[go: up one dir, main page]

DE1146041B - Calcinieren von Tonerdehydrat - Google Patents

Calcinieren von Tonerdehydrat

Info

Publication number
DE1146041B
DE1146041B DEM45723A DEM0045723A DE1146041B DE 1146041 B DE1146041 B DE 1146041B DE M45723 A DEM45723 A DE M45723A DE M0045723 A DEM0045723 A DE M0045723A DE 1146041 B DE1146041 B DE 1146041B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gas
alumina hydrate
airborne dust
over
dense
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM45723A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Franz Schytil
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GEA Group AG
Original Assignee
Metallgesellschaft AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Metallgesellschaft AG filed Critical Metallgesellschaft AG
Priority to DEM45723A priority Critical patent/DE1146041B/de
Priority to CH624161A priority patent/CH411812A/de
Priority to FR865713A priority patent/FR1292741A/fr
Publication of DE1146041B publication Critical patent/DE1146041B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J6/00Heat treatments such as Calcining; Fusing ; Pyrolysis
    • B01J6/001Calcining
    • B01J6/004Calcining using hot gas streams in which the material is moved
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F7/00Compounds of aluminium
    • C01F7/02Aluminium oxide; Aluminium hydroxide; Aluminates
    • C01F7/44Dehydration of aluminium oxide or hydroxide, i.e. all conversions of one form into another involving a loss of water
    • C01F7/441Dehydration of aluminium oxide or hydroxide, i.e. all conversions of one form into another involving a loss of water by calcination
    • C01F7/445Dehydration of aluminium oxide or hydroxide, i.e. all conversions of one form into another involving a loss of water by calcination making use of a fluidised bed
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01PINDEXING SCHEME RELATING TO STRUCTURAL AND PHYSICAL ASPECTS OF SOLID INORGANIC COMPOUNDS
    • C01P2004/00Particle morphology
    • C01P2004/60Particles characterised by their size
    • C01P2004/61Micrometer sized, i.e. from 1-100 micrometer

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)
  • Feeding, Discharge, Calcimining, Fusing, And Gas-Generation Devices (AREA)

Description

  • Cakinieren von Tonerdehydrat Zur Gewinnung von Aluminiummetall benötigt man Tonerde, welche durch Dehydratisieren von Aluminiumhydroxyd unter Erhitzung auf hohe Temperatur hergestellt wird. Dieser Vorgang wird großtechnisch in Drehrohröfen vorgenommen. Es sind auch Vorschläge bekanntgeworden, die Dehydratisierung von Tonerde in einer klassischen Wirbelschicht durchzuführen. Eine klassische Wirbelschicht ist bekanntlich ein Verteilungszustand, bei dem eine dichte Phase, deren Oberfläche etwa der einer kochenden Flüssigkeit ähnelt, durch einen deutlichen Dichtesprung von dem darüber befindlichen Gas-oder Staubraum getrennt ist. In der dichten fluidisierten Phase nimmt der vom Gas durchwirbelte Feststoff etwa 30 bis 701/o des Bettvolumens ein, was bei den spezifischen Gewichten der meisten technisch wichtigen Feststoffe einer Feststoffdichte von etwa 500 bis 1000 kg/m3 entspricht. Da in der Praxis die Korngröße des Feststoffes niemals völlig uniform ist, werden stets einzelne Partikeln, vor allem die feineren, vom Gas mitgerissen, so daß auch der oberhalb des Niveaus der Wirbelschicht befindliche Gasraum nicht völlig frei von Feststoff ist. Die Menge des vom Gas mitgerissenen Feststoffes hängt in erster Linie von der Korngrößenverteilung und dem spezifischen Gewicht des Feststoffes sowie der angewendeten Gasgeschwindigkeit ab. In jedem Fall ist aber die Feststoffdichte oberhalb der Wirbelschicht erheblich niedriger als in derselben und entspricht meist nur Bruchteilen eines Prozentes des vom Gas eingenommenen Volumens. Beim Dehydratisieren in der dichten oder klassischen Wirbelschicht tritt die Schwierigkeit auf, daß das Material in der Hochtemperaturzone seine Dichte stark vergrößert. Infolge dieses Schrumpfvorganges wird die Wirbelschicht sehr leicht unbeweglich.
  • Andererseits ist es bekannt, pulverförmige Stoffe in der Weise zu entwässern und zu erhitzen, daß man sie in Form einer Flugstaubwolke mit heißen Gasen behandelt. Unter Flugstaubwolken werden bekanntlich Verteilungszustände ohne definierte obere Grenzschicht mit einer wesentlich höheren Gasgeschwindigkeit verstanden, als sie zur Aufrechterhaltung einer stationären Wirbelschicht zulässig sind, und bei denen der Feststoff vom Gas schnell aus dem Apparat ausgetragen würde, wenn nicht ständig neues Material nachgespeist wird. Innerhalb der Flugstaubwolke besteht eine Feststoffkonzentration, die im allgemeinen niedriger ist als die einer klassischen Wirbelschicht, aber erheblich höher als die im Staubraum einer klassischen Wirbelschicht vorliegende. Ein Dichtesprung zwischen dichter Phase und darüber befindlichem Staubraum tritt hier also nicht auf, jedoch nimmt innerhalb der Flugstaubwolke die Feststoffkonzentration nach oben hin kontinuierlich ab. Es sind durchschnittlich Feststoffdichten von etwa 10 bis 100 kg/m3, die örtlich bis zu 300 kg/m3 ansteigen können.
  • Calcinierverfahren im Flugstaubwolkengebiet haben sich bis jetzt für Hochtemperaturoperationen wegen der schlechten Wärmeausnutzung nicht durchsetzen können.
  • Außerdem erreicht man hierbei in Apparaten von technisch-wirtschaftlich brauchbaren Abmessungen nur Verweilzeiten von wenigen Sekunden, und es war nicht möglich, ein durchreagiertes Produkt zu erhalten. Es ist auch bereits bekannt, mit Flugstaubwolken so hoher Dichte zu arbeiten, daß man in den Bereich von Stopfvorgängen kommt, wodurch man wirbelnde Suspensionen erzeugen kann. Hierbei werden die Partikeln zwar auch noch pneumatisch vom Gasstrom mitgeführt, durch die Rückmischung erhält man aber höhere Verweilzeiten.
  • Die bisher ausschließlich in Drehrohröfen oder Wirbelschichten durchgeführte Calcinierung von Aluminiumhydroxyd hat vor allem den Nachteil, daß dazu hohe feuerfeste Ausmauerungen nötig sind, die nur aus kieselsäurehaltigem Material gebaut werden können. Infolgedessen nimmt das Calcinierungsprodukt durch Abrasion stets eine gewisse Menge Kieselsäure auf, so daß das daraus erzeugte Aluminium nicht völlig siliciumfrei ist.
  • Es wurde nun gefunden, daß bei der Calcinierung von Tonerdehydrat in wirbelnden Flugstaubwolken das Zusammenbacken im Augenblick der Umwandlung nicht mehr eintritt. Weiterhin wurde gefunden, daß man die Dichte der Flugstaubwolke bis zu örtliehen Konzentrationen von etwa 300 kg/m3 Feststoff steigern kann, wobei die Beweglichkeit auch bei Temperaturen von 1200° C und höher erhalten bleibt, während in einer dichten, stationären Wirbelschicht, welche eine Feststoffkonzentration von 500 bis 1000 kg und mehr besitzt, Erstarren eintritt; sobald Temperaturen von 1200° C überschritten werden. Man war bisher auch der Meinung, daß das Calcinieren bzw. das Umwandeln in die für die Aluminium herstellung geeignete Hochtemperaturphase eine langsam verlaufende Reaktion wäre, welche eine Verweilzeit von Stunden erfordert. Es wurde nun gefunden, daß ein Tonerdepartikel von etwa 0,1 mm Durchmesser bei einer Suspensionstemperatur von 1250° C bereits in der Zeit von etwa 3 Minuten vollkommen zur gewünschten Hochtemperaturphase umgewandelt ist. Kleinere Teilchen mit einem Durchmesser von 0,01 mm erfordern etwa ein Zehntel dieser Zeit: Um diese Verweilzeit zu erreichen, muß man mit sehr dichten Flugstaubwolken arbeiten und eine mittlere Feststoffkonzentration von über 30, vorzugsweise etwa 100 kg/m3 und örtliche Feststoffkonzentrationen bis zu etwa 300 kg/m3 benutzen. Es ist bekannt, diese hohen Konzentrationen durch eine sehr hohe Einspeisegeschwindigkeit, d. h. durch ein sehr großes Verhältnis von Feststoffzufuhr zur Trägergasmenge, zu erreichen. Die hohe Einspeisegeschwindigkeit erzielt man meistens dadurch, daß man das Ausgetragene mehrfach wieder dem Eintrag zuführt. Bei der Dehydratation von Tonerde bilden sich nun aber sehr viele feinste Anteile unter 0,01 mm aus. Diese lassen sich nur schwer in Fhehkraftabscheidern vom Gasstrom trennen und wieder zurückführen. Die Einspeisegeschwindigkeit selbst kann nicht über einen Maximalwert getrieben werden, welcher durch die Menge Brennstoff, die der Sauerstoff einer bestimmten Trägerluftmenge gerade noch verbrennen kann, gegeben ist. Auf diese Weise erhält man nur dünne Suspensionen, die nicht zu Stopfvorgängen neigen, und man erreicht nicht die erforderlichen Verweilzeiten. Es wurde nun aber gefunden, daß man bei zweistufiger Arbeitsweise, bei der in einer ersten Stufe eine Vortrocknung und Vordehydratisierung erfolgt, bereits ausreichend dichte Suspensionen erzeugen kann, welche zu wirbelnden, dichten Flugstaubwolken führen und bei Schichthöhen von etwa 8 m bereits vollständige Umwandlung in die Hochtemperaturphase ergeben. Unter Vortrocknung wird in diesem Zusammenhang die Entfernung des mechanisch eingeschlossenen und adhärierenden Wassers verstanden, unter Vordehydratisierung die mindestens teilweise Entfernung des chemisch gebundenen Wassers, d. h. eine Umwandlung von Al (0H)3 in niedrigere Hydratationsstufen bis zu Gemischen von A1203 und Al0(OH). Die Vordehydratisierung wird erfindungsgemäß bei erheblich niedrigeren Temperaturen durchgeführt als die Calcinierung, und zwar im Bereich von etwa 200 bis 400° C.
  • Die praktische Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist nachstehend an Hand einiger Ausführungsbeispiele erläutert.
  • Ausführungsbeispiel 1 In Abb. 1 ist beispielsweise eine geeignete Vorrichtung dargestellt. Sie besteht im Prinzip aus einem 10 m hohen Schacht 1, der unten mit einer Rostplatte 2 abgeschlossen ist. Der Schacht besteht aus hochfeuerfestem Material. Am oberen Ende befinden sich die Materialzufuhr 3 und ein Gasauslaß 4, der zu einem Zyklon 5 führt. Das im Zyklon abgeschiedene Gut wird über eine Leitung 6, welche durch eine Pendelklappe 7 abgeschlossen ist, dem unteren Teil des Ofens zugeführt. Bei 8 befindet sich der Materialaustrag. Die Beheizung erfolgt durch einen oder mehrere im unteren Teil des Ofens, aber über dem Rost, abgeordnete Ölbrenner 9. Die Trägerluftzufuhr erfolgt einerseits von unten nach oben durch die Rostplatte, andererseits durch den oder die ölbrenner bei 10 bzw. 11. Die Ölzufuhr erfolgt bei 12. Der Betrieb des Apparates gestaltet sich folgendermaßen: Bei 3 wird das filterfeuchte Aluminiumhydroxyd dem Apparat in einer Menge von 2 bis 2,5 t/Std. pro Quadratmeter Schachtquerschnitt zugeführt. Das Material rieselt zunächst eine Zeitlang dem Gasstrom entgegen nach unten. Ist die Gasgeschwindigkeit hoch genug, so wird es nach einer gewissen Falltiefe aufgestaut, und es bildet sich eine Zone von Stopfvorgängen aus, aus denen. eine wirbelnde Suspension hochgeschossen wird. Die hierfür erforderliche Gasgeschwindigkeit liegt zwischen 1500 und 3 000 Nm3/ Std. pro Quadratmeter Schachtquerschnitt. Das aus der Stopfzone 13 hochgeschleuderte Material wird mit dem Gasstrom über die Leitung 4 dem Zyklon 5 zugeführt, wo es sich zum größten Teil abscheidet. Es gelangt über die Leitung 6 in den unteren Teil des Reaktionsraumes, wo sich erneut ein Stopfvoorgang 14. ausbildet: Es entwickelt sich eine sehr dichte wirbelnde Flugstaubwolke mit nach oben abnehmender Feststoffkonzentration, die im Durchschnitt über die Gesamthöhe des Apparates etwa 100 kg/m-3 beträgt, wobei in den Zonen der Stopfvorgänge ein Mehrfaches dieses Wertes bis zu etwa 300 kg/m3 auftritt, aus denen man Fertiggut durch den Austrag 8 abziehen kann. Im unteren Teil des Apparates stellt man durch genügende ölzufuhr eine Temperatur zwischen 1100 und 1300° C ein. Hier erfolgt die eigentliche Umwandlung zur Hochtemperaturphasä. Das heiße Abgas dieser Zone strömt nach oben und trifft in der Stopfzone 13 mit dem frischen Gut zusammen, wo die Vordehydratation erfolgt. Hierbei sinkt die Temperatur des Gases - je nach dem Wassergehalt des Frischgutes - auf 200 bis 400° C ab. Die Menge der bei 10 und 11 zugeführten Trägerluft wird so eingestellt, daß insgesamt eine Gasgeschwindigkeit von 2 500 Nms/m2/Std. erzielt wird; wobei man zweckmäßig ein Drittel der Verbrennungsluft über die Ölbrenner bei 11 und die restlichen beiden Drittel durch den Rost bei 10 einführt. Es- ist natürlich auch mög lieh, mit Sauerstoff angereicherte Luft zu benutzen, wodurch eine höhere Belastbarkeit und eine höhere Materialbeladung und entsprechende höhere Verweilzeit erzielt werden kann. Weiterhin ist es zweckmäßig, die Träger- bzw: Verbrennungsluft vorzuheizen; Ein Teil des aus der Stopfzone 14 mitgerissenen, feinen Materials wird im Zyklon 5 abgeschieden. Die feinsten Anteile werden aber bei 15 mit dem Abgas mitgerissen. Je nach der Korngröße und dem Verhalten des verwendeten Tonerdehydrates kann dieser Anteil schwanken, und er kann 30 bis 60'% des bei 3 eingetragenen Frischgutes betragen. Diese feinsten Anteile werden in bekannter Weise in einem Elektrofilter; welches in Abb. 1 nicht eingezeichnet ist, abgeschieden. über ebenfalls nicht eingezeichnete Transportorgane werden sie einer zweiten, im unteren Teil des Ofens angebrachten Aufgabevorrichtung 16 zugeführt, über welche sie dann wieder in den Ofen gelangen. Dadurch wird der Ofen an feinem Material stark übersättigt, und es ist überraschenderweise möglich, dieses feine Material zusammen mit dem groben Anteil bei 8 im unteren Teil des Ofens, vollständig calciniert und in die Hochtemperaturphase umgewandelt, auszutragen.
  • Ausführungsbeispiel 2 Eine weitere Variante des Verfahrens ist in Abb. 2 dargestellt. Hier sind die Vorstufe und die Hochtemperaturstufe apparativ voneinander getrennt. Die Hochtemperaturstufe 1 besteht wieder aus einem feuerfest ausgemauerten Schacht 17 mit der Rostplatte 18 und dem Ölbrenner 19. An den Schacht schließt sich ein Rückführzyklon 20 mit der Rückführungsleitung 21 an, die durch die Pendelklappe 29 abgedichtet ist. Das etwa 1100' C heiße Abgas aus dem Zyklon 20 wird einem Venturiwirbler 31 zugeführt. Das Frischgut wird dem Venturiwirbler bei 22 aufgegeben. Der Venturiwirbler ist so ausgelegt, daß in seiner Gaseintrittsdüse eine Gasgeschwindigkeit von etwa 15 Nm/Sek. und darüber herrscht, so daß in ihm eine nach oben austretende Suspension mit einer Temperatur von etwa 350° C entsteht, welche vom Zyklon 24 erfaßt und über die durch die Pendelklappe 32 angedichtete Leitung 25 dem Hochtemperaturofen zugeführt wird. Der Austrag befindet sich bei 26 im unteren Teil des Reaktionsschachtes., die Luft wird wie in Abb. 1 einerseits bei 27 durch den Rost und andererseits bei 28 über die ölbrenner zugeführt. Das bei 33 mit dem Abgas austretende Feinstgut wird nach Abscheidung in einem nicht eingezeichneten Elektrofilter der Hochtemperaturzone bei 30 wieder zugeführt. Dieses System hat gegenüber dem in Abb. 1 dargestellten den Vorteil, daß die groben Anteile über den Zyklon 20 mehrfach zirkuliert werden und dadurch eine etwas höhere Verweilzeit erzielt wird. Dadurch kann bei niedriger Temperatur gearbeitet werden, wodurch der Brennstoffverbrauch noch weiter verringert wird. Der apparative Aufwand ist aber durch den Hochtemperaturzyklon 20, der keinen Abrieb geben darf, welcher das Produkt verunreinigt, höher als bei der Vorrichtung gemäß Abb. 1. Bei dieser Ausführungsform des Verfahrens wird die Gasgeschwindigkeit im unteren Teil des Schachtes 17 zweckmäßig niedriger gehalten als bei der Ausführungsform gemäß Abb. 1.
  • Es ist auch möglich, auf den Heißzyklon 20 zu verzichten und den Venturiwirbler 22 direkt auf den Schacht 17 aufzusetzen. Mit einer solchen Vorrichtung lassen sich die beiden Stopfzonen 13 und 14 der Abb. 1 genau und leicht einstellen.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren benutzt kein bewegtes Aggregat und gestattet, mit geringstem Brennstoffaufwand, der sogar niedriger ist als im Drehrohr, eine Tonerde hoher Reinheit herzustellen.
  • Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß es keine sehr feuerfesten Ausmauerungen erfordert und daß außerdem die Abrasion erheblich geringer ist als beim Calcinieren des Tonerdehydrats im Drehrohrofen oder in der Wirbelschicht. Als Ausmauerung können praktisch reine A1.,03 Steine verwendet werden. Infolgedessen ist es erfindungsgemäß möglich, ein absolut SiOfreies A1203 zu erzeugen, aus dem direkt bei der ersten Elektrolyse ein Aluminium erhalten werden kann, dessen Reinheitsgrad dem eines durch zweimalige Elektrolyse raffinierten Aluminiums entspricht.
  • Ein weiterer Vorteil besteht in dem gegenüber dem bekannten Verfahren erheblich verringerten Raumbedarf sowie in der großen Variabilität des Verfahrens in bezug auf die physikalische und chemische Qualität des Endproduktes. Durch Änderung der Gasgeschwindigkeit und Zuführungsgeschwindigkeit an Feststoff und der Temperatur in den verschiedenen Zonen der Wirbel- und Flugstaubwolke können die Eigenschaften des Endproduktes, wie sie z. B. durch den Schüttwinkel, das wahre spezifische Gewicht und den Glühverlust gegeben sind, innerhalb weiter Grenzen variiert werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verwendung einer dichten, wirbelnden Flugstaubwolke mit Feststoffkonzentrationen von über 30 kg/m3 zum Calcinieren von feinkörnigem Tonerdehydrat unter mindestens teilweiser Rückführung des mit dem Gas ausgetragenen Feststoffes, ,dadurch gekennzeichnet, daß das gegebenenfalls im oberen Teil der gleichen Flugstaubwolke bei verhältnismäßig niedriger Temperatur teilweise vorentwässerte Tonerdehydrat bei 1100 bis 1300° C fertig calciniert wird, wobei bei einer Gasgeschwindigkeit von 1500 bis 3 000 Nm3/m2/ Std. und einer entsprechend großen Feststoffbelastung eine nach oben abnehmende Suspensionsdichte im Durchschnitt über die ganze Höhe der Reaktionszone von über 30 kg/m3 und im unteren Teil der Reaktionszone von 100 bis 300 kg/m3 aufrechterhalten wird.
DEM45723A 1960-06-24 1960-06-24 Calcinieren von Tonerdehydrat Pending DE1146041B (de)

Priority Applications (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM45723A DE1146041B (de) 1960-06-24 1960-06-24 Calcinieren von Tonerdehydrat
CH624161A CH411812A (de) 1960-06-24 1961-05-29 Verfahren zum Calcinieren von Tonerdehydrat
FR865713A FR1292741A (fr) 1960-06-24 1961-06-22 Procédé pour la calcination de l'hydrate d'alumine

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM45723A DE1146041B (de) 1960-06-24 1960-06-24 Calcinieren von Tonerdehydrat

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1146041B true DE1146041B (de) 1963-03-28

Family

ID=7305381

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEM45723A Pending DE1146041B (de) 1960-06-24 1960-06-24 Calcinieren von Tonerdehydrat

Country Status (2)

Country Link
CH (1) CH411812A (de)
DE (1) DE1146041B (de)

Cited By (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1934389A1 (de) * 1968-07-16 1970-01-22 Prerovske Strojirny Np Vorrichtung zum Brennen von pulverfoermigen und feinkoernigen Materialien,insbesondere von pulverfoermigem Kalk
DE2530962A1 (de) * 1975-07-11 1977-01-13 Kloeckner Humboldt Deutz Ag Verfahren zur thermischen behandlung von schlaemmen, insbesondere von magnesithydrat - schlaemmen
DE2550469A1 (de) * 1975-11-10 1977-05-18 Polysius Ag Anlage zum brennen oder sintern von feinkoernigem gut
US4073642A (en) * 1975-09-04 1978-02-14 Stora Kopparbergs Bergslags Aktiebolag Method for reducing material containing iron oxides
FR2423445A1 (fr) * 1978-04-20 1979-11-16 Smidth & Co As F L Procede et appareil de production d'alumine anhydre a partir de trihydrate d'alumine
DE3152041C2 (de) * 1980-06-06 1986-10-09 Nittetsu Mining Co. Ltd., Tokio/Tokyo Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Brennen von oben in einen Ofen aufgegebenen Teilchen

Cited By (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1934389A1 (de) * 1968-07-16 1970-01-22 Prerovske Strojirny Np Vorrichtung zum Brennen von pulverfoermigen und feinkoernigen Materialien,insbesondere von pulverfoermigem Kalk
DE2530962A1 (de) * 1975-07-11 1977-01-13 Kloeckner Humboldt Deutz Ag Verfahren zur thermischen behandlung von schlaemmen, insbesondere von magnesithydrat - schlaemmen
US4073642A (en) * 1975-09-04 1978-02-14 Stora Kopparbergs Bergslags Aktiebolag Method for reducing material containing iron oxides
DE2550469A1 (de) * 1975-11-10 1977-05-18 Polysius Ag Anlage zum brennen oder sintern von feinkoernigem gut
FR2423445A1 (fr) * 1978-04-20 1979-11-16 Smidth & Co As F L Procede et appareil de production d'alumine anhydre a partir de trihydrate d'alumine
US4529579A (en) * 1978-04-20 1985-07-16 F. L. Smidth & Co. Method for producing anhydrous alumina
DE3152041C2 (de) * 1980-06-06 1986-10-09 Nittetsu Mining Co. Ltd., Tokio/Tokyo Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Brennen von oben in einen Ofen aufgegebenen Teilchen

Also Published As

Publication number Publication date
CH411812A (de) 1966-04-30

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1767628C3 (de) Verfahren zur Durchführung endothermer Prozesse
DE2622994C3 (de)
DE69101671T2 (de) Verfahren zur Herstellung von sehr permeablen, gesinterten kieselguhrhaltigen Filtrationsmitteln ohne Cristobalit und so erhaltene Filtrationsmittel.
DE4109136C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Aufbereiten schadstoffbelasteter Abfallstoffe
DE69322753T2 (de) Verfahren zum Brennen von Kalkstein
DE3322159A1 (de) Verfahren zur abtrennung von schadstoffen aus abgasen
DE1207361B (de) Vorrichtung zum Dehydratisieren und Umkristallisieren von Aluminiumoxydhydrat zu alphlO
DE1146041B (de) Calcinieren von Tonerdehydrat
DE2401770C3 (de) Verfahren zur Abscheidung von Phthalsäureanhydrid aus gasförmigen Reaktionsabströmen
DE3212210C2 (de)
AT227237B (de) Verfahren zum fortlaufenden Kalzinieren von Tonerdehydrat
DE3721421C2 (de)
DE3132289C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Granulaten aus einer Suspension
AT200802B (de) Verfahren zur kontinuierlichen Durchführung von chemischen oder physikalischen Prozessen zwischen gasförmigen und festen und/oder flüssigen Stoffen
DE3704044A1 (de) Verfahren zum entfernen unerwuenschter festanteile aus mittels pyrolytischer vergasung erzeugtem gas
DE2134986A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Reini gung von Hydraten von calciniertem Dolomit und Magnesit
DE726852C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung einer poroesen Verblaserostbeschickung aus Zementrohschlamm
EP0120486B1 (de) Verfahren und Anlage zur Gewinnung von Baustoffen aus Steinkohlenaufbereitungsabgängen
DE3931900A1 (de) Verfahren zum verbrennen granularer kunstharzabfaelle, insbesondere von ionenaustauschern
DE2543721C3 (de) Verfahren zum Gewinnen von wasserfreiem Natriumsulfat aus Glaubersalz
DE877957C (de) Verfahren zum Verblasen von zinkhaltigem Gut
DE69318985T2 (de) Verfahren zur rekalzinierung von kalkschlamm in einer wirbelschicht
DE1213772B (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung silikatischer Baustoffe
DE2657621A1 (de) Verfahren zur herstellung von zementklinker
DE2722635A1 (de) Verfahren zur herstellung von zementklinger aus einer chlorhaltigen rohmischung