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Schrägschulterfelge Die Erfindung bezieht sich auf eine Schrägschulterfelge
nach Patent 884 001 mit Halbtiefbett.
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Bei der bekannten, den Gegenstand des Patentes 884 001 bildenden Schrägschulterfelge
ist das Reifenbett an der Montageseite durch einen in eine Vertiefung im Felgenbett
eingreifenden Schrägschulterring sowie den eigentlichen Seitenring begrenzt, die
beide durch einen in eine Nut des Felgenbettes eingreifenden Verschlußring in axialer
Richtung abgestützt sind. Durch andere Felgenausführungsformen in weiterer Ausbildung
des Gegenstandes nach dem Hauptpatent sind weitere Sicherungsmöglichkeiten gegen
das axiale Verschieben des Schrägschulterringes nach der Felgenmitte bekanntgeworden.
Im wesentlichen handelt es sich dabei um entweder im Schrägschulterring bzw. im
Felgenbett vorgesehene Auspressungen, die mit entsprechenden Ausnehmungen im Felgenbett
bzw. mit der zur Felgenbettmitte hin weisenden Kante des Schrägschulterringes zusammenwirken.
Durch diese zum Stande der Technik gehörigen Felgenausführungsformen ist gewährleistet,
daß der Schrägschulterring nicht nur während des Fahrbetriebes fest auf der Felge
sitzt, sondern vor allem auch bei der Demontage sich nicht zur Felgenbettmitte hin
verschieben kann, so daß mit Hilfe des losen Seitenringes der Fuß des meist sehr
fest sitzenden Reifens nach dem Luftablassen leicht und bequem von der schiefen
Ebene abgedrückt werden kann.
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Bei -diesen bekannten Schrägschulterfelgen handelt es sich um Flachbettfelgen.
Es sind aber auch längsgeteilte Schrägschulterfelgen insbesondere für schwere Erdbewegerreifen
bekannt, die mit einem Halbtiefbett versehen sind (Semidrop-Center-Felgen). Bei
diesen wird der Reifenfuß meist auf seiner ganzen Breite durch den Schrägschulterring
unterstützt, d. h., letzterer ist verhältnismäßig dick und breit und reicht fast
bis an die in das Halbtiefbett führende Felgenrundung heran.
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Ein Sichern dieses Schrägschulterringes nach der bekannten Art einer
in die Verschlußringnut eingreifenden Verdickung oder Ausprassung hat sich hierbei
als unbrauchbar erwiesen, weil bei den beim Betrieb dieser schweren Räder auftretenden
sehr großen Kräften der Schrägschulterrring sich trotz des Anschlages in der Verschlußringnut
entweder infolge der Keilwirkung zwischen Verdickung und Verschlußringnut im Durchmesser
geringfügig vergrößert und so doch zur Felgenmitte hin in das Halbtiefbett verschiebt
oder weil bei scharfen Einkerbungen in der Verschlußringnut, d. h., an einer gefährdeten
Stelle des Felgenquerschnittes, leicht Brüche entstehen können. Hier setzt die Zusatzerfindung
ein. Ihr liegt die Aufgabe zugrunde, in weiterer Ausgestaltung des Gegenstandes
des Hauptpatentes auf konstruktiv einfache und herstellungstechnisch billige Weise
eine zuverlässige Sicherung gegen axiales Abwandern des Schrägschulterringes bei
längsgeteilten Halbtiefbettfelgen zu schaffen. Die Erfindung besteht darin, daß
an dem abgerundeten Übergang zwischen der Sitzfläche des Schrägschulterringes auf
dem Felgenkörper und dem Halbtiefbett ein Abstützring für den Schrägschulterring
befestigt ist. Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Der Abstützring kann beispielsweise durch Anschweißen an einigen Stellen seines
Umfangs befestigt werden, so daß sich der Schrägschulterring dann gegen dessen Oberkante
abstützen kann. Diese Oberkante des Abstützringes liegt nicht höher als die felgeninnere
Oberkante des Schrägschulterringes, so daß bei der Reifenmontage der Reifenfuß zwanglos
über diese Stelle Hinweggebracht werden kann.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung im Querschnitt
dargestellt. Eine Halbtiefbettfelge 10 wird auf der geschlossenen Seite durch ein
festes Felgenhorn und auf der in der Zeichnung ausschließlich dargestellten offenen
Seite durch einen losen Schrägschulterring 11, einen Seitenring 12 und einen Verschlußring
13 begrenzt. Auf der Felgenrundung 18 zum Halbtiefbett 17 hin ist ein Ring 14 angebracht,
der der Rundung 18 genau angepaßt ist und beispielsweise an einigen Stellen seines
Umfangs angeschweißt wird. Statt des in sich geschlossenen Ringes können auch nur
Teilstücke eines Ringes verwendet werden.
Gegen die obere Stoßkante
15 dieses Abstützringes 14 bzw. der Segmentstücke stützt sich der Schrägschulterring
11 mit seiner Kante 16 ab, so d'aß ein axiales Verschieben auf seiner Sitzfläche
19 während des Betriebes und auch während der Demontage nicht möglich ist: Für die
Demontage des Reifenfußes, der nach längerem Gebrauch gerade bei den hierfür in
Frage kommenden großen Erdbewegerreifen außerordentlich fest auf dem Schrägschulterring
sitzt, wirkt sich diese Art der Abstützung des Schrägschulterringes besonders vorteilhaft
aus, denn nach dem Ablassen der Luft kann durch Abdrücken des losen Seitenringes
12 der Reifenfuß von der schiefen Ebene des Schrägschulterringes 11 bequem und einfach
in das dafür vorgesehene Halbtiefbett hineingeschoben werden. Dann kann der Verschluß-
und der Schrägschulterring herausgenommen und der Reifen nach der offenen Seite
der Felge zu ohne weiteres abgezogen werden.