DE1161564B - Verfahren zur Herstellung von 2-Amino-5-nitrothiazolderivaten. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von 2-Amino-5-nitrothiazolderivaten.Info
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- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D277/00—Heterocyclic compounds containing 1,3-thiazole or hydrogenated 1,3-thiazole rings
- C07D277/02—Heterocyclic compounds containing 1,3-thiazole or hydrogenated 1,3-thiazole rings not condensed with other rings
- C07D277/20—Heterocyclic compounds containing 1,3-thiazole or hydrogenated 1,3-thiazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
- C07D277/32—Heterocyclic compounds containing 1,3-thiazole or hydrogenated 1,3-thiazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
- C07D277/58—Nitro radicals
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: C 07 d
Deutsche Kl.: 12 ρ - 4/01
Nummer: 1161564
Aktenzeichen: N 21368IV d /12 ρ
Anmeldetag: 23. März 1962
Auslegetag: 23. Januar 1964
Die Erfindung befaßt sich mit einem Verfahren zur Herstellung von bestimmten Derivaten des 2-Amino-5-nitrothiazols.
Die erfindungsgemäß hergestellten Verbindungen haben wertvolle therapeutische Eigenschaften.
2-Amino-5-nitrothiazol und verschiedene seiner Derivate sind, wie aus der Literatur zu entnehmen ist,
Antiprotozoenmittel im Hinblick auf ihre hemmende Wirkung gegenüber bestimmten Protozoen. Beispielsweise
ist 2-Amino-5-nitrothiazol wirksam gegen die Truthahnpest, welche durch Protozoen Histomonas
maleagridis hervorgerufen wird (vgl. USA.-Patentschrift2 631 963). Z-Alkylcarbonamido-S-nitrothiazole,
hauptsächlich 2-Acetylamino-5-nitrothiazol, sind gemäß USA.-Patentschrift 2 735 798 oder der belgischen
Patentschrift 548 730 wirksam gegen die durch Protozoen hervorgerufene Vaginitis Trichomonas vaginalis.
Die Erfindung beruht auf dem Befund, daß durch Einführung einer Sulfidbindung in die Seitenkette von
Alkylcarbonylderivaten von 2-Amino-5-nitrothiazol Verbindungen erhalten werden können, die unvorhergesehene
und sehr wertvolle Eigenschaften aufweisen. Solche Verbindungen besitzen eine hohe Wirksamkeit
nicht nur gegen Protozoen, sondern auch gegen Bakterien, wie Staphylococcus aureus. Das Verfahren stellt
demnach neue Verbindungen zur Verfügung, die wertvoll für die Behandlung sowohl von Protozoen- als
auch von Bakterieninfektionen sind. Da viele Scheideninfektionen durch Trichomonas vaginalis oder Staphylococcus
aureus oder durch Mischinfektion mit Staphylococcus aureus und dem verursachenden Mikroorganismus
Trichomonas vaginalis entstehen, macht die Kombination von antiprotozoen- (antitrichomonaden-)
und antibakteriellen Eigenschaften diese Verbindüngen zu außergewöhnlich wertvollen therapeutischen
Mitteln. Darüber hinaus konnte gefunden werden, daß die erfindungsgemäß hergestellten Verbindungen
eine fungizide Wirksamkeit aufweisen, da sie beispielsweise wirksam gegen den Pilz Trichophyton
interdigitale sind. Somit sind diese Verbindungen wertvoll in der Behandlung von Fungusinfektionen, in
denen der vorhin genannte Pilz der Krankheitserreger ist.
Die neuen Verbindungen können durch die allgemeine folgende Formel
Verfahren zur Herstellung von
2-Amino-5-nitrothiazolderivaten
2-Amino-5-nitrothiazolderivaten
Anmelder:
Nopco Chemical Company, Newark, N. J.
(V. St. A.)
Vertreter:
Dr.-Ing. F. Wuesthoff, Dipl.-Ing. G. Puls und
DipL-Chem. Dr. rer. nat. E. Frhr. v. Pechmann,
Patentanwälte, München 9, Schweigerstr. 2
DipL-Chem. Dr. rer. nat. E. Frhr. v. Pechmann,
Patentanwälte, München 9, Schweigerstr. 2
Als Erfinder benannt:
David B. Reisner, Cedar Grove, N. J.,
Sidney Gister, Bound Brook, N. J.,
Howard C. Klein, Brooklyn, N.Y. (V. St. A.)
David B. Reisner, Cedar Grove, N. J.,
Sidney Gister, Bound Brook, N. J.,
Howard C. Klein, Brooklyn, N.Y. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. ν. Amerika vom 23. März 1961
(Nr. 97 732 und Nr. 97 733)
R eine niedere Alkylgruppe oder einen gegebenenfalls durch Halogenatome oder eine Nitrogruppe oder durch
niedere Alkyl- oder Alkoxygruppen im Kern substituierten Benzyl- oder Phenylrest bedeutet.
Diese Verbindungen werden verfahrensgemäß hergestellt, indem man in an sich bekannter Weise in
Gegenwart einer Base und in einem Lösungsmittel 2-Amino-5-nitrothiazol mit einem Mercaptoalkylcarbonsäurehalogenid
der allgemeinen Formel
B — COX
O2N-
-N
IL
NH-CO
71 — S — R
NS'
wiedergegeben werden, in der η die Zahl 1 oder 2 und
in der X ein Halogenatom ist, umsetzt.
R-Substituenten sind beispielsweise Methyl, Äthyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Benzyl, p-Chlorbenzyl,
ο,ρ-Dibrombenzyl, p-Nitrobenzyl, p-Methylbenzyl,
ο,ρ-Diäthylbenzyl, m-Propylbenzyl, p-Methoxybenzyl,
p-Propoxybenzyl, Phenyl, p-Chlorphenyl, p-Bromphenyl,
ο,ρ-Dibromphenyl, m-Chlorphenyl, p-Nitrophenyl,
p-Methylphenyl, p-Butylphenyl, o,p-Diäthylphenyl
und p-Äthoxyphenyl.
Die Verfahrensprodukte werden durch Kondensation einer annähernd äquimolaren Menge von
2-Amino-5-nitrothiazol mit einem entsprechend substituierten Mercaptoacetylhalogenid oder Mercaptopropionylhalogenid
auf folgende Weise hergestellt:
309 780/270
Das Mercaptoacetyl- oder -propionylhalogenid wird in ein Gemisch aus 2-Amino-5-nitrothiazol, einer Base
und einem Lösungsmittel gegeben, worauf eine exotherme Reaktion stattfindet. Wertvolle Basen sind
tertiäre organische Aminbasen, wie Pyridin oder Tributylamin, und Carbonate, wie Natrium- oder Kaliumcarbonat.
Die Base liegt in einer Menge vor, die zumindest zur Neutralisierung der während der
Reaktion gebildeten Säure ausreicht. Wertvolle
peratur von 25 auf 600C stieg und eine vollständige
Auflösung aller festen Substanzen erfolgte. Nach Stehen bei Zimmertemperatur während weiterer 10 Minuten
wurde das Gemisch auf einem Dampfbad gelinde erwärmt, wobei das Produkt plötzlich ausfiel.
Das Rohprodukt wurde abfiltriert und mit Aceton gewaschen. Dann wurde es in 20prozentiger Salzsäure
zur Abtrennung von Ausgangsprodukt zu einer Aufschlämmung verrührt, anschließend abfiltriert und
Lösungsmittel sind Aceton, Benzol und Dimethylform- 10 einmal mit verdünnter Salzsäure und zweimal mit
amid. Das Lösungsmittel liegt zumindest in einer Menge vor, die zur Dispersion der Reaktionspartner
ausreicht, d. h. in einer Menge, welche die Entstehung einer verarbeitbaren Mischung, wie eine Aufschlämmung,
gestattet.
Die folgenden Beispiele erläutern die Herstellung einiger der neuen Verbindungen. Für die Verfahren
zur Herstellung der Ausgangsstoffe (A) wird ein Schutz nicht begehrt.
Wasser gewaschen, wobei 52 g eines Produkts mit einem. Schmelzpunkt von 181 bis 183 0C anfielen. Die
Ausbeute betrug 75 °/0 der Theorie. Nach Umkristallisation
aus Aceton hatte die Verbindung einen Schmelzpunkt von 187 bis 188°C.
A. Herstellung von n-Butylmercaptoacetylchlorid 43,2 g (0,48 Mol) in 200 ml einer 18gewichtsprozen-
A. Herstellung von p-Nitrobenzylmercaptoacetylchlorid
tigen Natronlauge aufgelöstes Butylmercaptan wurden zu 41,6 g (0,44 Mol) in 200 ml einer 18gewichtsprozentigen
Natronlauge aufgelöster Chloressigsäure gegeben. Das Gemisch wurde während 2 Stunden auf
47 g (0,27 Mol) p-Nitrobenzylchlorid wurden in 25 einem Dampfbad erhitzt und dann über Nacht bei
1 1 Äthanol aufgelöst. Dann wurde eine Lösung von Zimmertemperatur stehengelassen. Dann wurde es mit
27 g Thioglycolsäure zugegeben, die mit einer Lösung konzentrierter Salzsäure angesäuert. Das dabei gevon
50 g Natriumbicarbonat in 200 ml Wasser neu- bildete öl wurde mit Äther extrahiert. Der Äthertralisiert
worden war. Das Gemisch wurde während extrakt wurde entwässert und eingeengt, wobei 65 g
einer Stunde unter Rückfluß erhitzt und anschließend 30 rohe n-Butylmercaptoessigsäure erhalten wurden,
auf Zimmertemperatur abgekühlt. Während des Ab- 64 g der erhaltenen rohen n-Butylmercaptoessigsäure
kühlens und Stehens bei Zimmertemperatur trat kein wurden tropfenweise zu 78 ml Thionylchlorid gegeben.
Niederschlag im Gemisch auf. Das Gemisch wurde in Dabei trat unmittelbar eine lebhafte Chlorwasserstoffein
gleiches Volumen Wasser gegossen, worauf sich und Schwefeldioxydentwicklung auf. Nachdem die geein
milchiges Öl bildete. Eine kleine Menge einer 35 samte Säure vorsichtig im Verlauf von 15 Minuten zu-20gewichtsprozentigen
wäßrigen Natriumcarbonat- gegeben worden war, wurde das Gemisch in einem lösung wurde zugesetzt, bis das Gemisch alkalisch war. Wasserbad gelinde erhitzt, bis die Gasentwicklung
Dann wurden ungefähr 25 ml konzentrierte Salzsäure nachließ. Das überschüssige Thionylchlorid wurde im
zugesetzt, wodurch die Mischung stark sauer wurde. Wasserstrahlvakuum abdestilliert und das gebildete
Nach einigen Minuten bildeten sich Kristalle von 40 n-Butylmercaptoacetylchlorid im Vakuum destilliert.
p-Nitrobenzylmercaptoessigsäure. Der Niederschlag Die Ausbeute betrug 55 g eines Produkts mit einem
wurde abfiltriert und mit Wasser gewaschen. Es wurden
48 g eines Produktes mit einem Schmelzpunkt von
1050C erhalten. Dies entspricht 78% der Theorie.
48 g eines Produktes mit einem Schmelzpunkt von
1050C erhalten. Dies entspricht 78% der Theorie.
Die 48 g (0,21 Mol) der oben hergestellten rohen 45
p-Nitrobenzylmercaptoessigsäure wurden in Pulverform zu 50 ml Thionylchlorid gegeben. Dabei machte
sich die unmittelbare Entstehung von Chlorwasserstoffgas bemerkbar. Die p-Nitrobenzylmercaptoessigsäure löste sich langsam auf, wenn das Gemisch leicht 5° Pyridin und 100 ml Aceton gegeben. Dabei trat eine erwärmt wurde. Die entstandene hellbraune Flüssig- sehr lebhafte Reaktion ein, wobei das Aceton bis zum keit wurde bis auf 500C erhitzt, wobei die Reaktion Siedepunkt erhitzt wurde. Gleichzeitig färbte sich die weiterlief. Die Lösung wurde dann über Nacht bei Lösung tiefrot. Nachdem sich die Lösung langsam auf Zimmertemperatur stehen gelassen. Überschüssiges Zimmertemperatur abgekühlt hatte und während einer Thionylchlorid wurde durch Vakuumdestillation 55 Stunde bei dieser Temperatur stehengeblieben war, (Wasserstrahlpumpe) abgetrennt, wobei ein Rückstand wurde sie unter kräftigem Rühren in 200 ml Wasser
p-Nitrobenzylmercaptoessigsäure wurden in Pulverform zu 50 ml Thionylchlorid gegeben. Dabei machte
sich die unmittelbare Entstehung von Chlorwasserstoffgas bemerkbar. Die p-Nitrobenzylmercaptoessigsäure löste sich langsam auf, wenn das Gemisch leicht 5° Pyridin und 100 ml Aceton gegeben. Dabei trat eine erwärmt wurde. Die entstandene hellbraune Flüssig- sehr lebhafte Reaktion ein, wobei das Aceton bis zum keit wurde bis auf 500C erhitzt, wobei die Reaktion Siedepunkt erhitzt wurde. Gleichzeitig färbte sich die weiterlief. Die Lösung wurde dann über Nacht bei Lösung tiefrot. Nachdem sich die Lösung langsam auf Zimmertemperatur stehen gelassen. Überschüssiges Zimmertemperatur abgekühlt hatte und während einer Thionylchlorid wurde durch Vakuumdestillation 55 Stunde bei dieser Temperatur stehengeblieben war, (Wasserstrahlpumpe) abgetrennt, wobei ein Rückstand wurde sie unter kräftigem Rühren in 200 ml Wasser
Siedepunkt von 70 bis 710C bei einem Druck von
4 mm Quecksilbersäule.
B. Herstellung von 2-(n-Butylmercaptoacetamido)-5-nitrothiazol
25 g des nach A hergestellten n-Butylmercaptoacetylchlorids
wurden zu einer Aufschlämmung von 21,7 g (0,15 Mol) 2-Amino-5-nitrothiazol in 12 ml
von 50 g p-Nitrobenzylmercaptoacetylchlorid übrigblieb,
der ohne weitere Reinigung für die nächste Reaktionsstufe gebraucht wurde.
gegossen. Der sich dann bildende orange Niederschlag wurde durch Filtration abgetrennt und mit 20prozentiger
Salzsäure zu einer Aufschlämmung aufgerührt, um nicht umgesetztes 2-Amino-5-nitrothiazol abzutrennen,
und dann nochmals filtriert. Der Niederschlag wurde mit Wasser gewaschen und an der Luft
getrocknet. 40 g Rohprodukt wurden aus einem Aceton-Wasser-Gemisch umkristallisiert und ergaben 20 g
B. Herstellung von 2-(p-Nitrobenzylmercaptoacetamido)-5-nitrothiazol
40 g (0,21 Mol) des nach A hergestellten rohen
p-Nitrobenzylmercaptoacetylchlorids wurden im Verlaufe von 10 Minuten zu einer Aufschlämmung von 65 eines Produkts mit einem Schmelzpunkt von 122 bis 20 g (0,2 Mol) 2-Amino-5-nitrothiazol in einer Mi- 123°C. Dasselbe wurde aus einem Hexan-Acetonschung aus 16 ml Pyridin und 100 ml Aceton gegeben. Gemisch umkristallisiert und ergab 12 g eines Pro-Die Reaktion war stark exotherm, wodurch die Tem- dukts mit einem Schmelzpunkt von 126 bis 127°C.
p-Nitrobenzylmercaptoacetylchlorids wurden im Verlaufe von 10 Minuten zu einer Aufschlämmung von 65 eines Produkts mit einem Schmelzpunkt von 122 bis 20 g (0,2 Mol) 2-Amino-5-nitrothiazol in einer Mi- 123°C. Dasselbe wurde aus einem Hexan-Acetonschung aus 16 ml Pyridin und 100 ml Aceton gegeben. Gemisch umkristallisiert und ergab 12 g eines Pro-Die Reaktion war stark exotherm, wodurch die Tem- dukts mit einem Schmelzpunkt von 126 bis 127°C.
Beispiel 3
A. Herstellung von Benzylmercaptoacetylchlorid
A. Herstellung von Benzylmercaptoacetylchlorid
36 g Benzylmercaptoessigsäure wurden zu 50 ml Thionylchlorid gegeben. Zuerst konnten keine Zeichen
einer Reaktion wahrgenommen werden. Als sich die Säure jedoch aufzulösen begann, trat eine Entwicklung
von Chlorwasserstoff und Schwefeldioxyd auf. Nach einigen Minuten wurde die Reaktion leicht exotherm,
und die Geschwindigkeit der Gasentwicklung nahm zu. Das Gemisch wurde auf einem Dampfbad 1 Stunde
lang erhitzt und überschüssiges Thionylchlorid im Vakuum abgetrennt. Es wurden zweimal 100 ml Benzol
zugesetzt und zur Abtrennung von Thionylchloridspuren abdestilliert. Dabei blieben 36 g rohes Benzylmercaptoacetylchlorid
als Rückstand übrig.
B. Herstellung von 2-(Benzylmercaptoacetamido)-5-nitrothiazol
21 g (0,1 Mol) des nach A hergestellten rohen Benzylmercaptoacetylchlorids
wurden zu einer Aufschlämmung aus 14,5 g (0,1 Mol) 2-Amino-5-nitrothiazol und
9,5 ml Pyridin in 50 ml Aceton gegeben. Sämtliche festen Substanzen lösten sich auf, und das Gemisch
wurde während einer Stunde unter Rückfluß gekocht. Die Acetonlösung wurde auf Eis gegossen, und nach
Schmelzen desselben wurde durch Filtration eine gelbe feste Substanz abgetrennt. Dieselbe wurde mitWasser,
100 ml verdünnter Salzsäure in einem Verhältnis von Wasser zu Säure wie 1: 1 und dann wieder mit Wasser
gewaschen. Die an der Luft getrocknete feste Substanz hatte ein Gewicht von 24,3 g und einen Schmelzpunkt
von 130 bis 135 0C. Sie wurde aus einem Gemisch aus
300 ml Äther und 100 ml Aceton unter Bildung eines Produkts mit einem Schmelzpunkt von 152 bis 1530C
umkristallisiert.
A. Herstellung von /9-Methylmercaptopropionylchlorid
106 g (1 Mol), /3-Mercaptopropionsäure wurden in 230 ml einer wäßrigen Lösung aus 43 g Natriumcarbonat
aufgelöst. Nachdem die Entwicklung von Kohlendioxyd nachgelassen hatte, wurden 40 g (1 Mol)
Natriumhydroxyd in Form von Plätzchen zugegeben und anschließend im Verlauf von 30 Minuten 1 Mol
Methyljodid tropfenweise zugesetzt. Das Gemisch wurde über Nacht stehengelassen und dann auf einem
Dampfbad zu einer festen Substanz eingeengt, mit verdünnter
Schwefelsäure angesäuert und dreimal mit Äther extrahiert. Die Ätherextrakte wurden über
wasserfreiem Natriumsulfat entwässert, abfiltriert, eingeengt und die niedrigsiedenden Anteile durch Erhitzen
auf eine Temperatur von höchstens 100 bis 12O0C bei
einem Druck von 25 mm Quecksilbersäule abgetrennt. Die in einer Menge von 60 g (0,5 Mol) gebildete rohe
/3-Methylmercaptopropionsäure wurde tropfenweise zu 70g (0,56 Mol) Thionylchlorid gegeben. Es trat fast
unmittelbar eine lebhafte Gasbildung auf, und die Temperatur sank unter Zimmertemperatur ab. Das
Gemisch wurde während 30 Minuten auf einem Dampfbad gelinde erhitzt, während welcher Zeit die Gasentwicklung
andauerte. Das niedrigsiedende Produkt wurde im Vakuum abgetrennt. Das bei 94 bis 96° C
unter einem Druck von 37 bis 38 mm übergehende ß-Methylmercaptopropionylchlorid hatte ein Gewicht
von 45 g.
B. Herstellung von 2-(^-Methylmercaptopropionamido)-5-nitrothiazol
19 g des nach A hergestellten /J-Methylmercaptopropionylchlorids
wurden einer Auf schlämmung von 19 g (0,13 Mol) 2-Amino-5-nitrothiazol in 10 ml Pyridin
und 100 ml Aceton zugegeben. Es entwickelte sich eine stark exotherme Reaktion, während der sich die gesamte
feste Substanz auflöste. Das Gemisch wurde
ίο während 30 Minuten zur Beendigung der Reaktion
auf einem Dampfbad leicht erhitzt. Dann wurde es auf
Zimmertemperatur abgekühlt, wobei Kristallbildung eintrat. Die feste Substanz wurde abgetrennt, in
20prozentiger Salzsäure aufgeschlämmt, abfiltriert und mit zusätzlicher Säure und anschließend mit Wasser
gewaschen. Das Produkt hatte ein Gewicht von 14 g und einen Schmelzpunkt von 172 bis 174° C. Nach
Umkristallisation aus Aceton betrug der Schmelzpunkt 178 bis 179°C.
A. Herstellung von p-Chlorbenzylmercaptoacetyl-
chlorid
Eine Lösung von 150 g Natriumthiosulfatpentahydrat in 240 ml Wasser wurde zu 61 g Chloressigsäure
gegeben, die mit Natriumcarbonat auf einen pn-Wert von 6 bis 7 abgestumpft worden war. Die gesamte
Mischung wurde unter Rückfluß erhitzt. Nach 30 Minuten trat eine dunklere Färbung auf. Am nächsten
Tag wurde das Gemisch weitere 3 Stunden erhitzt, um die Reaktion bis zum Ende ablaufen zu lassen. Dann
wurden 350 g konzentrierte Salzsäure und 96 g p-Chlorbenzylchlorid
zugegeben. Dieses Gemisch wurde 17 Stunden lang unter Rückfluß erhitzt. Das gebildete
Öl wurde in Äther gelöst, einmal mit Wasser gewaschen und dann mit 400 ml einer wäßrigen Lösung von 30 g
Natriumhydroxyd extrahiert. Die Lösung wurde bis zur Ausfällung eines Öls angesäuert, das erst nach
Dekantierung und wiederholtem Waschen mit Wasser fest wurde. Die Ausbeute an p-Chlorbenzylmercaptoessigsäure
betrug 29 g mit einem Schmelzpunkt von 51 bis 53°C.
29 g (0,14 Mol) der p-Chlorbenzylmercaptoessigsäure
wurden zu 36 g Thionylchlorid gegeben. Die exotherme Reaktion setzte langsam unter Gasentwicklung
ein. Sobald die Gasentwicklung nachzulassen schien, wurde das Gemisch leicht erhitzt, wobei es eine
etwas dunklere Färbung annahm. Überschüssiges Thionylchlorid wurde abgetrennt und das gebildete
p-Chlorbenzylmercaptoacetylchlorid unter geringer
Zersetzung im Vakuum destilliert. Es wurden 17,5 g Produkt mit einem Siedepunkt von 155 bis 156 0C bei
5 mm erhalten.
B. Herstellung von 2-(Chlorbenzylmercaptoacet-
amido)-5-nitrothiazol
8 g (0,055 Mol) 2-Amino-5-nitrothiazol und 4 ml Pyridin in 50 ml Aceton wurden mit 17,5 g (0,075 Mol)
p-Chlorbenzylmercaptoacetylchlorid umgesetzt, das
wie oben hergestellt worden war. Die festen Substanzen lösten sich auf, jedoch war die Reaktion schwächer
exotherm als gewöhnlich. Das Acetongemisch wurde während 30 Minuten auf einem Dampfbad erhitzt und
dann auf Zimmertemperatur abgekühlt. Es fiel keine feste Substanz aus. Das Acetongemisch wurde in
150 ml Wasser gegossen, wobei eine gummiartige gelbe Substanz ausfiel. Um nicht umgesetztes 2-Amino-
5-nitrothiazol in Lösung zu bringen, wurden 25 ml konzentrierte Salzsäure zugegeben, und das Gemisch
wurde filtriert. Die feste Substanz wurde mit 20prozentiger Salzsäure und dann dreimal mit Wasser gewaschen.
Das Rohprodukt in einer Menge von 20 g wurde aus 80 ml Aceton umkristallisiert und ergab
10 g eines Produktes mit einem Schmelzpunkt von 172 bis 1730C.
A. Herstellung von p-Chlorphenylmercaptoacetylchlorid
Eine Lösung von 98 g p-Chlorthiophenol und 28 g
carbonat in Wasser gegeben. Das entstandene Gemisch wurde 2 Stunden unter Rückfluß erhitzt und dann
über Nacht bei Zimmertemperatur stehengelassen. Der Alkohol wurde im Vakuum abgetrennt, und der
dabei übriggebliebene ölige Rückstand mit konzentrierter Salzsäure angesäuert. Das in Kristalle übergehende
öl wurde abgetrennt und mit Wasser gewaschen. Es entstanden 112 g p-Chlorbenzylmercaptopropionsäure
mit einem Schmelzpunkt von 67 bis ίο 69°C. 44 g dieser Verbindung wurden mit 50 ml
Thionylchlorid in das Säurechlorid übergeführt.
B. Nach Abtrennung des überschüssigen Thionylchlorids wurden 40 g des nicht destillierten Säurechlorids
mit 27 g 2-Amino-5-nitrothiazol in Aceton
Natriumhydroxyd in 150 ml Wasser wurde zu einer 15 und Pyridin, wie im Beispiel 6 beschrieben, umgesetzt.
Lösung von 61,5 g Chloressigsäure und 28 g Natrium- Es wurden nach zweimaliger Umkristallisation aus
hydroxyd in 200 ml Wasser gegeben und die dabei entstandene Mischung während 2 Stunden auf einem
Dampfbad erhitzt. Dann wurden 70 ml konzentrierte
Salzsäure zugegeben; die feste Substanz wurde abge- 20
trennt, mit Wasser gewaschen und an der Luft getrocknet. Es wurden 115 g p-Chlorphenylmercaptoessigsäure mit einem Schmelzpunkt von 102 bis 1040C
erhalten.
Dampfbad erhitzt. Dann wurden 70 ml konzentrierte
Salzsäure zugegeben; die feste Substanz wurde abge- 20
trennt, mit Wasser gewaschen und an der Luft getrocknet. Es wurden 115 g p-Chlorphenylmercaptoessigsäure mit einem Schmelzpunkt von 102 bis 1040C
erhalten.
Von der oben erhaltenen rohen p-Chlorphenylmercaptoessigsäure
wurden 61 g (0,3 Mol) in Pulverform zu 75 ml Thionylchlorid in einem 200 ml Einhalskolben
gegeben. Es trat langsam eine Gasentwicklung ein, die nach und nach zunahm, als das
Reaktionsgemisch allmählich bis zu seiner Rückfluß- 30 980C unter einem Druck von 2 mm Quecksilbersäule
temperatur erhitzt wurde. Die feste Substanz löste wurde dann aus 67,2 g Phenylmercaptoessigsäure und
sich auf, und das dunkelbraune Gemisch wurde Thionylchlorid hergestellt.
30 Minuten lang unter Rückfluß gekocht. Über- B. 37,2 g des gebildeten Phenylmercaptoacetyl-
schüssiges Thionylchlorid wurde unter Wasserstrahl- chloride wurden mit 29 g 2-Amino-5-nitrothiazol in
vakuum abgetrennt und das gebildete p-Chlorphenyl- 35 Gegenwart von Aceton und Pyridin unter Bildung
mercaptoacetylchlorid unter einem Druck von 0,3 mm von 2-(Phenylmercaptoacetamido)-5-nitrothiazol umgesetzt.
Sein Schmelzpunkt betrug 133 bis 139 0C. Nach Umkristallisation aus wäßrigem Aceton, gefolgt
von einer Umkristallisation aus Isopropanol, betrug 40 der Schmelzpunkt 147 bis 149°C.
Isopropanol-Aceton 82 g 2-[/3-(p-Chlorbenzyhnercapto)
- propionamido] - 5 - nitrothiazol mit einem Schmelzpunkt von 183 bis 184° C erhalten.
Beispiel 8 2-(Phenylmercaptoacetamido)-5-nitrothiazol
A. Gemäß dem im Beispiel 6 beschriebenen Verfahren wurden 100 g Thiophenol und 85 g Chloressigsäure
zu 150 g Phenylmercaptoessigsäure mit einem Schmelzpunkt von 62 bis 630C umgesetzt. Das entsprechende
Säurechlorid mit einem Siedepunkt von
Quecksilbersäule bei 122 bis 126 0C destilliert. Es
wurden 42 g des gewünschten Produktes (63 °/o Ausbeute) erhalten.
B. Herstellung von 2-(p-Chlorphenylmercaptoacetamido)-5-nitrothiazol
42 g (0,19 Mol) des nach A hergestellten Säurechlorids wurden zu einer Aufschlämmung von 28 g,
das sind 0,19 Mol, 2-Amino-5-nitrothiazol in einem Gemisch aus 150 ml Aceton und 16 ml Pyridin gegeben.
Es setzte eine exotherme Reaktion ein, wodurch die Temperatur des Reaktionsgemisches bis
zum Siedepunkt des Acetons gesteigert wurde. Durch
2-(Benzylmercaptoacetamido)-5-nitrothiazol Eine Mischung aus 10,2 g Benzylmercaptoacetyl-
chlorid, 7,8 g 2-Amino-5-nitrothiazol, 50 ml Aceton und 9,0 g Tri-n-butylamin wurde während einer
Stunde unter Rückfluß erhitzt und dann auf Zimmertemperatur abkühlen gelassen. Nachdem es über
Abkühlung fiel eine gelbe feste Substanz aus. Dieser 50 Nacht gestanden war, wurde das gebildete Reaktions-Niederschlag
wurde abfiltriert und mit 25 ml Aceton gemisch auf Eis gegossen. Die feste Substanz wurde
gewaschen. Dann wurde das Rohprodukt in 20prozen- durch Filtration abgetrennt, mit 20prozentiger Salztiger
Salzsäure aufgeschlämmt und erneut filtriert. säure aufgeschlämmt, erneut filtriert und mit Wasser
Nach dreimaligem Waschen mit Wasser wurde das gewaschen. Nach Umkristallisation aus einem Äthanol-Produkt
an der Luft getrocknet. Es wurden 55 g 55 Aceton-Gemisch hatte das 2-(Benzylmercaptoacet-
Substanz erhalten. Das Produkt wurde aus Aceton-Wasser umkristallisiert und ergab 30 g 2-(p-Chlorphenylmercaptoacetamido)-5-nitrothiazol
mit einem Schmelzpunkt von 186 bis 189 0C.
2-|j5-(p-Chlorbenzylmercapto)-propionamido]-5-nitrothiazol
A. Ein Gemisch aus 80,5 g p-Chlorbenzylchlorid
und 200 ml Äthanol wurde zu einer wäßrigen Lösung von 53 g ß-Mercaptopropionsäure und Natriumbi-
60
amido)-5-nitrothiazol einen Schmelzpunkt von 154 bis 155°C.
Beispiel 10 2-(Benzylmercaptoacetamido)-5-nitrothiazol
Ein Gemisch aus 10,2 g Benzylmercaptoacetylchlorid, 7,8 g 2-Amino-5-nitrothiazol, 50 ml Benzol
und 4,0 g Pyridin wurde während einer Stunde unter Rückfluß erhitzt. Das Benzol wurde abgedampft,
wonach ein braunes öl übrigblieb, das nach Behandlung mit Wasser und Salzsäure wie im vorangegangenen
Beispiel 15g rohes 2-(Benzylmercaptoacet-
amido)-5-nitrothiazol mit einem Schmelzpunkt von
149 bis 1510C ergab.
Beispiel 11
2-(Benzylmercaptoacetamido)-5-nitrothiazol
2-(Benzylmercaptoacetamido)-5-nitrothiazol
Ein Gemisch aus 10,2 g Benzylmercaptoacetylchlorid, 7,8 g 2-Amino-5-nitrothiazol, 50 ml Aceton
und 5,3 g Natriumcarbonat wurde verrührt und während einer Stunde unter Rückfluß erhitzt. Dann wurde
das Gemisch unter heftiger Entwicklung von Kohlendioxyd in Eiswasser gegossen. Die feste Substanz
wurde abfiltriert, mit 20prozentiger Salzsäure und dann mit Wasser gewaschen und schließlich an der
Luft getrocknet. Es wurden 6 g 2-(Benzylmercaptoacetamido)-5-nitrothiazol mit einem Schmelzpunkt
von 153 bis 1540C erhalten.
Die Wirksamkeit einiger verfahrensgemäß erhaltener Verbindungen in vitro gegen die Protozoen Trichomonas
vaginalis und Trichomonas foetus und gegen zo das Bakterium Staphylococcus aureus wurde durch
eine Versuchsreihe bestimmt, durch welche die minimale Inhibitorkonzentration dieser Verbindungen
festgestellt wurde. Zum Vergleich wurden auch zwei bekannte Verbindungen untersucht. Der hier gebrauchte
Ausdruck »minimale Inhibitorkonzentration« bedeutet die minimale Konzentration, bei deren Vorliegen
ein Mikroorganismus vertilgt wird, der in einem Kulturmedium enthalten ist, das für sich allein
ein starkes Wachstum des Mikroorganismus ermöglicht. Bei der Durchführung dieser Bestimmungen
wurden zuerst Kulturen der obengenannten Protozoen und Bakterien hergestellt und dann wie folgt in
Kontakt mit den sie vertilgenden Verbindungen gebracht.
Trichomonas vaginalis wurde in einem Medium wachsen gelassen, wie es' in K u ρ f e r b e r g,
»International Record of Medicine and General Practice Clinics«, Bd. 168, 1955, S. 709 bis 717, beschrieben
worden ist. Zur Herstellung von verdünnten Nährlösungen wurde eine Menge von 0,1 ml einer
48 Stunden alten Kultur der obengenannten Protozoen in jedes einer Reihe von Versuchsgefäßen gebracht,
in denen in abgestufter Menge eine der zu prüfenden Verbindungen enthalten war. Die Gefäße wurden
während 48 Stunden bei 37°C inkubiert und die Kulturen dann unter dem Mikroskop auf das Vorhandensein
von Trichomonaden untersucht. In der Versuchsreihe war ein Kontrollgefäß vorhanden,
das keine Inhibitorverbindung enthielt.
Die Bestimmungen an Trichomonas-foetus-Kulturen wurden in ähnlicher Weise, wie es für Trichomonas
vaginalis angegeben wurde, durchgeführt.
Micrococus pyogenes var. aureus (Staphylococcus aureus) wurde während 18 bis 24 Stunden in einer
Nährlösung bei 370C wachsen gelassen. 1 ml der Kultur wurde 99 ml der Nährlösung zugegeben. In abgestufter
Verdünnung wurde die zu untersuchende Verbindung in eine Reihe von Gefäßen gegeben, die
eine mit einer Bakteriensuspension inokulierte Nährlösung enthielten und während 48 Stunden bei 37° C
inkubiert wurden. Als Endpunkt diente die stärkste Verdünnung der Verbindung, die kein Wachstum
mehr erlaubte.
Verbindung
Minimale Inhibitorkonzentration
(in Teilen auf 1 Million)
T. vaginalis T. foetus | S. aureus
T. vaginalis T. foetus | S. aureus
2-(/S-Methylmercaptopropamido)-5-nitrothiazol (Beispiel
4)
2-(n-Butylmercaptoacetamido)-5-nitrothiazol
(Beispiel 2)
(Beispiel 2)
2-(Benzylmercaptoacetamido)-5-nitrothiazol
(Beispiel 3)
(Beispiel 3)
2-(p-Chlorbenzylmercaptoacetamido)-5-nitrothiazol
(Beispiel 6)
(Beispiel 6)
2-Acetamido-5-nitrothiazol
2-(^-Diäthylaminoäthylmercaptoacetamido)-4,6-dichlorbenzthiazol-hydrochlorid
Kontrolle
0,95
0,95
<0,78
<0,78
<0,78
<0,78
Wachstum
| 0,95 | 15,6 |
| 0,95 | 10 |
| <0,78 | 10 |
| <0,78 | 12,5 |
| <0,78 | 200 bis 333 |
| 200 | |
| Wachstum | Wachstum |
Die Ergebnisse in Tabelle 1 zeigen, daß die Verfahrensprodukte Verbindungen von ungewöhnlich
hoher Wirksamkeit gegen T. vaginalis, T. foetus und S. aureus sind, wohingegen die bis jetzt bekannten
Verbindungen, die gegen diese Protozoen wirksam sind, relativ ohne Wirkung gegen S. aureus sind.
Die in vitro-Wirksamkeit gewisser der in obigen Beispielen hergestellten Verbindungen gegen den Pilz
Trichophyton interdigitale wurde durch eine Reihe von Versuchen bestimmt, in denen die minimale
Inhibitorkonzentration der Verbindungen festgestellt wurde. Zum Vergleich wurden auch zwei bekannte
Verbindungen untersucht bzw. deren bekannte minimale Inhibitorkonzentration in die Tabelle aufgenommen.
Bei der Durchführung dieser Bestimmungen wurden Pilskulturen hergestellt und wie folgt in
Kontakt mit den zu untersuchenden Verbindungen gebracht.
Trichophyton interdigitale wurde auf Sabouraud's Agar während 7 bis 10 Tagen bei Zimmertemperatur
wachsen gelassen. Dann wurden die Untersuchungen wie mit M. Pyogenes Var. aureus unter Verwendung
309 780/270
einer Sporensuspension der Testorganismen als Inoculum durchgeführt. Als Untersuchungsmedium diente
Sabouraud's Flüssigkeitsmedium.
In Tabelle 2 sind die erhaltenen Ergebnisse wiedergegeben.
Verbindung
2-(n-Butylmercaptoacetamido)-5-nitrothiazol (Beispiel 2)
2-(Benzylmercaptoacetamido)-5-nitrothiazol (Beispiel 3)
2-(p-Chlorbenzylmercaptoacetamido)-5-nitrothiazol (Beispiel 6)
2-(/?-Methylmercaptopropamido)-5-nitrothiazol
(Beispiel 4)
2-Acetamido-5-nitrothiazol
2-(N'-Acetylpiperazino)-5-nitrothiazol
Kontrolle
Minimale Inhibitorkonzentration
(in Teilen auf 1 Million) T. interdigitale
IO
15
10
20
10
50 >1000 a5
>1000 Wachstum
30
Die in Tabelle 2 aufgeführten Ergebnisse zeigen, daß die erfindungsgemäß erhaltenen Verbindungen
eine hohe Wirksamkeit gegen T. interdigitale aufweisen, während die bekannten Verbindungen relativ
ohne Wirkung gegen diesen Pilz sind.
Werden Vaginal- und Pilzinfektionen behandelt, so können die Verbindungen lokal und oral angewendet
werden. Hierzu ist es lediglich notwendig, daß die Verbindung auf einer Trägersubstanz aufgebracht
wird, die sich für die Art der Anwendung eignet. Die Verbindungen können auch zum Schutz von
Citrusfrüchten, Pflanzen, Bäumen, Holz, Papier und Textilien gegen Pilzbefall benutzt werden. Sie können
durch Besprühen, Eintauchen oder Bestreichen der zu behandelnden Gegenstände zur Anwendung kommen.
Die Verbindungen können ebenfalls zur Kontrolle der Bildung und des Wachstums von Schleimpilzen in
der Papierherstellung benutzt werden.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von 2-Amino-5-nitrothiazolderivaten
der allgemeinen Formel
N
— O2N x j— NH — CO — (CH2)„ — S — R
— O2N x j— NH — CO — (CH2)„ — S — R
worin η die Zahl 1 oder 2 und R eine niedere Alkylgruppe oder einen gegebenenfalls durch
Halogenatome oder eine Nitrogruppe oder durch niedere Alkyl- oder Alkoxygruppen im Kern substituierten
Benzyl- oder Phenylrest bedeutet, dadurch gekennzeichnet, daß man in an
sich bekannter Weise 2-Amino-5-nitrothiazol mit einem Mercaptoalkylcarbonsäurehalogenid der allgemeinen
Formel
R — S — (CH1Jn — COX
in der X ein Halogenatom ist, in Gegenwart einer basischen Verbindung und in einem Lösungsmittel
umsetzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als basische Verbindung Pyridin
und als Lösungsmittel Aceton verwendet.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 097 994;
USA.-Patentschrift Nr. 2 780 631; belgische Patentschrift Nr. 548 730.
309 780/270 1.64 ® Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US9773261A | 1961-03-23 | 1961-03-23 | |
| US9773361A | 1961-03-23 | 1961-03-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1161564B true DE1161564B (de) | 1964-01-23 |
Family
ID=26793585
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1962N0021368 Pending DE1161564B (de) | 1961-03-23 | 1962-03-23 | Verfahren zur Herstellung von 2-Amino-5-nitrothiazolderivaten. |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1161564B (de) |
| GB (1) | GB944533A (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| BE548730A (de) * | ||||
| US2780631A (en) * | 1956-05-04 | 1957-02-05 | Dow Chemical Co | Thiazolyl chloro-aliphatic amides |
| DE1097994B (de) * | 1958-03-13 | 1961-01-26 | Cilag Chemie | Verfahren zur Herstellung von Benzthiazolderivaten |
-
1962
- 1962-03-15 GB GB1000162A patent/GB944533A/en not_active Expired
- 1962-03-23 DE DE1962N0021368 patent/DE1161564B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| BE548730A (de) * | ||||
| US2780631A (en) * | 1956-05-04 | 1957-02-05 | Dow Chemical Co | Thiazolyl chloro-aliphatic amides |
| DE1097994B (de) * | 1958-03-13 | 1961-01-26 | Cilag Chemie | Verfahren zur Herstellung von Benzthiazolderivaten |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB944533A (en) | 1963-12-18 |
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