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Photographische Kamera mit selbsttätiger Belichtungseinstellung Zusatz
zur Patentanmeldung G 29401 IX a / 57 a Die Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung
der in der Patentanmeldung G 29401 IX / 57 a zu schützenden Erfindung.
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Gegenstand der Hauptpatentanmeldung ist eine photographische Kamera
mit selbsttätiger Belichtungseinstellung, welche einen von Hand betätigbaren, auf
Stellungen »Automatik« und »Nicht-Automatik« einstellbaren Umschalter sowie einen
bei Einstellung »Nicht-Automatik« wirksamen Handeinsteller besitzt und bei welcher
zwecks Durchführung von Aufnahmen mit selbsttätiger Belichtungseinstellung ein mit
einer Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung verbindbarer, eine Antriebsvorrichtung besitzender
Steuerteil angeordnet ist, dem eine Spann- und Auslöseeinrichtung zugeordnet ist
und an dem ein Anschlag für einen der Einstellbewegung des Steuerteils unter Federwirkung
nachfolgenden Belichtungseinsteller angeordnet ist. Bei einer solchen Kamera ist
gemäß der in der Hauptpatentanmeldung beschriebenen Erfindung der Anschlag bewegbar
am Steuerteil angeordnet und ist bei Einstellung des Umschalters in Stellung »Nicht-Automatik«
zwecks Ausschaltung des Steuereinflusses des Steuerteils aus dem Bewegungsweg des
Belichtungseinstellers schaltbar. Weiterhin ist bei Einstellung »Nicht-Automatik«
des Umschalters ein anderer, mit dem Handeinsteller verbundener Anschlag für den
Belichtungseinsteller in Wirkstellung führbar, und außerdem ist sowohl der Steuerteil
als auch der Belichtungseinsteller mittels der Spann- und Auslöseeinrichtung in
eine dem gespannten Zustand ihrer Antriebsmittel zugeordnete Ausgangslage führbar
und in dieser Lage festhaltbar.
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Eine gemäß der Hauptpatentanmeldung ausgebildete photographische Kamera
besitzt insbesondere den Vorzug, daß es zur Erzielung einer Ausschaltung des Steuereinflusses
der Belichtungsregelungsvorrichtung bei Aufnahmen mit nicht selbsttätiger Belichtungseinstellung
weder besonderer, in der Verbindung zwischen Steuerteil und Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung
angeordneter Kupplungsmittel noch besonderer Betätigungs- oder Steuermittel zum
Lösen derselben bedarf. Hierdurch ist einerseits ein optimal unverwickelter, raum-
und aufwandsparender Aufbau der Einrichtung und andererseits eine völlige Freizügigkeit
in der Ausgestaltung und der Arbeitsweise der Belichtungsregelungsvorrichtung erzielt.
Darüber hinaus zeichnet sich die Kamera auf Grund ihres unverwickelten Aufbaus durch
ein besonderes Maß an Funktionssicherheit aus.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung gemäß der
Hauptpatentanmeldung unter Beibehaltung ihrer vorerwähnten Vorzüge so weiterzubilden,
daß bei Kameras, bei denen Blendeneinrichtungen Verwendung finden, welche von der
Kamera trennbar sind und Einstellbereiche verschiedener Größe besitzen, eine selbsttätige
Einstellung der Blende in unverwickelter und aufwandsparender Weise erzielt ist.
Weiterhin soll die Vorrichtung so beschaffen sein, daß eine Verbindung der Blende
mit ihren kameraseitig angeordneten Einstellvorrichtungen ohne besondere Aufmerksamkeit
der Bedienungsperson und unabhängig davon, ob sich der Steuerteil in gespannter
oder in abgelaufener Stellung befindet, durchführbar ist.
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Eine Lösung dieser Aufgabe ist gemäß der Erfindung dadurch erreicht,
daß die Kamera ein auswechselbares Objektiv mit eingebauter, einstellbarer Blende
besitzt, deren Steller durch eine Feder in einer der kleinsten Blendenöffnung entsprechenden
Lage zu halten gesucht wird und welcher bei aufgesetztem Wechselobjektiv mittels
eines Kupplungsteils, beispielsweise mittels eines Arms, unter Wirkung der Feder
entweder mit dem bewegbaren Anschlag oder mit dem Handeinsteller zusammenarbeitet,
und daß die Spann- und Auslöseeinrichtung einen Bewegungsweg besitzt, der dem Einstellbereich
der Blende desjenigen Wechselobjektivs mit der größten vorgesehenen Lichtstärke
entspricht, und daß bei Verwendung von Wechselobjektiven mit geringerer Lichtstärke
die Differenz zwischen dem Blendeneinstellbereich dieser Objektive und dem Bewegungsweg
der Spann- und Auslöseeinrichtung dadurch ausgeglichen ist, daß der Blendensteller
einen zum Einstellbereich der Blende zusätzlichen Bewegungsweg besitzt, innerhalb
dessen die Blende auf größter Öffnung verbleibt.
Durch die Erfindung
ist damit eine Einrichtung zur selbsttätigen Einstellung der Blende bei photographischen
Kameras mit auswechselbaren Objektiven geschaffen, welche sowohl hinsichtlich der
Bedienungsweise der Kamera als auch hinsichtlich des zu ihrer Ausbildung und Anordnung
erforderlichen Aufwands sowie im Hinblick auf ihren Anwendungsbereich in besonderer
Weise vorteilhaft ist. Diese Vorteile ergeben sich insbesondere daraus, daß bei
einer gemäß der Erfindung ausgebildeten Kamera das Kappeln der Blende des Wechselobjektivs
mit ihren kameraseitig angeordneten Einstellvorrichtungen sowie die Berücksichtigung
der jeweiligen Lichtstärke des verwendeten Objektivs beim Ansetzen des Objektivs
an die Kamera vollkommen selbsttätig, ohne jede Aufmerksamkeit der Bedienungsperson
und unabhängig von der jeweiligen Arbeitslage der Einstellvorrichtungen erfolgt.
Hieraus ergibt sich, daß das Anbringen eines Wechselobjektivs bei einer gemäß der
Erfindung ausgebildeten Kamera in gleich einfacher Weise durchführbar ist wie bei
an sich bekannten Wechselobjektivkameras ohne selbsttätige Blendeneinstellvorrichtung.
Weiterhin ist anzuführen, daß bei einer gemäß der Erfindung ausgebildeten Kamera
keine besonderen Bedingungen an den Aufbau der zur Verwendung kommenden Wechselobjektive
gestellt werden, da die Einstellvorrichtungen für die Blende kameraseitig oder verschlußseitig
angeordnet sind, während der im Wechselobjektiv eingebauten Blende lediglich ein
Kupplungsteil und eine den Blendensteller in Richtung auf kleinste Blendenöffnung
beeinflussende Feder zugeordnet ist.
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Bei Verwendung von Objektiven verschiedener Lichtstärke läßt sich
eine Anpassung des Einstellwegs des Handeinstellers an den jeweiligen Einstellbereich
der Blende in unverwickelter sowie funktionssicherer Weise dadurch erreichen, daß
an den Objektiven Anschläge angeordnet sind, die eine in Abhängigkeit von der Lichtstärke
der Objektive verschiedene Größe besitzen und welche beim Aufsetzen oder Befestigen
des Objektivs an der Kamera in den Bewegungsweg des Handeinstellers gebracht werden
und den Einstellweg desselben entsprechend der größten einstellbaren Blendenöffnung
dieses Objektivs begrenzen.
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Der zusätzliche Bewegungsweg für die Blende läßt sich in aufwandsparender
Weise dadurch schaffen, daß die Blende in an sich bekannter Weise als Lamellenblende
ausgebildet ist, welche einen ringförmigen Blendensteller besitzt und deren Blendenlamellen
mittels am Blendenstellring ausgebildeter Steuerkurven oder Steuerschlitze um ortsfeste
Lagerachsen schwenkbar sind, und daß die Steuerschlitze an ihrem der größten einstellbaren
Blendenöffnung zugeordneten Ende zur Drehachse des Stellrings konzentrische Fortsätze
besitzen, innerhalb welchen die Blende auf größter öffnung verbleibt.
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Zweck Anzeige, ob bei der jeweils herrschenden Beleuchtungsstärke
und der Lichtstärke des verwendeten Objektivs eine im Arbeitsbereich der Kamera
liegende Belichtungseinstellung erzielbar ist, kann weiterhin eine mit der Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung
der selbsttätigen Belichtungseinstellvorrichtung zusammenarbeitende, vorzugsweise
im Sucher sichtbare Anzeige- oder Warnvorrichtung an sich bekannter Art angeordnet
sein, die in Abhängigkeit vom Ansetzen oder Befestigen des Wechselobjektivs an der
Kamera mittels am Objektiv angeordneter Steuermittel in ihrer Relativeinstellung
zur Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung änderbar ist. Hierdurch ist eine optimale Bedienungseinfachheit
und Sicherheit bezüglich des Aufnahmeerfolgs gewährleistet.
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Ferner läßt sich eine im Hinblick auf Teilersparnis vorteilhafte Ausgestaltung
der erfindungsgemäßen Einrichtung dadurch erreichen, daß der Anschlag für den Handeinsteller
und die Steuermittel für die Anzeige- oder Warnvorrichtung einstückig ausgebildet
sind und daß vorzugsweise der Anschlag für den Handeinsteller in Umfangsrichtung
und das Steuermittel in axialer Richtung wirksam ist.
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In den Figuren ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel gezeigt:
Fig. 1 zeigt in einer Draufsicht von oben eine gemäß der Erfindung ausgebildete
photographische Kamera mit Objektivverschluß und einem vor den Verschlußblättern
angeordneten Wechselobjektiv mit eingebauter Blende. Die Kamera besitzt Vorrichtungen
zur selbsttätigen und nicht selbsttätigen Einstellung der Blende, welche durch Einstellen
eines Umschalters in Stellungen »AUTO« (Automatik) und »MAN« (manuell = Nichtautomatik)
wahlweise einschaltbar sind. Zwecks Berücksichtigung der am Verschluß eingestellten
Belichtungszeit sowie der Empfindlichkeit des verwendeten Films bei der selbsttätigen
Blendeneinstellung ist an der Kamera weiterhin eine mit einem Photoelement der selbsttätigen
Belichtungseinstellvorrichtung zusammenarbeitende, in Abhängigkeit von der Bewegung
der Einstellvorrichtungen für Belichtungszeit und Filmempfindlichkeit einstellbare
Abschattungseinrichtung angeordnet.
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Fig. 2 zeigt in schematischer Darstellung die Einstellvorrichtungen
zur selbsttätigen und nicht selbsttätigen Einstellung der Blende sowie eine Spann-
und Auslöseeinrichtung für die Blende und deren Steuerfeil.
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Fig. 3 zeigt die Ausgestaltung eines zur Begrenzung des Verstellwegs
eines Blenden-Handeinstellers dienenden, objektivseitig angeordneten Anschlags bei
Objektiven mit verschiedener Lichtstärke, wobei schematisch das Zusammenwirken dieses
Anschlags mit dem Blenden-Handeinsteller sowie das Zusammenwirken der Spann- und
Auslöseeinrichtung mit einem Kupplungsarm der Blende angedeutet ist.
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Fig. 4 zeigt einen Teil eines im Wechselobjektiv angeordneten Stellrings
für die Blende sowie die Ausgestaltung der an ihm angeordneten Steuerschlitze für
die Blendenlamellen bei Wechselobjektiven mit verschiedener Lichtstärke; Fig. 5
zeigt gleichfalls in schematischer Darstellung eine mit einer Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung
zusammenarbeitende Anzeigevorrichtung, welche in Abhängigkeit vom Ansetzen oder
Befestigen des Wechselobjektivs an der Kamera mittels am Objektiv angeordneter Steuermittel
in ihrer Relativeinstellung zur Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung änderbar ist.
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Fig. 6 zeigt die Ausbildung des am Wechselobjektiv angeordneten Anschlags
für den Blenden-Handeinsteller und des Steuermittels für die Anzeigevorrichtung.
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In den Figuren tragen diejenigen Teile, die mit den in der Hauptpatentanmeldung
gezeigten gleichbedeutend sind; dieselben Bezugszeichen wie dort.
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Wie in der Hauptpatentanmeldung ist in den Fig. l und 2 mit 1 das
Gehäuse einer photographischen Kamera bezeichnet. An diesem ist in an sich bekannter,
nicht
näher gezeigter Weise ein photographischer Objektivverschluß 100 befestigt. Zwecks
Auslösung des Verschlusses ist am Kameragehäuse 1 ein senkrecht zur Kameraachse
gegen die Wirkung einer Feder 2 bewegbarer Auslöser 3 angeordnet. Weiterhin arbeitet
zwecks selbsttätiger Belichtungseinstellung mit einem Steuerteil 4 ein Abtaster
5 zusammen, mittels dessen in an sich bekannter Weise die Stellung des beweglichen
Meßwerkteils eines in die Kamera eingebauten elektrischen Belichtungsmessers in
Abhängigkeit von der Betätigung des Auslösers 3 abtastbar ist.
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Der Abtaster ist in senkrechter Richtung bewegbar und steht unter
der Wirkung einer Druckfeder 6, welche ihn in Anlage an einem Bund 3 a des Auslösers
3 zu halten sucht. Die Feder 6 wird von der Feder 2 überwunden. Zur Zusammenarbeit
mit dem beweglichen Meßwerkteil besitzt der Abtaster eine Stufenkurve
5 a, mit welcher er beim Betätigen des Auslösers 3 unter Wirkung der Feder
6 zur Anlage an einem mit dem beweglichen Meßwerkteil verbundenen, sich gegen einen
ortsfesten Anschlag 7 abstützenden Zeiger 8 kommt.
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Zur Verbindung des Abtasters 5 mit dem Steuerteil 4 dient ein Hebel
9 (Fig. 2). Dieser ist an der Kamera oder am Objektivverschluß derselben um eine
Achse 10 gelagert und wird im unbeeinflußten Zustand durch eine Feder 11 in Anlage
an einem ortsfesten Stift 120 gehalten. Mit einem abgebogenen Lappen 9 a liegt der
Hebel 9 in der Bewegungsbahn des Abtasters 5.
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Am Steuerteil 4 ist eine Stufeneinstellkurve 4 a ausgebildet, deren
einzelne Stufen verschiedenen, im Arbeitsbereich der Kamera liegenden Belichtungswerten
zugeordnet sind. Mit der Stufenkurve 4 a arbeitet der Hebel 9 in der Weise zusammen,
daß im Zuge der unter Wirkung einer weiter unten näher beschriebenen Antriebsvorrichtung
erfolgenden Einstellbewegung des Steuerteils 4 eine der Stufen 4 a auf die Spitze
des Hebels 9 auftrifft, wodurch ein Stopp des Steuerteils herbeigeführt wird.
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Der Steuerteil 4 dient zur Steuerung der Einstellbewegung eines nachstehend
näher beschriebenen Belichtungseinstellers 46 (Fig. 4). Der Einsteller besitzt eine
Feder 64 (Fig. 3), unter deren Wirkung er nach seiner in Abhängigkeit von der Betätigung
des Kameraauslösers 3 erfolgenden Freigabe eine von rechts nach links verlaufende
Einstellbewegung ausführt. Die Größe dieser Bewegung wird hierbei begrenzt durch
einen mit dem Steuerteil 4 verbundenen Anschlag 13, welcher weiter unten näher beschrieben
ist.
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Zur wahlweisen Durchführung von Aufnahmen mit selbsttätiger und nicht
selbsttätiger Belichtungseinstellung besitzt der Kameraverschluß weiterhin einen
von Hand betätigbaren, auf Stellungen »Automatik« und »Nicht-Automatik« einstellbaren
Umschalter 18, der gleichzeitig zur Einstellung des Belichtungseinstellers 46 bei
Aufnehmen mit nicht selbsttätiger Belichtungseinstellung dient. Ferner ist eine
Spann- und Auslöseeinrichtung angeordnet, mittels welcher der Steuerteil 4 sowie
der Belichtungseinsteller 46 in die in Fig. 2 dargestellte Spannlage bewegbar und
in dieser Lage festhaltbar sind.
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Zwecks Ausschaltung des Steuereinflusses des Steuerteils 4 bei Aufnahmen
mit nicht selbsttätiger Belichtungseinstellung ist ein mit dem Belichtungseinsteller
46 zusammenarbeitender Anschlag 13 bewegbar am Steuerteil 4 angeordnet, wobei in
Abhängigkeit von der Einstellung des Umschalters 18 in Stellung »Nicht-Automatik«
dieser Anschlag aus dem Bewegungsweg des Einstellers schaltbar und ein anderer,
mit dem Umschalter verbundener Anschlag 18 b für den Belichtungseinsteller in Wirkstellung
führbar ist.
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Der bewegbare Anschlag 13 ist als Hebel ausgebildet, welcher am Steuerteil
4 um eine Achse 14 gelagert ist und durch eine Feder 15 an einen ortsfesten Stift
1 6 des Steuerteils angelegt ist. Der eine Arm 13a des Hebels bildet hierbei den
Anschlag für den Belichtungseinsteller 46, während sein anderer Arm 13 b mittels
eines an ihm befestigten Stiftes 17 mit einer Steuerkurve 18a des Umschalters 18
zusammenarbeitet. Letzterer dient, wie bereits erwähnt, gleichzeitig als Hand-Belichtungseinsteller;
es ist ihm zu diesem Zweck eine mit »AUTO« (Automatik) gekennzeichnete Marke 20,
eine mit »MAN« (Nicht-Automatik) bezeichnete Skala 21 sowie eine Einstellmarke 19
für die Marke 20 und die Skala 21 zugeordnet.
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Die Steuerung der Einstellbewegung des Belichtungseinstellers 46 bei
Aufnahmen mit selbsttätiger und nicht selbsttätiger Belichtungseinstellung erfolgt
hierbei derart, daß bei Einstellung »AUTO« des Umschalters 18 der Hebel 13 die in
Fig. 2 dargestellte Lage einnimmt, in welcher sein Anschlagarm 13 a im Bewegungsweg
des Belichtungseinstellers 46 liegt. Die Größe des Einstellwegs des aus seiner Spannstellung
ablaufenden Belichtungseinstellers wird somit von diesem Anschlag, welcher über
die Teile 4, 9, 5 mit dem Belichtungsmesser in Verbindung steht, bestimmt.
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Wird dagegen zwecks Durchführung von Aufnahmen mit nicht selbsttätiger
Belichtungseinstellung der Umschalter 18 auf einen Wert der Skala 21 eingestellt,
so erfolgt mittels der Steuerkurve 18a des Umschalters 18 eine Schwenkung des Hebels
13 entgegen der Wirkung der Feder 15, wodurch sein Anschlagarm 13 a aus dem
Bewegungsweg des Belichtungseinstellers geschwenkt wird. An die Stelle des Anschlags
13, 13 a tritt nunmehr zur Begrenzung des Bewegungswegs des Belichtungseinstellers
der am Umschalter 18 ausgebildete Anschlag 18 b, auf den der Belichtungseinsteller
bei seinem Ablauf auftrifft und an dem er sodann unter Wirkung der Druckfeder 64
anliegt.
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Die dem Steuerteil 4 zugeordnete Antriebsvorrichtung ist in Fig. 2
schematisch dargestellt und umfaßt eine Spiralfeder 22, welche mit ihrem einen Ende
an der Achse 23 eines Zahnrades 24 befestigt ist, während ihr anderes Ende mit dem
Zahnrad selbst verbunden ist. Das Zahnrad 24 steht im Eingriff mit einer am Steuerteil
4 ausgebildeten Verzahnung 4 b.
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Das Spannen der Antriebsvorrichtung und ebenso das Spannen der dem
Belichtungseinsteller 64 zugeordneten Feder 64 erfolgt gemeinsam mittels eines mit
dem Steuerteil 4 und dem Belichtungseinsteller zusammenarbeitenden Spannteils 25.
Hierbei sind am Spannteil Arme 25 ca und 25 b ausgebildet, welche
einseitig in Spannrichtung wirksame Mitnehmer für den Steuerteil 4 bzw. den Belichtungseinsteller
46 bilden.
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Mit dem Spannteil 25 steht ferner eine Antriebsvorrichtung
für eine nachstehend näher beschriebene Verschlußauslöseeinrichtung im Eingriff.
Die Antriebsvorrichtung besitzt eine Antriebsfeder 26 und
ein mit
ihr verbundenes, um eine Achse 27 gelagertes und mit einer am Spannteil 25 ausgebildeten
Verzahnung 25 c kämmendes Zahnrad 28. Zum Spannen der Antriebsvorrichtung kann in
gleicher Weise wie bei bei der Hauptpatentanmeldung die Filmtransporteinrichtung
der Kamera Verwendung finden.
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Die mittels der Antriebsvorrichtung 26, 27, 28 betätigbare Verschlußauslöseeinrichtung
besitzt eine Kurvenscheibe 31, welche um eine Achse 32 gelagert ist und über Zahnräder
33, 34 sowie über weitere, durch eine gestrichelte Linie 35 angedeutete Getriebeteile
mit der Antriebsvorrichtung verbunden ist. Zum Festhalten der Kurvenscheibe 31,
des Spannteils 25, des Steuerteils 4 und des Belichtungseinstellers 46 in ihren
dem gespannten Zustand der Antriebsvorrichtungen zugeordneten, in Fig. 2 dargestellten
Lagen dient ein mit der Kurvenscheibe 31 zusammenarbeitender Sperrhebel 36. Dieser
ist um eine Achse 37 an der Kamera oder im Objektivverschluß gelagert und steht
unter der Wirkung einer Feder 38, welche ihn entgegen dem Uhrzeigersinn beeinflußt.
Am einen Arm des Hebels liegt im gespannten Zustand der Teile 4, 25 und 46 ein an
der Kurvenscheibe ausgebildeter Vorsprung 31 a an, während sich der andere Arm im
Weg des Auslösers 3 befindet. Die Kurvenscheibe 31 dient zur Betätigung eines den
Hauptantriebsteil des Verschlusses in gespannter Stellung festhaltenden Sperrhebels.
Einzelheiten hierüber sind in der Hauptpatentanmeldung dargestellt und beschrieben.
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Gemäß der Erfindung besitz die Kamera nunmehr ein auswechselbares
Objektiv mit eingebauter, einstellbarer Blende. Der vorstehend mit 46 bezeichnete
Belichtungseinsteller ist hierbei der Blendensteller des Objektivs, welcher durch
die Feder 64 in einer der kleinsten Blendenöffnung entsprechenden Lage zu halten
gesucht wird und welcher bei aufgesetztem Wechselobjektiv mittels eines Kupplungsarms
46a unter Wirkung der Feder 64 entweder mit dem bewegbaren Anschlaghebel
13 (Einstellung »AUTO«) oder mit dem Handeinsteller 18 (Einstellung »MAN«)
zusammenarbeitet. Der Spann- und Auslösetei125 besitzt hierbei einen Bewegungsweg,
der auf den Einstellbereich der Blende eines Objektivs der größten vorgesehenen
Lichtstärke abgestimmt ist, wobei bei Verwendung von Objektiven mit geringerer Lichtstärke
die Differenz zwischen dem Blendeneinstellbereich dieser Objektive und dem Bewegungsweg
des Spann- und Auslöseteils dadurch ausgeglichen ist, daß der Blendensteller einen
zum Einstellbereich der Blende zusätzlichen Bewegungsweg besitzt, innerhalb dessen
die Blende auf größter Öffnung verbleibt.
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Das Wechselobjektiv ist in Fig. 1 dargestellt und mit 39 bezeichnet.
Es besitzt einen mit einer Griffrändelung 40 a versehenen Entfernungseinstellring
40, welcher mittels einer an ihm befindlichen Entfernungsskala 41 gegenüber einer
am Objektivkörper 42 angeordneten Marke 43 einstellbar ist.
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Zum sicheren Ansetzen des Wechselobjektivs an die Kamera ist an der
Frontseite des Objektivverschlusses 100 in an sich bekannter Weise ein Träger-und
Anlagering 44 angeordnet. Dieser besitzt Bajonettlappen 44a, mit denen ein Bajonettring
45 des Wechselobjektivs zusammenarbeitet. Zum Befestigen wird das Objektiv in einer
durch Markierungen an Objektiv und Verschluß vorgeschriebenen Lage auf den Ring
44 aufgesetzt und sodann bis zu einem Anschlag oder bis zum In-Wirkung-Treten einer
aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht gezeigten, an sich bekannten Sicherungsvorrichtung
gedreht. Hierzu besitzt das Objektiv einen mit einer Griffrändelung versehenen Griffring.
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Die vorbeschriebene Art der Objektivbefestigung und -halterung ist
an sich bekannt, so daß auf weitere Einzelheiten derselben nicht eingegangen zu
werden braucht.
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Die Anordnung der das Aufsetzen des Wechselobjektivs vorschreibenden
Markierungen an Verschluß und Objektiv ist so getroffen, daß der Kupplungsarm 46
a des Blendentellers 46 beim Aufsetzen des Objektivs inder in den Fig. 2 und 3 dargestellten,
der Spannstellung des Spannteils 25 entsprechenden Lage in den Bewegungsweg des
Arms 25b des Spannteils gelangt. Die Größe der zum Ansetzen des Wechselobjektivs
erforderlichen Drehbewegung entspricht hierbei dem Bewegungsweg des Spannteils 25,
der wiederum auf den Einstellbereich der Blende des Wechselobjektivs mit der größten
vorgesehenen Lichtstärke abgestimmt ist. Das Ansetzen des Wechselobjektivs kann
bei einer gemäß der Erfindung ausgebildeten Kamera sowohl im gespannten als auch
im ungespannten Zustand des Spannteils 25 vorgenommen werden.
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Die Objektivblende ist im Ausführungsbeispiel in an sich bekannter
Weise als Lamellenblende ausgebildet, deren aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht
dargestellte Blendenlamellen mittels am Blendenstellring 46 ausgebildeter Steuerschlitze
46b um ortsfeste Lagerachsen schwenkbar sind. Zur Erzielung des zusätzlichen Bewegungswegs
für den Blendenstellring 46 bei Objektiven mit geringerer als der vorgesehenen größten
Lichtstärke besitzen die Steuerschlitze des Blendenstellringes an ihrem der größten
einstellbaren Blendenöffnung zugeordneten Ende zur Drehachse des Stellrings jeweils
einen konzentrischen Fortsatz 46c, 46d, innerhalb dessen die Blendenöffnung
sich nicht ändert, sondern auf größter Öffnung verbleibt.
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Bei dem in Fig. 4 dargestellten Blendenstellring 46 sind Lamellensteuerschlitze
46 b für Objektive mit den Lichtstärken 1: 2,8, l.: 4,0 und 1: 5,6 eingezeichnet,
wobei 1: 2,8 die größte vorgesehene Lichtstärke darstellt. Wie ersichtlich, erstreckt
sich der Steuerschlitz 46c des Objektivs mit der Lichtstärke 1: 4,0 und der Steuerschlitz
46d für 1: 5,6 am Stellring 46 über den gleich großen Winkelbereich wie der Steuerschlitz
46 b des Objektivs mit der Lichtstärke 1: 2,8. Während jedoch bei letztgenanntem
Objektiv der Steuerschlitz 46 b über seinen gesamten Bereich zur Einstellung der
Blende wirksam ist, erfolgt bei den Objektiven mit den Lichtstärken 1:4,0 und 1:5,6
innerhalb des zwischen diesen Werten und dem Wert 2,8 liegenden Teils 46c, 46d der
Steuerschlitze auf Grund des zur Drehachse des Stellrings 46 konzentrischen Verlaufs
derselben keine Beeinflussung der Blende.
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Wie ersichtlich, ist somit überraschend einfach, ausschließlich durch
die keinen besonderen Aufwand erfordernde Formgebung der Steuerschlitze für die
Blendenlamellen, eine Anpassung des jeweiligen Einstellbereichs der Objektivblende
an den Bewegungsweg der Spann- und Auslöseeinrichtung erreicht. Hierbei erfordert
das Befestigen des Wechselobjektivs bei einer gemäß der Erfindung ausgebildeten
Kamera seitens der Bedienungsperson nicht mehr aufmerksamkeit als das Anbringen
eines Wechselobjektivs
bei Kameras an sich bekannter Art, bei welchen
die Einstellvorrichtungen für die Blende am Objektiv selbst angeordnet sind. In
beiden Fällen ist bei der Objektivbefestigung lediglich darauf zu achten, daß das
Wechselobjektiv in einer bestimmten, durch Markierungen gekennzeichneten Relativlage
auf die Kamera aufgesetzt und sodann bis zum Erreichen einer zweiten, gleichfalls
markierten Relativlage gedreht wird. Bei diesem Vorgang erfolgt bei der erfindungsgemäßen
Kamera selbsttätig eine Kupplung der im Wechselobjektiv eingebauten Blende mit ihren
kameraseitig oder verschlußseitig angeordneten Einstellvorrichtungen. Diese überraschend
unverwickelte, keinerlei zusätzliche Handgriffe erfordernde Bedienungsweise gilt
für sämtliche der zur Verwendung an der Kamera vorgesehenen Objektive, insbesondere
auch für Objektive mit verschiedenen Lichtstärken.
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Der Umschalter und Handeinsteller 18 für die Blende besitzt, wie aus
den Fig. 2 und 3 ersichtlich ist, einen auf den Einstellweg der Blende eines Objektivs
der größten vorgesehenen Lichtstärke abgestimmten Bewegungsweg. Eine Anpassung dieses
Bewegungswegs an die Blendenverstellwege von Objektiven mit geringerer Lichtstärke
ist gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß an den Objektiven Anschläge angeordnet
sind, die eine in Abhängigkeit von der Lichtstärke der Objektive verschiedene Größe
besitzen und welche beim Aufsetzen oder Befestigen des Objektivs an der Kamera in
den Weg des Handeinstellers 18 gebracht werden und den Einstellbereich desselben
entsprechend der größten einstellbaren Blendenöffnung dieses Objektivs begrenzen.
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Wie dies gedacht ist, ist an Hand von Beispielen in Fig. 3 schematisch
gezeigt. Hier sind mit 46a die Kupplungsarme der Blendensteller 46 von Objektiven
bezeichnet, von denen das erste die Lichtstärke 1: 2,8, das zweite die Lichtstärke
1: 4,0 und das dritte die Lichtstärke 1: 5,6 besitzt. Im Bewegungsweg der Kupplungsarme
46a befindet sich bei Einstellung »MAN« der am Umschalter und Blenden-Handeinsteller
18 ausgebildete Anschlag 18 b, auf den der Kupplungsarm 46a beim Ablauf des Blendenstellrings
46 auftrifft und an dem er sodann unter Wirkung der Feder 64 anliegt. Die an den
Objektiven ausgebildeten Anschläge zur Begrenzung des Einstellwegs des auch als
Blenden-Handeinsteller dienenden Umschalters sind mit 47, 48 und 49 bezeichnet.
Die Größe dieser Anschläge in Umfangsrichtung der Objektive ist hierbei so bemessen,
daß bei aufgesetztem Wechselobjektiv der Einsteller 18 bei einer Einstellung in
einer der jeweils größten Blendenöffnung des an der Kamera befindlichen Objektivs
entsprechenden Lage durch den Anschlag 47 bzw. 48 bzw. 49 abgestoppt wird.
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Hierdurch ist auf überraschend unverwickelte sowie aufwandsparende
Art gewährleistet, daß mittels des Blenden-Handeinstellers 18 stets nur solche Blendenwerte
einstellbar sind, welche im Bereich der Blende des verwendeten Wechselobjektivs
liegen.
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In Fig. 5 ist in Verbindung mit Fig. 6 gezeigt, wie sich in Weiterbildung
der Erfindung eine hinsichtlich ihrer Bedienung besonders leicht verständliche und
zu gesicherten Aufnahmeerfolgen führende Kamera schaffen läßt. Dies. ist durch die
Anordnung einer mit der Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung der Kamera zusammenarbeitenden
Vorrichtung erreicht, die vorzugsweise im Kamerasucher anzeigt, ob bei der jeweils
herrschenden Beleuchtungsstärke und der Lichtstärke des verwendeten Objektivs eine
im Arbeitsbereich der Kamera liegende Belichtungsstellung erzielbar ist. Die Stellung
der anzeigenden Teile dieser Vorrichtung bezüglich der Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung
ist in Abhängigkeit vom Ansetzen oder Befestigen des Wechselobjektivs an der Kamera
mittels am Objektiv angeordneter Steuermittel änderbar.
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Im Ausführungsbeispiel ist als Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung ein
Galvanometer 50 an sich bekannter Art angeordnet, das im Stromkreis eines Photoelements
61 liegt. Der bereits erwähnte, mit dem Abtaster 5 zusammenarbeitende Zeiger 8 der
Galvanometer-Drehspule 52 spielt in einem Sichtfenster 51, das vorzugsweise im Sucherfeld
liegt oder in den Sucher in an sich bekannter Weise eingespiegelt ist.
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Als Anzeigevorrichtung arbeitet nunmehr mit dem Zeiger 8 ein gleichachsig
zur Drehspule 52 angeordneter, in das Sichtfenster 51 einschwenkbarer Abdecktei153
zusammen. Dieser ist mittels zwischen ihm und dem Wechselobjektiv angeordneter Steuer-und
übertragungsmittel in seiner Einstellbewegung an die Charakteristik des Galvanometers
50 derart angepaßt, daß er bei jeder Einstellage den möglichen Arbeitsbereich der
Kamera durch den von ihm begrenzten Bereich des Sichtfensters 51 kennzeichnet.
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Zur Steuerung des Abdeckteils 53 sind an den Wechselobjektiven sich
in Richtung der optischen Achse erstreckende Steuerteile 54 angeordnet, deren Form
aus Fig.6 ersichtlich ist. Zwecks Aufwandersparnis sind hierbei die Anschläge 47,
48 und 49 für den Einsteller 18 und die Steuerteile 54 für den Abdeckteil53 einstückig
ausgebildet. Der Steuerteil besitzt eine in Abhängigkeit von der Lichtstärke der
Objektive verschiedene Größe und gelangt beim Aufsetzen des Objektivs auf den Verschluß
zur Anlage an einem Ende eines durch das Gehäuse des Objektivverschlusses hindurchgeführten,
in Richtung der optischen Achse verschiebbaren Übertragungsstifts 55. Am anderen
Ende des Übertragungsstifts liegt unter der Wirkung einer Feder 56 ein Hebel 57
an, welcher um eine Achse 58 gelagert ist und mit dem Abdeckteil 53 in Stift-Schlitz-Verbindung
57a, 590 steht.
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In Fig. 5 sind die Teile 53, 55 und 57 einmal in ausgezogenen und
einmal in gestrichelten Linien gezeichnet. Die ausgezogen gezeichnete Darstellung
zeigt hierbei die Lage der Teile 53, 55 und 57 bei Verwendung eines Objektivs der
größten vorgesehenen Lichtstärke, während die gestrichelte Zeichnung die Lage der
Teile bei Verwendung eines Objektivs mit geringerer Lichtstärke darstellt. Während
im ersten Falle der Abdeckteil 53 das Sichtfenster 51 für den Meßwerkzeiger voll
freigibt und damit den größtmöglichen Arbeitsbereich der Kamera anzeigt, wird beim
Ansetzen eines Objektivs mit geringerer Lichtstärke, also beispielsweise der Lichtstärke
1: 4,0 oder 1: 5,6, mittels des Steuerteils 54 des Objektivs über den Stift 55 und
den Hebel 57 eine entsprechende Verkleinerung des Sichtfensters 51 durch den Abdeckteil53
bewerkstelligt.
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Zur Berücksichtigung verschiedener Belichtungszeiten und Filmempfindlichkeiten
bei der selbsttätigen Einstellung der Blende ist weiterhin an der Kamera eine an
sich bekannte Vorrichtung zur Änderung der Empfindlichkeit der Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung
angeordnet (Fig. 1).
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Eine Änderung der Empfindlichkeit der Beleuchtungsstärkemeßeinrichtung
in Abhängigkeit von der Einstellung eines Belichtungszeiteinstellrings 59 und
eines
Filmempfindlichkeitseinstellrings 60 ist hierbei durch Abschatten des Photoelements.
61 erreicht, vor dem in an sich bekannter Weise ein Wabenfenster 62 angeordnet ist.
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Die Abschattungseinrichtung umfaßt zwei zu beiden Seiten des Photoelements
61 angeordnete, um Achsen 63 und 65 schwenkbare Abdeckteile 66 und 67, an denen
je eine Klinke 68 bzw. 69 angelenkt ist. Zwecks gemeinsamer Verstellung der Abdeckteile
sind die beiden Klinken miteinander verbunden und greifen mittels eines Stifts 70
in einen am Kameragehäuse ausgebildeten Führungsschlitz 1 a ein.
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Zur Beeinflussung der beschriebenen Abschattungseinrichtung in Abhängigkeit
von der Verstellung der Einstellringe 59 und 60 für Belichtungszeit und Filmempfindlichkeit
dient eine Steuerkurve 71, welche mit dem Filmempfindlichkeitseinstellring 60 in
nicht näher gezeigter Weise verbunden ist. Der Ring 60 wiederum ist mit dem Belichtungseinstelhing
59 mittels einer lösbaren Kupplungsvorrichtung an sich bekannter Art verbunden,
von welcher in Fig. 1 ein Betätigungsgriffstück 72 gezeigt ist. Die Wirkungsweise
dieser Kupplungsvorrichtung ist derart, daß im unbeeinflußten Zustand derselben
bei einer Verstellung des Belichtungseinstellrings 59 der Filmempfindlichkeitseinstellring
60 und damit die Steuerkurve 71 mitverstellt werden. Wird dagegen durch Niederdrücken
des Griffstücks 72 die Kupplungsverbindung zwischen den Ringen 59 und 60 gelöst,
so kann zwecks Einstellung einer anderen Filmempfindlichkeit eine Einstellung des
Rings 60 gegenüber dem Ring 59 vorgenommen werden. Zur Einstellung sind am Außenumfang
des erstgenannten Rings eine Belichtungszeitskala 73 und eine Filmempfindlichkeitsskala
74 angebracht, mit denen eine an einer Verschlußfrontplatte 75 angeordnete Einstellmarke
76 bzw. eine am Ring 60 angeordnete Marke 77 zusammenarbeiten.
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Die überträgung der Verschiebebewegung der mit den Einstellringen
59 und 60 verbundenen Steuerkurve 71 auf die Abschattungseinrichtung 66, 67 erfolgt
mittels eines parallel zur optischen Achse verschiebbaren Stiftes 78, welcher an
der Kamera oder im Verschluß in nicht näher gezeigter Weise geführt ist. Das eine
Ende dieses Stiftes liegt unter Wirkung einer an den beiden Abdeckteilen 66 und
67 eingehängten Feder 79 an der Steuerkurve 71 an, während sein anderes Ende mit
einem um eine Achse 80 im Kameragehäuse gelagerten, schwenkbaren Hebel
81,
welcher die Verbindung mit der Abdeckeinrichtung herstellt, zusammenarbeitet.
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Die Wirkungs- und Bedienungsweise der beschriebenen Kamera ist wie
folgt: a) Wechseln des Aufnahmeobjektivs Erweist sich aus aufnahmetechnischen Gründen
die Verwendung eines anderen als des aufgesetzten Objektivs als notwendig, so wird
zuerst das an der Kamera befindliche Objektiv in an sich bekannter Weise durch Drehen
desselben abgenommen. Hierbei führt die im Objektiv angeordnete Feder nach Außereingriffkommen
des Kupplungsarms 46a des Blendenstellrings 46 den Blendenmechanismus in eine der
kleinsten Blendenöffnung zugeordnete Endlage.
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Das zur Verwendung vorgesehene Objektiv wird in einer durch Markierungen
an Objektiv und Verschluß vorbestimmten Orientierung auf den Verschluß aufgesetzt
und sodann durch Drehen um einen bestimmten, gleichfalls durch Markierungen festgelegten
Winkelweg am Verschluß befestigt. Beim Aufsetzen des Objektivs auf den Verschluß
wird mittels des Kupplungsarms 46a des Blendenstellrings 46 die Kupplung zwischen
der Objektivblende und den kameraseitig oder verschlußseitig angeordneten Einstellvorrichtungen
hergestellt. Außerdem wird beim Aufsetzen des Objektivs mittels des Steuerteils
54 desselben der mit dem Sichtfenster 51 des Belichtungsmessers zusammenarbeitende
Abdeckteil 53 entsprechend der maximalen Lichtstärke des verwendeten Objektivs eingestellt.
Schließlich gelangt beim Aufsetzen und Festspannen des Wechselobjektivs der mit
dem Handeinsteller 18 der Blende zusammenarbeitende Anschlag 47 bzw. 48 bzw. 49
des Objektivs in der bereits beschriebenen Weise zur Wirkung und begrenzt den Einstellweg
des Handeinstellers entsprechend der größten einstellbaren Blendenöffnung des Objektivs.
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b) Einstellen der Belichtungszeit Hierzu wird der Belichtungseinstellring
59 so weit gedreht, bis die gewünschte Belichtungszeit an der Skala 73 der ortsfesten
Einstellmarke 76 gegenübersteht. .
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c) Einstellen der Filmempfindlichkeit Dies erfolgt dadurch, daß der
Einstellring 60 nach erfolgtem Niederdrücken des Betätigungsgriffstücks 72 und Lösen
der Kupplungsverbindung gegenüber dem Belichtungseinstellring 59 so weit verstellt
wird, bis die Einstellmarke 77 dem Empfindlichkeitswert des verwendeten Films an
der Skala 74 gegenübersteht.
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Sowohl bei der Einstellung der Belichtungszeit als auch bei der Einstellung
der Filmempfindlichkeit ändert sich über die Einrichtung 63 und 65 bis 70 die Abschattung
des Photoelements 61; damit ändert sich auch die Stellung des Meßwerkzeigers 8 entsprechend
der eingestellten Belichtungszeit- und Filmempfindlichkeitswerte.
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d) Durchführen einer Aufnahme mit selbsttätiger Belichtungseinstellung
Hierzu ist, wie aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, der Umschalter und Blenden-Handeinsteller
18 in Stellung »AUTO« einzustellen. In dieser Stellung ist der Einfluß der Steuerkurve
18 a des Umschalters und Blenden-Handeinstellers auf den Stift 17 des Anschlaghebels
13, 13 a ausgeschaltet, so daß dieser unter dem Einfluß der Feder 15 seine in der
Fig. 2 dargestellte Wirkstellung einnimmt. Befindet sich die Vorrichtung im gespannten
Zustand, wie dies in Fig. 2 gezeigt ist, so ist es zur Durchführung einer Aufnahme
lediglich erforderlich, den Auslöser 3 niederzudrücken. Dieser Bewegung des Auslösers
folgt der Abtaster 5 unter Wirkung seiner Druckfeder 6 nach, wobei in an sich bekannter
Weise mittels eines Klemmhebels 82 (Fig. 2) der Meßwerkzeiger 8 festgeklemmt wird.
Sodann gelangt der Abtaster zur Anlage am Hebel 9 und schwenkt diesen gegen die
Wirkung der Feder 11 so weit, bis eine der Stufen 5 a des Abtasters 5 auf
den Meßwerkzeiger 8 auftritt und damit die Bewegung des Abtästers beendet. Gleichzeitig
trifft der Auslöser mit seinem freien Ende auf den Sperrhebel 36 auf und
bringt diesen außer Eingriff mit der Kurvenscheibe 31. Hierdurch werden die Kurvenscheibe
31, der
Spannteil 25, der Steuerteil 4 sowie der Blendenstellring
46 zum Ablauf freigegeben, wobei die Kurvenscheibe 31 in der in der Hauptpatentanmeldung
gezeigten Weise den Verschluß auslöst.
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Der zum Ablauf freigegebene Steuerteil 4 gelangt nach einem größeren
oder kleineren Bewegungsweg mit einer der Stufen 4 a zur Anlage an dem mittels des
Abtasters 5 voreingestellten Hebel 9. Der Blendenstellring 46 folgt dieser Bewegung
des Steuerteils unter Wirkung der Feder 64 nach und wird durch Auftreffen seines
Arms 46 a auf den Anschlag 13, 13 a des festgestellten Steuerteils 4 in einer der
herrschenden Beleuchtungsstärke und der eingestellten Belichtungszeit und Filmempfindlichkeit
entsprechenden Lage abgestoppt. Damit ist die selbsttätige Belichtungseinstellung
beendet.
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e) Durchführen einer Aufnahme mit nicht selbsttätiger Belichtungseinstellung
Hierzu ist es lediglich erforderlich, den gleichzeitig als Blenden-Handeinsteller
dienenden Umschalter 18 mittels der Marke 19 auf den gewünschten Blendenwert an
der Skala 21 einzustellen, wobei die Anschläge 47 bzw. 48 bzw. 49 die Einstellung
eines im Blendeneinstellbereich des verwendeten Objektivs nicht vorhandenen Blendenwerts
verhindern. Bei der Einstellung des Umschalters 18 gelangt dessen Steuerkurve 18
a in Eingriff mit dem Stift 17 des Anschlaghebels 13, 13 a und schwenkt letzteren
entgegen dem Uhrzeigersinn, so daß der Anschlag 13 a aus dem Bewegungsweg des Arms
46a des Blendenstellrings 46 gelangt. Nunmehr ist für den Arm 46 a nicht mehr der
Einstellanschlag 13 a, sondern der am Umschalter ausgebildete Einstellanschlag 18
b wirksam, auf den der Arm 46a nach seiner Freigabe durch den Arm 25 b des
Spannteils 25 auftrifft und an dem er unter Wirkung der Feder 64 anliegt.