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DE1165606B - Verfahren zur Herstellung waessriger Loesungen von Gelatinederivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung waessriger Loesungen von Gelatinederivaten

Info

Publication number
DE1165606B
DE1165606B DEF35339A DEF0035339A DE1165606B DE 1165606 B DE1165606 B DE 1165606B DE F35339 A DEF35339 A DE F35339A DE F0035339 A DEF0035339 A DE F0035339A DE 1165606 B DE1165606 B DE 1165606B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gelatin
solution
aqueous solutions
production
gelatin derivatives
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF35339A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Gustav Pieper
Dr H C Dr E H Dr H C Dr H C Dr
Dr Christian Gloxhuber
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF35339A priority Critical patent/DE1165606B/de
Priority to GB4244562A priority patent/GB951578A/en
Publication of DE1165606B publication Critical patent/DE1165606B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07KPEPTIDES
    • C07K1/00General methods for the preparation of peptides, i.e. processes for the organic chemical preparation of peptides or proteins of any length
    • C07K1/107General methods for the preparation of peptides, i.e. processes for the organic chemical preparation of peptides or proteins of any length by chemical modification of precursor peptides
    • C07K1/1072General methods for the preparation of peptides, i.e. processes for the organic chemical preparation of peptides or proteins of any length by chemical modification of precursor peptides by covalent attachment of residues or functional groups
    • C07K1/1077General methods for the preparation of peptides, i.e. processes for the organic chemical preparation of peptides or proteins of any length by chemical modification of precursor peptides by covalent attachment of residues or functional groups by covalent attachment of residues other than amino acids or peptide residues, e.g. sugars, polyols, fatty acids
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07KPEPTIDES
    • C07K14/00Peptides having more than 20 amino acids; Gastrins; Somatostatins; Melanotropins; Derivatives thereof
    • C07K14/435Peptides having more than 20 amino acids; Gastrins; Somatostatins; Melanotropins; Derivatives thereof from animals; from humans
    • C07K14/78Connective tissue peptides, e.g. collagen, elastin, laminin, fibronectin, vitronectin or cold insoluble globulin [CIG]
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K38/00Medicinal preparations containing peptides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Medicinal Preparation (AREA)
  • Peptides Or Proteins (AREA)
  • Medicines That Contain Protein Lipid Enzymes And Other Medicines (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung wäßriger Lösungen von Gelatinederivaten Es ist bekannt, daß man durch die Umsetzung von Gelatine mit Glyoxal und anschließende Oxydation mit Wasserstoffsuperoxyd eine wäßrige Lösung hochmolekularer Polypeptidderivate erhält, die als Blutersatzflüssigkeit therapeutisch verwendet werden kann. Auch Umsetzungsprodukte aus Gelatine und Säureanhydriden wurden für den gleichen Verwendungszweck bereits eingesetzt. Die beiden Verfahren zur Herstellung dieser Blutersatzflüssigkeiten haben den Nachteil, daß man die Gelatine mit sehr aggressiven Substanzen umsetzen muß und daß das Molekulargewicht des Umsetzungsproduktes im Verlauf dieser Reaktionen weit stärker gesenkt wird, als es im Interesse einer ausreichenden Verweilzeit im Organismus wünschenswert ist.
  • Es wurde nun gefunden, daß man therapeutisch als Blutersatzflüssigkeit verwendbare, gut wasserlösliche Gelatinederivate erhalten kann, wenn man in an sich bekannter Weise Gelatine oder ihre durch teilweise Hydrolyse erhaltenen Abbauprodukte mit Vinylmethylsulfon in wäßriger alkalischer Lösung umsetzt. Anschließend können die als Nebenprodukte entstandenen Salze oder sonstigen niedermolekularen Anteile durch Dialyse entfernt werden.
  • Zwar ist die Anlagerung von ß-Naphthylamin an die Doppelbindung des Vinyl-p-tolylsulfons bekannt, jedoch war es nicht ohne weiteres vorauszusehen, daß man durch die Umsetzung von Gelatine oder ihrer durch teilweise Hydrolyse erhaltenen Abbauprodukte mit Vinylmethylsulfon zu wasserlöslichen, im Organismus gut verträglichen Derivaten kommen würde, da insbesondere die Umsetzung von Gelatine mit aromatischen Bis-vinylsulfonen als Verfahren zur Härtung von Gelatine beschrieben wird.
  • Die eriindungsgemäße Umsetzung der Gelatine oder ihrer durch teilweise Hydrolyse erhaltenen Abbauprodukte mit Vinylmethylsulfon ermöglicht es, die Gelierungstemperatur der Lösung auch bei Molekulargewichten zwischen 30 000 und 60 000 so weit zu senken, daß die Lösungen bei Zimmertemperatur flüssig sind und ohne Schwierigkeiten infundiert werden können.
  • Nach einem bevorzugten Verfahren für die Umsetzung tropft man Vinylmethylsulfon in die gut gerührte, mit etwas Natronlauge auf einen px-Wert von 8 bis 9 eingestellte Lösung der Gelatine bei etwa 80'C ein. Man kann den Ablauf der Reaktion durch Messung der Viskosität der Lösung verfolgen und auf diese Weise auch die Viskosität der endgültigen Lösung auf den gewünschten Wert einstellen.
  • Nach der Beendigung der Anlagerung entfernt man die entstandenen Salze und niedermolekularen Anteile sowie die überschüssige Natronlauge vorzugsweise durch die Dialyse mit Wasser, wobei zur Beschleunigung des Vorgangs erhöhte Temperatur oder mechanische Bewegung angewendet werden kann. Die Reinigung kann auch durch Fällungsreaktionen oder ähnliche bekannte Maßnahmen erfolgen.
  • Die dialysierte Lösung wird auf einen Gehalt von etwa 3 bis 80/, Trockensubstanz eingestellt. Für die Verwendung als Blutersatzflüssigkeit ist der Zusatz von kleinen Mengen anorganischer Salze erforderlich. Man gibt z. B. 0,85 °/o Kochsalz oder die entsprechende Menge eines physiologischen Salzgemisches zu. Die fertige Lösung kann dann unter sterilen Bedingungen in Ampullen abgefüllt und in dieser Form bis zur Verwendung gelagert werden.
  • Die erhaltenen Lösungen haben vor den synthetischen Blutersatzpräparaten, z. B. der Polyvinylpyrrolidonlösung, den Vorteil, daß sie im Organismus nach einiger Zeit abgebaut werden, sofern sie nicht ausgeschieden wurden. Andererseits ist die Verweilzeit im Körper bei Verabreichung von Präparaten mit ausreichend hohem Molekulargewicht so groß, daß ein hinreichender therapeutischer Effekt über genügend lange Zeit erreicht werden kann. So besitzen die erhaltenen Lösungen im Tierversuch (Kaninchen) eine therapeutisch günstige längere Verweilzeit im Organismus als die aus der deutschen Auslegeschrift 1038 239 bekannte Blutplasmaersatzlösung, die durch Umsetzung von Gelatine mit N-Methylglucamin hergestellt worden ist.
  • Beispiel l Je 50 g Gelatine werden in 500 ccm Wasser gelöst, die Lösung durch Zugabe von Natronlauge auf einen pH-Wert von 9 eingestellt und unter Rühren bei 80°C, die in der Tabelle angegebenen Mengen Vinylmethylsulfon innerhalb einer Viertelstunde eingetropft. Die Umsetzung ist nach etwa 3 Stunden beendet.
    Vinyl-
    me- LDso i.v.
    thyl- 07,s (weiße Anmerkungen
    sulfon Maus)
    g
    1 0 0,0 - erstarrt bei der Dialyse,
    unbrauchbar
    2 5 2,6 10,0 enthält 8,7% Vinylmethyl-
    sulfon in der Trocken-
    masse
    3 10 3,5 > 10,0 enthält 10% Vinylmethyl-
    sulfon in der Trocken-
    masse
    Die Lösungen wurden nach der Umsetzung 48 Stunden in einem Zellophanschlauch mit kaltem Leitungswasser dialysiert und durch Zentrifugieren und Filtrieren über einen Entkeimungsfilter geklärt. Durch Bestimmung des Schwefelgehaltes der Trockenmasse wurde die Menge des umgesetzten Vinylmethylsulfons ermittelt. Die Ausbeuten liegen bei 40 g Trockenmasse. Beispiel 2 509 Gelatine, die in einer 5%igen Lösung eine relative Viskosität von 1,94 und die Geliertemperatur von -1-11°C besitzt und durch Lösen von 500 g Knochengelatine in 1000 ccm Wasser und unter Zusatz von 65 g 25%iger Natronlauge bei 90°C, Neutralisieren mit Salzsäure, Filtrieren und Ausfällen durch Eingießen der Lösung in Alkohol erhalten worden ist, werden in 200 ccm Wasser bei 40°C und einem PH-Wert von 7,9 gelöst und innerhalb 5 Minuten 10 g Vinylmethylsulfon zugetropft. Nach einer Stunde wird die Lösung 5 Minuten auf 60°C erhitzt, mit Salzsäure neutralisiert und das Umsetzungsprodukt durch Eingießen in Alkohol gefällt.
  • Ausbeute: 44 g Trockensubstanz mit 1,950/0 S = 6,5% gebundenem Vinylmethylsulfon. Die unter sterilen Bedingungen hergestellte 5%ige Lösung in physiologischer Kochsalzlösung hat il", = 2,09 und einen Gelierpunkt von -1-8°C.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Verfahren zur Herstellung wäßriger Lösungen von Gelatinederivaten, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t, daß man in an sich bekannter Weise Gelatine oder ihre durch teilweise Hydrolyse erhaltenen Abbauprodukte mit Vinylmethylsulfon in wäßriger alkalischer Lösung umsetzt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 635 298; Deutsche Auslegeschrift Nr. 1038 239. Bei der Bekanntmachung der Anmeldung ist ein Versuchsbericht (2 Seiten) ausgelegt worden.
DEF35339A 1961-11-11 1961-11-11 Verfahren zur Herstellung waessriger Loesungen von Gelatinederivaten Pending DE1165606B (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF35339A DE1165606B (de) 1961-11-11 1961-11-11 Verfahren zur Herstellung waessriger Loesungen von Gelatinederivaten
GB4244562A GB951578A (en) 1961-11-11 1962-11-09 Therapeutically-useful proteinaceous derivatives

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF35339A DE1165606B (de) 1961-11-11 1961-11-11 Verfahren zur Herstellung waessriger Loesungen von Gelatinederivaten

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1165606B true DE1165606B (de) 1964-03-19

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ID=7095959

Family Applications (1)

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DEF35339A Pending DE1165606B (de) 1961-11-11 1961-11-11 Verfahren zur Herstellung waessriger Loesungen von Gelatinederivaten

Country Status (2)

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DE (1) DE1165606B (de)
GB (1) GB951578A (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE635298C (de) * 1934-06-16 1936-09-22 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Herstellung organischer Schwefelverbindungen
DE1038239B (de) * 1956-12-06 1958-09-04 Merck Ag E Verfahren zur Herstellung von Loesungen fuer Blutplasmaersatz

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE635298C (de) * 1934-06-16 1936-09-22 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Herstellung organischer Schwefelverbindungen
DE1038239B (de) * 1956-12-06 1958-09-04 Merck Ag E Verfahren zur Herstellung von Loesungen fuer Blutplasmaersatz

Also Published As

Publication number Publication date
GB951578A (en) 1964-03-04

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