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DE1143032B - Elektrolysezelle zur Durchfuehrung von Schmelzflusselektrolysen, insbesondere zur Herstellung von Aluminium - Google Patents

Elektrolysezelle zur Durchfuehrung von Schmelzflusselektrolysen, insbesondere zur Herstellung von Aluminium

Info

Publication number
DE1143032B
DE1143032B DEL15245A DEL0015245A DE1143032B DE 1143032 B DE1143032 B DE 1143032B DE L15245 A DEL15245 A DE L15245A DE L0015245 A DEL0015245 A DE L0015245A DE 1143032 B DE1143032 B DE 1143032B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
electrolysis
aluminum
production
melt flow
cell
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEL15245A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Ludwig Lebrecht
Dr-Ing Robert Joetten
Dr-Ing Hans Ginsberg
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Vereinigte Aluminium Werke AG
Original Assignee
Vereinigte Aluminium Werke AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Vereinigte Aluminium Werke AG filed Critical Vereinigte Aluminium Werke AG
Priority to DEL15245A priority Critical patent/DE1143032B/de
Publication of DE1143032B publication Critical patent/DE1143032B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C3/00Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts
    • C25C3/06Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts of aluminium
    • C25C3/08Cell construction, e.g. bottoms, walls, cathodes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description

  • Elektrolysezelle zur Durchführung von Schmelzflußelektrolysen, insbesondere zur Herstellung von Aluminium Bei der Durchführung der Schmelzflußelektrolyse wird bekanntlich aus einem schmelzflüssigen Elektrolyten Metall abgeschieden. Bei der Herstellung von Aluminium sammelt sich das Metall in einer meist mit Kohle ausgefütterten Wanne, die als Kathode dient; darüber befindet sich der spezifisch etwas leichtere Elektrolyt, in den eine oder mehrere Anoden, meist ebenfalls aus Kohle, eintauchen.
  • Der Spannungsabfall im Ofen besteht aus der elektrolytischen Polarisationsspannung und dem Ohmschen Spannungsabfall, der hauptsächlich im Elektrolyten vereinigt ist. Das Produkt aus Ohmschem Spannungsabfall und Gesamtstrom des Ofens ergibt den Anteil der zugeführten Leistung, der in Wärme verwandelt und benötigt wird, um die für die Elektrolyse erforderliche Temperatur aufrechtzuerhalten.
  • Man hat bei Elektrolyseöfen mit Stromstärken über 30 kA, besonders stark aber bei Öfen mit 60 kA und mehr, eine Aufwölbung des Metallspiegels beobachtet. Diese Erscheinung ist für den Betrieb des Ofens sehr unangenehm, weil der Abstand zwischen Anode und Metall, der sogenannte Richtabstand, die im Ofen erzeugte Wärme bestimmt und z. B. bei Aluminium-Elektrolyseöfen in der Größenordnung 3 bis 4 cm liegt, während die beobachteten Aufwölbungen das Zwei- bis Dreifache dieses Wertes betragen.
  • Als Ursache wurden schon frühzeitig elektromagnetische Kräfte vermutet. Da die beobachtete Rufwölbung unsymmetrisch war, führte man sie auf Unsymmetrien im Magnetfeld des Ofens zurück und versuchte, dieses möglichst symmetrisch zu gestalten, indem man, anstatt von den unter dem Hallenboden liegenden Stromschienen Steigleitungen allein am »einlaufenden« Ende hochzuführen, diese an beiden Enden des rechteckigen Ofens hochführte und den Ofen zweiseitig speiste. Die Steigleitungen wurden dabei dicht am Ofen angeordnet, um den Durchgang zwischen den Öfen nicht zu behindern.
  • Es besteht heute kein Zweifel mehr, daß elektromagnetische Kräfte die Ursache für die Rufwölbung sind. Den obengenannten Gegenmaßnahmen war auch nur ein Teilerfolg beschieden, da die Höhe der Rufwölbung zwar zurückging und eine andere Gestalt annahm, aber immer noch in der Größenordnung des Richtabstandes blieb.
  • Nicht anders liegen die Dinge bei Vorschlägen zur Ausschaltung der Einwirkung der elektromagnetischen Kräfte, die die Basis von älteren Patenten bzw. einer älteren Patentanmeldung, bilden. Diese Maßnahmen sind im einzelnen die folgenden: 1. Die Schienen, in welchen Strom mit entgegengesetzter Stromrichtung zwischen den Ofenreihen hin- und zurückgeführt wird, sollen in Öfen mit gleich großen Stromstärken, die für schmelzelektrolytische Erzeugung von Metallen Anwendung finden, zwecks Verminderung oder Behebung der in der Schmelze und besonders im Metallbad entstehenden elektromagnetischen Kraftwirkungen möglichst parallel zueinander angeordnet werden.
  • z. Bei einem Ofen für die elekrolytische Aluminiumerzeugung mit seitlich über dem Boden eingeführten Kathodenbarren sollen diese so gekrümmt sein, daß die Höhe der Kohleausfütterung oberhalb der Kathodenbarren in der Nähe der Ofenseiten größer ist als in den zentralen Teilen des Ofens.
  • 3. Bei einem Ofen für die Schmelzflußele.ktrolyse von Aluminium sollen an den Elektrolysezellenwänden Tafeln aus festen Fluoriden vorgesehen werden, die die Oberfläche der als Kathode dienenden Metallschmelze derart einengen, daß sie im wesentlichen der Anodenfläche entspricht, während gleichzeitig ein möglichst großer Anteil der waagerechten Sammelschienen in der gleichen Horizontalebene derart angeordnet wird, daß die Schienen eine möglichst große Fläche einnehmen.
  • Überraschenderweise wurde gefunden, daß die genannten Nachteile bei einer Elektrolysezelle zur Durchführung von Schmelzflußelektrolysen, insbesondere zur Herstellung von Aluminium, mit einer Belastung von mehr als 30 kA unter Anwendung von Maßnahmen, durch die die Wirkung der von den Außenleitern herrührenden magnetischen Felder auf den die Metallschmelze und den Elektrolyten enthaltenden Raum weitgehend aufgehoben wird, sich dadurch vermeiden lassen, daß zwischen die Außenleiter und das Bad zusätzliches Eisen eingebaut ist.
  • Die Ausführung des Erfindungsvorschlages kann in verschiedener Weise geschehen: So kann man z. B. die Wandung der Zarge verstärken und/oder bei geschlossenen Elektrolyseöfen den Teil der Schmelze außerhalb der Anode mit Eisen abdecken. Bei Verwendung geteilter Anoden kann man auch Stahlstäbe oder -profile zwischen den einzelnen Anodenblöcken hindurchführen, die beiderseits auf der Zargenwandung aufliegen. Letzteres ist besonders dann vorteilhaft, wenn die Kontaktnippel der Anoden nicht querdurchgehen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Elektrolysezelle zur Durchführung von Schmelzflußelektrolysen, insbesondere zur Her-Stellung von Aluminium, mit einer Belastung von mehr als 30 kA unter Anwendung von Maßnahmen, durch die die Wirkung der von den Außenleitern herrührenden magnetischen Felder auf den die Metallschmelze und den Elektrolyten enthaltenden Raum weitgehend aufgehoben wird, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die Außenleiter und das Bad zusätzliches Eisen eingebaut ist.
  2. 2. Zelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung der Zarge verstärkt und/oder bei geschlossenen Elektrolyseöfen der außerhalb der Anode befindliche Teil der Schmelze mit Eisen abgedeckt ist.
  3. 3. Zelle nach Anspruch 1. und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung geteilter Anoden Stahlstäbe oder -profile, die beiderseits auf der Zargenwandung aufliegen, zwischen den einzelnen Anodenblöcken hindurchgeführt sind. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsche Patente Nr. 1041262, 1049108.
DEL15245A 1953-04-18 1953-04-18 Elektrolysezelle zur Durchfuehrung von Schmelzflusselektrolysen, insbesondere zur Herstellung von Aluminium Pending DE1143032B (de)

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DE1143032B true DE1143032B (de) 1963-01-31

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Country Status (1)

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DE (1) DE1143032B (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1179011B (de) 1953-04-18 1964-10-01 Vaw Ver Aluminium Werke Ag Elektrolysezelle, insbesondere fuer die Gewinnung von Aluminium durch Schmelzfluss-elektrolyse, mit Stromstaerken ueber 50 kA und einseitiger Stromzufuehrung
DE1183699B (de) 1953-12-05 1964-12-17 Elektrokemisk As Anordnung fuer OEfen zur schmelzelektrolytischen Herstellung von Aluminium
DE1221024B (de) * 1964-11-27 1966-07-14 Siemens Ag Schmelzflusselektrolyse-Ofen mit hohen Stromstaerken zur Herstellung von Aluminium
DE1222270B (de) 1958-07-02 1966-08-04 Siemens Ag Rechteckfoermiger Schmelzflusselektrolyse-Ofen mit vermindertem Buckeleffekt, insbesondere zur Herstellung von Aluminium

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1041262B (de) 1953-04-16 1958-10-16 Elektrokemisk As Ofen fuer die elektrolytische Aluminium-Erzeugung
DE1049108B (de) 1953-02-05 1959-01-22 Elektrokemisk As Anordnung von Stromschienen fuer Elektrolysezellen

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