DE2842014C3 - Vorrichtung zur Korrektur der Steigungsfehler der Leitspindel an einer Werkzeugmaschine - Google Patents
Vorrichtung zur Korrektur der Steigungsfehler der Leitspindel an einer WerkzeugmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Korrekturvorrichtung zur Korrektur der Steigungsfehler der Leitspindel an einer
Präzisions-Werkzeugmaschine, die ein aus der Leitspindel und einer Spindelrrmtter bestehendes Schraubgetriebe
zur axialen Verschiebung eines Schlittens aufweist, wobei die Spindelmutter unverdrehbar und begrenzt
axial verschiebbar im Schlitten gelagert ist, und wobei eine mit einem einstellbaren, eine im wesentlichen
ebene Abtastfläche aufweisenden Korrekturlineal in Berührung stehende Abtasteinrichtung über einen quer
zur Leitspindelachse beweglichen, zwischen der Spindelmutter und dem Schlitten angeordneten Keil dem
Schlitten eine zusätzliche Axialverschiebung erteilt.
Bei Präzisions-Werkzeugmaschinen mit Leitspindeln,
z. B. bei Gewindeschleifmaschinen, wird eine höchstmögliche
Genauigkeit des Werkstückes erstrebt Um dies zu erzielen, sind Korrekturvorrichtungen bekannt
mit welchen sowohl die langwelligen, systematischen Steigungsfehler wie auch die variablen Tendenssteigungsfehler
kompensiert werden können. Für die erste Art von Fehlern müssen Korrekturwerte fest in der
Vorrichtung angebracht werden können, für die zweite Art von Fehlern muß die Vorrichtung innerhalb
gewisser Grenzen einstellbar sein.
Bei einer bekannten Ausführung einer Korrekturvorrichtung (Kucer, I. M. Metallorezuscie Stanki — Osnovy
Konstruirovanija i Rasceta / Werkzeugmaschinen —
is Grundlagen für die Konstruktion und Berechnung, 2. Auflage, 1969, Verlag: Masinostroenie, Leningrad/
UdSSR, Seiten 425, 426) erfolgt die Einstellung der erforderlichen oder beabsichtigten Größe der Steigungskorrektur
durch die Schrägstellung eines Korrekturlineals in einer die Leitspindelachse enthaltenden
Ebene. Die Abtastung des Korrekturlineals durch ein Abtastelement bewirkt über einen Verstellkeil eine
axiale Relativverschiebung der Spindelmutter in bezug auf den Schlitten.
Der Einbau eines Korrekturlineals an einer Gewindeschleifmaschine ist in der DE-PS 10 70 522 dargestellt
und beschrieben. Zur Einstellung der Korrektur des Tendenzsteigungsfehlers (variable Korrektur) wird das
Lineal um einen festen Drehpunkt am Maschinenbett geschwenkt Zur festen Korrektur des systematischen
Steigungsfehlers ist das Lineal mit einem entsprechenden Profil versehen, das empirisch ermittelt wird und
insbesondere die Fertigungsgenauigkeiten der Maschine ausgleicht
Bei einer weiteren, aus der Zeitschrift Feingerätetechnik 6 (1957) 12, S. 555—557 bekannten Korrekturvorrichtung
ist das Korrekturlineal aus kleinen Segmentstücken zusammengesetzt örtliche Korrekturen
nach beiden Richtungen können jederzeit vorgenommen werden, indem an den entsprechenden Stellen die
Segmentstücke nach innen oder nach außen verschoben werden. Nötigenfalls können die Abtastflächen der
Segmente an die Rolle der Abtasteinrichtung angeglichen werden. Die Korrektur des Tendenzsteigungsfehlers
der Leitspindel erfolgt durch Schwenken des Korrekturlineals um einen Schwenkpunkt
Aus nachfolgend erwähnten Gründen sind die bekannten Korrekturlineale unbefriedigend: Da ein
solches Korrekturlineal aus Steifigkeitsgründen verhältnismäßig hoch ausgebildet sein muß, — man könnte
eher von einer Korrekturschablone sprechen —, ist sein Einbau in eine Maschine oder in ein Gerät, z. B. in eine
Gewindeschleifmaschine, nur mit großem Aufwand oder in gewissen Fällen gar nicht möglich. Dies darum,
weil der für solche Korrekturschablonen erforderliche Raum bereits durch die Handantriebe für die Einstell-
und Verstellorgane der Maschine belegt ist Eine Umführung dieser Antriebe, um den notwendigen Raum
zu schaffen, ist meist zu kostspielig.
Zudem ist die Korrektur des langwelligen Verlaufes des systematischen Steigungsfehlers aufwendig. Entweder
muß die Abtastfläche des Korrekturlineals als Kurvenschablone ausgebildet sein, was herstellungstechnisch
mit großen Schwierigkeiten verbunden ist, oder im Fall des aus mehreren Segmenten bestehenden
Kurvenlineals ist das Einstellen, Justieren und Ausmessen dieser Segmente zeitraubend.
Korrekturvorrichtung der eingangs erwähnten Art zu schaffen, welche ein Korrekturlineal aufweist, das
einerseits im Betrieb die erforderliche Biegesteifigkeit bsi geringen Abmessungen besitzt und andererseits zur
Korrektur der beiden Steigungsfehler einfach einstellbar ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst,
daß die Korrekturlinealachse unter einem spitzen Winkel α eine Ebene durchsetzt, welche bestimmt ist
durch die Leitspindelachse und die diese schneidende, senkreckΐ zu ihr stehende Abtastrichtung der Abtasteinrichtung,
und daß das Korrekturlineal mehrfach in unterschiedlicher, den erforderlichen Korrekturbeträgen
entsprechender Höhe abgestützt und um seine Achse verdrehb.ar ist
Durch die mehrfache Abstützung erhält das in der Maschine eingebaute Korrekturlineal trotz seiner
kleinen Abmessungen im Betrieb die notwendige Steifigkeit
Die Korrektur des TendenzsteigungsL/hlers kann auf
einfache Weise den jeweiligen Bearbeitungsverhältnissen angepaßt werden. In der Ausgangslage des
Korrekturlineals, bei einem Drehwinkel von β = 0°,
liegt die Abtastfläche parallel zur Leitspindelachse und die Abtastbahn der auf der Abtastfläche abrollenden
Abtastvorrichtung liegt ebenfalls parallel zur Leitspindelachse. Der Verstellkeil wird durch die Abtastvorrichtung
nicht bewegt Sobald nun das Korrekturlineal um einen Winkel von β ^0° aus der Ausgangslage
verdreht wird, ist die Abtastfläche zur Leitspindel geneigt, so daß nun auch die Abtastbahn nicht mehr
parallel zur Leitspindelachse verläuft Beim Abrollen der Abtastvorrichtung auf der Abtastfläche wird der
Verstellkeil in Querrichtung bewegt, wodurch die Axialverschiebung des beweglichen Maschinenelementes
korrigiert wird. Diese einstellbare Korrektur des Tendenzsteigungsfehlers ist proportional zur Gewindesteigung
der Leitspindel.
Zur Kompensation des systematischen Steigungsfehlers wird die Höhe der einzelnen Stützen entsprechend
angepaßt Es handelt sich hier um sehr kleine Korrekturen, meist in der Größenordnung von einigen
hundertstel Millimetern, so daß die Korrekturlinealachse nur geringfügig gekrümmt wird und nach wie vor im
wesentlichen gerade ist
Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Nachfolgend wird anhand der Zeichnungen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert Es
zeigt
F i g. 1 einen schematischen Aufriß des Korrekturlineals in seiner um den Winkel » gegenüber der
Horizontalen nach unten geneigten Lage,
F i g. 2 eine Ansicht des Korrekturlineali; in Richtung
des Pfeiles II gemäß Fig. 1 bei einer um den Winkel β
nach rechts gedrehten Lage des Lineals,
F i g. 3 die gleiche Ansicht des Korrekturlineals wie in F i g. 2, wobei es in seiner Ausgangslage, d. h. bei β = 0°,
dargestellt ist
F i g. 4 die gleiche Ansicht des Korrekturlineals wie in F i g. 2, wobei es in einer um den Winkel β nach links
gedrehten Lage dargestellt ist,
Fig.5 einen vertikalen Längsschnitt nach der Linie
V-V gemäß F i g. 6 durch die Leitspindelmutter,
F i g. 6 einen horizontalen Längsschnitt nach der Linie VI-VI gemäß F i g. 7 durch die Leitspindelmutter, den .
Verstellkeil und das Korrekturlineal,
gemäß F i g. 6 durch die Leitspindelmutter, den Verstellkeil
und das Korrekturlineal,
Fig.8 einen Querschnitt nach der linie VIII-VIII
gemäß Fig.6 durch das Korrekturlineal und die Verstelleinrichtung für die Verdrehung des Korrekturlineclsund
Fig.9 eine vereinfachte Darstellung der Aufspannung
des Korrekturlineals zur Korrektur von langweiligen systematischen Fehlern.
Das Ausführungsbeispiel betrifft eine Gewindeschleifmaschine mit einer im Bett der Maschine drehbar
gelagerten, axial festgelegten Leitspindel, die in bekannter Weise die Axialverschiebung eines Werkzeugschlittens
bewirkt Dazu greift die Leitspindel in eine Spindelmutter ein, welche unverdrehbar am
Werkzeugschlitten angeordnet ist In Axialrichtung ist jedoch die Spindelmutter relativ zum Werkzeugschlitten
begrenzt verschiebbar. Das Korrekturlineal ist ortsfest und dreheinstellbar am Maschinenbett befestigt
Ober eine Abtasteinrichtung wird durch das Lineal eine Hubbewegung eines Verstellkeiles ausgelöst Der Keil
wirkt derart mi* dem Schlitten und der Spindelmutter zusammen, daß diese beiden Teile während der
gemeinsamen Axialverschiebung noch um einen bestimmten Betrag relativ zueinander in einer der beiden
Richtungen axial verschoben werden, um die gewünschte Fehlerkompensation zu erzielen.
In den F i g. 1 bis 4 ist das an einer Gewindeschleifmaschine angeordnete Korrekturlineal 1 schematisch
dargestellt Es hat die Form eines in Längsrichtung halbierten Zylinders, dessen Achsschnittfläche eine
Abtastfläche 2 für die noch im Detail zu beschreibende Abtasteinrichtung bildet Seine zylindrische Mantelfläche
dient zur drehbaren Lagerung in entsprechend geformten Stützlagern 3.
Um eine Wirkung auf die Abtasteinrichtung bzw. auf den Verstellmechanismus zur Ausübung einer axialen
Korrekturverschiebung C (F i g. 6) der Spindelmutter ausüben zu können, muß das Korrekturlineal 1 so in der
Maschine eingebaut sein, daß seine Achse 5 die Verschieberichtung der Spindelmutter 4, welche mit der
Richtung der Leitspindelachse 6 identisch ist, unter einem bestimmten Winkel « kreuzt Die Größe des
Winkels α ergibt sich aus dem geforderten Hub D der Abtasteinrichtung, welche im vorliegenden Fall durch
eine Abtastrolle 7 verkörpert wird. Der geforderte Hub D seinerseits bestimmt sich aus dem gewünschten
Bereich der axialen Korrekturverschiebung C der Spindelmutter 4 und des Keilwinkels des Verstellkeils 8
(F ig. 6).
Da die Verschieberichtung der Spindelmutter 4 horizontal ist, muß das Korrekturlineal 1 am Bett 9 der
Maschine eine zur Horizontalen um den Neigungswinkel Oi nach unten geneigte Lage einnehmen.
Die Abtastfläche 2 des Korrekturlineals 1, welche, wie schon erwähnt, durch die Achsschnittfläche eines
Zylinders dargestellt wird, nimmt in ihrer Ausgangslage (F i g. 3), weiche durch einen Drehwinkel von β = 0°
definiert ist, eine vertikale Lage ein. Da das Korrekturlineal 1 unter dem Winkel« zur Horizontalen geneigt ist,
verläuft die Berührungslinie 10, auf welcher die horizontal sich verschiebende Abtastrolle 7 auf der
Abtastfläche 2 abrollt, horizontal geradlinig vom Punkt A zum Punkt B, d. h. sie kreuzt die Achse 5 des
Korrekturlineals 1. In der erwähnten Ausgangslage des Korrekturlineals 1, d. h. bei β = 0°, ist die Abtastfläche 2
genau parallel zur Leitspindelachse 6. Demzufolge verläuft auch die Berührungslinie 10 genau parallel zur
Leitspindelachse 6. Die Abtastrolle 7 führt in diesem Falle keine Hubbewegung Daus.
Wird das Korrekturlineal 1 um seine Achse nach links
{ß < 0°) (Fig.4) oder nach rechts (ß
> 0°) (Fig.2) verdreht, so ist die Ebene der Abtastfläche 2 nicht mehr
parallel zur Leitspindelachse 6, wodurch auch die Berührungslinie 10 nicht mehr parallel zur Leitspindelachse
6 verläuft Die Verlängerungen der Berührungslinie 10 und der Leitspindelachse 6 schneiden sich in
einem weit entfernten Punkt Die Abtastrolle 7 führt in diesem Falle, je nach Größe und Richtung des
Drehwinkels β und je nach Richtung der Verschiebung der Spindelmutter 4 bzw. des sich mit ihr verschiebenden
Schlittens 11, eine gegen die Leitspindelachse 6 gerichtete oder eine von ihr wegführende Hubbewegung
D aus. Diese Hubbewegung D wird nun für die Verschiebung eines Verstellkeils 8 benützt welcher in
an sich bekannter Art und Weise eine axiale Korrekturverschiebung C der Spindelmutter 4 bezüglich
des von ihr zu verschiebenden Schlittens 11 bewirkt
Das Korrekturlineal 1 wird aus Steifigkeitsgründen auf einer Vielzahl von Stützlagern 3, welche mit
Schrauben 29 am Maschinenbett 9 befestigt sind, abgestützt (Fig.9), wobei die Anpreßkraft mit Hilfe
einer entsprechenden Anzahl von Zugfedern 12, welche mittels Gewindebolzen 13 und 14 im Korrekturlineal 1
und im Bett 9 der Maschine verankert sind, aufgebracht wird. Für die Abstützung des Lineals in Längsrichtung
dienen die beiden Anschläge 15, welche mit der Schraube 30 am Bett 9 festgeklemmt werden.
Die Einstellung des Drehwinkels β erfolgt mittels einer im Bett 9 angeordneten Mikrometerschraube 16
(Fig.6, 8). Sie ist in einem Körper 17, welcher das dazugehörige Muttergewinde aufweist angeordnet
Dieser Körper 17 ist im Bett 9 der Maschine mittels der Paßfeder 18 verdrehsicher aufgenommen und mit Hilfe
einer Ringmutter 19 festgeklemmt Die dem Rändelrad gegenüberliegende Verlängerung der Mikrometerschraube
16 berührt einen Hebel 20, welcher mittels einer Schraube 21 am Korrekturlineal 1 befestigt ist Mit
Hilfe der Mikrometerschraube 16 kann nun der Hebel 20 verschwenkt werden, was zu einer Verdrehung des
Korrekturlineals 1 um den gewünschten Drehwinkel β führt Die Zugfeder 31, welche mittels Bolzen 32 und
Schraube 33 im Hebel 20 bzw. im Bett 9 verankert ist drückt den Hebel 20 ständig gegen das freie Ende der
Mikrometerschraube 16.
Ist nun das Korrekturlineal 1 aus der Ausgangslage gemäß Fig.3 in eine der Verdrehlagen gemäß Fig.2
oder 4 verschwenkt worden, so führt, bei einer
Längsverschiebung der Spindelmutter 4 bzw. des von ihr angetriebenen Schlittens U, die Abtastrolle 7 eine
entsprechende Hubbewegung D aus. Die Abtastroiie 7
ist am Verstellkeil 8 auf einer Achse 22 drehbar gelagert und mittels der auf den Verstellkeil 8 wirkenden
Druckfedern 23 gegen die Abtastfläche 2 des Korrekturlineals 1 gedruckt Die Druckfedern 23 stützen sich
auf das Winkelstück 24 ab, welches mittels Schrauben 25 am Schlitten 11 befestigt ist Die Hubbewegung D des
Verstellkeils 8 bewirkt infolge seiner Keilflächen eine axiale Verschiebung C der Spindelmutter 4 relativ zum
Schlitten 11. Währenddem sich der Schlitten und die Spindelmutter gemeinsam verschieben, bewirkt die
Relativbewegung zwischen diesen beiden Teilen eine stetige Bewegungskorrektur des Schlittens 11. Je nach
Richtung der Verdrehlage des Korrekturlineals 1 um den Winkel β verschiebt sich die Spindelmutter etwas
rascher bzw. etwas langsamer im Vergleich zum Schlitten 11. Auf diese Weise können Tendenzsteigungsfehler
von umlaufenden Leitspindeln entsprechend korrigiert werden.
Bei der Relativbewegung gleitet die Spindelmutter 4
Bei der Relativbewegung gleitet die Spindelmutter 4
to mit ihrer Fläche Eauf der Gegenfläche Farn Schlitten
11. Die Flächen E, F berühren einander spielfrei und sichern die Spindelmutter gegen Verdrehung. Der
zwischen dem Schlitten und der Spindelmutter angeordnete Verstellkeil wirkt mit seiner Keilfläche G auf die
entsprechende Schrägfläche Wan der Spindelmutter 4 ein, um die Relativbewegung zu erzeugen.
Führt der Verstellkeil 8 nun einen vom Korrekturlineal 1 über die Abtastrolle 7 bewirkten Hub D quer zur
Leitspindelachse 6 aus, so wird der Spindelmutter 4 während ihrer durch die rotierende Leitspindel 26
verursachten Längsverschiebung eine in bezug auf den Schlitten 11 zusätzliche Verschiebung in gleicher oder
entgegengesetzter Richtung mitgeteilt Damit die notwendige Steifigkeit der Verbindung Spindelmutter 4
und Schlitten 11 gewährleistet ist muß der Verstellkeil 8
mit Hilfe von verhältnismäßig starken Druckfedern 27 spielfrei zwischen der Spindelmutter 4 und dem
Schlitten 11 in Wirkverbindung gehalten werden. Die Druckfedern 27 stützen sich am Schlitten 11 ab und
wirken auf einen mit der Spindelmutter 4 in Verbindung stehenden Ring 28.
Für die feste Korrektur der langwelligen Abweichungen,
d. h. eines kurvenförmigen Verlaufes des systematischen Steigungsfehlers, können die Stützlager 3,
aufgrund einer Ausmessung des Steigungsfehlerverlaufes innerhalb der nutzbaren Länge des Korrekturlineals
1 in der Höhe so korrigiert werden (F i g. 9), daß eine Glättung des Steigungsfehlerverlaufes, bzw. ein nahezu
geradliniger Verlauf des systematischen Steigungsfehlers erreicht wird. Die Auflagehöhen der Stützlager 3
sind in diesem Fall nicht mehr gleich; sie werden in der Zeichnung mit ACi, K2 ... bezeichnet Eine Beeinträchtigung
der Einstellbarkeit des Korrekturlineals 1 durch die Drehung um den Winkel β Findet dabei nicht statt, da
die Verbiegung des Lineals sehr gering ist
Das Korrekturlineal muß nicht unbedingt, wie vorstehend beschrieben, aus einem längshalbierten
Zylinder bestehen. Wichtig ist daß es eine im wesentlichen ebene Abtastfläche aufweist die um die
geneigte Längsachse des Lineals verdrehbar ist Das
Gewindeschleifmaschinen, sondern auch bei anderen Präzisionsmaschinen mit Leitspindeln verwenden. Auch
die Anordnung der verschiedenen Teile (Leitspindel, Spindelmutter, Schlitten) zueinander kann unterschiedlich
sein.
Dementsprechend kann das Koirekturlineal entweder,
wie im Ausführungsbeispiel, am Bett oder aber am Schlitten befestigt sein.
Claims (6)
1. Korrekturvorrichtung zur Korrektur der
Steigungsfehler der Leitspindel an einer Präzisions-Werkzeugmaschine,
die ein aus der Leitspindel und einer Spindelmutter bestehendes Schraubgetriebe
zur axialen Verschiebung eines Schlittens aufweist, wobei die Spindelmuttet unverdrehbar und begrenzt
axial verschiebbar im Schlitten gelagert ist, und wobei eine mit einem einstellbaren, eine im
wesentlichen ebene Abtastfläche aufweisenden Korrekturlineal in Berührung stehende Abtasteinrichtung
über einen quer zur Leitspindelachse beweglichen, zwischen der Spindelmutter und dem
Schlitten angeordneten Keil dem Schlitten eine zusätzliche Axialverschiebung erteilt, dadurch
gekennzeichnet, daß die Korrekturlinealachse
(S) unter einem spitzen Winkel («) eine Ebene durchsetzt, welche bestimmt ist durch die Leitspindelachse
(6) und die diese schneidende, senkrecht zu ihr stehende Abtastrichtung der Abtasteinrichtung
(7), und daß das Korrekturlineal (1) mehrfach in unterschiedlicher, den erforderlichen Korrekturbeträgen
entsprechender Höhe abgestützt und um seine Achse (5) verdrehbar ist
2. Korrekturvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstützung aus
Stützlagern (3) besteht, die entweder an einem unbeweglichen Maschinenteil (9) oder am Schlitten
(11) angeordnet sind.
3. Korrekturvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Korrekturlineal (1) in
Form einer halbzylindrischen Stange ausgebildet ist, wobei die Achsschnittebene die Abtastfläche (2) ist
4. Korrekturvorrichtung nach Anspruch 3 und/ oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Korrekturlineal (t) mittels über seine Länge verteilt angeordneter Federn (12) gegen die Stützlager (3)
gepreßt ist
5. Korrekturvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verdrehung des
Korrekturlineals (1) um seine Achse (5) eine manuell betätigbare Verstelleinrichtung (16,31,20) vorgesehen
ist.
6. Korrekturvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstelleinrichtung
eine Mikrometerschraube (16) aufweist, deren Ende auf einen am Korrekturlineal (1) befestigten Hebel
(20) einwirkt, und daß der Hebel (20) mittels einer Feder (31) ständig gegen das Ende der Mikrometerschraube
(16) gepreßt ist
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