DE1003578B - Verfahren zur Herstellung von photographischen Bildern und Mittel zur Durchfuehrung desselben - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von photographischen Bildern und Mittel zur Durchfuehrung desselbenInfo
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- G03C1/00—Photosensitive materials
- G03C1/005—Silver halide emulsions; Preparation thereof; Physical treatment thereof; Incorporation of additives therein
- G03C1/06—Silver halide emulsions; Preparation thereof; Physical treatment thereof; Incorporation of additives therein with non-macromolecular additives
- G03C1/42—Developers or their precursors
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- G—PHYSICS
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- G03C5/00—Photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents
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Description
- Verfahren zur Herstellung von photographischen Bildern und Mittel zur Durchführung desselben Die Erfindung bezieht sich auf neuartige und besonders vorteilhafte Verfahren und Mittel zur Herstellung von photographischen Bildern durch Belichten, Entwickeln und Fixieren photographischer, auf Schichtträgern, gegebenenfalls doppelseitig angeordneter Schichten, insbesondere Halogensi.lberschichten, welche gegebenenfalls Entwicklersubstanzen, vorzugsweise rapidarbeitende Entwicklersubstanzen und Fixiermittel enthalten, wobei nach diesem Verfahren gewonnene Negative auch zur Herstellung von Positiven nach dem Diffusionsverfahren oder von photographischen Positivbildern nach dem Umkehrverfahren verwendet werden können.
- Derartige Verfahren als solche sind in den verschiedensten Ausführungsformen bekannt. So ist es z. B. bekannt, in einer auf einem Schichtträger, z. B. Papier, Film, Glas, Metall od. dgl., angeordneten Halogensilberschicht durch Belichtung, sei es auf dem Kontaktwege oder durch optische Mittel, ein latentes Bild zu erzeugen, das dann durch einen außerhalb der -Halogensilberschicht befindlichen bzw. auf diese von außen her zur Einwirkung gebrachten Entwickler hervorgerufen und' schließlich durch Behandlung mit einem außerhalb der Halogensilberschicht und des Entwicklers befindliches Fixiermittel haltbar gemacht wird.
- Es sind ferner Verfahren bekannt, nach welchen die Hervorrufung des latenten Bildes und die Haltbarmachung durch Behandlung mit einem Fixierentwickler erfolgt oder nacheinander eine Entwicklerflüss.igkeit und ein Fixiermittel aufgetragen werden.
- Des weiteren sind auch Verfahren bekannt, bei denen mit photographischen Schichten gearbeitet wird, welche Entwicklersubstanzen und gegebenenfalls auch noch Fixiermittel enthalten, und bei denen diese in der Schicht enthaltenen Stoffe nach der Belichtung durch Behandlung mit einem Lösungsmittel zur Wirkung gebracht werden.
- Bei den bekannten Diffusionsverfahren wird in einer photographischen Schicht durch Belichtung ein latentes Bild erzeugt und dieses in Kontakt mit einer Reduktionskeime, vorzugsweise kolloidales Silber, enthaltenden Gelatineschicht unter Lösen des unbelichteten Halogensilbers entwickelt.
- Bei. allen diesen bekannten photographischen Verfahren besteht der wesentliche Nachteil, daß dabei nach der Belichtung von außen her Flüssigkeiten an die photographischen Schichten herangebracht und die letzteren dann nachträglich wieder getrocknet werden müssen, sei es, daß die photographischen Schichten ; nacheinander in Entwicklerflüssigkeiten und Fixiermittellösungen eingebracht oder solche auf sie aufgetragen werden, oder daß eine entsprechende Behandlung mit Fixierentwicklerflüssigkeiten erfolgt oder daß zumindest Lösungsmittel für die in den photographischen Schichten etwa enthaltenen Entwicklersubstanzen und/oder Fixiermittel von außen her an die Schichten herangebracht werden müssen.
- Diese Notwendigkeiten bedingen nicht nur eine urriständliche :und zeitraubende Handhabung, sondern erfordern auch entsprechend umfangreiche und vielgestaltige Geräte, zumal dann, wenn trotz dieser Notwendigkeiten die photographischen Bilder möglichst schnell fertiggestellt werden sollen.
- Gemäß der Erfindung gelingt es nun, alle diese Schwierigkeiten und Nachteile zu beseitigen und auf außerordentlich einfachem und schnellem Wege zu photographischen Bildern zu gelangen und dabei die Mitverwendung von außen an die Schichten heranzubringender Flüssigkeit gänzlich zu vermeiden.
- Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß im Rahmen des eingangs erwähnten Verfahrens mit einem photographischen Material gearbeitet wird, das eine oder mehrere chemische Substanzen, wie z. B. kristallisiertes Natriumsulfat -oder andere Stoffe verhältnismäßig niedrigen Schmelzpunktes, enthält, welche durch Erwärmen zum Schmelzen gebracht werden und dabei die in der Schicht enthaltenen Entwicklersubstanzen und Fixiermittel auflösen und zur Wirkung bringen, rund die Entwicklung und Fixierung der belichteten photographischen Schichten durch bloße Erwärmung über den Schmelzpunkt der schmelzbaren Stoffe herbeigeführt wird.
- Die im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens anzuwendenden Temperaturen sind an sich innerhalb weiter Grenzen beliebig wählbar, sollten aber in Abstimmung auf die jeweils zu verwendenden Schmelzmittel zweckmäßig verhältnismäßig niedrig gewählt werden und auch auf die jeweils verwendeten Schichtträger und die Emulsionen der Schichten abgestimmt werden, um etwaige sonstige Beeinträchtigungen derselben zu vermeiden. Ebenso kann die Menge der den Schichten einverleibten Schmelzmittel und die Dauer der Erwärmung in verhältnismäßig weiten Grenzen schwanken und ist naturgemäß mindestens so groß bzw. lang zu wählen, d'aß der damit angestrebte Zweck erreicht wird.
- In Anwendung auf das vorerwähnte, an sich bekannte Diffusionsverfahren kann mit Negativ- und/ oder Positivschichten gearbeitet werden, welche neben den noch. Fixier- und Halogensi.lberlösungs:mittel in fester Form und dem schmelzbaren Stoff auch noch an sich bekannte Stoffe enthält, die zur Durchführung des Si.lbersalzdiffusi,onsverfahrens nötig sind.
- Alle diese verschiedenen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens können auch dahin modifiziert werden, daß mit photographischen Schichten gearbeitet wird, bei welchen auf eine übliche, d. h. an Entwicklersubstanzen und Fixiermitteln freie photographische Schicht vor oder gegebenenfalls auch erst nach deren Belichtung eine zweite Schicht aufgetragen worden ist, welche die Entwicklersubstanzen sowie die Fixiermittel und gegebenenfalls Halogensilberlösungsmittel und/oder die zusätzlichen schmelzbaren Stoffe, wie z. B. kristallisiertes Natriumsulfat od. dgl., enthält.
- Das erfindungsgemäße Verfahren kann ferner auch derart durchgeführt werden, daß mit üblichen, d. h. an Entwicklerslubstanzen rund Fixiermitteln freien photographischen Schichten .gearbeitet wird und auf diese vor oder nach deren Belichtung von Hand oder mechanisch ein Gemisch aus Entwicklersub:stanzen und Fixiermitteln und gegebenenfalls Umkehrmitteln sowie ein oder mehrere zusätzliche schmelzbare Stoffe oder auch nur solche Entwicklersubstanzen und Fixiermittel und gegebenenfalls Umkehrmittel, z. B. Thiocarbamid oder Schwefelnatrium, welche durch Erwärmen selbst zum Schmelzen gebracht werden können, aufgebracht werden.
- Im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens kann die Erwärmung bzw. die durch diese ausgelöste Entwicklung und Fixierung entweder nach der Belichtung oder gegebenenfalls auch bereits während des Belichtungsvorganges erfolgen. Wird das zur Herbeiführung des Schmelzens erforderliche Erwärmen gleichzeitig mit der Belichtung ausgeführt, so wird es vorteilhafterweise durch die der Belichtung dienende(n) Lichtquelle(n) bewirkt und damit die Entwicklung und gegebenenfalls. auch die Fixierung und/oder Halogensilberauflösung bereits während der Belichtung oder im unmittelbaren Anschluß hieran ausgelöst.
- Die für .die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens erforderlichen Wärmegrade können aber auch unabhängig von der oder den Lichtquellen bzw. Belichtungsmitteln durch beliebige .andere Mittel erzeugt werden. So ist es mit Vorteil auch möglich, mit photographischem Material zu arbeiten, welches selbst und/oder deren Schichtträger und/oder deren in den photographischen Schichten etwa enthaltenen Entwicklersubstanzen, Fixiermittel, Halogensilberlösungsmittel, Umkehrmittel und/oder Schmelzmittel und/ oder sonstige hierfür zusätzlich den photographischen Schichten beigefügte Stoffe so ausgewählt sind, da:ß ihr Schmelzpunkt bereits durch geringe Wärmezufuhr überschritten wird.
Claims (10)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellüng von photographischen Bildern durch Belichten, Entwickeln und Fixieren photographischer, auf Schichtträgern, gegebenenfalls doppelseitig angeordneter Halogensilberschichten, dadurch gekennzeichnet, daß mit einem photographischen Material gearbeitet wird, das Entwickl.erstubstanzen und Fixiermittel enthält, ferner eine oder mehrere chemische Substanzen, wie z. B. kristallisiertes Natriumsulfat od. dgl. Stoffe verhältnismäßig niedrigen Schmelzpunktes, welche durch Erwärmen zum Schmelzen gebracht werden und dabei die im Material enthaltenen Entwicklersubstanzen und Fixiermittel auflösen und die Entwicklung und Fixierung der belichteten photographischen Schichten durch bloße Erwärmung über den Schmelzpunkt der schmelzbaren Stoffe herbeigeführt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit Negativ- und/oder PositivmateTial gearbeitet wird, welches neben den Fixier- und Halogensilberlösu.n.gsmitteln und dem schmelzbaren Stoff eine oder mehrere chemische Substanzen enthält, wie sie zur Durchführung des Si.lbersalzdiffusionsverfahrens nötig sind.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit einem photographischen Material gearbeitet wird; das eine übliche, an Entwicklersuhstanzen und Fixiermitteln freie photographische Schicht enthält, auf die (vor oder gegebenenfalls auch erst nach deren Belichtung) eine zweite Schicht aufgetragen wird, welche die Entwicklersubstanzen, die Fixiermittel, die zusätzlichen schmelzbaren Stoffe sowie gegebenenfalls Halogensilberlöstungsmittel enthält.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit einem photographischen Material gearbeitet wird, bei welchem auf eine mit Entwicklersubstanzen versetzte Schicht (vor oder gegebenenfalls auch erst nach deren Belichtung) eine zweite Schicht aufgetragen wird, welche Fixiermittel und gegebenenfalls Halogensilberlösungsmittel und die schmelzbaren Stoffe enthält.
- 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit einem photographischen Material gearbeitet wird, bei welchem auf eine übliche, an Entwicklersubstanzen und Fixiermitteln freie photographische Schicht (vor oder gegebenenfalls auch erst nach deren Belichtung) eine zweite Schicht aufgetragen wird, welche Umkehrmittel und Entwicklersubstanzen sowie die Fixiermittel und die schmelzbaren Stoffe enthält.
- 6. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit einem üblichen (an Entwicklersubstanzen und Fixiermitteln freien) photographischen: Material gearbeitet wird und auf dieses vor oder nach dessen Belichtung von Hand oder mechanisch ein Gemisch aus Entw.icklersubstanzen und Fixiermitteln und gegebenenfalls Umkehrmittel sowie ein oder mehrere zusätzliche schmelzbare Stoffe aufgebracht werdien.
- 7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das zur Herbeiführung des Schmelzens erforderliche Erwärmen gleichzeitig mit der Belichtung erfolgt und vorzugsweise durch die der Belichtung dienende(n) Lichtquelle(n) herbeigeführt wird, und zwar so stark, daß Entwicklung und Fixierung und gegebenenfalls Halogensilberauflösung bereits während der Belichtung oder im unmittelbaren Anschluß hieran eintreten. B.
- Material zur Durchführung des Verfahrens nach Ansprüchen 1 und 2 und 7, bestehend aus Halo;gensilberschichten, welche gegebenenfalls Entwicklersubstanzenund Fixiermittel und Halogensilberlösungsmittel und/oder Umkehrmittel enthalten und auf Schichtträgern, wie Papier, Film, Glas, Metall od, dgl., ein- oder beidseitig angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß dieselben eine oder mehrere chemische Substanzen verhältnismäßig niedrigen Schmelzpunktes enthalten.
- 9. Material zur Durchführung des Verfahrens nach Ansprüchen 3, 4, 5 und 7, bestehend aus Halogensilberschichten, welche gegebenenfalls Entwicklersubstanzen enthalten und auf Schichtträgern, wie Papier, Film, Glas, Metall od. dgl., ein- oder beidseitig angeordnet sind, dadurch ge- kennzeichnet, daß auf die Halogensilberschicht(en) eine weitere Schicht aufgetragen ist, welche gegebe:nenfalls neben Entwicklersubstanzen, Fixiermitteln, Halogensilberlösungsmitteln und/oder Umkehrmitteln eine oder mehrere chemische Substanzen verhältnismäßig niedrigen Schmelzpunktes enthält.
- 10. Feste Chemikalienmischung zur D:urchfW-rung des. Verfahrens nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe Entwicklersubstanzen und Fixiermittel und gegebenenfalls Umkehrmittel sowie eine oder mehrere zusätzliche chemische Substanzen verhältnismäßig niedrigen Schmelzpunktes enthält oder aus solchen besteht. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 888 045, 895 101.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB21901A DE1003578B (de) | 1952-09-04 | 1952-09-04 | Verfahren zur Herstellung von photographischen Bildern und Mittel zur Durchfuehrung desselben |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB21901A DE1003578B (de) | 1952-09-04 | 1952-09-04 | Verfahren zur Herstellung von photographischen Bildern und Mittel zur Durchfuehrung desselben |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1003578B true DE1003578B (de) | 1957-02-28 |
Family
ID=6960748
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB21901A Pending DE1003578B (de) | 1952-09-04 | 1952-09-04 | Verfahren zur Herstellung von photographischen Bildern und Mittel zur Durchfuehrung desselben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1003578B (de) |
Cited By (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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- 1952-09-04 DE DEB21901A patent/DE1003578B/de active Pending
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