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DE1160761B - UEbertragungsverfahren fuer Linienverkehr - Google Patents

UEbertragungsverfahren fuer Linienverkehr

Info

Publication number
DE1160761B
DE1160761B DES80986A DES0080986A DE1160761B DE 1160761 B DE1160761 B DE 1160761B DE S80986 A DES80986 A DE S80986A DE S0080986 A DES0080986 A DE S0080986A DE 1160761 B DE1160761 B DE 1160761B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
transmission
measured value
station
last
stations
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES80986A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Helmut Groene
Rolf Hahn
Dipl-Ing Wilhelm Horn
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES80986A priority Critical patent/DE1160761B/de
Publication of DE1160761B publication Critical patent/DE1160761B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q9/00Arrangements in telecontrol or telemetry systems for selectively calling a substation from a main station, in which substation desired apparatus is selected for applying a control signal thereto or for obtaining measured values therefrom

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)

Description

  • Übertragungsverfahren für Linienverkehr Im Rahmen der allgemeinen Rationalisierungsbemühungen in der Anlagentechnik, insbesondere für Anlagen mit räumlich voneinander getrennten Teilanlagen, kommt den Übertragungssystemen, den sogenannten Fernwirksystemen, eine besondere Bedeutung zu. Dies trifft z. B. auf elektrische Netze mit mehreren Kraftwerken und Umspannstationen, auf Verteilungsnetze der Gas- und Wasserversorgung mit ihren Schieberstationen und Pumpstationen und auf Transportanlagen mit mehreren Güteraufnahmestellen und Güterabnahmestellen zu.
  • Soll mit Hilfe eines Fernwirksystems der Betrieb einer derartigen Anlage durchgeführt und aufrechterhalten werden, so sind hierzu drei spezielle Informationsarten erforderlich. Es müssen Befehle, Meldungen und Meßwerte übertragen werden. Für die Befehlsübermittlung werden Informationen von einem Anlagenteil, meist einer Zentralstation, zu einem anderen Anlagenteil, meist einer Unterstation, übertragen. Die Befehlsinformation bestimmt dann im anderen Anlagenteil (Unterstation) einen Wirkungsablauf.
  • Die Meldungsübermittlung dient dazu, die Ausführung eines Befehls zu quittieren oder auch bestimmte selbsttätige Handlungen in einem Betriebsspiel zu melden.
  • Der Meßwertübermittlung kommt weitgehend die gleiche Bedeutung wie der Meldungsübermittlung zu. Es sind jedoch Umstände vorhanden, die es geraten sein lassen, zwischen diesen beiden Informationen zu unterscheiden. So ist es zweckmäßig, die Meßwerte im Gegensatz zu den Meldungen nicht nur*auf Änderungsanreize, sondern dauernd zu übertragen. Dies wurde bisher dadurch erreicht, daß die Meßwerte von einer speziellen Apparatur über einen speziellen Übertragungsweg unabhängig von der Befehls- und Meldungsübermittlung zeitmultiplex, d. h. zeitlich hintereinander auf dem gleichen Kanal oder frequenzmultiplex, d. h. gleichzeitig auf verschiedenen Kanälen übertragen wurden.
  • Das Übertragungsverfahren nach der Erfindung bezieht sich insbesondere auf den an sich bekannten Linienverkehr zwischen mehreren Stationen. Es benutzt zur Übermittlung aller vorerwähnten Informationssorten (Befehl, Meldung und Meßwert) die gleiche Fernwirkapparatur und den gleichen übertragungskanal.
  • Das neue Übertragungsverfahren zeigt hierfür einen besonders vorteilhaften Weg. Es geht davon aus, daß die Übertragung von Meßwertgruppen selbsttätig und dauernd nach einem festgelegten Zyklus (Meßwertübertragungszyklus) erfolgt, der zu jedem Meßwerttelegrammende zur bevorzugten Übertragung angefallener Befehls- und Meldeinformationen unterbrochen werden kann. Die Lösung nach der Erfindung besteht darin, daß die Sender der einzelnen Stationen bei Belegung des übertragungskanals zunächst in Sendeabhängigkeit von ihren zugeordneten Empfängern und zusätzlich nach Belegung in Sendeabhängigkeit von Zeitgliedern stehen, deren Laufzeiten entsprechend der Art der zu übertragenden Information und einer festgelgten Stationsreihenfolge gestaffelt sind.
  • Wie bei den bekannten Übertragungssystemen enthält das zu übertragende Telegramm auch beim vorliegenden neuen Übertragungsverfahren eine Grundkennung, die bei einem Befehl angibt, an welche Station und an welchen Anlagenteil das Telegramm gerichtet ist, oder bei Meldungen und Meßwerten, von welcher Station das Telegramm stammt, und ferner eine Kennung über die Art der Information, woraus also entnommen werden kann, ob es sich um Befehl, Meldung oder einen Meßwert handelt.
  • Zur näheren Erläuterung wird auf die Ausführungsbeispiele in der Zeichnung verwiesen; es zeigen F i g. 1 a und 1 b den schematischen Aufbau eines Übertragungssystems für Linienverkehr, F i g: 2 ein Übertragungssystem für Linienverkehr zur Ausführung des Verfahren6 nach der Erfindung, F i g. 3 ein Staffelzeitdiagramm.
  • In den F i g. 1 a und 1 b sind eine Zentralstation mit ZE und die Unterstationen mit USI, USII und USIII bezeichnet. Die Zahl der Unterstationen ist nur im Beispiel auf drei Stationen beschränkt. Jede der genannten Stationen enthält einen Sender S und einen Empfänger E. Die Empfänger E und Sender S sind entweder an den gleichen Übertragungskanal (F i g. 2) angeschlossen, d. h., der Übertragungskanal fi ist mit Sendesignalen in beiden Richtungen von der Zentralstation ZE zu den Unterstationen US und von den Unterstationen US zur Zentralstation ZE hin ausgenutzt, oder aber es werden zwei Übertragungskanäle ü verwendet, einer, an den der Sender S der Zentralstation ZE und die Empfänger E der Unterstationen US, und ein anderer, bei dem die Sender S der Unterstationen US und der Empfänger E der Zentralstation ZE angeschlossen sind.
  • F i g. 2 zeigt schematisch die Ausbildung eines Übertragungssystems für Linienverkehr, und zwar für Einkanalverkehr bei Anwendung des neuen Verfahrens. Die Ausrüstung jeder Station hängt von der Art der ihr zugeordneten Informationen ab. So werden in der Regel von der Zentralstation zu den Unterstationen nur Befehle, von den Unterstationen zur Zentralstation nur Meldungen und Meßwerte übermittelt. Das neue Übertragungsverfahren ist jedoch nicht auf ein System mit einer Zentralstation und Unterstationen beschränkt, sondern kann auch bei gleichwertigen Stationen verwendet werden. Deshalb sind in F i g. 2 die einzelnen Stationen durchgehend mit Station ST,, Station ST, und Station ST, bezeichnet. Beschrieben wird nur die Ausrüstung der Station ST,, wobei angenommen wird, daß dieser Station alle vorerwähnten Informationsarten zugeordnet sind. Alle anderen Stationen sind analog aufgebaut und enthalten die Ausrüstungsteile, die den ihnen zugeordneten Informationsarten entsprechen. Die Bezugszeichen unterscheiden sich nur durch ihre Indizes.
  • An den Übertragungskanal Il ist der Empfänger E, und der Sender S, angeschlossen. Der Empfänger El erhält vom Übertragungskanal Ü sein Impulstelegramm. Der Sender S, kann ein Impulstelegramm an den Übertragungskanal Ü abgeben. Der Empfänger E, ist mit zwei Ausgängen ausgerüstet. Der Ausgang A, ist mit einem Decodierer D, verbunden. Der Ausgang des Decodierers D, dient zur Informationsausgabe. Der zweite Ausgang B, des Empfängers E, wirkt auf eine logische Kombination, bestehend aus drei Und-Gattern Ubl, U.1, U",, mit je drei Eingängen. Je ein Eingang der genannten Und-Gatter ist direkt mit dem zweiten Empfängerausgang B, verbunden. Zugleich ist der Empfängerausgang B, je auf den Eingang der Zeitglieder Tb,, T", und T,", geschaltet. Die Ausgänge der Zeitglieder sind mit dem jeweils zweiten Eingang der zugeordneten Und-Gatter verbunden, und zwar der Ausgang des Zeitgliedes Tb, mit dem zweiten Eingang des Und-Gatters U,", der Ausgang des Zeitgliedes T,", mit dem zweiten Eingang des Und-Gatters U"" und der Ausgang des Zeitgliedes T",, mit dem zweiten Eingang des Und-Gatters U,"1. Der dritte Eingang der genannten Und-Gatter liegt an je einem Anreizglied, wobei dem Und-Gatter Ub, ein Anreizglied Rb, für Befehle, dem Und-Gatter U"" ein Anreizglied R"" für Meldungen und dem Und-Gatter U,", ein Anreizglied R,", für Meßwerte zugeordnet ist. Die Ausgänge der Und-Gatter UI", UM, und U,", sind zusammen an einen Freigabeeingang F, des Senders S, angeschlossen. Der Sender S, enthält ferner einen Eingang 1,, der mit einem Codierer C, verbunden ist. Der Codierer C, dient seinerseits zur Informationseingabe und dazu, je nach Informationsart, das entsprechende Anreizglied anzuregen.
  • Die F i g. 3 zeigt die Zeitstaffelung der einzelnen Zeitglieder einer Anlage mit z. B. Zentralstation und drei Unterstationen. Wie aus der Figur zu ersehen ist, ist die Zeitstaffelung so gewählt, daß die Laufzeit des Zeitgliedes für die Befehle die kürzeste ist und dann in der hier gewünschten Wertigkeit mit immer größer i werdenden Laufzeiten die Laufzeiten für die Meldungen und für die Meßwerte folgen. Dabei sind innerhalb der Zeitglieder für die Meldungen und für die Meßwerte die Laufzeiten wiederum gestaffelt nach einer vorgegebenen Reihenfolge der Stationen. Diese Reihenfolge braucht nicht für alle Zeitgliederarten die gleiche zu sein. Sind in der gleichen Station mehrere Befehle, Meldungen oder Meßwerte abzusetzen, so wird die Reihenfolge dieser Telegramme durch eine besondere Schaltung gewährleistet.
  • Nunmehr wird an Hand der F i g. 2 und 3 das neue Verfahren näher erläutert. Bei Ende eines Telegramms wird von allen vorhandenen Empfängern ein Signal zu dem ersten Eingang der Und-Gatter U,", U "il und U,"1 bzw. der entsprechenden Und-Gatter der übrigen Stationen gegeben. Zur gleichen Zeit werden durch dieses Signal die Zeitglieder angeregt und beginnen zu laufen. Da die Zeitglieder untereinander in ihrer Laufzeit gestaffelt sind, wird eines der Und-Gatter vor allen übrigen Und-Gattern ein zweites Signal erhalten. Liegt nun an diesem Und-Gatter zur gleichen Zeit über das Anreizglied ein drittes Signal an, so gibt das Und-Gatter ein Freigabesignal für den zugeordneten Sender. und der Sender kann sein Telegramm absetzen. Steht bei dem Und-Gatter, dem die kleinste Laufzeit zugeordnet ist, kein Anreiz an, so folgt das Und-Gatter mit der nächsthöheren Laufzeit usf., falls auch bei diesem kein Anreiz vorliegt. Hierdurch wird sichergestellt, daß Befehle Vorrang vor Meldungen und Meldungen Vorrang vor Meßwerten erhalten. Bei der Meßwertübertragung erfolgt die Telegrammabsetzung in der durch die Staffelung innerhalb der Meßwertzeitglieder gewählten Folge. Sobald eine Station ihr Meßwerttelegramm abgesetzt hat, wird ihr Meßwertanreiz gelöscht, und es folgt die nächste Station. Lediglich die im Zyklus der Meßwertübertragung letzte Station hat einen Meßwertdaueranreiz, und ihr Meßwerttelegramm löst mit Hilfe seiner Gruppenkennung den Meßwertanreiz für alle Stationen wieder aus. Sollte die Station mit Meßwertdaueranreiz gestört sein, so kann eine zweite Station, z. B. die Zentralstation, diesen Meßwertdaueranreiz übernehmen.
  • Bei Linienverkehr mit zwei Übertragungskanälen. jeder für eine Übertragungsrichtung, muß dem Kanal, dem die Sender der Unterstationen zugeordnet sind, je Station ein Hilfsempfänger beigegeben werden. Diese Hilfsempfänger übernehmen dann die Verfahrensfunktionen der Hauptempfänger bei Linienverkehr mit einem Übertragungskanal.

Claims (6)

  1. Patentansprüche: 1. Übertragungsverfahren für Linienverkehr zwischen mehreren Stationen zur Übertragung von Informationen mittels Telegramme, z. B. codierter Impulstelegramme, bei denen die Gruppenkennung gleichzeitig die Art der Information (Befehl, Meldung, Meßwert) enthält und die Übertragung von Meßwertgruppen selbsttätig und dauernd nach einem festgelegten Zyklus erfolgt, der zu jedem Meßwerttelegrammende zur bevorzugten Übertragung angefallener Befehls- und Meldeinformationen unterbrochen werden kann, d adurch gekennzeichnet, daß die Sender der einzelnen Stationen bei Belegung des übertragungskanals zunächst in Sendeabhängigkeit von ihren zugeordneten Empfängern und zusätzlich nach Belegung in Sendeabhängigkeit von Zeitgliedern stehen, deren Laufzeiten entsprechend der Art der zu übertragenden Information und einer festgelegten Stationsreihenfolge gestaffelt sind.
  2. 2. Übertragungsverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sender der an dem Meßwertübertragungszyklus beteiligten Stationen durch die Gruppenkennung im Meßwerttelegramm der letzten im Meßwertübertragungszyklus vorhandenen Station für die Meßwertübertragung wieder selbsttätig angereizt werden.
  3. 3. Übertragungsverfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Sender der letzten im Meßwertübertragungszyklus vorhandenen Station unter Daueranreiz für die Meßwertübertragung steht.
  4. Übertragungsverfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Ausbleiben des selbsttätigen Meßwertanreizes durch Ausfall der letzten im Meßwertübertragungszyklus vorhandeneu Station eine andere vorbestimmte Station diese Aufgabe übernimmt.
  5. 5. Übertragungsverfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei mehreren Meßwertgruppen diese in einer der Station zugeordneten Meßwertstaffelzeit und in durch die Schaltung gegebener Reihenfolge übertragen werden und im Falle der letzten im Meßwertübertragungszyklus vorhandenen Station die letzte Meßwertgruppe dieser Station den Meßwertanreiz für die übrigen Stationen gibt.
  6. 6. Übertragungsverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verkehr über zwei unabhängige Übertragungskanäle zwischen einer Zentralstation und Unterstationen - an dem einen Kanal die Sender und an dem anderen die Empfänger der Unterstationen - die Sender in Sendeabhängigkeit des zugehörigen Kanals stehen und der Meßwertanreiz von der Zentralstation über den Kanal und die Empfänger erfolgt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 962 866; deutsche Auslegeschrift Nr. 1022 128.
DES80986A 1962-08-18 1962-08-18 UEbertragungsverfahren fuer Linienverkehr Pending DE1160761B (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE962866C (de) * 1954-07-22 1957-04-25 Siemens Ag Anordnung fuer kombinierten Fernsteuer- und Fernsprechbetrieb
DE1022128B (de) * 1955-04-14 1958-01-02 Siemens Ag Schaltungsanordnung zur zyklischen UEbertragung von Messwerten

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE962866C (de) * 1954-07-22 1957-04-25 Siemens Ag Anordnung fuer kombinierten Fernsteuer- und Fernsprechbetrieb
DE1022128B (de) * 1955-04-14 1958-01-02 Siemens Ag Schaltungsanordnung zur zyklischen UEbertragung von Messwerten

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