[go: up one dir, main page]

DE527940C - Verfahren zur Herstellung konzentrierter Chlorhydrinloesungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung konzentrierter Chlorhydrinloesungen

Info

Publication number
DE527940C
DE527940C DEC35276D DEC0035276D DE527940C DE 527940 C DE527940 C DE 527940C DE C35276 D DEC35276 D DE C35276D DE C0035276 D DEC0035276 D DE C0035276D DE 527940 C DE527940 C DE 527940C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chlorohydrin
chlorine
alkali
concentrated
solutions
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEC35276D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Carbide and Carbon Chemicals Corp
Original Assignee
Carbide and Carbon Chemicals Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Carbide and Carbon Chemicals Corp filed Critical Carbide and Carbon Chemicals Corp
Priority to DEC35276D priority Critical patent/DE527940C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE527940C publication Critical patent/DE527940C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C29/00Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring
    • C07C29/64Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by simultaneous introduction of -OH groups and halogens
    • C07C29/66Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by simultaneous introduction of -OH groups and halogens by addition of hypohalogenous acids, which may be formed in situ, to carbon-to-carbon unsaturated bonds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Epoxy Compounds (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung konzentrierter Chlorhydrinlösungen Die Erfindung betrifft die Herstellung konzentrierter Chlorhydrinlösungen durch Einwirkung eines gasförmigen Olefins auf eine unterchlorigsaure Lösung, welche durch ununterbrochene Einwirkung von Chlor auf die im Sinne der weiter unten gegebenen Definition äquivalente Menge eines wässerigen Ätzalkalis in der chlorhydrinhaltigen Reaktionsmischung hergestellt wird. Die Erfindung bezweckt eine Vereinfachung des Verfahrens gegenüber der bisher bekannten Chlorhydrinherstellung, wie sie beispielsweise in dem amerikanischen Patent i 456 9I6 beschrieben ist.
  • Erfindungsgemäß wird die Chlorhydrinlösung in an sich bekannter Weise im Kreislauf strömend erhalten und die Zuführung des Chlors erst dann vorgenommen, nachdem das Ätzalkali mit der Reaktionsflüssigkeit vermischt ist. Vorzugsweise wird das Ätzalkali, das Chlor und das Olefin ununterbrochen an aufeinanderfolgenden Stellen in den Flüssigkeitsstrom eingeleitet.
  • Das erwähnte bekannte Verfahren stellt konzentrierte Chlorhy drinlösungen her durch Einwirkung eines gasförmigen Olefins auf eine unterchlorigsaure Lösung, die im Gegensatz zu dem Verfahren gemäß der Erfindung durch ununterbrochene Einwirkung von Chlor auf Alkalihypochlorit (an Stelle von Ätzalkali) in der im Kreislauf befindlichen chlorhydrinhaltigen Reaktionsmischung erhalten wird. Die Einwirkung von Chlor auf Alkalihypochlorit erfolgt nach der Gleichung: NaOCI + C1 + H@O ü a HOCI -E-- NaCl. Die Darstellung des erforderlichen Hypochlorits erfolgt in gesondertem Arbeitsgang und in Abwesenheit von Chlorhydrin nach der Gleichung 2 NaOH -E- CL - NaOCI -f- NaCI + H.0. Es sind auch elektrolytische Verfahren vorgeschlagen worden, bei welchen durch mehr oder weniger komplizierte Anordnungen das Auftreten von freiem Alkali in der Chlorhydrinlösung vermieden werden soll. Diese Verfahren haben keinen Eingang in die Technik gefunden und sind mit all den bekannten Nachteilen behaftet. welche die Kupplung elektrolytischer Vorgänge mit rein chemischen Reaktionen stets mit sich bringt (vgl. z. B. das amerikanische Patent i 253:6i5).
  • Im nachstehenden soll die Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung in einer Anlage gemäß der beiliegenden schematischen Zeichnung näher erläutert werden.
  • In dem - Reaktionsgefäß i findet die Berührung des Olefins mit unterchloriger Säure statt, aus welcher Chlorhy drin hergestellt wird. Das Gefäß ist fast vollständig mit Flüssigkeit angefüllt. Die Anlage ist zur Herstellung von Chlorhydrinen aus gewöhnlich gasförmigen Olefinen geeignet, welche in Gasmischungen enthalten sind, die mit unterchloriger Säure nicht in Verbindung tretende Bestandteile enthalten. Rohr 2, Gebläse 3 und Verteiler d. dienen zum Aussaugen der Gase, welche in dem Gefäß i aufgestiegen sind; diese Gase werden dem Boden des Gefäßes i wieder zugeführt, um sie wieder in der Flüssigkeit aufsteigen zu lassen. Eine gewisse Gasmenge, die dem Gehalt an inerten Bestandteilen in der olefinhaltigen Gasmischung entspricht, wird beständig durch Zweigrohr 5 abgezogen, während das olefinhaltige Gas dauernd durch Rohr 6 eingeführt wird. Die Einstellung des Ventils 7 bestimmt die aus der Anlage entfernte Gasmenge, und das zugesetzte Gas ist natürlich gleich der Summe der Teile, die bei 5 abgezogen und in dem Reaktionsgefäß absorbiert werden. Die Flüssigkeit, in welcher das Chlorhydrin hergestellt wird, wird ununterbrochen am Boden des Gefäßes durch Rohr 8 mittels der Pumpe g .abgezogen und oben an dem Gefäß i wieder zugeführt, nachdem unterchlorige Säure in der Flüssigkeit erzeugt worden ist.
  • Die Herstellung dieser unterchlorigsauren Lösung geschieht wie folgt: Eine Lösung des Alkalis, z. B. eine 6°/oige Ätznatronlösung, wird aus dem Vorratsbehälter io durch Rohr i i dem Rohr. 8 zugeführt. Wenn Ätznatron als Alkali verwendet wird, so wird es in solcher Menge in die Flüssigkeit des Behälters i eingeführt, daß die Konzentration an Natriumhydroxyd in der Flüssigkeit nach dem Zusatz geringer als 2°/a und zweckmäßig geringer als i °/o ist. So kann ein Teil der 6°/oigen NaOH-Lösung auf je zwei bis fünf oder mehr Teile der durch das Rohr 8 hindurchströmenden Flüssigkeit eingeführt werden.
  • Die in der Leitung 8 enthaltene Flüssigkeit wird dann so genau wie möglich mit der Chlormenge bei 12 behandelt, welche dem zugesetzten Alkali äquivalent ist, so daß -alles Alkalimetall in Chlorid umgesetzt wird: NaOH + Cl, = Na Cl -f- H O Cl. Die Mengenverhältnisse an Alkali und Chlor, die nach der vorstehenden Gleichung erforderlich sind, werden im Sinne .der Erfindung als äquivalente Mengen bezeichnet. Die Alkalität wird zweckmäßig durch das Chlor so schnell neutralisiert, daß Chlorhydrin und freies Alkali nur sehr kurze Zeit in Berührung bleiben, _ damit die Hydrolyse des Chlorhydrins verhindert wird. Im Gefäß i wird unterchlorigs-aure Lösung weiter verdünnt und kommt mit Olefin in Berührung, so daß Chlorhydrin entsteht.
  • Die konzentrierte Chlorhydrinlösung fließt in dem Maße ihrer Bildung dauernd aus dem Behälter i durch überlaufrohr 13 in den Behälter 1q. über. Die Lösung enthält, wenn Ätznatron verwendet wird, Chlorhydrin und Natriumchlorid in dein Ätznatron äquivalenter Menge entsprechend der Gleichung: NaOH+CI,+C,H4==NaCl+C,H,OHCI. Eine Lösung von 60o/" Natriumhydroxyd ergibt eine Lösung, die etwa io,5 °/o Äthylenchlorhydri.n enthält, das nach bekannten Verfahren konzentriert und gereinigt werden kann. Ein Kältemittel kann durch die Schlange i5 im Gefäß umlaufen, um die Reaktionswärme zu .absorbieren und die Reaktionsflüssigkeit auf der gewünschten Tennperatur zu erhalten. Eine Temperatur unter :2,' ist zweckmäßig, obwohl höhere Temperaturen zugelassen werden können.

Claims (2)

  1. PATEN TANSPizöc:iiE: i. Verfahren zur Herstellung von konzentrierten Chlorhydrinlösungen durch Einwirkung eines gasförmigen Olefins auf eine unterchlorigsaure Lösung, welche durch ununterbrochene Einwirkung von Chlor auf äquivalente Mengen eines wässerigen Ätzalkalis in der chlorhydrinhaltigen Reaktionsmischung hergestellt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Chlorhydrinlösung in an sich bekannter Weise im Kreislauf strömend erhalten wird und die Zuführung des Chlors erst dann erfolgt, nachdem das Ätzalkali mit der Reaktionsflüssigkeit vermischt ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Ätz.alkali, das Chlor und das Olefin ununterbrochen an aufeinanderfolgenden Stellen in den Flüssigkeitsstrom eingeleitet werden.
DEC35276D 1924-08-17 1924-08-17 Verfahren zur Herstellung konzentrierter Chlorhydrinloesungen Expired DE527940C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEC35276D DE527940C (de) 1924-08-17 1924-08-17 Verfahren zur Herstellung konzentrierter Chlorhydrinloesungen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEC35276D DE527940C (de) 1924-08-17 1924-08-17 Verfahren zur Herstellung konzentrierter Chlorhydrinloesungen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE527940C true DE527940C (de) 1931-06-24

Family

ID=7021746

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEC35276D Expired DE527940C (de) 1924-08-17 1924-08-17 Verfahren zur Herstellung konzentrierter Chlorhydrinloesungen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE527940C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3330336A1 (de) Verfahren zur herstellung von konzentrierter natriumhypochloritloesung
DE527940C (de) Verfahren zur Herstellung konzentrierter Chlorhydrinloesungen
DE1567575B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Chlor
DE69118120T2 (de) Verfahren zur Entfernung von Chlorat aus einer wässrigen Natriumchloridlösung
DE2445598A1 (de) Verfahren zum entfernen von schwefeldioxid aus einem gasstrom
DE726711C (de) Verfahren zur Gewinnung von fluessigem Brom
DE1543062C (de)
DE413726C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Hydrazin
DE886741C (de) Kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von Chlordioxyd
DE2411287C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Bromwasserstoff
DE3700244C2 (de) Verfahren zur Abtrennung von Siliciumtetrafluorid aus gasförmigem Bortrifluorid
DE298944C (de)
DE722259C (de) Herstellung von Alkalibromiden
DE501178C (de) Verfahren zur Herstellung von Kaliummagnesiumkarbonat (Engelschem Salz) unter Druck
DE543530C (de) Verfahren zur Herstellung von Ammoniumphosphat oder Ammoniumphosphat enthaltenden Mischduengern durch Auslaugung von Rohphosphat
DE628426C (de) Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd
AT103222B (de) Verfahren zur Herstellung von anorganischen oder organischen Säuren.
AT207361B (de) Verfahren zur Herstellung von Chlordioxyd
DE878486C (de) Verfahren zur Herstellung von Chlordioxyd mit schwachem Gehalt an Chlor
AT211276B (de) Verfahren zum Reinigen von handelsüblichem Ferrosilizium und technischem Silizium
DE747816C (de) Verfahren zur Herstellung von Aminohalogenpropanolen
DE1156411B (de) Verfahren zur Herstellung von Cumolhydroperoxyd
DE1593296C (de)
DE2713345A1 (de) Verfahren zur herstellung von reinem brom
DE433586C (de) Gewinnung von Brom und Vierersalz aus Bischofit