DE1147880B - Verfahren und Vorrichtungen zum Herstellen eines Doppelwickels - Google Patents
Verfahren und Vorrichtungen zum Herstellen eines DoppelwickelsInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
B 50931 VHa/76d
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 25. A P R I L 1963
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
eines aus zwei endlosen Kunstfäden gebildeten, über Kopf abziehbaren Doppelwickels, bei dem
die beiden Fäden gleichzeitig nebeneinander auf eine gemeinsame Spulenhülse gespult werden, sowie eine
Wickelvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Es ist bereits bekannt, jeweils auf einer Spulenhülse mehrere Einzelwickel gleichzeitig nebeneinander, aber
durch Zwischenraum voneinander getrennt aufzuwickeln.
Demgegenüber befaßt sich die Erfindung mit der Herstellung eines Doppelwickels, welcher zwei auf
einer Spulenhülse nebeneinander aufgebaute Einzelwickel derart in sich vereinigt, daß die Einzelwickel
ohne Zwischenraum und sich gegenseitig mit gleicher bzw. entsprechender Anlagefläche berührend aneinander
anliegen.
Ein derartiger Doppelwickel nutzt das Wickelvolumen der Spulenhülse voll aus. Zum anderen erfährt
er durch eine solche Vereinigung der Einzelwickel eine beträchtliche Stabilisierung seines Körpers,
weil sich die Kanten der Einzelwickel an der Stelle, an der sie zusammenstoßen, gegenseitig abstützen.
Außerdem schließt er die Nachteile aus, die sich bei den bekannten Wickelanordnungen auf einer gemeinsamen
Spulenhülse infolge des Abstandes der Einzelwickel voneinander bei der Beurteilung des Wickelaufbaus
und bei der Weiterverarbeitung, beispielsweise beim Abzug über Kopf durch Abschläger,
Fadenbruch u. dgl. ergeben.
Vorzugsweise besitzt der Doppelwickel gemäß der Erfindung abgeschrägte Enden. Dieser Aufbau hat
den Vorzug, daß sowohl in der Berührungsebene der Einzelwickel als erfahrungsgemäß auch an den abgeschrägten
Enden sogenannte Abschläger, welche bei der Weiterverarbeitung, insbesondere beim Abzug
über Kopf, fast regelmäßig zu Fadenbruch führen und den kontinuierlich fortlaufenden Betrieb stören, mit
Sicherheit vermieden werden.
Die zu einem Doppelwickel vereinigten beiden Einzelwickel können in bekannter Weise je nach Lage
des Falles entweder bei gleichbleibender Aufwickelgeschwindigkeit sowie konstanter Changierzahl in
wilder Wicklung oder aber auch bei gleichbleibender Spulendrehzahl sowie konstanter Changierzahl bzw.
bei gleichbleibender Aufwickelgeschwindigkeit und fallender Changierzahl mit sich in Abhängigkeit vom
wachsenden Wickel änderndem Steigungswinkel in Präzisionswindungen aufgebaut sein.
Das Verfahren zur Herstellung eines solchen Doppelwickels ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet,
daß die Fadenlagen, welche beim Auf-Verfahren und Vorrichtungen zum Herstellen eines Doppelwickels
Anmelder:
Barmer Maschinenfabrik Aktiengesellschaft, Wuppertal-Oberbarmen
Heinz Schippers, Max Feth, Remscheid-Lennep,
und Dr. Alfred Ebert, Wassenberg (Kr. Heinsberg), sind als Erfinder genannt worden
wickeln der beiden in bekannter Weise mit Abstand voneinander längs der Spulenhülse hin- und herbewegten
Fäden für sich entstehen, am Ende eines jeden Innenhubes abwechselnd bis an die jeweils danebenliegende
andere Lage herangeführt werden, wobei sie in einer um die Wickelachse gebildeten ebenen
oder gekrümmten Rotationsfläche aneinanderstoßen. Das Verfahren eignet sich besonders für das Aufwickeln
sehr feiner frisch gesponnener endloser Kunstfäden, z. B. Monofilfäden, da man hier infolge
der großen Lauflängen auf übergroße Wickelgewichtseinheiten verzichtet und andererseits zwecks Ausnutzung
der Kapazität der Spinnstelle danach trachtet, gleichzeitig zwei Gespinste nebeneinander auf eine
Spulenhülse zu bringen. Während bei den bekannten Verfahren aber die Einzelwickel durch Zwischenraum
voneinander getrennt nebeneinanderliegen, werden nach der Erfindung die Fäden in Erkenntnis der hierdurch
erreichbaren Raumausnutzung der Spulenhülse sowie des stabilen Aufbaus und der positiven Ablaufeigenschaften
des Doppelwickels unmittelbar aneinandergelegt. Ein weiterer Anreiz zur Anwendung des
Aufwickelverfahrens beim Spinnen von synthetischen Kunstfäden besteht darin, daß es, zumal bei Aufbau
des Doppelwickels mit abgeschrägten Enden, eine langsame Changierung gestattet, wodurch die sonst
mit einer schnelleren Changierung verbundenen Changierstöße, welche den Titer und die nachfolgende
Verstreckung des empfindlichen Spinngutes beeinflussen können, vermieden werden. Eine langsame
Changierung setzt aber einen stabilen Wickelaufbau
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voraus, der bei dem Doppelwickel nach der Erfindung, zumal als Bicone, gewährleistet ist.
Die Durchführung des Verfahrens zur Herstellung
von Doppelwickeln gemäß der Erfindung ist nach gewissen Änderungen mittels bekannter Spulmaschinen
möglich. Es bedarf hierzu im wesentlichen nur entsprechender Änderungen an deren Fadenverlegeeinrichtungen.
Bei diesen wird bekanntlich die Verlegung der auf verschiedenen Spulstellen aufzuwickelnden
welches auf einen Doppelwickel arbeitet, mittels einer gemeinsamen Leitschiene derart zu kuppeln, daß sich
die Hubwege des Fadenführerpaares bei zunehmender Verkürzung stets an den einander zugekehrten Um-5
kehrstellen decken oder überschneiden. Zu diesem Zweck werden erfindungsgemäß die beiden Fadenführer
auf der hin- und hergehenden Fadenführerstange im Abstand von etwa der halben Doppelwickellänge
angeordnet und mit ihrem Steuerschenkel
Fäden mittels hin- und herbewegter, von einer um- io über ein hieran sitzendes Führungsglied, beispielslaufenden
Steuerkurve angetriebener Fadenführer be- weise einen Gleitstein, mit der beiden gemeinsamen,
wirkt. Dabei können diese Fadenführer jeweils für schwenkbaren, beispielsweise als Kulisse ausgebildesich
oder über eine Stange bzw. ein Gestänge gleich- ten Leitschiene gekuppelt, so daß sie beide gleichzeitig
zu mehreren bewegt werden. Außerdem gibt es zeitig und entsprechend der jeweiligen Steuerstellung
umlaufende Fadenführungsmittel, bei denen mehrere 15 der Leitschiene auf der sie bewegenden Fadenführer-Fäden
gleichzeitig in entsprechenden Kurvennuten stange auswärts bzw. einwärts verstellt werden. Dabei
einer Trommel oder nebeneinanderliegender Scheiben liegt die Drehachse der Leitschiene, um welche diese
geführt und hin- und herbewegt werden. Bei allen in Abhängigkeit vom wachsenden Wickel ihre Steuerdiesen
Vorrichtungen ist in den bekannten Aufwickel- schwenkbewegung ausführt, erfindungsgemäß achsmaschinen
der Abstand zweier Fadenführungsmittel 20 gleich mit den Achsen der Steuerschenkelführungsvoneinander
wesentlich größer als die Länge eines glieder beider Fadenführerhebel an ihrem gemein-Einzelwickels.
samen Umkehrpunkt. Durch diese Maßnahmen ist es
Demgegenüber kommt es bei einer Wickelvorrich- möglich, auf einfache Weise und gegebenenfalls unter
tung zum Herstellen eines Doppelwickels gemäß der geringer Änderung vorhandener Maschinen zwei
Erfindung darauf an, daß die beiden Fadenführer im 25 Fäden gleichzeitig nebeneinander zu einem zwei
Abstand etwa einer halben Doppelwickellänge von- Einzelwickel in sich vereinigenden Doppelwickel mit
einander angeordnet und gekuppelt sind und ihre
Hubwege am Ende eines jeden Innenhubes einen gemeinsamen gleichen Umkehrpunkt besitzen oder aber
ihre Hubwege am Ende eines jeden Innenhubes sich 30
abwechselnd um ein gleichbleibendes bzw. gesteuertes
Maß überschneiden, um die Nacheilung des Fadens
zwischen dem Ablaufpunkt am Fadenführer und Auflaufpunkt am Wickel auszugleichen. Bei einer Präzisionswicklung muß die Überschneidung der Hubwege 35 dungsgemäß vorgeschlagen, die Drehachse der Leitanden einander zugekehrten Umkehrstellen im jeweils schiene parallel zu den Achsen der Steuerschenkelerforderlichen, vom wachsenden Wickel und damit führungsglieder in der Ebene anzuordnen, welche vom sich mindernden Verlegungswinkel abhängigen senkrecht zur Wickelachse durch die Mitte der Über-Maße erfolgen. Die Kupplung kann z. B. bei hin- und schneidungsstrecke der Hubwege beider Steuerherbewegten Fadenführern über eine Stange und bei 40 Schenkelführungsglieder geht. Man kann die Hubwege umlaufenden Fadenführungsmittem über die Trommel des Fadenführerpaares sich an diesen Umkehrstellen oder Antriebswelle erfolgen. Bei Verwendung um- aber auch dadurch überschneiden lassen, daß die die laufender Fadenführungsmittel mit zwei Kurvennuten Fadenführer tragenden Schenkel der Fadenfuhrerzum Hin- und Herbewegen der beiden Fäden müssen hebel in Richtung gegeneinander eine Auslenkung dementsprechend die Hubwege der Kurvennuten so 45 aufweisen, welche einstellbar bzw. in Abhängigkeit angeordnet sein, daß die eine gegenüber der anderen vom wachsenden Wickel verstellbar ist. Das Maß für im Abstand der halben Doppelwickellänge axial versetzt oder aber versetzt und verdreht angeordnet ist,
damit sich die Hubwege am Ende eines jeden Innenhubes decken oder überschneiden. Es ist auch denk- 50
bar, die beiden Fadenführer des Fadenführerpaars
einzeln für sich mittels besonderer Changierkurven
anzutreiben. In einem solchen Falle kann sich der
Abstand der Fadenführer gegenüber dem vorgeschlagenen Maß ändern.
Hubwege am Ende eines jeden Innenhubes einen gemeinsamen gleichen Umkehrpunkt besitzen oder aber
ihre Hubwege am Ende eines jeden Innenhubes sich 30
abwechselnd um ein gleichbleibendes bzw. gesteuertes
Maß überschneiden, um die Nacheilung des Fadens
zwischen dem Ablaufpunkt am Fadenführer und Auflaufpunkt am Wickel auszugleichen. Bei einer Präzisionswicklung muß die Überschneidung der Hubwege 35 dungsgemäß vorgeschlagen, die Drehachse der Leitanden einander zugekehrten Umkehrstellen im jeweils schiene parallel zu den Achsen der Steuerschenkelerforderlichen, vom wachsenden Wickel und damit führungsglieder in der Ebene anzuordnen, welche vom sich mindernden Verlegungswinkel abhängigen senkrecht zur Wickelachse durch die Mitte der Über-Maße erfolgen. Die Kupplung kann z. B. bei hin- und schneidungsstrecke der Hubwege beider Steuerherbewegten Fadenführern über eine Stange und bei 40 Schenkelführungsglieder geht. Man kann die Hubwege umlaufenden Fadenführungsmittem über die Trommel des Fadenführerpaares sich an diesen Umkehrstellen oder Antriebswelle erfolgen. Bei Verwendung um- aber auch dadurch überschneiden lassen, daß die die laufender Fadenführungsmittel mit zwei Kurvennuten Fadenführer tragenden Schenkel der Fadenfuhrerzum Hin- und Herbewegen der beiden Fäden müssen hebel in Richtung gegeneinander eine Auslenkung dementsprechend die Hubwege der Kurvennuten so 45 aufweisen, welche einstellbar bzw. in Abhängigkeit angeordnet sein, daß die eine gegenüber der anderen vom wachsenden Wickel verstellbar ist. Das Maß für im Abstand der halben Doppelwickellänge axial versetzt oder aber versetzt und verdreht angeordnet ist,
damit sich die Hubwege am Ende eines jeden Innenhubes decken oder überschneiden. Es ist auch denk- 50
bar, die beiden Fadenführer des Fadenführerpaars
einzeln für sich mittels besonderer Changierkurven
anzutreiben. In einem solchen Falle kann sich der
Abstand der Fadenführer gegenüber dem vorgeschlagenen Maß ändern.
Zum Herstellen von konischen Wickeln sind bereits
Verlegevorrichtungen mit einem hin- und herbewegten
Fadenführerhebel und einer Steuervorrichtung vorgeschlagen worden, welche den Fadenführer an dem
ihn bewegenden, hin- und hergehenden Glied mittels 60 Arbeitsweise einer in Abhängigkeit vom Wickeldurchmesser ge- schaulicht, steuerten Leitschiene aus- und einwärts verstellt, um Der in Fig. 1 dargestellte Doppelwickel mit ab-
Verlegevorrichtungen mit einem hin- und herbewegten
Fadenführerhebel und einer Steuervorrichtung vorgeschlagen worden, welche den Fadenführer an dem
ihn bewegenden, hin- und hergehenden Glied mittels 60 Arbeitsweise einer in Abhängigkeit vom Wickeldurchmesser ge- schaulicht, steuerten Leitschiene aus- und einwärts verstellt, um Der in Fig. 1 dargestellte Doppelwickel mit ab-
die Länge des Hubes zu verändern. Diese bekannten geschrägten Enden, welcher zwei auf der Spulen-Vorrichtungen
lassen sich aber nicht ohne weiteres hülse 1 ohne Zwischenraum nebeneinander aufgebaute
zur Herstellung eines zwei Einzelwickel in sich ver- 65 Einzelwickel 2 und 3 in sich vereinigt, unterscheidet
einigenden Doppelwickels verwenden. Es bedarf sich von dem in Fig. 2 dargestellten Doppelwickel
hierzu einer besonderen Fadenführervorrichtung, die dadurch, daß die übereinanderliegenden Fadenlagen
im wesentlichen darin besteht, das Fadenführerpaar, der beiden Einzelwickel im einen Fall in einer senk
abgeschrägten Enden so aufzuwickeln, daß die Fadenlagen der Einzelwickel in einer um die Wickelachse
gebildeten Rotationsfläche aneinanderstoßen.
Um hierbei auch eine Nacheilung des Fadens zwischen dem Ablaufpunkt am Fadenführer und Auflaufpunkt
am Wickel, insbesondere an den einander zugekehrten Umkehrstellen der Hubwege des Fadenführerpaares,
auszugleichen, wird weiterhin erfinden Fadenführerhub setzt sich somit üblicherweise
aus der halben Doppelwickellänge zuzüglich des doppelten Betrages der Auslenkung zusammen.
In der Zeichnung ist die Erfindung schematisch in mehreren Beispielen dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 und 2 je einen Doppelwickel mit abgeschrägten Enden im Schnitt,
Fig. 3 eine Spinnstelle mit zwei Spulköpfen und 55 entsprechender Fadenverlegevorriehtung zur Herstellung
von Doppelwickeln mit abgeschrägten Enden,
Fig. 4 bis 6 Einzelheiten dieser Fadenverlegevorriehtung,
Fig. 7 und 8 je ein Steuerschema, welches die der Fadenverlegevorriehtung veran-
5 6
recht zur Wickelachse liegenden Ebene und im Fadenführer 17 und 18, so daß auch diese mit ihrem
anderen Fall in einer Kegelstumpffläche zusammen- Fadenführerhebel 27 und 28 auf der sie bewegenden,
stoßen. Die Fig. 3 bis 6 behandeln die Herstellung hin- und hergehenden Fadenführerstange 23 zu-
eines Doppelwickels nach Fig. 1. nehmend im Sinne einer Hubverkürzung verstellt
In Fig. 3 ist schematisch eine Spinnstelle dargestellt, 5 werden. Dabei liegt die Drehachse 36 der Leitschiene
bei welcher die Fäden 4, 5 und 6, 7 nach dem Ver- 35 achsgleich mit der Achse der Steuerschenkellassen
des Spinnschachtes 8 über die vorzugsweise führungsglieder beider Fadenführer an der Stelle, an
einzeln angetriebenen Lieferwalzen 9 und 10 der aus welcher sich diese bei ihrer changierenden Hin- und
zwei fliegend gelagerten Spulköpfen bestehenden Auf- Herbewegung abwechselnd am Ende jedes Hubes
wickelvorrichtung zugeführt werden. Dementsprechend io decken. Diese Stelle ist in den Fig. 4 und 5 durch
sind die beiden Spulenhülsen 1 und 1' mit dem einen einen Hinweispfeil gekennzeichnet und liegt am Ende
Ende ihres Trägers 11 bzw. 12 jede für sich an einem der nach rechts gehenden Changierbewegung, so daß
um die Achse 13 schwenkbaren Spulenträgerarm 14 zu diesem Zeitpunkt der Fadenführer 18 mit Steuerbzw.
15 gelagert und werden gemeinsam durch die Schenkelführungsglied 34 (Fig. 6) achsgleich mit der
Treibwalze 16 in Drehung versetzt. Jeder Spulenhülse 15 Drehachse 36 liegt, während am Ende der folgenden,
werden zwei Fäden zugeführt, die mittels einer be- nach links gehenden Changierbewegung dieser Fadensonderen
Verlegeeinrichtung so geführt werden, daß führer 18 in die gestrichelt dargestellte Stellung rückt
auf jeder Spulenhülse ein Doppelwickel gemäß der und der andere Fadenführer 17 die bisher vom
Erfindung entsteht. Im dargestellten Beispiel besteht Fadenführer 18 innegehabte Stellung einnimmt und
die Verlegeeinrichtung aus paarweise einander zu- ao nun seinerseits mit seinem Steuerschenkelführungsgeordneten
Fadenführern 17 und 18 sowie 19 und 20, glied 33 (Fig. 6) achsgleich mit der Drehachse 36
welche an einer in den Lagern 21 und 22 hin- und liegt. Die Auswanderung der Leitschiene 35 in Abhergehenden
Fadenführerstange 23 angeordnet sind hängigkeit vom wachsenden Wickel und die damit
und mit dieser in bekannter Weise mittels einer um- verbundene Steuerung der Fadenführerverschwenlaufenden
Nutentrommel 24, in deren Kurvennut 25 25 kung, bei welcher sich beide Fadenführer 17 und 18
das an der Fadenführerstange 23 sitzende Führungs- abwechselnd am Ende jedes Hubes an der einander
glied 26 eingreift, bewegt werden. Bei Reihenanlagen zugekehrten Umkehrstelle der Hubwege decken, zeigt
kann die hin- und hergehende Fadenführerstange Fig. 4 zu Beginn des Wickelvorganges und Fig. 5 zu
über mehrere Spulköpfe bzw. Spinnstellen führen. Ende desselben.
Die Fadenführer sind, wie in den Fig. 4 und 5 in 30 In Fig. 6 sind die eigentlichen Fadenführungsgrößerem
Maßstab dargestellt ist, als Winkelhebel schenkel 44 bzw. 45 der Fadenführer 17 bzw. 18 in
ausgebildet, deren einer Schenkel 27 bzw. 28 als Richtung gegeneinander ausgelenkt. Man erreicht
eigentlicher Fadenführer und deren anderer Schenkel hierdurch, wie schematisch in Fig. 7 dargestellt ist,
29 bzw. 30 als Steuerglied dient und die an der Stelle, eine Überschneidung des Fadenführerhubes an den
an welcher sich ihre beiden Schenkel treffen, jeweils 35 einander zugekehrten Umkehrstellen. Während der
paarweise und im Abstand der halben mittleren Fadenführungsschenkel 28 in der in Fig. 4 am Ende
Doppelwickellänge auf der Fadenführerstange 23 bzw. eines Changierhubes dargestellten Stellung am Ende
auf hierauf ver-und feststellbaren Tragarmen 31 bzw. des nächsten Changierhubes vom Fadenführungs-32
schwenkbar gelagert sind. Die Steuerschenkel 29 schenkel 27 genau überdeckt wird, überschneiden sich
und 30 des Fadenführerpaares 17, 18 sind mittels 40 die Wege der Fadenführer 44 und 45 in Fig. 7 um
hieran sitzender, als Bolzen, Rolle, Gleitstein od. dgl. das doppelte Maß der Auslenkung, welches so beausgebildeter
Führungsglieder 33 und 34 (Fig. 6) ge- messen ist, daß es die Nacheilung des Fadens zwimeinsam
mit der beispielsweise als Kulisse angeord- sehen dem Ablaufpunkt am hin- und hergehenden
neten schwenkbaren Leitschiene 35 gekuppelt, in oder Fadenführer und Auflaufpunkt am Wickel ausgleicht,
an welcher die Steuerschenkelführangsglieder derart 45 Die Stellung der Leitschiene 35 zu Beginn des Wickelangreifen,
daß sie zwangläufig jeder Lageänderung Vorganges ist mit 46 und zum Ende mit 47, und die
der Leitschiene folgen. Die Leitschiene 35 ist mittels theoretische Auflauflinie am Wickel ist mit 48 beder
Drehachse 36 auf dem Träger 37 (Fig. 6), welcher zeichnet. Um das Maß der Auslenkung der Fadenam
Maschinengestell (nicht dargestellt) und hier ge- führer im Bedarfsfalle verändern zu können, ist vorgebenenfalls
ver- und feststellbar angeordnet ist, 50 gesehen, den Fadenführungsschenkel verstellbar einschwenkbar
gelagert und wird (in Fig. 6 gegenüber zurichten.
Fig. 4 und 5 der Anschaulichkeit wegen in spiegel- Für den Aufbau eines Doppelwickels in Präzisionsbildlicher
Darstellung) an ihrem einen Ende mittels wicklung, bei der sich der Verlegungswinkel mit
eines Hebels in Abhängigkeit vom wachsenden Wickel wachsendem Wickel vermindert, muß, wie in Fig. 8
verschwenkt. Zu diesem Zweck ist der bei 38 am 55 schematisch dargestellt ist, die Überschneidung der
Maschinengestell gelagerte Hebel 39 beispielsweise als Fadenführerhubwege an den einander zugekehrten
Winkelhebel angeordnet, dessen eines abgebogenes Umkehrstellen mit einer Veränderung der Faden-
und als Gabel ausgebildetes Schenkelende 40 mittels führerstellung verbunden sein, um die Fäden jeweils
eines Kurvenstücks 41 geführt wird, welches am unter Berücksichtigung des Nachlaufs an den gleichen
Spulenträgerarm 14 sitzt und mit diesem mit wachsen- 60 Umkehrpunkten abzulegen. Zu diesem Zweck wird
dem Wickel um die Achse 13 ausschwenkt, und die Drehachse 49 der Leitschiene in die Mitte der
dessen anderes, ebenfalls gabelartig ausgebildetes vorbestimmbaren Überschneidungsstrecke der Hub-Schenkelende
42 die in dem Zapfen 43 auslaufende wege beider Steuerschenkelführungsglieder 50 und 51
Leitschiene 35 führt und um deren Drehachse 36 ver- gelegt, so daß diese beim Hin- und Herbewegen den
schwenkend verstellt. Mit dem Verstellen der Leit- 65 Drehpunkt um ein bestimmtes Maß überfahren und
schiene 35 ändert sich zugleich auch die jeweilige damit auch die eigentlichen Fadenführerschenkel 52
Steuerstellung bzw. der Steuerweg der mit der Leit- und 53 in die jeweils erforderliche Endstellung
schiene gekuppelten Steuerschenkel 29 und 30 der bringen. Aus dem erforderlichen Maß der Über-
schneidung ergibt sich, ob der den Fadenführer tragende Schenkel der Fadenführungshebel in der
einen oder anderen Richtung ausgelenkt werden muß. Im Falle eines Drei- oder Mehrfachwickels muß die
Fadenführeinrichtung um einen oder mehrere Fadenführer sinngemäß ergänzt werden.
Claims (7)
1. Verfahren zur Herstellung eines aus zwei endlosen Kunstfäden gebildeten, über Kopf abziehbaren
Doppelwickels, bei dem die beiden Fäden gleichzeitig nebeneinander auf eine gemeinsame
Spulenhülse gespult werden, dadurch ge kennzeichnet, daß die Fadenlagen, welche beim
Aufwickeln der beiden mit Abstand voneinander längs der Spulenhülse hin- und herbewegten
Fäden für sich entstehen, am Ende eines jeden Innenhubes abwechselnd bis an die jeweils danebenliegende
andere Lage herangeführt werden, wobei sie in einer um die Wickelachse gebildeten
ebenen oder gekrümmten Rotationsfläche aneinanderstoßen.
2. Wickelvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 unter Verwendung
von hin- und herbewegten oder umlaufenden Fadenführern, dadurch gekennzeichnet, daß die
beiden Fadenführer (17, 18) im Abstand etwa einer halben DoppelwickeUänge voneinander angeordnet
und gekuppelt (23, 31, 32) sind und ihre Hubwege am Ende eines jeden Innenhubes einen
gemeinsamen gleichen Umkehrpunkt besitzen.
3. Wickelvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 unter Verwendung
von hin- und herbewegten oder umlaufenden Fadenführern, dadurch gekennzeichnet, daß die
beiden Fadenführer (17, 18) im Abstand etwa einer halben Doppelwickellänge voneinander angeordnet
und gekuppelt (23, 31, 32) sind und ihre Hubwege am Ende eines jeden Innenhubes sich
abwechselnd um ein gleichbleibendes bzw. gesteuertes Maß (50, 51) überschneiden.
4. Wickelvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 zur Herstellung eines
Doppelwickels mit abgeschrägten Enden unter Verwendung einer mehrere schwenkbare Fadenführerhebel
hin- und herbewegenden Changiereinrichtung sowie einer in Abhängigkeit vom wachsenden Wickel gesteuerten Leitschiene, dadurch
gekennzeichnet, daß die beiden Fadenführer (17,18) auf der hin- und hergehenden Fadenführerstange
(23) im Abstand von etwa der halben Doppelwickellänge angeordnet und mit ihrem Steuerschenkel (29,30) über ein hieran sitzendes
Führungsglied (33,34) mit der beiden gemeinsamen, schwenkbaren Leitschiene (35) gekuppelt
sind.
5. Wickelvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachse (36) der Leitschiene
(35) achsgleieh mit den Achsen der Steuerschenkelführungsglieder (33, 34) beider
Fadenführerhebel (17,18) an ihrem gemeinsamen Umkehrpunkt angeordnet ist.
6. Wickelvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachse (36) der
Leitschiene (35) parallel zu den Achsen der Steuerschenkelführungsglieder (33, 34) in der
Ebene angeordnet ist, welche senkrecht zur Wickelachse durch die Mitte (49) der Überschneidungsstrecke
(50, 51) der Hubwege beider Steuerschenkelführungsglieder (33, 34) geht.
7. Wickelvorrichtung nach den Ansprüchen 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die die Fadenführer
(17, 18) tragenden Schenkel (44, 45) der Fadenführerhebel (27, 28) in Richtung gegeneinander
eine Auslenkung aufweisen, welche einstellbar und in Abhängigkeit vom wachsenden Wickel
verstellbar ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 813 522;
deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1752 102;
britische Patentschrift Nr. 796 060.
Deutsche Patentschrift Nr. 813 522;
deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1752 102;
britische Patentschrift Nr. 796 060.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
©309 577/121 4.63
Priority Applications (6)
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|---|---|---|---|
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| NL112592D NL112592C (de) | 1958-10-31 | ||
| DEB50931A DE1147880B (de) | 1958-10-31 | 1958-10-31 | Verfahren und Vorrichtungen zum Herstellen eines Doppelwickels |
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DEB50931A DE1147880B (de) | 1958-10-31 | 1958-10-31 | Verfahren und Vorrichtungen zum Herstellen eines Doppelwickels |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1147880B true DE1147880B (de) | 1963-04-25 |
Family
ID=6969368
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB50931A Pending DE1147880B (de) | 1958-10-31 | 1958-10-31 | Verfahren und Vorrichtungen zum Herstellen eines Doppelwickels |
Country Status (5)
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|---|---|
| CH (1) | CH383848A (de) |
| DE (1) | DE1147880B (de) |
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| GB (1) | GB926983A (de) |
| NL (2) | NL112592C (de) |
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| GB796060A (en) * | 1955-04-01 | 1958-06-04 | British Celanese | Improvements in or relating to yarn winding |
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- NL NL242700D patent/NL242700A/xx unknown
- NL NL112592D patent/NL112592C/xx active
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1958
- 1958-10-31 DE DEB50931A patent/DE1147880B/de active Pending
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- 1959-08-04 ES ES0251269A patent/ES251269A1/es not_active Expired
- 1959-10-30 GB GB3695759A patent/GB926983A/en not_active Expired
- 1959-10-31 CH CH8012759A patent/CH383848A/de unknown
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE813522C (de) * | 1948-10-23 | 1951-09-13 | Sueddeutsche Spindelwerke Zins | Vorgarnwickelwalze fuer Streichgarnspinnmaschinen |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
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| CH383848A (de) | 1964-10-31 |
| GB926983A (en) | 1963-05-22 |
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| ES251269A1 (es) | 1960-03-01 |
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