DE1095654B - Fotografischer Automatverschluss - Google Patents
Fotografischer AutomatverschlussInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B9/00—Exposure-making shutters; Diaphragms
- G03B9/08—Shutters
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft einen fotografischen Automatverschluß mit einem mit dem Auslösehebel verbundenen
Schleuderarm.
Es sind fotografische Schleuderverschlüsse mit einer Verschlußlamelle bekannt. Bei diesen Verschlüssen
war es bisher nicht möglich, die Verschlußzeit zu variieren. Andererseits sind Zweilamellenautomatverschlüsse
bekannt mit zwei in entgegengesetzten Richtungen bewegten Sektoren, deren Bewegung über
Stift-Schlitz-Verbindungen mittels eines Antriebshebeis steuerbar ist. Die Zeitregelung erfolgt bei diesen
Verschlüssen über allgemein übliche Räderhemmwerke, die in ihrer Herstellung für billige Verschlüsse
aber zu teuer sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen billigen Automatverschluß für mehrere Verschlußzeiten
zu bauen, ohne die teueren Räderhemmwerke zu verwenden.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß ein nach der Verschlußzeit einstellbares
Steuerorgan vorgesehen ist, durch welches der Öffnungsweg der Sektoren begrenzbar ist, wobei die Sektoren
bei Einstellung des Steuerorgans auf die kürzeste Verschlußzeit bzw. auf »Ball« mindestens die
volle Blendenöffnung freigeben. Dabei ist es vorteilhaft, wenn das Steuerorgan in der »Ball«-Stellung den
Öffnungsweg der Sektoren so begrenzt, daß ein Abreißen des Schleuderarms verhindert ist. Bei Verschlüssen
mit zwei gegenläufig bewegten Sektoren, welche über einen Antriebshebel gesteuert werden, ist
es gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung zweckmäßig, daß an einer Nase des Antriebshebels
der Schleuderarm und an einer weiteren Nase des Antriebshebels das Steuerorgan angreifen kann. Erfindungsgemäß
kann das Steuerorgan als Hebel ausgebildet sein, dessen Stufen oder Kurven die jeweilige
Begrenzung für eine Bewegung der Sektoren bilden.
Die erfindungsgemäßen Verschlüsse weisen gegenüber bekannten Verschlüssen ähnlicher Bauart den
Vorteil auf, daß sie in ihrem gesamten Aufbau äußerst einfach und billig sind und daß sich trotz Vermeidung
teuerer Räderhemmwerke mehrere Verschlußzeiten verwirklichen lassen, wobei die Einstellung auf
»Ball« ohne jedes zusätzliche Glied möglich ist.
An Hand der Zeichnungen, die ein mögliches Ausführungsbeispiel zeigen, werden die Vorteile und Einzelheiten
des erfindungsgemäßen Verschlußprinzips näher erläutert, und zwar zeigt
Fig. 1 eine Ansicht eines erfindungsgemäßen Verschlusses bei Einstellung auf eine kurze Belichtungszeit
in geschlossenem Zustand,
Fig. 2 eine perspektivische Darstellung des Verschlusses nach Fig. 1 bei Einstellung auf »Ball«.
Auf der Platine 1 sind zwei Verschlußlamellen 2 Fotografischer Automatverschluß
Anmelder:
Agfa Aktiengesellschaft,
Leverkusen-Bayerwerk,
Kaiser -Wilhelm -Allee
Wilfried Hofmann und Alfred Winkler, München,
sind als Erfinder genannt wonton
sind als Erfinder genannt wonton
und 3 um die Achsen 4, 5 drehbar gelagert. Die beiden Lamellen 2, 3 weisen Schlitze 6, 7 auf, in welche ein
Stift8 eines auf einer Deckplatine 9 um die Achse 10 drehbar gelagerten Antriebshebels 11 eingreift. Die
beiden Platinen 1 und 9 sind miteinander verschraubt, wobei der Stift 8 durch eine Öffnung 12 in der Platine
9 hindurch in die Schlitze 6, 7 greift. Eine Drehung des Antriebshebels 11 um die Achse 10 im Uhrzeigersinn
bewirkt ein öffnen der Sektoren 2, 3, eine Drehung im Gegenuhrzeigersinn das Schließen der
Sektoren 2, 3. Eine um die Achse 10 gewundene, an der Platine 9 einerseits und der Nase 13 des Antriebshebels 11 andererseits gelagerte Haarnadelfeder 14
sucht den Antriebshebel 11 immer in die der Schließlage der Sektoren 2, 3 entsprechende Stellung zu
drehen.
Um die Achse 15 drehbar auf der Platine 9 gelagert ist der Spann- und Auslösehebel 16. An seinem einen
Ende greift eine Rückstellfeder 17 an. Auf dem Spann- und Auslösehebel 16 ist im Drehpunkt 18 der Schleuderarm
19 angeordnet. An ihm stützt sich das eine Ende einer Haarnadelfeder 20, welche um die Achse
15 gelegt ist, ab. Das andere Ende der Haarnadelfeder 20 ist am Spann- und Auslösehebel 16 befestigt.
Beim Schwenken des Spann- und Auslösehebels 16 in Richtung des Pfeiles 21 gleitet zunächst der Schleuderarm
19 am platinenfesten Ansatz 22 entlang. Dabei wird die Haarnadelfeder 20 gespannt. Beim Abreißen
des Schleuderarms 19 vom Ansatz 22 schleudert die Haarnadelfeder 20 den Schleuderarm 19 gegen
eine Nase 23 des Antriebshebels 11, so daß der Schleuderarm 19 nunmehr den Antriebshebel 11 in Richtung
des Uhrzeigersinns schleudert, wobei sich die Sektoren 2, 3 öffnen. Dann gleitet der Schleuderarm von der
Nase 23 ab. Die Sektoren 2, 3 öffnen sich so weit, wie der ihnen erteilte Schwung ausreicht, und schließen
sich dann wieder unter der Wirkung der Feder 14.
009 679/176
Der Spann- und Auslösehebel 16 gleitet unter der Wirkung der Rückstellfeder 17 über Schrägflächen des Ansatzes
22 und der Nase 23 hinweg zurück in seine Ausgangsstellung.
Die bei dem eben beschriebenen Verschlußvorgang aufgetretene Belichtungszeit ist die längste nach diesem
Verschlußprinzip ohne Räderhemmwerk zu verwirklichende Verschlußzeit. Zur Erzielung kürzerer
Belichtungszeiten wird von der Überlegung ausgegangen, daß die freie öffnung verschieden lange freigegeben
wird, je nachdem ob die Verschluß sektoren2,3weit
auseinanderschlagen, und daher lange brauchen, bis sie geschlossen sind, oder ob sie nur wenig
weit auseinanderschlagen und daher einen kürzeren Weg zurücklegen müssen, bis sie wieder geschlossen
sind. Kürzere Belichtungszeiten sind also dadurch zu erreichen, daß die Sektoren 2, 3 daran gehindert werden,
in ihre Grenzstellung auszuschlagen. Dies wird durch ein Zeitsteuerorgan 24 bezweckt.
Das Zeitsteuerorgan 24 besteht bei den gezeigten Ausführungsbeispielen im wesentlichen aus einem
Hebel, der um die Achse 25 drehbar ist. Das eine Ende des Hebels 24 weist eine Nase 26 und eine Kurve 27
auf. Außerdem ist das Steuerorgan 24 mit einer Rastenscheibe 28 versehen, deren Rastlöcher 29, 30, 31
in einen gehäusefesten Stift 32 einrasten können. Jeder Raststellung entspricht eine andere Stellung des
Hebels 24 gegenüber dem Antriebshebel 11. Rastet Loch 31 in den Stift 32 ein, so ist der Hebel 24 außerhalb
des Bewegungsbereiches des Antriebshebels 11. Die hierbei entstehende Verschlußz'eit ist dann die
längstmögliche, wie weiter oben bereits beschrieben. Rastet Loch 30 in den Stift 32 ein, so ist die Fläche 27
derart gegenüber dem Antriebshebel 11 angeordnet, daß der Antriebshebel 11 zunächst in die Offenstellung
der Sektoren 2, 3 geschleudert wird. Wenn die Sektoren 2, 3 die Blendenöffnung 33 ganz freigeben, stößt
die Nase 34 gegen die Kurve 27 des Hebels 24, so daß sich die Sektoren 2, 3 nicht mehr weiter öffnen können
und der Antriebshebel 11 unter der Wirkung der Feder 14 die Schließbewegung verfrüht einleitet. Die
hierbei entstehende Verschlußzeit ist erheblich kürzer als diejenige, die entsteht, wenn der Hebel 24 nicht im
Bereich des Antriebshebels 11 angeordnet ist.
Zur Einstellung auf »Ball« dient das Rastloch29. Wenn es in den Stift 32 einrastet, ist die Nase 26 des
Hebels 24 derart im Bereich der Nase 34 angeordnet, daß eine Weiterbewegung des Antriebshebels 11 bereits
unmöglich ist, noch ehe der Schleuderarm 19 an der Nase 23 abgleiten kann. Die Sektoren 2, 3 bleiben
gemäß Fig. 2 also so lange offen, solange der Spann- und Auslösehebel 16 gedrückt wird. Erst nach Loslassen
des Spann- und Auslösehebels 16 geht der Antriebshebel 24 unter der Wirkung der Feder 14 in
seine Ausgangslage zurück, so daß sich die Sektoren 2, 3 wieder schließen.
Selbstverständlich ist der Erfindungsgedanke nicht auf die gezeigte Ausführungsform beschränkt. Vielmehr
läßt er sich auch auf Ein- oder Mehrlamellenverschlüsse anderer Art anwenden, soweit es sich dabei
um Schleuderverschlüsse handelt. Insbesondere ist es auch möglich, nicht, wie in den Ausführungsbeispielen
gezeigt ist, nur zwei Verschlußzeiten und »Ball« einzustellen, sondern mittels der Kurve 27 und geeigneter
Rasten sogar eine kontinuierliche Zeiteinstellung zu erhalten.
Claims (4)
1. Fotografischer Automatverschluß mit einem mit dem Auslösehebel gelenkig verbundenen
Schleuderarm, dadurch gekennzeichnet, daß ein nach der Verschlußzeit einstellbares Steuerorgan
(24) vorgesehen ist, durch welches der Öffnungsweg der Sektoren (2, 3) begrenzbar ist, wobei die
Sektoren (2, 3) bei Einstellung des Steuerorgans auf die kürzeste Verschlußzeit bzw. auf »Ball«
mindestens die volle Blendenöffnung (33) freigeben.
2. Fotografischer Automatverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerorgan
(24) in der »Ball«-Stellung den Öffnungsweg der Sektoren (2, 3) so begrenzt, daß ein Abreißen
des Schleuderarms (19) verhindert ist.
3. Fotografischer Automat Verschluß, vorzugsweise
mit zwei gegenläufig bewegten Sektoren, deren Bewegung über Stift-Schlitz-Verbindungen
mittels eines Antriebshebels steuerbar ist, nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an
einer Nase (23) des Antriebshebels (11) der Schleuderarm (19) und an einer weiteren Nase (34)
des Antriebshebels (11) das Steuerorgan (24) angreifen kann.
4. Fotografischer Automatverschluß nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Steuerorgan (24) als Hebel ausgebildet ist, dessen Stufen und/oder
Kurven (26,27) die jeweilige Begrenzung für die Bewegung der Sektoren (2, 3) bilden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 009 679/176 12.60
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA32889A DE1095654B (de) | 1959-09-19 | 1959-09-19 | Fotografischer Automatverschluss |
| CH1026360A CH379267A (de) | 1959-09-19 | 1960-09-10 | Photographischer Automatverschluss |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA32889A DE1095654B (de) | 1959-09-19 | 1959-09-19 | Fotografischer Automatverschluss |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1095654B true DE1095654B (de) | 1960-12-22 |
Family
ID=6927953
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA32889A Pending DE1095654B (de) | 1959-09-19 | 1959-09-19 | Fotografischer Automatverschluss |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH379267A (de) |
| DE (1) | DE1095654B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1153241B (de) | 1960-04-21 | 1963-08-22 | Eastman Kodak Co | Verschluss fuer Photokameras |
-
1959
- 1959-09-19 DE DEA32889A patent/DE1095654B/de active Pending
-
1960
- 1960-09-10 CH CH1026360A patent/CH379267A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1153241B (de) | 1960-04-21 | 1963-08-22 | Eastman Kodak Co | Verschluss fuer Photokameras |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH379267A (de) | 1964-06-30 |
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