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DE1153241B - Verschluss fuer Photokameras - Google Patents

Verschluss fuer Photokameras

Info

Publication number
DE1153241B
DE1153241B DEE20733A DEE0020733A DE1153241B DE 1153241 B DE1153241 B DE 1153241B DE E20733 A DEE20733 A DE E20733A DE E0020733 A DEE0020733 A DE E0020733A DE 1153241 B DE1153241 B DE 1153241B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lamella
stop
shutter
closure according
inertia member
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEE20733A
Other languages
English (en)
Inventor
Paul Justen Ernisse
William Howard Horton
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Eastman Kodak Co
Original Assignee
Eastman Kodak Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Eastman Kodak Co filed Critical Eastman Kodak Co
Publication of DE1153241B publication Critical patent/DE1153241B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B9/00Exposure-making shutters; Diaphragms
    • G03B9/08Shutters
    • G03B9/10Blade or disc rotating or pivoting about axis normal to its plane

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Shutters For Cameras (AREA)

Description

  • Verschluß für Photokameras Ein bekannter Verschluß für Photokameras weist eine Verschlußlamelle auf, die nach dem Auslösen durch die Kraft einer Spannfeder in eine die Kamerabelichtungsöffnung freilegende Offenstellung bewegt wird und die nach einer die Belichtungszeit bestimmenden Verweilzeit durch die Kraft einer Rückstellfeder zurück in die die Öffnung abdeckende Schließstellung bewegt wird, wobei der Lamelle ein beim Auslösen des Verschlusses auslösbares Schleudermittel zugeordnet ist, das der Lamelle kinetische Energie erteilt. Zum Steuern der Verweilzeit der Lamelle ist mindestens ein Anschlag eines verstellbaren Teiles vorgesehen.
  • Bei diesem bekannten Verschluß wird jedoch die kinetische Energie, die der Lamelle erteilt wurde, entweder nur durch die Wirkung der Rückstellfeder oder durch Anschlagen der Nase eines Antriebshebels an einen Anschlag eines Zeitsteuerorgans aufgebraucht. Dadurch lassen sich mit diesem Verschluß nur verhältnismäßig kurze Belichtungszeiten einstellen.
  • Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen preiswerten, für verschiedene Belichtungszeiten einstellbaren Verschluß zu schaffen, der insbesondere auch für längere Belichtungszeiten geeignet ist.
  • Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zur Aufnahme der kinetischen Energie des Schleudermittels ein mit der Lamelle federnd gekoppeltes Trägheitsglied vorgesehen ist. Durch entsprechende Anordnung des Anschlages kann nun erreicht werden, daß das Trägheitsglied beliebig weit federnd ausschlägt und dadurch die kinetische Energie aufbraucht, und daß während dieser Zeit ein Teil des Trägheitsgliedes und/oder der Lamelle am Anschlag anliegt. Dadurch wird während dieser zum Aufbrauch der kinetischen Energie durch die Wucht des Trägheitsgliedes erforderlichen Zeit die Lamelle in Offenstellung gehalten. Durch zweckmäßige Anordnung des Anschlages hat man es nun in der Hand, die Belichtungszeit in weiten Grenzen zu variieren. Auch sind die dadurch erzielbaren Belichtungszeiten wesentlich länger als die mit dem bekannten Verschluß erzielbaren Belichtungszeiten.
  • Eine besonders einfache Ausführungsform des Verschlusses gemäß der Erfindung ergibt sich, wenn das Trägheitsglied durch eine die Lamelle mit einer Masse verbindenden Bandfeder gebildet ist. Wird nun, nachdem die Lamelle die öffnung abgedeckt hat, z. B. diese mittels eines Anschlages angehalten, dann kann die Masse infolge der Verbindung mittels der Bandfeder weiterschwingen, so daß die Lamelle durch das Spannen dieser Bandfeder während des Weiterschwingens der Masse am Anschlag in Offenstellung gehalten wird, wobei die Verweilzeit von der kinetischen Energie der Masse und der Charakteristik der Bandfeder abhängt.
  • Um ganz kurze Belichtungszeiten einzustellen, kann ein in die Bahn des Trägheitsgliedes bewegbarer Anschlag vorgesehen sein, an dem ein Teil des Trägheitsgliedes, z. B. die Masse, anschlägt. Hierbei wirkt die Masse der Lamelle als Trägheitsmasse, so daß die Verweilzeit sehr stark verringert und auf ein Minimum reduziert werden kann, wenn dieser Anschlag in eine Stellung gebracht wird, in der er gleichzeitig auch als Anschlag für die Lamelle dient.
  • Die Erfindung ist in der folgenden Beschreibung an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles im einzelnen erläutert. Es zeigt Fig. 1 eine Ansicht einer bevorzugten Ausführungsform eines Verschlusses nach der Erfindung, wobei die ausgezogenen Linien aller Teile in ihrer normalen Ruhestellung und die gestrichelten Linien eine Verschlußlamelle sowie ein Trägheitsglied in der Stellung zeigen, wenn der Verschluß geöffnet und für eine Belichtungszeit von ihoo Sekunden eingestellt ist, Fig. 2 eine Seitenansicht des in Fig. 1 dargestellten Verschlusses, und zwar von der in Fig.1 oben liegenden Seite aus gesehen, und Fig. 3 eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung,. bei der Verschlußlamelle und Trägheitsglied in der Stellung gezeigt sind, wenn der Verschluß geöffnet und für eine kürzere Belichtungszeit als 1/loo Sekunde eingestellt ist.
  • Der Verschluß nach der Erfindung kann automatisch oder er kann von Hand oder durch den Filmtransportmechanismus in bekannter Weise gespannt werden. Er weist eine- einzige schwenkbar gelagerte Verschlußlamelle auf, die durch einen unter Federeinwirkung stehenden Schleuderarm nach oben in eine geöffnete Stellung bewegt wird, sobald dieser Arm durch einen Auslöser freigegeben wird. Die Berührung des Schleuderarmes mit der Verschlußlamelle endet noch bevor diese die volle Offenstellung erreicht hat. Diese Offenstellung wird mittels eines verstellbaren Prellanschlages eingestellt, an dem die Lamelle am Ende ihrer Öffnungsbewegung anliegt. Mit der Verschlußlamelle verbunden ist ein Trägheitsglied, das aus einer Blattfeder besteht, deren freies Ende mit einem Gewicht versehen und deren anderes Ende derart mit der Verschlußlamelle verbunden ist, daß sich beide um denselben Drehpunkt bewegen, wenn die Lamelle durch den Schleuderarm nach oben gedrückt wird. Dies Trägheitsglied hält die Verschlußlamelle für eine bestimmte Zeit in der vollen Offenstellung, da es, nachdem die Lamelle den Prellanschlag erreicht hat, bis zum vollständigen Verlust seiner kinetischen Energie die Schwingung fortsetzt, wodurch die Lamelle gegen den Anschlag gedrückt wird. Wenn die ganze kinetische Energie des Trägheitsgliedes aufgebraucht ist, ändert es seine Bewegungsrichtung und bewegt, einer Rückstellfeder nachhelfend, die Verschlußlamelle in ihre Schließstellung, wo seine Bewegung zur Vermeidung eines Rückpralls gedämpft wird. Belichtungszeiten bis zu 1/loo Sekunden lassen sich leicht einstellen, indem lediglich der Prellanschlag gegenüber dem von der Verschlußlamelle zurückzulegenden Weg verschoben wird. Belichtungszeiten unter lhoo Sekunden werden eingestellt, indem die Lamelle nach Zurücklegen des kürzesten Arbeitsweges angehalten und ein Anschlagstift wahlweise in die Bewegungsbahn des Trägheitsgliedes gebracht wird, um dieses noch vor dem Abstoppen der Lamelle anzuhalten, oder in die Bewegungsbahn von beiden Teilen, nämlich von Lamelle und Trägheitsglied, um beide gleichzeitig anzuhalten.
  • Im folgenden wird das in der Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiel beschrieben.
  • Die Pfeile in Fig. 1 bezeichnen die Richtungen, in denen sich die Teile während des öffnens des Verschlusses bewegen.
  • Zum Verschluß gehört eine Platte 10, die vorzugsweise aus Kunststoff oder anderem, elektrisch isolierendem Material besteht und eine Belichtungsöffnung 11 enthält. Wenn der Verschluß in bekannter Weise an der Vorderseite eines hier nicht dargestellten Kameragehäuses angeordnet ist, sind seine Belichtungsöffnung 11 und das nicht gezeigte Kameraobjektiv aufeinander ausgerichtet. Auf einem auf der Platte 10 befindlichen Zapfen 12 ist eine Verschlußlamelle 13 schwenkbar gelagert, die sich aus einer Schließstellung (ausgezogene Linien in Fig. 1), in der sie die Belichtungsöffnung verdeckt, in eine die Belichtungsöffnung freigebende Offenstellung (gestrichelte Linien in Fig. 1) und zurück bewegen läßt. Bekanntlich wird die Belichtungszeit von der Zeit bestimmt, während der sich die Verschlußlamelle in ihrer Offenstellung befindet, bevor sie wieder in ihre Schließstellung zurückkehrt. Bei der dargestellten Verschlußlamelle handelt es sich um eine geschlossene Lamelle, die aus einer die Belichtungsöffnung verdeckenden Stellung in eine die Belichtungsöffnung freigebende Stellung und zurück bewegt werden kann. Die Lamelle kann jedoch in herkömmlicher Weise auch mit einer bogenförmigen Öffnung versehen sein, die beim Belichten mit der Belichtungsöffnung in Deckung gebracht wird.
  • Die Lamelle 13 weist einen ein Stück mit ihr bildenden Anschlagarm 14 auf, der in der Lamellenebene liegt und in radialer Richtung zum Zapfen 12 verläuft. Außerdem hat die Lamelle 13 einen vorstehenden Ansatz 15, der sich auf der dem Arm 14 gegenüberliegenden Seite des Zapfens 12 befindet. Normalerweise wird die Lamelle durch eine leichte, um den Zapfen 12 gewickelte Rückstellfeder 16 in ihre geschlossene Stellung zurückgeführt. Das eine Ende 17 der Rückstellfeder 16 liegt an einem durch die Platte 10 hindurchreichenden Steuernockenstift 18 an, und das andere Ende 19 liegt in einer Ausnehmung 20 in einer hochgebogenen Wand 21 der Lamelle 13.
  • Eine Schwungfeder 22, die an ihrem einen Ende 23 (Fig. 2) mit der Lamelle verbunden ist und deren freies Ende von der Lamellenebene abgesetzt ist, so daß sie unabhängig von der Lamelle um den Zapfen 12 schwingen kann, bildet ein Trägheitsglied. Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel bildet die Schwungfeder mit der Lamelle ein Stück, indem sie aus dem gleichen Stück dünnen Metalls gestanzt ist, wie die Lamelle, und sich an die Wand 21 anschließt, so daß sie in einer zur Lamelle senkrechten Ebene liegt, wenn dasWandstück 21 hochgebogen ist (Fig.2). Am freien Ende der Feder 22 ist ein Gewicht oder eine Masse 24 befestigt.
  • Die Antriebsvorrichtung für die Verschlußlamelle 13 weist einen auf einem Zapfen 27 schwenkbar gelagerten Spannhebel 26 auf, der unter der Spannung einer Feder 28 steht, die um den Zapfen 27 gewickelt ist und deren eines Ende 29 an einem Ansatz 30 des Spannhebels 26 anliegt, während das andere Ende 31 an einem hochgebogenen Ansatz 32 eines Auslösers 33 verankert ist. Der Auslöser 33 ist auf der Platte 10 um einen Zapfen 34 schwenkbar gelagert und wird durch eine Feder 35 in die Verriegelstellung (ausgezogene Linien in Fig. 1) bewegt. Der Verschluß kann in bekannter Weise von Hand oder vom Filmtransportmechanismus einer Photokamera gespannt werden, indem der am Spannhebel 26 befindliche Spannarm 36 so weit nach links (Fig. 1) bewegt wird, bis der Verriegelungsarm 37 des Spannhebels 26 hinter einen im Auslöser 33 vorgesehenen Verriegelungsnocken 38 einrastet. Der Spannhebel wird dadurch um seinen Lagerzapfen 27 im Uhrzeigersinn bewegt und damit die Spannfeder 28 gespannt. Der Verschluß kann mit Hilfe eines am Kameragehäuse beweglich angeordneten Hebels 40 gespannt werden, der von Hand oder durch den Filmtransport betätigt werden kann. Damit der Spannhebel 26 auch nach Rückkehr der Verschlußlamelle 13 in ihre Schließstellung wieder gespannt werden kann, ist die Kante des Ansatzes 15 auf der Lamelle 13 als schiefe Ebene ausgebildet, so daß das Ende des Spannhebels während des Spannvorganges in bekannter Weise auf und über diese schiefe Ebene hinweggleiten kann. Der hier beschriebene Verschluß muß gesondert gespannt werden. Er kann jedoch auch als bekannter, automatisch sich spannender Verschluß ausgebildet sein, bei dem die Spannfeder durch die Anfangsbewegung des Auslösers gespannt und sodann freigegeben wird, wenn der Auslöser weiter betätigt wird und dabei am Spannglied abgleitet.
  • Nachfolgend wird die Arbeitsweise des Verschlußmechanismus beschrieben. Befinden sich die Teile in der durch die ausgezogenen Linien (Fig.1) gekennzeichneten Stellung, in der der Verschluß gespannt ist, dann erfolgt eine Belichtung, wenn das Ende 42 des Auslösers 33 nach unten in Pfeilrichtung gedrückt wird, bis derAuslöser die durch die gestrichelte Linie dargestellte Stellung erreicht hat. Durch diese Betätigung wird der am Spannhebel 26 befindliche Verriegelungsarm 37 von dem im Auslöser befindlichen Nocken 38 freigegeben, so daß sich der Spannhebel unter der Einwirkung der verhältnismäßig starken Spannfeder 28 nunmehr um seinen Zapfen 27 in der demUhrzeigersinn entgegengesetztenRichtung drehen kann. Bei Beginn dieser Drehbewegung schlägt ein Schleuderarm des Spannhebels heftig gegen den an der Lamelle 13 befindlichen Ansatz 15 an, wodurch sich die Lamelle um ihren Zapfen 12 in Pfeilrichtung zu drehen beginnt. Der Spannhebel 26 dreht die Lamelle dann so weit, bis die Belichtungsöffnung 11 nicht mehr bedeckt ist. In diesem Augenblick verläßt der Spannhebel den Ansatz 15 der Lamelle und setzt seine Bewegung fort, bis er gegen einen auf der Platte 10 angeordneten Anschlag 50 anschlägt. Die Lamelle ihrerseits dreht sich gleichfalls weiter, bis der Anschlagarm 14 auf einen Steuernocken 51 auftrifft und damit die Bewegung der Lamelle unterbricht. Dieser Steuernocken 51 ist auf dem Stift 18 befestigt und kann zum Einstellen der Belichtungszeit durch einen Einstellhebel 52 verstellt werden, der über eine an einer zugänglichen Stelle der Kamera vorgesehene Skala für die einzelnen Belichtungszeiten gleitet. Im Gegensatz zur Lamelle wird das Trägheitsglied 22, 24 in seiner Bewegung nicht durch einen Anschlag gestört und schwingt daher in dem durch gestrichelte Linien dargestellten Pendelwinkel S weiter. Die im Trägheitsglied 22, 24 vorhandene kinetische Energie ist bedeutend größer als das zum »Aufziehen<: der Rückstellfeder 16 erforderliche Drehmoment, so daß das Trägheitsglied bei seiner Pendelbewegung (Winkel S) die Rückstellkraft der Rückstellfeder überwindet und die Lamelle so lange gegen den Steuernocken 51 drückt, d. h. in Offenstellung hält, bis seine kinetische Energie aufgebraucht ist und es seine Bewegungsrichtung umkehrt. Diese Zeitspanne, in der das Trägheitsglied die Lamelle gegen den Steuernocken drückt, ist eine Unterbrechung zwischen der öffnungs- und Schließbewegung der Lamelle und ergibt somit eine bestimmte Belichtungszeit.
  • Wird der Steuernocken auf 1/5o Sekunde eingestellt (Fig. 1), so tritt ein kleinerer Nocken 60 in die Bewegungsbahn des Anschlagarmes 14 und vergrößert damit den von der Lamelle zurückzulegenden Winkelweg, bevor der Anschlagarm 14 der Lamelle auf den Steuernocken auftrifft. Dieser Unterschied im Winkelweg verändert etwas die Winkelgeschwindib keit der Lamelle, und zwar in dem Moment, wenn der Anschlagarm auf den Steuernocken auftrifft. Diese leicht geänderte Winkelgeschwindigkeit verursacht zusammen mit der gegebenenfalls verkürzten oder verlängerten Bewegungsbahn der Lamelle eine Änderung der Zeit, in der sich die Lamelle in Öffnungsstellung befindet, und führt zu verschiedenen Belichtungszeiten bei verschiedenen Stellungen des Steuernockens. Wird der Belichtungseinstellhebel auf 1/2s Sekunde eingestellt, so befinden sich beide Nocken 51 und 60 außerhalb der Bewegungsbahn des Anschlagarmes 14. Die Lamelle bewegt sich dann so weit, bis sie gegen einen festen Anschlagstift 65 anstößt, der so angeordnet ist, daß der Verschluß für diese lange Belichtungszeit entsprechend lange geöffnet bleibt. Auf den für die Einstellung der Belichtungszeit von 1/2s Sekunden benötigten Anschlagstift 65 kann verzichtet werden, wenn die Stärke der Rückstellfeder 16 sowie die Masse des Trägheitsgliedes entsprechend ausgewählt wurden. In diesem Fall bewegt sich die Lamelle so weit, bis die kinetische Energie des Trägheitsgliedes aufgebraucht und von der Rückstellfeder 16 überwunden wird, so daß sich der Verschluß wieder schließt.
  • Bei kürzeren Belichtungszeiten als 1/loo Sekunden muß die Bewegung der Schwungfeder 22 oder der Lamelle und Schwungfeder so unterbrochen werden, wie dies aus Fig. 3 ersichtlich ist. Für eine Verschlußgeschwindigkeit von 1/2oo Sekunden wird der Steuernocken auf 1/loo Sekunde eingestellt und ein Anschlag-Stift 70 aus dem oberen Teil eines in der Platte 10 befindlichen Schlitzes 71 nach unten geschoben (Fig. 3). Der Verschluß wird, wie oben beschrieben, ausgelöst. Die Bewegung der Schwungfeder 22 wird jedoch, kurz bevor die Bewegung der Lamelle 13 durch das Auftreffen ihres Anschlagarmes 14 auf den Steuernocken 51 unterbrochen wird, durch den Stift 70 unterbrochen. Infolge ihrer kinetischen Energie bewegt sich die Lamelle gegenüber der angehaltenen Schwungfeder weiter, wodurch sich die Schwungfeder so lange durchbiegt, bis der Anschlagarm 14 der Lamelle gegen den Steuernocken 51 anschlägt. In diesem Augenblick ist sowohl die Schwungfeder als auch die Rückstellfeder 16 gespannt. Beide zusammen bewirken, daß die Lamelle schnell wieder in ihre Schließstellung zurückkehrt. Die Lamelle bleibt daher nur eine kurze Zeit in der Offenstellung, wodurch sich eine kurze Belichtungszeit ergibt. Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, muß sich der Anschlagstift 70 bei Belichtungszeiten von 1/2s bis lhoo Sekunden in seiner oberen Stellung im Schlitz 71 befinden. Selbstverständlich muß ein geeignetes (nicht gezeigtes) Mittel vorgesehen sein, mit dessen Hilfe sich der Stift 70 in seinen Stellungen im Schlitz 71 festklemmen läßt, so daß er nicht unbeabsichtigt verschoben werden kann.
  • Eine noch kürzere Belichtungszeit, z. B. 1/25o Sekunde, läßt sich einstellen, indem der Stift 70 noch weiter nach unten in eine in Fig. 3 gestrichelt dargestellte Stellung geschoben wird. In dieser Stellung bringt er Schwungfeder und Lamelle gleichzeitig zum Stillstand, und zwar unmittelbar nachdem die Verschlußlamelle die Belichtungsöffnung 11 vollständig freigegeben hat. Lamelle und Schwungfeder haben hier keine Möglichkeit, sich relativ zueinander zu bewegen, so daß die Zeit, während der der Verschluß geöffnet ist, auf das absolute Minimum reduziert ist. Zur Einstellung des Anschlagstiftes in dieser Stellung kann der Schlitz 70 mit einer mit ihm einen Winkel bildenden Verlängerung 71' (Fig.3) versehen sein. Die Einstellung erfolgt, indem der Stift bis zum unteren Ende des winkelförmigen Schlitzes verschoben wird, wie das bei 71' gezeigt ist. Damit die Lamelle nach Rückkehr in ihre geschlossene Stellung nicht oder so wenig wie möglich zurückfedert, können verschiedene Vorrichtungen vorgesehen sein. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine gebogene Anschlagwand 80 vorgesehen, an der die Kante des runden Teils der Lamelle 13 nach deren Rückkehr in die Schließstellung derart anliegt, daß auf die Lamelle eine dämpfende Wirkung ausgeübt wird. Zum Herstellen der Anschlagwand 80 ist die obere rechte Ecke 81 der Platte 10 vertieft und die Verschlußlamelle 13 in dieser Vertiefung angeordnet (Fig. 2 und 3).
  • Die am freien Ende der Schwungfeder 22 befindliche Masse 24 dient zum Justieren des Verschlusses für verschiedene Belichtungszeitkombinationen. Entfernt oder ändert man diese Masse, so wird damit gleichzeitig die Zeit, während der sich die Lamelle in .ihrer Öffnungsstellung befindet, und damit die Belichtungszeit entscheidend beeinflußt.
  • Der Verschluß kann mit einem einen Blitzlichtfederkontakt 85 aufweisenden Blitzlichtschalter versehen sein. Das nach unten gebogene Ende des Kontaktes ragt durch eine Öffnung 86 in der Lamelle 13 hindurch und liegt auf der aus Isoliermaterial bestehenden Platte 10 an der Unterseite der Lamelle auf, wenn der Verschluß geschlossen ist. Bei Betätigung der Lamelle 13 kommt das als schiefe Ebene ausgebildete umgebogene Ende des Kontaktes 85 mit der Kante der Öffnung 86 in Berührung und gleitet sodann auf der Oberfläche der Lamelle entlang, wodurch der Blitzlichtstromkreis geschlossen wird (Fig. 3). Diese Kontaktart ist besonders zweckmäßig, da durch die Betätigung des Verschlusses die Kontaktflächen von Korrosion und anderen Fremdkörpern saubergehalten werden.
  • Soll der Verschluß selbstspannend, also ein sogenannter Automatverschluß sein, so muß eine weitere Hebel-Feder-Anordnung vorgesehen werden, um den Verschlußspannhebe126 wieder zu spannen. Da für diesen Zweck verschiedene Anordnungen bekannt sind, wird von der Beschreibung einer derartigen Anordnung abgesehen.
  • Die beschriebene Verschlußlamelle 13 und die Schwungfeder22 bestehen aus einem einzigen Metallstück. Diese Konstruktion wurde jedoch nur wegen der einfachen und billigen Herstellung und Montage gewählt. Zum Beispiel könnten die Verschlußlamelle und das Trägheitsglied aus zwei vollständig voneinander getrennten Teilen bestehen, die um denselben oder verschiedene Drehpunkte drehbar übereinander angeordnet sind, wobei jeder Teil seine eigene leichte Rückstellfeder besitzt und so angeordnet ist, daß er gleichzeitig mit dem anderen Teil von der Ruhestellung aus von einem gemeinsamen oder getrennten Schlagmittel in Bewegung gesetzt wird. Wenn die Verschlußlamelle und das Trägheitsglied dann durch geeignete Mittel, z. B. eine Federverbindung, miteinander verbunden sind, die zulassen, daß sich das Trägheitsglied relativ zur Lamelle bewegt und diese während eines gegebenen Zeitabschnittes in Offenstellung hält, der von der kinetischen Energie des Trägheitsgliedes abhängt, wird das gewünschte Ergebnis erreicht.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verschluß für Photokameras mit einer Verschlußlamelle, die nach dem Auslösen durch die Kraft einer Spannfeder in eine die Kamerabelichtungsöffnung freigebende Offenstellung und nach einer die Belichtungszeit bestimmenden Verweilzeit durch die Kraft einer Rückstellfeder zurück in die die Öffnung abdeckende Schließstellung bewegbar ist, wobei der Lamelle ein beim Auslösen des Verschlusses auslösbares Schleudermittel zugeordnet ist, das der Lamelle kinetische Energie erteilt, und wobei zum Steuern der Verweilzeit der Lamelle mindestens ein Anschlag eines verstellbaren Teiles vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß zur Aufnahme der kinetischen Energie des Schleudermittels ein mit der Lamelle (13) federnd gekoppeltes Trägheitsglied (22, 24) vorgesehen ist.
  2. 2. Verschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägheitsglied (22, 24) und die Lamelle (13) durch eine Feder (22) verbunden ist.
  3. 3. Verschluß nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägheitsglied (22, 24) und die Verschlußlamelle (13) um die gleiche Achse (12) schwenkbar gelagert sind.
  4. 4. Verschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Schleudermittel ein auf die Lamelle (13) einwirkender Schleuderarm (26) vorgesehen ist.
  5. 5. Verschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß neben einem Anschlag (51, 60) für die Lamelle (13) ein in die Bahn des Trägheitsgliedes (22, 24) bewegbarer Anschlag (70) vorgesehen ist, an dem ein Teil des Trägheitsgliedes anschlägt, bevor die Lamelle (13) an ihren Anschlag anstößt.
  6. 6. Verschluß nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß für den Trägheitsgliedanschlag (70) eine Stellung vorgesehen ist, in der dieser gleichzeitig als Anschlag für die Lamelle (13) dient.
  7. 7. Verschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägheitsglied durch eine die Lamelle (13) mit einer Masse (24) verbindende Bandfeder (22) gebildet ist. B.
  8. Verschluß nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Lamelle (13) und die Bandfeder (22) aus einem Metallstück bestehen.
  9. 9. Verschluß nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß als Schleudermittel ein Arm des Spannhebels (26) des Verschlusses vorgesehen ist. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1095 654.
DEE20733A 1960-04-21 1961-03-10 Verschluss fuer Photokameras Pending DE1153241B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1095654B (de) 1959-09-19 1960-12-22 Agfa Ag Fotografischer Automatverschluss

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1095654B (de) 1959-09-19 1960-12-22 Agfa Ag Fotografischer Automatverschluss

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