[go: up one dir, main page]

DE1162839B - Verfahren zur Herstellung von 18-oxygenierten 21-Hydroxy-pregnanverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 18-oxygenierten 21-Hydroxy-pregnanverbindungen

Info

Publication number
DE1162839B
DE1162839B DEC22184A DEC0022184A DE1162839B DE 1162839 B DE1162839 B DE 1162839B DE C22184 A DEC22184 A DE C22184A DE C0022184 A DEC0022184 A DE C0022184A DE 1162839 B DE1162839 B DE 1162839B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hydroxy
acid
solution
pregnen
benzene
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC22184A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Albert Wettstein
Dr Julius Schmidlin
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
Ciba Geigy AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy AG filed Critical Ciba Geigy AG
Publication of DE1162839B publication Critical patent/DE1162839B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J71/00Steroids in which the cyclopenta(a)hydrophenanthrene skeleton is condensed with a heterocyclic ring
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J5/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms, e.g. pregnane and substituted in position 21 by only one singly bound oxygen atom, i.e. only one oxygen bound to position 21 by a single bond
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J7/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: C 07 c
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Deutsche Kl.: 12 ο-25/06
C 22184 IVb/12 ο
20. August 1960
13. Februar 1964
Gegenstand der Erfindung ist ein neues Verfahren zur Einführung der 21-ständigen Hydroxygruppe in 18-Hydroxy-20-oxo-pregnanverbindungen, welche in 21-Stellung nicht substituiert sind.
Das Verfahren besteht darin, daß man ein in 21-Stellung unsubstituiertes, gesättigtes oder ungesättigtes 20(18)-Cyclohemiketal einer 18-Hydroxy-20-oxo-pregnanverbindung mit einem Veresterungsmittel in an sich bekannter Weise behandelt, aus der erhaltenen Verbindung nach an sich bekannten Methoden Säure abspaltet und das gebildete Zl20-18,20-Oxido-pregnen anschließend in bekannter Weise in 20,21-Stellung dihydroxyliert.
Die Ausgangsstoffe können auch tautomer als freie 18-Hydroxy-20-keto-pregnanverbindungen aufgefaßt werden. Sie sind bekannt oder können, wie nachstehend angegeben, hergestellt werden. Sie können weitere Substituenten, vorzugsweise freie oder funktionell abgewandelte Hydroxy- oder Oxogruppen, wie veresterte Hydroxy- oder ketalisierte Oxogruppen, in 3- und gegebenenfalls auch in 11-Stellung enthalten. Sie können gesättigt oder ungesättigt sein, so z. B. ausgehend von den Kohlenstoffatomen 4 oder 5 eine Doppelbindung aufweisen. Als Ausgangsstoffe verwendet man in erster Linie Verbindungen der Formel
worin R zwei Wasserstoffatome oder eine freie oder veresterte Hydroxygruppe und Wasserstoff oder eine Oxogruppe bedeutet.
beziehungsweise
Verfahren zur Herstellung von 18-oxygenierten
21-Hydroxy-pregnanverbindungen
Anmelder:
CIBA Aktiengesellschaft, Basel (Schweiz)
Vertreter:
Dipl.-Ing. E. Splanemann, Patentanwalt,
Hamburg 36, Neuer Wall 10
Als Erfinder benannt:
Dr. Albert Wettstein, Riehen,
Dr. Julius Schmidlin, Basel (Schweiz)
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 28. August 1959 (Nr. 77 487)
Sofern die Ausgangsstoffe, wie diejenigen der obengenannten Vertreter mit Sauerstoff in 11-Stellung, neu sind, können sie beispielsweise ausgehend von den im Patent 1 127 355 beschriebenen 18-Monoacylaten von 11 -oxygenierten 18-Hydroxy-20-keto-pregnanverbindungen erhalten werden. Die Darstellung solcher Ausgangsstoffe sei am Beispiel des 11,18-Dihydroxy-progesterons illustriert: Das zlB-3,20-Bis-äthylendioxyll^-hydroxy-18-acetoxy-pregnen kann durch Hydrolyse mit wäßriger Essigsäure in das 3,20-Diketon und hierauf durch Einwirkung von methanolischer Kaliumcarbonatlösung in das zl4-3,20-Dioxo-ll/J,18-dihydroxy-pregnen übergeführt werden. Das entsprechende 11-Epimere erhält man aus dem erstgenannten Diketal, welches durch Oxydation mit Pyridiniumchromat in das 11-Keton, hierauf durch Reduktion mit Kalium in Ammonium—Isopropanol in das ll«,18-Dihydroxy-3,20-diketal und dieses schließlich durch Hydrolyse mit wäßriger Essigsäure in das erwünschte Zl4 - 3,20 - Dioxo -11«, 18-dihydroxy - pregnen übergeführt wird.
Zur Veresterung der Ausgangsstoffe verwendet man Säurehalogenide oder -anhydride, beispielsweise von aliphatischen oder vorzugsweise solche von aromatischen Sulfo- oder Carbonsäure, wie der Methansulfosäure, Benzolsulfosäure, p-Toluolsulfosäure bzw. der Benzoesäure oder der Anthrachinon-iö-carbonsäure. Dabei arbeitet man mit Vorteil in Gegenwart einer Base, beispielsweise von Pyridin.
In den so erhaltenen 20-Hemiketalestern läßt sich nun der Säurerest in 20-Stellung in überraschend glatt
409 508/458
verlaufender Reaktion unter Ausbildung einer Doppelbindung in 20(21)-Stellung eliminieren. Die Abspaltung kann durch Erhitzen und/oder durch Einwirkung von Basen erfolgen. Bei Alkyl- oder Arylcarbonsäureestern wird die verfahrensgemäße Pyrolyse Vorzugsweise unter vermindertem Druck in Anwesenheit oder auch in Abwesenheit eines Verdünnungsmittels vorgenommen. Alkyl- und Arylsulfosäureester werden nach dem erfindungsgemäßen Verfahren vorteilhaft durch Einwirkung von Basen gespalten. Als Abspaltungsmittel verwendet man insbesondere tertiäre Amine, wie 2,4,6-Trimethylpyridin oder N,N-Dimethylanilin, ferner Alkalihydroxyde oder -alkoxyde, beispielsweise Natronlauge oder Natriummethylat, oder auch Hydroxyde oder Oxyde der Erdalkali- bzw. der Erdmetalle, z. B. Bariumhydroxyd oder Aluminiumoxyd. Die Veresterung der 20-ständigen Hydroxygruppe und die Abspaltung können auch in einem Arbeitsgang durchgeführt werden.
Die Hydroxylierung der zl20-18,20-Oxido-pregnene erfolgt zweckmäßig mit dosierten Mengen eines fünfbis achtwertigen Metalloxyds, z. B. von Osmiumtetroxyd oder Wolframtrioxyd, vorzugsweise in Kombination mit Sauerstoff abgebenden Mitteln, wie Wasserstoffperoxyd, eines Aminoxydperoxyds, beispielsweise von Triäthylaminoxyd-peroxyd oder N-Methylmorpholinoxyd-peroxyd, oder eines Aryljodosoacylates, wie z. B. Phenyljodosoacetat. Die Hydroxylierungsreaktion wird vorteilhaft in Gegenwart von Pyridin durchgeführt.
Die Verfahrensprodukte sind zum Teil neu und stellen therapeutisch wertvolle Verbindungen mit mineralocorticoider Wirkung dar. Sie können z. B. für die Behandlung der Addisonschen Krankheit, von Schockzuständen und der Asthenie verwendet werden. Besonders genannt seien das mineralo-corticoid hochwirksame 18-Hydroxy-corticosteron und seine Ester, ferner das 18-Hydroxy-ll-dehydro-corticosteron und seine Ester. Die verfahrensgemäß erhaltenen Verbindungen können überdies als Ausgangsstoffe zur Herstellung weiterer 18-oxygenierter Corticosteroide mit Nebennierenrindenhormonwirkung dienen.
Die verfahrensgemäß erhältlichen Wirkstoffe können als Heilmittel in der Human- und Veterinärmedizin, z. B. in Form von Stoffmischungen, verwendet werden, die neben dem Wirkstoff einen festen oder flüssigen Arzneimittelträger enthalten. Als Trägermaterial kommen solche pharmazeutischen, organischen oder anorganischen Stoffe in Frage, die für die parenterale, enterale oder topicale Applikation geeignet sind und die mit den Verfahrensprodukten nicht reagieren, z. B. Wasser, pflanzliche Öle, Benzylalkohole, Polyäthylenglykole, Gelatine, Milchzucker,Stärke Magnesiumstearat, Talk, Vaseline, Cholesterin oder andere Arzneimittelträger. Für die parenterale Verabreichung dienen vorzugsweise Lösungen, in erster Linie ölige oder wäßrige Lösungen, ferner Suspensionen, Emulsionen oder Implantate, für die enterale Applikation sinngemäß Tabletten oder Dragees, für die topicale Anwendung Salben oder Creams, die gegebenenfalls jeweils sterilisiert oder mit Hilfsstoffen, wie Konservierungs-, Stabilisierungs-, Netz- oder Emulgierungsmitteln, Salzen zur Veränderung des osmotischen Druckes oder Puffern, versetzt werden.
Die folgende Beispiele erläutern das erfindungsgemäße Verfahren. Man kann dabei insbesondere die Lösungsmittel, die Mengenverhältnisse und Temperaturbedingungen variieren. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.
Beispiel 1
Eine Lösung von 172,5 mg d,l-zl4-3,l 1,20-Trioxo-18-hydroxy-pregnen bzw. dessen 20-Hemiketal und 475 mg p-Tosylchlorid in 5 cm3 wasserfreiem Pyridin wird 6 Tage bei 0° stehengelassen. Das Reaktionsgemisch verdünnt man hierauf mit Benzol, schüttelt bei 0 bis 5° nacheinander mit 2 n-Salzsäure, 0,1 n-Natriumhydrogencarbonatlösung und Wasser aus, trocknet die Lösung mit Natriumsulfat und engt sie im Vakuum auf ein Volumen von etwa 25 cm3 ein. Das so erhaltene Konzentrat wird an einer in Benzol bereiteten Säule von 12,5 g Silicagel chromatographiert. Die mit reinem Benzol und Benzol-Essigsäureäthylester-Gemischen von steigendem Essigestergehalt abgelösten Anteile werden laufend auf ihre Infrarotabsorption geprüft. Die im Bereich von 8,4 bis 8,6 μ stark absorbierenden Eluate werden vereinigt und stellen das rohe d,l-Z!4-3,ll-Dioxo-18,20-oxido-20-tosyloxy-pregnen dar^ welches ohne weitere Reinigung der Abspaltungsreaktion unterworfen wird.
Eine Lösung von 50 mg d,l-zl4-3,l 1 -010X0-18,20-0X1-do-20-tosyIoxy-pregnen in 1 cm3 2,4,6-Trimethylpyridin und 4 cm3 m-Xylol wird in Stickstoffatmosphäre 16 Stunden unter Rückfluß gekocht. Nach beendeter Umsetzung dampft man die Lösung an der Hochvakuumpumpe bei einer Badtemperatur von 40° ein, löst den Rückstand in Benzol, wäscht die Lösung nacheinander mit l,5n-o-Phosphorsäure, mit O,5n-Natriumhydrogencarbonatlösung und mit Wasser, trocknet mit Natriumsulfat und chromatographiert die getrocknete Lösung an einer in Benzol bereiteten Säule von 5 g Silicagel. Man eluiert zunächst mit Benzol, dann mit Gemischen von Benzol und Essigsäureäthylester von steigendem Estergehalt und prüft die anfallenden Fraktionen auf Infrarotabsorption im Gebiet von 7,85 bis 8,15 μ. Die in diesem Bereich stark absorbierenden Fraktionen werden vereinigt, sie stellen rohes d,l-A 4> ao-3,11 -Dioxo-18,20-oxido-pregnadien dar, welches für die anschließende Hydroxylierung direkt verwendet werden kann.
18,2 mg d,l-/14-20-3,ll-Dioxo-18,20-oxido-pregnadien werden in 4,2 cm3 Benzol und 0,11 cm3 Pyridin gelöst und unter Nachspülen mit 1,4 cm3 Benzol 16 mg Osmiumtetroxyd zugegeben. Nach 14stündigem Rühren bei Raumtemperatur engt man die Lösung im Vakuum auf etwa 1,4 cm3 ein, gibt 5,6 cm3 Methanol und 5,6 cm3 0,25molares wäßriges Ammoniumsulfit zu und schüttelt das Gemisch 1 Stunde. Man versetzt hierauf mit 100 mg Kieselgur, nutscht ab und dampft das Filtrat in Vakuum auf ein Restvolumen von etwa 3 cm3 ein. Das Hydroxylierungsprodukt wird in Methylenchlorid aufgenommen, die Lösung mit Wasser gewaschen, mit Natriumsulfat getrocknet und eingedampft. Zur Reinigung trägt man den in Methylenchlorid gelösten Rückstand auf sechs Blätter Whatman-Papier Nr. 1 (18,5 χ 45 cm; gewaschen mit Chloroform und Methanol) auf und chromatographiert im Lösungsmittelsystem Bl1 von Bush. Die auf Grund der UV-Absorption lokalisierbare Zone vom Ri-Wert 0,09 bis 0,16 wird ausgeschnitten, mit Methanol eluiert und das vereinigte Eluat im Vakuum schonend eingedampft. Den Rückstand extrahiert man portionenweise mit insgesamt 18 cm3 Benzol, engt die gesammelten Auszüge im Vakuum zunächst bis auf ein Volumen von etwa 1,6 cm3 ein, filtriert alsdann
durch eine kleine Wattesäule und dampft das blanke Filtrat schließlich vollständig ein. Der zurückbleibende Lack kristallisiert nach Aufnehmen in wenig Aceton bei vorsichtigem Zusetzen von Äther. Man erhält so reines d,l-Zl4-3,ll,20-Trioxo-18,21-dihydroxy-pregnen bzw. dessen 20-Hemiketal in rundlichen Drusen vom F. 158 bis 160,5°.
Den oben verwendeten Ausgangsstoff erhält man ausgehend von ά,Ι-Δ 4-3,20-Dioxo-l 1/5-hydroxy-18-acetoxy-pregnen, dessen Herstellung im deutschen Patent 1 127 355 beschrieben ist, wie folgt:
Zu einer Lösung von 971 mg d,l-Zl 4-3,20-Dioxoll/3-hydroxy-18-acetoxy-pregnen vom F. 187,5 bis 189° in 50 cm3 Eisessig gibt man unter Rühren 31,7 cm3 einer in bezug auf Sauerstoff 0,079 η-Lösung von *5 Chromsäure in Eisessig. Nach 1J2, 1, 2 und 4 Stunden setzt man weitere je 3,2 cm3 Chromsäurelösung von derselben Konzentration zu und zerstört schließlich das überschüssige Oxydationsmittel nach einer Reaktionsdauer von 6 Stunden mit 1 cm3 Methanol. Die ao bis zum folgenden Tag gestandene Lösung dampft man im Vakuum bis zur Syrupkonsistenz ein, nimmt das Rohprodukt in Methylenchlorid auf, wäscht die Lösung eiskalt mit 0,5 n-Schwefelsäure, 0,5 n-Natriumhydrogencarbonatlösung und mit Wasser, trocknet sie ^5 mit Natriumsulfat und dampft sie ein. Der Rückstand gibt aus Äther 831 mg d,l-zl4-3,ll,20-Trioxo-18-acetoxy-pregnen vom F. 153 bis 154,57161,5 bis 162,5°
387 mg d,l-Zl4-3,ll,20-Trioxo-18-acetoxy-pregnen schüttelt man mit 50 cm3 0,4 η-Lösung von Kaliumcarbonat in 75%igem Methanol, wobei nach wenigen Minuten eine blanke Lösung entsteht. Nach einer Reaktionsdauer von insgesamt I1J2 Stunden wird das überschüssige Carbonat durch Zugabe von festem Kohlendioxyd in Hydrogencarbonat übergeführt und das Gemisch nach Verdünnen mit 25 cm3 Wasser im Vakuum von Methanol befreit. Das ausgefallene Rohprodukt nimmt man in Methylenchlorid auf, wäscht die Lösung mit Wasser, trocknet sie mit Natriumsulfat und dampft sie ein. Der Rückstand wird auf 200 Blättern Whatman-Papier Nr. 1 (18,5 χ 45cm; gewaschen mit Chloroform und Methanol) im Lösungsmittelsystem Formamid—Benzol nach Z a f f a r ο η j chromatographisch getrennt. Eluieren der auf Grund der UV-Absorption lokalisierten Zone vom Rf-Wert 0,40 bis 0,48 mit 20°/0igem wäßrigem Tetrahydrofuran, Einengen des Eluats im Vakuum und Extraktion des wäßrigen Rückstands mit Benzol liefert nach dem Trocknen mit Natriumsulfat und Abdestillieren des Lösungsmittels im Vakuum einen gelbstichigen Rückstand, der aus Aceton nach Zusetzen von Äther kristallisiert. Man erhält so das reine d,l-Zl4-3,ll,20-Trioxo-18-hydroxy-pregnen bzw. dessen 20-Hemiketal vom F. 164,5 bis 166°.
Geht man in dem obigen Beispiel von der entsprechenden 1 l/?-Hydroxyverbindung, dem d,l-J4-3, 20-Dioxo-l 1/3,18-dihydroxy-pregnenbzw. dessen20-Hemiketal aus, welches aus dem im Patent 1 127 355 beschriebenen d,l- Δ 4-3,20-Dioxo-1 lß-hydroxy-18-acetoxy-pregnen durch Verseifen mit Kaliumcarbonat in Methanol hergestellt wird, so erhält man in analoger Weise durch Veresterung mit p-Tosylchlorid in Pyridin das ά,Ι-Δ 4-3-Oxo-l lß-hydroxy-l 8,20-oxido-20-tosyloxy-pregnen. Das so gebildete Tosylat liefert nach der vorstehend angegebenen Verfahrensweise bei der Behandlung mit 2,4,6-Trimethyl-pyridin das d,l-zd*>20-3-Oxo-l l^-hydroxy-18,20-oxido-pregnadien und dieses nach der Umsetzung mit Osmiumtetroxyd das d,l-Zl 4-3,20-Dioxo-1 Iß, 18,21 -trihydroxy-pregnen bzw. dessen 20-Hemiketal vom F. 174 bis 176,5°.
Beispiel 2
Eine Lösung von 330,5 mg /l4-3,20-Dioxo-18-hydroxy-pregnen bzw. dessen 20-Hemiacetal und 0,30 cm3 Benzoylchlorid in 2,2 cm3 2,4,6-Trimethyl-pyridin wird 16 Stunden unter Rückfluß zum Sieden erwärmt. Man dampft sodann das 2,4,6-Trimethyl-pyridin mitsamt dem überschüssigen Benzoylchlorid im Hochvakuum ab und erhitzt den Rückstand in einem Kugelrohr im Vakuum der Quecksilberdampfstrahlpumpe 30 Minuten auf 290 bis 310°. Das Destillat wird in Äther gelöst, die Lösung mit 2 n-Natriumcarbonatlösung und Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und eingedampft. Die so erhaltenen neutralen Anteile des Pyrolyseprodukts trennt man an einer in Hexan bereiteten Säule von 10 g Aluminiumoxyd auf. Mit Benzol-Hexan-Gemisch (1:1) und reinem Benzol werden 105 mg rohes /d*>ao-3-Oxo-18,20-oxido-pregnadien eluiert, welche, in 15 cm3 Benzol und 0,50 cm3 Pyridin gelöst, mit 105 mg Osmiumtetroxyd umgesetzt werden. Die Spaltung des Osmiumesters und weitere Aufarbeitung erfolgt sinngemäß nach den im Beispiel 1 gemachten Angaben. Nach präparativer papierchromatographischer Reinigung des Rohprodukts im System Formamid/Benzol—Chloroform (1 : 1), Eluieren der UV-absorbierenden Zone vom Rj-Wert 0,30 bis 0,45 erhält man aus dem benzollöslichen Anteil durch Umkristallisieren aus Äther—Methanol 37 mg Δ 4-3,20-Dioxo-18,21 -dihydroxy-pregnen bzw. dessen 20-Hemiketal vom
F. 195 bis 198°. _, + + ...

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von 18-oxygenierten 21 - Hydroxy - pregnanverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß maneinin21-Stellung unsubstituiertes, gesättigtes oder ungesättigtes 20(18)-Cyclohemiketal einer 18-Hydroxy-20-oxopregnanverbindung mit einem Veresterungsmittel in an sich bekannter Weise behandelt, aus der erhaltenen Verbindung nach an sich bekannten Methoden Säure abspaltet und das so gebildete Zl20-18,20-Oxido-pregnen anschließend in bekannter Weise in 20,21-Stellung dihydroxyliert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man ein 20(18)-Cyclohemiketal einer 18-Hydroxy-20-oxo-pregnanverbindung, welches in 3- oder in 3- und 11-Stellung freie oder funktionell abgewandelte Hydroxy- oder Oxogruppen aufweist, als Ausgangsstoff verwendet.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man mit einem reaktionsfähigen Carbonsäure- oder SuIf onsäurederivat, vorzugsweise in Gegenwart einer Base, verestert.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Abspaltung von Säure durch Erhitzen oder in Gegenwart von basischen Mitteln, vorzugsweise in Gegenwart eines Verdünnungsmittels, durchführt.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man die Hydroxylierung mit dosierten Mengen eines fünf- bis achtwertigen Metalloxyds, vorzugsweise in Gegenwart eines basischen Mittels, durchführt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Journ. Am. Chem. Soc, Bd. 81 (1959), S. 1010/1011.
409 508/458 2.64 © Bundesdruckerei Berlin
DEC22184A 1959-08-28 1960-08-20 Verfahren zur Herstellung von 18-oxygenierten 21-Hydroxy-pregnanverbindungen Pending DE1162839B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH7748759A CH382738A (de) 1959-08-28 1959-08-28 Verfahren zur Herstellung von 21-Hydroxypregnanen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1162839B true DE1162839B (de) 1964-02-13

Family

ID=4535727

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEC22184A Pending DE1162839B (de) 1959-08-28 1960-08-20 Verfahren zur Herstellung von 18-oxygenierten 21-Hydroxy-pregnanverbindungen

Country Status (4)

Country Link
US (1) US3178413A (de)
CH (1) CH382738A (de)
DE (1) DE1162839B (de)
GB (1) GB957432A (de)

Family Cites Families (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2904545A (en) * 1954-01-15 1959-09-15 Reichstein Tadeus 21-diazo pregnenes
US2986567A (en) * 1954-01-15 1961-05-30 Reichstein New hydrophenanthrene compounds
US3081298A (en) * 1959-08-28 1963-03-12 Ciba Geigy Corp New cyclohemiacetals and cyclohemiacetal esters of the pregnane series and a processfor their manufacture
US3007922A (en) * 1959-11-09 1961-11-07 Smith Kline French Lab Process for the preparation of iminopregnenes novel steroid intermediates prepared thereby and novel 18, 20-oxygenated steroid derivatives

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
None *

Also Published As

Publication number Publication date
GB957432A (en) 1964-05-06
US3178413A (en) 1965-04-13
CH382738A (de) 1964-10-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1964356A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Estern von Steroid-17-carbonsaeuren
EP0039311A1 (de) Halogenierte Steroide
DE1668658C3 (de) 16alpha-Methyl verbindungen der Pregnanreihe sowie Verfahren zu deren Herstellung. Ausscheidung aus: 1418390
DE1618993B1 (de) Verfahren zur Herstellung von 3-(2'-Chloräthylthio)-6-formyl-steroiden
DE1162839B (de) Verfahren zur Herstellung von 18-oxygenierten 21-Hydroxy-pregnanverbindungen
DE1131213B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Pregnanverbindungen
DE1947221A1 (de) 3-Aza-19-hydroxy-3,19-cyclo-A-homosteroide und ein Verfahren zu deren Herstellung
DE2365992A1 (de) 6 alpha-fluor-17,21-dihydroxy-16 beta-methylpregna-4,9(11)-dien-3,20- dion-17,21-diacetat und verfahren zu dessen herstellung
DE1668205C3 (de) 16 alpha-Alkylthio-9beta, lOalpha-Steroide, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese enthaltende pharmazeutische Präparate
DE1241825C2 (de) Verfahren zur herstellung von 6-chlor-4,6-dienverbindungen der pregnan-, androstan- oder cholestanreihe
DE957661C (de) Verfahren zur Herstellung von 17-Oxy-20-keto-21acyl-oxypregnanen
DE1493344B1 (de) Verfahren zur Herstellung von 16 alpha-Chlor- oder -Fluor-17(20)-pregnen-21-saeureestern und daraus erhaeltlichen 16 alpha-Chlor- oder -Fluor-17 alpha-hydroxy-20-keto-21-acyloxyverbindungen der Pregnanreihe
CH634081A5 (en) Process for the preparation of novel androstadiene-17beta-carboxylic acid esters
DE1568308C3 (de) 10.09.65 Schweiz 12624-65 Verfahren zur Herstellung von Delta hoch 4,9,11-Trienen der 19-Norandrostanreihe, 17-oxygenierte 3-Oxo-7 alpha-methyl-Delta hoch 4,9,11-19 norandrostatriene und diese enthaltende pharmazeutische Präparate sowie 3-Oxo-7 alpha -methyl-Delta hoch 5 (10), 9 (11) -19-norandrostadiene
DE960200C (de) Verfahren zur Herstellung von 4-Pregnen-16 ª‡-ol-3, 20-dionen
DE1768673C (de) 6 alpha, 9 alpha-Difluorprednisolon-17,21-diester
DE2309030A1 (de) Neue pregnan-21-aldehyde und deren derivate und ein verfahren zu deren herstellung
DE1048915B (de) Verfahren zur Herstellung von 6-Methyl-9ª‡, 21-difluor-11ª‰, 17ª‡-dioxy-1,4-pregnadien-3,20-dion und dessen 11-Ketoanalogen
DE1048914B (de) Verfahren zur Herstellung von Steroidverbindungen
DE1113453B (de) Verfahren zur Herstellung von Substitutionsprodukten von Reichsteins-Substanz-S bzw.von deren 21-Acylaten
CH549001A (de) Verfahren zur herstellung neuer halogensteroide.
DE1094258B (de) Verfahren zur Herstellung von fluorierten 16-Methylsteroiden
DE1127355B (de) Verfahren zur Herstellung von 11ª‰, 18-Oxido-steroiden
DE1148548B (de) Verfahren zur Herstellung von ?-16-Hydroxyverbindungen der Pregnanreihe
DE1251318B (de) Verfahren zur Herstellung von 6-Methyl 11a oxyprogesteron und von 6-Methyl 11-ketoprogesteron