DE1153521B - Verfahren zum Stabilisieren von Polymerisaten aus ª-Olefinen - Google Patents
Verfahren zum Stabilisieren von Polymerisaten aus ª-OlefinenInfo
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- DE1153521B DE1153521B DEM49335A DEM0049335A DE1153521B DE 1153521 B DE1153521 B DE 1153521B DE M49335 A DEM49335 A DE M49335A DE M0049335 A DEM0049335 A DE M0049335A DE 1153521 B DE1153521 B DE 1153521B
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- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08K—Use of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
- C08K5/00—Use of organic ingredients
- C08K5/04—Oxygen-containing compounds
- C08K5/09—Carboxylic acids; Metal salts thereof; Anhydrides thereof
- C08K5/092—Polycarboxylic acids
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Description
Es ist bekannt, daß Produkte auf der Basis von Polyolefinen während der Verarbeitung in der Hitze,
insbesondere in Gegenwart von atmosphärischem Sauerstoff, einem bestimmten Abbau unterliegen.
Es ist weiterhin bekannt, daß Gegenstände auf der Basis von kristallinen Polyolefinen gegen die Einwirkung
von Licht sowie gegen thermische Behandlungen empfindlich sind.
Der Abbau der Polymeren kann durch Zusatz von besonderen Schutzstoffen zum Polymeren, insbesondere
während der Herstellung von Fasern oder Filmen, vermindert werden. Im allgemeinen werden für
diesen Zweck geringe Mengen von Aminen, Aminophenolen, Chelaten von Übergangsmetallen (Ni),
organischen Zinnverbindungen, Triazolverbindungen, Zinkverbindungen, Dithiocarbamaten, Phenolen, Phosphiten,
Merkaptanen, Oximen, Polychinolinen oder Schwefelderivaten verwendet.
Diese Schutzstoffe weisen aber die Nachteile einer Fleckenbildung oder einer geringen stabilisierenden
Aktivität oder diese beiden Nachteile zusammen auf. Bei stabilisierten Fäden aus Polypropylen und z. B.
4% Phenyl-^-naphthylaminwird, nachdem sie 30Tage
der Sommersonne ausgesetzt worden sind, die Zugfestigkeit auf 20% des Anfangswertes und die Dehnung
auf 5% des Anfangswertes vermindert. Bei Probefäden aus Polypropylen, jedoch ohne die stabilisierenden
Amine, werden unter den gleichen Bedingungen ihre Eigenschaften auf beinahe dieselben
Werte vermindert. Wenn man statt der genannten Amine ein Aminophenol, wie z. B. das Stearoylp-aminophenol,
verwendet und die Fäden 15 Stunden in einem Ventilationsofen bei 120° C hält, dann wird
die Zugfestigkeit auf 65% und die Dehnung auf 81% ihrer Ausgangswerte herabgesetzt.
Mit Phenolen oder Phosphiten wird die Polyolefin-Grenzviskosität
stark reduziert, während nach einer Behandlung von 7 Stunden bei 130° C zerbrechliche
Fäden erhalten werden. Mit allen genannten Schutzstoffen wird gleichzeitig stets eine Fleckenbildung
festgestellt.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren zum Stabilisieren von Polymerisaten aus a-Olefinen,
das dadurch gekennzeichnet ist, daß als Stabilisator 0,02 bis 2 Gewichtsprozent, bezogen auf das Polyolefin,
an Tetrapropenylbernsteinsäureanhydrid verwendet werden, gegebenenfalls im Gemisch mit
einem anorganischen Salz der Stearinsäure.
Der Zusatz dieser stabilisierenden Verbindung erfolgt im allgemeinen durch Beimischen dieser Verbindung
als solcher zum Polyolefin unter guter Durchmischung.
Verfahren zum Stabilisieren
von Polymerisaten aus a-Olefinen
von Polymerisaten aus a-Olefinen
Anmelder:
Montecatini Societä Generale per l'Industria Mineraria e Chimica, Mailand (Italien)
Vertreter:
Dr.-Ing. A. v. Kreisler, Dr.-Ing. K. Schönwald
und Dr.-Ing. Th. Meyer, Patentanwälte,
Köm, Deichmannhaus
Beanspruchte Priorität:
Italien vom 15. Juni 1960 (Nr. 10 645)
Italien vom 15. Juni 1960 (Nr. 10 645)
Cornelio Caldo, Mailand (Italien),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Der Stabilisator kann jedoch auch nach anderen Verfahren zugesetzt werden, beispielsweise durch
Mischen des Polyolefins mit einer Lösung des Stabilisators in einem geeigneten Lösungsmittel und anschließende
Verdampfung des Lösungsmittels oder durch Zusatz des Stabilisators zum Polyolefin am
Ende der Polymerisation.
Die stabilisierende Wirkung kann auch erhalten werden, wenn man die stabilisierende Verbindung auf
den fertigen Gegenstand aufbringt, beispielsweise durch Eintauchen des Gegenstandes in eine Stabilisatorlösung
oder -dispersion und darauffolgendes Abdampfen des Lösungsmittels.
Die gemäß der Erfindung verwendete Verbindung zeigt eine gute Verträglichkeit mit Polyolefinen in
geschmolzenem Zustand und bewirkt keine Fleckenbildung.
Die stabilisierten Mischungen eignen sich besonders zur Herstellung von Mono- und Polyfilen, Stapeln,
färbbaren Garnen, voluminösen Garnen, Filmen, Bändern oder geformten Gegenständen.
Durch Zusatz eines anorganischen Salzes von Stearinsäure, z. B. Calciumstearat, das als säurebindendes
Mittel wirkt, zu den Polyolefinmischungen vor deren Verspinnung werden die Stabilitätseigenschaften
der Mischungen verbessert.
309 669/349
Claims (1)
- 3 4Die Erfindung wird in den folgenden Beispielen er- Schneckentemperatur 200° Cläutert. Kopftemperatur 250° CBeispiel 1 Spinndüsentemperatur 190° CIn einem Werner-Mischer wird bei Raumtempera- 5 Spinndüsenart 60/0,8-16 mmtür eine homogene Mischung aus 9980 g Polypropy- Maximaldruck 50 kg/cm*len (mit einer Grenzviskosität [ή], bestimmt in Tetra- Aufwickelgeschwindigkeit 400 m/Min,
hydronaphthalin bei 135° C von 1,34, einem Rück-Hilfe von sterlospezifischen Katalysatoren, und 20 g Eigenschaften der erhaltenen Faden smd folgende:Tetrapropenylbemsteinsäureanhydrid hergestellt. Zugfestigkeit 5,2 g/denWenn die Mischung in einem Probierrohr, das Dehnung 21Vo
sich 10 Minuten in einem Thermostatbad bei 250° Cbefindet, geschmolzen wird, ergibt sich eine fast 15 Durch Überführung des Polymeren in die Faserfarblose Schmelze. wird die Grenzviskosität [η] auf 91% des Ausgangs-Die Mischung wird in einem Schmelz-Spinngerät wertes erniedrigt, während die gleiche Viskosität [η]unter folgenden Bedingungen versponnen: des gleichen Polymeren ohne Zusatz des Stabilisatorsauf 73 % des Ausgangswertes erniedrigt wird.Schneckentemperatur 220° C 2o Wenn das stabilisierte Garn 15 Stunden der Hitze-Kopftemperatur 220° C einwirkung in einem Heizschrank mit Luftumlauf bei120° C ausgesetzt wird (beschleunigter Alterungsver-Spinndüsentemperatur .... 230° C sucty} bleiben seine Eigenschaften fast unverändert.Spinndüsenart 60/0,8 · 16 mm Nach 20 Stunden unter einer UV-Quecksilber-Maximaldruck 40k2/cm2 25 damPüamPe behält das Gam 42o/o seiner ursprüng-MaximalürucJc w Kg/cm Hdien Zugfestigkeit; wällrend die Zugfestigkeit einesAufwickelgeschwindigkeit 300 m/Min. nicht stabilisierten Garnes auf 32% absinkt.Die erhaltenen Fasern werden in einem Streckver- eispiehältnis von 1:5,3 bei 130° C verstreckt. Die Eigen- 30 In einem Werner-Mischer wird bei Raumtempera-schaften der erhaltenen Fäden sind folgende: tür eine homogene Mischung aus 9950 g PoIy-[4-methylpenten-(l)] (mit einer Grenzviskosität [ή]Zugfestigkeit 4,13 g/den =10 und einem Rückstand nach der Heptanextrak-Dehnung 26,2Vo tion von 86>9%), hergestellt mit Hilfe von stereospe-35 zifischen Katalysatoren, mit 50 g Tetrapropenylbern-Durch Überführung des Polymeren in die Faser steinsäureanhydrid hergestellt.wird die Grenzviskosität [η] auf 76% des Ausgangs- Das mit dem Stabilisator vermischte Polymere wirdwertes erniedrigt, während die gleiche Viskosität [ή] in einem Probierrohr, das sich 10 Minuten in einemdes gleichen Polymeren ohne Zusatz des Stabilisators Thermostatbad bei 250° C befindet, geschmolzen undauf 74,5% des Ausgangswertes erniedrigt wird. 40 ergibt eine fast farblose Schmelze. Die MischungWenn das stabilisierte Garn 15 Stunden der Hitze- wird bei 260° C geschmolzen, um die Grenzviskositäteinwirkung in einem Heizschrank mit Luftumlauf bei auf einen für die Fasern geeigneten Wert (etwa120° C ausgesetzt wird (beschleunigter Alterungs- 103 Poise) zu verringern. Die Mischung wird beiversuch), bleiben seine Eigenschaften fast unverän- einer Kopftemperatur, einer Schneckentemperaturdert. 45 und einer Spinndüsentemperatur von 260° C mitNach 20 Stunden unter einer UV-Quecksilber- einer Spinndüsenart von 60/0,8, 16 mm, einem Druckdampflampe behält das Garn 47% seiner Ursprung- von 15 kg/cm2 und einer Aufwickelgeschwindigkeitliehen Zugfestigkeit, während die Zugfestigkeit eines von 100 m/Min, versponnen,nicht stabilisierten Garnes auf 32% absinkt. Das Garn wird in einem Glycerinbad bei 130° C50 gestreckt, und zwar mit einem StreckungsverhältnisBeispiel 2 1: 3· Die Eigenschaften der Fäden sind folgende:T . „, -Kit-u ■ ά τ, · π * Zugfestigkeit 1,5 g/denIn einem Werner-Mischer wird bei Raumtempera- f~tür eine homogene Mischung aus 9950 g Polypropy- Dehnung 50 /0len (mit einer Grenzviskosität [η], bestimmt in Tetra- 55 Bei der Probe im Ventilationsofen bei 120° C hydronaphthalin bei 135° C, von 1,46, einem Rück- während 15 Stunden vermindert sich die Zugfestigstand nach der Heptanextraktion von 94,1% und keit der Fäden auf 80% des Anfangswertes,
einem Asohegehalt von 0,07%) hergestellt mit Hilfevon stereospezifischen Katalysatoren, und 50 g Tetra- PATENTANSPRUCH:propenylbernstekisäureanhydrid hergestellt. 60 Verfahren zum Stabilisieren von PolymerisatenWenn die Mischung in einem Probierrohr, das sich aus a-Olefinen, dadurch gekennzeichnet, daß als10 Minuten in einem Thermostatbad bei 250° C be- Stabilisator 0,02 bis 2 Gewichtsprozent, bezogenfindet, geschmolzen wird, ergibt sich eine fast farblose auf das Polyolefin, an Tetrapropenylbernstein-Schmelze. säureanhydrid verwendet werden, gegebenenfallsDie Mischung wird in einem Schmelz-Spinngerät 65 im Gemisch mit einem anorganischen Salz derunter folgenden Bedingungen versponnen: Stearinsäure.® 309 669/349 8. 63
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