DE1169661B - Verfahren zum Stabilisieren von kristallinen Poly-ª‡-olefinen - Google Patents
Verfahren zum Stabilisieren von kristallinen Poly-ª‡-olefinenInfo
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Description
Internat. Kl.: C 08 f
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Deutsche KL: 39 b-22/06
Nummer:
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Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
M 53344 IV c/39 b 26. Juni 1962 6. Mai 1964
Es ist bekannt, daß Produkte auf der Basis von Polyolefinen während der Bearbeitung in der Hitze,
insbesondere in Gegenwart von atmosphärischem Sauerstoff, eine gewisse Zersetzung erleiden.
Fertigerzeugnisse auf der Basis von kristallinem Polyolefin sind gegen Lichteinfluß und gegen thermische
Behandlung empfindlich.
Diese Abbauwirkung kann durch Zusatz von besonderen Schutzstoffen zu dem Polymeren, insbesondere
während der Herstellung von Fasern oder Filmen vermindert werden. Im allgemeinen werden
für diesen Zweck kleine Mengen von Aminen, Aminophenolen, Chelaten der Übergangsmetalle (Ni),
Organozinnverbindungen, Triazolverbindungen, Zinkverbindungen, Dithiocarbamate, Phenole, Phophite,
Mercaptane, Oxime, Polychinoline, Schwefelderivate, Silikone oder Thiophopshite verwendet.
Es zeigte sich nun, daß bestimmte thermisch stabile Pyrimidine eine hohe Stabilisierungswirkung gegen
Hitze und Licht sowie gegen Alterung ausüben, wenn sie mit kristallinen a-Olefinpolymeren gemischt werden
die zur Herstellung von Fasern oder Filmen geeignet sind.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Stabilisieren von kristallinen Poly-«-olefinen durch
organische Stickstoffverbindungen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß als Stabilisator 0,02 bis 2 Gewichtsprozent,
bezogen auf das Polyolefin, eines thermisch stabilen Pyrimidins, das mit Hydroxyl- und
gegebenenfalls zusätzlich mit Amino-, Sulfhydryl- oder Alkylgruppen substituiert ist, verwendet wird,
gegebenenfalls im Gemisch mit anorganischen Salzen der Stearinsäure. Vorzugsweise werden 0,2 bis 1 Gewichtsteil
Stabilisator je 100 Teile Polyolefin verwendet.
Von diesen Stabilisatoren eignen sich besonders:
Verfahren zum Stabilisieren von kristallinen Poly-a-olefinen
Anmelder:
Montecatini Societa Generale per l'Industria Mineraria e Chimica, Mailand (Italien)
Vertreter:
Dr.-Ing. A. v. Kreisler, Dr.-Ing. K. Schönwald,
Dr.-Ing. Th. Meyer,
Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. J. F. Fues und DipL-Chem. Dr. H.-G. Eggert,
Patentanwälte, Köln 1, Deichmannhaus
Als Erfinder benannt:
Alberto Bonvicini,
Cornelio Caldo, Mailand (Italien)
Beanspruchte Priorität:
Italien vom 28. Juni 1961 (11 901)
OH
,N=
2-Thiouracil HS-C. ^CH
N-CH
OH
OH ,N
5-Methyluracil
(Tymin)
(Tymin)
ho—c;
Uracil
(2,4-Dihydroxypyrimidin)
HO —C
N-CH
N-CH1
OH
,N=
5-Amino-uracil
ho—c;
X-NH,
1N-CH' Unter Poly-a-olefinen werden die Polymerisate von
«-Olefinen mit mindestens 3 Kohlenstoffatomen verstanden.
Die erfindungsgemäß verwendeten Stabilisatoren bewirken eine verbesserte Stabilität der kristallinen
Poly-ot-olefine gegen Licht und UV-Bestrahlung,
häufig auch eine verbesserte thermische Beständigkeit, und verhindern außerdem eine Verfärbung oder
Fleckenbildung von aus den Polymeren hergestellten Fasern. Bei den bekannten Stabilisatoren tritt fast
409 588/464
immer eine sehr starke Verfärbung oder Fleckenbildung auf.
Die erfindungsgemäß verwendeten Stabilisatoren können auch zusammen mit anderen gebräuchlichen
Stabilisatoren eingesetzt werden, insbesondere mit UV absorbierenden Verbindungen sowie mit Pigmenten,
Farbstoffen und Füllstoffen.
Das Verspinnen der Mischungen wird vorzugsweise so durchgeführt, daß sie durch Spinndüsen gepreßt
werden, bei denen das Verhältnis von Länge zu Durchmesser über 1 liegt. Die Garne werden nach
dem Verspinnen in an sich bekannter Weise im Verhältnis zwischen 1:2 und 1:10 und bei Temperaturen
zwischen 80 und 1500C in Streckeinrichtungen verstreckt,
die mit Heißluft, Dampf oder einer Flüssigkeit oder aber mittels einer Heizplatte geheizt werden.
Die stabilisierenden Verbindungen werden dem Polyolefin im allgemeinen unter Rühren zugemischt.
Die Stabilisierungsmittel können jedoch auch nach anderen Verfahrensweisen zugesetzt werden, wie
Mischen des Polyolefins mit einer Lösung des Stabilisierungsmittels in einem geeigneten Lösungsmittel und
anschließende Verdampfung des Lösungsmittels oder durch Zusetzen des Stabilisierungsmittels zu dem
Polyolefin am Ende der Polymerisation. Es ist auch möglich, die stabilisierende Wirkung durch Aufbringen
der stabilisierenden Verbindung auf die Fertigerzeugnisse zu erreichen, z. B. durch Eintauchen in eine
Lösung oder Dispersion des Stabilisierungsmittels und anschließendes Verdampfen des Lösungsmittels.
Die erfindungsgemäß verwendeten Stabilisatoren ίο zeigen eine gute Verträglichkeit mit den Poly-«-olefinen
in geschmolzenem Zustand.
Die stabilisierten Mischungen sind insbesondere geeignet für die Herstellung von Mono- und Plurifilen,
Stapelfasern, färbbaren Garnen, voluminösen Garnen, Filmen, Bändern und anderer geformten Gegenständen.
Die in der folgenden Tabelle angegebenen Beispiele erläutern die Erfindung.
Das in diesen Beispielen verwendete Polymere wurde mit Hilfe von stereospezifischen Katalysatoren aus
einer Alkylaluminiumverbindung und einem kristallinen Übergangsmetallhalogenid hergestellt.
Zusammensetzung der Mischung
a) Polypropylen [η]
Aschegehalt, °/0
Rückstand nach Heptanextraktion, °/o
b) Stabilisator
Verarbeitung der Mischung Farbe der in einem Probierrohr bei 250°C 10 Minuten geschmolzenen
Mischung
Spinnbedingungen
Schneckentemperatur, 0C
Kopf temperatur, 0C
Spinndüsentemperatur, °C
Spinndüsenart, mm
Maximaldruck, kg/cm2
Aufwickelgeschwindigkeit, m/Min.
Streckbedingungen
Temperatur, 0C
Medium
Streckverhältnis
Serimetrische Eigenschaften des gestreckten Garns
Zugfestigkeit, g/den
Dehnung, %
Thermischer Abbau
(prozentuale Abnahme der Grenzviskosität durch Verpressen)
(prozentuale Abnahme der Grenzviskosität durch Verpressen)
1,48 0,035
95,3 0,5 °/o
5-Aminouracil
5-Aminouracil
1,48
0,035
0,035
95,3
0,5 %
5-Thiouracil
5-Thiouracil
1,48
0,035
0,035
95,3
0,5 »A,
Uracil
Uracil
1,48 0,035
95,3
Henschel-Mischer Henschel-Mischer Henschel-Mischer Henschel-Mischer
klar
200 220 220
40/0,5 · 45
400
130
Dampf 1:5
5,86 21
73 klar
200
220
220
220
220
40/0,5 ·
45
45
400
10
130
Dampf
1:5
1:5
5,7
19
19
82
klar
200
220
220
220
220
40/0,5 ·
45
45
400
130
Dampf
1:5
1:5
5,65
19
19
klar
200 220 220
40/0,5 · 45
400
130
Dampf 1:5
5,5 23
71
(Fortsetzung der Tabelle)
| Beispiel 1 | Beispiel 2 | Beispiel 3 | Beispiel 4 | |
| Stabilität beim beschleunigten thermischen Altern (prozentuale Restzugfestigkeit nach lSstündiger Aufbewahrung in einem Trockenschrank mit Luft zirkulation bei 1200C), % |
84 | 93 | 42 | brüchig |
| Stabilität bei Sonnenlicht (Restzugfestigkeit nach 200stün- diger Belichtung mit Sommer sonnenlicht), % |
50 | 33 | ||
| Stabilität bei künstlichem Licht . (Restzugfestigkeit nach 20stündi- ger Belichtung mit einer Queck silberdampflampe), °/o |
51 | 50 | 58 | 37 |
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zum Stabilisieren von kristallinen Poly-«-olefinen durch organische Stickstoffverbindungen, dadurch gekennzeichnet,daß als Stabilisator 0,02 bis 2 Gewichtsprozent, bezogen auf das Polyolefin, eines thermisch stabilen Pyrimidins, das mit Hydroxyl- und gegebenenfalls zusätzlich mit Amino-, Sulfhydryl- oder Alkylgruppen substituiert ist, verwendet wird.409 588/464 4.64 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT1190161 | 1961-06-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1169661B true DE1169661B (de) | 1964-05-06 |
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ID=11138618
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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0
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- 1962-06-27 ES ES278729A patent/ES278729A1/es not_active Expired
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