Zylinder 54 ist mit seinem Ende schwenkbar am Rahmen
12 vermittels eines nicht gezeigten seitlichen Armes angelenkt. Die Kolbenstange
des Zylinders 54 ist drehbar mit dem anderen Ende des Hebels 52 verbunden.
Der hydraulische Zylinder 54 bildet den Kippmechanismus für die Schaufel entweder
in der Stellung nach vorwärts oder rückwärts, wie in den F i g. 4 und
7 angegeben ist.
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Die Ladeeinrichtung wird, wie oben dargelegt, von dem Fahrgestellrahmen
12 getragen. Hierzu weist der Rahmen 12 (vgl. F i g. 8 und 9), zwei
vertikal verlaufende Stege 12a und 12b mit Bohrungen 17 für das Drehgelenk
16 des Hubarmes 14 bildende Zapfen auf. Die Zylinderverlängerungen 24 und
26 sind an den Stegen 12 a bzw. 12 b mittels Bolzen 25 und
27
(F i g. 9) angebracht, welche durch die Löcher 29
und
31 in den Verlängerungen und die Löcher 3i
bzw. 35 der Stege
durchgehen.
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Ferner ergibt sich aus F i g. 12, daß die Achsen der Drehgelenke
38 und 30 von der Achse des Drehgelenkes 16 gleiche Abstände
haben. Hierdurch wird die Sperrung der Hubeinrichtung vermieden, wenn der Zylinder
20 das Drehgelenk 38 von einem Punkt unter der Höhenlage des Drehgelenkes
30 aus (wie in F i g. 1) nach einem Punkt oberhalb dieser Höhenlage,
wie in den F i g. 5 und 12, verschiebt.