DE1041262B - Ofen fuer die elektrolytische Aluminium-Erzeugung - Google Patents
Ofen fuer die elektrolytische Aluminium-ErzeugungInfo
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Description
DEUTSCHES
Es ist eine bekannte Tatsache, daß im flüssigen Aluminiumbad und im Kryolithbad von öfen für
elektrolytische Aluminium-Erzeugung elektromagnetische Kräfte auftreten, die den normalen Betrieb
störend beeinflussen können. Diese Kräfte kommen dadurch zustande, daß der elektrische Strom im flüssigen
Aluminium und im Kryolithbad durch die magnetischen Felder beeinflußt wird, die von den starken
Gleichströmen in den verschiedenen Ofenteilen hervorgerufen werden. Um die schädlichen elektromagnetischen
Kräfte im Schmelzbad zu verringern, hat man nach einem nicht vorveröffentlichten Vorschlag
versucht, die Stärke des magnetischen Feldes durch eine günstige Anordnung der Stromzufuhr zum
Ofen zu reduzieren. Man kann aber auf diese Weise nie ganz vermeiden, daß zum Teil ziemlich starke
magnetische Felder im Ofen entstehen.
Bei eingehenden Untersuchungen der in Aluminiumöfen auftretenden Magnetfelder wurde gefunden,
daß im Schmelzbad stets vertikale Komponenten des Magnetfeldes vorhanden sind. Nach den Gesetzen des
Elektromagnetismus rufen diese vertikalen Komponenten des Magnetfeldes horizontal gerichtete Kräfte
in denjenigen Teilen des Schmelzbades hervor, in denen horizontale Stromkomponenten auftreten.
Es wurde nun festgestellt, daß horizontale Stromkomponenten im Kryolithbad nicht in merkbarem
Grade vorkommen, daß aber im flüssigen Aluminium zum Teil sehr starke horizontale Stromkomponenten
Ofen für die elektrolytische
Aluminium-Erzeugung
Aluminium-Erzeugung
Anmelder:
Elektrokemisk A/S, Oslo
Elektrokemisk A/S, Oslo
Vertreter: Dr. G. W. Lotterhos
und Dr.-Ing. H. W. Lotterhos, Patentanwälte,
Frankfurt/M., Lichtensteinstr. 3
Beanspruchte Priorität:
Norwegen vom 16. April 1953
Norwegen vom 16. April 1953
Johan Wleügel, Röa, Oslo (Norwegen),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
abfall längs der Kathodenbarren führt demzufolge zu einem größeren Spannungsabfall durch die Kohlenausfütterung
und daher zu einer größeren Stromdichte in den Teilen in der Nähe der Ofenseiten als in den
zentralen Teilen der Ausfütterung.
Gemäß der Erfindung werden die horizontalen
auftreten können. Es können daher im flüssigen Alu- 3O Stromkomponenten in Querrichtung des Ofens im
minium auch teils ganz starke elektromagnetische Kräfte horizontaler Richtung in Erscheinung treten,
die von vertikalen Komponenten des Magnetfeldes verursacht werden.
Bei der Konstruktion des Ofenbodens ist es allge- 35
mein gebräuchlich, die Kathodenbarren von den
Längsseiten des Ofens einzuführen. Die Kathodenbarren sind gewöhnlicherweise gerade und werden
horizontal eingeführt, so daß die Kohlenausfütterung
oberhalb der Kathodenbarren in der ganzen Breite 40 nahezu die gleiche wird. Berechnungen haben erwie-
mein gebräuchlich, die Kathodenbarren von den
Längsseiten des Ofens einzuführen. Die Kathodenbarren sind gewöhnlicherweise gerade und werden
horizontal eingeführt, so daß die Kohlenausfütterung
oberhalb der Kathodenbarren in der ganzen Breite 40 nahezu die gleiche wird. Berechnungen haben erwie-
flüssigen Aluminium ganz wesentlich dadurch reduziert, daß die Kathodenbarren eine z. B. aus der
Zeichnung ersichtliche gekrümmte Form haben. Dadurch wird die Dicke der Kohlenausfütterung in der
Nähe der Ofenseiten größer als in den zentralen Teilen derselben, und durch die Anpassung der Krümmung
der Kathodenbarren und dadurch der Dicke der Kohlenausfütterung kann man erzielen, daß die
Stromdichte in allen Teilen der Kohlenausfütterung
des Ofens gleich hoch ist. Es wurde nun gefunden, daß bei einer solchen Bodenkonstruktion im flüssigen
Aluminium große horizontale Stromkomponenten in Querrichtung des Ofens entstehen können.
Die Untersuchungen haben gezeigt, daß die Ursache zu diesen horizontalen Stromkomponenten darin
liegt, daß der sich ergebende Spannungsabfall von der Ofenmitte gegen die Ofenseiten hin dazu führt,
daß die Stromdichte in der Kohlenausfütterung
sen, daß die Kathodenbarren eine Krümmung haben sollten, die angenähert eine Parabel ist, um eine
gleichmäßige Stromverteilung zu erzielen.
Erfahrungsgemäß ist der elektrische Widerstand 45 der Kohlenausfütterung in einem alten Ofenboden
größer als in einem neuen, weil die Ausfütterung allmählich vom Kryolithbad imprägniert wird. In einem
neuen Ofenboden ist daher der Spannungsabfall durch denselben 0,25 bis 0,30 Volt, während er in alten
den Teilen, die den Ofenseiten zunächst liegen, größer 50 Ofenböden 0,7 bis 0,9 Volt betragen kann. Berech-
ist als in den mittleren Teilen derselben. Das flüssige Aluminium macht nämlich wegen des guten elektrischen
Leitvermögens des Metalls einen nahezu äquipotentialen Teil des Systems aus, und der Spannungsnungen
zeigen, daß die obengenannte, zur Erzielung einer gleichmäßigen Stromverteilung im Ofenboden
erforderliche Krümmung der Kathodenbarren geringer gemacht werden muß, wenn der Widerstand in
«O9 65IV37O
der Kohlenausfütterung steigt. Es ist deshalb vorteilhaft, die Kathodenbarren bei einem neuen Ofenboden
weniger und bei einem alten Ofenboden mehr zu krümmen, als es in beiden Fällen dem theoretisch
richtigen Wert entspricht. Dadurch werden in der ersten Betriebsperiode schwache horizontale Stromkomponenten
in Richtung der Längsseiten des Ofens entstehen, die jedoch nach einiger Zeit ganz ausbleiben,
während später schwache horizontale in Richtung der Ofenmitte quer laufende Stromkomponenten
auftreten. Diese horizontalen Stromkomponenten im flüssigen Aluminium in Querrichtung des Ofens sind
jedenfalls bei weitem kleiner als bei der gewöhnlichen Ofenbodenkonstruktion mit geraden und horizontalen
Kathodenbarren.
Man kann auch der Ofenwanne bei Anwendung krummer Kathodenbarren eine etwas andersartige
Ausformung geben als die bei geraden Kathodenbarren vorgesehene. Eine solche Formgebung der Ofenwanne
ist in der beigefügten Zeichnung dargestellt.
Die Zeichnung zeigt schematisch einen Querschnitt durch eine Ofenhälfte, deren Mittellinie durch C-C
angegeben ist. 1 ist die Ofenwanne und 2 die Isolierschicht, die z. B. aus Asbest bestehen kann. 3 ist die
Kohlenausfütterung und 4 die Anode, die in das flüssige Kryolithbad 5 eintaucht. Unter dem Kryolith befindet
sich das flüssige Aluminium 6. 7 ist ein Kathodenbarren, der gemäß der Erfindung gekrümmt ist.
Demzufolge ist die Kohlenausfütterung in der Nähe der Ofenseiten dicker als in den zentralen Teilen des
Ofens.
8 bezeichnet die Krümmung der Kathodenbarren bei bekannten Ofenböden, und 9 ist die entsprechende
theoretische Kurve bei den Ofenböden gemäß der Erfindung.
Wie weiter oben ausgeführt, ist es in der Praxis vorteilhaft, eine Krümmung anzuwenden, die zwischen
diesen beiden Krümmungen liegt.
Es ist nicht notwendig, einen des öfteren bei gewöhnlichen Bodenkonstruktionen verwendeten Isolierstrumpf
um die Kathodenbarren vorzusehen, wodurch man die Schwierigkeiten vermeidet, die mit der Erzielung
einer zufriedenstellenden elektrischen Isolierung verbunden sind. Auch in bezug auf Wärmeisolierung
und mechanische Festigkeit bietet eine Ofenwanne nach der Figur große Vorteile im Vergleich zu
Ofenwannen der gewöhnlichen Bauart.
Claims (2)
1. Ofen für die elektrolytische Aluminium-Erzeugung mit seitlich über dem Boden eingeführten
Kathodenbarren, dadurch gekennzeichnet, daß die Kathodenbarren so gekrümmt sind, daß die Höhe
der Kohlenausfütterung oberhalb der Kathodenbarren in der Nähe der Ofenseiten größer ist als
in den zentralen Teilen des Ofens.
2. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kathodenbarren bei einer neuen Kohlenausfütterung
weniger und bei einer alten Kohlenausfütterung mehr gekrümmt sind als in beiden Fällen für die Erzielung einer vollständig
gleichmäßigen Stromverteilung erforderlich ist.
Hieirzu 1 Blatt Zeichnungen
© «09 65&/370 10.58:
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