DE1141147B - Vorrichtung mit Schraube und Mutter - Google Patents
Vorrichtung mit Schraube und MutterInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung mit Schraube und Mutter, zwischen denen mit Gewinde
versehene Rollen angeordnet sind, die mit den Gewinden der Schraube und der Mutter im Eingriff
stehen und vorzugsweise die gleiche axiale Länge wie die Mutter haben. Die Rollen verwandeln die Bewegungen
zwischen den Gewindegängen der Schraube und den Gewindegängen der Mutter, die ohne diese
Rollen Reibungsbewegungen, also Bewegungen mit Schlupf wären, in praktisch rein rollende Bewegungen.
Bei allen bisher bekanntgewordenen Anordnungen hat man die Gewinde der Schraube, der Mutter und
der Rollen so ausgebildet, daß beim Zustand der Ruhe die einzelnen Gewindegänge jeder Rolle gleichzeitig
mit den dazugehörigen Gewindegängen der Schraube und der Mutter in Berührung waren. Infolge einer
axialen Zug- oder Druckbeanspruchung erfahren die Schraube und die Mutter eine axiale elastische Deformation
im Sinne einer Kürzung oder einer Verlängerung.
Aus der Längsdeformation der Schraube und der Mutter ergibt sich, daß die axiale Druck- oder Zugbeanspruchung
nicht gleichmäßig auf alle Gewindegänge verteilt ist, die in Berührung mit den Rollen
sind; sie nimmt nach einem Exponentialgesetz, von den ersten Gewindegängen an den Enden der Rollen
an gerechnet, mehr oder weniger schnell je nach Zahl und Querschnitt der Rollen ab.
Dies zwingt dazu, Teile vorzusehen, die größer sind als diejenigen, die theoretisch notwendig wären, weil
die Belastung nicht gleichmäßig über alle Schraubengänge verteilt ist.
Die gestellte Aufgabe wird in der Beseitigung des erwähnten Nachteils gesehen. Dieser Nachteil wird
erfindungsgemäß durch eine solche Ausbildung der Rollen beseitigt, daß bei auftretender Belastung die
Kraftaufnahme an den Berührungsstellen der Gewindegänge zwischen Mutter und Rollen einerseits
und Schraube und Rollen andererseits über die gesamte Länge der Rollen weitgehend konstant ist.
Das kann einerseits dadurch erreicht werden, daß das Gewinde jeder Rolle auf seinen beiden Oberflächen
fortschreitend z. B. durch Schleifen berichtigt ist, oder andererseits dadurch, daß jede Rolle in mehrere
axiale Abschnitte aufgeteilt ist, die aneinander anschließend so angeordnet sind, daß jeder Abschnitt
ein axiales Spiel aufweist.
Auf diese Weise kann man bei gleich großer Belastung die Querschnitte der Schraube und der Mutter
im Vergleich zu denjenigen bekannter Anordnungen erheblich verringern. Dieses Ergebnis ist von sehr
großer Bedeutung; denn es ermöglicht in zahlreichen Vorrichtung mit Schraube und Mutter
Anmelder:
Carl Bruno Strandgren,
Ecublens, Waadt (Schweiz)
Ecublens, Waadt (Schweiz)
Vertreter: Dr.-Ing. F. Mayer, Patentanwalt,
Berlin-Dahlem, Hüttenweg 15
Berlin-Dahlem, Hüttenweg 15
Carl Bruno Strandgren, Ecublens, Waadt (Schweiz), ist als Erfinder genannt worden
Fällen eine Lösung, in denen der zur Verfügung stehende Raum oder ein sehr stark verringertes Gewicht
(insbesondere im Flugzeugbau) die Problemlösung mit den bekannten Einrichtungen schwierig
gestalten.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung dieser Vorrichtung, wonach die beiden
Flächen des Gewindes einer Rolle gleichzeitig mit einer einzigen Schleifscheibe geschliffen werden.
Die Erfindung betrifft darüber hinaus auch eine Maschine, mit der das genannte Verfahren ausgeführt
werden kann. Die Maschine weist neben den üblichen Einrichtungen für den schraubenförmigen Vorschub
der Rollen in bezug auf die Schleifscheibe eine regelbare Korrekturvorrichtung auf, um die Rolle und die
Scheibe gleichzeitig transversal und longitudinal relativ zu der normalerweise durch die Schraube und die
Mutter gegebene mittlere Verschiebung zu bewegen.
In dem nun folgenden Beschreibungsteil sind zur Vereinfachung mit den Ausdrücken: »Mutter«-Gewindefläche
und »Schrauben«-Gewindefläche die Oberflächen der Rollen bezeichnet, die die Mutter bzw. die
Schraube bei Belastung berühren.
In der Zeichnung, die nur beispielhaft Vorrichtungen
nach der Erfindung wiedergibt, ist
Fig. 1 ein Längsschnitt durch eine nach der Erfindung ausgeführte Vorrichtung;
Fig. 2 ein teilweiser Horizontalschnitt nach Linie 2-2 der Fig. 1;
Fig. 3 ist ein Schema in bedeutend größerem Maßstab als dasjenige der Fig. 1; es zeigt für eine Rolle, die
für die Zwecke der Vereinfachung auf eine sehr kleine Zahl von Gewindegängen zurückgeführt worden ist,
die wachsende Tiefe des Schleifens der »Schrauben«-
209 747/188
im wesentlichen die gleiche Steigung α wie die Gewinde der Schraube 1 hat. Die Anzahl der Rollen 8 beträgt
mindestens drei und ist höchstens gleich der Differenz zwischen den Zahlen der Gewindegänge der Mutter
und der Schraube.
In jedem Falle kann die Zahl der Rollen beliebig sein, wenn die Zahl der Gewindegänge der Mutter und
der Schraube gleich groß ist und wenn diese Gewindegänge die gleiche Steigung haben.
Die Rollen 8 sind so angeordnet, daß eine radiale
Ebene, die durch die Achse AA der Vorrichtung und durch die Achse einer Rolle geht, die Mutter schneidet,
dabei haben die Rollen und die Schraube übereinstimmende Gewindeprofile. Daraus geht hervor, daß
Gewindefläche von dem einen zum anderen Ende dieser Rolle;
Fig. 4 zeigt ein entsprechendes Schema für die »Mutter «-Gewindefläche;
Fig. 5 zeigt eine Ansicht der Rolle, wie sie sich aus den beiden Schleifvorgängen nach den Fig. 3 und 4
ergibt;
Fig. 6 ist eine analoge Ansicht der Stellung, die sich nach der axialen Verkürzung der Schraube und der
Mutter unter der gewählten Belastung für das Schleifen ergibt;
Fig. 7 ist eine der Fig. 5 entsprechende Ansicht für den Fall, daß Schraube und Mutter einer axialen Belastung
im Sinne einer Dehnung unterworfen sind;
Fig. 8 ist ein Schema in gegenüber den Fig. 3 bis 6 15 beim Drehen der Schraube 6 um die Achse AA in
vergrößertem Maßstab und zeigt für den Fall einer bezug auf die Mutter 1 die Rollen 8 genau im Eingriff
Rolle nach diesen Figuren die Verschiebungen, die sind, und zwar gleichzeitig mit der Mutter und mit
man der Rolle gegenüber der Schleifscheibe geben der Schraube. Im übrigen führen die Rollen, wenn sie
muß, um das gewünschte Gesetz des Schleifens für die in der Mutter ohne Gleitbewegung rollen, als Folge
»Schrauben «-Gewindeflächen und »Mutter«-Gewinde- 20 dieser Rollbewegung keine Längsverschiebung in
flächen der Rolle zu erzielen; bezug auf die Mutter aus, da in jedem Augenblick und
Fig. 9 ist eine teilweise Vorderansicht einer Schleif- für alle Stellungen der Rollen rings um die Mutter
maschine, die nach der Lehre der Erfindung gebaut ist; herum infolge der Identität der Steigung α eine exakte
Fig. 10 ist eine entsprechende Endansicht; Übereinstimmung zwischen den Profilen der Gewinde9
Fig. 11 ist ein vertikaler Teilschnitt nach Liniell-11 25 der Rollen 8 und denjenigen der Gewindegänge 5 der
der Fig. 9; Mutter 8 besteht.
Fig. 12 ist eine teilweise Draufsicht mit einem Um ein Gleiten der Rollen 8 in bezug auf die Mutter
Schnitt nach Linie 12-12 der Fig. 9; zu vermieden, weist jede Rolle an jedem Ende bei 10
Fig. 13 ist eine teilweise Endansicht entsprechend eine längsgerichtete gerade Außenverzahnung quer
einem Teil der Fig. 10, aber in sehr viel größerem 30 zu dem Gewinde 9 auf. Die Verzahnungen greifen in
Maßstab; die Innenverzahnungen 11 ein, welche in die äußeren
Ringe 3, die mit der Mutter 1 ein Ganzes bilden, eingeschnitten sind.
Schließlich verlängern sich zur Erleichterung der Montage die Rollen 8 in glatte Zapfen 12, die in
Paßringen 13 gelagert sind, die ihrerseits mit kleinem axialem Spiel durch die Schutzplatten 4 gehalten
werden, die mit der Mutter fest verbunden sind.
Bei einer solchen zunächst unkorrigierten Vor-40 richtung wird bei einer axialen Belastung die Kraft
von der Schraube 6 auf die Gewindegänge jeder Rolle nach einem Exponentialgesetz übertragen, wobei die
Belastung, gerechnet von dem obersten Gewindegang, abnimmt, während die von der Mutter 1 übertragenen
axiale Verschiebung in bezug auf einen der beiden 45 Kräfte auf analoge Weise von einer maximalen Kraft
Teile, beispielsweise auf die Mutter, erfahren. an abnehmen, die auf den untersten Gewindegang
jeder Rolle ausgeübt wird. Die beiden äußersten Gewindegänge der Rolle und die zugehörigen Gewindegänge
der Schraube und der Mutter arbeiten also beträchtlich, während die Arbeit auf den anderen
Gewindegängen allmählich abnimmt. Für eine gegebene
Fig. 14 ist ein teilweiser Längsschnitt durch eine abgeänderte Ausführungsform der Schraubvorrichtung,
bei der die Mutter und die Rollen nach der Erfindung ausgeführt sind;
Fig. 15 ist eine entsprechende Draufsicht;
Fig. 16 ist ein teilweiser Querschnitt nach Linie 16-16 der Fig. 14;
Fig. 17 ist ein teilweiser Längsschnitt durch eine abgeänderte Ausführungsform.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2 ist die Erfindung auf eine Schraubvorrichtung angewendet,
bei der die Mutter und die Rollen vom bekannten Typ sind und bei der die Rollen keine
Diese Vorrichtung besteht aus einer Mutter 1 mit der Achse AA, an deren Enden mit Hilfe von Schrauben
2 zwei Ringe 3 und zwei Sicherungsplatten 4
befestigt sind.
Die Mutter 1 trägt im Innern Gewindegänge 5, die gegenüber einer Senkrechten zur Achse AA eine
Steigung α aufweisen.
Koaxial mit der Mutter 1 ist in dieser Mutter eine Schraube 6 mit Gewindegängen 7 vom gleichen Profil
und mit den gleichen Abmessungen wie die Gewindegänge 5 der Mutter 1 angeordnet. Die Gewindegänge
7 haben im übrigen eine Steigung b. Diese kann gleich der Steigung α der Gewindegänge 5 sein
Last P würde dies zu Querschnitten führen, die größer wären, als wenn die Beanspruchung gleichmäßig über
alle Gewindegänge verteilt wäre.
Die Erfindung vermeidet diese Nachteile durch einen besonderen Schleifvorgang für das Gewinde
einer jeden Rolle.
Es sei zunächst auf Fig. 3 Bezug genommen, die den Eingriff der Schraube 6 mit einer Rolle 8 und das
oder aber verschieden von dieser. In dem Aus- 60 Schleifen der »Schraubene-Gewindefläche des Gewindes
führungsbeispiel haben die Steigungen α und b den der Rolle gemäß dem genannten Gesetz wiedergibt,
gleichen absoluten Wert, aber entgegengesetzten Sinn. Die Schraube 6 ist mit einer konstanten Gewindehöhe
P0 geschnitten, wobei das Profil die Form eines
gleichseitigen Dreiecks ede ... gh haben kann; die Mutter 1, derart, daß zwischen den beiden Teilen ein 65 Flanken, die in schematischer Weise gerade gezeichnet
ringförmiger Raum entsteht. In diesem Raum sind sind, können vorzugsweise gewölbt sein,
die Rollen 8 angeordnet, von denen jede mit einem Die Rolle 8 ist so geschnitten oder geschliffen, daß
schraubenförmigen Gewinde 9 versehen ist, welches die Menge des weggenommenen Werkstoffs in irgend-
Der ursprüngliche Durchmesser der Schraube 6 ist geringer als der ursprüngliche Durchmesser der
einem Punkte eines gegebenen Gewindeganges des Gewindes 9 genau gleich ist der Verringerung der
Länge der Schrauben 6 unter der Wirkung der Last P. Oder wenn man folgende Bezeichnungen einführt:
Q der von jedem Gewindegang der Rolle auf die Schraube ausgeübte konstante Normaldruck; N die
Zahl der Gewindegänge des genannten Gewindes; η die Zahl der Rollen der Vorrichtung,
<% der von dem Normaldruck O auf die Gewindegänge durch den
Druck gebildete Winkel mit der Längsachse AA der io dann ist
Vorrichtung, so ergibt sich
Diese theoretischen Ausführungen seien durch ein Zahlenbeispiel erläutert:
Es sei
Es sei
Np0 = 200 mm , (Länge der Rolle)
-ζ- = 10 kg/mm2,
E=I- 104,
P = Q cos <χ·Ν·
(1) jk = 200 1
2·2 · 104
= 200 - 0,05.
Wenn ^0 die Ganghöhe des Gewindes der Schraube,
pm die Ganghöhe nach der elastischen Deformation
unter der Belastung P, S der Querschnitt der Schraube und E der Elastizitätsmodul des Schraubenwerkstoffes
ist, so ergibt sich nach dem Elastizitätsgesetz:
ι O cos oi- m · η
Pm= P0 11 —
SE
O)
Durch Substitution von O in der Gleichung (1)
ergibt sich folgender neue Ausdruck:
Pm = Po \ 1 —
mP
SE
(3)
Infolge der Tatsache, daß der Schliff der Rolle der elastischen Deformation der Schraube 6 entsprechen
muß, enthält die Gleichung (3) das Gesetz für den vorzunehmenden Schliff.
Da nun ohne die Korrektur das Anfangsprofil der »Schraubene-Gewindefläche der Rolle 8 mit demjenigen
cd ... gh der Schraube zusammenfallen
würde, wird dieses Profil mit der Korrektur ede1 ... g^-h1, wobei die Gewindehöhe von p0 auf
Pn nach einer arithmetischen Reihe abnimmt, deren
Verhältnis
SE
ist.
ist.
Die Summe der N Glieder dieser Reihe ist in Fig. 3 durch die korrigierte axiale Nutzlänge yfc dargestellt,
und man erhält:
= Np0[I--^
= Np0[I -
SE
Q cosoiNn
2SE
(4)
(5)
Die Korrektur hj ist gleich:
Q COSaAT2H
hi =
2SE
Letztere Gleichung stellt eine Parabel dar.
Man sieht, daß die Längen ee1 ... gg1 derselben
Progression folgen; die Punkte e, ex ... g1 liegen also
auf einer Parabel BB (Fig. 3).
Die totale axiale Korrektur beträgt also 5J100 mm.
Sie ist, wie man sieht, nicht vernachlässigbar.
Da die oben erläuterten Bedingungen für die Berichtigung dem Gesetz der elastischen Druckbeanspruchung
der Schraube 6 unter der Wirkung der Last P entsprechen, ergibt sich folgendes: Wenn die
Last von Null bis P zunimmt, stützen sich die Gewindegänge der Schraube nach und nach auf die berichtigte
Fläche des Gewindes der Rolle vom ersten bis zum iV-ten Gewindegang ab, und die Berührung für die
gewählte Last P ist vollständig.
Dasjenige, was hier für die Oberfläche des Gewindes der Rolle gesagt ist, die mit der Schraube 6 zusammenwirkt,
gilt in vollem Umfang auch für die innere Fläche, die mit der Mutter zusammenarbeitet, aber in der
Gleichung für die Berichtigung bedeutet S jetzt den Querschnitt der Mutter 1, und die ursprüngliche
Gewindehöhe p0 liegt in dem oberen Bereich der Vorrichtung (Fig. A), die Gewindehöhe pa am unteren
Ende. Der berichtigende Abschliff nimmt fortlaufend mehr Werkstoff von der Rolle weg, und zwar von oben
nach unten, auf der Innenfläche des Gewindes, wobei diese Fläche von dem Profil qrs ... uvw in das Profil
qrs .. .M1V1 w1 übergeht. Die Punkte r... u1, w1 liegen
auf einer Parabel CC, und die gesamte axiale Korrektur beträgt vv2.
Infolge des Abschleifens der beiden Rollengewindeflächen nach den beiden schematischen Darstellungen
der Fig. 3 und 4 erhält man schließlich die berichtigte Rolle 8, wie sie in Fig. 5 dargestellt ist. Darin ist die
Berichtigung beträchtlich übertrieben dargestellt, tatsächlich beträgt die höchste Korrektur nur einige
hundertstel Millimeter. Im übrigen ist zu sehen, daß für den Fall, daß die Querschnitte S der Schraube und
der Mutter ebenso wie ihre Elastizitätsmodule E die gleichen sind, auch die Gleichung (3) für die »Schrauben«-Gewindeflächen
und die »Mutter«-Gewindeflächen der Rolle die gleiche ist; die Berichtigungen sind
symmetrisch, und ihre Summe für jeden Schritt ist konstant. Die berichtigte Rolle hat in diesem Falle,
aber nur in diesem Falle, eine konstante Steigung pr.
Schließlich ist noch deutlich zu sehen, daß die Fußpunkte der Rillen, von dem Profil aus gesehen, auf
Parabelbögen ZZ liegen, von denen jeder der Summe der Parabeln BB und CC der Fig. 3 und 4 entspricht.
Fig. 6 zeigt die Anordnung mit der Last P. Die Schraube 6 ist auf die ganze Länge des Gewindes der
Rolle 8 in Berührung mit der »Schrauben «-Gewindefläche, während die Mutter 1 in gleicher Weise auf
der gesamten Länge mit der »Mutter«-Gewindefläche in Berührung ist.
Wie bereits gesagt, läßt sich die Gleichung (3) anwenden, ganz gleich, welche Profile die Gewinde
der Mutter 1 und der Schraube 6 haben.
Es läßt sich auch in dem Fall anwenden, in welchem die Schraube 6a (Fig. 7) und die Mutter la einer
axialen Zugbeanspruchung P unterworfen sind. In diesem Falle nehmen die Gleichungen (3) und (4) die
folgenden Formen (3a) und (4a) an:
pm = Po \ 1 +
mP
SE
(3a)
und die korrigierte Gesamtnutzlänge der Rolle 8a
2-SE
(4a)
Die Berichtigungen, die dazu dienen, die Dehnungen der Schraube 6a und der Mutter la auszugleichen,
finden auf folgende Weise statt. Die Berichtigung der Rolle 8a wird wegen der Dehnungen der Schraube 6a
auf der »Schraubem-Gewindefläche der Rolle vor- ao genommen; sie beträgt Null auf dem ersten Gewindegang
von unten (bei GH), der dem Ende, an welchem die Schraube gezogen wird, gegenüberliegt, und sie
erreicht ihr Maximum auf dem letzten obersten Gewindegang, d. h. auf der Seite der Zugkraft (bei IJ). as
Entsprechendes gilt für die »Mutter«-Tasche.
Für den Korrekturvorgang ergibt sich also, daß man für jede der zu schleifenden Flächen die relative Lage
der Schleifscheibe zu der zu schleifenden Rolle entsprechend der auf die Fläche angewendeten Gleichung
(3) oder (3a) fortlaufend ändern muß. Man kann entweder
die Schleifscheibe oder vorzugsweise die Rolle einer Bewegung nach diesem Gesetz unterwerfen, und
in diesem Falle würde sich diese Bewegung der regulären schraubenförmigen Bewegung überlagern,
die dieser Walze durch die Schleifmaschine gegeben wird.
Im folgenden wird die Berichtigung für den Fall des Schleif ens der Rolle nach den Fig. 3 bis 6 beschrieben.
Wenn sich das Schleifen der »Schrauben«-Gewindefiäche
so abspielt, daß die Rolle 8 vor der feststehenden Schleifscheibe 14 (s. Fig. 8) schraubenförmig in Richtung
de (Fig. 3) verschoben wird, so wandert die Oberfläche allmählich zurück, während die andere
Fläche 16 der Scheibe auf die »Mutteri-Gewindefläche
der Rolle gleitet, ohne sie anzugreifen, da AA1 parallel
zu dieser anderen Oberfläche 16 verläuft.
In gleicher Weise wird die »Mutter«-Gewindefläche durch eine allmähliche Relatiwerschiebung des Werkzeuges
von der Stellung 14 bis in die Stellung 14* abgeschliffen, wobei die Fläche 16 nach 166 in eine Lage
gebracht wird, die dem höchsten Vorschub vv2 (Fig. 4) in der »Muttere-Gewindefläche der Rolle entspricht.
Die Relatiwerschiebung der Schleifscheibe von 14 nach 14& entspricht einer Relatiwerschiebung A2A1
(Fig. 8) der Rolle 8 in bezug auf die Scheibe 14. Diese Bewegung ist in eine seitliche Translation A2/ und
in eine longitudinal Verschiebung lh1 zerlegbar, wobei
die Longitudinalverschiebung ohne Wirkung auf die Bearbeitung der »Schrauben«-Gewindefläche des Rollengewindes
bleibt; denn die Oberfläche 15 des Werkzeuges gleitet dann auf dieser Fläche.
ao Müssen die Korrekturen für die beiden Flächen der Rolle die gleichen sein, was sich immer durch die
Wahl des gleichen Schrittes S und des gleichen Elastizitätsmoduls E für die Schraube und die Mutter
erreichen läßt, dann erhält man die Berichtigung der beiden Flächen der Rolle von der Position 14 der
Schleifscheibe aus, indem man der Rolle folgende Bewegungen erteilt:
1. Eine totale Längsverschiebung (Ai = ZA1) immer
im gleichen Sinne und gleich der Hälfte der totalen Korrektur des Schrittes, die durch die
Formel (4) gegeben ist;
2. eine Querverschiebung (ih1) oder (A2/) gleich der
Längsverschiebung, aber unter Änderung des Verschiebungssinnes.
40 Im folgenden wird auf die Fig. 9 bis 13 Bezug genommen, die eine Schleifmaschine darstellen, die es
ermöglicht, die erwähnten Gewindekorrekturen zu erzielen.
Die Maschine weist ein festes Gestell 20 auf, auf dem ein Schutzgehäuse 21 angeordnet ist, das vorzugsweise
querverstellbar und überdies schrägstellbar ist und aus dem die Schleifscheibe 14 herausragt. Diese
Arbeitsfläche bis zu ^1A1. Nach Maßgabe des Fort- 45 wird von einem Motor 22 beispielsweise unter Zwischenschrittes
des Schleifvorganges gegen c (Fig. 3) muß schaltung eines Riementriebes 23 und von Riemendie
Schleifscheibe in einer Bewegung relativ zu der scheiben 24, 25 in Umdrehungen versetzt.
Dieser Schleifscheibe gegenüber ist die zu schleifende
Rolle 8 angeordnet. Letztere ist zwischen einer Gegenspitze 26 in einem auf einem Schlitten 28 längsbeweglichen
Reitstock 27 und einer Spitze 29, die drehbeweglich in einem auf dem Schlitten fest angeordneten
Reitstock 30 gelagert ist, eingespannt.
Die Spitze 29 ist über ein gleitbares Universalgelenk 55
Schleifscheibe in einer Bewegung relativ zu der Rolle bis zu der Postion 14a verschoben werden, in
der ihre Arbeitsfläche bei 15a zu einer Linie gelangt, die dem Anfangsprofil gh entspricht. Diese relative
Verschiebung kann dadurch erhalten werden, daß man die Schleifscheibe festhält und die Rolle 8 entsprechend
der Strecke AA1 verschiebt. Die Verschiebung AA1 kann aber auch unterteilt werden:
Einerseits in eine axiale Translation hi = -~
die
gleich ist der Hälfte
Schrittes, nämlich:
Schrittes, nämlich:
hi =
der Höchstkorrektur des
4SE '
und andererseits in eine Querverschiebung ih1,
wobei diese Verschiebung denselben Wert hat wie hi, wenn das Profil des Gewindes die Form
eines rechtwinkligen Dreiecks hat.
Während dieser Verschiebung zieht sich die Arbeitsfläche 15 der Schleifscheibe von der zu schleifenden
mit einer Welle 32 verbunden, die durch eine drehbare Mitnahmevorrichtung 33 durchgeht. Zu diesem Mechanismus
gehört ein Elektromotor 34, der auf dem Gestell 20 montiert ist und dessen Welle ein Zahnrad35
antreibt, in dessen Nabe die Welle 32 in einer Keilverbindung gleiten kann.
Der Schlitten 28 ist sowohl längs- als auch querbeweglich auf dem Gestell, wobei seine Verschiebungen
durch einen elastisch gegen das Gestell abgestützten Gleitschuh 28a gebremst werden.
Der Schlitten 28 ist auf dem Gestell 20 im Sinne des Pfeiles F1 und umgekehrt längsverschiebbar, beispielsweise
mit Hilfe der Kombination zweier Gruppen von Kugelpaaren 36 und 37 (Fig. 10 und 13), die auf zwei
Längsschneidenlagern 38 und 39 kufen können. Die an den Längsverschiebungen des Schlittens teilnimmt
Schneide 38 ist auf einer zweiten Kante in einer und infolgedessen auch an demjenigen der Stange 51.
Kerbe 40 des Gestells schwingbar gelagert, während Die Stange 51 schlägt oben und unter an eine
die andere Schneide, da sie mit einem zylindrischen regelbare Stützschraube 57 an, die in ein Auge 58 des
Teil 41 aus einem Stück besteht, in einer mulden- 5 Längsträgers 54 eingeschraubt ist. Die Stange 51 verartigen
Rinne 42 um ihre Längsachse schwingen kann, schiebt sich unter einen Stößel 59, der an einem
in dem Gestell angeordnet ist und mit Kugeln oder Hebel 60 befestigt ist und unter der Wirkung einer
Rollen 43 ausgerüstet ist. Druckfeder 61 steht. Der Hebel 60 ist an dem Mutter-
Aus Fig. 13 der Zeichnung ersieht man ohne weiteres, träger 46 befestigt, um ihm Schwingungen zu überdaß
die Laufbahnen der beiden Schneiden des Schnei- io mitteln, die der Achse der Leitspindel in Abhängigkeit
denlagers 38, der Schneide des Schneidenlagers 39 der Schwingungen in der Vertikalebene des genannten
und der Achse des Teiles 41 ein Vieleck bilden, das in Hebels 60 folgen. Zu diesem Zweck ist dieser Hebel
Abhängigkeit von den Schwingungen des Teils 41 durch eine Übertragung an den Mutterträger 46 gedeformiert
werden kann, infolgedessen ist es durch bunden, die aus folgenden Teilen besteht: ein Federdie
Schwingungen dieses Teils um seine Achse möglich, 15 blatt 62, ein starrer Träger 63, ein zweites Federblatt
den Schlitten 28 quer zu verschieben und auf diese 64, ein starrer Träger 65, zwei parallele Federblätter
Weise die Rolle 8 der Schleifscheibe 14 zu nähern 66 und 67, die durch ein Zwischenstück 68 getrennt
oder von dieser zu entfernen, um ihr die im wesent- sind, das Federblatt 67, das an dem Gestell mit Hilfe
liehen rechtwinkligen Querverschiebungen ih1 oder hH eines Bügels 69 befestigt ist, während das Federblatt 66
zu geben, die wegen der zu bewirkenden Berichtigungen 20 an dem Mutterträger 46 angebracht ist. Die Federerforderlich sind. Aus dem Folgenden wird zu ersehen blätter sind mit Hilfe von Schrauben oder durch
sein, wie man die Schwingungen des Stützteils 41 Schweißung an den Teilen, die sie miteinander verermöglichen
kann. binden, starr befestigt. Man sieht ohne weiteres, daß Im übrigen werden die longitudinalen Verschie- ein Anheben des Hebels 60 im umgekehrten Sinne des
bungen des Schlittens 28 im Sinne des Pfeiles F1 oder 25 Pfeils Fz sich in eine Krümmung der Federblätter 66
im entgegengesetzten Sinne so gesteuert, daß seine und 67 im Sinne des Pfeiles F& und infolgedessen in
Verschiebungen folgende Bewegungen sichern: eine Verschiebung der Mutter 45 im Sinne des Pfeiles
_. ,. Tr , . , _ , F1 überträgt; die Ursache dieser Übertragung ist die
Einerseits die Verschiebung der Gesamtanord- Fol der relativen Kleinheit des Zwischenstückes
nung, die dazu bestimmt ist, der Rolle 8 gegen- (Traverse 68)
übergestellt zu werden, in Verbindung mit ihrem Wenn indessenj wie in den bekannten Anordnungen
drehbeweglichen Antrieb, d. h. die notwendige und im übrigen entsprechend den Einzelheiten der
schraubenförmige Bewegung; nachstehend beschriebenen besonderen Ausführungs-
andererseits die Längsverschiebung hi = hH, die form, das andere Ende 70 des Hebels 60 festgehalten
notwendig ist für die Berichtigung der einen oder 35 ist, so ist dieser Hebel in der beschriebenen Maschine
der anderen der Flächen der Rolle 8. über eine biegsame Feder 71 an ein Element des
später noch zu beschreibenden Mechanismus ange-
Die Längsverschiebung der Anordnung ist in der lenkt, der es erlaubt, die longitudinalen und transverüblichen
Weise durch folgende Kombination ge- salen Korrekturen, welche durch die vorzunehmenden
sichert: 40 Berichtigungen erforderlich sind, auf den Schlitten 28
, . . . , , ,. . „ zu übertragen.
Einerseits durch eme Leitspindel 44, die in fester Dieser Mechanismus besteht aus folgenden Teilen:
Verbindung und Drehbewegung mit der Welle 32
steht, Zwei Regeleinrichtungen Dc und Dv, die an der
j v j , . ,, ^ ._ . j ,. .- Berichtigung der »Mutter«-Gewindefläche und
andererseits durch eine Mutter 45, in der diese 45 B s
T ., . , , · j .. · 1·. C4. j j· · · der »Schrauben«-Gewmdeflache der Rolle be-
Leitspmdel gewmdegangig lauft und die in einem +Tt ' λ
Mutterträger 46 durch einen Abschlußring 47 teiugt sina,
festgehalten ist, der in den Mutterträger einge- Übertragungsorgane M, welche die Einrichtun-
schraubt ist und außerdem eine Schutzbüchse gen Dc und Dv parallel mit dem Schwingteil 41
für die Leitspindel trägt. 5° verbinden.
Der Mutterträger 46 ist an dem Gestell 20 mit Die Regeleinrichtung De für die Berichtigung der
Hilfe von zwei Paaren kleiner Federblätter 49 und 50 »Mutter«-Gewindefläche enthält, bei 72 (Fig. 9) auf
befestigt, so daß die Mutter leichte Schwingungen dem festen Träger 55 des Gestells drehbar gelagert,
um die Achse der Leitspindel 44 aufnehmen kann, die 55 ein T-Stück, dessen Winkelstellung vor einer Gradin
an sich bekannter Weise dazu bestimmt ist, den einteilung 74 unter der Wirkung zweier gegenein-Gewindeschritt
der Leitspindel zu korrigieren. anderwirkenden, in Augen 77 und 78 des Gestells
Diese Vorrichtung besteht unter anderem aus einer gewindegängig geführten Schrauben 75 und 76 eingeradlinigen
Stange 51 (Fig. 9 und 11), deren Achsen- stellbar ist. Die Gradeinteilung 74 kann in Winkelneigung
in bezug auf die Achse der Leitspindel 44 60 graden oder in Millimetern erfolgen, während auf dem
entsprechend der konstanten, zu verwirklichenden T-Stück 73 eine Strichmarkierung 74 a vorgesehen ist.
Schrittkorrektur einstellbar ist; diese Stange ist bei 52 Auf der geraden oberen Fläche 79, welche die
in einem Gabelgelenk 53 gelagert, das starr an einem Steuerfläche des T darstellt, kann sich ein Druck-Längsträger
54 befestigt ist. Dieser Träger gleitet finger 80 verschieben. Dieser Druckfinger ist in einparallel
der Längsrichtung des Gestells 20 auf einem 65 stellfähiger Lage an einem Hebel 81 befestigt, der um
anderen Führungsträger 55, der starr an dem Gestell eine Achse 82 schwingt, die mit Hilfe eines Gleitbefestigt
ist. Der bewegliche Träger 54 ist über einen Stückes auf der beweglichen, mit dem Schlitten 28
Arm 56 starr an dem Schlitten 28 befestigt, so daß er gekuppelten Stange 54 gehalten ist. Man sieht sofort,
11 12
daß bei einer Verschiebung des Schlittens 28 nach rechts Schließlich wirkt noch eine Feder 104 auf den
oder nach, links und beim Mitnehmen der Stange 54 Rhombus 90, um ihn in die mittlere Stellung zurück-
und des Hebels 81 dieser um seine Achse 82 unter der zuführen und die Kontaktfinger auf den Hebeln 81
Wirkung des T nach oben oder nach unten schwingen und 87 zu halten.
muß. Diese Schwingungen werden in Form von ver- 5 Im folgenden soll die Wirkung der Einrichtungen
tikalen Verschiebungen auf eine Stange 83 übertragen, De und Dv auf die zu schleifende Rolle 8 aufgezeigt
die sich elastisch auf den Hebel 81 abstützt und in werden, wobei angenommen sei, daß jede von ihnen
einer festen, von dem Gestell 20 getragenen Führung 84 allein wirkt.
gleitet. a) Wirkung der Einrichtung De, wobei angenom-
Man sieht ferner, daß z. B. bei einer Verschiebung io men sei, daß die Einrichtung Dv außer Betrieb ist. Die
des Schlittens 28 mit seinem Träger 54 nach rechts Feder 92 ist in diesem Falle festgehalten. Verschiebt
(Fig. 9) um ein bestimmtes Stück χ mit einer konstan- sich der Schlitten 28 nach rechts (Pfeil F1), so wird die
ten linearen Geschwindigkeit V der Hebel 81 um die Stange 83 nach dem parabolischen Gesetz (5) von dem
Achse 82 im Sinne des Pfeiles F5 mit einer konstanten Hebel 81 angehoben. Der Rhombus 90 schwingt um
Winkelgeschwindigkeit ω schwingen muß. Eine ver- 15 die Feder 92 in Richtung des Pfeiles Fe und zwingt
hältnismäßig einfache Rechnung läßt erkennen, daß die Hebel 103 (Fig. 13) und 60 (Fig. 9), in Richtung
der geometrische Ort der Abstützpunkte der Stange 83 der Pfeile F7 und F2 zu schwingen. Der Hebel 103
auf dem Hebel 81 in bezug auf den Schlitten 28 eine veranlaßt den Teil 41, um seine Achse in dem gleichen
Parabel ist, die der Gleichung genügt: Sinne zu schwingen, und führt den Schlitten 28 und
20 die Rolle 8 näher an die Schleifscheibe heran.
Y = -ψ- · X2. (5) Gleichzeitig zieht der Hebel 60 den Hebel 65 nach
unten, wodurch ein zusätzliches Zurückgehen der
Die andere Einrichtung Dv ist in identisch gleicher Leitspindel 36, des Schlittens 28 und der Rolle 8 nach
Weise aufgebaut, ganz abgesehen davon, daß sie eine links in umgekehrter Richtung des Pfeiles Fi bewirkt
praktisch symmetrische Lage zu derjenigen der Ein- 25 wird.
richtung De einnimmt. Dort befindet sich ein ver- Bei dem gewählten Beispiel sind die Korrekturen
stellbares T-Stück, das um die feste Achse 86 schwingt, lh1 und hH gleich groß (Fig. 8), und die beiden Beweein
Hebel 87, der bei 88 schwingbar gelagert ist und gungen sind durch ein und dieselbe Bewegung des
von einem einstellbaren Gleitstück und von der Rhombus 90 verursacht; dabei ist von Bedeutung,
Kontaktstange 89 auf den Längsträger gehalten wird. 30 daß die beiden Übertragungen zwischen dem Rhombus
Jeder Punkt dieser Stange beschreibt in bezug auf einerseits und dem Schlitten 28 sowie der Mutter 46
den Schlitten eine Parabel, deren Ordinaten (Vertikale) andererseits die gleiche Ursache haben, damit die
der vorher genannten Funktion für die Einrichtung De beiden sich so ergebenden Bewegungen für die Rolle
entsprechen, wobei die Stange nach unten geht, wenn die gleichen Amplituden annehmen, und zwar mit dem
der Schlitten sich nach rechts bewegt. 35 obengenannten Wert: lh1 = hH.
Die Übertragungsorgane, welche die Einrichtungen Man erhält die Amplitude lh1 = hH der Korrektur
Dv und De parallel zu dem Schwingteil 41 und zu dem durch Einstellung des T 73 vor der Gradeinteilung 74
Regulierhebel 60 der Mutter an der Leitspindel führen mit Hilfe der Schrauben 75 und 76. Der Wert χ der
sollen, bestehen aus einem in der Schwebe gehaltenen Gradeinteilung, z. B. in Millimetern, vor dem der
Waagebalken 90 in Form eines Rhombus, der an 40 Index 74ß des T eingestellt werden muß, ist unter der
zwei seiner einander gegenüberliegenden Spitzen von Annahme, daß für den Nullpunkt der Gradeinteilung
Federblättern 91 und 92 an den äußersten Enden der die obere Fläche des T horizontal ist, durch das fol-Stangen
83 und 89 angelenkt ist. gende Gesetz gegeben:
An den anderen Spitzen und über andere Feder- P
blätter 93 und 94 sind zwei starre Träger 95, 96 ange- 45 RLST
lenkt. Diese Träger sind ihrerseits an ihren anderen x = —TWfj—'
Enden über Federblätter 97 und 98 an zwei Anne
eines dreiarmigen Hebels 99 angelenkt, der bei 100 an in welchem R das Verhältnis der Übertragung zwischen
dem Gestell drehbar gelagert ist, wobei der dritte der Stange 83 und dem Schlitten 28 ist; L der Arm des
Arm über das Federblatt 71 mit dem Steuerhebel 60 5° Hebels zwischen der Achse 82 und dem Abstützpunkt
des Mutterträgers 46 der Leitspindel 44 verbunden ist. des Fingers 80; P die schon definierte Belastung;
Wie aus der Zeichnung zu ersehen ist, bilden der S der Querschnitt der Mutter; T derHebelarm zwischen
Rhombus 90, der Hebel 99 und die Stangen 95 und 96 der Achse 72 und der Gradeinteilung 74; E der Elastimit
ihren Befestigungsblättern ein deformierbares zitätsmodul des Werkstoffes der Mutter; U die mit
Parallelogramm, durch welches die Schwingungen des 55 Gewinde versehene Länge der Rolle.
Rhombus 90 unter der Wirkung der Einrichtungen Nachdem diese Einstellung vorgenommen ist, muß
De und Dv auf den Mutterträger 46 der Leitspindel 44 noch folgendes eingestellt werden:
übertragen werden, um ihm die gewünschten Ver- „. . ,. „ „ , . , „ , ττ , , ΟΛ
Schiebungen für die Berichtigung der RoUeS zu Einerseits die SteUung der Achse 82 des Hebels 81
erteilen 60 au* °em Trager 54, derart, daß am Anfang der
Im übrigen ist auf dem Rhombus 90 beispielsweise Berichtigung diese Achse 82 mit der Achse der
in seinem Mittelpunkt bei 101 ein Regelgestänge 102 StanSe 83 zusammenfallt,
angeordnet, das den schwebenden Rhombus mit andererseits die Stellung des Fingers 80, derart,
einem Seitenraum 103 verbindet, der aus dem gleichen daß der Hebel 81 am Anfang parallel zu dem
Material wie der Teil 41 besteht oder mit diesem starr 65 Träger 54 verläuft,
verbunden ist und der dazu dient, die Querverschiebungen des Schlittens 28 und der zu schleifenden Rolle 8 b) Wirkung der Einrichtung Dv, wobei angenom-ZU
sichern. men sei, daß die Einrichtung De außer Betrieb ist, und
wobei die Feder 91 festgehalten ist. Verschiebt sich der Schlitten nach rechts, so wird die Stange 89 nach
dem parabolischen Gesetz (5) von dem Hebel 87 heruntergezogen. Der Rhombus 90 wird in Richtung des
Pfeiles F6 verschwenkt, und dies hat zur Folge:
Einerseits die Rolle 8 von der Schleifscheibe 14 zurückziehen, um die Korrektur ih1 (Fig. 8) vornehmen
zu können,
andererseits fährt der Hebel 60 fort, im Sinne des Pfeiles Fa zu schwingen, und die Mutter 46 wirkt
weiter auf die Leitspindel 36 wie im Falle der Einrichtung De; die Rolle 8 wird verschoben, um
die Längskorrektur hi vornehmen zu können.
15
In Wirklichkeit erfolgt die Berichtigung für die beiden Flächen gleichzeitig, und die Einrichtungen
De und Dv wirken ebenfalls gleichzeitig, weil ihre
Wirkungen selbständig sind; schließlich erhält man auf diese Weise die berichtigte Rolle der Fig. 5, wobei
die Tiefpunkte der Rillen auf den Parabeln Z liegen. Die Einstellung der Einrichtung Dv ist analog der
für die Einrichtung De beschriebenen, nur muß hier
der Hebel 87, bevor er parallel zu dem Träger 54 ist, am Ende der Berichtigung sein, und im selben Augenblick
muß die Achse 88 rechts von der Achse der Stange 89 liegen.
Es sei erwähnt, daß die beschriebene Maschine einzig und allein zur Herstellung des Schraubentriebs
nach der Erfindung gedacht ist.
Die Fig. 14 bis 17 zeigen eine abgeänderte Ausführungsform, die es gestattet, die Veränderungen der
Last auf die Gewinde zu verringern, und bei der jede zwischen der Mutter V>
und der Schraube 6b angeordnete Rolle in eine Anzahl von Abschnitten (Stücken)
8°, 8&, 8C unterteilt ist, die stirnseitig mit ganz geringem
Spiel bei 105,106 zwischen ihren stumpfen Enden aneinanderstoßen. Diese Abschnitte, deren Gewinde
eine konstante Steighöhe haben, sind auf eine Stange 107 aufgereiht, auf der sie frei beweglich sind; sie sind
untereinander mittels Paaren von Scheibenteilen 109 in Form von spitzbogigen Dreiecken miteinander verbunden,
die in Einkerbungen mit kreisförmigem Rillengrund in die einzelnen Abschnitte eingelassen
sind. In gleicher Weise sind Keilverbindungen mit den äußersten Enden vorgesehen und Stifte mit geraden
Zähnen 111 und 112 vorgesehen, die mit den Zahnkränzen 113 und 114 im Eingriff sind.
Diese Lösung des Problems ist weniger vollkommen als die oben beschriebene, weil sie nicht für
jeden Abschnitt eine gleichmäßige Verteilung der axialen Belastung ergibt, aber sie ist in jedem Falle
besser als die bekannte Lösung mit durchgehenden Rollen mit Gewinden gleicher Ganghöhe, weil hier
jeder Abschnitt gleichzeitig an der Schraube und an der Mutter anliegt und die Belastung gleichmäßig auf
alle Abschnitte verteilt wird.
Schließlich zeigt die Fig. 17 in teilweiser Schnittansicht eine Kombination der beiden Lösungen in dem
Sinne, daß jede einzelne Rolle in Abschnitte 8*, 8e, 8f
aufgeteilt ist, deren Gewinde so korrigiert sind, wie dies oben beschrieben ist.
Unter diesen Gegebenheiten ist die axiale Belastung bei einer gegebenen Last gleichmäßig auf alle Gewinde
sämtlicher Abschnitte verteilt, und dank der Unterteilung der Rollen ergibt sich noch der Vorteil, daß
axiale Lasten, die kleiner sind als die gegebene Last, auf die verschiedenen Abschnitte verteilt werden.
Selbstverständlich ist die Erfindung in keiner Weise auf die beschriebenen und dargestellten Ausführungsformen beschränkt, die nur beispielhaft gewählt worden
sind. Tatsächlich können bei der beschriebenen Maschine zum Korrigieren des Gewindes die verschiedenen
Verbindungen mit Hilfe von Federblättern auch durch andere Verbindungsorgane mit Gelenken
oder anderen Elementen ersetzt werden, wobei allerdings zu beachten ist, daß Federblätter deshalb besonders
vorteilhaft sind, weil sie jede Gefahr eines unzulässigen Spielraumes ausschließen, dessen Nachteil
um so schwerwiegender ist, als es sich um die Übertragung von Bewegungen mit sehr kleinen Amplituden
handelt.
Claims (13)
1. Vorrichtung mit Schraube und Mutter, zwischen denen mit Gewinde versehene Rollen
angeordnet sind, die mit den Gewinden der Schraube und der Mutter im Eingriff stehen und
vorzugsweise die gleiche axiale Länge wie die Mutter haben, gekennzeichnet durch eine solche
Ausbildung der Rollen (8), daß bei auftretender Belastung die Kraftaufnahme an den Berührungsstellen der Gewindegänge zwischen Mutter (1) und
Rollen (8) einerseits und Schraube (6) und Rollen (8) andererseits über die gesamte Länge der Rollen (8)
weitgehend konstant ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gewinde (9) jeder Rolle (8) auf seinen beiden Oberflächen fortschreitend z. B.
durch Schleifen berichtigt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß jede Rolle (8) in mehrere axiale Abschnitte (8a, 8* usw.) aufgeteilt ist, die aneinander
anschließend so angeordnet sind, daß jeder Abschnitt ein axiales Spiel aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Flächen des Gewindes
einer Rolle (8), die mit den Gewinden (7 bzw. 5) der Schraube (6) bzw. der Mutter (1)
zusammenarbeiten sollen, derartig berichtigt sind, daß die Ganghöhe jeder Fläche der Rolle (8) sich
von dem einen Ende der Rolle zum anderen Ende nach folgendem Gesetz linear ändert:
Pm = Po \ 1 ±
J7L1
N *
SE
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschnitte (8ffi, 8Ö usw.)
Verbindungsteile (109, 110) aufweisen, so daß sie bei der Drehbewegung kraftschlüssig miteinander
verbunden sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Abschnitt (Sa, 8* usw.)
auf seinen beiden Oberflächen ein korrigiertes Gewinde aufweist.
7. Maschine zur Herstellung der Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in
Verbindung mit den üblichen Einrichtungen mit Mutter (45) und Leitspindel (44) zur schraubenförmigen
Verschiebung der Rolle (8) in bezug auf die Schleifscheibe (14) für die Berichtigung ein
regelbarer, korrigierender Mechanismus angewendet wird, um die Rolle (8) und die Schleifscheibe
(14) gleichzeitig zu einer transversalen und
zu einer longitudinalen Bewegung in bezug auf die mittlere Verschiebung zu bringen, die normalerweise
von der Mutter (45) und der Leitspindel (44) erteilt wird, derart, daß für jede der beiden zu
berichtigenden Flächen des Gewindes die jeweilige Fläche in bezug auf die Schleifscheibe (14) nach
dem Gesetz der elastischen Deformation der Schraube (6) oder der Mutter (1) unter einer gegebenen
Belastung verschoben wird.
8. Maschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß sie als die Gegenspitze zur Anlage
der zu bearbeitenden Rolle (8) einen Reitstock (27) enthält, der auf einem Schlitten (28) längsverschiebbar
angeordnet ist, der seinerseits mit dem Maschinengestell durch eine Einrichtung mit
einem Parallelogramm gelenkig verbunden ist, so daß er sich in der Querrichtung verschieben kann,
und daß der regelbare Mechanismus zur Ausführung der Korrekturen einerseits die Mutter (45),
in der die Leitspindel (44) gewindegängig läuft, zu Schwingungen in Richtung der Achse der Leitspindel
(44) veranlaßt und andererseits den Schlitten (28) eine andere Schwingbewegung ausführen
läßt, wobei die Berichtigungsbewegung sich in jedem Augenblick aus der Zusammensetzung
der beiden rechtwinkligen Bewegungen ergibt, welche auf die Rolle (8) übertragen werden.
9. Maschine nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Mechanismus für die
Berichtigung aus zwei Korrektureinrichtungen besteht, die mit Hilfe eines Übertragungsmechanismus
(M) mit dem Schlitten (28) und mit der Mutter (45) der Leitspindel (44) parallel verbunden
sind.
10. Maschine nach Anspruch 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß jede Korrektureinrichtung
eine Stoßstange (83 bzw. 89) aufweist, die gleitbar in dem Gestell der Maschine gelagert ist, wobei
jeweils ein Ende dieser Stange (83 bzw. 89) mit dem Übertragungsmechanismus (M) verbunden ist,
während das andere Ende auf einem Hebel (81 bzw. 87) abgestützt ist, der die Längsverschiebungen
des Schlittens (28) unter der Wirkung der Leitspindel (44) und nach Maßgabe dieser Verschiebungen
unter dem Einfluß einer an dem Gestell angebrachten Steuerfläche (79 bzw. 85) mitmacht.
11. Maschine nach Anspruch 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragungseinrichtung
(M) einen Waagebalken (90) in Form eines Rhombus enthält, der in bezug auf das Gestell
schwebend angeordnet ist, und daß zwei einander gegenüberliegende Spitzen mit den Stoßstangen
(83 und 89) der beiden Korrektureinrichtungen verbunden sind, während eine der beiden anderen
Spitzen mit Verbindungsteilen an die Mutter (45) der Leitspindel (44) angeschlossen ist, und daß ein
Punkt (101) dieses Waagebalkens mit der gelenkig gelagerten Parallelogrammeinrichtung verbunden
ist, die den Schlitten (28) trägt.
12. Maschine nach Anspruch 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Waagebalken (90) an die
Mutter (45) der Leitspindel (44) unter Zwischenschaltung einer Korrektureinrichtung (50 bis 69)
für die Ganghöhe der Leitspindel angeschlossen ist.
13. Maschine nach Anspruch 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitten (28) unter
Zwischenschaltung von Kugelpaaren (36, 37) auf zwei Schneidenlagern (38,39) ruht, deren eines (38)
von der Oberkante einer um ihre Unterkante schwingenden, auf dem Gestell angeordneten
Schneide gebildet wird, während das andere Schneidenlager (39) von einem Stück (41) getragen
wird, das um eine zu den Schneidenlagern parallele Achse in bezug auf das Gestell schwingen kann,
wobei dieses Stück von Kugeln oder Rollen (43) getragen wird, die in einer zylindrischen, muldenartigen
Rinne (42) in einem an dem Gestell befestigten Teil laufen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Schweizerische Patentschrift Nr. 290 685;
USA.-Patentschrift Nr. 2 525 326.
Schweizerische Patentschrift Nr. 290 685;
USA.-Patentschrift Nr. 2 525 326.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1130790A (fr) | 1957-02-12 |
| GB846121A (en) | 1960-08-24 |
| CH335263A (fr) | 1958-12-31 |
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