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Schaltungsanordnung zur Verzögerung einer Bitfolge Die Erfindung betrifft
eine Schaltungsanordnung zur Verzögerung einer Bitfolge um einen Bitabstand oder
um mehrere Bitabstände und bezweckt, eine hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit der
Informationen zu erreichen.
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Schaltungsanordnungen zur Verzögerung von Bitfolgen bestehen im allgemeinen
aus Verschieberegistern, in denen eine Mehrzahl verschiebender bzw. übertragender
Magnetkerne in Serie geschaltet ist. Es ergibt sich bei derartigen Anordnungen,
daß eine bestimmte Zeitspanne dazu erforderlich ist, um die Information abzulesen,
und eine weitere Zeitspanne erforderlich ist, um die Information auf die nächste
Kernstufe zu übertragen; die letztgenannte Zeitspanne wird als »Verzögerungszeit«
bezeichnet. Handelt es sich um die Verarbeitung von Informationen, die in Form einer
Serie von Zeichen auftreten, so ist die Geschwindigkeit, mit der eine solche Information
wieder entnommen werden kann, durch die Verzögerungszeit festgelegt.
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Eine erfindungsgemäße Schaltungsanordnung zur Verzögerung einer Bitfolge
um einen oder mehrere Bitabstände kennzeichnet sich dadurch, daß aufeinanderfolgende
Bits der Bitfolge abwechselnd dem Eingang eines ersten, gegebenenfalls mehrstufigen
Verschieberegisters und dem Eingang eines zweiten; gegebenenfalls mehrstufigen`
Verschieberegisters zugeführt werden und daß die Ausgänge der beiden Verschieberegister
mit den Eingängen einer ODER-Schaltung verbunden sind und die verzögerte Bitfolge
dem Ausgang der ODER-Schaltung entnommen wird.
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Die Erfindung nutzt daher die Verzögerungszeiten aus, welche in den
Stufen der beiden Verschieberegister auftreten, indem jedes Register Impulse aufnimmt,
die zwischen den Verzögerungszeiten des anderen liegen.
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Nimmt man zunächst an, daß es sich darum handelt, eine aus N Signalen
bestehende Serieninformation in einem Verschieberegister aufzunehmen. Solch ein
Register umfaßt normalerweise mindestens N in Serie geschalteter Kernstufen. Unter
Anwendung der Erfindung werden jedoch die Stufen eines solchen Registers anders
gruppiert, so daß N/2 Stufen in Serie geschaltet sind und eine erste Stufenfolge
bildet, während die restlichen N/2Stufen ebenfalls in Serie geschaltet sind und
eine zweite Stufenfolge bilden. Jede Stufe der ersten Stufenfolge ist so ausgebildet,
daß eine Information während einer ersten Zeitspanne aufgenommen wird und die Information
nach einer Verzögerungszeit abgegeben wird, während die Stufen der zweiten Stufenfolge
so ausgebildet sind, daß sie eine Information während der Verzögerungsabschnitte
der Stufen der ersten Folge aufnehmen und die Information nach einer Zeitspanne
abgeben, welche der erstgenannten Zeitspanne der ersten Stufenfolge entspricht.
Die Ausgangssignale jeder Stufenfolge werden über einen ODER-Kreis zusammengefaßt,
und die Eingangssignale werden abwechselnd dem Eingangskreis der einen Stufenfolge
und der anderen Stufenfolge zugeführt. Auf diese Weise wird die Verzögerungszeit,
die normalerweise in einem Verschieberegister auftreten muß, ausgenutzt.
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Dabei zeichnet sich die Erfindung insbesondere dadurch aus, daß die
Erhöhung der Verarbeitungsgeschwindigkeit der Information nicht durch eine andere
Aufbauweise der für die Operationen erforderlichen Schaltorgane erreicht wird.
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Weitere charakteristische Eigenschaften und Zweckmäßigkeiten der Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels. Von
den Figuren zeigt Fig.l in schematischer Form eine Hysteresischarakteristik des
magnetischen Materials eines zur Anwendung gelangenden Kernes, Fig. 2 a und 2 b
eine im Rahmen der Erfindung zur Übertragung von Informationen vorgesehene Schaltstufe,
in Form eines Prinzipschaltbildes und in Blockform dargestellt,
Fig.
3 a und 3 b eine der Fig. 2 a entsprechende Schaltstufe, als Prinzipschaltbild und
in Blockform dargestellt, Fig. 4 die Zeitfolge der Stromimpulse, welche für den
Betrieb der Schaltstufen gemäß Fig. 2 a und 3 a benötigt werden, Fig.5 eine bisher
gebräuchliche Schaltungsweise eines Verschiebungsregisters zur Verarbeitung von
Serieninformationen, Fig. 6 die erfindungsgemäße Gruppierung der in Fig. 2 a und
3 a erläuterten Schaltstufen.
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In Fig. 1 ist der Induktionsfluß B als Funktion der magnetischen Feldstärke
dargestellt, wobei für den Magnetkern eine idealisierte Hysteresiskurve zugrunde
gelegt ist. Zustände entgegengesetzter Remanenz werden dazu ausgenutzt, um eine
Binärinformation darzustellen, und es sind in der Figur die Zustände willkürlicherweise
mit »0« und »1« bezeichnet. Wenn der Zustand »0« vorgegeben ist und ein Impuls einer
Wicklung des Kernes mit geeigneter Richtung zugeführt wird, so wird die Schleife
durchlaufen, und es herrscht am Ende des Impulses der Remanenzzustand
»l«. Ein solcher Impuls wird im nachstehenden als »Schreibimpuls« oder »Schreibsignal«
bezeichnet. Wenn die Information des Kernes abgelesen wird und der Kern in den »0«-Zustand
übergeführt wird, so wird zu diesem Zweck ein Impuls in der entgegengesetzten Richtung
zu dem Schreibimpuls derselben Wicklung oder einer anderen Wicklung zugeführt. Ein
solcher Impuls wird im nachstehenden als Ableseimpuls oder Ablesesignal bezeichnet.
Wenn in einem Kern ein »1«-Zustand gegeben ist, so ergibt sich eine beträchtliche
Änderung des Magnetflusses, wenn von dem »1«-Zustand ein Übergang in den »0«-Zustand
erfolgt, womit das Auftreten einer entsprechenden Spannung in der Ausgangswicklung
verbunden ist. Wenn andererseits ein »0«-Zustand gespeichert ist, so ergibt sich
nur eine geringe Änderung des Magnetflusses, so daß nur ein verschwindend kleines
Signal in der Ausgangswicklung des Kernes auftritt.
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Der Wicklungssinn wird in Fig. 2 und 3 dadurch charakterisiert, daß
ein Punkt an der einen Klemme der Wicklung vorgesehen wird. Ein Schreibsignal ist
ein positiver Impuls, welcher an dem nicht durch , den Punkt markierten Ende einer
Wicklung hineinfließt und dadurch den Zustand »l« speichert; ein Ablesesignal
ist ein positiver Impuls, welcher an der durch den Punkt charakterisierten Klemme
der Wicklung auftritt und einer negativen magnetischen Kraft entspricht, so daß
Speicherung des Wertes »0« erfolgt.
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Bei den Anordnungen gemäß Fig. 2 und 3 werden magnetische Kerne für
die Zwecke der Kopplung und magnetische Kerne für die Zwecke der Speicherung einer
Information verwendet. Diese Kerne sind miteinander gekoppelt, und es findet eine
Kopplung mit einer entsprechenden Stufe über solche Kerne statt. Die der Kopplung
dienenden Kerne können aus dem gleichen Ferritmaterial bestehen wie die Kerne, welche
der Speicherung dienen; beide Kernarten müssen imstande sein, bistabile Zustände
mit remanentem Magnetismus anzunehmen. Die Kerne, welche der Kopplung dienen, sind
mit Cl, C_ und C3 bezeichnet, während der speichernde Kern mit S bezeichnet ist.
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In Fig. 2 besitzt der Kern S die Steuerwicklung 10, welche mit der
Ausgangswicklung 12 des Kernes C, und der Eingangswicklung 14 des Kernes C2 über
den Widerstand R verbunden ist; diese Zusammenschaltung soll im nachfolgenden als
A-Kreis bezeichnet werden. Der Kern C2 besitzt eine Ausgangswicklung 5 16, welche
an die Eingangswicklung 18 des Kernes C3 über die Diode D angeschlossen ist; diese
Verbindung soll im nachstehenden als B-Kreis bezeichnet werden. Die Eingangssignale
werden der Schaltungsanordnung an der Wicklung 20 des Kernes Cl zugeführt, und die
Ausgangssignale werden an der Ausgangswicklung 22 des Kernes C3 entnommen. Der Kern
Cl erhält Steuerimpulse von dem Steuerimpulsgeber IRA; der Kern S erhält Steuerimpulse
von dem Steuerimpulsgeber 1B; der Kern C, wird von dem Steuerimpulsgeber ISB erregt,
während die Kerne C2 und C3 gemeinsam von dem Steuerimpulsgeber IRB erregt werden.
Zu diesem Zweck ist auf den Kern Cl die Wicklung 24 zwecks Kopplung mit dem Impulsgeber
IRA vorgesehen, während die Wicklung 26 auf den Kern S mit dem Impulsgeber
I$, die Wicklung 28 des Kernes C2 mit dem Impulsgeber 1S$, die Wick-Lung 30 des
Kernes C2 und die Wicklung 32 des Kernes C3 mit dem Impulsgeber IRB gekoppelt sind.
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Die von den Impulsgebern gelieferten Steuerimpulse sind in Fig. 4
veranschaulicht; diese Impulse dienen der Steuerung der in Fig. 2 und 3 dargestellten
Schaltstufen. Es sind in Fig. 4 auch die verschiedenen Zeitpunkte to, t1, t2, t3,
t4 und t5 bezeichnet, die im Verlauf der weiteren Beschreibung noch eine
Rolle spielen werden.
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Es wird zunächst angenommen, daß in Fig.2 sämtliche Kerne sich in
ihrem »0«-Zustand befinden, d. h. in dem in Fig. 1 dargestellten unteren Magnetisierungszustand.
Nimmt man nun an, daß der nicht durch einen Punkt gekennzeichneten Klemme der Wicklung
20 des Kernes Cl ein positives Signal zugeführt wird während der Zeit, in welcher
der Impulsgeber ISA einen Impuls liefert. Es wird dann der Kern Cl von dem »0«-Zustand
in den »1«-Zustand übergeführt, und dabei erscheint an der Ausgangswicklung 12 des
Kernes Cl eine induzierte Spannung, wobei diese Spannung an dem nicht durch einen
Punkt gekennzeichneten Ende-der Wicklung 12 positiv ist und einen Stromfluß im Gegenuhrzeigersinn
in der A-Schleife erzeugt, durch den ein Schreibvorgang in den Kernen S und C2 eingeleitet
werden könnte. Da aber die Wicklung 10 an dem Kern Seine sehr viel größere Anzahl
Windungen besitzt als die Wicklung 14 des Kernes C2, wird der Kern S bevorzugt.
Der Kern S wird daher von dem »0«-Zustand in den »1«.. Zustand in diesem Zeitpunkt
übergeführt, während der Kern C2 in dem »0«-Zustand belassen wird. Es wirkt dann
der Steuerimpulsgeber IRA in dem Sinne, daß ein Ablesesignal der Wicklung 24 des
Kernes C1 zugeführt wird, durch welches der Kern Cl langsam von dem »1«-Zustand
in den »0«-Zustand übergeführt wird, so daß die induzierte Spannung, die an der
Ausgangswicklung 12 auftritt, keinen Einfluß auf den Zustand der Kerne S oder C2
hat. Bei Beendigung des Impulses des Impulsgenerators IRA bewirkt der Steuerimpulsgenerator
1B ein Ablesesignal an der Wicklung 26 des Kernes S, welches den Kern S von dem
»1«-Zustand in den »0«-Zustand überführt und dabei eine Spannung in der Wicklung
10 induziert, die an dem durch Punkt charakterisierten Ende der Wicklung 10 positiv
ist und einen Stromfluß in der A-Schleife im Gegenuhrzeigersinn bewirkt, welcher
auf den Kern C2 im Sinne eines Schreibsignals und
auf den Kern C
im Sinne eines Ablesesignals wirkt. Da der Kern C1 bereits sich im »0«-Zustand befindet,
wird nur der Kern C, von dem »0«-Zustand in den »1«-Zustand übergeführt. Beim Überführen
des Kernes C2 von dem »0«-Zustand in den »l«-Zustand wird eine Spannung an der Ausgangswicklung
16 induziert, die an dem nicht durch einen Punkt charakterisierten Ende der Wicklung
positiv ist und einen Stromfluß im Gegenuhrzeigersinn in dem B-Kreis bewirkt, wobei
jedoch der B-Kreis durch die Diode D gesperrt ist. Während der Taktgebergenerator
1B einen Impuls erzeugt, bewirkt der Signalimpulsgenerator ISB ein Ablesesignal
an der Wicklung 28 des Kernes C2, welches den Kern C., von dem »1«-Zustand in den
»0«-Zustand überführt. Wenn der Kern C, in den »0«-Zustand übergeführt wird, wird
eine Spannung in der Ausgangswicklung 16 induziert, die an dem durch einen Punkt
gekennzeichneten Ende derWicklung positiv ist und einen Strom im Uhrzeigersinn durch
die Diode D zu der nicht durch den Punkt gekennzeichneten Klemme der Wicklung 18
des Kernes C3 bewirkt. Der Kern C3 wird daher von dem »0«-Zustand in den »l«-Zustand
übergeführt, und dabei entsteht eine positive Spannung an der durch Punkt gekennzeichneten
Klemme der Wicklung 14, die einen Stromfluß im Gegenuhrzeigersinn in dem A-Kreis
bewirkt, der einem Ablesevorgang des Kernes C1 und einem Schreibvorgang des Kernes
S entspricht. Da sich jedoch der Kern C1 bereits im »0«-Zustand befindet und der
Kern S durch das Signal des Impulsgebers I,u in dem »0«-Zustand gehalten wird, wird
der Strom in dem Widerstand R vernichtet, wobei die Kerne C1 und S bei Beendigung
der Impulse 1B und ISB den »0«-Zustand haben. Der Impulsgenerator IRB erzeugt darauf
ein Ablesesignal in den Wicklungen 30 und 32 der Kerne C., und C.,, durch welches
der Kern C., von dem »l«-Zustand langsam in den »0«-Zustand übergeführt wird, was
unter dem Einfluß der induzierten Spannung an den Wicklungen 18 und 22 keinen Einfluß
auf die an diese Wicklungen angeschlossenen Kerne zur Folge hat. Es erscheint daher
die Information, welche der Schaltung im Zeitpunkt SA zugeführt wurde, an
den Ausgangsklemmen im Zeitpunkt SB.
Aus Gründen, die später klar werden,
ist es jetzt zweckmäßig, die Wirkungsweise der Schaltungsanordnung zu erörtern,
die sich ergibt, wenn während der Wirksamkeit des Impulsgenerators ISB ein Impulssignal
der nicht durch einen Punkt gekennzeichneten Klemme der Wicklung 20 des Kernes C1
zugeführt wird. Es soll angenommen werden, daß sämtliche Kerne sich in dem unteren
Resonanzzustand befinden, d. h. im »0«-Zustand. Ein Eingangssignal, welches während
eines ISB-Impulses dem Kern C1 zugeführt wird, hat das Bestreben, den Kern C, von
dem »0«-Zustand in den »1«-Zustand überzuführen und dabei eine Spannung in der Ausgangswicklung
12 zu induzieren, die positiv an der nicht durch den Punkt gekennzeichneten Klemme
der Wicklung liegt und in dem A-Kreis einen Strom im Gegenuhrzeigersinn bewirkt.
Wie man aus Fig. 4 ersehen kann, wirkt in diesem Zeitaugenblick ein IB-Impuls und
bewirkt ein Ablesesignal in der Wicklung 26 des Kernes S, während der IsB-Impuls
ein Ablesesignal in der Wicklung 28 des Kernes C, bewirkt, so daß diese Signale
auf die Kerne S und C, im Sinne einer Rückführung in den »0«-Zustand wirken. Da
ein im Gegenuhrzeigersinn fließender Strom im A-Kreis auf den Kern Cl als Schreibimpuls
wirkt, würde der Strom sowohl auf den Kern S als auch auf den Kern C2 als Schreibimpuls
wirken. Diese Kerne werden aber, wie erörtert, in dem »0«-Zustand gehalten und bilden
daher eine nur geringe Impedanz für den Stromfluß in dem A-Kreis. Da der Widerstand
R in dem A-Kreis nur klein ist, erscheint der A-Kreis als Kurzschluß, und es wird
dadurch der Kern C1 stark belastet und verhindert, daß der Kern C1 in diesem Zeitpunkt
in den »1«-Zustand übergeführt wird. Es ist ferner offensichtlich, daß, wenn zuvor
eine Information von dem Kern S auf den Kern C, übertragen wurde, sich dasselbe
Resultat ergibt und der Kern C1 ebenfalls sekundärseitig kurzgeschlossen wäre, so
daß ein Umschalten des Kreises nicht stattfinden kann.
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In Fig. 2 b ist der Stromkreis der Fig. 2 a in Form eines Blockes
40 dargestellt, der mit »SA-Verzögerung« bezeichnet ist; die Eingangssignale treten
im Zeitpunkt SA auf und werden dem Block 40 zugeführt, während die Ausgangssignale
im Zeitpunkt SB auftreten und als von dem Block 40 ausgehende Signale dargestellt
sind. Da der speichernde Kern S von dem Taktgeberimpuls 1B gesteuert wird, ist an
dem Block 40 ein einlaufendes Signal B dargestellt.
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Die in Fig. 3 a dargestellte Schaltungsanordnung unterscheidet sich
von Fig. 2 a allein durch die zugeführten Steuerimpulse; es sind einander entsprechende
Schaltelemente mit Bezugszeichen gekennzeichnet. Der Steuerimpulsgenerator IRB ist
hier an die Wicklung 24' des Kernes C1' angeschlossen, und der Impulsgenerator 1,1
ist mit der Wicklung 26' des Kernes S' verbunden; der Signalimpulsgenerator ISA
ist mit der Wicklung 28' des Kernes C,' und der Signalimpulsgenerator 1,z,1 mit
den Wicklungen 30' und 32' der Kerne C..,' und C.,' verbunden. Auch hier ist für
das Auftreten der " verschiedenen Steuerimpulse Fig.4 maßgeblich, und es können
zunächst sämtliche Kerne als im »0«-Zustand, d. h. im Zustand der unteren remanenten
Magnetisierung gemäß Fig. 1, angenommen werden. Es wird zunächst angenommen, daß
ein Eingangsimpuls der Wicklung 20' des Kernes C1' während eines ISB-Impulses zugeführt
wird. Der Kern C1' wird dann von dem »0«-Zustand in den »1«-Zustand übergeführt,
wobei eine Spannung an der Ausgangswicklung 12' induziert wird, die an dem nicht
durch einen Punkt gekennzeichneten Ende der Wicklung 12' positiv ist und einen Stromfluß
im Gegenuhrzeigersinn in dem A'-Kreis bewirkt, der im Sinne eines Schreibvorganges
der Kerne S1' und C2' gerichtet ist. Wie zuvor erörtert, wird der Kern S1' bevorzugt
und von dem »0«-Zustand in den »l«-Zustand übergeführt, wobei der Kern C2' seinen
»0«-Zustand behält. Darauf erzeugt der Impulsgenerator IRB ein Ablesesignal in der
Wicklung 24' des Kernes C,', durch welches der Kern C i' langsam in den »0«-Zustand
übergeführt wird, so daß der Zustand der Kerne S' und C.,' nicht geändert wird.
Am Ende des IRB-Impulses sendet der Impulsgenerator 1,.1 ein Ablesesignal üi die
Wicklung 26' des Kernes S', welches einen Ablesevorgang bewirkt und den Kern S'
von dem »1«-Zustand in den »0«-Zustand überführt, wobei eine Spannung an der Wicklung
10' so induziert wird, daß an dem durch den Punkt gekennzeichneten Ende die positive
Spannung liegt. Die in der Wicklung 10' induzierte Spannung bewirkt einen Stromfluß
in dem A'-Kreis, welcher im Gegenuhrzeigersinn liegt und für den Kern Cdie Schreibrichtung
und für den Kern C i' die Ableserichtung besitzt.
Da der Kern Ci'
sich bereits im »0«-Zustand befindet, wird der Kern Cz von dem »0«-Zustand in den
»l«-Zustand übergeführt. Beim Überführen des Kernes C2 in den »1«-Zustand wird eine
Spannung an der Ausgangswicklung 16' induziert, die an dem nicht durch den Punkt
gekennzeichneten Ende der Wicklung positiv ist und einen Stromfluß im Gegen uhrzeigersinn
in dem B'-Kreis bewirkt, wobei der Stromkreis jedoch durch die Diode D' blockiert
ist. Nachdem der Kern C2' bereits in den »l«-Zustand. durch den IA-Impuls übergeführt
wurde, bewirkt der IsA-Impuls ein Ablesesignal in der Wicklung 28' des Kernes C2'.
Der Kern C2 wird darauf von dem »1«-Zustand in den »0«-Zustand übergeführt und indu-.
ziert eine Spannung in der Wicklung 16', die an der durch den Punkt charakterisierten
Klemme der Wicklung positiv ist und einen Strom im Uhrzeigersinn in dem B'-Kreis
über die Diode B' und in die Wicklung 18' des Kernes C3' verursacht, was das überführen
des Kernes C3' von dem »0«-Zustand in den »l«-Zustand zur Folge hat und ein Ausgangssignal
an der Wicklung 22' mit positiver Spannung an der nicht durch den Punkt gekennzeichneten
Klemme zur Folge hat. Der Kern C2 induziert bei der Rückführung in den »0«-Zustand
eine Spannung in der Wicklung 14, die an dem durch den Punkt gekennzeichneten Ende
positiv ist und einen Stromfiuß im Gegenuhrzeigersinn in dem A'-Kreis bewirkt, was
sich im Sinne eines Ablesesignals im Kern Ci und im Sinne eines Schreibsignals im
Kern S' auswirkt. Da der Kern Cl' sich bereits im »0«-Zustand befindet und der Kern
S' durch den Impuls des Impulsgenerators 1A, der einen Impuls an die Wicklung 26'
in diesem Zeitpunkt liefert, im »0«-Zustand gehalten wird, bleiben beide Kerne in
dem »0«-Zustand, und der Strom wird in dem Widerstand R' aufgenommen. Auf diese
Weise liefert die Schaltstufe Signal-Ausgangsimpulse zu der Zeit SB und empfängt
Steuersienale zu der Zeit SA. Es soll nun weiter betrachtet werden, daß sämtliche
Kerne sich im »0«-Zustand befinden und ein Eingangssignal der nicht durch einen
Punkt gekennzeichneten Klemme der Wicklung 20' zugeführt wird, während ein Impuls
von dem Impulsgenerator ISA abgegeben wird. Es würde dann das Eingangssignal so
wirken, daß der Kern C1' von dem »0«-Zustand in » 1 «-Zustand übergeführt werden
kann und dabei eine Spannung an der Wicklung 12' entstehen würde, wobei die positive
Spannung an der nicht durch den Punkt gekennzeichneten Klemme sich auswirken würde
und ein im Gegenuhrzeigersinn gerichteter Stromfluß in dem A'-Kreis auftreten würde,
der die Kerne S' und C2' im Sinne dieses Aufzeichenimpulses beeinflussen könnte.
Da jedoch die Kerne S' und C2' in dem »0«-Zustand durch den Impuls des Impulsgenerators
IA gehalten werden, der an die Wicklung 26' angeschlossen ist, und ein 1sA-Impuls
der Wicklung 28' des Kernes C2' zugeführt ist und ferner der Widerstand R' sehr
klein ist, bietet der A'-Kreis sehr geringen Widerstand in diesem Augenblick für
den Stromiluß, so daß praktisch ein Kurzschluß herrscht und der Kern C; stark belastet
wird und daher nicht von dem »0«-Zustand in den »1«-Zustand übergeführt wird. Ähnlich
liegen die Verhältnisse, wenn zuvor während des ISB-Impulses eine Information in
die Schaltung eingeführt wurde, da der ISA-Impuls den Kern C2' in den »0«-Zustand
rückführt, ähnlich wie der lA-Irnpuls den Kern S' in den »0«-Zustand überführt.
Der Kern C,' ist auch dann stark belastet und ändert nicht seinen Zustand, wenn
ein Eingangssignal dem Kern Ci zugeführt wird, während ein IsA-Impuls stattfindet.
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In Fig. 3 b ist die in Fig. 3 a dargestellte Stufe in Form eines Blockes
50 wiedergegeben, dessen Eingangssignal im Zeitpunkt SB und dessen Ausgangssignal
im Zeitpunkt SA wirksam wird. Da der Kern S' von den IA-Impulsen gesteuert
wird, ist an dem Block 50 ein A-Signal als zugeführtes Signal vorgesehen.
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Betrachtet man die Anordnungen gemäß Fig. 2 a und 3 a, so sieht man,
daß, wenn der Kern C3 in Fig. 2 a entfallen würde und die Wicklung 18 an den Kern
C,' in Fig. 3 a unter Fortfall der Wicklung 20' angeschlossen würde, sich eine Stufe
eines Verschiebungsregisters für Serieninformationen ergeben würde. Die Information
würde dann im Zeitpunkt SA der Anordnung zugeführt, und es würde im Zeitpunkt SA
ein Ausgangssignal abgegeben. Es ist dabei jedoch zu beachten, daß das Eingangssignal
gemäß Fig. 4 in der Zeitspanne to bis t1 erscheint und die Verzögerung entsprechend
der Zeitspanne t1 bis t4 auftritt. Man kann ferner den in Fig. 3 a dargestellten
Stromkreis an einen Stromkreis gemäß Fig. 2 a dadurch angeschlossen sich denken,
daß der Kern C1 mit den zugehörigen Wicklungen 20 und 24 in Fortfall gelangt und
die Wicklung 12 der in Fig. 2 a dargestellten Stufe mit dem Kern C3 der Fig. 3 a
verbunden wird, wobei die Wicklung 22' des Kernes C3 ebenfalls entfällt; man erhält
dann eine Stufe eines Verschiebungsregisters, in welchem die Information in der
Zeitspanne t2 bis t3 zugeführt wird und die Verzögerung der Zeitspanne t3 bis t"
in Fig. 4 entspricht.
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In Fig. 5 ist ein Verschiebungsregister, welches aus zwei Stufen besteht,
dargestellt; die Eingangssignale der Information werden in Serienform im Zeitabschnitt
to bis t1 zugeführt. Eine erste Stufe 60 des Verschiebungsregisters besteht aus
dem Block 50 gemäß Fig. 3b und dem Block 40 gemäß Fig. 2b, und die zweite Stufe
60' ist ähnlich aufgebaut. Dieses zweistufige Verschiebungsregister, das durch die
Blöcke 60 und 60' gebildet wird, ist eine bekannte Anordnung, und es wird das Eingangssignal
während der Zeit SB in der Zeitspanne t, bis t. aufgenommen und zwei
Perioden später in denselben Zeitabschnitt abgegeben. Wenn man die Blöcke
40 und 50 vertauscht und dadurch die Stufe 60 aufbaut, so würde das
Register das Eingangssignal zur Zeit SA, in der Zeitspanne t. bis t1, erhalten und
die Information zwei Perioden später in denselben Zeiten abgeben. Allgemein. läßt
sich sagen, daß für jeden Informationsbit, der verzögert werden soll, eine Stufe
vorgesehen sein muß; wenn beispielsweise zwei Bits ein einziges Zeichen ausmachen,
welches man als Periode der Zeichen ansehen kann, dann sind zwei Stufen eines Verschiebungsregisters
erforderlich, um die Information um die Periode eines Zeichens zu verschieben; dies
ist in Fig.5 dargestellt. Nimmt die Anzahl Bits, welche ein Zeichen charakterisieren,
zu, so ergibt sich eine entsprechende Zunahme der Stufen, wenn eine Verzögerung
der Information um die Periodendauer eines Zeichens angestrebt wird. In Fig. 6 ist
eine erfindungsgemäße zweistufige Verzögerungsschaltung dargestellt, wobei die Verzögerungsstufe
60 der in Fig. 5 verwendeten Stufe entspricht und parallel zu einer anderen Verzögerungsstufe
70 liegt. Die
Verzögerungsstufe 70 unterscheidet sich von der Stufe
60, die zuvor behandelt wurde, dadurch, daß der Block 50 der Schaltung gemäß Fig.
3 a entspricht und an den Block 40 gemäß Fig. 2 b angeschaltet ist, welch letzterer
die Signale der Information während der Impulse ISB zugeführt erhält und die Information
eine Periode später zur gleichen ISB-Zeit liefert. Die Ausgangskreise der Stufen
60 und 70 sind an den ODER-Kreis 80 angeschaltet, dessen Ausgangsseite mit dem Nutzkreis
90 verbunden ist. Der Block 40, welcher der Anordnung gemäß Fig. 2 a entspricht,
erhält Eingangssignale nur zu der Zeit SA, während der gemäß Fig. 3 a aufgebaute
Block 50 Eingangssignale nur zu der Zeit SB erhält. Auf diese Weise wird
bei der Anordnung gemäß Fig. 6 die Information während der Zeiten SA und
SB so geleitet, daß in einem Augenblick die erste Stufe die Information erhält,
während die andere Stufe sie nicht aufnimmt, und daß, während die eine Stufe die
Information weiterleitet, die andere Stufe Information aufnimmt. Es wird auf diese
Weise eine Erhöhung der Geschwindigkeit, mit der Serieninformationen in einem Verschiebungsregister
verarbeitet werden, erreicht, ohne daß eine andere Stromkreistechnik und schneller
schaltende Elemente verwendet werden müssen.
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Es ist offensichtlich, daß die Stufen 60 und 70 von
beliebiger Bauweise sein können, solange sie nur das eingangs erörterte Verhalten
sicherstellen. Es wurde im vorstehenden beschrieben, daß die in den Fig. 2 a und
3 a dargestellten Schaltungen keine Eingangssignale verarbeiten, die nicht zu den
den Schaltkreisen zugeordneten Zeiten auftreten; man könnte aber auch eine Schaltvorrichtung
verwenden, welche abwechselnd ein Eingangssignal der einen Stufe und ein zweites
Eingangssignal der zweiten Stufe zuführt, und man würde dann ein zufriedenstellend
arbeitendes Verschiebungsregister erhalten. Geradzahlige Bits einer Serieninformation
können das eine Zeichen ausmachen, während ungeradzahlige Bits das andere Zeichen
ausmachen können, und es können zwei getrennte Verschiebungsregister vorgesehen
sein, die, wie eingangs erörtert, zur Verarbeitung der Information zusammen geschaltet
werden.
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Es kann daher das dargestellte Ausführungsbeispiel in verschiedenster
Weise modifiziert werden, ohne daß dadurch der allgemeine Erfindungsgedanke verlassen
wird.