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DE1161760B - Verfahren zur direkten Sichtbarmachung latenter photographischer Aufzeichnungen durch eine zusaetzliche diffuse Belichtung - Google Patents

Verfahren zur direkten Sichtbarmachung latenter photographischer Aufzeichnungen durch eine zusaetzliche diffuse Belichtung

Info

Publication number
DE1161760B
DE1161760B DEC22173A DEC0022173A DE1161760B DE 1161760 B DE1161760 B DE 1161760B DE C22173 A DEC22173 A DE C22173A DE C0022173 A DEC0022173 A DE C0022173A DE 1161760 B DE1161760 B DE 1161760B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
latensification
light
radiation
additional
photographic material
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC22173A
Other languages
English (en)
Inventor
Richard P Brown
John H Jacobs
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Consolidated Electrodynamics Corp
Original Assignee
Consolidated Electrodynamics Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Consolidated Electrodynamics Corp filed Critical Consolidated Electrodynamics Corp
Publication of DE1161760B publication Critical patent/DE1161760B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C5/00Photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents
    • G03C5/08Photoprinting; Processes and means for preventing photoprinting

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)

Description

  • Verfahren zur direkten Sichtbarmachung latenter photographischer Aufzeichnungen durch eine zusätzliche diffuse Belichtung Die Erfindung bezieht sich auf Aufzeichnungen auf einem Lichtschreibmaterialund insbesondere auf eine Schnellsichtbarmachung von latenten Aufzeichnungen.
  • Es :sind Materialien bekannt, welche auf einer Fläche eine lichtempfindliche Schicht tragen, wobei ein Bild, welches in dieser Einulsion aufgezeichnet wurde, durch einediffuse zusätzliche Belichtung "sichtbar gemacht werden kann. Derartige Materialien weisen eine Vielzahl von Emulsionszusammensetzungen auf. Der Grundbestandteil derartiger Auskopieremulsionen ist eine. Silber-Halogenverbindung, die in Gelatine eingebettet ist. Das Halogensilber liegt in Kristallform vor, üblicherweise iii Form tetragonaler oder hexagonaler Kristalle.
  • Der Vorgang, durch welchen ein Bild durch die Silber-Halogenkzistalle, aufgezeichnet wird, ist noch nicht ganzgeklärt, obwohl dieser Vorgang als Grundvorgang der Photographie bereit-, viele Jahre verwendet wird.
  • Es wurde gefunden, daß eine Schnellsichtbarmachung von latenten Aufzeichnungen ohne Verschleierung durchgeführt werden kann, wenn man die belichtete, Eraulsion eines für die Aufzeichnung eines wandernden Lichtstrahls dienenden sogenannten Lichtschreibmaterials erhitzt und diese erwärmte Ernulsionsschicht einer diffusen elektromagnetischen Strahlung, die innerhalb eines ausgewählten Wellenbandes, z. B. im Blau bis Violett und Ultraviolett liegt, aussetzt.
  • Es sind bereits Aufzeichungs- oder Lichtschxeibmaterialien bekannt, bei denen verschiedene Kombinationen von chemischen und physikalischen Entwicklungen und der Photolyse verwendet werden, um die Aufzeichnung nach dem Aufzeichnungsvorgang selbst sichtbar zu machen. Eine Aufzeichnungsstrahlung im hochintensiven Gebiet der Reziprozitätsgesetzabweichung wird mit bestimmten Materialien auf dem Gebietder Schnellaufzeichnung oder Schnelloszillographie verwendet. Diese Materialien sind verhältnismäßig empfindlich gegen Strahlen, die innerhalb der ursprünglichen Aufzeichungsempfindlichkeit liegen und die von geringer Intensität sind. Diese Strahlen kommen beispielsweise in der normalen Umgebungs- oder Raunibeleuchtung vor. Das aufgezeichnete Bild wird durch die Wirkung der in der Ermilsion selbst vorhandenen Stoffe sichtbar gemacht. Diese Stoffe werden durch die Belichtung des Materials aktiviert. Diese Materialien erfordern, damit ein sichtbares Bild erhalten wird, keinerlei nachträgliche Behandlung mit einer Entwicklungslösung. Diese Aufzeichnungsmaterialien sind als Lichtschreibpapiere u. dgl. bekannt. In den deutschen Patentschriften 872 155, 880 496 und in der USA.-Patentschrift 2 580 427 ist die Verwendung derartiger Materialien zur Herstellung einer kontinuierlich sichtbaren Aufzeichnung von Informationen beschrieben.
  • Der Vorgang, durch welchen das aufgezeichnete Bild auf dem Material durcheine zusätzliche diffuse Belichtung des Materials mittels elektromagnetischer Strahlen sichtbar gemacht wird, wird im folgenden als »Latensifikation« bezeichnet. Der Vorgang, der so bezeichnet wird, umfaßt die Kombinationen von chemischen und physikalischen Entwicklungen des latenten Bildes durch die Stoffe, die in der Emu-Ision enthalten sind und auch die Photolyse der Silber-Halogenkristalle, die latente Bildkeime aufweisen.
  • Der Ausdruck »Zugangszeit« wird zur Bezeichnung des Zeitintervalles zwischen der Belichtung eines lichtempfindlichen Materials durch eine elektromagnetische Strahlung und der Sichtbarmachung der Aufzeichnung verwendet. Bei der bekannten Technik wird die Latensifikation der Lichtschreibmatenahen bei einer normalen Raumbeleuchtung durchgeführt. Die Latensifikation von Lichtschreibmaterial mittels der bekannten Verfahren bewirkt Zugangszeiten im Bereich von 30 oder mehr Sekunden, wobei diese Zeit erforderlich ist, um eine auswertbare Aufzeichnung zu erhalten. Es ist oft wünschenswert und erforderlich, Informationen auf ein Lichtschreibmaterial bei Geschwindigkeiten in der Größenordnung von einigen Zentimetem pro Sekunde aufzuzeichnen. Um nun die bei dieser Geschwindigkeit aufgezeichneten Bilder zu latensifizieren, ist eine kontinuierliche Belichtung des Materials während etwa 30 Sekunden bei den bisher bekannten Verfahren erforderlich, Daraus ergibt sich, daß die Menge des Materials, welches über eine längere Zeit bei diesen Geschwindigkeiten dem Licht ausgesetzt werden muß, so groß ist, daß derartige Geschwindigkeiten bisher praktisch nicht verwendet werden konnten.
  • Versuche, die Latensifikationsgeschwindigkeit und dadurch die Zugangszeit von Lichtschreibmaterialien durch die Verwendung höherer Intensitäten zu steigern, führten zu einer Verschleierung des Materials. Die Verschleierung des Lichtschreibmaterials wird durch die Belichtung dieses Materials durch hochintensive Strahlung bewirkt, die innerhalb des Bereichs derursprünglichenAufzeichnungsempfindlichkeitliegt. Diese Verschleierung bewirkt eine Verminderung des Kontrastes zwischen dem Hintergrund und der Aufzeichnung. Aus diesem Grund konnte bisher die Latensifikation des Lichtschreibmaterials nicht erfolgreich dadurch gesteigert werden, daß man das Lichtschreibmaterial einer Strahlung höherer Intensität aussetzte, um eine genügend kleine Zugangszeit, die kleiner als 30 Sekunden ist, zu erreichen, ohne daß die Aufzeichnung verschleiert wurde.
  • Erfindungsgemäß wird also eine Schnellatensifikation von Lichtschreibmaterial ohne Verschleierung unter Zugangszeiten von kleiner als 1 Sekunde dadurch ermöglicht, daß das die latenten Aufzeichnungen enthaltende photographische, eine Halogensilberemulsionsschicht enthaltende Lichtschreibmaterial vor oder während der diffusen zusätzlichen Bestrahlung erhitzt wird, so daß die Emulsionsschicht während dieser zusätzlichen Bestrahlung eine erhöhte Temperatur aufweist.
  • Für Lichtschreibmaschinen ist es erforderlich, um eine Verschleierung des Materials zu verhindern, gemäß der Erfindung dieses Material der Latensifikationsstrahlung während der Zeit auszusetzen, während der die Temperatur des Materials erhöht ist. Für gewisse Materialien ist es ausreichend, die Temperatur einmal zu erhöhen. Es handelt sich dabei um die Temperatur, bei welcher die Latensifikation stattfindet, die normalerweise ausreicht. In der Zeichnung soll die Erfindung nochmals erläutert werden. Es zeigt F i g. 1 schematisch einen Querschnitt durch eine Vorrichtung, mit welcher die erfindungsgemäße Latensifikation durchgeführt werden kann und F i g. 2 eine graphische Darstellung der Empfindlichkeit von Lichtschreibmaterialien gegenüber elektromagnetischer Strahlungen.
  • In F i g. 1 ist 11 ein Schreiber oder Oszillograph mit einem äußeren Gehäuse 12. Ein Galvanometerspiegel 13 ist mit einem nicht dargestellten Galvanometer verbunden und reflektiert das von einer Lichtquelle 14 ausgehende Licht. Die Lichtquelle 14 kann beispielsweise eine Quecksilberdampflampe mit punktförnüger Lichtquelle sein. Das vom Galvanometerspiegel 13 reflektierte Licht geht durch eine öffnung 15, die in einer Wandung 16 vorgesehen ist. Lichtschreibpapier 17 ist auf einer Rolle 18 aufgewickelt und wird über eine Rolle 19 geführt, die der öffnung 15 derart gegenüberliegt, daß reflektiertes Licht auf das Papier 17 fällt. Das Lichtschreibpapiei 17 gelangt dann über eine Walze 20 auf eine Plattc 21. Die Platte 21 weist nicht dargestellte Heizelemente auf. Diese Heizelemente erhitzen die Platte 21 beispielsweise auf eine Temperatur von etwa 80 bi5 100' C. Die Wärme wird auf das Lichtschreibpapiei 17 übertragen, wenn dieses über die Platte 21 gleitet. und zwar ehe die Latensifikationsstrahlen von der] Quellen 22 das Papier 17 erreichen.
  • Die Latensifikationsstrahlungsquellen 22 erzeugen eine Strahlung, welche auf das Lichtschreibpapier 17 fällt, wenn dieses über die Platte 21 gleitet. Nachdem das Lichtschreibpapier 17 die Platte 21 verlassen hat, gelangt e-s zwischen die Walzen 24 und 25. Diese beiden Walzen 24 und 25 erzeugen einen Zug, durcb welchen das Lichtschreibpapier 17 von der Walze abgewickelt und durch die Vorrichtung gezogen wird. Nachdem das latensifizierte Lichtschreibpapier durch die Walzen 24 und 25 hindurchgegangen ist, erreicht es eine Öffnung 27 im Gehäuse 12 und verläßt das Gehäuse 12 und kann sofort eingesehen, und falls erforderlich, fixiert werden.
  • Es wurde gefunden, daß verschiedene Arten von Lichtschreibmaterialien Latensifikationen unterschiedlicher Bandbreite aufweisen. So kann beispielsweise das Lichtschreibpapier eines Herstellers eine Bandbreite aufweisen, die sich von 2500 bis 4700 Angström erstreckt. Diese Latensifikationsbandbreite ist in F i g. 2 durch die ausgezogene Linie 30 und die gestrichelte Linie 31 dargestellt. Die Latensifikationsbandbreite eines Lichtschreibmaterials eines anderen Herstellers erstreckt sich beispielsweise von 2500 bis 5700 Ängström. Die Bandbreite ist in F i g. 2 durch die Linie 30 und die gestrichelte Linie 32 dargestellt.
  • Es wurde gefunden, daß bei diesen Lichtschreibmaterialien sich die Bandbreite der ursprünglichen Aufzeichnungsempfindlichkeit von etwa 3500 bis 4300 Angström erstreckt. Die genauen Grenzen dieses Bandes werden durch die Eigenschaften des Materials bestimmt.
  • Es wurde gefunden, daß eine Strahlung jenseits der oberen Grenze des Latensifikationsbandes eine Verminderung der Empfindlichkeit erzeugen kann, wenn diese Strahlung auf das aufgezeichnete Bild fällt, ehe dieses Bild latensifiziert ist, oder wenn dies während der Latensifikation geschieht. Diese Verminderung der Empfindlichkeit ist eine Folge des Herscheleffektes. Der Bereich des Herscheleffektes ist in gestrichelten Linien 33 und 34 für die entsprechenden Materialien dargestellt und verläuft dann entlang der Linie 35 in F i g. 2. Der Herscheleffekt besteht im Abbau eines latenten Bildes, welches durch eine elektromagnetische Strahlung einer bestimmten Wellenlänge aufgebaut wurde, dadurch, daß dieses einer Strahlung einer wesentlich größeren Wellenlänge ausgesetzt wird. Da der Herscheleffekt bei den meisten Lichtschreibmateriallen nicht stark in Erscheinung tritt, ist die obere Grenze der Latensifikationsstrahlung definiert durch die Wellenlänge, bei welcher dieser Effekt festgestellt werden kann. Da die Latensiflkation gemäß der Erfindung ein hochintensiver Vorgang ist und der Herscheleffekt normalerweise niedrig intensiv ist, ist die obere Grenze der Latensifikationsstrahlung nicht scharf definiert.
  • In der Praxis wird erfindungsgemäß die Platte 21 auf eine Temperatur im Bereich von etwa 80 bis 1001 C gebracht, wodurch die ursprüngliche Aufzeichnungsempfindlichkeit des Materials inaktiviert wird. Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die Verwendung erhitzter Platten beschränkt. Es können ebenfalls erhitzte Walzen oder ähnliche Wärmeübertragungsmittel verwendet werden. Es wurde gefunden, daß bei einigen Arten von Lichtschreibpapier die Inaktivierung der ursprünglichen Aufzeichungsempfindlichkeit nach der Erhitzung permanent ist, wohingegen in anderen Fällen die Inaktivierung reversibel, und demzufolge temporär ist.
  • In der Praxis wird gemäß der Erfindung, nachdem die Temperatur des Lichtschreibmaterials sich erhöht hat, dieses der Latensifikationsstrahlung ausgesetzt. Bei den Lichtschreihmaterialien, bei welchen die, Inaktivierung der Aufzeichnungsempfindlichkeit permanent ist, kanndas Material gekühlt werden, ehe es der Latensifikationsstrahlung ausgesetzt wird. Eine derartige Kühlung kann fortfallen, falls diese nicht in Übereinstimmung mit einem schnellen Ablauf des Verfahrens zu bringen ist.
  • Bei den Materialien, bei denen die Inaktivierung der ursprünglichen Aufzeichnungsempfindlichkeit nur so lange vorhält, als die Temperatur des Material-, erhöht ist, ist es erforderlich, das Material der Latensifizierungsstrahlung auszusetzen, während die Ternperatur des Materials erhöht ist, um eine Verschleierung des Hintergrundes. zu vermeiden.
  • Da die Schnellatensifikation von Lichtschreibmaterial ein völlig neues Verfahren ist, ist es nicht immer möglich, die entsprechenden Daten für das Lichtschreibmaterial zu erhalten.
  • Es ist !deshalb im lEnblick auf die verschiedenen Arten von Lichtschreibmaterial erforderlich, experimentell den Bereich der ursprünglichen Empfindlichkeit und den Latensifikationsbereich des Materials zu bestimmen. Die Temperatur, die erforderlich ist, um die ursprüngliche Empfindlichkeit zu inaktivieren, muß experimentell bestimmt werden. Falls erforderlich, muß auch bestimmt werden, ob die Erhitzung des Materials vor der Latensifikation durchgeführt werden kann oder ob eine teraporäre Inaktivierung des Materials vorliegt.
  • Die Bestimmung der ursprünglichen Empfindlichkeit und des Latensifikationsbereiches eines bestimmten Lichtschreibmaterials wird durchgeführt, indem maneine bestimmte Aufzeichnung auf einem Streifen des Materials vornimmt. Die Latensifikation wird vorzugsweise mittels einer weißen Lichtquelle durchgeführt, wodurch das Lichtschreibmaterial einem breiten Wellenbereich ausgesetzt wird. Das Spektrum des zu erwartenden Latensifikationsbereiches wird über den Streifen mittels eines Spektrographen ausgebreitet. Der Bereich des Latensifikationsbandes erscheint auf dem Material als das Wellenband, über welches die aufgezeichnete Information latensifiziert ist. Der Bereich der Aufzeichnungsempfindlichkeit des Materials entspricht dem Teil, welcher eine Latensifikation der Aufzeichnung und eine Verschleierung aufweist. In bestimmten Fällen kann die Verschleierung das Bild verdunkeln. Im Bereich der oberen Grenze des Latensifikationsbandes ist die Latensifikation weniger ausgeprägt. Dies kann auf das Auftreten des Herscheleffektes in diesem Bereich zurückgeführt werden.
  • Nachdem man die untere Grenze und auch die obere Grenze der Latensifikation bestimmt hat, d. h. die Grenze der Wellenlänge, bei welcher der Herscheleffekt Bedeutung erlangt, wird eine entsprechende Quelle fär diese Strahlung ausgewählt. Zu diesem Zweck kann ein Vergleichsverfahren verwendet werden. Nach der Bestimmung des Latensifikationsbandes des Lichtschreibmaterials und nach der Wahl einer geeigneten Quelle, wird die Temperatur bestimmt, auf welche das Material erhitzt werden muß, um durch eine Inaktivierung der Aufzeichnungsempfindlichkeit des Materials eine VeTschleierung zu vermeiden. Dies kann wiederum durch Vergleichsverfahren oder Ausscheidungsverfahren erfolgen. So kann beispielsweise die Temperatur, auf die das Material erhitzt wird, verglichen werden, wobei gleichzeitig die Transportgeschwindigkeit des Materials berücksichtigt wird. Wenn es weiterhin erwunscht ist festzustellen, ob die Aufzeichnungserapfindlichkeit des Materials nach der Tomperaturerhöhung inaktiviert bleibt, kann ein Teil des Materials vor der Latensifikation gekühlt werden. Falls die Latensifikation des gekühlten Teils eine Verschleierung des Hintergrundes aufweist, ist die Inaktivierung der Aufzeichnungserupfindlichkeit des Materials durch die Erhitzung eher als temporär, denn als permanent anzusehen.
  • Die für die Latensifikationsstrahlung ausgewählte Lichtquelle kann einen Strahlungsanteil jenseits der oberen Grenze des Latensifikationsbandes aussenden. Ob diese Strahlung die Qualität des latensifizierten Bildes herabsetzt oder nicht, muß für die bestimmte Strahlungsquelle und das ausgewählte Material bestimmt werden. Der Latensifikationsvorgang ist im Bereich der oberen Grenze des Bandes weniger wirkungsvoll. Dieser Bereich kann den Bereich überlappen, in welchem der Herscheleffekt wirksam wird, oder auch nicht. Gemäß der Erfindung kann die obere Grenze des Latensifikationsbereiches durch den Bereich definiert werden, jenseits welchem für ein bestimmtes Material und ein bestimmtes Latensifikationsspektrum eine zusätzliche Strahlung größerer Wellenlängen nicht mehr in befriedigender Weise eine Latensifikation des aufgezeichneten Bildes herbeiführt. Eine Strahlungsquelle, welche einerseits eine Strahlung innerhalb des, Latensifikationsbandes aussendet und andererseits zusätzlich Strahlungen größerer Wellenlängen abgibt, ist in der Praxis ein gutes Agens dafür, ob derartige längere Wellen eine genügende Latensifikation des aufgezeichneten Bildes erzeugen.

Claims (2)

  1. Patentanspräche: 1. Verfahren zur direkten Sichtbarinachung latenter photographischer Aufzeichnungen durch eine zusätzlich diffuse Belichtung des belichteten photographischen Materials mit einer Halogensüberemulsionsschicht und insbesondere zur Vermeidung einer Bildverschleierung und Erhöhung der Entwicklungsgeschwindigkeit bei diesem Verfahren, dadurch gekennzeichnet, daß das die latenten Aufzeichnungen enthaltende photographische Halogensilbermaterial vor oder während der Ausleuchtung der diffusen zusätzlichen Bestrahlung erhitzt wird, so daß die Emulsionsschicht während dieser zusätzlichen Bestrahlung eine erhöhte Temperatur aufweist.
  2. 2. Verfahren nach Ansprach 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Bestrahlung durch eine intensive Strahlungsquelle durchgeführt wird. 3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, mit einer Belichtungsstelle zur Belichtung eines photographischen Materials und eine Ausleuchtungsstelle zur Ausleuchtung des belichteten photographischen Materials, gekennzeichnet durch eine auf das belichtete photographische Material vor oder während der zusätzlichen Bestrahlung wirksame Wärmequelle. 4. Vorrichtung nach Ansprach 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmequelle aus einer eine Gleitfläche für das belichtete photographische Material aufweisenden Wärmeplatte (21) besteht. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine an der Bestrahlungsstelle befindliche intensive Strahlungsquelle.
DEC22173A 1959-09-14 1960-08-19 Verfahren zur direkten Sichtbarmachung latenter photographischer Aufzeichnungen durch eine zusaetzliche diffuse Belichtung Pending DE1161760B (de)

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