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Verfahren zum Programmieren eines Aufzeichnungsträgers zum Steuern
des Anschlagsattels an Papierschneidemaschinen Die Erfindung bezieht sich auf ein
Magnetbandsteuersystem zum Steuern des Anschlagsattels einer Papierschneidemaschine
der Guillotinebauart. Bei derartigen Papierschneidemaschinen muß der Anschlagsattel
häufig verstellt werden, und zwar entweder in regelmäßigen Abständen, wie es z.
B. bei einem Stapel von bedruckten Papierbogen der Fall ist oder in vorher festgelegten
unterschiedlichen Abständen, die in einem Programm festgelegt werden können.
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Um die Arbeitsgeschwindigkeit derartiger Schneidemaschinen zu erhöhen,
ist es bekannt, den Sättel mit dem Papierstapel zunächst mit verhältnismäßig hoher
Geschwindigkeit zu transportieren und kurz vor der Schneidposition eine Umschaltung
auf Langsamlauf vorzunehmen, um dann eine augenblickliche Stillsetzung an der gewünschten
Stelle vornehmen zu können.
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Es ist bekannt, zur Durchführung von Programmschnitten den Sattelvorlauf
durch ein Magnetband zu steuern, wobei das Schnittprogramm durch auf das Band aufgeprägte
Frequenzmarken festgelegt ist, die bei der Vorwärtsbewegung des Sattels mit dem
Papierstapel über einen Magnetkopf Steuerimpulse zum Stillsetzen des Sattels und
zur Durchführung des Schnittes auslösen. Es ist ferner bekannt, die Frequenzmarken
auf diesem Magnetband auf photoelektrischem Wege unter Verwendung einer entsprechend
dem gewünschten Programm ausgebildeten Schablone aufzubringen, wodurch gewährleistet
wird, daß das Programm auf dem Band exakt mit dem der Schablone aufgeprägten Programm
übereinstimmt. Die für unterschiedliche Programmschnitte ausgebildeten Schablonen
können erforderlichenfalls jeweils schnell und einfach wieder dem Magnetband aufgeprägt
werden, ohne daß es dabei notwendig wäre, das Magnetband selbst jeweils auszuwechseln.
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Die Erfindung geht aus von einem derartigen Verfahren 'zum Programmieren
eines Aufzeichnungsträgers zum Steuern des Anschlagsattels an Schneidmaschinen für
Papier, bei, dem von einer Schablone photoelektrisch abgetastete Markierungen als
Stoppimpulse auf ein Magnetband aufgebracht werden, und bezweckt die Langsamlaufimpulse.
exakt jeweils an jener Stelle anzubringen, die den jeweils geringsten Langsamvorlauf
bestimmt, der bei den jeweiligen Betriebsverhältnissen erforderlich ist.
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Gemäß der Erfindung wird das Programmierverfahren in der Weise durchgeführt,
daß die während des Sattelvorlaufs aufgebrachten Stoppimpulse zum Aufzeichnen von
Langsamlaufimpulsen während des Rücklaufs des Anschlagsattels ausgenutzt werden.
Hierbei lösen zweckmäßigerweise beim Rücklauf die Stoppimpulse eine Zeitve.rzögerungsstufe
aus, die einstellbar die Zeitdauer des Aufzeichnens der Langsamlaufimpulse bestimmt.
Die erfindungsgemäße Ausbildung ermöglicht es, daß auf der Schablone nur die Stoppstellen
festgelegt werden müssen, während die den Beginn des Langsamlaufs bestimmenden Marken
bei ein und demselben Programmschnitt erforderlichenfalls an verschiedenen Stellen
angebracht werden können, wodurch z. B. die Massenträgheit schwerer und leichterer
Stapel ausgeglichen werden kann. Es ist zwar bereits vorgeschlagen worden, die Aufzeichnung
von vorbereitenden Impulsen nach Aufzeichnung des Hauptprogramms auf einer zweiten
Spur im Rückwärtslauf erfolgen zu lassen, wobei die Impulse des Hauptprogramms die
Aufzeichnung der vorbereitenden Impulse auslösen und die Aufzeichnung einstellbar
so lange anhält, wie beim späteren Abtasten ein Vorlauf erwünscht ist. Jedoch geht
der bekannte Vorschlag von einer Aufzeichnung dei Stoppimpulse von Hand aus, während
die Erfindung eine photoelektrische Abtastung von Schablonen benutzt.
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Die Stoppimpulse können auf einer ersten Spur des Magnetbandes durch
einen ersten Magnetkopf aufgezeichnet und abgetastet werden, wobei die Langsamlaufimpulse
auf einer zweiten Spur des Magnetbandes durch einen zweiten Magnetkopf aufgezeichnet
und abgetastet werden.
Stattdessen kann das Verfahren auch in der
Weise durchgeführt werden, daß auf einer einzigen Spur des Magnetbandes Stoppimpulse
und Langsamlaufimpulse von einem einzigen Magnetkopf aufgezeichnet und abgetastet
werden und daß über einen nur auf die Langsamlaufimpulse ansprechenden Hochpaß auf
Langsamlauf gesteuert und über einen nur auf die steilen Stoppimpulse ansprechenden
Tiefpaß der Antrieb stillgesetzt wird.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann das Verfahren auch in der.
Weise durchgeführt werden, daß die Stoppimpulse auf einer Spur des Magnetbandes
durch einen ersten Magnetkopf aufgezeichnet und abgetastet werden und daß die Langsamlaufimpulse
durch einen weiteren, in Laufrichtung des Bandes hinter dem ersten Kopf im vorbestimmten
Abstand angeordneten Magnetkopf auf der gleichen Spur aufgezeichnet und abgetastet
werden.
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Ferner ist es möglich, die Stoppimpulse auf einer ersten Spur des
Magnetbandes durch einen ersten Kopf aufzuzeichnen und durch einen im vorbestimmten
Abschnitt dahinter angeordneten weiteren Magnetkopf abzutasten, wobei die Langsamlaufimpulse
einer zweiten Spur des Bandes durch einen zweiten Kopf durch von dem weiteren Kopf
beim Rücklauf gelieferte Signale aufgezeichnet und abgetastet werden.
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Schließlich sieht die Erfindung eine weitere Ausbildung vor, wobei
das Verfahren in der Weise durchgeführt wird, daß in Bewegungsrichtung des Magnetbandes
vor dem Hauptstopp-Magnetkopf ein weiterer auf der gleichen Spur wirkender Magnetkopf
vorgesehen ist, der während des Vorlaufs auf dieser Spur abgetastete Impulse einem
über einer zweiten Spur liegenden Kopf zur Aufzeichnung der Langsamlaufimpulse zuführt,
die auf der Spur durch einen hinter dem Kopf angeordneten Magnetkopf abgetastet
werden.
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Auf dem Magnetband, das z. B. eine Breite von 35 mm haben kann, können
auf mehreren Parallelspuren bzw. mehreren Parallelspurpaaren mehrere Programme gespeichert
werden, wobei der bzw. die Magnetköpfe quer zum Magnetband wahlweise auf jede der
Spuren bzw. Spurenpaare einstellbar sind.
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Der Gegenstand der Erfindung ergibt sich aus der Beschreibung mehrerer
Ausführungsbeispiele an Hand der Zeichnung. In der Zeichnung zeigt F i g. 1 ein
Blockschaltbild einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Magnetband-Steuersystems,
F i g. 2 bis 5 Blockschaltbilder abgewandelter Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
Magnetbandsteuersystems.
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In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele für Magnetbandsteuersysteme
gemäß der Erfindung dargestellt. Bei dem in F i g. 1 gezeigten System werden zwei
Magnetspuren A und B auf einem Magnetband 200 sowie zwei Magnetköpfe
210
und 211 verwendet. Das System nach F i g. 2 ähnelt demjenigen nach F i
g. 1, jedoch wird hier mit nur einem Magnetkopf und nur einer Aufzeichnungsspur
gearbeitet; bei den Systemen nach F i g. 3 bis 5 sind zwei bzw. drei bzw. vier Magnetköpfe
vorgesehen, die mit einer Magnetspur (F i g. 3) bzw. mit zwei Magnetspuren (F i
g. 4 und 5) zusammenarbeiten.
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Bei der Anordnung nach F i g. 1 wird als Schablone 212 ein schmales
Band aus hellfarbigem Material verwendet, das dunkle Markierungen 215, 216,
21.7
und 218 trägt, die den Stoppstellungen für den Sattel 105 entsprechen. Die
Schablone 212 ist auf dem Arbeitstisch der Schneidemaschine angeordnet. Es
kann jedes Material mit sich davon abhebenden Markierungen verwendet werden, z.
B. ein stumpfes Material mit reflektierenden Markierungen, ein dunkles Material
mit hellen Markierungen usw. Das die Schablone 212 bildende Material kann aus Papier,
Kunststoff, Metall oder einem anderen Werkstoff bestehen, dessen Dicke zweckmäßig
zwischen etwa 0,075 und etwa 3,2 mm liegt. Die Markierungen 215 usw., die den Stoppstellungen
des Sattels entsprechen; sind für die verschiedenen Schneidprogramme der Maschine
auf die betreffende Schablone 212 genau aufgedruckt oder aufgezeichnet. Ein quaderförmiges
magnetisches Haltestück 109 wird zur Anlage an den Vorderflächen der Rippen
107 des Sattels gebracht, um die Schablone 212 auf dem Tisch in fester Anlage
an dem Sattel zu halten. Auf diese Weise wird die Hinterkante 213 der Schablone
212 fest gegen die Vorderkante 107 des Sattels gedrückt und auf magnetischem
Wege festgehalten; die Längskante 214
der Schablone wird zur Anlage an einen
seitlichen Anschlag der Maschine gebracht. Wenn der Sattel 105 nach vorn
bewegt wird, wird die Schablone 212
unterhalb des geöffneten Messers und des
Niederhalters zwangläufig nach vorn geschoben.
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Eine optische Abtasteinrichtung 220 dient dazu, die Schablone
212 abzutasten, um das auf dieser verzeichnete Programm auf das Magnetband
200 zu überführen. Die Abtasteinrichtung 220 befindet sich an der Vorderseite
der Maschine oberhalb der Schablone.
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Der Sattel wird zweckmäßig mit seiner hohen Vorwärtsgeschwindigkeit
angetrieben, denn das magnetische Programm der Stoppstellungen läßt sich leicht
bei dieser Geschwindigkeit aufzeichnen, die bei dem erfindungsgemäßen System z.
B. etwa 10 m in der Minute beträgt. Das Abtasten der auf der Schablone 212 markierten
Stoppstellungen 215 usw. mit Hilfe der Abtasteinrichtung 220 ist in F i g. 1 schematisch
veranschaulicht. Die Abtasteinrichtung 220 umfaßt eine Lampe 221, deren Licht durch
eine Linse 222 in Form eines Strahlenbündels 223 auf die Markierung der Schablone
geworfen wird, wobei das Strahlenbündel 223 gemäß F i g. 1 genau auf die Schneide
des Messers K ausgerichtet ist. Es kann jedoch auch mit einer anderen Phasenbeziehung
zwischen der Schablone und den Signalen auf dem Magnetband gearbeitet werden.
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Wenn eine dunkle Markierung, z. B. die Markierung 215, das Strahlenbündel
223 passiert, wird der normalerweise zu der Photozelle 225 reflektierte Strahl 224
unterbrochen. Das Strahlenbündel 224 wird durch eine Linse 226 parallel gerichtet
und fällt durch einen schmalen Schlitz 227. Man kann glänzende bzw. helle oder reflexionsfähige
Markierungen 215 usw. auf einer dunkelfarbigen Schablone 212
vorsehen.
Eine den Lichtstrahl 223 passierende Markierung 215 usw. bewirkt somit eine Änderung
der Beleuchtungsstärke der Photozelle 225, so daß diese einen Signalimpuls erzeugt.
Die erfindungsgemäße Schneidemaschine kann dazu benutzt werden, schmale Streifen
mit einer Breite bis herab zu etwa 0,8 mm von dem Papiermaterial abzuschneiden.
Aus diesem Grunde werden die Markierungen 215 usw. mit einer Breite aufgezeichnet,
die vorzugsweise nur gleich der Hälfte dieses Maßes, d. h. etwa 0,4 mm ist. In der
Praxis kann man Markierungen vorsehen,
die in Richtung der Schablonenbewegung
eine Breite zwischen etwa 0,125 und etwa 0,5 mm besitzen, wobei der bevorzugte Wert
bei etwa 0,4 mm liegt. Die entsprechende Breite des Schlitzes 227 liegt in der Größenordnung
von etwa 0,15 mm. Bei dieser Kombination werden ohne Schwierigkeit scharf ausgeprägte
bzw. steile Signalfronten an der Photozelle 225 erzeugt, die bei ihrer Umformung
durch eine geeignete Schaltung steile Impulse liefern.
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Die Photozelle 225 wird in geeigneter Weise vorgespannt, und ihre
Signale werden durch den Vorverstärker 228 verstärkt. Wenn sich der Wählschalter
230 in der Stellung 229 für automatischen Betrieb befindet, werden die Signale dem
A-Verstärker 231 zugeführt, der eine Begrenzungs- oder Beschneidestufe enthält,
um die Spitzenpegel der Signale zu regeln. Eine dem Verstärker 231 nachgeschaltete
Impulsformungs- und Verstärkerstufe 232 liefert dann einen kräftigen und scharf
ausgeprägten Impuls, der auf der Stoppsignalspur A des Magnetbandes 200 aufgezeichnet
wird. Der Steuerschaltei 235 befindet sich hierbei in der Aufnahmestellung 234,
so daß die durch die Markierungen 215 usw. hervorgerufenen Impulssignale dem Aufnahmekopf
210 zugeführt werden.
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Das Aufnehmen dieser Stoßimpulse auf dem Magnetband 200 wird gemäß
F i g. 1 mit den Schneidestellungen synchronisiert, die den Markierungen 215 usw.
entsprechen. Die Stellung H des Aufnahmekopfes 210 längs der Spur A ist in effektiver
Phase mit der Messerstellung K auf der Schablone 212. In der Praxis sind die Stellungen
K und H
räumlich voneinander getrennt. Die Schablone 212 bewegt sich
synchron mit dem Magnetband. Infolgedessen besteht Gewähr dafür, daß jedes auf der
Spur A aufgezeichnete Stoppimpulssignal 216 a, 217 a
usw. mit den entsprechenden
Stoppmarkierungen 216, 217 usw. phasengleich ist. Wenn diese Stoppsignale später
wiedergegeben werden und zum Steuern des Stillsetzens des hinteren Anschlags dienen,
werden somit die auf dem Magnetband 200
aufgezeichneten Signale für das durch
die Schablone 212 festgelegte Schneidprogramm genau wiedergegeben.
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Wenn der Steuerschalter 235 in die Wiedergabestellung 236 gebracht
wird, wird der Magnetkopf 210 mit dem Eingang eines geeigneten A-Verstärkers 237
verbunden, dem die wiedergegebenen Stoppimpulse 215a, 216a usw. zugeführt
werden. Die Impulse werden wiedergegeben, wenn das Magnetband während der Vorwärtsbewegungssehritte
des Sattels während des Schneidens eines Papierstapels an dem Magnetkopf 210 vorbeibewegt
wird. Bei dem in F i g. 1 gezeigten Magnetband geht der Impuls 218 a dem Impuls
216a voraus usw. Die verstärkten wiedergegebenen Signale werden einem Stopprelaisverstärker
238 zugeführt. Der Ausgang 239 des Verstärkers 238 ist mit einem Stopprelais verbunden,
mittels dessen die Stromzufuhr zu den beiden Antriebskupplungen unterbrochen wird,
um den Sattel 105 zum Stillstand zu bringen.
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Ein wichtiges Merkmal der Erfindung besteht darin, daß eine erhebliche
Herabsetzung der Vorwärtsbewegungsgeschwindigkeit des hinteren Anschlags mit Hilfe
magnetischer Signale während eines vorbestimmten kurzen Zeitspanne bewirkt wird,
bevor die Stoppimpulse erreicht werden. Zu diesem Zweck wird auf dem Magnetband
200 kurz vor jedem darauf erscheinenden Stoppsignal ein »Langsam«-Signal aufgezeichnet.
Diese »Langsam«-Signale steuern ihrerseits die Betätigung eines mit dem Antriebsaggregat
für den Sattel verbundenen »Langsam«-Relais, so daß der hintere Anschlag mit einer
geringen Geschwindigkeit angetrieben wird. Dies läßt sich leicht dadurch erreichen,
daß das Relais der Kupplung für die niedrige Drehzahl eingeschaltet wird. Der Antrieb
für den Sattel wird daraufhin durch den mit einer Drehzahl von 25 U/min arbeitenden
Antrieb mit einer Geschwindigkeit von etwa 300 mm/min bewegt, statt mit einer Drehzahl
von 900 U/min, bei der die Bewegungsgeschwindigkeit etwa 10 m/min beträgt.
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In der Praxis hat es sich gezeigt, daß bei einem Sattel der gebräuchlichen
Konstruktion eine mit der niedrigen Geschwindigkeit zurückgelegte Strecke von etwa
25 mm ausreicht, um den Sattel so weit abzubremsen, daß er durch ein nachfolgendes
Stoppsignal augenblicklich zum Stillstand gebracht werden kann. Diese Bewegungsstrecke
von etwa 25 mm entspricht 1/; Sekunde der Bewegung mit der normalen Vorwärtsgeschwindigkeit,
die etwa 170 mm/sec beträgt. Auf dem in F i g. 1 wiedergegebenen Magnetband 200
sind die der langsamen Bewegung entsprechenden Flächen jeweils vor den Stoppsignalen
216a usw. auf einer Parallelspur B angeordnet, und bei 250 und 251 wiedergegeben.
Die Länge des »Langsam«-Signals, die in einer Bewegungsstrecke von etwa 25 mm bzw.
1/7 Sekunde bei der Bewegung mit der hohen Geschwindigkeit entspricht, ist in F
i g. 1 mit A bezeichnet. Die Länge des »Langsam«-Signals ist somit gleich A.
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Die Fläche 251 erstreckt sich jedoch nur über die Länge A vor dem
Stoppsignal 218a, und sie reicht um eine Strecke A' über dieses Stoppsignal hinaus
bis zu dem benachbarten Stoppsignal 217a. Derartige verlängerte »Langsam«-Signale
werden jedesmal dann benutzt, wenn der Abstand zwischen aufeinänderfolgenden Stoppsignalen
kleiner ist als die vorbestimmte Strecke A, die im vorliegenden Falle etwa 25 mm
beträgt. Auf diese Weise wird die schnelle Vorwärtsbewegung des hinteren Anschlages
nur dann eingeleitet, wenn sie innerhalb der Strecke A vor jedem Stoppsignal in
der noch zu beschreibenden Weise verlangsamt werden kann. Dieses Merkmal der Erfindung
ermöglicht die Durchführung von Beschneideschnitten, ohne daß hohe Beschleunigungen
hervorgerufen werden und ohne daß sich der hintere Anschlag über die vorgesehenen
Punkte hinausbewegt.
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Das System zum Herstellen der zur Steuerung dienenden Aufzeichnung,
die Schaltung und die Verfahren nach der Erfindung sind so ausgebildet, daß man
mit ihrer Hilfe die beschriebenen »Langsam«-. Signalflächen erzeugen kann. Der Steuerschalter
235 wird in die in F i g. 1 gestrichelt eingezeichnete Stellung 235a gebracht,
so daß über den Kontakt 236 eine Verbindung zu dem zur Wiedergabe dienenden A-Verstärker
237 hergestellt wird. Der Steuerschalter 240 wird in die Stellung
241 für die Aufnahme gebracht. Hierdurch wird der Magnetkopf 211 mit dem
Ausgang des Aufnahmeverstärkers 242 für die Spur B verbunden. Die Kontakte 244 des
Schalters 243 werden geschlossen, um den Magnetkopf 210 mit dem Magnetkopf 211 über
eine Zeitverzögerungsstufe 245 sowie mit dem Stoppimpuls-Wiedergabeverstärker 237
für die Spur A zu verbinden.
Beim Aufzeichnen der »Langsam«-Flächen
auf dem Magnetband 200 wird bei dem System nach F i g. 1 die Schablone entfernt,
nachdem die Stoppsignale auf der Spur A aufgezeichnet worden sind. Hierauf wird
der Sattel zusammen mit dem Magnetband in der Rückwärtsrichtung mit der gleichen
Geschwindigkeit von etwa 10 mimin bewegt. Immer dann, wenn ein Stoppimpulssignal,
z. B. das Signal 216a, den Magnetkopf 210 passiert, wird der Wiedergabeimpuls
bei 237 verstärkt und der Zeitverzögerungsstufe 245 zugeführt. Nach einer konstruktiv
vorgesehenen Verzögerung aktiviert die Verzögerungsstufe 245 eine elektronische
Sperre 246, um einen B-Verstärker 242 Signale von einem Oszillator
247
aus zuzuführen. Diese Signale mit der Oszillatorfrequenz werden in geeigneter
Weise verstärkt und dem Magnetkopf 211 so lange zugeführt, wie sich die Verzögerungsstufe
245 in Tätigkeit befindet. Bei dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel beträgt
die Verzögerungsdauer der Stufe 245 1/7 Sekunde, nachdem jeweils ein Stoppimpuls
von dem A-Verstärker 237 aus zugeführt worden ist. Im vorliegenden Falle. liegt
die Frequenz des Oszillators 247 in der Größenordnung von 10 000 Hz. Natürlich kann
man auch andere Frequenzen verwenden.
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Die »Langsam«-Signalfiäche 250 ist somit 25 mm (_I) lang, denn die
Rückwärtsbewegung der Spur B, die mit einer Geschwindigkeit von etwa 175 mm/sec
erfolgt, wird während 1/7 Sekunde aufgezeichnet. Somit wird das grundlegende »Langsam«-Signal
bei einer Frequenz von 10 kHz aufgezeichnet. Es wird mit einer so hohen Ausgangsfrequenz
gearbeitet, damit noch eine bemerkbare Frequenz wirksam ist, wenn während der verlangsamten
Vorwärtsbewegung des hinteren Anschlags die langsame Bewegung mit etwa 300 mm/min
erfolgt. Die »Langsam«-Steuerfrequenz, die der Spur B entnommen wird, beginnt mit
10 kHz. Da jedoch die Geschwindigkeit des hinteren Anschlags und damit auch die
Geschwindigkeit des Magnetbandes bei dem hier beschriebenen Antrieb auf ein Sechsunddreißigstel
herabgesetzt wird, ergibt sich bei der Wiedergabe der »Langsam«-Steuersignale eine
Frequenz von nur 275 Hz. Alle Frequenzen in diesem Bereich lassen sich leicht feststellen,
und sie werden zur Steuerung des »Langsam«-Relais 257a
benutzt.
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Beim Betrieb der Schneidemaschine und des Sattels mit Hilfe des erfindungsgemäßen
Systems wird das Magnetband 200 in der beschriebenen Weise in der Vorwärtsrichtung
angetrieben. Bevor jeweils ein Stoppsignal den der Spur A zugeordneten Magnetkopf
erreicht, tritt vorher ein zugehöriges »Langsam«-Signal an dem der Spur B zugeordneten
Magnetkopf 211 ein. Somit wird das »Langsam«-Signal 250 der Spur B durch
den Magnetkopf 211 früher entnommen, als das Stoppsignal der Spur A durch den Magnetkopf
210 wiedergegeben wird. Während des Steuervorgangs befinden sich beide Steuerschalter
in der Wiedergabestellung, d. h. der Schalter 235 in der Stellung 235a in Anlage
an dem Kontakt 236 und der Schalter 240 in der Stellung 240a in Anlage an dem Kontakt
248. Das Steuersignal 250 wird dem B-Verstärker 255 zugeführt, der dieses »Langsam«-Signal
verstärkt und das resultierende Steuersignal einem Verstärker 256 für das »Langsam«-Relais
zu- i führt.
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Der Verstärker 256 enthält auch einen Detektor, der auf die variierenden
»Langsam«-Signalfrequenzen anspricht. Wie schon erwähnt, weisen die auf der Spur
B aufgezeichneten »Langsam«-Signale eine Frequenz von 10 000 Hz auf, wenn sich die
Aufnahmespur mit etwa 10 mlmin bewegt. Wenn die Geschwindigkeit des hinteren Anschlags
und der Spur auf etwa 300 m/min herabgesetzt wird, vermindert sich die wiedergegebene
Frequenz auf 275 Hz. Die Verstärker 255 und 256 sowie der erwähnte Detektor sind
so ausgebildet, daß sie leicht auf diesen Frequenzbereich ansprechen. Der Ausgang
des Verstärkers 256 ist durch eine Leitung 257 mit dem »Langsam«-Relais verbunden.
Das Einschalten dieses Relais beginnt, sobald die »Langsam«-Signale 250, 251 der
Spur B wiedergegeben werden, und das Relais wird eingeschaltet gehalten, bis die
»Langsam«-Signale gerade an dem der Spur B zugeordneten Magnekopf 211
vorbeilaufen.
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Das Stoppsignal 216a ist auf der Spur A so angeordnet, daß es durch
den Magnetkopf 210 gerade in dem Augenblick wiedergegeben wird, in dem das entsprechende
»Langsam«-Signal vollständig wiedergegeben worden ist bzw. den der Spur B zugeordneten
Magnetkopf 211 verläßt. Somit wird das Stopprelais 239a durch die Verstärker 237
und 238 unmittelbar eingeschaltet, wenn das Arbeiten mit der niedrigen Antriebsgeschwindigkeit
beendet ist. Der Sattel, der sich mit der niedrigen Geschwindigkeit bewegt, wird
daraufhin durch das entsprechende Stoppsignal derart zum Stillstand gebracht, daß
er genau die gewünschte Stellung einnimmt. Die Bedienungsperson betätigt nunmehr
den üblichen Messerauslöseknopf, damit das Messer den Papierstapel durchschneidet.
Wenn das Stopprelais betätigt worden ist, kann eine grüne Signallampe aufleuchten,
um die Bedienungsperson aufmerksam zu machen. Nach dem Schneidvorgang betätigt die
Bedienungsperson mit der Hand den »Schnell«-Anlaßknopf, um die Kontakte zu schließen
und die Kupplungswicklung der mit hoher Drehzahl arbeitenden Kupplung einzuschalten.
Der Sattel wird somit erneut mit der hohen Geschwindigkeit nach vorn bewegt und
behält diese. Geschwindigkeit bei, bis das nächstfolgende »Langsam«-Signal durch
das System wiedergegeben wird. Wenn das Schneidprogramm beendet ist, drückt die
Bedienungsperson entweder den »Rückwärts»-Knopf, oder am Ende der Bewegung des Sattels
wird ein Endausschalter betätigt.
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Ein weiteres wichtiges Merkmal besteht darin, daß auf der Spur B die
verlängerten »Langsam»-Signale .1'251 aufgenommen werden, um das Abschneiden schmaler
Streifen von dem Papierstapel zu ermöglichen. Hierdurch wird die Einschaltung des
»Langsam«-Relais über die Leitung 257 hinter dem Stoppsignal 218 a aufrechterhalten,
bis das nächstfolgende Stoppsignal 217a erreicht wird; auf diese Weise ergibt
sich das Signal 251, das um den Betrag ,_I' verlängert ist. Das durch den
Magnetkopf 210 wiedergegebene Stoppsignal 218 a auf der Spur
A
schaltet jedoch das Stopprelais über die Leitung 239 ein, so daß der Sattel
zum Stillstand gebracht wird. Nach dem Schneidvorgang wird der Sattel entweder durch
Handbetätigung oder einen automatischen Schaltvorgang wieder nach vorn in Bewegung
gesetzt. Da eine Bewegung des Magnetbandes 200 erforderlich ist, wenn irgendein
Signal auf den Spuren A und B wiedergegeben werden soll, wird der Sattel stets mit
der niedrigen Geschwindigkeit in Bewegung gesetzt, und zwar während einer Zeitspanne,
die einer Bandlänge
von etwa 1,6 mm entspricht; zu diesem Zweck
ist ein hier nicht gezeigtes Zeitverzögerungsrelais vorgesehen. In diesem Falle
wird das »Langsam«-Relais bei einem solchen erneuten Startvorgang unmittelbar durch
die Signale J' eingeschaltet. Der Sattel bewegt sich demnach mit der niedrigen Geschwindigkeit,
bis er durch das Stoppsignal 217 a wieder zum Stillstand gebracht wird. Hierbei
kommt auch das Magnetband 200 zum Stillstand. Die langsame Wiederinbetriebsetzung
des hinteren Anschlags entsprechend den Signalen mit einer Länge von etwa 1,6 mm
ermöglicht die wahlweise Benutzung der Spuren A und B zum Steuern der Maschine.
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Statt die photoelektrische. Abtasteinrichtung 220 und den Vorverstärker
228 nach F i g. 1 zu benutzen, kann man die Stoppsignale 215, 216 usw. auf
einfache Weise mit der Hand aufzeichnen. Der Schalter 230 wird auf den »Hand«-Kontakt
252 umgestellt, der eine Verbindung zu einer Batterie 245 od. dgl. herstellt. Immer
dann, wenn der Druckknopfschalter 253 geschlossen wird, wird dem A-Verstärker 231
ein Signalimpuls zugeführt. Dieser entspricht einem abgetasteten Impuls, der mit
Hilfe der Markierungen 215, 216 usw. auf der Schablone 212 erzeugt wird. Hierbei
rufen die Verstärker 231 und 232 die gleiche Wirkung hervor, denn auf dem Magnetband
200 wird ein Stoppsignal aufgezeichnet. Der Anschlagsattel 105 wird gemäß dem gewünschten
Programm mit der Hand in die vorgesehenen Stoppstellungen gebracht und in der jeweiligen
Stellung gehalten, während der Stoppimpuls auf dem ebenfalls stillstehenden Magnetband
200 aufgezeichnet wird. Die weiteren Stoppimpulse für das Programm werden entsprechend
auf dem Band 200 dadurch aufgezeichnet, daß man den Druckknopfschalter 253 bei jeder
gewünschten Stoppstellung niederdrückt. An Stelle einer Batterie 254 kann man einen
Kondensator verwenden, der aufgeladen wird, während der Schalter 253 geöffnet ist,
und der seine Ladung an den Verstärker 231 abgeben kann. Die Vorbereitung der »Langsam«-Signale
auf der Spur B erfolgt in der oben beschriebenen Weise während des Rücklaufs des
Magnetbandes 200.
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F i g. 2 veranschaulicht eine Abwandlung des mit zwei Spuren und zwei
Magnetköpfen arbeitenden Systems nach F i g. 1, bei der mit nur einer Spur C und
nur einem Magnetkopf 285 gearbeitet wird. Der hier fortgelassene Teil der Schaltung
ist der gleiche wie derjenige nach F i g. 1. Der Steuerschalter 286 stellt eine
Verbindung zu dem Kontakt 281 her, der sowohl dazu dient, den Anschlagsattel mit
Hilfe einer programmierten Spur zu steuern, als auch dazu, die »Langsam«-Signale
290, 291 usw. auf der Spur C aufzuzeichnen. Die Stoppsignale 292, 293, 294 usw.
werden auf der Spur C mit Hilfe des Abtastverstärkers und der Impulsformungsstufe
232 wie in F i g. 1 erzeugt, während der Schalter 286 die Stellung 286 a einnimmt
und eine Verbindung zu dem Kontakt 288 herstellt. Wenn das Magnetband 200 mit der
hohen Geschwindigkeit in der Rückwärtsrichtung bewegt wird, gelangen die Stoppimpulse
in den A-Wiedergabeverstärker 237, dem sie über ein Tiefpaßfilter 295 zugeführt
werden. Der A-Wiedergabeverstärker 237 betätigt seinerseits über den geschlossenen
Schalter 243 die Verzögerungsstufe 245. Das »Langsam«-Signal mit einer Frequenz
von 10 000 Hz wird daraufhin wie bei dem System nach F i g. 1 über eine Sperre dem
B-Aufnahmeverstärker 242 und dem Magnetkopf 285 über ein Filter 296 zugeführt, das
auf 10 kHz abgestimmt ist. Während des Aufzeichnens der »Langsam«-Signale ist ein
Aufnahmeschalter 297 geschlossen.
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Bei dem mit nur eine Aufnahmespur C arbeitenden Verfahren wird ein
Tiefpaßfilter 295 verwendet, um zu verhindern, daß die hohe Frequenz von 10 kHz
zu dem A-Verstärker 237 gelangt.
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Ferner verhindert der auf 10 kHz abgestimmte Filter 296, daß irgendwelche
hochfrequenten Impulssignale passieren oder Rückwirkungen auf den Verstärker 242
oder die Sperrschaltung ausüben. Die Aufzeichnung der Signale von 10 kHz auf der
Spür C erfolgt ohne Vorspannsignale, so daß keine Beeinträchtigung der bereits aufgezeichneten
Stoppimpulse 292, 293 usw. erfolgt. Das um A' verlängerte »Langsam«-Signal 291 wird
gemäß dem Verfahren nach F i g. 1 aufgezeichnet, jedoch unmittelbar auf dem Stoppsignal
294. Die hierbei verwendeten Trennfilter bewirken eine wahlweise Steuerwirkung.
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Bei der Benutzung des mit nur einer Spur arbeitenden Steuersystems
nach F i g. 2 werden die Aufnahmeschalter 243 und 297 geöffnet, der Steuerschalter
286 bleibt in Berührung mit dem Kontakt 281, und der Schalter 298 ist geschlossen.
Ein Hochpaßfilter 299 spricht nur auf die »Langsam«-Signale 290, 291 usw. an, während
der Tiefpaßfilte:r 295 nur auf die steilen Stoppimpulssignale 292, 293 usw. anspricht.
Bei dem hier beschriebenen System läßt der Tiefpaßfilter 295 alle Frequenzen nur
von etwa 100 Hz bis herab zu einem Gleichstrom durch, während der Hochpaßfilter
299 nur Frequenzen von etwa 100 Hz bis zu 10 kHz und darüber durchläßt. Somit
aktivieren die »Langsam«-Signale 290, 291 usw. nur den B-Wiedergabeverstärker 255
und die durch diesen gesteuerten »Langsam«-Schaltungen; dagegen gelangen die Stoppsignale
292, 293 usw. nur zu dem A-Wiedergabeverstärker und betätigen die zugehörige Stoppschaltung.
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Das mit nur einer Spur arbeitende System läßt sich auch in Verbindung
mit zwei Magnetköpfen benutzen, die längs der Aufnahmespur in einem zweckmäßigen
Abstand voneinander angeordnet sind, wobei dieser Abstand z. B. etwa 38 mm beträgt.
F i g. 3 zeigt in schematischer Darstellung ein solches alternatives System mit
einer Aufnahmespur D. Der »Langsam«-Signalkopf 211' ist »vor« dem Magnetkopf 210
angeordnet, um die Signale auf der Spur D früher aufnehmen zu können als der Kopf
210. Ein Steuerschalter 300, der eine Verbindung zu einem Kontakt
301 herstellt, verbindet den Kopf 211' wie in F i g. 2 mit einem Hochpaßfilter
299. Der »Langsam«-Signalkopf kann somit von den Stoppimpulsen 305 auf der Spur
D nicht passiert werden, und er betätigt in der richtigen Weise die »Langsam«-Steuerschaltungen
255 und 256. Der »hinter« dem »Langsam«-Kopf 211' angeordnete Stoppkopf 210 ist
an ein Tiefpaßfilter 295 angeschlossen und aktiviert selektiv nur die Stoppschaltung
237, wenn der Kopf 210 Stoppsignale 305 wiedergibt. Die Stoppsignale 305 liegen
phasenmäßig hinter dem Ende 307 des »Langsam«-Signal 306, und der Abstand 0 ist
gleich dem festen Abstand zwischen den Köpfen 210 und 211'. Auf diese Weise
werden sämtliche durch das an Hand von F i g. 2 beschriebene System festgelegten
Steuerbeziehungen aufrechterhalten.
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F i g. 4 veranschaulicht ein System, bei dem zwei Spuren E und F in
Verbindung mit drei Magnetköpfen
210, 211 und 310 benutzt we_den.
Diese Anordnung ähnelt dem mit zwei Köpfen arbeitenden System nach F i g. 1, abgesehen
davon, daß ein dritter Magnetkopf 310 verwendet wird, damit auf die Zeitverzögerungsstufe
245 verzichtet werden kann. Dies wird dadurch erreicht, daß der Kopf 310 um die
gewünschte Strecke -1 »hinter« dem Kopf 210 für die Hauptstoppsignale angeordnet
ist.
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Wenn die ursprünglich aufgenommenen Stoppsignale auf der Spur D in
der umgekehrten Richtung an den Köpfen 210 und 310 vorbeigeführt werden, sind sie
durch ein der Strecke J entsprechendes Intervall voneinander getrennt. Wenn das
Stoppsignal zuerst durch den Kopf 210 wiedergegeben wird, betätigt es die Sperre
246' über den A-Verstärker 237 und die Schalter 235a und 243. Der Kopf 211
beginnt das »Langsam«-Signal auf der Spur F aufzuzeichnen, und dieser Vorgang dauert
an, bis der gleiche Stoppimpuls den Kopf 311) erreicht. Der Verstärker 311
läßt den neuen Impuls zu der Sperre 246' gelangen, die so ausgebildet ist, daß sie
daraufhin die Zufuhr des Signals des Oszillators 247 zu dem Kepf 211 unterbricht.
Die Arbeitsweise des Magnetbandes 200 und der Spuren E und F ist dann die gleiche
wie bei den Spuren A und B nach F i g. 1.
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Das in F i g. 5 gezeigte, mit zwei Spuren G und H sowie mit vier Magnetköpfen
210, 211, 310' und 312 arbeitende System ähnelt grundsätzlich demjenigen nach F
i g. 4, abgesehen davon, daß ein vierter Kopf 312 benutzt wird, um die :>Langsam<;-Signale
auf der Spur H in der Vorwärtsrichtung aufzunehmen, und zwar während die »Langsam«-Signale
auf der Spur G aufgezeichnet werden. Dies wird dadurch erreicht, daß die Köpfe 310'
und 312 gemäß F i g. 5 um die Strecke J gegenüber dem Hauptstoppkopf 210 versetzt
sind. Bei der Einleitung eines Stoppimpulses über die Impulsformungs- und Verstärkerstufe
232 für den Kopf 210 und die Stoppsignalspur G wird ein gleichzeitiger Impuls von
dem Verstärker 232 über den geschlossenen Schalter 243' zu der Sperre 246' übertragen.
Nunmehr tritt der Oszillator 247 in Tätigkeit, um dem B-Aufnahmeverstärker 242 Signale
zuzuführen, und der Kopf 312 beginnt, ein »Langsam«-Signal aufzuzeichnen, während
sich das Magnetband 200 in der Vorwärts- bzw. Abtastrichtung bewegt.
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Dieser Aufnahmevorgang wird fortgesetzt, bis das ursprüngliche entsprechende,
über den Kopf 210 aufgenommene Stoppsignal durch den Hilfskopf 310' von der Spur
G wiedergegeben und der Sperre 246' über den Verstärker 311 zugeführt wird. Der
Vorgang des Aufnehmens des »Langsam«-Signals wird unterbrochen, und die zusammengesetzten
»Langsam«- und »Stopp«-Signale auf den Spuren G und H werden somit unmittelbar fertiggestellt,
um danach wie bei dem System nach F i g. 1 zum Steuern der Maschine benutzt zu werden.
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Das Magnetband 200 hat zweckmäßig eine Breite von 35 mm, wie es bei
Kinofilm der Fall ist, und gemäß F i g. 1 ist es an beiden Längskanten bei 201 und
202 perforiert, um mit Zahntrommeln zusammenarbeiten zu können. Die Arbeitsseite
des Bandes 200 ist in bekannter Weise mit einem magnetisierbaren Überzug versehen,
Bei der hier als Beispiel gewählten Bandbreite von 35 mm lassen sich auf dem Band
vierundzwanzig selbständige Magnetsteuerspuren unterbringen. Bei den in F i g. 1,
4 und 5 gezeigten Steuersystemen, die mit je zwei Spuren arbeiten, kann man auf
einem einzigen Band zwölf verschiedene Schneidprogramme aufnehmen; bei den Systemen
nach F i g. 2 und 3, bei denen jeweils nur eine Spur benutzt wird, lassen sich auf
dem Band vierundzwanzig verschiedene Programme unterbringen. Die Magnetköpfe können
leicht quer zu dem Magnetband verstellt werden, um die gewünschten Programmspuren
zu wählen.