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DE1153522B - Verfahren zum Stabilisieren von kristallinem Polypropylen - Google Patents

Verfahren zum Stabilisieren von kristallinem Polypropylen

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Publication number
DE1153522B
DE1153522B DEM49455A DEM0049455A DE1153522B DE 1153522 B DE1153522 B DE 1153522B DE M49455 A DEM49455 A DE M49455A DE M0049455 A DEM0049455 A DE M0049455A DE 1153522 B DE1153522 B DE 1153522B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
stabilizing
crystalline polypropylene
polypropylene
compounds
bis
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM49455A
Other languages
English (en)
Inventor
Giuseppe Leandri
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Montedison SpA
Original Assignee
Montedison SpA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Montedison SpA filed Critical Montedison SpA
Publication of DE1153522B publication Critical patent/DE1153522B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/36Sulfur-, selenium-, or tellurium-containing compounds
    • C08K5/41Compounds containing sulfur bound to oxygen
    • C08K5/42Sulfonic acids; Derivatives thereof
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10STECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10S8/00Bleaching and dyeing; fluid treatment and chemical modification of textiles and fibers
    • Y10S8/02Vinyl sulfones and precursors thereof
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    • Y10S8/00Bleaching and dyeing; fluid treatment and chemical modification of textiles and fibers
    • Y10S8/92Synthetic fiber dyeing
    • Y10S8/928Polyolefin fiber

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Polymers & Plastics (AREA)
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  • Artificial Filaments (AREA)

Description

DEUTSCHES
PATENTAMT
M 49455 IVc/39 b
ANMELDETAG; 24. JUNI 1961
BEKANNTMACHUNG DER ANMELDUNG UNDAUSGABEDER AUSLEGESCHRIFT: 29. AUGUST 1963
Es ist bekannt, daß Produkte auf der Basis von Polyolefinen bei ihrer Verarbeitung in der Hitze in Gegenwart von atmosphärischem Sauerstoff einem bestimmten Abbau unterliegen. ·
Es ist weiterhin bekannt, daß Gegenstände auf der Basis von kristallinen Polyolefinen gegenüber der Einwirkung von Licht sowie gegen thermische Behandlungen empfindlich sind. Dieser Abbau kann durch Zusatz von besonderen Schutzstoffen zum Polymeren (insbesondere während der Herstellung von Fasern oder Filmen) vermindert werden. Im allgemeinen werden für diesen Zweck geringe Mengen von Phenolen, Aminen, Schwefelverbindungen, Amino-phenolen, Mercaptanen, organischen Zinnverbindungen, Phosphiten oder anderen Ver- 1S bindungen, wie z. B. 2,6-tert.Butyl-p-kresol, /S-Naphthylamin, p-Phenylen-diamin, styrolisierte Phenole, 2,5-tert.Butyl-hydrochinon, 2-Octyl-4-methoxybenzophenon, 4,4-Thio-bis-(3-methyl-6-tert.butylphenol), 2,2'-Methylen-bis-(4-äthyl-6-tert.butylphenol), Phe- nyl-a-naphthylamin, Phenyl-^-naphthylamin, polymeres Trimethyldihydrochinon, Methyl-äthyl-ketoxim, Cyclohexanonoxim, p-Chinondioxim, N,N'-Diphenyl-äthylen-diamin, Diphenyl-p-phenylen-diamin, basische Zink-dialkyldithiophosphate, Tris-(nonylphenyl)-phosphit oder Nickel-butyldithiocarbamat verwendet.
Diese Stoffe weisen aber die Nachteile einer Fleckenbildung oder einer geringen stabilisierenden Aktivität oder diese beiden Nachteile zusammen auf. Stabilisierte Fäden aus Polypropylen und z. B. 4% Phenyl-jtf-naphthylamm, die 30 Tage der Sommersonne ausgesetzt worden sind, zeigen eine Verminderung der Zugfestigkeit auf 20% des Anfangswertes und der Dehnung auf 5% des Anfangs- wertes. Bei Probefäden aus Polypropylen, jedoch ohne die stabilisierenden Amine, werden unter den gleichen Bedingungen die Eigenschaften auf beinahe dieselben Werte vermindert. Wenn man statt der genannten Amine ein Aminophenol, wie z. B. das Stearoyl-p-aminophenol, verwendet und die Fäden 15 Stunden in einem Ventilationsofen bei 1200C hält, wird die Zugfestigkeit auf 65% und die Dehnung auf 81% der Ausgarigswerte herabgesetzt.
Mit Phenolen oder Phosphiten wird die Polyolefin-Grenzviskosität stark reduziert, während nach einer Behandlung von 7 Stunden bei 1300C zerbrechliche Fäden erhalten werden. Mit allen genannten Stoffen wird außerdem stets eine Fleckenbildung festgestellt.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren zum Stabilisieren von kristallinem Polypropylen Verfahren zum Stabilisieren von kristallinem Polypropylen
Anmelder:
Montecatini Societä Generale per
rindustria Mineraria e Chimica, Mailand
(Italien)
Vertreter: Dr.-Ing. A. ν. Kreisler, Dr.-Ing K. Schönwald und Dr.-Ing. Th. Meyer, Patentanwälte, Köln 1, Deichmannhaus
Beanspruchte Priorität: Italien vom 27. Juni 1960 (Nr. 4683)
Giuseppe Leandri, Mailand (Italien), ist als Erfinder genannt worden
durch SCVGruppen aufweisende Verbindungen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß als SCVGruppe aufweisende Verbindung 0,02 bis 2 Gewichtsprozent, bezogen auf das Polyolefin, einer Verbindung der allgemeinen Formel
R —CONH
NHCO-R'
worin R und R' gleich oder verschieden sind und, gegebenenfalls mit Alkyl-, Acyl- oder Alkoxyresten substituierte Arylreste bedeuten, verwendet werden, gegebenenfalls im Gemisch mit anorganischen Salzen der Stearinsäure.
Die erfindungsgemäß verwendeten Stabilisatoren bewirken eine verbesserte Stabilität des kristallinen Polypropylens gegen Licht und UV-Bestrahlung, häufig auch eine verbesserte thermische Beständigkeit, außerdem die Vermeidung von Verfärbungen oder Fleckenbildung der aus den Polymeren hergestellten Formkörper. Bei bekannten Stabilisatoren tritt fast immer eine sehr starke Verfärbung oder Fleckenbildung auf.
309 669/350
Unter den Verbindungen, die als Stabilisatoren für kristalline Polypropylene gemäß der Erfindung
CONH-
p,p'-Bis-(benzoylamino)-diphenyl-sulfon.
Andere Verbindungen der angeführten allgemeinen Formel, die ebenfalls eine stabilisierende Wirkung auf Polypropylen ausüben, sind beispielsweise: p,p'-Bis-(naphthoylamino)-diphenyl-sulfon, p,p'-Bis-(p - methoxy - benzoylamino) - diphenylsulfon und p,p'-Bis-(p-äthoxybenzoylamino)-diphenyl-sulfon.
Der Zusatz dieser stabilisierenden Verbindungen wird im allgemeinen durch Beimischen dieser Verbindungen als solche zum Polypropylen unter guter Durchmischung durchgeführt.
Die Stabilisatoren können jedoch auch nach anderen Verfahren zugesetzt werden, beispielsweise durch Mischen des Polypropylens mit einer Lösung des Stabilisators in einem geeigneten Lösungsmittel und anschließende Verdampfung des Lösungsmittels od^r durch Zusatz des Stabilisators zu dem Polyolefin am Ende der Polymerisation.
Die stabilisierende -Wirkung kann auch erhalten werden, wenn man die stabilisierenden Verbindungen auf den fertigen Gegenstand aufbringt, beispielsweise durch Eintauchen des letzteren in eine Stabiliverwendet werden können, ist folgende Verbindung besonders wirksam:
NHCO
satorlösung oder -dispersion und anschließendes Abdampfen des Lösungsmittels.
Die gemäß der Erfindung verwendeten Verbindungen zeigen eine gute Verträglichkeit mit Polypropylen in geschmolzenem Zustand und bewirken keine Fleckenbildung.
Durch Zusatz eines anorganischen Salzes von Stearinsäure, z. B. Calciumstearat, das als säurebindendes Mittel wirkt, zu den Polypropylenmischungen vor deren Verspinnen, werden die Stabilitätseigenschaften der Mischungen verbessert.
Die Erfindung wird in dem folgenden Beispiel
erläutert. „ . . ,
Beispiel
In einem Werner-Mischer wird bei Raumtemperatur eine homogene Mischung aus 995Og Polypropylen (mit einer Grenzviskosität [η], bestimmt in Tetrahydronaphthalin bei7 1350C, von 1,65, einem Rückstand nach der Heptan-extraktibn von 94,8% und einem Aschegehalt von 0,052%), hergestellt mit Hilfe von stereospezifischen Katalysatoren, und 50 g p,p'-Bis-(benzoylamino)-diphenyl-sulfon
C6H5 — CONH — C6H4 — SO2 — C6H4 — NHCO — C6H5
hergestellt.
Wenn die Mischung in einem Probierrohr, das sich 10 Minuten in einem Thermostatbad bei 2500C befindet, geschmolzen wird, ergibt sich eine fast farblose Schmelze.
Die Mischung wird in einem Schmelzspinngerät unter folgenden Bedingungen versponnen:
Schneckentemperatur 21O0C
Kopftemperatur 22O0C
Spinndüsentemperatur ......... 2000C
Spinndüsenart 60/0,8 · 16 mm
Maximaldruck 45 kg/cm2
Aufwickelgeschwindigkeit 240 m je Minute
Die erhaltenen Fasern werden in einem Streckverhältnis von 1 : 6,3 bei 1350C verstreckt. Die Eigenschaften der erhaltenen Fäden sind folgende:
Zugfestigkeit 4,6 g/den
Dehnung 20%
Die Grenzviskosität [η] des stabilisierten Garns beträgt 1,29, während ein Garn aus dem gleichen Polymeren, jedoch ohne Zusatz eines Stabilisators, eine Grenzviskosität [η] von 1,12 besitzt.
Wenn das stabilisierte Garn 15 Stunden der Hitzeeinwirkung in einem Heizschrank mit Luftumlauf bei 1200C ausgesetzt wird, bleiben seine Eigenschaften fast unverändert.
Nach Belichtung mit einer UV-Quecksilberdampflampe behält das Garn 48% seiner ursprünglichen Zugfestigkeit, während die Zugfestigkeit eines nicht stabilisierten Garns auf 31% absinkt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zum Stabilisieren von kristallinem Polypropylen durch SO2-Gruppen aufweisende Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß als SO2-Gruppe aufweisende Verbindung 0,02 bis 2 Gewichtsprozent, bezogen auf das Polyolefin, einer Verbindung der allgemeinen Formel
    SO2
    R— CONH
    I +-NHCO-R'
    worin R und R' gleich oder verschieden sind und gegebenenfalls mit Alkyl-, Acyl- oder Alkoxyresten substituierte Arylreste bedeuten, verwendet werden, gegebenenfalls im Gemisch mit anorganischen Salzen der Stearinsäure.
    309 669/350 S.
DEM49455A 1960-06-27 1961-06-24 Verfahren zum Stabilisieren von kristallinem Polypropylen Pending DE1153522B (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
IT1138760 1960-06-27

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Application Number Title Priority Date Filing Date
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