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DE1159379B - Verfahren zum Verschliessen duennwandiger zylindrischer UEbungspatronenhuelsen - Google Patents

Verfahren zum Verschliessen duennwandiger zylindrischer UEbungspatronenhuelsen

Info

Publication number
DE1159379B
DE1159379B DEF28405A DEF0028405A DE1159379B DE 1159379 B DE1159379 B DE 1159379B DE F28405 A DEF28405 A DE F28405A DE F0028405 A DEF0028405 A DE F0028405A DE 1159379 B DE1159379 B DE 1159379B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
folds
walled cylindrical
cartridge
sleeve
shape
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF28405A
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FN Herstal SA
Original Assignee
FN Herstal SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by FN Herstal SA filed Critical FN Herstal SA
Publication of DE1159379B publication Critical patent/DE1159379B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D51/00Making hollow objects
    • B21D51/16Making hollow objects characterised by the use of the objects
    • B21D51/54Making hollow objects characterised by the use of the objects cartridge cases, e.g. for ammunition, for letter carriers in pneumatic-tube plants

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)

Description

  • Verfahren zum Verschließen dünnwandiger zylindrischer übungspatronenhülsen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verschließen dünnwandiger Übungspatronenhülsen, bei denen am Ende der Hülse eine Anzahl von Innen-und Außenfalten erzeugt werden, die progressiv in Richtung der Längsachse eingeschlagen werden.
  • Bei einem bekannten Verfahren erfolgt das Einschlagen der Falten derart, daß eine im wesentlichen ebene Verschlußfiäche erhalten wird, an deren Außenseite einen Kegelstumpf beschreibende Rippen stehenbleiben. Diese bilden scharfe Kanten, die sich an verschiedenen Stellen, die die Patrone vor dem Einschieben in den Lauf passieren muß, einhaken und dadurch eine Ladehemmung verursachen können.
  • Es sind aber auch bereits in der oben beschriebenen Weise hergestellte Verschlüsse bekannt, die eine ebene oder leicht gewölbte Verschlußfläche besitzen, wobei sich die Rippen in das Hülseninnere erstrecken. Dies wird dadurch erreicht, daß zunächst mittels eines Stößels, der auf das Ende der Hülse aufschiebbar ist und mit in Umfangsabständen verteilt angeordneten Rippen versehen ist, Längsfalten in das Hülsenende eingedrückt und diese dann mittels einer schwach kugelschalenförmig konkaven Matrize zur Hülsenachse hin umgebogen werden. Dabei wird allerdings nur dann gegenüber dem anderen bekannten Verschluß ein verhältnismäßig glatter Außenabschluß erhalten, wenn eine größere Anzahl von Falten vorgesehen wird, da die sich sonst bildenden Kreissegmente die Form von krummlinigen Dreiecken aufweisen, was Vorsprünge auf der Außenseite bedeuten würde.
  • Dieser als auch der erst genannte Verschluß ist für Übungspatronen ungeeignet. Übungspatronen sollen für automatische Waffen verwendbar sein, wobei für die Begrenzung des Gasdurchtrittsquerschnittes außer einer Einrichtung am Ende des Laufs keine weiteren Einrichtungen erforderlich sein sollen. Die bekannten Verschlüsse bilden aber eine zu große im wesentlichen flache Abschlußfiäche, die ein sicheres Führen der Patronen vom Magazin zum Lauf erschwert, und erfordern zum Öffnen einen zu hohen Gasdruck.
  • Um ein einwandfreies Funktionieren in jedem Falle zu sichern, muß der Patronenverschluß der Form eines scharfen Geschosses so ähnlich wie möglich sein, damit er die Patrone vom Magazin zum Lauf führt. Auch muß der Schwerpunkt so liegen, daß im Augenblick des Auswurfs die Patrone die gleichen Bewegungen ausführt, wie eine echte Patronenhülse. Schließlich soll der Gasdruck zum Öffnen des Verschlusses niedrig sein.
  • Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren der eingangs genannten Art zu schaffen, welches einen Verschluß für eine Patronenhülse liefert, der den dargelegten Anforderungen genügt.
  • Dies wird dadurch erreicht, daß in einem ersten Arbeitsgang die Innenfalten in die Form einander berührender Kreisbögen gebracht und in einem zweiten Arbeitsgang anschließend die Außenfalten mittels einer spitzbogenförmig konkaven Matrize unter Anwendung axialen Drucks abgeflacht, seitlich ausgebreitet und zusammengedrückt werden, derart, daß aus jeder Außenfalte zwei im Querschnitt den Teil eines Kreisbogens beschreibende seitliche Falten entstehen, die sich alle unter gemeinsamer Bildung eines Spitzbogens zum Ende hin verjüngen.
  • Hierdurch wird ein mehr oder weniger langgestreckter, beliebig kegelstumpf- oder spitzbogenförmiger Verschluß erzielt, der in seiner Form einem scharfen Geschoß weitgehendst angepaßt ist und bei einem Minimum an Vertiefungen oder Hohlräumen eine im wesentlichen glatte Außenhaut aufweist. Außerdem ist er durch seine Ausbildung mit nur geringem Innendruck zu öffnen. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn die Kartusche im Schloß der Waffe nicht richtig liegt und dann durch den Schlagbolzen beaufschlagt wird. Sie würde sich in diesem Falle, wenn wie bei den bekannten Übungspatronen ein starker Öffnungsdruck erforderlich wäre, verformen. Bei dem Verfahren nach der Erfindung werden vorzugsweise drei im Abstand von 120° voneinander liegende Innen- und Außenfalten gebildet.
  • Übungspatronen mit einem der scharfen Geschoßform angeglichenen Ende sind bekannt und werden gegenwärtig bei 1Jbungen vielfach benutzt. Bei diesen Übungspatronen besteht in einem Fall das Geschoß aus einem Stück Holz, das in die Patronenhülse eingesetzt ist. Beim Abfeuern von mit derartigen Patronen geladenen Schußwaffen werden Holzsplitter aus dem Lauf herausgeschleudert, die bei sich nahe gegenüberstehenden Gegnern empfindliche Verletzungen hervorrufen können.
  • In einem anderen Falle ist der Hülsenkörper der Patrone aus Kunststoff gebildet und in Form eines blinden Geschosses verlängert. Diese Patronen, bei denen das aus Kunststoff bestehende Geschoß mit der Hülse fest verbunden bleibt, verhalten sich jedoch infolge der Unterschiede des Materials, der spezifischen Gewichte, der Ausdehnungskoeffizienten, der Schmelztemperaturen und der mechanischen Festigkeit anders als die scharfen Patronen und sind daher im Gebrauch nicht voll zufriedenstellend.
  • Gemäß der Erfindung soll min ein Verfahren zum Verschließen zylindrischer dünnwandiger Hohlkörper vorgeschlagen werden, das die Herstellung von Patronen ermöglicht, die die angegebenen Nachteile nicht mehr aufweisen.
  • Gemäß dem Verfahren der Erfindung wird am Ende des Hohlkörpers eine geringe Anzahl von Falten erzeugt, und die Außenkanten der Falten werden durch Einschlagen derselben in Richtung der Längsachse gerundet und durch gleichzeitiges seitliches Ausbreiten in Spitzbogenform gebracht.
  • Vorzugsweise werden im ersten Arbeitsgang zuerst die Innenfalten miteinander in Berührung gebracht, wobei dieselben ungefähr kreisbogenförmig sind; im zweiten Arbeitsgang werden die Kanten der Außenfalten abgeflacht, indem sie in Achsrichtung eingeschlagen und mit Hilfe einer konkaven, spitzbogenförmigen Matrize, die auf den Körper einen axialen Druck ausübt, seitlich ausgebreitet werden, so daß aus jeder ursprünglichen Außenfalte zwei seitliche Falten entstehen.
  • Die Zeichnungen dienen der weiteren Erläuterung des Verfahrens der Erfindung. Es zeigt Fig.1 eine perspektivische Teilansicht in vergrößertem Maßstab des Endstückes einer Übungspatrone nach dem ersten Arbeitsgang des Verfahrens gemäß der Erfindung, jedoch vor dem endgültigen Verschließen desselben, Fig.2 eine Seitenansicht des fertigen Spitzbogenendes in vergrößertem Maßstab, Fig.3 einen Schnitt nach der Linie III-111 von Fig. 2, Fig. 4 eine schematische Draufsicht in noch stärker vergrößertem Maßstab, die das Ende des Spitzbogens und die Verformung der Falten zur Bildung desselben darstellt, Fig.5 eine Seitenansicht einer fertigen übungspatrone.
  • Wie aus Fig. 1 ersichtlich, wird der Hülsenkörper 1 durch einen rohrförmigen zylindrischen Endteil 2 verlängert; dieser Teil t wird für Kleinkalibermunition mit dem Körper 1 einstückig hergestellt. Für Munition großen Kalibers können der Hülsenkörper und der rohrförmige Endteil getrennt hergestellt werden; in diesem Fall wird letzterer an die Hülse angeschweißt. Auf das kreisrunde Ende des Teils 2 wird eine Matrize aufgebracht, die innen mit drei Dornen im Abstand von je 120° versehen ist; unter dem durch die Matrize ausgeübten Druck wird das besagte Ende verformt und erhält drei jeweils 120° voneinander entfernte Innenfalten 3 und drei Außenfalten 4 im gleichen Abstand, wie aus Fig. 1 bis 4 ersichtlich. Die Innenfalten 3 weisen hierbei die Form einander berührender Kreisbögen auf.
  • Im folgenden Arbeitsgang wird auf das gefaltete Ende eine spitzbogenförmige Matrize aufgebracht, die in Richtung des Hülsenkörpers einen axialen Druck ausübt.
  • Die Innenfalten 3 behalten hierbei ungefähr ihre Form; am Anfang dieser Phase werden die ursprünglichen Außenfalten 4 abgeflacht, um die in Fig. 4 strichpunktiert gezeigte Stellung 4' einzunehmen, wobei sie in Richtung der Achse 5 eingeschlagen werden. Die ursprünglichen Außenfalten 4 werden dann zusammengedrückt und seitlich ausgebreitet, bis sie die endgültigen Seitenfalten, wie 4 a, ergeben, deren Ränder 4 b und 4 c aneinander anliegen. An der Spitze 6 des Bogens bilden die Außenränder 4 b eine fast völlig kreisrunde Fläche (Fig.4), da an dieser Stelle die Seitenfalten 4 a einander berühren. Mit zunehmender Entfernung von der Spitze 6 gehen die Falten 4 a mehr und mehr auseinander, wie auch in den Fig. 2 und 3 dargestellt.
  • Die fertige Munition erhält die in Fig.5 gezeigte endgültige Form.
  • Durch das beschriebene Verfahren kann eine praktisch kontinuierliche, ringförmige Verschlußfläche erzielt werden; die nach innen führenden Zwischenräume sind fast völlig geschlossen, und der Verschlußbogen kann den jeweiligen Erfordernissen entsprechend verschiedene Radien aufweisen.
  • Bei Verwendung als übungsmunition trennt sich der das blinde Geschoß darstellende Endteil nicht mehr von der Hülse. Er wird nicht herausgeschleudert und kann daher auch bei Nahbeschuß keine Unfälle verursachen; überdies weist die Patrone bezüglich Form und mechanischer Eigenschaften die größtmögliche Ähnlichkeit mit einer scharfen Patrone auf.
  • Die obige Beschreibung und die Zeichnungen beziehen sich auf einen Verschluß mit drei Falten. Die Erfindung beschränkt sich selbstverständlich nicht auf diese Faltenzahl, da man nötigenfalls auch eine größere Anzahl von Falten anbringen kann. Berechnungen haben jedoch ergeben, daß ein Vergrößern der Faltenzahl im Hinblick auf einen möglichst kleinen Durchmesser des Verschlußteils nicht wünschenswert ist. Die Verwendung von drei Falten bildet übrigens ein besonderes Merkmal dieser Verschlußart.
  • Da die Pulverladung einer gemäß dem vorliegenden Verfahren hergestellten Übungspatrone gering ist, muß sie mit Hilfe eines geeigneten Füllmaterials in der Nähe des Zündhütchens gehalten werden. Dieses Füllmaterial besteht aus Zündpapier oder einem anderen praktisch sofort brennbaren Stoff, so daß auf diese Weise jedes gefahrenbringende Herausschleudern von festen Bruchstücken aus dem Lauf vermieden wird.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Verschließen dünnwandiger zylindrischer Übungspatronenhülsen, bei denen am Ende der Hülse eine Anzahl von Innen- und Außenfalten erzeugt wird, die progressiv in Richtung der Längsachse eingeschlagen werden, dadurch gekennzeichnet, daß in einem ersten Arbeitsgang die Innenfalten (3) in die Form einander berührender Kreisbogen gebracht und in einem zweiten Arbeitsgang anschließend die Außenfalten (4) mittels einer spitzbogenförmig konkaven Matrize unter Anwendung axialen Druckes abgeflacht, seitlich ausgebreitet und zusammengedrückt werden, derart, daß aus jeder Außenfalte zwei im Querschnitt den Teil eines Kreisbogens beschreibende seitliche Falten (4a) entstehen, die sich alle unter gemeinsamer Bildung eines Spitzbogens zum Ende (6) hin verjüngen.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß drei im Abstand von 120° voneinander liegende Innen- und Außenfalten gebildet werden. In: Betracht gezogeae Druckschriften: Britische Patentschrift Nr. 502 910; USA.-Patentschrift Nr. 2 514 507.
DEF28405A 1958-06-04 1959-05-08 Verfahren zum Verschliessen duennwandiger zylindrischer UEbungspatronenhuelsen Pending DE1159379B (de)

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BE1159379X 1958-06-04

Publications (1)

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DE1159379B true DE1159379B (de) 1963-12-19

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DEF28405A Pending DE1159379B (de) 1958-06-04 1959-05-08 Verfahren zum Verschliessen duennwandiger zylindrischer UEbungspatronenhuelsen

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DE (1) DE1159379B (de)

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