DE1735210U - Papierschneidemaschine mit steuerung fuer programmschnitte. - Google Patents
Papierschneidemaschine mit steuerung fuer programmschnitte.Info
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Description
3 371*12.
Aktenz.t Sch 15 357/llb
Anmeldert
Schneider-Werk G.m.b.K., Lübeck, Beniner Str. 159 /Ιβΐ
Papierschneidemaschine mit Steuerung für Prograramselinitte
Die Erfindung "besieg sich auf eine Papier schnei de maschine»
bei der der Sattel durch einen Elektromotor, ein
hydraulisches System ocUdgi« angetrieben wird und zur Durchführung
von selbsttätig gesteuerten Yorsehübsn ungleicher Größe
mit Ulfe einstellbarer Schaltpunkte stillgesetzt werten kann·
Zur Durchführung von automatisch gesteuerten absatzweises,
ungleich großen Vorschüben werden bei bekannten Papierschneidemaschinen slit dem üJräger des Sattels oder mit einem mit dem
Sattel mitlaufenden maßband oder ähnlichem einstellbare Ansehläge
verbunden» die gegen feststehende Kontaktschalter oder Anschlagnocken arbeiten. Die Lagen der einstellbaren Ansehläge
bestimmen die jeweils gewünschte Stellung des Sattels auf dem Sisoh und damit die I»age des Eapieretapels, der in ungleich
breite Streifen geschnitten werden soll·
Die Anschläge bewirken die Steuerung der Sattelantriebselemente,
gleichzeitig auch die selbsttätige Aus- und Einschaltung des Schnittvorganges·
Als Ansehläge sind auch schon !»ichtsshrankeni die bei
Unterbrechung des Lichtstrahles &en Schaltvorgang einleiten,
bekannt·
In allen bekannten Papierschneidemaschinen müssen zur
DurdLführung eines Programmes für ungleich breite Schnitte
(Programmsohnitt) schlittenförmige Anschläge, Scheiben od.dgl·»
Carl Sdwaite. Lübedc 11169
z.B. auf einem von dem Sattel mitgenommenen Band» mit der Hand je
nach dem gewünschten Programmschnitt unter Anpassung an die
jeweilige Schnittlage einzeln eingestellt und festgestellt werden, so daß das mitlaufende Band mit den einstellbaren Anschlägen
od·dgl. leicht zugängag verlegt werden muß, was die Maschine
unter Umständen sehr unübersichtlich und unhandlich macht«
um EinaäLeinstellungen. von Anschlägen od.dgl. zu vermeiden
und um. zu erreichen, daß die gesamte Steuerung des Programmsehnittes
an beliebiger Stelle dei* Maschine untergebracht werden
kann* wird nach ά&τ Erfindung vorgeschlagen, daß bei den
eingangs erwähnten Papierschneidemaschinen zur Steuerung ein
Magnettonaufnahme'"·* und Wiedergabegerät vorgesehen ist* auf
dessen Magnettonträger bei Sehaltung des Gerätes auf "Aufnahme"
bestimmten Sattelstellungen entsprechende Frequenzmarken aufgebracht
werden, die bei Schaltung auf "Wiedergabe" Impulse im Gerät erzeugen, die nach Verstärkung zum Ausschalten des
Antriebes des Sattels und zum Einschalten des Antriebes des Preß- und Messerbalkens dienen und daß diese Schaltvorgänge
sich nach Durchführung jjedes Schnittes in Abhängigkeit von
der Bewegung des Messers oder durch zeitliche Steuerung umkehren und sich beliebig oft wiederholen lassen»
Durch Anwendung solcher Magnettonträger, z.B. in Form von Tonbändern oder !Eondrähten handelsüblicher Art, ist es
lediglich erforderlich» a«B· mit der Sehraubspindel des Sattels,
zwei Spulen od.dgl. zn kuppeln, so daß ein auf einer Spult aufgewickelter Tonträger sich abwickeln und auf die zweite
Spule aufwickeln kann und umgekehrt, je nachdem, ob der Sattel
vor- oder zurückbewegt wird. Der Magnettonträger läuft dabei
an einem Magnetkopf eines an beliebiger Stelle untergebrachten
Aufnahme-und Wiedergabegerätes vorbei» so daß man den gewünschtes
Schnittstellungen des Sattels entsprechend bei Schaltung des
Gerätes auf Aufnahme auf den tonträger durch kurzes Fieder—
drücken eines ÜJastschalters od.dgl. und einen dadia?ah ausgelösten
Inpuls freq.uenamarkierungea aufbringen kann, die bei
Schaltung des Gerätes auf Wiedergabe umgekehrt im Gerät jeweils
einen Impuls erzeugen, der dann verstärkt und zur Steuerung
verwendet wird·
Biese Art der Programmschnittsteuerung läßt eine hohe
Genauigkeit der Selinittlagö suj denn der tonträger kann beliebig
lang gewählt werden und ein Ifielfaches des S&ttelweges betragen,
wobei dann die !laufgeschwindigkeit des Tonträgers ebenfalls ein i
Vielfaches der Sattelgeschv7indi&keit ist. Bin© Irequenamarkierung
auf dem Sonband*. die ein kleines pnnlitförmiges magnetisches Feld
darstellt, durchläuft also in der Seiteinheit einen längeren \7eg als der Sattel, so daß die Sehaltgenatigkeit für den Elektromotor
haw. das Stillsetsen des Sattels und dessen Antrieb
und damit die Genauigkeit der Sebnittlage im Terhältnis übt
(Sesöhwindigkeit des Eonträgers zu der des Sattels gesteigert
werden kann.
Auf &ery5eichnung ist ein sahematisches Ausführungsbeispiel
einer Papierschneidemaschine mit der erfindungsgemäßen
Programmschnittsteuerung dargestellt, und swar zeigts
ig· 1 einen üängsschnitt durch die 3?apierschneide~
maschin« *
Sach dem Ausführungsbeispiel besteht die Papierschneider. ;
maschine in üblicher Weise aus einem Tisch 1 mit längsrerlaufen-;
dem Schlitz 2, durch den der als Mutter ausgebildete träger 3
des Yorschubsattels 4 nach unten ragt und durch eine Schraubspindel
5 zum Tor- und Zurückbewegen des Sattels 4 Unduroh.-
greift. Die Spindel 5 kann in Üblicher Yfeise auf der Vorderseite
duroh ein Handrad 6 eingestellt werden und mit einem mitlaufenden Maßband $ verbunden werden, welches über eins
vordere und hintere tJmlenkrolle 8 gelegt ist·
In einem Querträger 9 sind der Preßbalken und das Schneidemesser in üblicher Weise gelagert· ^ach dem Ausführungsbeispiel und entsprechend der Erfindung erfolgt der Antrieb
der Spindel 5 zur Bewegung des Sattels 4 duroh einen Elektromotor 10 über ein Getriebe 11, wobei das Übersetzungsverhältnis
so gewählt ist ρ daß die Spindel mit einem. Eilgang oder einem
langsamen Gang in Umdrehung versetzt werden kann.
Auf dem hinteren Ende dor Spindel 5 sitzt ein Zahnrad 12f
welches mit zwei Zahnrädern 13 und 14 in Eingriff steht, &i«
duroh Kupplungen» ζ,B. Schleifkupplungen 15 und 16* mit ihren
Wellen 17 und 18 verbunden werden können» Auf den Wellen 17 und 18 sit2en je eine Spule 19 und 20, auf deren eine ein Magnettonträger in form eines Stahldrahtes oder eines Bandes aufgewickelt
ist, der bzw. das sich auf die andere Spule abwiekeln kann.
Das Tonband 21 läuft dabei an einem Magnetkopf 22 eines beliebigen
Magnettonaufnahme- und ?/iedergabegerätes mit Verstärker 23 vorbei, welches beispieleweise in einem Gehäuse 24 am hinteren
Ende der laschine untergebracht werden kann. Ton dem Verstärker 23 laufen die einzelnen Leitungsverbindungen zu den Betätigungsschaltern, die vorteilhaft auf einem an der Vorderseite des
Schneidetisches 1 liegenden Schaltpult angeordnet sind. Der Magnetkopf 22 kann ein kombinierter Kopf sein, durch den bei
Schaltung des Magnettongerätes auf "Aufnahme" auf den !Donträger
21 Irequenzmarkietrungen aufgebracht werden können und duroh den
umgekehrt bei Schaltung des Gerätes auf "Wiedergabe" Impulse
auf das Gerät und damit auf die Steuerung des Antriebes übertragen,
und durch den beim Sucklauf dee Tonträgers 21 die
aufgebrachten 3?requenzmarkierungen gelöscht werden können.
Es kann aber auch ein besonderer Löschkopf zusätzlich vorgesehen
werden·
-0Ie Wirkungsweiso der beschriebenen Anordnungen ist folgende,
,Angenommen der Sattel 4 "befindet sich in seiner hintersten
Stellung, und es sollen Progrsaamsohnitte durchgeführt werden,
die "bestimmten Tor schub Stellungen des Sattels 4 entsprechen»
so wird der Sattel durch Einschalten des Elektromotors 10 mittels der Spindel 5 vorwärtsgeschöbsn, bis man an. dem Maßband 7 die
gewünschte erste Sehnittstellung abliest, worauf der Motor
stillgesetzt und eine feineinstellung mit dem Handrad β erfolgt· Is wird nunmehr das Magnettonaufnahmegerät eingeschaltet und. ;
duroh einen druckknopf ein kurzzeitiger Impuls erzeugt, der j
über des Hagnettonkopf 22 auf den tonträger 21 seinerseits
eine Frequenzmarkierung aufbringt. Sodann wird der Sattel in die
nächste Stellung vorgeschoben und wieder eine Frequenzmarkierung
auf den Sonträgar 21 aufgebracht» bis das ganae Schnittprograuna
festgelegt ist. Hunmehr läßt man den Sättel 4 bis in seine Sadstellung
zurücklaufen. Sodann wird das Magnettongerät auf
"Wiedergabe" geschaltat* ;
lachdem der Papierstapel auf den !Eisen 1 aufgelegt ist,
wird nunmehr auf Vorlauf geschaltet. Sobald nun der Sattel 4
die gewünschte erste Schnittstellung erreicht hat, wird durch
die frequenzmarkierung auf dem tonträger 21 im Magnettongerät
ein Impuls erzeugt» der verstärkt wird und über Schaltschütze ;
den Sattelantriab stillsetzt und gleichzeitig den Antrieb für
dea Preß-» und Messerbalken einsehaltet· lach beendetem Schnitt
kehren sich die vorerwähnten Schaltvorgänge um, -m& zwar beispielsweise
durch Steuerung des Messerbalkens nach beendetem Schnitt oder auch durch eine zeitliche Zusatzsteuerung, ä.h,
die Spindel 5 wird wieder zum weiteren Vorschub des Sattels
angetrieben, wobei sich gleichzeitig das !Donband 21 von der
einen Spule 19 weiter abwickelt und auf die Spule 20 aufwickelt, bis die nächste Frequenzmarkierung am Magnetkopf
vorbeiläuft, so daß sich nunmehr die vorerwähnten Schaltvorgänge zum Stillsetzen, des Sattels 4 und zur Durchführung des
Schnittes wiederholen· Ist der Programmschnitt "beendet, so
kann man den Sattel zurücklaufen lassen und dabei die auf* den !Donträger 21 aufgebrachten fre^uenzmarkieruiigen. durch
Betätigung eines Löschschalters löschen. Erfindungsgemäß
ist es möglich, neben dem !Eonträger 21 einen zweiten oder mehrere tonträger 21a a.B. parallel laufen zu lassen und auf
diese lonträger 21a ebenfalls Prequenamarkierungen aufzubringen,
wenn man an den ersten Programmsohnitt weitere abgeänderte Pro- ■
grammschnitte anschließen will. Weiterhin ist es möglich, auf ; ein und dasselbe Tonband 21 mehrere unabhängig voneinander
laufende Programme aufzubringen, die nacheinander ablaufen können.
Die Steuerung zur Durchführung von. Srogrammsehnitten
gemäß der Erfindung läßt es zu, daß das Magnettongerät an beliebiger Stelle der Maschine untergebracht werden kann, und I
hat den besonderen Torteil, daß das Programm durch einfache Betätigung eines Impulsschalters auf den Magnettonträger
aufgebracht werden kann. Die neue Steueranordnung hat den weiteeea Vorteilt daß der Magnettonträger beliebig lang ge- ;.
wählt werden kann und ein Vielfaches des Sattelvorschubweges i;
betragen kann, so daß die Prequenzmarkierungen des Tonträgers ^
während des Sattelvorschubes einen sehr viel größeren Weg zurücklegen als der Sattel selbst.
Claims (4)
- -ι- RA.5B3 971-1Z 10.56Sehutsansprüche ί!.Papierschneidemaschine, "bei der der Sattel automatisch vor- und zurückbsweghar und zur Durchführung von ProgramEisohnitten während äer Sattelbewegung an einstellbaren Punkten durch eine Steuerung stillgesetzt werden kann» dadurch gekennzeichnet* daß zur Steuerung ein Magnettonaufnahm©- und Wiedergabegerät vorgesehen ist» auf dessen Hagnettonträger "bei Schaltung des Gerätes auf "Aufnahme" bestimmten Sattelstellu&gen entsprechende 3?requenzmarken. aufgebracht werden, die "bei SehsL-tung auf «Wiedergabe» Impulse im Gerät erzeugen, die nach Verstärkung zum Ausschalten des zum Antrieb der Maschine dienenden Aggregates sowie aum Einschalten des Antriebs des Preß— und Messerbalkens dienen und daß sich dies© Schaltvorgänge nach. Durchführung ;Jedes Schnittes des Programmes in Abhängigkeit von der Bewegung des Messers oder durch seitliche Steuerung umkehren und sich beliebig oft wiederholen lassen«,
- 2. Papierachnddemaseaine nach Anspruch 1» dadurch gekennzeichnet, daß der Hagnettonträger direkt oder indirekt slit dem Sattel verbunden ist oder daß er wechselweise von einer Spule ab- und von einer zweiten aufwiokelbar ist, die über Had- oder Riemengetriebe von der Sattelbewegung angetrieben wird.
- 3» Papierschneidemaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des Magnettonträgers (21) größer ist als der Sattel\veg, vorzugsweise ein Mehrfaches deselben beträgt, und die Setriebeübersetzung zwischen Sgttelantrieb und den QJonträgerspulen (19 rund 20) so gewählt ist, daß die laufgeschwindigkeit des Sonträgers größer als die des Sattels ist,·» 8 «■vorzugsweise im Verhältnis der länge des Magnettonträgers (21) zum Sattelweg gewählt ist.
- 4. Papierschneidemaschine nach Anspruch 1 Isis 3» dadurchgekennzeichnet, daß zur Durchführung verschiedener Programme» die nacheinander auszuführen sind» mehrere ab* und aufwiekelfcare, vorzugsweise nebeneinander angeordnete Magnettonträger vorgesehen sind» die von einem gemeinsamen Slagnetkopf oder getrennten Magnetköpfen eines !Donaufnahme* und -Wiedergabegerätes mit ]?requanzmarkierungen versehen werden können·?atentanwalt
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH15367U DE1735210U (de) | 1955-06-25 | 1955-06-25 | Papierschneidemaschine mit steuerung fuer programmschnitte. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH15367U DE1735210U (de) | 1955-06-25 | 1955-06-25 | Papierschneidemaschine mit steuerung fuer programmschnitte. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1735210U true DE1735210U (de) | 1956-12-06 |
Family
ID=32727669
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH15367U Expired DE1735210U (de) | 1955-06-25 | 1955-06-25 | Papierschneidemaschine mit steuerung fuer programmschnitte. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1735210U (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1148310B (de) * | 1959-05-29 | 1963-05-09 | Siemens Ag | Steuervorrichtung fuer mehrere voneinander unabhaengige Stromkreise, insbesondere fuer Buehnenbeleuchtungsanlagen |
| DE1185199B (de) * | 1961-03-24 | 1965-01-14 | Formmaster Ltd | Einrichtung zum absatzweisen Foerdern einer zu bedruckenden Bahn an Rotationsdruckmaschinen |
| DE1279438B (de) * | 1961-01-19 | 1968-10-03 | J Bobst & Sohn A G Fa | Vorrichtung zum Steuern eines bei einer Materialbahn auf einen Druckvorgang folgenden weiteren Bearbeitungsvorganges |
-
1955
- 1955-06-25 DE DESCH15367U patent/DE1735210U/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1148310B (de) * | 1959-05-29 | 1963-05-09 | Siemens Ag | Steuervorrichtung fuer mehrere voneinander unabhaengige Stromkreise, insbesondere fuer Buehnenbeleuchtungsanlagen |
| DE1279438B (de) * | 1961-01-19 | 1968-10-03 | J Bobst & Sohn A G Fa | Vorrichtung zum Steuern eines bei einer Materialbahn auf einen Druckvorgang folgenden weiteren Bearbeitungsvorganges |
| DE1185199B (de) * | 1961-03-24 | 1965-01-14 | Formmaster Ltd | Einrichtung zum absatzweisen Foerdern einer zu bedruckenden Bahn an Rotationsdruckmaschinen |
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