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DE1149599B - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von lagerfaehigem, rasch loeslichem Milch- und Magermilchpulver - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von lagerfaehigem, rasch loeslichem Milch- und Magermilchpulver

Info

Publication number
DE1149599B
DE1149599B DEC13815A DEC0013815A DE1149599B DE 1149599 B DE1149599 B DE 1149599B DE C13815 A DEC13815 A DE C13815A DE C0013815 A DEC0013815 A DE C0013815A DE 1149599 B DE1149599 B DE 1149599B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
air
milk powder
milk
tube
fan
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC13815A
Other languages
English (en)
Inventor
Grant H Hartmann
Henry F Harder
Albin J Rezba
Robert K Reeve
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Cherry Burrell Corp
Original Assignee
Cherry Burrell Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority to GB14075/56A priority Critical patent/GB818081A/en
Application filed by Cherry Burrell Corp filed Critical Cherry Burrell Corp
Priority to DEC13815A priority patent/DE1149599B/de
Publication of DE1149599B publication Critical patent/DE1149599B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23CDAIRY PRODUCTS, e.g. MILK, BUTTER OR CHEESE; MILK OR CHEESE SUBSTITUTES; MAKING OR TREATMENT THEREOF
    • A23C9/00Milk preparations; Milk powder or milk powder preparations
    • A23C9/16Agglomerating or granulating milk powder; Making instant milk powder; Products obtained thereby

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Dairy Products (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von lagerfähigem, rasch löslichem Milch-und Magermilchpulver Die Erfindung betrifft die Herstellung von lagerfähigem, rasch löslichem Milch- und Magermilchpulver und insbesondere von fettfreien festen Trockenmilchbestandteilen sowie eine Vorrichtung zu ihrer Herstellung.
  • Flüssige Magermilch ist im Handel infolge der großen Mengen von Rückstandsmagermilch, der das Fett bei der Butterherstellung entzogen worden ist, in beträchtlichen Mengen verfügbar. Wegen der leichten Verderblichkeit und des ungewöhnlich großen Bedarfs an Lagerraum, den sie im flüssigen Zustand erfordern würde, ist es allgemeine Praxis geworden, den Magermilchüberschuß zwecks bequemer Lagerung und Haltbarmachung der fettfreien festen Bestandteile der Milch in Trockenpulver umzusetzen.
  • Trockenmilchpulver, unter dem im folgenden insbesondere lagerfähiges, rasch lösliches Milch- und Magermilchpulver verstanden werden soll, findet einen zunehmend großen Absatz wegen des relativ niedrigen Preises, des hohen Nährwertes der fettfreien festen Bestandteile der Milch und der Bequemlichkeit, Milchpulver in raumsparender Form ohne die Gefahr des Sauerwerdens aufzubewahren.
  • Das bisher auf dem Markt befindliche trockene Magermilchpulver weist den Nachteil auf, daß es in Wasser nicht rasch löslich ist; die meisten handelsüblichen Magermilchpulver sind infolge der Gegenwart eines großen Gewichtsanteils wasserfreien Milchzuckers in hohem Maße hygroskopisch. Bei Vermischung von Milchpulver mit Wasser bildet sich eine teigförmige Außenwand, die jedem weiteren Eindringen von Feuchtigkeit widersteht, so daß in der Mitte ein Kern oder Klumpen ungelösten Pulvers verbleibt. Die entstehende Stückigkeit ist schwer zu beseitigen, wenn man das Wasser und das Milchpulver nicht auf maschinelle Weise kräftig miteinander vermengt.
  • Wegen ihres hygroskopischen Charakters hat die Trockenmagermilch in Pulverform das Bestreben, Feuchtigkeit aus der Luft zu absorbieren, wenn eine damit gefüllte Packung eine Zeitlang offenstehen bleibt; es erfolgt dann im allgemeinen ein Zusammenbacken und Hartwerden des Pulvers.
  • Es ist bekannt, zur Vermeidung dieser Nachteile Trockenmilchpulver unter Bildung von Klümpchen feuchter Luft auszusetzen und diese Klümpchen dann teilweise zu trocknen. Bei diesem bekannten Verfahren werden nacheinander folgende Verfahrensschritte durchgeführt: a) Ausstoßung von Pulverteilchen in eine Kammer, b) Einleitung von Dampf und Luft in dieselbe Kammer, c) Durchfallen der Teilchen infolge ihrer Schwere durch den Boden der Kammer, d) Absetzenlassen der Teilchen in der Kammer für die Dauer von etwa zwei Stunden, um die Umsetzung von wasserfreiem Milchzucker in ein Monohydrat zu ermöglichen.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannten Verfahren zum Herstellen von lagerfähigem, rasch löslichem Milch- und Magermilchpulver zu verbessern und eine Vorrichtung zu schaffen, die einfacher ist und wirtschaftlicher arbeitet als die bisherigen Vorrichtungen zur Durchführung solcher Verfahren.
  • Die Lösung der gestellten Aufgabe besteht im wesentlichen darin, daß man die Milchpulverteilchen einem räumlichbeschränkten Luftstrom von wenigstens 60% relativer Feuchtigkeit bei Temperaturen von etwa 50 bis 80° C unter Bildung von Agglomeraten aussetzt, die feuchte Luft abzieht, das erhaltene Erzeugnis mit warmer Luft trocknet und das erhaltene Milchpulver kühlt.
  • Das neue Verfahren bietet den großen Vorteil, daß ein Minimum an chemischer Umsetzung in den Teilchen erfolgt und daß diese lediglich auf solche Weise zuMolekülschwärmenzusammengefaßtwerden, welche die schnelle Löslichkeit in Wasser erleichtern. Die Molekülschwärme widerstehen der üblichen Tendenz hygroskopischer Teilchen zur Klumpenbildung in sehr starkem Maße. Daher werden erfindungsgemäß die Teilchen der verhältnismäßig feuchten Luft nur so lange ausgesetzt, bis sie klebrig, jedoch nicht hydratisiert werden. Der unverzügliche Transport der Molekülschwärme in verhältnismäßig trockener Luft verhindert eine chemische Änderung der Teilchen, die sich zu Molkülschwärmen zusammengeschlossen haben.
  • Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Vorrichtung zur Durchführung dieses neuen Verfahrens. Sie ist durch folgende Teile gekennzeichnet: eine im wesentlichen horizontale Rohr- oder Gehäuseanordnung, an deren einem Ende in Kombination mit einem Dampfrohr ein Gebläse, das Feuchtluft in die Anordnung einbläst, und an deren anderem Ende eine Sammelkammer für die behandelten Milchpulverteilchen angeordnet ist und die ferner eine zwischen Einlaß- und Auslaßöffnung der Rohr- oder Gehäuseanordnung befindliche Aufgabevorrichtung für die in Richtung des Luftstromes mitgeführten Milchpulverteilchen aufweist, wobei diese Anordnung vorzugsweise aus drei hintereinandergeschalteten Rohren bzw. langgestreckten Gehäusen besteht, von denen das erste, das die Aufgabevorrichtung enthält, mit Feuchtluft, das zweite mit warmer, trockener Luft und das dritte, an dessen Auslaß sich die Sammelkammer befindet, mit kühler Luft mit Hilfe entsprechender Gebläse beschickt wird.
  • Die einzige Figur der Zeichnung zeigt eine schematische Darstellung des Verfahrens und der Vorrichtung nach der Erfindung.
  • Wie man aus dieser Darstellung ersieht, besteht die erste Stufe der Vorrichtung nach der Erfindung aus einem Befeuchtungsrohr, das aus hygienischen Gründen vorzugsweise aus nichtrostendem Stahl besteht und an dem einen Ende in einen Sammelbehälter 11 und am anderen Ende in ein Gebläse 12 einmündet. Zwischen dem Sammelbehälter 11 und dem Gebläse 12 befindet sich in der Nähe des letzteren eine Aufgabevorrichtung 13 für das Trockenmilchpulver. Diese Aufgabevorrichtung kann, wie in der Zeichnung dargestellt, ein Trichter sein, oder es kann der untere Teil eines Sammelbehälters sein, in welchen Trockenmilchpulver am Ende einer handelsüblichen Milchtrocknungsanlage aufgenommen wird, oder kann ein Leitkanal mit Schneckenaufgabe sein, der zur Lieferung von Milchpulver an das Befeuchtungsrohr dient. Das Gebläse 12 ist vorzugsweise in Zentrifugalbauart ausgebildet und zur Lieferung einer konstanten Luftzufuhr an das Befeuchtungsrohr 10 geeignet und hat an einer Seite eine Öffnung 14, die als Lufteinlaß dient. Ein Dampfrohr 15 ist in der Nähe der Öffnung 14, auf diese gerichtet, angeordnet und mit einem Regelventil 16 versehen, um die Dampfströmung durch das Rohr 15 zu regulieren.
  • Die Sammelkammer 11. ist vorzugsweise in Zyklonbauart ausgebildet und hat umgekehrt konische Form sowie einen Luftaustritt 17 an seiner Oberseite, um das Entweichen von Luft zu ermöglichen. Das Befeuchtungsrohr 10 steht im wesentlichen tangential zu der Sammelkammer 11 in der Nähe seines oberen Teiles in Verbindung so daß der Luft und dem von dem Befeuchtungsrohr 10 in der Sammelkammer 11 geforderten Erzeugnis eine Kreisbahnbewegung darin gegeben wird.
  • Die Länge des Befeftigungsrohres 10 hängt von der Menge des zu behandelnden Erzeugnissen sowie auch von der Geschwindigkeit der hindurchströmenden Luft und des hindurchlaufenden Erzeugnisses ab. Es ist gefunden worden, daß die Rohrlänge zwischen dem Milchpulvertrichter 13 und der Sammelkammer 11 angenähert 7,5 m betragen sollte, obgleich auch ein zufriedenstellender Betrieb mit Befeuchtungsrohrlängen von 3,0 bis 9,15 m erreicht wurde. Der Durchmesser des Befeuchtungsrohres 10 hängt weitgehend von dem Volumen des zu verarbeitenden Produktes ab. Es wurde aber gefunden, daß ein Durchmesser von 30 cm zweckmäßig ist, um 910 kg Trockenprodukt pro Stunde zu verarbeiten.
  • Ein Ventil oder Schieber 18 ist an dem konisch ausgebildeten Unterteil der Sammelkammer 11 vorgesehen. Wenn die Luft von dem Befeuchtungsrohr 10 aus der Sammelkammer 11 durch den Austritt 17 am Oberteil entweicht, hat das schwerere Erzeugnis die Tendenz, in das Ventil 18 zu fallen, aus dem es in das Trocknungsrohr 19 ausgestoßen wird. Der Luftaustritt 17 ist mit dem Gebläse 12 auf der der Öffnung 14 gegenüberliegenden Seite verbunden und führt die feuchte Luft von der Sammelkammer 11 zu dem Gebläse 12 zwecks erneuter Verwertung in dem Befeuchtungsrohr 10 wieder zurück.
  • Ein Lufterhitzer 20 und ein Gebläse 21, das durch den Erhitzer 20 Luft ansaugt, sind mit dem Trocknungsrohr 19 in der Nähe des Ventils 18 verbunden. Der Lufterhitzer 20 kann nach Art eines Dampfschlangen- oder Gasofens ausgebildet sein, obgleich beliebige Erwärmungsvorrichtungen verwendet werden können, welche die Temperatur von hindurchströmender Luft auf etwa 150° C erhöhen.
  • Von der dem Gebläse 21 entgegengesetzten Seite des Ventils 18 führt das Trocknungsrohr 19 zu einem Sammelbehälter 22, der im Aufbau dem Sammelbehälter 11 entspricht und an seinem oberen Teil mit einem Luftausströmrohr 23 versehen ist.
  • Das Trocknungsrohr 19 hat zwischen dem Ventil 18 und dem Sammelbehälter 22 vorzugsweise eine Länge von etwa 9,15 m, und es hat sich als vorteilhaft erwiesen, ein Rohr mit einem Durchmesser von angenähert 15 ein zu verwenden, obgleich natürlich Länge und Durchmesser des Trocknungsrohres 19 innerhalb ziemlich weiter Grenzen geändert werden können.
  • Ein Drehschieber 24 befindet sich an dem konischen Unterteil des Sammelbehälters 22 und liefert von dort Pulver in ein Kühlrohr 25, das in einen Sammelbehälter 26 mündet.
  • An der dem Sammelbehälter 26 entgegengesetzten Seite des Drehventils 24 ist das Kühlrohr 25 mit einem Gebläse 27 verbunden, das Luft aus einem Luftkühler 28 saugt und vorzugsweise in Zentrifugalbauart ausgebildet ist. Der Luftkühler 28 besteht normalerweise aus einer umschlossenen Kammer mit darin befindlichen Kühlschlangen und -rippen der üblichen Bauart (nicht dargestellt), durch welche die Luft strömen muß, um in das Gebläse 27 einzutreten.
  • Das Kühlrohr kann angenähert 4,57 m lang sein und einen Durchmesser von etwa 10 cm haben, obgleich diese Abmessungen erforderlichenfalls geändert werden können.
  • Der Sammelbehälter 26 hat einen Luftaustritt 29 an seinem Oberteil und einen Drehschieber 30 an seinem Unterteil, in den das Produkt gelangt, nachdem es in der vorher beschriebenen Anlage behandelt worden ist.
  • Im Betrieb wird das Gebläse 12 angelassen, und das Dampfventil 16 wird geöffnet, um Dampf durch die Öffnung 14 und durch das Gebläse 12 an das Befeuchtungsrohr 10 zu liefern. Die Dampfströmung soll derart eingestellt werden, daß in der durch das Befeuchtungsrohr 10 strömenden Luft eine so hohe Feuchtigkeit erreicht wird, daß das in das Rohr 10 eingeführte und durch dieses strömende Pulver ausreichend Feuchtigkeit aus der Luft absorbiert, um die Teilchen klebrig werden zu lassen und Schwärme zu bilden. Die erforderliche Feuchtigkeitsmenge hängt natürlich von dem Trocknungsgrad des dem Befeuchtungsrohr 10 zugeführten Milchpulvers ab, dessen Menge mit Bezug auf die durch das Rohr 10 strömende Luft, den Abmessungen des Rohres 10 sowie der Geschwindigkeit und Temperatur der hindurchströmenden Luft.
  • Die Feuchtigkeit kann dadurch geprüft werden, daß eine (nicht dargestellte) Öffnung in dem Befeuchtungsrohr 10 in der Nähe der Sammelkammer 11 vorgesehen wird, durch die nasse und trockene Kugelthermometer zur Durchführung der Untersuchungen eingeführt werden können.
  • Die Einstellung des Ventils 16 zur Erhöhung oder Verringerung der in das Befeuchtungsrohr 10 eingeleiteten Dampfmenge kann im besonderen, wenn die Anlage neu ist, am besten dadurch erfolgen, daß man die gesamte Anlage in Betrieb setzt und dann die Feuchtigkeits- und Verklumpungskennwerte des am Drehschieber 30 von dem letzten Sammelbehälter 26 ausgetragenen Produktes nachprüft.
  • Nachdem das Gebläse 12 in Betrieb gesetzt worden ist, müssen der Lufterhitzer 20 und das Gebläse 21 angelassen werden. Die Luft wird vorzugsweise auf angenähert 150° C erwärmt, obgleich die Geschwindigkeit der durch das Rohr strömenden Luft eine Temperaturänderung erfordern kann. Strömt beispielsweise die Luft schneller durch das Rohr, dann kann eine höhere Temperatur notwendig sein, während bei langsamerem Luitdurchfluß oder bei größerer Rohrlänge eine- geringere Temperatur benötigt wird.
  • Der Luftkühler 28 und das Gebläse 27 werden dann in Betrieb gesetzt, und das Haupterfordernis für die von dem Gebläse 27 in das Kühlrohr 25 ausgestoßene Luft ist, daß die Temperatur niedrig genug ist, um die Temperatur des hindurchlaufenden Pulvers unter 45° C zu verringern. Im Winter, wenn Kühlluft von außen leicht zur Verfügung steht, kann der Luftkühler wegfallen, falls kalte Außenluft durch das Gebläse 27 in das Kühlrohr 25 eingeleitet wird.
  • Sind die Gebläse 12, 21 und 27 und die Dampfleitung 1.5, der Lufterhitzer 20 und der Luftkühler 28 in der beschriebenen Weise reguliert worden, um die bevorzugten Bedingungen in den Rohren 10, 19 und 25 herzustellen, dann wird Trockenmilchpulver von der Quelle 13 in das Befeuchtungsrohr 10 eingeführt, wo das Pulver infolge seines hydroskopischen Charakters Feuchtigkeit aus der feuchten Luft in dem Befeuchtungsrohr 10 absorbiert und in die Sammelkammer 11 mit einem Feuchtigkeitsgehalt von angenähert 14% austritt. Wenn die Pulverteilchen durch das Befeuchtungsrohr 10 verlaufen und ihren Feuchtigkeitsgehalt vergrößern, werden sie in geringem Maße klebrig, und verschiedene Teilchen suchen sich zwecks Bildung von Schwärmen zusammenzukleben. Es wurden mit der Vorrichtung nach der Erfindung Schwärme aus dem Befeuchtungsrohr mit 8 bis 1801o Feuchtigkeit ausgestoßen, aber es hat sich gezeigt, daß das Verfahren am besten bei 14% Feuchtigkeit arbeitet. Normalerweise wird das Verfahren nach der Erfindung so durchgeführt, daß die Temperatur in dem Befeuchtungsrohr 10 88° C beträgt, während sich eine zufriedenstellende Schwarmbildung bei Temperaturen zwischen 24 und 93° C gezeigt hat, wenn der Prozentsatz der relativen Feuchtigkeit genau eingestellt ist, so daß eine günstige Schwarmbildung auftritt. Bei 14% Feuchtigkeit jedoch sind Milchschwärme nicht in wirtschaftlich erwünschter Form vorhanden, da sie mit soviel Feuchtigkeit nicht abgesondert bleiben und die Aufbewahrungseigenschaft nachteilig beeinflußt wird.
  • Infolgedessen werden die Schwärme durch das Trocknungsrohr 19 geschickt, in dem der Feuchtigkeitsgehalt durch warme Luft auf etwa 3 bis 4% reduziert wird. Das in den Sammelbehälter 22 ausgestoßene Produkt ist dann jedoch so warm, daß das darin enthaltene Eiweiß unlöslich zu werden sucht, wenn es nicht rechtzeitig abgekühlt wird. Demgemäß wird das Produkt direkt in das Kühlrohr 24 geschickt, wo es angenähert auf Raumtemperatur oder eine etwas höhere Temperatur, jedoch vorzugsweise unterhalb 45°C abgekühlt wird.
  • Wenn die Anlage in Betrieb gesetzt worden ist und das Trockenmilchpulver von der Quelle 13 an das Befestigungsrohr 10 geliefert wird, ist es wesentlich, eine Kontrolle der Kennwerte des durch das Ventil 18 ausgetragenen Erzeugnisses vorzunehmen, um sich zu vergewissern, daß die Anlage einwandfrei eingestellt ist und die gewünschten Molekülschwärme erzeugt. Wenn das Produkt am Ventil 18 staubförmig ist und die Schwärme ziemlich klein sind, so bedeutet dies, daß die Feuchtigkeit der durch das Befeuchtungsrohr 10 strömenden Luft zu gering ist. Das Dampfventil 16 muß dann verstellt werden, um mehr Dampf in das Befeuchtungsrohr 10 zu schicken.
  • Umgekehrt würde es, wenn das Produkt an dem Ventil 18 mit zu hoher Feuchtigkeit und somit in mäßig langen, teigigen Schwärmen herauskommt, ein Anzeichen dafür sein, daß die durch das Befeuchtungsrohr 10 verlaufende Luft zu feucht war. In diesem Falle würde es erforderlich sein, die Dampfströmung zu dem Rohr 10 durch teilweises Schließen des Ventils 16 zu verringern.
  • Falls die Molekülschwärme hohen Feuchtigkeitsgehalt besitzen, wenn sie durch den Drehschieber 30 austreten, aber sonst etwa die gewünschte Größe zu haben scheinen, kann es erforderlich sein, .die Wärmeabgabe des Lufterhitzers 20 zu vergrößern, so daß der Trocknungseffekt in dem Trocknungsrohr 19 erhöht wird. Wenn aber die Schwärme die richtige Größe haben, jedoch zuwenig Feuchtigkeit aufweisen und geringfügig angesengt sind, kann der Erhitzer 20 auf zu große Leistung eingestellt sein, in welchem Falle dann die Temperatur herabgesetzt werden müßte.
  • Die Geschwindigkeit der durch das Trocknungsrohr 19 und das Kühlrohr 25 strömenden Luft soll gerade groß genug sein, um die schwarmartig gebildeten, nicht fetten festen Milchbestandteile od. dgl. mitzuführen oder zu befördern, soll aber nicht so groß sein, daß die Molekülschwärme aufgebrochen werden.
  • Die Erfindung ist in der obigen Beschreibung an Ausführungsbeispielen des Verfahrens und der Vorrichtung erläutert worden. Jedoch können selbstverständlich zahlreiche Abwandlungen an der Anlage und in den Einzelheiten des Verfahrens durchgeführt werden, ohne von der Erfindung abzuweichen. Beispielsweise wurde das zu behandelnde Produkt durch fettfreie feste Trockenmilchbestandteile veranschaulicht, obgleich sowohl die Vorrichtung als auch das Verfahren in Verbindung mit Trockenvollmilch und mit anderen verhältnismäßig hygroskopischen Produkten sowie mit aus feinen Teilchen bestehenden Erzeugnissen verwendet werden kann, die stärker benetzbar sein können, wenn sie sich in Schwarmbindung befinden.
  • Es wurde gezeigt, daß der Dampf aus dem Dampfrohr 15 in die Öffnung 14 an der Seite des Gebläses 12 eintritt, aber der Dampf kann natürlich direkt in das Befeuchtungsrohr nahe dem Austritt des Gebläses 12 und auch an zahlreichen Stellen längs dem Befeuchtungsrohr eingeleitet werden.
  • Die warme Ausströmtrocknungsluft entweicht bei 23 in die Atmosphäre, obgleich sie auch zu der Ansaugöffnung 14 des Gebläses 12 gerichtet sein kann, um Wärme an das Befeuchtungsrohr 10 abzugeben.
  • In der schematischen Darstellung der Anlage wurde schnelles Trocknen feuchter Molekülschwärme veranschaulicht, wodurch hygroskopische, leicht dispergierbare, trockene Produktschwärme guten Geschmacks erzeugt werden.
  • Es wird bemerkt, daß sowohl die Vorrichtung als auch das Verfahren vielseitig sind und Änderungen unterworfen sein können, ohne daß der Rahmen der Erfindung verlassen zu werden braucht.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Herstellen von lagerfähigem, rasch löslichem NElch, und Magermilchpulver, da- durch gekennzeichnet, daß man die Milchpulverteilchen einem räumlich beschränkten Luftstrom von wenigstens 60'% relativer Feuchtigkeit bei Temperaturen von etwa 50 bis 80° C unter Bildung von Agglomeraten aussetzt, die feuchte Luft abzieht, das erhaltene Erzeugnis mit warmer Luft trocknet und das erhaltene Milchpulver kühlt.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine im wesentlichen horizontale Rohr- oder Gehäuseanordnung (10, 19, 25), an deren einem Ende in Kombination mit einem Dampfrohr (15) ein Gebläse (12), welches Feuchtluft in die Anordnung einbläst, und an deren anderem Ende eine Sammelkammer (11) für die behandelten Milchpulverteilchen angeordnet ist und die ferner eine zwischen Einlaß- und Auslaßöffnung der Rohr- oder Gehäuseanordnung befindliche Aufgabevorrichtung (13) für die in Richtung des Luftstroms mitgeführten Milchpulverteilchen aufweist, wobei diese Anordnung vorzugsweise aus drei hintereinandergeschalteten Rohren bzw. langgestreckten Gehäusen besteht, von denen das erste (10), das die Aufgabevorrichtung enthält, mit Feuchtluft, das zweite (19) mit warmer, trockener Luft und das dritte (25), an dessen Auslaß sich die Sammelkammer (26) befindet, mit kühler Luft mit Hilfe entsprechender Gebläse (27) beschickt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 1928135; deutsche Auslegeschrift Nr. 1004 029. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1023 960.
DEC13815A 1956-05-07 1956-10-13 Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von lagerfaehigem, rasch loeslichem Milch- und Magermilchpulver Pending DE1149599B (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1928135A (en) * 1932-02-15 1933-09-26 David D Peebles Method for manufacture of lactose containing material
DE1004029B (de) * 1953-07-27 1957-03-07 Instant Milk Company Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Trockenmilchproduktes
DE1023960B (de) 1955-04-11 1958-02-06 Blaw Knox Co Verfahren und Vorrichtung zum Agglomerisieren eines pulverfoermigen Materials

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