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Mülltonnen -Abstellraum Die Erfindung betrifft einen Mülltonnen-Abstellraum
mit zwei einander gegenüberliegenden Türen.
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Bei einem derartigen Abstellraum ist es bekannt, mehrere Mülltonnen
auf einer heb- und senkbaren Drehscheibe aufzustellen, die um eine in der Mitte
des Abstellraumes angeordnete lotrechte Achse drehbar ist. Bei dieser bekannten
Vorrichtung werden die Mülltonnen vom Keller aus gefüllt, mit der Drehscheibe hochgehoben
und durch eine hochgelegene Wandöffnung auf die Straße befördert. Dabei ergibt sich
aber der Nachteil, daß die Mülltonnen von den Müllwerkern mit Mühe aus der engen
Öffnung herausgezogen werden müssen. Außerdem ist eine solche Anlage sehr aufwendig
und nur für große Mietshäuser rentabel.
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Bekannt ist ferner ein Abstellraum für Mülltonnen, der in einer Gartenmauer
untergebracht und sowohl von der Straßen- als auch von der Gartenseite her zugänglich
ist.
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Diese Mülltonnenkammer hat jedoch den Nachteil, daß die Mülltonne
nicht aus dem Abstellraum herausgeschwenkt werden kann. Infolgedessen ist das Auswechseln
der Mülltonnen zum Entleeren mit Schwierigkeiten verbunden. Außerdem ist dieser
bekannte Abstellraum nicht mit zwei einander gegenüberliegenden Türen und einem
festen Dach versehen, sondern an der Gartenseite nach oben offen. Es kann deshalb
vorkommen, daß sich Regenwasser in dem Abstellraum sammelt, wenn versehentlich die
Klappe nicht geschlossen wurde.
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Um ein Ausschwenken der Mülltonne aus dem Abstellraum zu ermöglichen,
ist es bei Mülltonnenschränken mit einer Tür auch nicht mehr neu, die Mülltonne
unmittelbar am Türblatt oder einem besonderen Tragrahmen aufzuhängen, dessen Schwenksäule
am Türrahmen oder in dessen unmittelbarer Nähe untergebracht ist.
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Derartige Vorrichtungen haben aber den Nachteil, daß die Mülltonne
nur immer von derselben Seite des Abstellraumes aus gefüllt und ausgewechselt werden
kann.
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Alle diese Nachteile und Schwierigkeiten werden mit der Erfindung
dadurch beseitigt, daß bei einem Abstellraum der eingangs erwähnten Art im Inneren
des Abstellraumes an einer der beiden Seitenwände in der Nähe der Türen je eine
lotrechte Drehachse angeordnet ist und daß ein die Mülltonne aufnehmender Tragrahmen,
dessen Breite etwa dem Abstand der Drehachsen entspricht, wahlweise um eine dieser
Drehachsen durch eine der beiden Türöffnungen herausschwenkbar ist.
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Diese Ausführung gemäß der Erfindung hat den
Vorteil, daß die Bedienung
der Mülltonne von beiden Seiten des Abstellraumes her einfach und bequem vorgenommen
werden kann.
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Der Gegenstand der Erfindung wird an Hand der in der Zeichnung dargestellten
beiden Ausführungsarten näher erläutert, und zwar zeigt Fig. 1 einen gemäß der Erfindung
ausgestalteten Abstellraum für Mülltonnen mit zwei feststehenden Drehachsen und
einer im Inneren des Ab stellraumes untergebrachten Mülltonne in einem waagerechten
Schnitt, Fig. 2 den Gegenstand der Fig. 1 mit nach außen ausgeschwenkter Mülltonne,
Fig. 3 den Gegenstand der Fig. 1 in einem lotrechten Schnitt, Fig. 4 ein weiteres
Ausführungsbeispiel der Erfindung mit einer feststehenden und einer um diese herum
schwenkbaren Drehachse und einer im Inneren des Abstellraumes untergebrachten Mülltonne
in einem waagerechten Schnitt, Fig. 5 den Gegenstand der Fig. 4 mit nach außen ausgeschwenkter
Mülltonne.
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Wie die Zeichnung erkennen läßt, ist der Abstellraum 1 für die Mülltonne
2 fluchtend in eine Hauswand oder Grundstücksmauer 3 eingebaut und erstreckt sich
mit seinem rückwärtigen Teil in das Innere des Gebäudes oder Grundstückes. An der
Vorder- und Rückseite ist der Abstellraum 1 durch je eine Roll- oder Schiebetür
4 bzw. 5 verschließbar.
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Bei dem in Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist auf
der linken Seite des Abstellraumes 1 in der Nähe der vorderen und hinteren Tür 4
bzw. 5 je eine feststehende Drehachse 6 bzw. 7 angeordnet, deren Enden im Boden
und in der Decke des Ab stellraumes verankert sind. An diesen beiden Drehachsen
ist der Tragrahmen 8 für die Mülltonne 2 mit lösbaren
Scharnieren
9 und 10 angeschlagen, so daß der Tragrahmen 8 wahlweise um eine der Drehachsen
6 oder 7 zur vorderen oder hinteren Türöffnung herausgeschwenkt werden kann.
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In der Mitte des Tragrahmens a ist am oberen Riegel 18 eine Halterung
13 vorgesehen, die zum Aufhängen der Mülltonne 2 dient.
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An den Pfosten 17 des Tragrahmens 8 ist je eine Laufrolle 19 angeordnet,
die in den beiden sich kreuzenden Laufbahnen 11 und 12 -geführt sind und somit das
Gewicht der an dem Tragrahmen 8 befestigten Mülltonne 2 aufnehmen. Zur Bedienung
wird die Mülltonne aus dem Abstellraum 1 nach vorn oder nach hinten durch die Öffnung
der Türen 4 oder 5 herausgezogen, wobei sich der Tragrahmen 8 um die eine oder andere
Drehachse 6 bzw. 7 verschwenkt, bis er sich etwa in einer parallel zum Rahmen der
Tür 4 oder 5 verlaufenden Stellung befindet. In dieser Stellung ist dann die Mülltonne
frei zugänglich und kann nun bequem gefüllt oder zu ihrer Entleerung ausgewechselt
werden.
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Mindestens eine der beiden feststehenden Drehachsen 6 und 7 kann
auch eine Schrägstellung haben, durch die ein selbsttätiges Wiedereinschwenken der
Mülltonne in den Abstellraum ermöglicht wird.
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Das in Fig. 4 und 5 dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet
sich von dem vorbehandelten im wesentlichen dadurch, daß eine der beiden Drehachsen,
närrflich 6 a, fest, die andere Drehachse7 hingegen um die erstgenannte verschwenkbar
angeordnet ist. Um dies zu ermöglichen, sind die beiden Drehachsen 6a und 7a ebenfalls
durch einen Tragrahmen 14 starr miteinander verbunden, der um die feststehende Achse
6 a verschwenkbar ist. An der verschwenkbaren Drehachse 7 a ist ein zweiter Tragrahmen
15 schwenkbar angeordnet, der mittels einer Halterung 13 a die Mülltonne 2 trägt.
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Der Tragrabmen 14 ist an seinem unteren Ende mittels einer Rolle
auf einer Führungsbahn 16 abstützt, so daß das Gewicht der Tragrahmen 14 und 15
und der Mülltonne 2 von der Führungsbahn aufgenommen wird.
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Zur Bedienung wird die Mülltonne aus dem Abstellraum nach vorn oder
hinten herausgezogen, wobei der Tragrahmen 14, wie in Fig. 5 gezeigt, entweder in
seiner Stellung verharrt oder in eine Stellung parallel zum Rahmen der vorderen
Tür 4 übergeführt wird.
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Im ersteren Falle, der gestrichelt dargestellt ist, kann die Mülltonne
2 durch die hintere Türöffnung nach außen geschwenkt werden. Im zweiten Falle kommt
der Schwenkrahmen 14 in eine zum Rahmen der vorderen Tür 4 parallele Lage, so daß
es nun-
mehr möglich ist, den Tragrahmen 15 mit der an ihm befestigten Mülltonne
2 aus der vorderen Türöffnung herauszuschwenken.
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Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen Ausführungen
beschränkt. So kann beispielsweise an Stelle eines ummauerten Abstelkaumes auch
ein Mülltonnenschrank aus Stahlblechen vorgesehen werden. Weiterhin ist es möglich,
den Abstellraum oder -schrank für die Aufnahme mehrerer Mülltonnen einzurichten.