[go: up one dir, main page]

DE1149871B - Greifer, insbesondere zum Transportieren von Blechbunden, Blechstapeln od. dgl. - Google Patents

Greifer, insbesondere zum Transportieren von Blechbunden, Blechstapeln od. dgl.

Info

Publication number
DE1149871B
DE1149871B DEST15493A DEST015493A DE1149871B DE 1149871 B DE1149871 B DE 1149871B DE ST15493 A DEST15493 A DE ST15493A DE ST015493 A DEST015493 A DE ST015493A DE 1149871 B DE1149871 B DE 1149871B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gripper
sheet metal
pawl
control device
legs
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEST15493A
Other languages
English (en)
Inventor
Alfred Bauer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Stahl & Walzwerke Rasselstein
Original Assignee
Stahl & Walzwerke Rasselstein
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Stahl & Walzwerke Rasselstein filed Critical Stahl & Walzwerke Rasselstein
Priority to DEST15493A priority Critical patent/DE1149871B/de
Publication of DE1149871B publication Critical patent/DE1149871B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66CCRANES; LOAD-ENGAGING ELEMENTS OR DEVICES FOR CRANES, CAPSTANS, WINCHES, OR TACKLES
    • B66C1/00Load-engaging elements or devices attached to lifting or lowering gear of cranes or adapted for connection therewith for transmitting lifting forces to articles or groups of articles
    • B66C1/10Load-engaging elements or devices attached to lifting or lowering gear of cranes or adapted for connection therewith for transmitting lifting forces to articles or groups of articles by mechanical means
    • B66C1/22Rigid members, e.g. L-shaped members, with parts engaging the under surface of the loads; Crane hooks
    • B66C1/28Duplicate, e.g. pivoted, members engaging the loads from two sides
    • B66C1/30Duplicate, e.g. pivoted, members engaging the loads from two sides and also arranged to grip the sides of the loads
    • B66C1/32Duplicate, e.g. pivoted, members engaging the loads from two sides and also arranged to grip the sides of the loads of piled or stacked articles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Load-Engaging Elements For Cranes (AREA)

Description

  • Greifer, insbesondere zum Transportieren von Blechbunden, Blechstapeln od. dgl. Die Erfindung betrifft einen Greifer, insbesondere zum Transportieren von Blechbunden, Blechstapeln od. dgl., bestehend aus einem Paar von an ihrer gemeinsamen Drehachse aufgehängten Greiferschenkeln, mit den unteren Greiferschenkelenden verbundenen Tragpratzen und einer Steuereinrichtung, die das Schließen der Greiferschenkel in Sperrstellung verhindert und in Freigabestellung gestattet.
  • Bei diesem bekannten Greifer ist mit jedem Greiferschenkel eine Stange verbunden. Um die erste Stange ist ein Riegel schwenkbar gelagert. Der Riegel trägt im Bereich der anderen Stange eine Zahnstange, in deren Zähne die zweite Stange in Sperrstellung eingreift, wodurch das Schließen der Greiferschenkel verhindert wird. Die zweite Stange ist drehbar und trägt einen Nocken. Dieser liegt derart an einer mit dem Riegel verbundenen Gegenfläche an, daß er bei seiner Drehung in einer bestimmten Stellung die Zahnstange außer Eingriff mit der zweiten Stange bringt. Die Greiferschenkel können sich dann schließen. Die Stangen bilden zusammen mit dem Riegel, der Zahnstange, dem Nocken und der Gegenfläche die Steuereinrichtung des bekannten Greifers.
  • Zum Betätigen dieser Steuereinrichtung ist ein Kabelzug vorgesehen, der über ein Gestänge tau der zweiten Stange angreift. Beim Spannen des Kabels wird die zweite Stange und mit ihr der Nocken so gedreht, daß die Steuereinrichtung durch Anheben der Zahnstange in Freigabestellung kommt.
  • Das Bedienen der Steuereinrichtung ist umständlich. Es muß entweder eine eigene Bedienungsperson vorgesehen sein, die den Greifer mit Hilfe des Kabelzuges öffnet und schließt, oder der Kabelzug muß frei hängend zum Kranführerstand geführt und dort vom Kranführer selbst bedient werden. Abgesehen davon, daß für einen solchen frei hängenden Kabelzug zum Kranführerstand häufig in Werkshallen der zum Verfahren des Kabelzuges zusammen mit den Greifer erforderliche freie Luftraum fehlt, stellt das Bedienen des Kabelzuges für den Kranführer eine zusätzliche Belastung dar. Der Kranführer ist aber durch die Bedienung des mit dem Greifer versehenen Kranes so ausgelastet, daß ihm in der Regel eine zusätzliche Tätigkeit nicht zugemutet werden kann, wenn die Sicherheit des Lastentransportes nicht gefährdet werden soll. Der bekannte Greifer erfordert daher entweder eine zusätzliche Bedienungsperson oder stellt infolge seiner umständlichen Bedienung eine unzumutbare Belastung für den Kranführer dar.
  • Ferner ist an der bekannten Greiferzange zu bemängeln, daß sie zur selbsttätigen Öffnung zwischen den Zangenschenkelpaaren angeordnete Federn aufweist, die eine geringe Zangenöffnung bewirken. Ein weiteres Öffnen der Zange setzt voraus, daß eine ebene Fläche vorhanden ist, auf die sie abgesetzt werden kann. Ein einfaches öffnen auf beliebige Weiten durch Absetzen auf die zu transportierende Last ist nicht möglich.
  • Ein anderer bekannter Greifer weist einen schweren, aus steifen Profilen zusammengesetzten, im wesentlichen rechteckigen Rahmen auf. Die Greiferschenkel sind an den Enden des oberen Rahmenquerträgers aasgelenkt. Die Steuereinrichtung zum Freigeben oder Sperren der Bewegung der Zangenschenkel weist pro Greiferschenkel einen Winkelhebel auf, dessen eines Ende durch eine Lasche mit dem Greiferschenkel verbunden ist; sein anderes Ende greift in einen im Rahmen verschiebbaren Aufhängeblock ein. Der Winkelhebel ist im Bereich seines Knickwinkels drehbar an einer fest mit dem Rahmen verbundenen Lasche gelagert. Der Greiferschenkel kann sich infolge der Laschenverbindung nur zusammen mit dem Winkelhebel bewegen. Zum Blockieren der Bewegung des Winkelhebels ist ein Kniehebelpaar vorgesehen, das einerseits am unteren Arm des Winkelhebels und andererseits an einer mit dem Rahmen verbundenen Lasche aasgelenkt ist. Im gestreckten Zustand verhindert das Winkelhebelpaar eine Verschwenkung des Winkelhebels im Sinne einer Zangenschließbewegung. Um das Kniehebelpaar aus der gestreckten Stellung in eine abgewinkelte Stellung bringen zu können, in der es die Schwenkbewegung des Winkelhebels freigibt, ist ein durch Aufsetzen auf die Last höhenverschiebbares Organ vorgesehen, das über ein Stabpaar mit dem Kniegelenk des Kniehebelpaares verbunden ist. Dieses höhenverschiebbare Organ ist als Stempel ausgebildet, der in einer fest mit dem Rahmen verbundenen Führung gleitet. Diese bekannte Steuereinrichtung ist ausschließlich in Verbindung mit einem Greifer verwendbar, der einen schweren, steifen Rahmen aufweist. Sowohl der Winkelhebel als auch das Kniehebelpaar müssen an fest mit einem Rahmen verbundenen Teilen gelagert sein. Auch zum Führen des höhenverschieblichen Organs ist ein fest mit dem Rahmen verbundenes Führungsteil notwendig. Eine Anwendung der bekannten Steuereinrichtung auf Greifer ohne Rahmen, die an der gemeinsamen Drehachse ihrer Greiferschenkel aufhängbar sind, erscheint ausgeschlossen. Die bekannte Steuereinrichtung hat außerdem den Nachteil, daß sie aus einer großen Zahl von Hebeln und Lenkern besteht, die sämtlich durch Gelenke miteinander verbunden sind. Dadurch ergibt sich ein großer baulicher Aufwand und eine beträchtliche Störanfälligkeit. Auch verlangt die Wartung der Steuereinrichtung viel Zeit, da die vielen Gelenke häufig geschmiert werden müssen.
  • Zweck der Erfindung ist es, auch bei einer Greiferzange der Art, bei der die Aufhängung an der ge-2neinsamen Drehachse der Greiferschenkel erfolgt und bei der kein eigener Rahmen vorhanden ist, das Steuern des Schließens bzw. Offenhalten des Greifers durch einfaches Aufsetzen auf die Last zu ermöglichen. Hierzu ist erfindungsgemäß die in an sich bekannter Weise zwischen den Greiferschenkeln befindliche und mit einem durch Aufsetzen auf die Last höhenverschiebbaren Organ zum Umschalten von Freigabe- in Sperrstellung und umgekehrt versehene Steuereinrichtung frei hängend angeordnet und mit den Greiferachenkeln nur durch zwei übereinanderliegende Lenkerpaare verbunden. Zum Sperren bzw. Freigeben der Bewegung der Greiferschenkel ist ein ausrückbares Verriegelungselement vorgesehen, das mit Rasten zusammenarbeitet, welche an einem der Lenker vorgesehen sind. Schließlich ist das höhenverschiebbare Organ mit dem Verriegelungselement über ein Schaltglied gekoppelt, das bei jeder Betätigung des höhenverschiebbaren Organs abwechselnd das Verriegelungselement in eine Rast eingreifen läßt oder ausgerückt hält.
  • Die Steuereinrichtung gemäß der Erfindung benötigt zu ihrer Lagerung keinen eigentlichen Rahmen. Sie ist vielmehr direkt durch zwei Lenkerpaare mit den Greiferschenkeln verbunden. Das Sperren bzw. Freigeben der Greiferschenkelbewegung erfolgt auf einfache Weise durch ein unmittelbar mit einem Lenker zusammenarbeitendes Verriegelungselement. Die Steuereinrichtung besteht aus wenigen Teilen, ist daher billig in der Herstellung, leicht und wenig störanfällig. Sie ermöglicht die Bedienung einer an der gemeinsamen Drehachse ihrer Greiferschenkel aufgehängten Greiferzange allein durch den Kranführer, ohne jegliche Hilfsperson.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Greifers dargestellt. Es zeigt Fig. 1 eine Ansicht des Greifers in zwei verschiedenen Stellungen, Fig. 2 eine Vorderansicht der Steuereinrichtung in Sperrstellung in vergrößertem Maßstab, wobei eine Deckplatte weggelassen ist, Fig. 3 eine Seitenansicht der Steuereinrichtung nach Fig. 2, Fig. 4 die Steuereinrichtung nach Fig. 2 in Freigabestellung, Fig.5 einen senkrechten Querschnitt durch die Steuereinrichtung nach Fig.4 entsprechend der Linie V-V, Fig. 6 die Längen- und Hebelverhältnisse am Lenksystem des Greifers.
  • Wie aus Fig. 1 hervorgeht, besteht der Greifer aus einem Paar von Greiferschenkeln 1, die an ihrer gemeinsamen Drehachse 2 mittels eines Bügels 3 od. dgl. an einem Kranhaken 4 aufhängbar sind, weiter aus mit den Greiferschenkeln 1 verbundenen Tragpratzen 5 und einer zwischen den Greiferschenkeln 1 angeordneten Steuereinrichtung, die allgemein mit 6 bezeichnet ist und zur Sperrung bzw. Freigabe der Bewegung der Greiferschenkel dient. Die Steuereinrichtung 6 ist mit den Greiferschenkeln 1 durch Lenkerpaare 7 und 8 verbunden. Sie weist außerdem ein höhenverschiebliches Organ, hier eine Platte 9, auf, das bei jeder Höhenverschiebung einen weiter unten näher beschriebenen Mechanismus von Sperrin Freigabestellung bzw. umgekehrt schaltet. In Fig. 1 ist der Greifer in zwei Stellungen gezeichnet und dargestellt.
  • Bei der mit ausgezogenen Linien gezeichneten Stellung ist er geöffnet und bei der in gestrichelten Linien gezeichneten Stellung geschlossen und trägt einen Blechbund 10. Bei der geschlossenen, gestrichelt dargestellten Stellung sind die Bezugszeichen mit Strich (') versehen.
  • Die Steuereinrichtung ist in vergrößertem Maßstab in Fig. 2 bis 5 dargestellt. In Fig. 2 und 3 ist sie in Sperrstellung, in Fig. 4 und 5 in Freigabestellung für die Bewegung der Greiferschenkel 1 gezeigt. Bei der dargestellten vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung enthält die Steuereinrichtung als höhenverstellbares Organ eine erste Platte 9. Die Platte 9 ist mit einem Führungsschlitz 11 versehen, der die Aufundabbewegung ermöglicht. Die Platte 9 trägt eine drehbare Vorschubklinke 12, deren Drehung im Uhrzeigersinn durch einen Bolzen 13 begrenzt ist. Im Abstand von der Platte 9 ist eine zweite Platte, die Grundplatte 14, angeordnet. Diese ist in Fig. 2 und 4 mit strichpunktierten Linien angedeutet, damit die hinter ihr liegenden Teile sichtbar bleiben. An der Grundplatte 14 sind zwei Drehachsen 15 und 16 befestigt, die in den Führungsschlitz 11 der Platte 9 eingreifen. Auf der oberen Drehachse 15 ist das Lenkerpaar 7 drehbar gelagert; auf der unteren, 16, ist das Lenkerpaar 8 ebenfalls drehbar gelagert. Die obere Drehachse 15 dient bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel außerdem zur Lagerung einer Kurvenscheibe 17. Die Kurvenscheibe 17 ist mit vier Stiften 18 versehen, an die sich die Vorschubklinke 12 bei der Aufwärtsbewegung der Platte 9 anlegt und die Kurvenscheibe dadurch um eine Teilung weiterschaltet. Bei diesem Schaltvorgang stützt sich die Vor-Schubklinke am Stift 18 ab. Bei der Abwärtsbewegung gleitet die Vorschubklinke 12 über den entsprechenden Stift 18 hinweg, ohne eine Schaltbewegung zu bewirken.
  • An der Grundplatte 14 ist eine Sperrklinke 19 verschiebbar gelagert. Die Sperrklinke 19 greift in Abhängigkeit von der Stellung der Kurvenscheibe 17 in ein mit einem Lenker 7 fest verbundenes Zahnsegment 20 ein oder gibt dieses frei. Die Sperrklinke 19 weist zu diesem Zweck einen Finger 19 a auf, der am Umfang der Kurvenscheibe anliegt. Je nachdem, ob dieser Finger 19 a von der Kurvenscheibe nach oben gedrückt ist oder nicht, greift ein Zahn 19 b in das Zahnsegment 20 ein oder steht oberhalb desselben. Die Zähne des Zahnsegmentes 20 sind so ausgebildet, daß eine Auswärtsbewegung im Uhrzeigersinn in Fig. 2 und 4 auch bei eingerastetem Zahn 19 b möglich ist. Eine Einwärtsbewegung wird dagegen durch den eingerasteten Zahn 19 b verhindert. Die Sperrklinke 19 ist fest verbunden mit einer mit Führungsschlitzen 21 versehenen Gleitplatte 22. Mit der Grundplatte 14 fest verbundene Stifte 23 greifen in die Führungsschlitze 21 ein und gewährleisten eine Geradführung der Gleitplatte 22.
  • Zweckmäßigerweise ist ferner unten an der Platte 9 ein gewölbter Fuß 9 a zum Aufsetzen auf Blechbunde 10 angebracht.
  • Vorteilhafterweise sind die Tragpratzen 5 mit den Greiferschenkeln 1 durch ein Lenksystem verbunden, das eine annähernd horizontale Bewegung der Tragpratzen beim Schließen und Öffnen des Greifers gewährleistet. Hierzu ist mit dem unteren Ende jedes Greiferschenkels 1 ein Stab 24 (Fig. 1) an einer Stelle zwischen seinen Enden drehbar verbunden. An diesem Stab ist die Tragpratze 5 am unteren Ende fest angebracht. Das obere Ende jedes Stabes 24 ist durch je einen Längsstab 25 so mit dem oberen Ende des gegenüberliegenden Greiferschenkels 1 verbunden, daß die Stäbe 24 bei der öffnungs- und Schließbewegung annähernd parallel zu sich selbst und waagerecht auseinander- bzw. zusammengeführt werden.
  • In Fig.6 sind in einem schematischen Plan die Längen- und Hebelverhältnisse des Lenkersystems veranschaulicht. Die verschiedenen Stäbe sind hier nur durch einfache Linien dargestellt, ansonsten mit den gleichen Bezugszeichen versehen wie in Fig. 1. Damit die Stäbe 24 annähernd parallel zu sich selbst und waagerecht geführt werden, ist es zweckmäßig, für die Längen der Hebelarme F und G (s. Fig. 6) ein Verhältnis von etwa F: G.-;:2,86:1 zu wählen. Weiter wählt man vorteilhafterweise für die aus der Fig. 6 ersichtlichen Abstände D und E ein Verhältnis von etwa D : E.-;: 3,38: 1. In diesem Fall bewegt sich der Drehpunkt 26 des unteren Lenkerpaares 8, der durch die Drehachse 16 gebildet wird, bei der Schließ-und Öffnungsbewegung praktisch sehr wenig. Für Öffnungswinkel der Stäbe bis zu 120° genügt es, in der Grundplatte 14 an der Verbindungsstelle mit der Drehachse 16 ein Langloch 27 von etwa 20 mm Länge vorzusehen. Andere Verhältnisse D : E ergeben größere Bewegungen des Drehpunktes 26, erfordern daher längere Führungsschlitze.
  • Es ist erwünscht, daß bei der öffnungs- und Schließbewegung der Stäbe der senkrechte Abstand K (Fig. 6) von den Tragpratzen 5 zum Drehpunkt 28 des Lenkerpaares 7, der durch die obere Drehachse 15 gebildet wird, konstant bleibt. Es ist dann nämlich auch der senkrechte Abstand des gewölbten Fußes 9 a zu den Tragpratzen 5 konstant. Dieser Abstand darf auf keinen Fall zu klein werden, da sonst Blechbunde von größerer Wicklungsstärke als K nicht mit Sicherheit erfaßt werden könnten. Der Abstand K bleibt konstant, wenn die aus Fig. 6 ersichtlichen Längen A, B und C gleich groß sind.
  • Die Wirkungsweise des erfindungsgemäßen Greifers ist folgende: Befindet sich der Greifer in der in Fig. 1 mit ausgezogenen Linien dargestellten Offenstellung und ist die Steuereinrichtung 6 in Sperrstellung (Fig. 2 und 3), so verhindert der in das Zahnsegment 20 eingerastete Zahn 19b, daß die Greiferschenkel und das ganze Lenksystem sich unter der Wirkung der Schwerkraft nach unten zusammenschieben. Eine solche Bewegung wäre nur möglich, wenn sich die gesamte Steuereinrichtung 6 schrägsteilen könnte. Das wird jedoch durch das untere Lenkerpaar 8 verhindert. Bei eingerastetem Zahn 19 b verharrt also der Greifer in der in Fig. 1 ausgezogen gezeichneten Lage.
  • Soll nun ein Blechbund 10 aufgenommen und transportiert werden, dann setzt der Kranführer die Greiferzange mit dem gewölbten Fuß 9 a auf dem Blechbund auf. Bei weiterem Lockern des Seiles, an dem der Kranhaken 4 befestigt ist, gleiten die Drehachsen 15 und 16 in dem Führungsschlitz 11 nach unten, d. h., die Platte 9 verschiebt sich relativ zur übrigen Steuereinrichtung nach oben in Richtung des in Fig. 2 eingezeichneten Pfeiles 29. Die Vorschubklinke 12 legt sich bei dieser Aufwärtsbewegung an einen der Stifte 18 an (strichpunktiert gezeichnete Stellung von Platte 9 und Vorschubklinke 12 in Fig.2). Bei weiterer Aufwärtsbewegung wird die Kurvenscheibe 17 im Sinne des Pfeiles 30 in Fig. 2 gedreht. Bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel ist die Vorschubklinke so bemessen und sind die Stifte 18 so angeordnet, daß die Kurvenscheibe gerade um einen Winkel von 90° weitergeschaltet wird. Der Umfang der Kurvenscheibe 17 ist so ausgebildet, daß der Finger 19 a auf zwei einander gegenüberliegenden Abschnitten, die jeweils 90° umfassen, so tief liegt, daß der Zahn 19 b in das Zahnsegment 20 einrastet und auf den beiden anderen Abschnitten so weit angehoben wird, daß der Zahn 19 b das Zahnsegment 20 freigibt. Bei der Weiterbewegung der Kurvenscheibe 17 im Sinne des Pfeiles 30 gelangt der Finger 19a in einen Bereich der Kurvenscheibe, in dem der Zahn 19 b nach oben aus dem Zahnsegment 20 herausgehoben ist. Diese Stellung ist in Fig. 4 und 5 dargestellt. Die Bewegung der Greiferschenkel 1 und des gesamten Lenksystems im Sinne der Pfeile 31 ist damit freigegeben. Die Zange schließt sich unter der Wirkung der Schwerkraft und erfaßt in der in Fig. 1 dargestellten Weise den Blechbund 10. Dieser kann nun angehoben und transportiert werden.
  • Um die Zange vom Blechbund 10 zu lösen, wird das Kranseil wieder gelockert, der Fuß 9 a kommt wieder auf der Oberfläche des Blechbundes 10 zur Anlage; bei weiterem Lockern verschiebt sich wieder die Platte 9 nach oben, und die Kurvenscheibe 17 wird in der beschriebenen Weise um eine Teilung weitergeschaltet. Der Zahn 19b rastet in das Zahnsegment 20 ein. Es ist also wieder die in Fig. 2 und 3 dargestellte Stellung der Steuereinrichtung erreicht. In diesem Moment legen sich jedoch die Tragpratzen 5 immer noch innen am Blechbund 10 an. Um den Blechbund nun freizugeben, muß das Seil weiter gelockert werden. Die Greiferschenkel1 und das gesamte Lenksystem spreizen sich dann weiter unter der Wirkung der Schwerkraft, da ja der Fuß 9a und die Platte 9 den ganzen Greifer am Blechbund abstützen. Diese Spreizung wird durch den eingerasteten Zahn 19 b nicht verhindert, da das Zahnsegment 20 - wie bereits beschrieben - so ausgebildet ist, daß eine Spreizbewegung auch bei eingerastetem Zahn möglich ist. Durch das Spreizen treten die Pratzen 5 seitlich aus dem Blechbund 10 aus. Wenn sie völlig außerhalb des Blechbundes liegen, wird das Seil wieder gestrafft, und der Greifer kann nach oben abgehoben werden. Ein Schließen der Zange wird in dieser Stellung durch den eingerasteten Sperrmechanismus verhindert. Die Zange befindet sich nun wieder in der in Fig. 1 mit durchgezogenen Linien dargestellten Stellung, ist also für einen neuen Transportvorgang bereit.
  • Wie aus der Beschreibung hervorgeht, benötigt der Greifer nur eine Bedienungsperson, nämlich einen geschulten Kranführer, der sämtliche Greif- und Lösevorgänge mit Hilfe des Tragseiles steuern kann. Die Pratzen 5 treten praktisch horizontal in den Blechbund ein und liegen so an ihm an, daß eine Beschädigung der Kanten ausgeschlossen ist. An Stelle von Blechbunden können auch Blechstapel transportiert werden; es ist hierzu nur erforderlich, daß die Pratzen 5 länger und breiter oder gabelartig ausgebildet sind.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Greifer, insbesondere zum Transportieren von Blechbunden, Blechstapeln od. dgl., bestehend aus einem Paar von an ihrer gemeinsamen Drehachse aufgehängten Greiferschenkeln, mit den unteren Greiferschenkelenden verbundenen Tragpratzen und einer Steuereinrichtung, die das Schließen der Greiferschenkel in Sperrstellung verhindert und in Freigabestellung gestattet, dadurch gekennzeichnet, daß die in an sich bekannter Weise zwischen den Greiferschenkeln (1) befindliche und mit einem durch Aufsetzen auf die Last (Blechbund 10) höhenverschiebbaren Organ (Platte 9) zum Umschalten von Freigabein Sperrstellung und umgekehrt versehene Steuereinrichtung (6) frei hängend angeordnet und mit den Greiferschenkeln nur durch zwei übereinanderliegende Lenkerpaare (7, 8) verbunden ist, daß ein mit Rasten (Zahnsegment 20) an einem Lenker (7) zusammenarbeitendes ausrückbares Verriegelungselement (Sperrklinke 19) vorgesehen ist und daß das höhenverschiebbare Organ mit dem Verriegelungselement über ein Schaltglied (Vorschubklinke 12 und Kurvenscheibe 17) gekoppelt ist, das bei jeder Betätigung des höhenverschiebbaren Organs abwechselnd das Verriegelungselement in eine Rast eingreifen läßt oder ausgerückt hält.
  2. 2. Greifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung eine Grundplatte (14) aufweist, an der als höhenverschiebbares Organ eine zweite Platte (9) mit einer Vorschubklinke (12) sowie eine Sperrklinke (19) verschiebbar gelagert sind und die ferner als Schaltglied eine drehbare, die Sperrklinke abstützende Kurvenscheibe (17) trägt, welche bei jeder Höhenverschiebung der zweiten Platte durch die Vorschubklinke um eine Teilung weitergeschaltet wird, daß in die Grundplatte zwei untereinander angeordnete Drehachsen (15, 16) eingesetzt sind, an denen die unteren Enden der beiden Lenkerpaare (7, 8) gelagert sind, und das ein Lenker (7) mit einem fest mit ihm verbundenen Zahnsegment (20) versehen ist, mit dem die Sperrklinke zusammenarbeitet.
  3. 3. Greifer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Zahnsegment (20) so ausgebildet ist, daß es bei eingerasteter Sperrklinke (19) eine Öffnungsbewegung der Greiferschenkel (l) zuläßt.
  4. 4. Greifer nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Platte (9) einen Führungsschlitz (11) aufweist, in den die beiden Drehachsen (15,16) eingreifen.
  5. 5. Greifer nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand (D) der Achsen (15,16) bzw. der Drehpunkte (26, 28) der Steuereinrichtung sich zum Abstand (E) der Drehpunkte der Lenkerpaare (7, 8) an jedem Greifer-Schenkel (1) etwa wie 3,39: 1 verhält.
  6. 6. Greifer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge (B) der Lenker des oberen Lenkerpaares (7) gleich dem Abstand (C) ihrer jeweiligen Anlenkstelle am Greiferschenkel (1) vom unteren Ende des Greiferschenkels und gleich dem Abstand (A) der Anlenkstelle von der Drehachse ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Österreichische Patentschrift Nr. 172117; französische Patentschrift Nr. 1045 752; britische Patentschrift Nr. 802 084.
DEST15493A 1959-08-21 1959-08-21 Greifer, insbesondere zum Transportieren von Blechbunden, Blechstapeln od. dgl. Pending DE1149871B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEST15493A DE1149871B (de) 1959-08-21 1959-08-21 Greifer, insbesondere zum Transportieren von Blechbunden, Blechstapeln od. dgl.

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEST15493A DE1149871B (de) 1959-08-21 1959-08-21 Greifer, insbesondere zum Transportieren von Blechbunden, Blechstapeln od. dgl.

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1149871B true DE1149871B (de) 1963-06-06

Family

ID=7456716

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEST15493A Pending DE1149871B (de) 1959-08-21 1959-08-21 Greifer, insbesondere zum Transportieren von Blechbunden, Blechstapeln od. dgl.

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1149871B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1255888B (de) 1965-03-19 1967-12-07 Karl Rekers Dipl Ing Vorrichtung zum Ver- und Entriegeln von Lasthubmitteln
DE102004059555B3 (de) * 2004-12-10 2006-08-03 Adam Opel Ag Transportvorrichtung

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT172117B (de) * 1950-08-04 1952-08-11 Karl Dipl Ing Kuba Selbsttätige Verriegelungsvorrichtung für Einseilgreiferzangen u. dgl.
FR1045752A (fr) * 1950-06-02 1953-12-01 Jaeger Machine Co Appareil de levage
GB802084A (en) * 1955-07-11 1958-10-01 Heppenstall Co Improvements relating to load handling tongs

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR1045752A (fr) * 1950-06-02 1953-12-01 Jaeger Machine Co Appareil de levage
AT172117B (de) * 1950-08-04 1952-08-11 Karl Dipl Ing Kuba Selbsttätige Verriegelungsvorrichtung für Einseilgreiferzangen u. dgl.
GB802084A (en) * 1955-07-11 1958-10-01 Heppenstall Co Improvements relating to load handling tongs

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1255888B (de) 1965-03-19 1967-12-07 Karl Rekers Dipl Ing Vorrichtung zum Ver- und Entriegeln von Lasthubmitteln
DE102004059555B3 (de) * 2004-12-10 2006-08-03 Adam Opel Ag Transportvorrichtung

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2549531B2 (de) Durchlaßvorrichtung zur Eröffnung eines Fluchtweges in Gebäuden o.dgl
DE2058858A1 (de) Hebezeug-Zange
DE2727919A1 (de) Transportgreifer
DE19527318C2 (de) Hebevorrichtung für einen Dammbalken
DE3439164A1 (de) Selbstschliessende greifzange
DE1149871B (de) Greifer, insbesondere zum Transportieren von Blechbunden, Blechstapeln od. dgl.
DE2853433A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum wenden von kaesestuecken
DE2018991A1 (de) Greifzange zum Erfassen von runden Stangen
DE2826871A1 (de) Haltevorrichtung fuer kranausleger
DE820958C (de) Greiferherz, das von der Steigerolle eines Lastenaufzuges getragen wird
DE2036776C3 (de) Greifklemme für Blechplatten
DE956980C (de) Greiferzangenschloss fuer Aufzuege
DE2453847C3 (de) Zangengreifer für den Transport von Werkstücken
DE866838C (de) Automatische Sperr- und Ausloesevorrichtung fuer Greifer zum Heben und Tragen von Lasten, insbesondere Stahlbloecken
DE520515C (de) Schuetzenwehr mit Eisklappe
DE9315085U1 (de) Tragezange für Behälter
DE1408C (de) Vorrichtung zum Kuppeln und Entkuppeln von Eisenbahnwagen
DE582080C (de) Vorrichtung zum Greifen von Hohlkoerpern von innen
DE899629C (de) Schraegaufzug mit Laufkatze
DE615856C (de) Gleichzeitig als Riegel dienende Laufbuehne, insbesondere fuer Aufbrueche, mit an den Gleisen angelenkten Schwenkarmen
DE2057461C3 (de) Gitterbox zur Einzelfütterung von Vieh, insbesondere Schweinen
DE2247562A1 (de) Verriegelungsvorrichtung fuer ein auf dem rahmen eines fahrzeugs angeordnetes hubgestaenge
DE4126600A1 (de) Transportgreifer mit sperreinrichtung
DE2111565C3 (de) Greifvorrichtung für einheitliche Lasten
DE2057560C3 (de) Fahrzeug, insbesondere landwirtschaftliches Fahrzeug