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DE1041262B - Ofen fuer die elektrolytische Aluminium-Erzeugung - Google Patents

Ofen fuer die elektrolytische Aluminium-Erzeugung

Info

Publication number
DE1041262B
DE1041262B DEE8813A DEE0008813A DE1041262B DE 1041262 B DE1041262 B DE 1041262B DE E8813 A DEE8813 A DE E8813A DE E0008813 A DEE0008813 A DE E0008813A DE 1041262 B DE1041262 B DE 1041262B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
furnace
cathode bars
lining
electrolytic aluminum
cathode
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEE8813A
Other languages
English (en)
Inventor
Johan Wleuegel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Elektrokemisk AS
Original Assignee
Elektrokemisk AS
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Elektrokemisk AS filed Critical Elektrokemisk AS
Publication of DE1041262B publication Critical patent/DE1041262B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C3/00Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts
    • C25C3/06Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts of aluminium
    • C25C3/16Electric current supply devices, e.g. bus bars

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description

DEUTSCHES
Es ist eine bekannte Tatsache, daß im flüssigen Aluminiumbad und im Kryolithbad von öfen für elektrolytische Aluminium-Erzeugung elektromagnetische Kräfte auftreten, die den normalen Betrieb störend beeinflussen können. Diese Kräfte kommen dadurch zustande, daß der elektrische Strom im flüssigen Aluminium und im Kryolithbad durch die magnetischen Felder beeinflußt wird, die von den starken Gleichströmen in den verschiedenen Ofenteilen hervorgerufen werden. Um die schädlichen elektromagnetischen Kräfte im Schmelzbad zu verringern, hat man nach einem nicht vorveröffentlichten Vorschlag versucht, die Stärke des magnetischen Feldes durch eine günstige Anordnung der Stromzufuhr zum Ofen zu reduzieren. Man kann aber auf diese Weise nie ganz vermeiden, daß zum Teil ziemlich starke magnetische Felder im Ofen entstehen.
Bei eingehenden Untersuchungen der in Aluminiumöfen auftretenden Magnetfelder wurde gefunden, daß im Schmelzbad stets vertikale Komponenten des Magnetfeldes vorhanden sind. Nach den Gesetzen des Elektromagnetismus rufen diese vertikalen Komponenten des Magnetfeldes horizontal gerichtete Kräfte in denjenigen Teilen des Schmelzbades hervor, in denen horizontale Stromkomponenten auftreten.
Es wurde nun festgestellt, daß horizontale Stromkomponenten im Kryolithbad nicht in merkbarem Grade vorkommen, daß aber im flüssigen Aluminium zum Teil sehr starke horizontale Stromkomponenten
Ofen für die elektrolytische
Aluminium-Erzeugung
Anmelder:
Elektrokemisk A/S, Oslo
Vertreter: Dr. G. W. Lotterhos
und Dr.-Ing. H. W. Lotterhos, Patentanwälte,
Frankfurt/M., Lichtensteinstr. 3
Beanspruchte Priorität:
Norwegen vom 16. April 1953
Johan Wleügel, Röa, Oslo (Norwegen),
ist als Erfinder genannt worden
abfall längs der Kathodenbarren führt demzufolge zu einem größeren Spannungsabfall durch die Kohlenausfütterung und daher zu einer größeren Stromdichte in den Teilen in der Nähe der Ofenseiten als in den zentralen Teilen der Ausfütterung.
Gemäß der Erfindung werden die horizontalen
auftreten können. Es können daher im flüssigen Alu- 3O Stromkomponenten in Querrichtung des Ofens im
minium auch teils ganz starke elektromagnetische Kräfte horizontaler Richtung in Erscheinung treten, die von vertikalen Komponenten des Magnetfeldes verursacht werden.
Bei der Konstruktion des Ofenbodens ist es allge- 35
mein gebräuchlich, die Kathodenbarren von den
Längsseiten des Ofens einzuführen. Die Kathodenbarren sind gewöhnlicherweise gerade und werden
horizontal eingeführt, so daß die Kohlenausfütterung
oberhalb der Kathodenbarren in der ganzen Breite 40 nahezu die gleiche wird. Berechnungen haben erwie-
flüssigen Aluminium ganz wesentlich dadurch reduziert, daß die Kathodenbarren eine z. B. aus der Zeichnung ersichtliche gekrümmte Form haben. Dadurch wird die Dicke der Kohlenausfütterung in der Nähe der Ofenseiten größer als in den zentralen Teilen derselben, und durch die Anpassung der Krümmung der Kathodenbarren und dadurch der Dicke der Kohlenausfütterung kann man erzielen, daß die Stromdichte in allen Teilen der Kohlenausfütterung
des Ofens gleich hoch ist. Es wurde nun gefunden, daß bei einer solchen Bodenkonstruktion im flüssigen Aluminium große horizontale Stromkomponenten in Querrichtung des Ofens entstehen können.
Die Untersuchungen haben gezeigt, daß die Ursache zu diesen horizontalen Stromkomponenten darin liegt, daß der sich ergebende Spannungsabfall von der Ofenmitte gegen die Ofenseiten hin dazu führt, daß die Stromdichte in der Kohlenausfütterung
sen, daß die Kathodenbarren eine Krümmung haben sollten, die angenähert eine Parabel ist, um eine gleichmäßige Stromverteilung zu erzielen.
Erfahrungsgemäß ist der elektrische Widerstand 45 der Kohlenausfütterung in einem alten Ofenboden größer als in einem neuen, weil die Ausfütterung allmählich vom Kryolithbad imprägniert wird. In einem neuen Ofenboden ist daher der Spannungsabfall durch denselben 0,25 bis 0,30 Volt, während er in alten den Teilen, die den Ofenseiten zunächst liegen, größer 50 Ofenböden 0,7 bis 0,9 Volt betragen kann. Berech-
ist als in den mittleren Teilen derselben. Das flüssige Aluminium macht nämlich wegen des guten elektrischen Leitvermögens des Metalls einen nahezu äquipotentialen Teil des Systems aus, und der Spannungsnungen zeigen, daß die obengenannte, zur Erzielung einer gleichmäßigen Stromverteilung im Ofenboden erforderliche Krümmung der Kathodenbarren geringer gemacht werden muß, wenn der Widerstand in
«O9 65IV37O
der Kohlenausfütterung steigt. Es ist deshalb vorteilhaft, die Kathodenbarren bei einem neuen Ofenboden weniger und bei einem alten Ofenboden mehr zu krümmen, als es in beiden Fällen dem theoretisch richtigen Wert entspricht. Dadurch werden in der ersten Betriebsperiode schwache horizontale Stromkomponenten in Richtung der Längsseiten des Ofens entstehen, die jedoch nach einiger Zeit ganz ausbleiben, während später schwache horizontale in Richtung der Ofenmitte quer laufende Stromkomponenten auftreten. Diese horizontalen Stromkomponenten im flüssigen Aluminium in Querrichtung des Ofens sind jedenfalls bei weitem kleiner als bei der gewöhnlichen Ofenbodenkonstruktion mit geraden und horizontalen Kathodenbarren.
Man kann auch der Ofenwanne bei Anwendung krummer Kathodenbarren eine etwas andersartige Ausformung geben als die bei geraden Kathodenbarren vorgesehene. Eine solche Formgebung der Ofenwanne ist in der beigefügten Zeichnung dargestellt.
Die Zeichnung zeigt schematisch einen Querschnitt durch eine Ofenhälfte, deren Mittellinie durch C-C angegeben ist. 1 ist die Ofenwanne und 2 die Isolierschicht, die z. B. aus Asbest bestehen kann. 3 ist die Kohlenausfütterung und 4 die Anode, die in das flüssige Kryolithbad 5 eintaucht. Unter dem Kryolith befindet sich das flüssige Aluminium 6. 7 ist ein Kathodenbarren, der gemäß der Erfindung gekrümmt ist. Demzufolge ist die Kohlenausfütterung in der Nähe der Ofenseiten dicker als in den zentralen Teilen des Ofens.
8 bezeichnet die Krümmung der Kathodenbarren bei bekannten Ofenböden, und 9 ist die entsprechende theoretische Kurve bei den Ofenböden gemäß der Erfindung.
Wie weiter oben ausgeführt, ist es in der Praxis vorteilhaft, eine Krümmung anzuwenden, die zwischen diesen beiden Krümmungen liegt.
Es ist nicht notwendig, einen des öfteren bei gewöhnlichen Bodenkonstruktionen verwendeten Isolierstrumpf um die Kathodenbarren vorzusehen, wodurch man die Schwierigkeiten vermeidet, die mit der Erzielung einer zufriedenstellenden elektrischen Isolierung verbunden sind. Auch in bezug auf Wärmeisolierung und mechanische Festigkeit bietet eine Ofenwanne nach der Figur große Vorteile im Vergleich zu Ofenwannen der gewöhnlichen Bauart.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Ofen für die elektrolytische Aluminium-Erzeugung mit seitlich über dem Boden eingeführten Kathodenbarren, dadurch gekennzeichnet, daß die Kathodenbarren so gekrümmt sind, daß die Höhe der Kohlenausfütterung oberhalb der Kathodenbarren in der Nähe der Ofenseiten größer ist als in den zentralen Teilen des Ofens.
2. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kathodenbarren bei einer neuen Kohlenausfütterung weniger und bei einer alten Kohlenausfütterung mehr gekrümmt sind als in beiden Fällen für die Erzielung einer vollständig gleichmäßigen Stromverteilung erforderlich ist.
Hieirzu 1 Blatt Zeichnungen
© «09 65&/370 10.58:
DEE8813A 1953-04-16 1954-04-03 Ofen fuer die elektrolytische Aluminium-Erzeugung Pending DE1041262B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NO740063X 1953-04-16

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1041262B true DE1041262B (de) 1958-10-16

Family

ID=19906875

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEE8813A Pending DE1041262B (de) 1953-04-16 1954-04-03 Ofen fuer die elektrolytische Aluminium-Erzeugung

Country Status (3)

Country Link
US (1) US2786024A (de)
DE (1) DE1041262B (de)
GB (1) GB740063A (de)

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Also Published As

Publication number Publication date
US2786024A (en) 1957-03-19
GB740063A (en) 1955-11-09

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