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Vorrichtung zum Brennen von Pellets In der deutschen Patentanmeldung
M 52462 V1 a/ 40 a ist eine Vorrichtung zum Brennen von Pellets aus Erzen, Zementrohstoffen
u. dgl. beschrieben, die aus einem runden Sinterapparat mit einer Beschikkungseinrichtung
mit mehreren über die Breite des Sinterbandes verteilten Abwurfstellen besteht,
deren Beschickungsleistungen sich zueinander verhalten wie die zugehörigen radialen
Entfernungen vom Drehmittelpunkt des Sinterapparates.
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Es wurden dort verschiedene Mittel zur Einstellung der verschiedenen
Beschickungsleistungen an den verschiedenen Abwurfstellen angegeben, wie z. B. verschiedene
Breite der in Laufrichtung des Sinterapparates verlaufenden Abwurfkanten, Beschickungsöffnungen
u. dgl. und verschiedene Umlaufgeschwindigkeiten der die Abwurfkante beschickenden
Förderbänder.
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Bei den in der Hauptpatentanmeldung genannten Beschickungselementen
hat sich nun gezeigt, daß zwar eine im wesentlichen gleichmäßige Beschickungshöhe
auf dem Rost des Sinterapparates erreicht wird, daß aber infolge der scharf festgelegten
Abgrenzungen der Abwurfkanten die Oberfläche der Beschickung wellenförmig oder gefurcht
wird. Dieser Nachteil kann durch Schrägstellung der Abwurfkanten zur Laufrichtung
des Sinterapparates gemildert, jedoch nicht behoben werden. Ein weiterer Nachteil
der in der Hauptpatentanmeldung geschilderten Beschikkungselemente ist eine relativ
geringe Elastizität bei der Regulierung der Beschickungshöhe in den verschiedenen
Breiten des Rostes.
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Diese Nachteile können nun vermieden werden, wenn Einrichtungen zur
Beschickung des runden Sinterapparates verwendet werden, bei denen die Abwurfstellen
über die Breite des Rostes des Sinterapparates fließend ineinander übergehen und
bei denen zusätzlich Reguliereinrichtungen verwendet werden, die den Pelletstrom
mengenmäßig im Verhältnis der radialen Entfernung der Abwurfstellen auf diese verteilen.
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So kann z. B. ein Rollenförderer mit gleich langen Rollen, wie er
entsprechend den Ausführungen in der Hauptpatentanmeldung für die Beschickung von
geraden Wanderrosten vorgeschlagen wurde, über dem Rost des runden Sinterapparates
derart angeordnet werden, daß die Abwurfrolle sich in ihrer Länge etwa radial über
die Breite des Rostes des Sinterbandes erstreckt. Über die Breite des Rollenförderers
werden dann verstellbare Leitbleche verteilt, die so angeordnet und eingestellt
werden, daß sie den Pelletstrom im Sinne der Erfindung über die Abwurfkante des
Rollenförderers verteilen. Diese Leitbleche werden vorteilhaft in ihrer Halterung
auch horizontal verschiebbar zur Abwurfkante des Rollenförderers ausgebildet. Dadurch
ist es nicht nur möglich, die Abwurfleistung über die Breite des Rostes direkt proportional
der Entfernung der Abwurfstelle vom Drehmittelpunkt des runden Sinterapparates einzustellen,
sondern auch eine praktisch vollständig ebene Beschickungsoberfläche zu erreichen.
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Die gleiche Wirkung bezüglich der Verteilung der Beschickung auf dem
Rost des runden Sinterapparates kann man erzielen, wenn man einen Rollenförderer
mit gleich langen Rollen und in ihrer Längsrichtung radial zu dem runden Sinterapparat
verlaufender Abwurfkante so über dem Rost anbringt, daß er, in dem über der Peripherie
des Sinterapparates befindlichen Punkt der Abwurfkante gelagert, gleichzeitig um
die Abwurfkante und um die senkrecht dazu verlaufende, über der Peripherie des Sinterapparates
befindlichen Kante des Rollenförderers schwenkbar ist. Der Vorteil dieser Einrichtung
besteht darin, daß die Pellets schonender behandelt werden und die einem Verschleiß
ausgesetzten Leitbleche entfallen können. Zur besseren und vor allem elastischeren
Verteilung des Pelletstromes kann dieser schwenkbare Rollenförderer aber auch zusätzlich
mit Leitblechen ausgestattet werden. Diese sind dann. jedoch nur in geringerer Zahl
erforderlich als bei dem nicht schwenkbaren Rollenförderer.
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Eine weitere Möglichkeit, den Pelletstrom mengenmäßig in Abhängigkeit
von der radialen Entfernung
der Abwurfstellen des Rollenförderers
auf diese zu verteilen, besteht darin, daß der Rollenförderer mittels eines hin-
und hergehenden Förderbandes beschickt wird, dessen Abwurfkante die gesamte Breite
des Rollenförderers mit im Verhältnis zur radialen Entfernung vom Drehmittelpunkt
des Sinterapparates zu- bzw. abnehmender Bewegungs- oder Fördergeschwindigkeit bestreicht.
Zur Feineinstellung der Abwurfleistung der direkt auf den Rost des Sinterapparates
abwerfenden Abwurfstellen des Rollenförderers kann dieser zusätzlich um Abwurfkante
und Außenkante schwenkbar ausgebildet und/oder mit Leitblechen der oben geschilderten
Art ausgestattet werden. Um die Beschickungseinrichtung möglichst einfach zu gestalten,
ist es jedoch in vielen Fällen vorteilhaft, das geschilderte hin- und hergehende
Förderband allein, d. h. ohne einen Rollenförderer zu verwenden.
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An Stelle eines hin- und hergehenden Förderbandes kann auch ein tangential
zum Innenkranz des Sinterrostes laufendes Förderband eingesetzt werden, dessen Abwurfkante
über die Breite des Rostes schwenkbar ist, wobei die Schwenkgeschwindigkeit direkt
proportional zur jeweiligen radialen Entfernung der Abwurfkante vom Drehmittelpunkt
des Sinterapparates gesteuert ist.
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Die geschilderten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen runden Apparates
zum Brennen von Pellets mit gleichmäßiger Höhe der Beschickung bewirkenden Vorrichtungen
sind in den Abb. 1 bis 3 schematisch dargestellt.
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Abb. 1 zeigt einen Ausschnitt des Rostes des runden Pelletbrennapparates
mit der Beschickungseinrichtung und Leitblechen in der Draufsicht; Abb. 2 zeigt
einen Ausschnitt des Rostes des erfindungsgemäßen runden Pelletbrennapparates mit
Beschickungseinrichtung und hin- und hergehendem Förderband in der Draufsicht; Abb.
3 zeigt einen Ausschnitt des Rostes des erfindungsgemäßen runden Pelletbrennapparates
mit Beschickungseinrichtung und Schwenkförderband.
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In Abb.1 ist 1 ein Rost des runden Sinterapparates bekannter Bauart.
2 ist ein Rollenförderer, d. h. ein aus einer Reihe hintereinander angeordneter
horizontaler Rollen bestehendes Fördergerät, bei dem die Rollen so angetrieben werden,
daß sie in gleicher Richtung rotieren, so daß sich ihre Oberseiten in Richtung vom
Aufgabeende zum Abwurfende des Gerätes bewegen. Die Zwischenräume zwischen den Rollen
sind dabei so eng zu halten, daß Pellets normaler Größe, das ist in der Regel 5
mm im Durchmesser und darüber, nicht hindurchfallen können. Die Zuführungsmenge
an Pellets muß dabei ausreichend hoch gehalten werden, um die Pellets aus den Tälern
zwischen den Rollen in Richtung zum Abwurfende hinauszubefördern. 3 ist ein Förderband
zum Beschicken des Rollenförderers 1 mit Grünpellets. 4 sind Leitbleche, die um
Zapfen 5 in jeden Winkel zur Abwurfkante 9 verstellbar und durch geeignete Einrichtungen
lösbar festgestellt werden können. Pellets, die auf dem Förderband 3 auf den in
Betrieb befindlichen Rollenförderer 2 gelangen, haben das Bestreben, sich gleichmäßig
darauf zu verteilen. Durch geeignete Anordnung und Einstellung der Leitbleche 4
kann die mengenmäßige Verteilung des Pelletstromes leicht im Sinne der Erfindung
geregelt werden. Da die geeignete Anordnung und Einstellung der Leitbleche von der
Größe des Rollenförderers, dem Aufgabeort der Pellets auf den Rollenförderer, der
Förderleistung usw. abhängt, müssen sie durch Versuche festgestellt werden. Dies
ist jedoch leicht möglich, insbesondere dann, wenn man die Leitbleche so baut, daß
sie in ihren Halterungen über die Breite und/oder die Länge des Rollenförderers
verschoben werden können. 8 ist ein Lager, in dem der Rollenförderer 2 gleichzeitig
um die Abwurfkante 9 und Seitenkante 10 schwenkbar abgestützt ist. Durch Schwenken
bzw. Kippen in diesem Lager kann der von dem Rollenförderer 2 fließende Strom der
Pellets ebenfalls mengenmäßig im Sinne der Erfindung auf die Abwurfstellen des Rollenförderers
verteilt werden. Dies ist ohne Zuhilfenahme der Leitbleche 4 möglich, die jedoch
in etwas geringerer Zahl zur Feineinstellung mitverwendet werden können. Zusätzlich
zu den Beschikkungselementen entsprechend Abb. 1 ist in Abb.2 ein hin- und hergehendes
Förderband 11 dargestellt, das die Pellets in dem gewünschten Mengenverhältnis auf
den Rollenförderer 2 verteilt, indem es bei gleichbleibender Umlaufgeschwindigkeit
in veränderlicher Geschwindigkeit über die Breite des Rollenförderers hin- und herbewegt
wird.
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Umgekehrt kann es aber zu dem gleichen Zweck mit gleicher Geschwindigkeit
hin- und herbewegt werden, muß dann aber mit entsprechend veränderlicher Geschwindigkeit
umlaufen. Zur Feineinstellung der Verteilung der Grünpellets auf die Abwurfkante
9 können Leitbleche 4 und/oder Schwenklager 8 dienen. Diese Einrichtungen
sind jedoch nicht unbedingt erforderlich, insbesondere dann nicht, wenn die Verhältnisse
es erlauben, das hin- und hergehende Förderband 11 nahe an der Abwurfkante 9 anzuordnen.
Gegebenenfalls kann der Rollenförderer 2 bei Verwendung eines hin- und hergehenden
Förderbandes vollständig entfallen.
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In Abb. 3 ist 12 ein um Achse 13 schwenkbares Förderband, das durch
Förderband 14 mit Grünpellets beschickt wird. Bezüglich Schwenkgeschwindigkeit und
Umlaufgeschwindigkeit des Förderbandes 12 gilt das gleiche wie bezüglich Bewegungs-
und Umlaufgeschwindigkeit des oben geschilderten hin-und hergehenden Förderbandes
11. Auch das Förderband 12 kann mit oder ohne Rollenförderer 2 und Reguliereinrichtungen
4 und 8 verwendet werden.