DE1156411B - Verfahren zur Herstellung von Cumolhydroperoxyd - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von CumolhydroperoxydInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C409/00—Peroxy compounds
- C07C409/02—Peroxy compounds the —O—O— group being bound between a carbon atom, not further substituted by oxygen atoms, and hydrogen, i.e. hydroperoxides
- C07C409/04—Peroxy compounds the —O—O— group being bound between a carbon atom, not further substituted by oxygen atoms, and hydrogen, i.e. hydroperoxides the carbon atom being acyclic
- C07C409/08—Compounds containing six-membered aromatic rings
- C07C409/10—Cumene hydroperoxide
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C407/00—Preparation of peroxy compounds
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Description
Die Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von Cumolhydroperoxyd. Die Bildung
von Cumolhydroperoxyd ist schon von Hock und Lang (Ber., 1944, 77-B, S. 257) beschrieben
worden, die es bei 85° C in Anwesenheit ultravioletter Strahlungen aus reinem wasserfreiem Cumol hergestellt
haben.
Zur gewerblichen Herstellung von Cumolhydroperoxyd sind verschiedene Verfahren vorgeschlagen
worden, um die bei der Oxydation auftretenden Schwierigkeiten zu überwinden und befriedigende
Ausbeuten zu erzielen. Es ist bekannt, daß die Oxydation von Cumol mit molekularem Sauerstoff oder
solchen enthaltenden Mischungen, wie etwa atmosphärischer Luft, technisch undurchführbar ist, weil
die Reaktionsgeschwindigkeit äußerst niedrig ist und mit der Zeit noch weiter abnimmt.
Für die Reaktion braucht man darüber hinaus eine beträchtliche Induktionszeit, die verkürzt werden
kann, wenn man die Reaktion statt mit reinem Cumol mit einem solchen Cumol in Gang setzt, das eine geringe
Menge Cumolhydroperoxyd enthält. Jedoch ändert sich die Reaktionsgeschwindigkeit oder deren
allmähliches Nachlassen in keiner Weise durch die Anwesenheit von Cumolhydroperoxyd.
Die niedrige Reaktionsgeschwindigkeit und deren allmähliches Nachlassen beruhen auf der Bildung von
sauren Nebenprodukten, die den ρ,,-Wert der Reaktionsmischung ändern. Die Oxydationsreaktion ist
äußerst empfindlich gegenüber dem ρ,,-Wert der Reaktionsmisohung, wobei ihr Optimum innerhalb
enger Grenzen bei etwa 8,5 liegt. Ein Abweichen von diesen Werten verändert die Reaktion erheblich.
Bei niedrigerem pH-Wert wird die Reaktionsgeschwindigkeit
ganz beträchtlich verlangsamt, während bei höherem ρ,,-Wert in größeren Mengen Nebenprodukte,
wie Acetophenon und Dimethylphenylcarbinol, anfallen und vom wirtschaftlichen Standpunkt
aus in keinem Fall die erhöhte Oxydationsgeschwindigkeit rechtfertigen.
Zur Behebung der obigen Mängel sind verschiedene Verfahren vorgeschlagen worden, so z. B.:
1. Das Durchführen der Reaktion in Gegenwart einer verdünnten wäßrigen Lösung von Ätzalkalien
und'oder deren Carbonaten oder Bicarbonaten. Dieses Verfahren ist unter verschiedenen
Gesichtspunkten sowohl vom technischen wie vom wirtschaftlichen Standpunkt aus bedenklich. Denn die Vorrichtung mußte so beschaffen
sein, daß eine konstante innige Emulsion der wäßrigen Phase und der Reaktions-Verfahren
zur Herstellung
von Cumolhydroperoxyd
von Cumolhydroperoxyd
Anmelder:
Societä Italiana Resine, Mailand (Italien)
Societä Italiana Resine, Mailand (Italien)
Vertreter: Dipl.-Ing. H. Görtz, Patentanwalt,
Frankfurt/M., Schneckenhofstr. 27
Frankfurt/M., Schneckenhofstr. 27
Beanspruchte Priorität:
Italien vom 11. Januar 1960 (Nr. 554)
Italien vom 11. Januar 1960 (Nr. 554)
Franco Codignola, Mailand (Italien),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
masse beibehalten wird. Darüber hinaus tritt, da Cumolhydroperoxyd und seine Salze in
Wasser etwas löslich sind, ein dauernder Verlust des Endprodukts oder seines Natriumsalzes
durch Ablassen der wäßrigen Phase nach Abschluß der Reaktion ein.
2. Das Durchführen der Reaktion in Anwesenheit von kohlensaurem Kalk. Dieses Verfahren ist
bedenklich wegen der Unlöslichkeit desCalciumcarbonats
in dem Reaktionsgemisch, wodurch der ρ,,-Wert der Reaktion nicht dauernd die gewünschte
Höhe beibehält.
Es ist schließlich bekannt, flüssiges Cumol mit Sauerstoff oder Luft in Gegenwart eines A'kalisalzes
einer schwachen organischen Säure, z. B. Stearinsäure. Palmitinsäure, Laurinsäure, Ameisensäure,
Oxalsäure oder Benzoesäure, zu Cumolhydroperoxyd zu oxydieren. Hierbei werden je nach den verwendeten
Arbeitsbedingungen Ausbeuten von 80 bis 94°/» der Theorie erreicht, wobei Verunreinigungen in Mengen
von 6 bis 20°/c entstehen.
Es wurde nun gefunden, daß man mit ausgezeichnetem Erfolg Cumol in flüssigem Zustand mit Sauerstoff
oder solchen enthaltenden Gasen bei erhöhter Temperatur in Gegenwart eines Alkalisalzes einer
Dicarbonsäure zu Cumolhydroperoxyd oxydieren kann, wenn man als Alkalisalz einer Dicarbonsäure
das Mononatriumsalz einer Dicarbonsäure, das eine erste Dissoziationskonstante von höchstens 10~5 besitzt,
in einer Konzentration von mindestens 0,2 Ge-
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wichtsprozent, bezogen auf das eingesetzte Cumol,
verwendet.
Beispiele solcher Dicarbonsäuren sind Glutar-, Adipin-, Pimelin-, Bernstein-, Suberin-, Azelain-, und
Sebazinsäure.
Das Verfahren der Erfindung ermöglicht es, bei befriedigenden Reaktionsgeschwindigkeiten höhere
Ausbeuten bei gleichzeitig geringerer Bildung von Nebenprodukten zu erhalten als es bei den bekannten
Verfahren gelungen ist.
Wegen der höheren Reaktionsfähigkeit läßt sich die Oxydation des Cumols bei Temperaturen durchführen,
die unter den zur Zeit in der industriellen Praxis verwendeten liegen, wie z. B. bei 80 bis
120° C, und zwar immer noch mit einer befriedigenden Reaktionsgeschwindigkeit, wobei die Bildung von
Nebenprodukten auf ein Mindestmaß herabgesetzt wird.
Durch den Gebrauch der erfindungsgemäßen Zusätze erreicht man im Endprodukt eine höhere Konzentration
des Cumolhydroperoxyds als bisher, und zwar 35 bis 40%, ohne die Reinheit des Cumolhydroperoxyds
unter 96 bis 97 % zu senken.
Die Oxydationsreaktion kann bei atmosphärischem oder erhöhtem Druck ausgeführt werden. Gewöhnlich
werden die besten Ergebnisse bei Drücken der Größenordnung von 5 bis 10 Atmosphären und bei Temperaturen
der Größenordnung von 90 bis 110° C erzielt. Das Verhältnis des Salzes liegt vorteilhaft zwischen
0,2 und 5 Gewichtsprozent.
Die Reaktion verläuft auch in Abwesenheit von Wasser, abgesehen von kleinen Mengen, die sich im
Ausgangscumol befinden oder während der Reaktion bilden. Obwohl die Anwesenheit von Wasser nicht
schadet, wird das Verfahren vorzugsweise in Abwesenheit von Wasser durchgeführt, um technologische
Komplikationen und höhere Kosten der Anlage zu vermeiden.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
0,5 kg Cumol werden zusammen mit 1 g Mononatirumsalz der Adipinsäure in einen aus rostfreiem
Stahl CAISI 304 bestehenden oszilierenden Autoklav eingeführt. Man beginnt zu rühren und bringt die
Temperatur auf 100° C, wobei Luft bis zu 6 Atmospären Druck eingepreßt wird. Die Zugabe von Luft
wird so lange fortgesetzt, bis etwa 321 (0° C, 760 mm Hg-Druck) Sauerstoff absorbiert sind, was ungefähr
12 Stunden dauert.
Die Lösung wird abgekühlt und abgelassen; ihr Cumolhydroperoxydgehalt beträgt 39,8%.
Nach Entfernung des nicht umgesetzten Cumols ist die Reinheit des Cumolhydroperoxyds höher als
98%.
2 1 Cumol und 4,5 g Mononatriumsalz der Suberinsäure werden in eine 3-1-Flasche eingeführt, die mit
einem Rührer, einer Gaswaschflasohe und einem Rückflußkühler versehen ist.
ίο Nach Erhitzen der Masse auf 90 bis 950C, und
während dieselbe gerührt wird, läßt man eine solche Menge Luft in Blasenform hindurchströmen, daß die
Abluft nicht mehr als 8 Volumprozent Sauerstoff enthält. Nach 24 Stunden beträgt der Cumolhydroper-
oxydgehalt in der entstandenen Lösung 32,3%.
Nach Entfernung des nicht umgesetzten Cumols ist die Reinheit des Cumolhydroperoxyds 98,7%.
In eine mit Rührwerk, Rückrlußkühler und Gaszuführung ausgestattete Flasche von 3 1 Inhalt bringt
man 1,5 1 Cumol und 3 g des Mononatriumsalzes der Isohomophthalsäure. Man erhöht die Temperatur auf
98 bis 100° C und leitet Luft mit einer solchen Geschwindigkeit durch, daß die Abluft etwa 7 Volumprozent
Sauerstoff enthält. Nach 22 Stunden wird die Lösung gekühlt und analysiert. Sie enthält 32,9%
Cumolhydroperoxyd, was einer durchschnittlichen Bildungsgeschwindigkeit von 1,50% je Stunde entspricht.
Das gebildete Cumolhydroperoxyd hat eine Reinheit von 98,2%.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Cumolhydroperoxyd durch Oxydation von Cumol in flüssigem
Zustand mit Sauerstoff oder solchen enthaltenden Gasen bei erhöhter Temperatur in Gegenwart
eines Alkalisalzes einer Dicarbonsäure, dadurch gekennzeichnet, daß man als Alkalisalz einer Dicarbonsäure
das Mononatriumsalz einer Dicarbonsäure, das eine erste Dissoziationskonstante von höchstens 10~5 besitzt, in einer Konzentration
von mindestens 0,2 Gewichtsprozent, bezogen auf das eingesetzte Cumol, verwendet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Oxydation des Mononatriumsalzes
der Bernstein-, Adipin-, Pemilin-, Suberin-, Azelain- oder Sebazinsäure durchführt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 030 831;
deutsche Patentschrift Nr. 945 506.
Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 030 831;
deutsche Patentschrift Nr. 945 506.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| IT895622X | 1960-01-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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ID=11331586
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES72010A Pending DE1156411B (de) | 1960-01-11 | 1961-01-10 | Verfahren zur Herstellung von Cumolhydroperoxyd |
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| Country | Link |
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Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
| US3290384A (en) * | 1963-07-25 | 1966-12-06 | Allied Chem | Aralkyl hydroperoxide production |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE945506C (de) * | 1951-04-28 | 1956-07-12 | Rhone Poulenc Sa | Verfahren zur Herstellung von Hydroperoxyden durch katalytische Oxydation von alkylaromatischen Kohlenwasserstoffen |
| DE1030831B (de) * | 1953-10-12 | 1958-05-29 | Ici Ltd | Verfahren zur Herstellung tertiaerer aromatischer Hydroperoxyde |
-
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- 1961-01-11 GB GB1165/61A patent/GB895622A/en not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB895622A (en) | 1962-05-02 |
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