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DE1151633B - Stripperwerk mit hydraulisch betaetigtem Kolbenstangenzylinder zum Bewirken des Zangenschlusses und zum Aufbringen des Pressdruckes - Google Patents

Stripperwerk mit hydraulisch betaetigtem Kolbenstangenzylinder zum Bewirken des Zangenschlusses und zum Aufbringen des Pressdruckes

Info

Publication number
DE1151633B
DE1151633B DEM46889A DEM0046889A DE1151633B DE 1151633 B DE1151633 B DE 1151633B DE M46889 A DEM46889 A DE M46889A DE M0046889 A DEM0046889 A DE M0046889A DE 1151633 B DE1151633 B DE 1151633B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
stripper
pressure
cylinder
power
piston
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM46889A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Hans Fuchs
Heinrich Wuellner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
MASCHF DEUTSCHLAND AG
Original Assignee
MASCHF DEUTSCHLAND AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by MASCHF DEUTSCHLAND AG filed Critical MASCHF DEUTSCHLAND AG
Priority to DEM46889A priority Critical patent/DE1151633B/de
Priority to BE607435A priority patent/BE607435A/fr
Publication of DE1151633B publication Critical patent/DE1151633B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D29/00Removing castings from moulds, not restricted to casting processes covered by a single main group; Removing cores; Handling ingots
    • B22D29/04Handling or stripping castings or ingots
    • B22D29/06Strippers actuated by fluid pressure

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Press Drives And Press Lines (AREA)

Description

  • Stripperwerk mit hydraulisch betätigtem Kolbenstangenzylinder zum Bewirken des Zangenschlusses und zum Aufbringen des Preßdruckes Die Vorteile des hydraulischen Antriebs für den Stößel einer Stripperzange sind bekannt. Es liegt eine Reihe von Lösungsvorschlägen vor. Die vorteilhaftesten bedienen sich dabei der Möglichkeit, durch Anwendung irgendwelcher Kunstgriffe, den Gesamtweg des Stößels zu unterteilen in einen Schnellgang und in einen Krafthub. Es liegt im kinematischen Aufbau der Stripperzange und im Strippvorgang begründet, daß der größte Teil des Stößelweges unter geringem Kraftaufwand abläuft. Beim Spannvorgang, bei welchem der Stößel nach oben geht, ist zum Spannen selbst ein ganz geringer Hub notwendig. Beim Strippvorgang, bei welchem der Stößel nach unten läuft, ist in den meisten Fällen, insbesondere bei sauberen und gepflegten Kokillen, ein kurzer Krafthub mit verhältnismäßig geringen Kräften erforderlich. In seltenen Fällen nur und meist bei schwach konischen Kokillen wird ein größerer Weg des Stripperstempels unter fühlbarer Kraftentfaltung notwendig. Während man großen Wert darauf legen muß, daß alle übrigen Arbeitsvorgänge am Strippwerk rasch vonstatten gehen, darf der selten benötigte Strippvorgang unter hoher Kraftentfaltung eine gewisse Zeit beanspruchen.
  • Da der Spannvorgang nach vollendetem Schluß der Zange einen verschwindend kleinen Weg beansprucht und auch der Stripperweg zum Ausstoßen des Blockes unter Kraft sehr klein ist und nur einen Bruchteil des gesamten Hubes einnimmt, ist es nicht erforderlich, einen hydraulischen Zylinder mit Kolbenhub zu verwenden, der über den ganzen Arbeitsbereich der Stripperzange läuft, wie das bei den bisher bekannten hydraulischen Stripperwerken der Fall ist.
  • Die bisher bekannten hydraulischen Strippwerke verwirklichen den Eilgang entweder unter Verwendung eines einfachen Zylinders und Unterteilung des Pumpensatzes in einen Hochdruckteil zur Erzeugung kleiner Liefermengen unter hohem Druck und in einen Niederdruckteil zur Erzeugung großer Liefermengen mit geringem Druck. Dabei wird das aus dem Pressenbau und anderen Gebieten bekannte Verfahren angewendet, den Druckanstieg bei eintretendem Widerstand zum Abschalten des Niederdruckteils zu benutzen, wobei gleichzeitig der Hochdruckteil entweder eingesealtet wird oder eingeschaltet bleibt.
  • Ein anderes Verfahren benutzt nur eine Pumpe, unterteilt jedoch den Zylinder in zwei Einheiten, den Eilgangszylinder und den Kraftzylinder. Der Eilgangszylinder nimmt, beaufschlagt durch die Pumpe, den Kolben des Kraftzylinders sowie den an diesem hängenden Stripperstempel mit, wobei das Öl von der einen Seite des Kraftkolbens drucklos zur anderen Seite geführt wird. Im Moment des Widerstandsanstieges wird der Kurzschluß zwischen den beiden Zylinderseiten hergestellt, und die Pumpe wirkt sinngemäß auf Eilgangskolben und Kraftkolben gleichmäßig in derselben Richtung. Dabei ist es gleichgültig, ob der Eilgangszylinder im Innern des Kraftzylinders gleichachsig angeordnet ist oder ob zwei oder mehrere Eilgangszylinder den Kraftkolben von außen fassen.
  • Es sind auch andere Einrichtungen denkbar. Allen diesen Einrichtungen haften grundsätzlich Nachteile an, da der hydraulische Zylinder und der zugehörige Kraftkolben auf der vollen Hublänge arbeiten müssen. Diese Teile sind teuer und um so schwieriger herzustellen, je größer die verlangte Leistung wird. Auch werden die für den Eilgang notwendigen Pumpen bei Anwendung einfacher Zylinder immer größer. Die Durcharbeitung eines Strippwerkes für sehr große Abmessungen zeigt, daß infolge der für schnelles Arbeiten im Eilgang notwendigen Ölmengen die Unterbringung der Antriebsmotoren mit den zugehörigen Pumpen innerhalb des zulässigen Drehkreises im Schacht eines Stripperkranes unmöglich wird. Auch andere Nachteile haften den Konstruktionen mit Langhubzylindern an, und zwar folgende: Die großen notwendigen Ölmengen werden dem Ölbehälter entnommen und gleichzeitig von der Gegenseite des Kolbens -an anderer Stelle wieder in den Ölbehälter zurückgeführt. Der Ölbehälter muß also eine sehr große Ölmenge enthalten. Bei: den. kleinen zur Verfügung stehenden Maßen wird der Ölbehälter infolgedessen hoch; -und das Schwanken des ölspiegels ist ein sehr großes: Dadurch entstehen zwei weitere Nachteile. Die Ölbewegung im Behälter ist sehr heftig, wodurch sowohl die Filterung als auch die Entlüftung des Öles sehr schwierig wird. Zum anderen wird bei jedem Absinken des Ölspiegels Luft von außen in den Ölbehälter eingesaugt, wodurch bei noch so sorgfältiger überwachung der eingesetzten Filter im äußerst schmutzigen Stahlwerksbetrieb unvermeidlich Verschmutzung des Betriebsöles eintritt.
  • Der andere schwerwiegende Nachteil besteht darin, daß die in den großen Zylinder eingeschlossenen Öl mengen bei Beginn des Spannvorganges und bei Beginn des Strippvorganges unter Krafterzeugung,-stets verdichtet werden müssen. Die. Verdichtungsarbeit für das-eingeschlossene Öl ist durchaus nicht zu vernachlässigen, wenn größere Ölmengen auf höhere Drücke zu bringen sind. Das ist dann um so mehr der Fall, wenn das Betriebsöl nicht genügend sorgfaltig auf die Dauer entlüftet werden kann, d. h. also, mit zunehmenden Ölmengen, zunehmenden Geschwindigkeiten, zunehmenden Hüben, also mit Wachsen der Strpperzänge werden die Verdichtungsarbeit und damit die dafür aufzuwendende Zeit relativ größer. Daher wird eine nach den bisherigen Verfahren mit Langhubzylinder gebaute hydraulische Stripperzange mit zunehmender Größe an Wirtschaftlichkeit und Arbeitsgeschwindigkeit abnehmen.
  • Außerdem sind auch Konstruktionen bekannt, die eine elektromechanische Lösung vorsehen. Die Nachteile der elektromechanischen Zange mit Spindel antrieb liegen vorwiegend darin, daß die Spindel bei Krafterzeugung aus der flüssigen in die halbflüssige und zum Schluß in trockene Reibung übergeht, also zum Verschleiß neigt und einen außerordentlich schlechten Wirkungsgrad gerade dann aufweist, wenn man (zur Erzeugung großer Kräfte) einen hohen Wirkungsgrad braucht. Der andere Nachteil ist die Tatsache; daß die Spannenergie und die Strippenergie zum wesentlichen Teil .aus der lebendigen Kraft der Massen des rotierenden Elektromotors genommen werden. Beim Leerlauf jedoch arbeitet die Spindel mit gutem Wirkungsgrad. Sie läßt sich bis zu sehr großen Abmessungen ausbilden.
  • Die Erfindung betrifft nun ein Stripperwerk mit doppeltwirkendem zweiseitigem, hydraulisch betätigtem Kolbenstangenzylinder zum Bewirken des Zangenschlusses und zum Aufbringen des Preßdruckes auf den Stripperstempel beim Ausstoßen des Blockes, das die vorgenannten Nachteile vermeidet und dessen Lösung erfindungsgemäß darin besteht, daß der Kraftkolben- des kurzhubigen hydraulischen Kraftzylinders nur zum Betreiben- der langsamen Kraftgänge beim Ausstoßen und Blockfassen ausgebildet ist, während zum Erzeugen der schnellen Leerläufbewegungen des Stripperstempels und der Zange eine im Kraftkolben zentrisch gelagerte Schraubenspindel mit separatem Antrieb versehen ist, der in an sich bekannter Weise eine im Zangenschachtrohr verschieblich, nicht verdrehbar gelagerte, mit dem . Stripperstempel verbundene Schraubenmutter zugeordnet ist., Der Kraftkolben ist mit Federn oder Hilfskolben verbunden, die ihn im druckentlasteten Zustand der Hauptzylinderräume in einer Ruhelage halten, von der aus er nach unten den notwendigen Stripperhub, nach oben den notwendigen Zangenspannhub ausführen kann. Beim Ausweichen aus der Ruhelage durch Auftreffen des Stripperstempels auf erhöhten Widerstand wird der Kraftkolben entweder mechanisch mit Wegabtastem oder über die Stempel hydraulisch mit Drucktastern verbunden, die durch Beeinflussung der geeigneten Steuerorgane die Druckquelle und den Ölbehälter sinngemäß mit den Innenräumen des Kraftzylinders verbinden.
  • Es ist zwar bei einer Sicherheitsvorrichtung für Stripperzangen bei hydraulisch betriebenen Block-Strippern, deren Antrieb aus einem oberhalb des Stripperstempels angeordneten Zylinder und einer unabhängig vom Stripperwerk vorgesehenen Druck erzeugungseinrichtung für die Druckflüssigkeit besteht, an sich schon ein Stripperwerksantrieb bekannt, bei dem ebenfalls ein hydraulischer Antrieb und ein Spindeläntrieb zusammenwirken. Das kennzeichnende Merkmal besteht jedoch hierbei darin, daß die als Stripperstempel ausgebildete Kolbenstange auf der den Zangenschenkeln abgewandten Seite über den Kolben und durch den Zylinderdeckel hinaus verlängert und an ihrem Ende mit Gewinde versehen ist, auf dem sich eine angetriebene Nachlaufmutter führt, die sich auf einem Ansatz des Zylinders abstützt. Es besteht somit ein grundsätzlicher Unterschied der Funktionen der Antriebe.
  • Bei der Lösung nach der Erfindung sind die Vorteile eines durch Spindelantrieb bewirkten Schnellganges mit den Vorteilen der hydraulischen Zangenspannkrafterzeugung und des hydraulischen Blockausstoßens verbunden. Die in dem Kraftkolben in axialer Richtung unverrückbar gelagerte Spindel kann große Kräfte aufnehmen, gleichzeitig aber eine freie Drehbewegung ausüben. Diese Spindel ist nun andererseits mit einem motorischen Antrieb verbunden, der ihr eine Drehbewegung erteilt. Außerdem, ist sie mit einer Mutter verbunden, die in dem die Strippzange umgebenden Gehäuseteil (meist rohrförmig ausgebildet) auf- und abwärts verschiebbar, aber nicht verdrehbar geführt ist. Diese Mutter ist mit dem Stripperstempel fest verbunden. Selbstverständlich kann auch die Mutter mit der angetriebenen Spindel verbunden sein und sich mit dieser drehen, während die Schraubenspindel mit dem Stripperstempel verbunden ist.
  • Der hydraulische Kraftkolben sitzt in einem hydraulischen Zylinder, der sich zur Aufrechterhaltung der Spannung bei gespannter Zange in bekannter Weise auf ringsherum angeordnete Federpakete abstützt. Die Arbeitsräume dieses Zylinders, in welchen der Kolben einen verhältnismäßig geringen Hub ausführen kann, sind in bekannter Weise mit einer Pumpe als Druckquelle verbunden über an sich bekannte hydraulische bzw. elektromechanische Steuer-Organe. Selbstverständlich können auch druckluft-)der druckgasbeaufschlagte Organe benutzt werden.
  • Zweckmäßigerweise bildet man den hydraulischen 7ylinder und den Kraftkolben so aus, daß der Kraftcolben im Entlastungsfall in der Mitte des hydrauischen Zylinders zu stehen kommt, so daß er sowohl lach der einen als auch nach der anderen Seite einen Ur die Durchführung der Spannbewegung ausreichenien Krafthub ausüben kann. Dabei wird dieser Kraftnub zum Zangenspannen, also nach oben, kleiner ausfallen können als zum Strippen. Die Mittellage des Kraftkolbens im hydraulischen Zylinder wird daher nicht notwendigerweise eine geometrische Mittellage werden. Diese Mittellage oder Ruhestellung kann herbeigeführt werden durch Federn oder durch hydraulische Hilfszylinder mit Kolben, die bei Ruhestellung des Hauptkolbens an der Grenze ihres Eigenhubes angelangt sind.
  • In der Abbildung sind der Aufbau sowie die Schaltung für ein Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt.
  • Ein Antriebsmotor 1 versetzt über ein Getriebe 2 und eine Kupplung 3 eine Spindel 4 in Drehbewegung, die an ihrem unteren Ende ein Gewindestück 5 besitzt, wodurch eine Mutter 6, welche in einem Stripperzangenschachtrohr 7 unverdrehbar geführt und mit einem Stripperstempel8 fest verbunden ist, auf und ab bewegt werden kann. Die Spindel 4 ist in einem Kraftkolben 9 eines hydraulischen Zylinders 10 mit den Bunden 4 a und 4 b axial nicht verschieblich gelagert. Der hydraulische Zylinder 10 stützt sich mit einem Flansch 11 auf die Spannfeder 12 ab. Mit ihm fest verbunden sind Hilfskolben 14 in Zylindern 13 bzw. Hilfskolben 16 in Zylindern 15. Die Hilfskolben 14 und 16 halten dann, wenn die Zylinder 13 und 15 unter genügendem Öldruck stehen, den Kraftkolben 9 über den Kragen 9 a in Mittelstellung innerhalb des Zylinders 10 derart, daß die Arbeitshübe in den Räumen 10 a und 10 b den Erfordernissen des Stripperbetriebes entsprechen. Es ist dabei nicht notwendig, daß der Durchmesser der Kolbenstange 9 b ebenso groß ist wie der Durchmesser der Kolbenstange 9 c. Der Zylinderraum 13 ist über Rückschlagventil 17 und Drossel 18 mit einem Speicherraum 19 verbunden, in gleicher Weise der Zylinderraum 15 über ein Rückschlagventil 20 und eine Drossel 21 mit einem Speicherraum 22. Der im Innern vom Zylinderraum 13 befindliche Druck wird .durch einen Druckwächter 23, der im Zylinderraum 15 herrschende Druck durch einen Druckwächter 24 überwacht.
  • Bewegt sich durch irgendwelche Ursache der Kraftkolben 9 im hydraulischen Zylinder 10 nach oben, so steigt der Druck im Zylinderraum 15 an. Diese Drucksteigerung wird vom Druckwächter 24 gemeldet und, in bekannter Weise verstärkt, an ein Umschaltorgan 25 weitergegeben. An Stelle dieser Druckmeldung kann man auch beispielsweise die tewegung des am Kragen 9 a angesetzten Mitnehmers 9 d benutzen, um die vorzugsweise elektrischen Schaltorgane 37 oder 3$ zu betätigen. Dem Umschaltorgan 25 fließt aus einem. Ölbehälter 26 _über einen Filter 27 von einer Pumpe 28 angesaugtes Öl über ein Rückschlagventil 29 und eine Leitung 30 zu. Bei Bewegung des Kraftkolbens 9 nach oben (Einleitung des Strippvorganges) wird der Schalter 25 so beeinflußt, daß das aus Leitung 30 ankommende Öl durch eine Leitung 34 in Raum 10 a einströmt,. wobei der nunmehr nach unten gehende Kraftkolben 9 aus Raum 10 b Öl über ein Schaltorgan 33 und eine Leitung 31 sowie das Umschaltorgan 25 und eine Leitung 35 in den Ölbehälter 26 zurückdrückt. Dabei wird Druckwächter 24 wieder ausgeschaltet und Druckwächter 23 eingeschaltet. Es ist schaltungstechnisch mit bekannten Mitteln leicht zu erreichen, daß durch Ansprechen des Druckwächters 23 bzw. des Schalters 38 kein Auflösen des früher durch 24 bzw. 37 erteilten Kommandos eintritt.
  • Gleichzeitig mit dem Schalten des Druckwächters 23 besorgt der Druckwächter 24 bzw. Schalter 37 das Abschalten des Antriebsmotors 1 und eines Schalters 40, so daß die Spindel 4, 5 zum Stillstand kommt und ein bis dahin geöffneter Kurzschlußschieber 39 sich schließt. Die unter hoher Kraft ablaufende Bewegung des Stripperstempels 8 vollzieht sich dann ohne Relativbewegung zwischen Spindel 4, 5 und Mutter 6. Ebenso vollzieht sich die Kraftübertragung zwischen dem Kraftkolben 9 und dem Bund 4 a ohne Relativbewegung.
  • Durch Auflösung des Kommandos »Strippen« mittels eines bekannten elektrohydraulischen Steuerorgans geht das Umschaltorgan 25 auf Mittelstellung. Die Pumpe 28 fördert über 29, 30, 25 und 35 in den Ölbehälter 26 drucklos zurück. Pumpe 28 ist gegen Überdruck geschützt durch ein Sicherheitsventil 28 a. Bei Einleiten des Kommandos »Heben« bzw. »Spannen« durch den Bedienungsmann wird zunächst das Umschaltorgan 25 in die Stellung »Heben« gebracht, bis der Kraftkolben 9 seine Mittelstellung erreicht hat. Dabei fließt das aus der Pumpe 28 durch das Umschaltorgan 25 gedrückte Öl in die Leitung 31 über das Rückschlagventil 32 zum Raum 10b. Das aus Raum 10 a ausströmende Öl fließt über die Leitung 34, das Umschaltorgan 25 und die Leitung 35 dem Ölbehälter 26 zu. Sobald der Kraftkolben 9 Mittelstellung erreicht hat bzw. der Kragen 9 a sich in Mittelstellung befindet, schaltet der Druckwächter 23 aus. Hierdurch wird das Umschaltorgan 25 in Mittelstellung zurückgeführt und der Antriebsmotor 1 eingeschaltet im Sinne einer Senkbewegung. Damit setzt der Eilgang ein, der so lange abläuft, bis die vom Gewindestück 5 angetriebene Mutter 6 über die Stripperzange 8 Widerstand findet. Hierdurch wird der Kraftkolben 9 nach unten gezogen, der Kragen 9 a drückt über den Kolben 14 auf den Raum 13, der Druckwächter 23 bzw. der Endschalter 38 sprechen an, beeinflussen das Umschaltorgan 25, das Öl strömt aus der Pumpe 28 über das Rückschlagventil 29, .die Leitung 30, das Umschaltorgan 25, die Leitung 31, das Rückschlagventil 32 in den Raum 10b. Der Raum 10a wird entladen über die Leitung 34, das Umschaltorgan 25, die Leitung 35 in den Ölbehälter 26. Der Zangenspannvorgang läuft ab.
  • Sinngemäß ist beim Einschalten von 25 durch Ansprechen- von 23 bzw. 38 der Antriebsmotor 1 mit der Spindel 4, 5 stillgesetzt. Der hydraulische Vorgang läuft ab unter relativer Ruhe der mechanischen drehenden Teile.
  • Das sinngemäße Zu- und Abschalten des Steuerorgans 39 in Verbindung mit dem Ein- und Ausschalten des Antriebsmotors 1 bzw. in Zusammenwirken mit Organ 25 braucht nicht näher beschrieben zu werden, da es sich von selbst versteht.
  • Die Wirkungsweise sei im nachfolgenden im Hinblick auf eine ausführliche Behandlung der Einzelaggregate nochmals beschrieben: Beim Einschalten einer Bewegung wird zunächst von einem Antriebsmotor die Spindel in der gewünschten Richtung in Drehung versetzt, wodurch der Stripperstempel im Eilgang verschoben wird. Dabei ist zwischen den beiden Zylinderrräumen oberhalb und unterhalb des Hauptkolbens Kurzschluß hergestellt. Trifft nun der Stripperstempel auf einen Widerstand, z. B. dadurch, daß die Zange geschlossen ist oder der Stempel nach unten gegen den Block läuft, ohne daß dieser sofort aus der Kokille fällt, verschiebt sich der Kolben im Kraftzylinder um einen kleinen Betrag nach oben oder unten aus seiner Ruhelage. Hierdurch wird entweder durch ein wegabfühlendes Organ am Hauptkolben oder durch ein druckabfühlendes Organ an den Hilfskolben der die Spindel antreibende Motor abgeschaltet und gleichzeitig der Druckölstrom dem Zylinder sinngemäß zugeleitet. Die Spindel kommt zum Stillstand, und der Krafthub wird durchgeführt. Bei Verwendung einer selbstregelnden Pumpe kann eine mit zunehmendem Druck abnehmende Flüssigkeitsmenge gefördert werden, so daß der Spannvorgang außerordentlich schnell und der Strippvorgang nach dem Gesetz konstanter Leistung abläuft. Infolge der Kleinheit des angewendeten Zylinders und des dadurch geringen eingeschlossenen ölvolumens erfolgt- der Druckaufbau im Kraftzylinder sehr rasch, was sehr kurze Arbeitszeiten ermöglicht. Die Leistungen des die Hochdruckpumpe antreibenden Elektromotors können daher vergleichsweise gering gewählt werden.
  • Der elektromechanische Antrieb mit Spindel hat im vorliegenden Falle einen gewissen Nachteil, der darin besteht, daß zur Erzeugung vernünftiger Leistungen und Drehmomente ein verhältnismäßig schnell laufender Elektromotor verwendet weiden muß, der über ein übersetzungsgetriebe die Spindel antreibt. Bei jeder Ingangsetzung ist eine erhebliche Energie für die Beschleunigung der Massen des Elektromotors aufzuwenden und beim Stillsetzen wieder zu vernichten.
  • Wesentlich vorteilhafter gestaltet sich der Antrieb der Spindel durch einen hydraulischen Motor. Das Verhältnis von erzeugbarem Drehmoment zum Trägheitsmoment der rotierenden Massen ist bei gleicher Drehzahl und gleicher Leistung beim hydraulischen Motor um ungefähr eine Dezimale günstiger, wenn es sich um einen gewöhnlichen Axialkolben-Schnellläufermotor handelt. Bei Anwendung eines Langsamläufers neuester Ausführung ist das Verhältnis jedoch nochmals um wenigstens eine Dezimale günstiger, insbesondere dann, wenn der Motor mit stillstehendem Zylinderteil ausgebildet ist und nur eine rotierende Welle mit Schiefscheibe besitzt. Es bedeutet daher einen fühlbaren Fortschritt, den Antrieb der Spindel im vorliegenden Falle durch einen hydraulischen Motor, vorzugsweise in der Form des langsam laufenden Axialkolbenmotors, auszubilden. Man kann dann diesen Motor mit derselben Pumpe verbinden, die als Druckquelle für den Kraftzylinder dient. Das hat gleichzeitig den Vorteil, daß der öldruck in der Druckleitung von der Pumpe zum Ölmotor als Meßwert dienen- kann, um über einen Druckmesser das Hauptumstenerorgan von Schnellgang auf Kraftgang umzuschalten und dem Zylinder zuzuführen. In einer solchen Ausführung, deren Schaltung mit bekannten Mitteln durchgeführt werden kann, wird der Höhepunkt an Leistung erreicht, der von einer- solchen kombinierten mechanisch-hydraulischen Zange erwartet werden kann. Es ist dann auch nur notwendig, einen einzigen Hauptantriebs-Elektromotor zu installieren, dessen Leistung so groß gewählt wird, daß der Eilgang, angetrieben durch einen Hydromotor; unter Ausnutzung der vollen elektromotorischen Leistung stattfindet ebenso wie der Kraftgang, ausgeführt durch einen kurzhubigen hydraulischen Kraftzylinder.

Claims (3)

  1. PATENTA.NSPROCHE: 1. Stripperwerk mit doppeltwirkendem zweiseitigem, hydraulisch betätigtem Kolbenstangenzylinder zum Bewirken des Zangenschlusses und zum Aufbringen des Preßdruckes auf den 'Stripperstempel beim Ausstoßen des Blockes, dadurch gekennzeichnet, daß der Kraftkolben (9) des kurzhubigen hydraulischen Kraftzylinders (10) nur zum Betreiben der langsamen Kraftgänge beim Ausstoßen und Blockfassen ausgebildet ist, während zum Erzeugen der schnellen Leerlaufbewegungen des Stripperstempels (8) und der Zange eine im Kraftkolben zentrisch gelagerte Schraubenspindel (4, 5) mit separatem Antrieb (1, 2, 3) versehen ist, der in an sich bekannter Weise eine im Zangenschachtrohr (7) verschieblich, nicht verdrehbar gelagerte, mit dem Stripperstempel verbundene Schraubenmutter (6) zugeordnet ist.
  2. 2. Stripperwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kraftkolben (9) mit Federn oder Hilfskolben (14, 16) verbunden ist, die ihn im druckentlasteten Zustand der Hauptzylinderräume (10 a,10 b) in einer Ruhelage halten, von der aus mit ihm nach unten der notwendige Stripperhub und nach oben der notwendige Zangenspannhub auszuführen ist.
  3. 3. Stripperwerk nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kraftkolben (9) beim Ausweichen aus - der Ruhelage durch Auftreffen des Stripperstempels (8) - auf erhöhten Widerstand entweder mechanisch mit Wegabtastern (37, 38) oder über die Hilfskolben (14, 16) hydraulisch mit Drucktastern (23, 24) zusammenwirkt, die durch Beeinflussung von Steuerorganen (25, 39) die Pumpe (28) und den ölbehälter (26) sinngemäß mit den Innenräumen (10 a,10 b) des Kraftzylinders (10) verbinden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1031938.
DEM46889A 1960-10-19 1960-10-19 Stripperwerk mit hydraulisch betaetigtem Kolbenstangenzylinder zum Bewirken des Zangenschlusses und zum Aufbringen des Pressdruckes Pending DE1151633B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3469722A (en) * 1966-11-24 1969-09-30 Adamson Alliance Co Ltd The Apparatus for removing ingots from moulds

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1031938B (de) * 1956-10-10 1958-06-12 Deutschland Ag Maschf Sicherheitsvorrichtung fuer Stripperzangen bei hydraulisch betriebenen Blockstrippern

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BE607435A (fr) 1961-12-18

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