DE1166749B - Verfahren zur Herstellung feinkoerniger Granalien und Anlage zur Durchfuehrung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Herstellung feinkoerniger Granalien und Anlage zur Durchfuehrung des VerfahrensInfo
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Classifications
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Description
- Verfahren zurHerstellung feinkörniger Granalien und Anlage zur Durchführung des Verfahrens Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen sehr feinkörniger Granalien mit homogener Mischung der Rohstoffkomponenten in bestimmtem Verhältnis durch vorangehende Schlammaufbereitung und eine Anlage zur Durchführung des Verfahrens. Derartige Granalien werden beispielsweise bei verschiedenen Erzaufbereitungsverfahren, bei der Zementherstellung und in der chemischen Industrie benötigt.
- Es ist auf mehrfache Weise bekannt, Gut durch Zerstäuben aus Düsen und daran anschließendes Trocknen in einem Heißgasstrom zu granulieren. Das zu granulierende Gut wird in suspendierter Form durch Düsen gepreßt oder mittels eines Förderluftstromes aus den Düsen ausgesprüht, wobei der Förderluftstrom sich innerhalb.oder sofort außerhalb der Düse mit dem zu zerstäubenden Gut vermischt und es fein verteilt.
- Diese Verfahren haben den Nachteil, daß die Düsen einem sehr hohen Verschleiß unterworfen sind, insbesondere, wenn das zu zerstäubende Gut abrasive Eigenschaften besitzt, wie z. B. Zementrohstoffe.
- Außerdem besteht hierbei die Gefahr, daß sich die Rohrleitungen und Düsen zusetzen oder Verkrustungen entstehen, wenn beispielsweise die Anlage einige Zeit außer Betrieb ist und sich die Feststoffe aus der Schlämme an den Wandungen der Rohrleitungen und Düsen ablagern. Außerdem treten bei diesen bekannten Verfahren leicht Entmischungen der Suspension in den Rohrleitungen und beim Aussprühen aus den Düsen auf.
- Es sind weiterhin Granulationsverfahren bekannt, bei denen zu granulierendes Gut in verflüssigter Form schnelldrehenden Zentrifugenkörben aufgegeben wird, welches dann durch die Maschen oder Löcher der Körbe hindurchtritt und als Granalien in einem den Zentrifugenkorb ringförmig umgebenden Raum aufgefangen wird.
- Bei einer anderen vorbekannten Einrichtung läßt man einen Strahl verflüssigten oder geschlämmten Gutes auf eine schnell rotierende Drehscheibe auftreffen. Infolge der Rotation wird das Gut in einen umgehenden Sammelraum verspritzt, so daß feine Granalien entstehen.
- Diese Verfahren, bei denen die Granalien unter dem Einfluß der Zentrifugalkraft hergestellt werden, eignen sich nicht zum Erzeugen kleinster Granalien mit homogener Mischung der Rohstoffkomponenten in bestimmtem Verhältnis, da die Gefahr des Entmischens der einzelnen Komponenten besteht. Außerdem bedarf es insbesondere bei Zentrifugenkörben eines Auffangraumes sehr großen Durchmessers für das granulierte Gut, wobef die bis an die Wandung der Sammelräume geschleuderten Granalien durch den Aufprall zu Bruch gehen können.
- Um diese Mängel zu vermeiden, geht die vorliegende Erfindung davon äus, den Granuliervorgang ohne Zuhilfenahme der Rishkraft durchzuführen.
- Nach dem Verfahren der Erfindung wird das zu granulierende Gut in an sich bekannter Weise so fein gemahlen, daß für die späteren Granalien, die für die Zementherstellung beispielsweise eine Größe von etwa 0,5 mm besitzen sollen, eine hinreichende Homogenität gewährleistet ist. Sodann wird das gemahlene Gut als Dickschlamm aufbereitet unter Be achtung des gewünschten Mischungsverhältnisses der Rohstoffkomponenten. Der Schlamm wird anschließend in bekannter Weise als dünner Film auf das Sieb einer rotierenden Siebtrommel aufgebracht.
- Erfindungsgemäß wird der Schlammfilm durch Luft oder anderes Gas aus dem Sieb in einen Heißgasstrom hineingeblasen und in diesem in der Schwebe granuliert und getrocknet. Die fertigen Granalien werden in an sich bekannter Weise, z. B. in einem Zyklon, aus dem Gasstrom wieder ausgeschieden.
- Bei diesem beanspruchten Verfahren handelt es sich um ein ausgesprochenes Kombinationsverfahren.
- Nach einer besonderen Ausbildung der Erfindung dient der Heißgasstrom gleichzeitig zum Ausscheiden der zu großen, vom Gasstrom nicht tragfähigen Granalien, die so in das Schlammbad zurückgeführt werden. Der langsam verdickende und sich als Sumpf absetzende Schlamm wird dauernd abgezogen und frisch aufbereitet.
- Die Anlage zur Durchführung des beanspruchten Verfahrens besteht aus einer bekannten, rotierenden und waagerecht angebrachten Siebtrommel, die mit ihrem unteren Teil in ein in einer Schlammulde befindliches Schlammbad hineinragt, wobei im oberen inneren Teil der Siebtrommel eine vorbekannte Abblasvorrichtung angeordnet ist.
- Erfindungsgemäß weist der Behälter einen Heißgaseinlaß und einen Schlammablauf auf und ist mit einem Trockenschacht, der über der als Düse ausgebildeten Abblasvorrichtung angeordnet ist, zu einer Einheit verbunden, wobei der Trockenschachtboden Gasdurchtrittsöffnungen aufweist.
- Vorteilhafterweise ist die Siebtrommel beiderseits der Düse gegen den oberen Behälterraum durch Bleche abgeschirmt. Nach einem weiteren Erfindungsmerkmal sind an den Gasdurchtrittsöffnungen im unteren Teil des Trockners verstellbare Drallbleche angeordnet. Im Trockner selbst ist ein mit Spritzdüsen für Reinigungsmittel versehener, auf und ab bewegbarer Reinigungskratzer vorgesehen.
- An Hand einer Zeichnung sei nun das Wesen der Erfindung an einem Ausführungsbeispiel erläutert.
- Es zeigt F i g. 1 eine schematische Darstellung der Vorrichtung im Längsschnitt und Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie A-B in Fig. 1, bei dem der Behälterboden in die Zeichenebene geklappt ist.
- Der Behälter 1 mit der Schlammulde 2 ist mit einem Schlammzulauf 3, einem Schlammablauf 4 und einer Heißgaseinströmung 5 ausgestattet. Die mit einem trommelartigen Sieb 6 versehene und gegen den oberen Behälterraum durch Bleche 7 abgeschirmte Siebtrommel 8 ragt mit ihrem unteren Ende in das in der Schlammulde 2 befindliche Schlammbad hinein. Im oberen Teil der Siebtrommel ist innen eine als Düse 9 ausgebildete Abblasvorrichtung angeordnet. Auf der hohllaufenden Seite der Siebtrommel sind Abstreifwalzen 10 und an der ablaufenden Seite mit Reinigungsspritzdüsen versehene Reinigungbürsten 11 angeordnet. Der in den Behälter 1 hineinragende Trockner 12 ist an seinem unteren Teil mit Gasdurchtrittsöffnungen 13 versehen, in denen verstellbare Drallbleche 14 angeordnet sind Zum Reinigen der inneren Wandung des Trockners 12 ist ein auf und ab bewegbarer Reinigungskratzer 15 mit Reinigungsspritzdüsen 16 vorgesehen. Dem Trockner ist zum Abscheiden der fertigen Granalien aus dem Gasstrom ein Zyklon 1.7 nachgeschaltet, an dessen Auslauf eine Zellenradschleuse 18 angeschlossen ist.
- Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird das zu granulierende Gut fein gemahlen, und zwar feiner als durch die Größe der herzustellenden Granalien bedingt ist, um deren Homogenität zu gewährleisten.
- Die Rohstoffkomponenten werden im gewünschten Mischungsverhältnis als Schlamm aufbereitet, der durch den Schlarzmzulauf 3 in die Schlammulde 2 des Behälters 1 aufgegeben wird. Die rotierende Siebtrommel 8 nimmt mit ihrem Sieb 6 einen Schlammfilm mit, wobei die Abstreifwalzen 10 für gleichmäßige Filmdicke sorgen. Der durch die Düse 9 austretende Luftstrom bläst den Schlammfilm aus dem Sieb 6 in den Trockner 12 hinein. Die Heißgase zum Trocknen werden zunächst in den Behälterl durch die Einströmöffnung 5, eingeführt, bewirken hier ein Vortrocknen des Schlammbades und insbesondere des Schlammfilmes und treten sodann durch die Heißgasdurchtrittsöffnungen 13 in den Trockner 12 ein. Die verstellbaren Drallbleche 14 ermöglichen es, dem im Trockner 12 aufsteigenden Heißgasstrom einen bestimmten Drall oder eine bestimmte rotationsfreie Geschwindigkeit zu erteilen, von welchem bzw. welcher das Grenzkorn zwischen brauchbaren, d. h. genügend kleinen, und zu großen Granalien abhängt und somit einstellbar ist. Gleichzeitig ist der Trocknungsvorgang durch Verändern der Temperatur des zugeführten Heißgases beeinflußbar. Die zu großen Granalien fallen im Trockner 12 wieder herab und werden durch die Heißgasdurchtrittsöffnungen 13 und über die Abschirmbleche 7 oder über die Siebtrommel 8 der Schlammulde 2 wieder aufgegeben. Von Zeit zu Zeit wird der Reinigungskratzer 15, der aus einem mit Reinigungsspritzdüsen 16 versehenen Kratzring besteht, im Trockner 12 auf und ab bewegt. um die Wandung rein zu halten.
- Der Reinigungskratzer 15 ist so gestaltet, daß die Gase ungehindert hindurchströmen können. Der Heißgasstrom trägt die fertigen Granalien mit sich in den Zyklon 17, in dem sie abgeschieden und über die Zellenschleuse 18 ausgetragen werden.
- Beispiel In einem Versuch wurden aus Zementrohmaterial kleinste Granalien hergestellt, die zum Brennen von Zementklinker verwendet werden können. Zunächst wurde eine Rohmischung hergestellt, wobei die Rohstoffe bis auf einen Rückstand von 60/0 auf 4900 Maschen pro Quadratzentimeter gemahlen wurden. Nach erfolgter Naßaufbereitung zeigte der Schlamm eine Zusammensetzung von 34°/o H20, 510/0 CaCO3, 13 0/o SiO2 und zum restlichen Anteil AI2O3, FelOl und andere Verbindungen in geringfügiger Menge. Es wurde festgestellt, daß 92°/o des zu Schlamm aufbereiteten Gutes in Form von Granalien im Zykon abgeschieden wurden. Der in einem dem Zyklon nachgeschalteten Filter aufgefangene Staubanteil betrug 20/0. Im Schachttrockner wurde vom Heißgasstrom sonach ein Rückgutanteil von etwa 6 0/o ausgesichtet. Das vom Zyklon abgeschiedene Granulat wurde zunächst einem Sieb von 1 mm Maschenweite aufgegeben. Es war kein nennenswerter Siebrückstand vorhanden. Sodann wurde das Granulat über ein Sieb von 0,5 mm Maschenweite geführt. Der Siebdurchfall betrug um 60/0 des dem Sieb aufgegebenen Gutes. Durch Regulieren der Temperatur des Heißgasstromes konnte bei verschiedenen Versuchen ein Restfeuchtigkeitsgehalt der Granalien zwischen 2 und 80/o eingehalten werden. Eine Prüfung der erzeugten Granalien auf Abriebfestigkeit zeigte nur geringe Staubbildung.
Claims (6)
- Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung feinkörniger Granalien mit homogener Mischung der Rohstoffkomponenten nach vorangehender Schlammaufbereitung, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlamm in bekannter Weise als dünner Film auf eine rotierende Siebtrommel aufgebracht, durch Luft oder Gas aus dem Sieb in einen Heißgasstrom hineingeblasen und in an sich bekannter Weise in diesem granuliert und getrocknet wird, worauf die fertigen Granalien auf bekannte Weise aus dem Gasstrom ausgeschieden werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Granalien von dem Heißgasstrom ausgesichtet und die zu großen Granalien in das Schlammbad zurückgeführt werden.
- 3. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, bestehend aus einer rotierenden, waagerecht angeordneten Siebtrommel, die in einem mit einem Schlammzulauf versehenen Behälter angeordnet ist und im oberen Teil eine Abblasvorrichtung enthält, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (1), welcher einen Heißgaseinlaß (5) und einen Schlammablauf (4) aufweist, mit einem über der als Düse (9) ausgebildeten Abblasvorrichtung angeordneten, an sich bekannten Trockenschacht (12), dessen Bodenteil mit Gasdurchtrittsöffnungen (13) versehen ist, zu einer Baueinheit verbunden ist.
- 4. Anlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet; daß die Siebtrommel (8) beiderseits der Düse (9) gegen den oberen Behälterraum durch Bleche (7) abgeschirmt ist.
- 5. Anlage nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß in den im unteren Teil des Trockners (12) vorgesehenen Durchtrittsöffnungen (13) verstellbare Drallbleche (14) angeordnet sind.
- 6. Anlage nach den Ansprüchen 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Trockner (12) ein mit Spritzdüsen (16) für Reinigungsmittel versehe ner auf und ab bewegbarer Reinigungskratzer (15) angeordnet ist.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschriften Nr. 1041472, 1006396; USA.-Patentschrift Nr. 2 889 931.
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US7784361B2 (en) * | 2007-05-10 | 2010-08-31 | Bong Tech, L.L.C. | Electronic fluid dispensing apparatus and related method |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1006396B (de) * | 1953-08-18 | 1957-04-18 | Kloeckner Humboldt Deutz Ag | Verfahren und Vorrichtung zum Betrieb eines zellenlosen Drehfilters mittels einer Filterhilfsschicht |
| DE1041472B (de) * | 1956-04-19 | 1958-10-23 | Bayer Ag | Verfahren zum Granulieren von Pulvern zu Granulaten gewuenschter Korngroesse ohne Zugabe von Bindemitteln |
| US2889931A (en) * | 1954-12-27 | 1959-06-09 | Phillips Petroleum Co | Continuous rotary filter |
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1961
- 1961-05-02 DE DEP27088A patent/DE1166749B/de active Pending
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|---|---|---|---|---|
| DE1006396B (de) * | 1953-08-18 | 1957-04-18 | Kloeckner Humboldt Deutz Ag | Verfahren und Vorrichtung zum Betrieb eines zellenlosen Drehfilters mittels einer Filterhilfsschicht |
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