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DE603788C - Entfernung von Selen und Arsen aus Schwefel - Google Patents

Entfernung von Selen und Arsen aus Schwefel

Info

Publication number
DE603788C
DE603788C DEM118952D DEM0118952D DE603788C DE 603788 C DE603788 C DE 603788C DE M118952 D DEM118952 D DE M118952D DE M0118952 D DEM0118952 D DE M0118952D DE 603788 C DE603788 C DE 603788C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sulfur
arsenic
selenium
solution
melting point
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEM118952D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Erich Stahl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GEA Group AG
Original Assignee
Metallgesellschaft AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Metallgesellschaft AG filed Critical Metallgesellschaft AG
Priority to DEM118952D priority Critical patent/DE603788C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE603788C publication Critical patent/DE603788C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/02Preparation of sulfur; Purification
    • C01B17/0232Purification, e.g. degassing

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
  • Removal Of Specific Substances (AREA)

Description

  • Entfernung von Selen und Arsen aus Schwefel Bei der Gewinnung von Schwefel aus arsen-und selenhaltigen Erzen oder S 02- Gasen durch reduzierendes Schmelzen reit Koks wird ein Schwefel erhalten, der durch Arsen und Selen verunreinigt und daher für viele Zwecke, z. B. für die Herstellung der Sulfitlauge für die Zellstoffindustrie, ungeeignet ist.
  • Nach den bisher für die Reinigung von Schwefel bekannten Verfahren läßt sichArsen und insbesondere Selen nicht oder nicht genügend weitgehend aus solchem Schwefel ientfernen.
  • Filtration des geschmolzenen Schwefels führt nicht zum Ziele, da Arsensulfid und in noch höherem Maße Selensulfid in geschmolzenem Schwefel löslich ist.
  • Die bekannte Behandlung des # geschmolzenen Schwefels mit Alkalien, gegebenenfalls unter Druck, kommt ebenfalls nicht in Betracht, weil dabei erhebliche Mengen von Schwefel in Lösung gehen.
  • Nach einem anderen bekannten Verfahren wird durch Behandlung des Schwefels mit Chlor oder Chlorschwefel bei erhöhter Temperatur vorhandenes Arsen und Selen in die Chloride übergeführt, die dann durch Erhitzen verflüchtigt werden. Nach Entfernung der Chloride muß aus dem Rückstand das im Schwefel in Form von Chlorschwefel zurückbleibende Chlor durch eine Nachbehandlung mit Dampf entfernt werden. Schon um die letzten Reste von Arsen zu entfernen, ist angesichts der Löslichkeit auch des Arsenchlorids im geschmolzenen Schwefel eine Nachbehandlung des flüssigen Behandlungsrückstandes mit einem kräftigen Strom von Luft oder inertem Gas unerläßlich. Vorhandenes Selen läßt sich dagegen nach der eigenen Angabe des Autors jenes Verfahrens nur entfernen bei zuvoriger Anwendung eines Überschusses von einem Viertel bis der Hälfte des Gewichtes des zu reinigenden Schwefels an Chlor oder Chlorschwefel, so daß bei der anschließenden Dampfbehandlung mit dem überschüssigen Chlor jedesmal entsprechend große Mengen von Schwefel als Chlorschwefel abgetrieben werden müssen.
  • Es ist auch schon vorgeschlagen worden, zwecks Entfernung von teerigen Bestandteilen und färbenden Metallverbindungen. den Schwefel in festem oder flüssigem Zustande mit Säuren mittlerer Konzentration, wie Schwefelsäure von 40 %, unter Zusatz kräftiger Oxydationsmittel bei einer in der Nähe des Schmelzpunktes des Schwefels liegenden Temperatur zu behandeln. Eine genügend weitgehende Entfermung insbesondere des Selens läßt sich auch nach diesem verfahren nicht erzielen. Es bietet ferner den- Nachteil des Hantierens mit starken Säuren annähernd bei Siedetemperatur.
  • Erfindungsgemäß erfolgt die praktisch. vollständige Entfernung nicht nur des Arsens, sondern vor allem auch des Selens aus damit verunreinigtem Schwefel in mit derartigen Unannehmlichkeiten nicht verbundener und wirtschaftlich vorteilhafter Weise dadurch, daß man den Schwefel in geschmolzenem Zustande, z. B. vermittels eines Rührwerkes, mit einer Lösung eines Halogensalzes, denen Siedepunkt über dem Schmelzpunkt des Schwefelfis liegt, emulgiert und auf diese Suspension bei einer oberhalb des Schmelzpunktes des Schwefels gelegenen Temperatur, vorteilhaft einer solchen zwischen etwa i 2o und 16o', ein Oxydationsmittel, wie Salpetersäure oder nitrose Dämpfe oder Superoxyde, wie Wasserstoffsuperoxyd oder Magnesiumsuperoxyd, einwirken läßt. Als geeignet seien beispielsweise genannt Lösungen von Alkali- oder Erdalkalichloriden, z. B. Lithiumchlorid oder Calciumchlorid, ferner Lösungen von Magnesiumchlorid, Zinkchlorid u. dgl.
  • Die Emulsionsbildung wird bei Anwendung solcher Lösungen durch das hohe spezifische Gewicht derselben, das z. B. zweckmäßig oberhalb 1,30 liegt, begünstigt. Arsen und Selen gehen bei der beschriebenen Behandlung in Lösung, während der Schwefel bei geeigneter Wahl der Arbeitsbedingungen, z. B. hinsichtlich der Art und Konzentration des Oxydationsmittels, höchstens in ganz geringem Maße angegriffen wird.
  • Statt unter Anwendung sehr starker Salzlösungen bei gewöhnlichem Druck zu arbeiten, kann man den Oxydationsvorgang auch in verdünnter-en, unterhalb des Schmelzpunktes des Schwefels siedenden Lösungen und bei entsprechend erhöhtem Druck durchführen, wenn nur die angewendete Umsetzungstemperatur mindestens den Schmelzpunkt des Schwefels erreicht.
  • Um die Möglichkeit einer Reduktion der in Lösung gegangenen Sauerstoffverbindungen des Arsens und/oder Selens durch den vorhandenen Schwefel in der Oxydationsmittel nicht enthaltenden Lösung auszuschließen, empfiehlt es sich, den Schwefel nach Abstellen des Rührwerks absitzen zu lassen und von der überstehenden Lösung zu trennen, solange diese noch Oxydationsmittel enthält, z. B. solange noch nicht -überschüssig angewendete Salpetersäure aus der Lösung verdampft ist.
  • Die nach mehrmaligem Gebrauche genügend an Arsen und/oder Selen angereicherte wässerige Lösung kann nach Ausscheidung des Arsens und/oder Selens beliebig oft von neuem Verwendung finden.
  • Bei Anwendung des beschriebenen Verfahrens gelingt es mit Leichtigkeit, z. B. einem neben 0,17 % As o, o i 6 % Se enthaltenden Schwefel das Arsen bis auf einen Betrag von nur o,ooi % und das Selen bis auf einen ebensolchen Restbetrag zu entziehen, während @es bei der Behandlung desselben Schwefels z. B. nach bekannten Verfahren in keinem Fallre möglich war, eine irgendwie beachtliche Verringerung des anfänglich vorhandenen Selengehalts (der geringste festgestellte Restbetrag betrug noch 0,015 %) zu erzielen.
  • Gegenüber dem oben an letzter Stelle @erwähnten bekannten Verfahren bietet das heschriehene Verfahren überdies den Vorteil der Vermeidung der mit dem Arbeiten mit starken Säuren bei hoher Temperatur verbundenen Unbequemlichkeiten und Gefahren, ferner des billigeren Preises der Hilfsstoffe sowie geringerer Verluste an Schwefel. Beispiel Man löst i kg kristallisiertes Magnesiumchlorid in 3oo ccm Wasser und trägt in die erhaltene Lösung bei etwa i 15 bis 13 o° unter kräftigem Rühren 5oog Schwefel mit einem Gehalt von o, 2 % As und o, 15 % Se ein. Nachdem der geschmolzene - Schwefel innig verrührt ist, setzt man langsam 5o ccm Salpetersäure vom spez. Gewicht 1,4 hinzu, wobei Arsen und Selen in Lösung gehen.
  • Man stellt das Rührwerk. ab; solange die Lösung noch freie Salpetersäure enthält, läßt den geschmolzenen Schwefel absitzen und entfernt ihn alsdann von. der noch Salpetersäureenthaltenden überstehenden Lösung. Der so gereinigte Schwefel enthält weniger als o,ooi % As bzw. o,ooi % Se.
  • Aus den aus dem Reaktionsgemisch entweichenden Dämpfen kann ein Teil. der Salpetersäure wiedergewonnen werden. Ist die verwendete Lösung von Magnesiumchlorid nach mehrmaligem Gebrauche an Arsen und Selen angereichert, so entfernt man daraus zunächst die darin noch vorhandene Salpetersäure durch Kochen, fällt Arsen und Selen mit Schwefelwasserstoff als Sulfide und allenfalls gebildeten SO4,-Ion mit Calciumchlorid als CaS0¢ aus. Hierauf kann die so regenerierte Lösung von neuem verwendet wierden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren-zur Reinigung von Schwefel von in ihm enthaltenen Selen und Arsen, dadurch gekennzeichnet, daß bei der bekannten Reinigung von Schwefel durch Behandlung dieses oberhalb seines Schmelzpunktes in Suspension in einer oberhalb der Behandlungstemperatur siedenden Flüssigkeit mit einem Oxydationsmittel, wie Salpetersäure, als Emulgierungsmittel eine Halogensalzlösung verwendet wird, deren Siedepunkt über dem Schmelzpunkt des Schwefels liegt. a. Verfahren nach Anspruch, t, dadurch gekennzeichnet, , daß man den gereinigten Schwefel nach .erfolgtem Absitzen von der wässerigen Lösung -trennt, solange diese noch überschüssiges Oxydationsmittel enthält.
DEM118952D 1932-03-01 1932-03-01 Entfernung von Selen und Arsen aus Schwefel Expired DE603788C (de)

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