DE527940C - Verfahren zur Herstellung konzentrierter Chlorhydrinloesungen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung konzentrierter ChlorhydrinloesungenInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
- Verfahren zur Herstellung konzentrierter Chlorhydrinlösungen Die Erfindung betrifft die Herstellung konzentrierter Chlorhydrinlösungen durch Einwirkung eines gasförmigen Olefins auf eine unterchlorigsaure Lösung, welche durch ununterbrochene Einwirkung von Chlor auf die im Sinne der weiter unten gegebenen Definition äquivalente Menge eines wässerigen Ätzalkalis in der chlorhydrinhaltigen Reaktionsmischung hergestellt wird. Die Erfindung bezweckt eine Vereinfachung des Verfahrens gegenüber der bisher bekannten Chlorhydrinherstellung, wie sie beispielsweise in dem amerikanischen Patent i 456 9I6 beschrieben ist.
- Erfindungsgemäß wird die Chlorhydrinlösung in an sich bekannter Weise im Kreislauf strömend erhalten und die Zuführung des Chlors erst dann vorgenommen, nachdem das Ätzalkali mit der Reaktionsflüssigkeit vermischt ist. Vorzugsweise wird das Ätzalkali, das Chlor und das Olefin ununterbrochen an aufeinanderfolgenden Stellen in den Flüssigkeitsstrom eingeleitet.
- Das erwähnte bekannte Verfahren stellt konzentrierte Chlorhy drinlösungen her durch Einwirkung eines gasförmigen Olefins auf eine unterchlorigsaure Lösung, die im Gegensatz zu dem Verfahren gemäß der Erfindung durch ununterbrochene Einwirkung von Chlor auf Alkalihypochlorit (an Stelle von Ätzalkali) in der im Kreislauf befindlichen chlorhydrinhaltigen Reaktionsmischung erhalten wird. Die Einwirkung von Chlor auf Alkalihypochlorit erfolgt nach der Gleichung: NaOCI + C1 + H@O ü a HOCI -E-- NaCl. Die Darstellung des erforderlichen Hypochlorits erfolgt in gesondertem Arbeitsgang und in Abwesenheit von Chlorhydrin nach der Gleichung 2 NaOH -E- CL - NaOCI -f- NaCI + H.0. Es sind auch elektrolytische Verfahren vorgeschlagen worden, bei welchen durch mehr oder weniger komplizierte Anordnungen das Auftreten von freiem Alkali in der Chlorhydrinlösung vermieden werden soll. Diese Verfahren haben keinen Eingang in die Technik gefunden und sind mit all den bekannten Nachteilen behaftet. welche die Kupplung elektrolytischer Vorgänge mit rein chemischen Reaktionen stets mit sich bringt (vgl. z. B. das amerikanische Patent i 253:6i5).
- Im nachstehenden soll die Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung in einer Anlage gemäß der beiliegenden schematischen Zeichnung näher erläutert werden.
- In dem - Reaktionsgefäß i findet die Berührung des Olefins mit unterchloriger Säure statt, aus welcher Chlorhy drin hergestellt wird. Das Gefäß ist fast vollständig mit Flüssigkeit angefüllt. Die Anlage ist zur Herstellung von Chlorhydrinen aus gewöhnlich gasförmigen Olefinen geeignet, welche in Gasmischungen enthalten sind, die mit unterchloriger Säure nicht in Verbindung tretende Bestandteile enthalten. Rohr 2, Gebläse 3 und Verteiler d. dienen zum Aussaugen der Gase, welche in dem Gefäß i aufgestiegen sind; diese Gase werden dem Boden des Gefäßes i wieder zugeführt, um sie wieder in der Flüssigkeit aufsteigen zu lassen. Eine gewisse Gasmenge, die dem Gehalt an inerten Bestandteilen in der olefinhaltigen Gasmischung entspricht, wird beständig durch Zweigrohr 5 abgezogen, während das olefinhaltige Gas dauernd durch Rohr 6 eingeführt wird. Die Einstellung des Ventils 7 bestimmt die aus der Anlage entfernte Gasmenge, und das zugesetzte Gas ist natürlich gleich der Summe der Teile, die bei 5 abgezogen und in dem Reaktionsgefäß absorbiert werden. Die Flüssigkeit, in welcher das Chlorhydrin hergestellt wird, wird ununterbrochen am Boden des Gefäßes durch Rohr 8 mittels der Pumpe g .abgezogen und oben an dem Gefäß i wieder zugeführt, nachdem unterchlorige Säure in der Flüssigkeit erzeugt worden ist.
- Die Herstellung dieser unterchlorigsauren Lösung geschieht wie folgt: Eine Lösung des Alkalis, z. B. eine 6°/oige Ätznatronlösung, wird aus dem Vorratsbehälter io durch Rohr i i dem Rohr. 8 zugeführt. Wenn Ätznatron als Alkali verwendet wird, so wird es in solcher Menge in die Flüssigkeit des Behälters i eingeführt, daß die Konzentration an Natriumhydroxyd in der Flüssigkeit nach dem Zusatz geringer als 2°/a und zweckmäßig geringer als i °/o ist. So kann ein Teil der 6°/oigen NaOH-Lösung auf je zwei bis fünf oder mehr Teile der durch das Rohr 8 hindurchströmenden Flüssigkeit eingeführt werden.
- Die in der Leitung 8 enthaltene Flüssigkeit wird dann so genau wie möglich mit der Chlormenge bei 12 behandelt, welche dem zugesetzten Alkali äquivalent ist, so daß -alles Alkalimetall in Chlorid umgesetzt wird: NaOH + Cl, = Na Cl -f- H O Cl. Die Mengenverhältnisse an Alkali und Chlor, die nach der vorstehenden Gleichung erforderlich sind, werden im Sinne .der Erfindung als äquivalente Mengen bezeichnet. Die Alkalität wird zweckmäßig durch das Chlor so schnell neutralisiert, daß Chlorhydrin und freies Alkali nur sehr kurze Zeit in Berührung bleiben, _ damit die Hydrolyse des Chlorhydrins verhindert wird. Im Gefäß i wird unterchlorigs-aure Lösung weiter verdünnt und kommt mit Olefin in Berührung, so daß Chlorhydrin entsteht.
- Die konzentrierte Chlorhydrinlösung fließt in dem Maße ihrer Bildung dauernd aus dem Behälter i durch überlaufrohr 13 in den Behälter 1q. über. Die Lösung enthält, wenn Ätznatron verwendet wird, Chlorhydrin und Natriumchlorid in dein Ätznatron äquivalenter Menge entsprechend der Gleichung: NaOH+CI,+C,H4==NaCl+C,H,OHCI. Eine Lösung von 60o/" Natriumhydroxyd ergibt eine Lösung, die etwa io,5 °/o Äthylenchlorhydri.n enthält, das nach bekannten Verfahren konzentriert und gereinigt werden kann. Ein Kältemittel kann durch die Schlange i5 im Gefäß umlaufen, um die Reaktionswärme zu .absorbieren und die Reaktionsflüssigkeit auf der gewünschten Tennperatur zu erhalten. Eine Temperatur unter :2,' ist zweckmäßig, obwohl höhere Temperaturen zugelassen werden können.
Claims (2)
- PATEN TANSPizöc:iiE: i. Verfahren zur Herstellung von konzentrierten Chlorhydrinlösungen durch Einwirkung eines gasförmigen Olefins auf eine unterchlorigsaure Lösung, welche durch ununterbrochene Einwirkung von Chlor auf äquivalente Mengen eines wässerigen Ätzalkalis in der chlorhydrinhaltigen Reaktionsmischung hergestellt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Chlorhydrinlösung in an sich bekannter Weise im Kreislauf strömend erhalten wird und die Zuführung des Chlors erst dann erfolgt, nachdem das Ätzalkali mit der Reaktionsflüssigkeit vermischt ist.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Ätz.alkali, das Chlor und das Olefin ununterbrochen an aufeinanderfolgenden Stellen in den Flüssigkeitsstrom eingeleitet werden.
Priority Applications (1)
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1924
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