[go: up one dir, main page]

DE1143335B - Verfahren zur Rueckgewinnung von Edelmetall aus entaktivierten Katalysatoren - Google Patents

Verfahren zur Rueckgewinnung von Edelmetall aus entaktivierten Katalysatoren

Info

Publication number
DE1143335B
DE1143335B DEU7414A DEU0007414A DE1143335B DE 1143335 B DE1143335 B DE 1143335B DE U7414 A DEU7414 A DE U7414A DE U0007414 A DEU0007414 A DE U0007414A DE 1143335 B DE1143335 B DE 1143335B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sulfuric acid
catalyst
fluoride
sludge
noble metal
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEU7414A
Other languages
English (en)
Inventor
James Hoekstra
Edward Michalko
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Universal Oil Products Co
Original Assignee
Universal Oil Products Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Universal Oil Products Co filed Critical Universal Oil Products Co
Priority to DEU7414A priority Critical patent/DE1143335B/de
Publication of DE1143335B publication Critical patent/DE1143335B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B11/00Obtaining noble metals
    • C22B11/04Obtaining noble metals by wet processes
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J23/00Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00
    • B01J23/90Regeneration or reactivation
    • B01J23/96Regeneration or reactivation of catalysts comprising metals, oxides or hydroxides of the noble metals

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Catalysts (AREA)

Description

  • Verfahren zur Rückgewinnung von Edelmetall aus entaktivierten Katalysatoren Katalysatoren, die Edelmetalle, insbesondere Platin, enthalten, werden in der Industrie für viele Reaktionen, z. B. Zyklisierung, Hydrierung, Dehydrierung, Isomerisierung, Aromatisierung, Sulfonierung und Dehydrozyklisierung, verwendet. Solche katalytischen Massen entaktivieren sich gewöhnlich nach langer Gebrauchsdauer, was auf verschiedene Ursachen, z. B. Wechsel im physikalischen Zustand der katalytischen Bestandteile, Verlust an solchen Bestandteilen oder Ablagerung von festen Verunreinigungen, besonders von Koks oder anderem kohlenstoffhaltigem Material, beruhen kann.
  • Solche Ablagerungen werden häufig durch Abbrennen des entaktivierten Katalysators in einem freien Sauerstoff enthaltenden Medium, wie Luft, entfernt, und üblicherweise wird der Katalysator so mehr oder weniger weitgehend reaktiviert. Bei jeder Regenerierung nimmt jedoch die Aktivität etwa ab, und schließlich wird es notwendig, den Katalysator durch neuen zu ersetzen. Der hohe Wert des Edelmetalls gestattet es gewöhnlich nicht, die entaktivierte katalytische Masse fortzuwerfen, selbst wenn die Konzentration des Edelmetalls verhältnismäßig niedrig ist.
  • Die Erfindung ist auf die Rückgewinnung von Edelmetallen aus entaktivierten, edelmetallhaltigen, katalytischen Massen gerichtet, die nicht mehr in wirtschaftlicher Weise regeneriert werden können.
  • Obgleich sich diese Methode besonders auf die Rückgewinnung von Platin aus entaktivierten katalytischen Massen richtet, die Platin, Tonerde und Fluorid enthalten, kann sie mit Vorteil auch zur Rückgewinnung anderer Edelmetalle, wie Iridium, Osmium, Palladium, Rhodium, Rhenium, Ruthenium, insbesondere aber von Palladium aus ähnlichen Massen, angewandt werden.
  • Solche katalytischen Massen können neben dem feuerfesten anorganischen Oxyd außer dem Edelmetall und dem Fluorid beispielsweise auch andere Metalle, wie Eisen, Wolfram, Natrium, Nickel, Cobalt, Molybdän, Kupfer, Chrom oder Mischungen derselben, aufweisen. Ebenso können auch Sulfide, Nitrate, Oxyde und andere Metallsalze vorhanden sein.
  • Es ist bekannt, daß solche Edelmetalle aus Tonerde-Edelmetall-Katalysatoren dadurch zurückgewonnen werden können, daß man den Katalysator mit einer einen Hauptteil der Tonerde auflösenden Schwefelsäuremenge bei erhöhter Temperatur, vorzugsweise bei mindestens 120"C, behandelt, die anfallende Lösung von einem Edelmetall und Trägerreste enthaltenden Schlamm abtrennt, den Schlamm nochmals einer Schwefelsäurebehandlung unterwirft und dann aus dem ungelöst verbleibenden Rückstand gegebenenfalls nach Auswaschen mit Wasser das Edelmetall in einem Lösungsmittel aufnimmt. Bei diesem bekannten Verfahren wird der Tonerdeträger praktisch quantitativ in Lösung gebracht, während das Platinmetall sich fast quantitativ im Rückstand anreichert.
  • Enthält jedoch der Katalysator, aus dem das Edelmetall, wie Platin, zurückgewonnen werden soll, ein Fluorid - gewöhnlich handelt es sich bei solchen Katalysatoren um Fluorkonzentration von etwa 0,01 bis etwa 8,0 Gewichtsprozent - so führt die bekannte Arbeitsweise nicht zu einem wirtschaftlichen Erfolg.
  • Fluor wird aus dem Katalysator anscheinend weniger leicht entfernt als andere Halogene, und es ergeben sich daher besondere Schwierigkeiten, wenn Platin oder sonstiges Edelmetall aus dem fluoridhaltigen Katalysator durch Herauslösung der Tonerde mittels Schwefelsäure zurückgewonnen werden soll; denn das Fluor bleibt mit dem Platin in ungelöstem Zustand zurück. Wenn dann anschließend das Edelmetall aus dem Schlamm z. B. mittels Königswasser herausgelöst wird, so wird auch das Fluor freigesetzt. Um eine Verunreinigung der entstehenden platinhaltigen Lösung bzw. der Chlorplatinsäure infolge Angriffs des Königswassers auf die Gefäßinnenwände zu vermeiden, werden die Digeriergefäße allgemein mit Glas ausgekleidet, weil dieses gegen Königswasser unempfindlich ist. Weist nun aber der platinhaltige Schlamm, der in Lösung gebracht werden soll, auch Fluorid auf, so wird bei der Behandlung mit Königswasser auch Fluorwasserstoff freigesetzt, der die Glasauskleidung angreift. Infolgedessen ergeben sich bei der Rückgewinnung von Platin oder sonstigem Edelmetallaaus einem Fluorid enthaltenden Katalysator besondere Probleme, die bei der Aufarbeitung eines fluoridfreien Tonerde-Edelmetall-Katalysators nicht auftauchen und keiner Berücksichtigung bedürfen.
  • Die Erfindung beruht nun auf der überraschenden Feststellung, daß die Schwefelsäure bei Verwendung in praktisch stöchiometrischer Menge im Verhältnis zur Tonerde letztere zum Hauptteil unter Bildung von Aluminiumsulfat auflöst, bevor sie das gebundene Fluorid angreift. Dabei wird auch die Gegenwart wirksamer Schwefelsäure infolge kontinuierlicher Verdünnung durch das gebildete Aluminiumsulfat zurückgedrängt, die Lösung wird annähernd neutral, und die Neigung der Schwefelsäure, das gebundene Fluorid aufzulösen, wird gleichzeitig herabgesetzt. Da es andererseits bekannt ist, daß Fluoride mittels Schwefelsäure in Lösung gebracht werden können, mußte man zunächst annehmen, daß die Rückgewinnung von Edelmetall aus einem das Edelmetall und gleichzeitig Fluorid auf einem Tonerdeträger enthaltenden entaktivierten Katalysator durch Auflösung der Tonerde mit Schwefelsäure und spätere Auslösung des Edelmetalls aus dem zurückbleibenden Schlamm praktisch nicht durchführbar sein würde.
  • Gemäß der Erfindung wird die besondere Aufgabe der Rückgewinnung von Edelmetall aus einem Fluorid enthaltenden Katalysator jedoch dadurch gelöst, daß man einen solchen Katalysator zunächst mit einer im Bereich von 90 bis 1100/o des stöchiometrischen Äquivalentes der Tonerde im Katalysator liegenden Schwefelsäuremenge behandelt und den dabei anfallenden Tonerde, Edelmetall und Fluorid enthaltenden Schlamm durch Digerieren bei erhöhter Temperatur mit einer größeren als der für das Auflösen der im Schlamm enthaltenen Tonerde benötigten Menge einer wäßrigen Schwefelsäure von 15 bis 80°/o Konzentration praktisch von Fluorid befreit.
  • Bei dem Verfahren nach der Erfindung wird vorzugsweise ein durch Behandlung des Katalysators bei einer Temperatur zwischen 120 und 175° C mit einer vorzugsweise etwa geringeren als der dem Tonerdegehalt des Katalysators stöchiometrisch äquivalenten Säuremenge, insbesondere mit etwa 950/o des stöchiometrischen Äquivalentes erhaltener Schlamm zunächst mit heißem Wasser gewaschen und dann 1 bis 12 Stunden lang mit einem Uberschuß an wäßriger Schwefelsäure von 45 bis 750/o Konzentration bei einer Temperatur im Bereich von 85 bis 150"C unter ständigem Rühren digeriert. Hierbei ist es zweckmäßig, den nach Abtrennung der fluoridhaltigen Lösung verbleibenden festen Rückstand mit entionisiertem Wasser zu waschen und dann das Edelmetall aus dem so gewaschenen Rückstand in Königswasser aufzulösen.
  • Vor der Behandlung des entaktivierten Katalysators mit Schwefelsäure ist es häufig zweckmäßig, möglichst viele der anderen Verunreinigungen, wie metallische Verunreinigungen sowie Kohlenstoff und anderes kohlenstoffhaltiges Material, zu entfernen, was gewöhnlich durch Auswaschen der metallischen Verunreinigung mit entionisiertem Wasser, Trocknung und darauf Oxydation bei hoher Temperatur in Gegenwart von Luft zur Entfernung des Kohlenstoffs und des kohlenstoffhaltigen Materials geschieht.
  • Anschließend erfolgt dann die Behandlung mit Schwefelsäure gemäß der Erfindung. Wenn ein wesent- licher Überschuß an Schwefelsäure verwendet wird, so daß die ganze Tonerde und metallische Bestandteile aufgelöst werden und praktisch das ganze zurückbleibende feste Material aus Edelmetall besteht, ist die anfallende Lösung stark sauer, was zu ernsthaften Schwierigkeiten in den folgenden Verfahrensstufen führt, sei es daß die Lösung als Abfall verworfen oder in ein handelsfähiges Nebenprodukt, beispielsweise zum Wiedergebrauch bei der Herstellung neuen Katalysatorträgermaterials, umgewandelt werden soll.
  • Wenn andererseits ein wesentlicher Schwefelsäureunterschuß angewandt wird, so wird die Menge ungelöster Tonerde und ungelösten Fluorids, die mit dem Edelmetall zurückbleibt, für eine wirksame und wirtschaftliche Entfernung während der Digerierung in der nächsten Stufe des Verfahrens zu groß sein, und die Vorteile der Erfindung gehen vollständig oder zumindest weitgehend verloren.
  • Wenn die Schwefelsäure - aber in solcher Menge verwendet wird, daß die hauptsächlich aus Aluminiumsulfat bestehende Lösung weder stark alkalisch noch sauer ist, kann der zurückbleibende platinhaltige Schlamm so geringe Mengen wie 12°/o oder weniger des Feststoffgewichtes außer Platin enthalten.
  • Die Konzentration der beider Behandlung des entaktivierten Katalysators benutzten Schwefelsäure kann beispielsweise 20 bis 90- Gewichtsprozent betragen.
  • Die Behandlung wird im allgemeinen innerhalb 1 bis 7 Stunden im erwünschten Ausmaß vor sich gehen. Vorzugsweise wird die Mischung aus entaktiviertem Katalysator und Schwefelsäure unter ständigem Durchrühren gehalten. Gewünschtenfalls kann die Mischung durch unmittelbare Dampfeinleitung auf den gewünschten Temperaturen gehalten werden. Die Auflösung nur eines Hauptanteiles, insbesondere 80 bis 95 Gewichtsprozent, der Tonerde in dieser Stufe des vorliegenden Verfahrens hinterläßt praktisch den ganzen Fluorgehalt des entaktivierten Katalysators im Schlamm.
  • Eine ein oder mehrmalige Digerierung mit heißem Wasser, bevor mit weiterer Schwefelsäure digeriert wird, entfernt aus dem Schlamm praktisch das ganze gebundene Fluorid und bewirkt eine starke Abnahme der Feststoffmenge, die außer dem Edelmetall darin enthalten ist.
  • Beispiel 1 84 kg entaktivierter Katalysator mit etwa 0,4 0/o Platin und etwa 3,8°/o Fluor auf einem Aluminiumoxydträger wurde nach vorhergehender Behandlung zur Entfernung löslicher Metallsalze, Koks und anderen kohlenstoffhaltigen Materials in einem mit Mantel versehenen Reaktionsgefäß mit ungefähr 415 1 Wasser und 255 kg 96 obige Schwefelsäure (106 0/o des stöchiometrischen Äquivalentes der Tonerde) versetzt; durch den Gefäßmantel wurde-Dampf geleitet, um den Inhalt auf 152"C zu bringen und 4 Stunden zu halten, während der Inhalt gerührt wurde. Der Gefäßinhalt wurde abgekühlt, mit Wasser verdünnt und 1 Stunde absetzen gelassen, Die anfallende Aluminiumsulfatlösung wurde vom Schlamm abgegossen und filtriert.
  • Eine Analyse des Filtrates zeigte, daß kein lösliches Platin in der Lösung vorlag.
  • Eine Probe des platinhaltigen Schlammes von 100 g, die 4,17 Gewichtsprozent Feststoff außer Platin enthielt und mit 35 Teilen Fluorid je Million verunreinigt war, wurde in ein Becherglas gegeben, wozu 77,5 ml einer Lösung von 96 Gewichtsprozent Schwefelsäure hinzugefügt wurde. Diese Schwefelsäuremenge ergab eine Konzentration von 60 Gewichtsprozent Schwefelsäure. Die anfallende Mischung wurde 4 Stunden auf einer heißen Platte bei einer Temperatur von etwa 37 bis 39°C digeriert. Darauf wurden 250 ml Wasser zugegeben, und die Lösung wurde abkühlen und absetzen gelassen. Die flüssige Phase wurde abgegossen und der Rückstand viermal mit Teilmengen von 100 ml entionisiertem Wasser gewaschen. Die flüssige Phase wurde jedesmal abgegossen. Der digerierte und gewaschene Schlamm wurde über Nacht bei einer Temperatur von 110°C trocknen gelassen und dann auf Fluoridkonzentration und Prozent Feststoffe außer Platin analysiert.
  • Eine zweite Teilmenge von 100 g des platinhaltigen Schlammes wurde in einer 60%igen Schwefelsäurelösung bei 135 bis 140°C 4 Stunden lang digeriert.
  • Die anfallende flüssige Phase wurde abgegossen, und die Feststoffe wurden wie zuvor mit entionisiertem Wasser vollständig gewaschen. Der Rückstand wurde über Nacht bei 110°C getrocknet und anschließend auf Fluoridkonzentration und Prozent Feststoff außer Platin analysiert.
  • Die so erhaltenen Analysenergebnisse finden sich in der folgenden Tabelle, aus der leicht festzustellen ist, daß die Methode nach der Erfindung die Konzentration an Feststoffen außer Platin wesentlich erniedrigt und das gebundene Fluorid praktisch vollständig entfernt.
  • Tabelle I
    Anteil 1 Anteil 2
    Schwefelsäure in Gewichts-
    prozent .............. 60 60
    Digerierzeit in Stunden . 4 4
    Digeriertemperatur in °C. . 90 bis 95 135 bis 140
    Fluoridkonzentration in
    Teilen je Million ...... 2,4 1
    Entferntes Fluorid in
    Gewichtsprozent .. .. 93,2 97,0
    Feststoffe nach Behandlung
    in Gewichtsprozent* ... 2,29 0,83
    *) Feststoffe außer Platin, bezogen auf den feuchten Schlamm.
  • Beispiel 2 Der Verfahrensgang des Beispiels 1 wurde bei der Behandlung einer anderen Charge desselben entaktivierten Katalysators befolgt, jedoch wurden nur 230 kg 96%ige Schwefelsäure entsprechend 95 O/o des stöchiometrischen Äquivalentes der Tonerde verwendet. Der anfallende Schlamm enthielt 11,9 Gewichtsprozent Feststoff außer Platin und 123 Teile Fluor je Million.
  • 202 g dieses Schlammes wurden in einem Becherglas mit 19,5 ml 96 Gewichtsprozent Schwefelsäure versetzt, so daß sich eine Konzentration von 16,5 Gewichtsprozent Schwefelsäure in der wäßrigen Phase des Schlammes ergab. Das anfallende Gemisch wurde auf einer heißen Platte 4 Stunden lang bei 100 bis 105°C digeriert. Dann wurde die flüssige Phase abgegossen und der verbleibende Feststoff mit entionisiertem Wasser gewaschen. Der Rückstand wurde über Nacht getrocknet und anschließend auf Fluorid- konzentration und Gehalt an Feststoffen außer Platin analysiert.
  • Ein zweiter Teil des platinhaltigen Schlammes (123 Teile Fluorid je Million) wurde unter Verwendung einer 60gewichtsprozentigen Schwefelsäurelösung bei 135 bis 140°C digeriert. Wie vorstehend beschrieben, wurde der anfallende Feststoff gewaschen, getrocknet und anschließend auf Fluoridkonzentration und Prozent Feststoff außer Platin analysiert. Die Analysenergebnisse für den platinhaltigen mit 123 Teilen Fluorid je Million verunreinigten Schlamm finden sich in der folgenden Tabelle Tabelle II
    Anteil 1 Anteil 2
    Schwefelsäure in Gewichts-
    prozent .............. 16,5 60
    Digerierzeit in Stunden . . . 4 4
    Digeriertemperaturin °C. . 100 bis 105 135 bis 140
    Fluoridkonzentration in
    Teilen je Million 14,2 2,4
    Entferntes Fluorid in
    Gewichtsprozent ...... 88,5 98,0
    Feststoffe nach Behandlung
    in Gewichtsprozent* ... 3,58 2,37
    *) Feststoffe außer PlatIn, bezogen auf den feuchten Schlamm.
  • Die vorstehenden Beispiele erläutern die Verbesserung und die vorteilhaften Ergebnisse, die das Verfahren für die Wiedergewinnung von Edelmetallen, insbesondere Platin, durch Anwendung des Verfahrens nach der Erfindung bietet.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Rückgewinnung von Edelmetall, insbesondere Platin, aus einem das Edelmetall auf einem Tonerdeträger enthaltenden entaktivierten Katalysator, bei dem man den Katalysator mit einer einen Hauptteil der Tonerde auflösenden Schwefelsäuremenge bei erhöhter Temperatur, vorzugsweise bei mindestens 120"C, behandelt, die anfallende Lösung von einem Edelmetall und Trägerreste enthaltenden Schlamm abtrennt, den Schlamm nochmals einer Schwefelsäurebehandlung unterwirft und dann aus dem ungelöst verbleibenden Rückstand, gegebenenfalls nach Auswaschen mit Wasser, das Edelmetall in einem Lösungsmittel aufnimmt, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Fluorid enthaltenden Katalysator zunächst mit einer im Bereich von 90 bis 110 01o des stöchiometrischen Äquivalents der Tonerde im Katalysator liegenden Schwefelsäuremenge behandelt und den dabei anfallenden Tonerde, Edelmetall und Fluorid enthaltenden Schlamm durch Digerieren bei erhöhter Temperatur mit einer größeren als der für das Auflösen der im Schlamm enthaltenen Tonerde benötigten Menge einer wäßrigen Schwefelsäure von 15 bis 800/o Konzentration praktisch von Fluorid befreit.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein durch Behandlung des Katalysators bei einer Temperatur zwischen 120 und 175 °C mit einer vorzugsweise etwas geringeren als der dem Tonerdegehalt des Katalysators stöchiometrisch äquivalenten Säuremenge, insbesondere mit etwa 950/0 des stöchiometrischen Äquivalentes erhaltener Schlamm zunächst mit heißem Wasser gewaschen und dann 1 bis 12 Stunden lang mit einem Überschuß an wäßriger Schwefelsäure von 45 bis 75°/0 Konzentration bei einer Temperatur im Bereich von 85 bis 150"C unter ständigem Rühren digeriert wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der nach Abtrennung der fluoridhaltigen Lösung verbleibende feste Rückstand mit entionisiertem Wasser gewaschen und dann das Edelmetall aus dem so gewaschenen Rückstand in Königswasser gelöst wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1 051 510.
DEU7414A 1960-08-27 1960-08-27 Verfahren zur Rueckgewinnung von Edelmetall aus entaktivierten Katalysatoren Pending DE1143335B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEU7414A DE1143335B (de) 1960-08-27 1960-08-27 Verfahren zur Rueckgewinnung von Edelmetall aus entaktivierten Katalysatoren

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEU7414A DE1143335B (de) 1960-08-27 1960-08-27 Verfahren zur Rueckgewinnung von Edelmetall aus entaktivierten Katalysatoren

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1143335B true DE1143335B (de) 1963-02-07

Family

ID=7565952

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEU7414A Pending DE1143335B (de) 1960-08-27 1960-08-27 Verfahren zur Rueckgewinnung von Edelmetall aus entaktivierten Katalysatoren

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1143335B (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1051510B (de) * 1956-01-11 1959-02-26 Degussa Verfahren zur Wiedergewinnung von Platinmetallen, insbesondere Platin, aus Kontaktmassen

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1051510B (de) * 1956-01-11 1959-02-26 Degussa Verfahren zur Wiedergewinnung von Platinmetallen, insbesondere Platin, aus Kontaktmassen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3509373A1 (de) Verfahren zum entfernen von vanadium bzw. konzentrationen anderer metalle
DE1113578B (de) Verfahren zur Wiedergewinnung von Edelmetallen
DE3145006A1 (de) Verfahren zur gewinnung von gold aus anodenschlaemmen
DE2908570C2 (de) Verfahren zur Rückgewinnung der Wertmetalle aus Katalysatoren
DE2140188A1 (de) Verfahren zur aufarbeitung von inaktiven antimonhalogenid-katalysatoren zu antimon(iii)-chlorid
DE1118770B (de) Verfahren zur Gewinnung von Plutoniumchlorid bzw. metallischem Plutonium aus einer neutronenbeschossenen, Plutonium, Spaltprodukte und Uran enthaltenden Masse
DE1014330B (de) Verfahren zur Herstellung eines gereinigten, fuer Lichtbogenschmelzung geeigneten Titanmetalls
EP0411162B1 (de) Verfahren zur Entfernung von Chlor aus Abgasen
DE1143335B (de) Verfahren zur Rueckgewinnung von Edelmetall aus entaktivierten Katalysatoren
DE2118022C3 (de) Verfahren zur Gewinnung von Vanadiumpentoxid, vorzugsweise aus kohlenstoffhaltigen Verbrennungsruck standen
DE1181190B (de) Verfahren zur Gewinnung von Uranverbindun-gen aus einem Uran-Molybdaen-Legierungen enthaltenden Material
EP0612853B1 (de) Verfahren zur Rückgewinnung von Wertmetallen aus gebrauchten Abgaskatalysatoren
DE1183059B (de) Verfahren zur Herstellung von Titandioxyd aus titanhaltigen Erzen, die Eisen als Hauptverunreinigung enthalten
LU86546A1 (de) Verfahren zu extraktion von vanadium aus vanadiumhaltigen rohstoffen
DE2428129A1 (de) Verfahren zur entfernung von kupfer aus kupferanodenschlaemmen
DE487006C (de) Gewinnung von Zinn aus Legierungen und mechanischen Gemengen
AT407163B (de) Verfahren zum aufbereiten von zumindest ein nicht-eisenmetall und/oder verbindungen davon enthaltenden reststoffen
DE2726817C2 (de) Verfahren zur Rückgewinnung von Ta(Nb)C-WC-TiC-Mischcarbiden aus Hartmetallschrott
DE1237990B (de) Verfahren zur Herstellung von Metallcarbiden
EP0573083A1 (de) Verfahren zur Aufarbeitung von vanadiumhaltigen Rückständen
DE1051510B (de) Verfahren zur Wiedergewinnung von Platinmetallen, insbesondere Platin, aus Kontaktmassen
DE2020308C3 (de) Verfahren zur Oxydation von Arsenik
DE603788C (de) Entfernung von Selen und Arsen aus Schwefel
AT220377B (de) Verfahren zur Gewinnung von Metallen der Gruppe IVa des Periodischen Systems und der Aktinidenmetalle
AT112963B (de) Verfahren zur Gewinnung von Zinn, Blei, Antimon, Kupfer und Zink aus Legeirungen, Gemengen, Erzen und Rückständen.